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Medienrundschau:
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News vom 07. - 15. November
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- SCHRÖDER, Christoph (2007): Mitten am Rand.
Jetzt wird es offiziell: Frankfurt ehrt den Rebellen Jörg Fauser
mit einer Themenwoche,
in: Frankfurter Rundschau v. 15.11.
- Inhalt:
SCHRÖDER berichtet über die
Auftaktveranstaltung einer Themenwoche zu
Jörg FAUSER:
"Jamal
Tuschick (...) war derjenige, der sich mit größtmöglicher
Empathie auf Fausers Frankfurter Spuren begab, zu den Trinkhallen,
in die Kaschemmen, und feststellte: »Sein Lebensmittelpunkt liegt
immer an einem Rand.«
Matthias
Göritz stellte das aus einer Sicht gelungenste Fauser-Buch »Marlon
Brando - Der versilberte Rebell« vor und las anschließend,
stellvertretend für Silke Scheuermann, eine längere und ziemlich
komische Passage aus dem Roman
»Das Schlangenmaul« vor"
-
HAIBACH, Philipp (2007): Böse, besoffen, aber gescheit - Jörg Fauser.
Willkommen im Establishment: die Stadt Frankfurt am Main ehrt
seinen großen Autor mit einer Jörg-Fauser-Woche. Zu Lebzeiten war der
bekennende Trinker und EX-Junkie verschrien, jetzt wird er als
landauf, landab Vorbild für junge Autoren gepriesen,
in: Frankfurter Rundschau v. 15.11.
-
HENNING, Peter (2007): Beruf: Rebell.
Der Autor Jörg Fauser war der schnelllebigste deutsche Autor der
deutschen Literatur und für sie fast ein wenig zu genial. Eine
Frankfurter Literaturwoche würdigt den entdeckenswerten Raser, der
1987 auf mysteriöse Weise starb,
in: Rheinischer Merkur Nr.15 v. 15.11.
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SIMON, Violetta (2007): "Die Mama ist jetzt wie Mary Poppins".
Kinder zu haben, ist anstrengend. Deshalb braucht Mutti hin und
wieder einen Liebhaber - dann singt sie beim Bettenmachen. Dieses Buch
hat uns Frauen keinen Gefallen getan,
in: sueddeutsche.de v. 15.11.
- Inhalt:
SIMON findet das Buch "Mamas Lover - wovon Mütter
heimlich träumen" nicht politisch korrekt.
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- SANDERMEYER, Peter (2007): Aufstand der
Jugend,
in: Stern Nr.47 v. 15.11.
- Anmerkungen:
Zwei Wochen nach dem
Spiegel bringt nun auch der
Stern die 68er auf das Cover.
Thomas
OSTERKORN definiert die 68er im Editorial nicht als
Bewegung, nicht als Generation, sondern - wie diese Website - als
Kohorte.
Während
hier die 68er als 1937 - 1947 Geborene begriffen werden, wählt
OSTERKORN die Jahre zwischen 1940 und 1950.
Gleich
eine 8teilige Serie widmet der Stern dieser Kohorte.
SANDERMEYER
liefert eine konventionelle Nacherzählung der Ereignisse. Auch die
Bild-Ikonographie ist überraschungsfrei.
Als
Zeitzeugen kommen der Regisseur Wolfgang PETERSEN (1941 geboren),
Joachim HUNOLD, ein 68er der CDU (1949) und die Theologin Uta
RANKE-HEINEMANN (1927) zu Wort.
-
MEROTH, Peter (2007): Wie Kennedy die Revolte auslöste,
in: stern.de v. 14.11.
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- OSWALD, Andreas (2007): Im Kustall der
Gefühle.
Selbst intellektuelle Städter schalten das RTL-Format "Bauer sucht
Frau" ein. Es ist die momentan erfolgreichste deutsche Fernsehsendung,
in: Tagesspiegel v. 14.11.
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FRIESEN, Astrid von (2007): Neue Männer braucht das Land!
in: DeutschlandRadio v. 14.11.
- Anmerkungen:
Wer so alt ist wie Astrid von FRIESEN, der
kennt noch den Gruselkrimi
"Sonderbare Vorfälle im Hause des Professor
S." (1973) aus der Reihe Der Kommissar.
Der
junge Mathieu CARRIÈRE und die junge Margarethe von TROTTA spielen
darin zwei Schizoide, die Sinnbild einer
"autistischen Gesellschaft" sind.
