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Medienrundschau:
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News vom 16. - 31. Oktober 2002
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Zitat
des Monats:
"Einer
meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der
freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der
Frankfurter Prinz-Redaktion.
Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht
beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie
wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst
da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann
in
"Generation
Ally", 2002) |
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TICHY, Andrea (2002): Mütter machen Karriere.
Eine Wiesbadener Initiative ebnet Frauen den Weg beim
Wiedereinstieg in die Berufswelt,
in: Rheinischer Merkur Nr.44 v. 31.10.
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SCHRÖDER, Gerhard (2002): Die Rede im Wortlaut.
Schröders erste Regierungserklärung nach der Wahl,
in: Welt v. 30.10.
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- BAUCHMÜLLER, Michael (2002): "Der
demografische Wandel ist eines der größten Probleme der nächsten
Jahre".
Kurt Biedenkopf, CDU, ehemaliger Ministerpräsident Sachsens,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.10.
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SEEL, Christian (2002): Das Loch in der Milchstraße.
Aus "Max" soll wieder ein Monatsmagazin werden. Die Hälfte der
Redaktion wird das nicht mehr erleben,
in: Welt v. 29.10.
- Kommentar:
Im
Oktober
letzten Jahres hat sich single-dasein.de angesichts des "Zurück
zur Familie" der Lifestyle-Postille MAX Gedanken über die Zukunft
eines solchen Blattes gemacht. Der Niedergang ist schneller gekommen
als erwartet...
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LEHNARTZ, Sascha (2002): Die
Achtundsechziger als Väter der Spaßgesellschaft.
"Die verspielte Revolution" heißt das neue Buch des
Rechtshistorikers Uwe Wesel über die Achtundsechziger-Bewegung. Wir
baten ihn zum Streitgespräch mit Arnulf Baring,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.10.
- Kommentar:
Zwei Angehörige der Flakhelfer-Generation debattieren
über die 68er-Generation und die
Spaßgesellschaft. Für BARING beginnt die Spaßgesellschaft 1968,
während WESEL das Ettikett "Spaßgesellschaft" ablehnt.
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Thema des Tages
- BÜSER, Wolfgang & Norbert FREUND
(2002): Unverheiratete haben's oft schwer.
Partnerschaften ohne Trauschein sind beliebt, vom Gesetzgeber
werden sie aber nicht gerade begünstigt,
in: Saarbrücker Zeitung v. 26.10.
- FREUND, Norbert (2002): Wachsende
Zweifel am Ehegattensplitting.
Immer mehr Kinder wachsen in "wilden Ehen" auf - und immer mehr
Ehen sind "kinderlos",
in: Saarbrücker Zeitung v. 26.10.
- FREUND, Norbert (2002): "Es gibt kein
Benachteiligungsgebot für wilde Ehen".
Bundessozialgericht: Zahnarzthelferin, die für Umzug zum
Lebensgefährten Job aufgab, bekommt Arbeitslosengeld,
in: Saarbrücker Zeitung v. 26.10.
- BILSDORFER, Peter (2002): Der Fiskus
hat kein Herz für "wilde Ehen".
Wenn es ans Erben oder Schenken geht, wird es für nichteheliche
Paare richtig teuer,
in: Saarbrücker Zeitung v. 26.10.
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- SCHNEIDER, Wolfgang (2002):
Alle Eltern kidnappen ihre Kinder.
Die Familie als Schule des Verdachts: Jaap Scholten
erzählt in seinem Roman "Morgenstern" von vertauschten
Identitäten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.10.
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- LÖW, Ulrike (2002): Blind Date mit Speed.
Sieben Frauen treffen sieben Männer je sieben Minuten,
in: Nürnberger Nachrichten v. 26.10.
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- WÖRDEMANN, Gerad Kleine (2002): Expertin
bittet zum Einkaufstraining.
Kurs will Singles zu mehr Genuss verführen,
in: Ostsee-Zeitung v. 26.10.
- Inhalt:
Bericht über das Einkaufstraining der Rostocker
Verbraucherberatung.
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- BERTHOLD, Norbert (2002): Ordnungspolitik
ist die beste Familienpolitik.
Anschubfinanzierung zur Bildung von Humankapital,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.10.
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- SEEL, Martin (2002): Paradoxien der
Erfüllung.
Warum das Glück nicht hält, was es verspricht,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.10.
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RUTSCHKY, Michael (2002): Amerikanisierung.
Von Swingbubis, Bluejeans und Okzidentalisten,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.10.
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IB (2002): Nur wenig Lust auf Nachwuchs.
Die Geburtenrate liegt in Österreich bei nur noch 1,3 Kindern pro
Frau,
in: Salzburger Nachrichten v. 24.10.
- Inhalt:
Nach einer Studie des Instituts für Demographie
glauben die Österreicher nicht an einen Zusammenhang zwischen
Familienförderung und Geburtenrate. Am bedenklichsten finden den
Geburtenrückgang diejenigen, die in den nächsten Jahren in Rente
gehen (55-59jährigen).
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HILLENKAMP, Sven (2002): Ich will auch.
Haben wollen, was man nicht hat. Sein wollen, was man nicht ist.
Neid bestimmt unser Leben. Ein persönlicher Bericht über ein Gefühl,
das antreibt und zerstört,
in: Die ZEIT Nr.44 v. 24.10.
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NOLTE, Paul (2002): Kleiner Ratgeber für Merkel & Co.
Die Eindämmung der Ego-Gesellschaft. Oder: Warum Konservative nicht
von gestern sein müssen,
in: Die ZEIT Nr.44 v. 24.10.
- Kommentar:
NOLTE legt einen wertkonservativen Katalog der
Generation Berlin vor, in dem der "Single-Gesellschaft" und der
Popkultur eine Absage erteilt wird. Stattdessen fordert NOLTE eine
Zivilreligion, deren Wertekanon aus den 50er Jahren stammt.
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GASCHKE, Susanne (2002): Die perfekte Frau.
Renate Schmidt, eine Familienministerin wie aus dem Bilderbuch:
Drei Kinder, drei Enkel, verheiratet. Von staatlicher Zwangsbeglückung
hält sie nicht viel,
in: Die ZEIT Nr.44 v. 24.10.
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LEITGEB, Hanna (2002): Im Jenseits der Ironie.
Jedediah Purdy, Amerikas Antwort auf die Spaßgesellschaft, startet
einen neuen Angriff auf die USA und denkt über sich selber nach,
in:
Literaturen Nr.11, November
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Tagung "Wer liebt, hat recht" in Tutzing
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RIPPLINGER, Stefan (2002): Neunundneunzig Kulturkritikerwitze.
Die offene Spaßgesellschaft und ihre Feinde,
in: Jungle World Nr.44 v. 23.10.
- Inhalt:
RIPPLINGER beschäftigt sich mit den Feinden und
falschen Freunden der Spaßgesellschaft.
Ein
entscheidender Tag ist für RIPPLINGER der 29. November 1996:
"an
diesem Tag erschien im Protestantenrundbrief Die Zeit Löfflers
ernüchternder Essay 'Die Spaß-Generation hat sich müde gespielt'
(...). Seit diesem Tag fordern die deutschen Bischöfe, Prof.
Sloterdijk und Dr. Willemsen ein Ende des Spaßes, gehen aber
keineswegs mit gutem Beispiel voran."
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OHNEMUS, Günter (2002): Das Klopfen, das auf eine Antwort wartet.
Deutschland extrem (6): Über Marcel Prost, die Einsamkeit und
Schwabing, das die größte Dichte an Singles und Psychotherapeuten hat,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.10.
- Kommentar:
"München-Schwabing, hat die größte Dichte an Singles
und Psychotherapeuten. Singles bedürfen anscheinend erhöhter
psychotherapeutischer Zuwendung. (...).