Am Ende läuft Margarete von TROTTA wie ein menschlicher Roboter dem
Zuschauer entgegen läuft. Die Science-Fiction-Version findet sich in
"Die Dämonischen". Der Titelsong
des Krimis von Lobo wurde damals ein Hit.
Die
Beschreibung des heutigen Männertypus, die FRIESEN liefert,
kombiniert diese damalige Charakterisierung des Schizoiden mit der
zweiten damaligen Modevokabel: Narzissmus wurde in den 70er Jahren
als Neuer Sozialisationstyp (NST) durch
Thomas ZIEHE
populär gemacht.
Das
ist der
Stoff aus dem Angstphantasien gestrickt sind,
die durch Amokläufe genährt werden. Die Realität ist dagegen meist
weniger gewalttätig - und wenn, dann richtet sie sich eher gegen
sich selbst, wie zwei Bücher über Menschen ohne Beziehungserfahrung
zeigen.
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Geburten im 1. Halbjahr 2007
-
STATISTISCHES BUNDESAMT (2007): 1. Halbjahr 2007. Geburten gingen
leicht zurück,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 13.11.
- Exklusiv-Story von
single-dasein.de:
Das Statistische Bundesamt hat dieses
Jahr bereits
zum zweiten Mal die Zahl der
Geburten veröffentlicht.
Bundesweit
sind die GeburtenZAHLEN erneut gesunken, in Großstädten wie Berlin
oder München dagegen erneut gestiegen. Ein
WM-Baby-Wunder ist ausgeblieben.
Das
Elterngeld ist auf erfolgreiche AkademikerInnen (Family-Gentrifier)
zugeschnitten. Diese haben zwar in den letzten 30 Jahren
zugenommen. Gesamtgesellschaftlich ist ihr Anteil aber nicht so
groß, dass dadurch die Geburtenzahlen entscheidend zunehmen
werden. Ohne den zügigen Ausbau einer qualitativ hochwertigen
Kinderbetreuung ist ein nachhaltiger Geburtenanstieg nicht zu
erwarten. Die Bücher
"Ein Leben ohne Kinder" und
"Grenzen der Bevölkerungspolitik"
zeigen, dass es damit noch lange nicht getan ist.
Wie
der Rückgang der Geburten zu bewerten ist, wissen wir erst, wenn
das Statistische Bundesamt die GeburtenRATE veröffentlicht. Diese
könnte aufgrund des
Rückgangs potentieller Mütter
gestiegen sein.
Die
Frage, die sich nun stellt: Wie lange werden Nationalkonservative
und ihre Sympathisanten still halten, bevor die Debatte um die
Bekämpfung einer
Kultur der Kinderlosigkeit
richtig beginnt? Die Debatte um eine
Rente nach Kinderzahl ist nicht
vom Tisch, wie ein
Interview mit Gunter STEINMANN in Telepolis
zeigt.
Es
darf davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse der
Erhebung "Geburten in Deutschland",
deren Veröffentlichung für diesen Herbst geplant ist,
entscheidenden Einfluss auf diese Debatte haben wird.
-
BERTH, Felix (2007): Baby-Boom in München.
Im ersten Halbjahr 2007 steigt die Zahl der Geburten in der
Landeshauptstadt deutlich an - das Elterngeld hat einen Anteil
daran,
in: sueddeutsche.de v. 13.11.
-
JAP (2007): Lepen-Papas kümmern sich 60 Tage um Kinder.
Zwar beantragen zehn Prozent der Väter Elterngeld. Aber sie
wickeln in der Regel nur 2 Monate, Mütter dagegen 12,
in: TAZ v. 14.11.
- KAPPUS, Monika (2007): Entspannung im
Kreißsaal,
in: Frankfurter Rundschau v. 14.11.
- LEHMING, Malte (2007): Käufliche Liebe.
Deutschland, deine Kinder: Auch das Elterngeld stimuliert nicht
die Gebärfreude. Für viele ist das "Kinderkriegen" noch zu teuer,
in: Tagesspiegel v. 14.11.
-
SIEMS, Dorothea (2007): Immer mehr Väter am Wickeltisch.
Die Zahl der Männer, die sich eine Erziehungspause gönnen,
steigt: Jede zehnte Person, die Elterngeld beantragt, ist ein Mann.
Vor allem in Berlin und Bayern nutzen Väter die zwei bezahlten
Partnermonate. Doch der erhoffte Babyboom bleibt weiter aus,
in: Welt v. 14.11
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KAUBE, Jürgen (2007): Über die Kraft, die das menschliche
Sozialverhalten antreibt,
in: DeutschlandRadio v. 13.11.