Ich war einigermaßen überrascht, als ich von dieser Statistik hörte,
weil – mit zwei Ausnahmen – alle Leute in meiner Umgebung, die schon
einmal in psychotherapeutischer Behandlung waren, nicht alleine
leben", schreibt OHNEMUS.
Er
begeht damit den üblichen Fehlschluss eines gesunden
Menschenverstandes!
Erstens leben in Schwabing in erster Linie
Yuppies, zweitens sind
Single-Haushalte nicht identisch mit
Partnerlosen und drittens:
warum sollen nicht Therapeuten die Alleinlebenden sein und die
Therapierten aus den umliegenden Quartieren kommen?
Da
es keine diesbezüglichen empirischen Untersuchungen gibt, darf
weiterhin spekuliert werden.
Fehlschlüsse wie jene von OHNEMUS sind ein Indiz dafür, dass die
Sozialpopulisten in unserem Lande das Bild der Singles in der
Öffentlichkeit bestimmen.
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FINSTERBUSCH, Stephan (2002): Ende
der Wohlfahrt.
Japan vergreist: Die Alten haben die Mehrheit, die
Durchschnittsfamilie hat nur noch ein Kind. Die Altersarmut wächst.
Das Leben in den Großstädten wird für viele unbezahlbar. Eine
Reportage aus einem verunsicherten Land,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.10.
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- HILLER, Christian von (2002): Im
Dezember bricht bei der Bahn das Chaos aus.
Das neue Preissystem sorgt für Massenprotest unter den Kunden. Es
ist undurchsichtig und zu kompliziert. Bahn-Chef Mehdorn will die
Reisenden umerziehen, anstatt sich nach ihren Wünschen zu richten,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.10.
- Inhalt:
HILLER zitiert den Verkehrswissenschaftler Gottfried
ILGMANN, der als Anwalt der
Alleinreisenden, Spontis und Fernpendler
das neue Bahnpreissystem kritisiert.
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- FINKENZELLER, Roswin (2002): Das
Familientier.
Renate Schmidt ist von großer geistiger Schmiegsamkeit. Und Beifall
ist ihr Lebenselixier,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.10.
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ZIEGLER, Helmut (2002): "Das Schicksal hat sich bei mir entschuldigt".
Wie schreibt man nach dem Erstlingserfolg weiter? Indem man dicker
wird. Ein Besuch bei Karen Duve,
in: SonntagsZeitung v. 20.10.
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WAMS (2002): "Wir sagen nicht nur Nein".
Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel kündigt harten, konstruktiven
Widerstand gegen die rot-grünen Projekte an,
in: Welt am Sonntag v. 20.10.
- Kommentar:
Die Singlefrau MERKEL darf artig Wort zum Sonntag-Sätze
vortragen:
"Institutionen
werden in ihrer Bedeutung und ihrer Anerkennung wieder zunehmen. Der
Wert der Familie wird deutlicher erkannt werden, wenn Singles und
Ältere feststellen, dass sie ohne Familien keine Zukunft haben."
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STÖLZL, Christoph (2002): Zukunft im Geiste Preußens.
Familie, Nation, Rechtsstaatlichkeit. Moderner Konservatismus muss
sich am Bewährten orientieren und dessen Aktualität erkennen. Der
Berliner CDU-Vorsitzende Christoph Stölzl plädiert für einen liberalen
Traditionalismus,
in: Welt am Sonntag v. 20.10.
- Kommentar:
Der verhinderte Kulturstaatsminister darf ersatzweise
Kulturpolitik in der WAMS betreiben.
Statt
in
Aldous HUXLEYs Brave New World
leben zu müssen, dürfen wir uns freuen, dass Ehe und Familie
"die älteste und modernste Form des Sozialstaats" ist.