- Inhalt:
Im FAZ-Feuilleton ist von Eckart
VOLAND ein Grundkurs Soziobiologie erschienen, der nun als Buch
erscheint.
"In
der Soziobiologie dreht sich alles um Fortpflanzung. Macht,
Reichtum, Schönheit, Geist - das alles sind nur Mittel, um an
brauchbare Frauen und Männer heranzukommen. Die sexuellen
Möglichkeiten nehmen mit dem Prestige zu. Aber nimmt auch die
Reproduktion zu? Haben die Reichen und Schönen mehr Kinder? Dazu
schweigt die Theorie fast völlig. Es wird eine Studie zitiert, nach
der an der Universität Wien die Professoren mehr Kinder haben als
die Assistenten, aber das dürfte wohl für eine Beantwortung jener
Frage nicht ausreichen. Denn sie betrifft die Grundsatzannahme der
Soziobiologie: Wo liegt das reproduktive Interesse von Leuten, die
Verhütung praktizieren? Oder formulieren wir es so: Was sollen wir
von einer Theorie der Sexualität halten, die durch die Existenz von
Kondomen widerlegt wird?" fragt sich
Jürgen KAUBE.
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BAUMANN, Daniel: Sterbehilfe.
Es sind vor allem Deutsche, die sich mithilfe der Orgsanisation
Dignitas in der Schweiz umbringen,
in: Berliner Zeitung v. 12.11.
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TREICHEL, Thorkit (2007): "Geschäftemacherei mit dem Tod".
Gespräch mit Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung,
in: Berliner Zeitung v. 12.11.
- Inhalt:
"Eine Studie hat ergeben, dass mehr als ein Drittel
der Menschen in Deutschland angeben, eher Suizid zu verüben als in
ein Pflegeheim zu gehen. Wir müssen die Bedingungen der Pflege
verbessern", fordert BRYSCH.
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OESTREICH, Heide (2007): "Frauen haben allen Grund zur Sorge".
Das neue Unterhaltsrecht wird eine Flut von Klagen nach sich
ziehen, ist die Familienanwältin Renate Maltry überzeugt. Denn auch
Frauen, die schon lange geschieden sind, kann jetzt die
Unterhaltszahlung gekürzt werden,
in: TAZ v. 10.11.
- Inhalt:
Das neue Unterhaltsrecht begünstige die
serielle Monogamie des Mannes, meint Renate MALTRY vom Deutschen
Juristinnenbund.
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EISMANN, Sonja (2007): Feminismus ist Pop!
Der emanzipatorische Kampf für Frauenrechte ist so glamourös, wie
man ihn führt. Feministische Musikerinnen und Magazine aus den USA
zeigen, wie man es richtig macht,
in: TAZ v. 10.11.
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Armut und Reichtum in Deutschland
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zitty-Titelgeschichte:
In ist wer drin ist.
Club-Report |
- HEYMANN, Nana &
Ric GRAF (2007): Geschlossene Gesellschaft,
in: zitty Nr.23 v. 08.11.
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- PROVELEGIOS, Alexander & Peter KÖPF
(2007): Abraham macht mobil.
Englisch für Säuglinge, Potenzialanalysen bei Dreijährigen: Der
Nachwuchs wird zum Humankapital degradiert. Ein Plädoyer für den Mut
zum Ungehorsam,
in: Rheinischer Merkur Nr.45 v. 08.11.
- Inhalt:
PROVELEGIOS & KÖPF kritisieren das
Kinderkrippen-Ideal, das der
Focus
kürzlich in einer Coverstory präsentierte.
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- GRABKA, Markus M. & Joachim R. FRICK (2007):
Vermögen in Deutschland wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen,
in:
Wochenbericht DIW Berlin Nr.45 v. 07.11.
- Inhalt:
"Im Durchschnitt betrug das individuelle
Netto-Vermögen im Jahr 2002 rund 81 000 Euro. Aufgrund der sehr
ungleichen Verteilung liegt der Median, also der Wert, der die
reiche Hälfte der Bevölkerung von der ärmeren trennt, nur bei etwa
15 000 Euro. Weitere Sozialstrukturanalysen zeigen große
Unterschiede im individuellen Netto-Vermögen zwischen Männern und
Frauen (96 000 Euro bzw. 67 000 Euro) sowie zwischen Personen ohne
und mit Migrationshintergrund (87 000 Euro bzw. 47 000 Euro)",
berichten GRABKA & FRICK. Der Beitrag ist als PDF-Datei downloadbar.
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Zu den News
vom 01
- 06. November 2007
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