Und wir dürfen nach Frankreich blicken:
"Vom
Nachbarland Frankreich, das immer hochsensibel war in Sachen
Familie, kann man lernen, wie man das Problem Modernisierung contra
Familie löst. Die »École maternelle« und die Ganztagsschulen
entlasten die Mütter und sind gleichzeitig Pflanzschulen von
Leistung und Patriotismus. Die Wissenschaft sagt: Frauen sind dort
am zufriedensten, wo sie Mutterschaft und Beruf ohne Konflikt
vereinen können. Die CDU/CSU sollte sich das Modell anschauen. Es
ist Welten entfernt von der Atomisierung des Menschlichen".
Michel
HOUELLEBECQ würde dem sicher widersprechen!
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LORENTZ, Frank (2002): Der Zorn der älteren Herren.
Die Fehlfarben, Ikonen des Deutsch-Punks, spielen wieder. Hat sich
halt so ergeben, sagt Sänger Peter Hein,
in: Welt am Sonntag v. 20.10.
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MEIR, Gerhard (2002): Sarah Jessica Parker.
Celebrity of the Week,
in: Welt am Sonntag v. 20.10.
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- JÄHNER, Harald (2002): Das Ende des
Jugendkults,
in: Berliner Zeitung v. 19.10.
- Kommentar:
JÄHNER hat den Artikel von
KOCH in der
FAZ vom 16.10.2002 gelesen und
befasst sich mit der aktuellen Wertschätzung des Alters.
Er
kommt zu zeitlosen Gesetzen wie: "Der Jugend gehören die Zeiten des
Aufschwungs, dem Alter die allgemeine Sorge um den sicheren Abstieg".
Diese
Weisheiten hat sich JÄHNER bei Sebastian HAFFNER ("Geschichte eines
Deutschen") angelesen, der wiederum hat sie selbst in der Weimarer
Republik im Jahr 1924 beobachtet.
Den
damaligen "Karnevalsgeist" übersetzt JÄHNER als "Spaßgesellschaft",
damit auch wirklich jeder den Zusammenhang erkennt.
Nach
JÄHNER ist jetzt Erfahrung aus erster und nicht aus zweiter Hand
gefragt. Fragt sich nur, warum er das alles aus zweiter Hand hat.
Zum
schlechten Ende beschwört JÄHNER den kommenden Generationenkonflikt,
der angeblich vor der Tür steht:
"Lange wird das nicht so gehen. Die nächste Hausse der Jugend wird
wohlmöglich ziemlich aggressiv ausfallen."
Das hat der 68er Reimer GRONEMEYER
bereits 1989 in seinem Buch
"Die Entfernung vom Wolfsrudel"
prophezeit:
"Die Woopies von heute sind die erste und letzte
Generation, die sich dem Rausch des Wohlfahrtsstaats und des
ungebremsten Konsums hingeben kann. Die Alten werden den Jungen
künftig eher als gierige Greise, als unersättliche Parasiten
erscheinen. Der Boden ist bereitet für den Altersklassenkampf. Von der
Jahrtausendwende an könnte er die Welt tiefer spalten als Rassenhaß,
Geschlechterkrieg oder Klassenkampf zwischen Kapital und Arbeit."
Die
Jahrtausendwende liegt hinter uns und der Krieg Jung gegen Alt ist
bisher ausgeblieben, denn die Jungen genießen lieber das
Rebellentum eines Nesthockers als von den Eltern in die Kälte vor
die Tür gesetzt zu werden.
Einen Ausweg aus der "Generationenfalle" weist
Lothar BÖHNISCH: Die Neubewertung der Lebensalter.
- KRAMM, Jutta (2002): Demographie.
Die geriatrische Gesellschaft,
in: Berliner Zeitung v. 19.10.
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KISTER, Kurt (2002): Wir sind bereit.
Haben Sie Arbeit? Der Gang der Dinge lehrt jetzt auch die gut
ausgebildeten Menschen zwischen 30 und 40, dass sie mit dem
Schlimmsten rechnen müssen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.10.
- Kommentar:
KISTER muss den Platz füllen, der aufgrund des
fehlenden Anzeigengeschäfts bei der SZ noch zugetextet werden muss.
Dazu
bietet sich das Thema der
arbeitslosen Leistungsgeneration Golf geradezu an. KISTER stellt
sich vor wie es ist, wenn die Rationalisierer selbst zum Sozialfall
werden:
"Was
noch boomt, ist die Branche jener, die anderen erklären, wie sie mit
immer weniger Menschen immer noch genug Autos, Nasenhaarschneider
oder, meinetwegen, Zeitungen machen können. Doch, das geht.
Allerdings nur so lange, bis die Rationalisierer und
Unternehmensberater alle Wasserköpfe in tausend Firmen so gezielt
aufgestochen haben, dass sie plötzlich selbst auf dem Trockenen
sitzen. Eine niedliche Vorstellung: McKinsey müsste dann Roland
Berger holen und der wiederum..."
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NOLTE, Paul (2002): Vom Verschwinden des Bürgertums in der CDU.
Die Union braucht wieder ein zeitgemäßes bürgerliches Profil -
Sonst droht ihr der Populismus,
in: Welt v. 19.10.
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- HETSCHER, Iris (2002): Bei Anruf
nette Gesellschaft.
Neue Agentur vermittelt Begleitpersonen für Nachmittags- und
Abendvergnügen,
in: Weser-Kurier v. 19.10.
- Inhalt:
HETSCHER berichtet über den
Ersten Bremer
Begleitservice, der im Internet unter
www.bremer-begleitung.de erreichbar ist.
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Report:
Fluch oder Segen? Das Comeback der Fehlfarben...
"Geschichte wird gemacht, es
geht voran": Der Klassiker von 1980, "Monarchie und Alltag", bleibt
das Monument der Fehlfarben. Nun haben die Akteure von damals die
Punklegende für ein neues Album "reaktiviert" - vermeiden aber das
"böse P-Wort". Ein Rückzugsgefecht alternder Rocker?
in: TAZ v. 19.10.
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BECKER, Jochen (2002): Neonhelle Eurolandschaften.
Suburbanisierung in Deutschland. Den Innenstädten droht Verarmung;
draußen auf freiem Feld hoffen "beleuchtete Äcker" vergeblich auf
Ansiedlung,
in: Freitag Nr.43 v. 18.10.
- Kommentar:
Seit den 80er Jahren hat sich Deutschland grundlegend
geändert:
Die
Städte sind geschrumpft und die Vorstädte sind gewuchert. Während
sich die Wissenschaft mit dem Thema Gentrification beschäftigt hat,
ist ihr der Gegenstand abhanden gekommen und in die Suburbs
abgewandert. Aus den Yuppies wurden Suburbaniten, zurück blieben vor
allem junge Studenten, gering verdienende Partnerlose im mittleren
Lebensalter und ältere Rentnerinnen. Zusammengefasst werden diese
unter dem Begriff "Singles".
Von Sozialpopulisten, denen es um
kaufkräftige Stadtbewohner geht, wird der Blick dagegen auf die
Yuppies in den begehrten innenstadtnahen Wohngebiete gelenkt. Die
allein stehenden Sozialhilfeempfänger bleiben dagegen im Dunkeln.
Mittlerweile
hat sich die Stadtforschung dem Gegenstand
Suburbanisierung zugewandt, obwohl - oder vielleicht gerade weil
- der
neueste Trend die
Family-Gentrifiers sind. Sollte sich das Thema erledigt haben,
die Stadtforschung wird es dann sicher aufgreifen!
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RED (2002): Bundessozialgericht stärkt "Wilde Ehen",
in: Saarbrücker Zeitung v. 18.10.
- RIEDEL, Anne (2002): Keine Sperre bei
Nachzug.
BSG stellt Unverheiratete den Paaren mit Trauschein gleich,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.10.
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RATH, Christian (2002): Liebe erleichtert.
BSG: Arbeitslosengeld darf nicht gesperrt werden, wenn Job wegen
Umzug des Lebenspartners gekündigt wird,
in: TAZ v. 19.10.
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SIGNER, David (2002): "Ich leugne nicht, dass man glücklich sein
kann".
Der Psychologe und Kommunikationsforscher Paul Watzlawik über
Hoffnung, den vermeintlichen Schrecken des Todes und die Suche nach
dem Sinn des Lebens,
in: Weltwoche Nr.43 v. 18.10.
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LEINEMANN, Susanne (2002): Wer sich bewegt, verliert.
Der rot-grüne Koalitionsvertrag fördert das Gestern und das Morgen.
Das Heute bekämpft er,
in: Welt v. 18.10.
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GASCHKE, Susanne (2002): Die verpasste Revolution.
Kein Ausland, erst recht kein Inland: Susanne Leinemanns
unkonventioneller Blick auf die entschwundene DDR,
in: Die ZEIT Nr.43 v. 17.10.
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- WILKENS, Katrin (2002): Sex ist etwas
Wundervolles.
Die Cosmopolitan-Chefredakteurin Ulrike Droll entwickelt sinnvolle
Paarungsstrategien für die gut verdienende Großstadtfrau,
in: Frankfurter Rundschau v. 17.10.
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KAHLWEIT, Cathrin (2002): Aus allen Wolken gefallen.
Familienministerin Renate Schmidt (SPD) über ihr neues Amt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.10.
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NAUMANN, Julia & Lisa ARNS (2002): "Joschkas Mädchen" führen die
Grünen-Fraktion.
Sager und Göring-Eckardt gelten als treue Parteigängerinnen des
grünen Fürsten - Beide haben Realo-Erfahrung,
in: Saarbrücker Zeitung v. 17.10.
- Inhalt:
Die Autorinnen porträtieren die neuen
Fraktionsspitzen u.a. die
grüne Kinderpolitikerin Katrin GÖRING-ECKARDT:
"Mitte
der 90er Jahre verlagerte sie ihr Wirken immer mehr in die
Bundespartei. Zusammen mit anderen jungen Grünen wie Cem Özdemir
gehörte sie zur so genannten »Pizza-Connection« und traf sich
regelmäßig mit CDU-Abgeordneten zum Meinungsaustausch. 1998 kam
Göring-Eckardt dann selbst in den Bundestag und wurde gesundheits-
und rentenpolitische Sprecherin. (...). In der Fraktion gilt sie als
kommunikativ - eine Abgeordnete, die Kontakte pflegen kann und gerne
die Fäden in der Hand hat. (...). Im Mai 2000 gründete sich die »Ingerslebener
Familie« auf Initiative von Göring-Eckardt."
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- KOCH, Gerhard R.
(2002): Vergreisung.
Im etablierten Kulturbetrieb dominieren immer mehr die Alten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.10.
- Kommentar:
KOCH beschreibt das
Bellheim-Syndrom vom "Trau keinem unter fünfzig" anhand
zahlreicher Namen aus allen Teilen des Kulturbetriebs.
Er
sieht mit der ökonomischen Krise das Ende der Spaßgesellschaft
kommen. Das heißt für ihn "Ernsthaftigkeit, gar traditionelle
Kunst-'Werte' (steigen) wieder im Kurs".
KOCH
sehnt sich nach Hohenpriestern im Kulturbetrieb, die er jenseits
anarchischer Traditionsverweigerung und Vergötzung des Vergangenen
ansiedelt. Da jedoch normatives Oberlehrergehabe bei der Generation
Golf zur Abwehr führt, müssen sich die neuen Hohepriester anderer
Tricks bedienen, um ihrem Oberlehrerauftrag nachzukommen...
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BUDEUS-BUDDE, Roswitha (2002): Das Märchen vom ganz normalen
Wahnsinn.
Über Kinder, die nicht gewollt sind, die plötzlich alleine da
stehen, verlassen: Die Jugendbuchpreisträgerin Alexa Henning von
Lange,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.10.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom
01. - 15. Oktober
2002
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