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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 02. - 08. September 2005

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Allein in den Urlaub reisen - vielen Menschen ist diese Vorstellung ein Graus. Und doch wächst die Zahl der Single-Reisenden stetig. Für ihre alljährliche Reiseanalyse hat die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) immerhin 7,5 Millionen Trips gezählt, die von Alleinreisenden unternommen wurden. Wobei es mit 58 Prozent vor allem Frauen sind, die ohne Begleitung in die schönsten Wochen des Jahres starten.
          
(...).
Alleinreisende sind nicht automatisch Singles. (...).
Manche wandeln eben ganz bewußt auf Solopfaden. Das gilt aber nicht für ältere Reisende: »Unsere Mitglieder sind überwiegend über 55 Jahre alt, weiblich und ohne Partner. Fast alle wären lieber keine Alleinreisenden«, ist die Erfahrung von Ingrid Schaller vom Freundeskreis Alleinreisender in Hamburg. »Und bei uns sind sie das dann auch nicht.«

          
Der Freundeskreis hilft auch bei der Suche nach Reisepartnern. Ingrid Schaller wünscht sich jedoch mehr Veranstalter, die ein größeres Augenmerk auf die reisenden Singles legen. (...).
          
Doch die Alleinreisenden sind schwer zu fassen. Kaum eine Zielgruppe präsentiert sich so heterogen: ein Querschnitt durch alle Altersgruppen und Interessengebiete."
(Elke Gersmann in der Welt am Sonntag vom 21. August 2005)

 
 
 
 
  • NIEJAHR, Elisabeth & Jörg LAU (2005): "Ich werbe für Ehe und Familie".
    Ein Gespräch mit Paul Kirchhof über seinen Konservatismus, die Rolle der Frau in der Gesellschaft, den freiheitlichen Staat und die Bilanz der Achtundsechziger,
    in: Die ZEIT Nr.37 v. 08.09.
    • Kommentar:
      Elisabeth NIEJAHR & Jörg LAU behandeln Paul KIRCHHOF, einen Angehörigen der 68er-Generation, mit Samthandschuhen, dennoch zeigt sich sein rückständiges Familienbild:

                
      "ZEIT: Was halten Sie von der Definition, wonach Familie dort ist, wo Kinder sind?
                
      Kirchhof: Jede Beziehung zwischen Elternteil und Kind ist Familie im Sinne des Verfassungsrechts, selbstverständlich gilt der Schutz auch der Alleinerziehenden mit ihrem Kind. Andererseits möchte ich mit Nachdruck öffentlich dafür eintreten, dass die Menschen als Mann und Frau zusammenleben, also in potenzieller Elternschaft, damit wir eine Zukunft haben.
                
      Alleinerziehen ist eine rechtliche Kategorie, d.h. Alleinerziehende sind nicht etwa per se Partnerlose, sondern sie können mit einem Mann zusammen wohnen.
                
      Als Mann und Frau zusammenleben kann deshalb hier nur heißen, dass Herr KIRCHHOF einzig eheliche Familienverhältnisse akzeptiert.
                
      Des Weiteren plädiert KIRCHHOF für einen Sozialstaat, der die Unternehmen aus ihrer Verantwortung für Nachwuchs entlässt und stattdessen kinderlose, zwangsversicherte Arbeitnehmer in die Pflicht nehmen will. Beamte, z.B. Richter, bleiben in diesem Modell außen vor.
                
      Single-generation.de hat das als Katholisierung der Berliner Republik beschrieben:
                
      "ZEIT: Gleichwohl wollen Sie zwischen Familien und Kinderlosen umschichten. Kann der Staat so überhaupt Einfluss auf die Geburtenrate nehmen?
                
      Kirchhof: Die meisten jungen Menschen wollen Kinder, insofern muss der Staat keinen Willen wecken, sondern nur Barrieren wegräumen. Wir brauchen erstens die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und müssen zweitens die Benachteiligung der Eltern in den sozialen Sicherungssystemen beenden. Das bedeutet beispielsweise, bei der Rente Erziehungsleistungen stärker zu berücksichtigen. Im Sozialsystem werden Erziehungszeiten zwar anerkannt, aber sie sind bisher ein kleiner Bonsai-Baum, sie müssen zur deutschen Eiche werden."  
 
  • MAYER, Susanne (2005): Familie geht doch.
    Europa fehlen die Kinder. Im Wahlkampf herrscht dazu dröhnendes Schweigen. Aus Unwissenheit? Pessimismus? Lektüretipps für Politiker,
    in: Die ZEIT Nr.37 v. 08.09.
    • Kommentar:
      Susanne MAYER klagt darüber, dass Katastrophismus in Sachen Kinderlosigkeit nicht geduldet wird.

                
      Das muss man sich einmal vorstellen, Katastrophismus in Sachen Kinderlosigkeit allüberall und Frau MAYER bedauert, dass diese Hysterie nicht honoriert wird.
                
      In dem Beitrag wird das Buch Schrumpfende Gesellschaft von Franz-Xaver KAUFMANN vorgestellt.
                
      Wissenschaftlich soll es gemäß Frau MAYER sein, obwohl dieses Etikett der Autor nicht einmal selber an sein Buch pappen würde, denn seine Thesen sind hochgradig spekulativ, sozusagen eher Theologie als Soziologie.
                
      Gläubige braucht es schon, um dem zu folgen, was KAUFMANN in dem Buch zusammengetragen hat. Fakten soll es geben, aber die Faktenlage ist in Sachen Kinderlosigkeit eben alles andere als gesichert.
                
      KAUFMANN gehört zur Fraktion der Familienfundamentalisten und das heißt: Das Ziel - Bevölkerungsvermehrung - heiligt jedes Mittel.
                
      Der Götze, den KAUFMANN anbetet, ist eine magische Zahl: 2,1. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Karl Otto HONDRICH sieht KAUFMANN einen engen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum = Wohlstand und Bevölkerungswachstum. Entgegen jeglicher Historie wird dieser auch noch als durchgehend positiv beschrieben.
                
      In diesem Zusammenhang sollte man die Lektüren der 60er Jahre zur Bevölkerungsexplosion hervorkramen. Der Zusammenhang zwischen Wohlstand und Bevölkerungsvermehrung wurde damals - genau umgekehrt zu heute - als negativ beschrieben.
                
      Ein Blick in die Geschichte könnte so manches relativieren, was heutzutage zu diesem Thema geschrieben wird.
                
      In ihrem familienfundamentalistischen Rundumschlag streift Susanne MAYER auch die Bücher von Ulrich DEUPMANN, Meike DINKLAGE und Viola ROGGENKAMP.  
 
  • HOFMANN, Gunter (2005): Vertrauter Untergangsgesang,
    in: Die ZEIT Nr.37 v. 08.09.
    • Inhalt:
      Gunter HOFMANN geht zwar mit den Analysen von Meinhard MIEGEL in seinem neuen Buch "Epochenwende" weitgehend konform, aber er kritisiert dessen mangelhaftes Marketing, das durch die Konzentration auf die Folgen, statt auf die Ursachen charakterisiert ist:

                
      "Die Rückwirkungen der Demografie auf die Sozialsysteme, sein Leib- und Magenthema, sind inzwischen bekannt. Oft nagelt er auch Selbstverständlichkeiten fest, die Grüne und andere Ökologen längst entdeckten. Aber bei ihm wird die Analyse überwuchert von der Anklage – schuldig sei eine herrschende Mentalität, Sittenverfall, Hedonismus, Konsumismus, Egoismus, Vandalismus, Terrorismus. Nicht mögliche strukturelle Ursachen oder inhärente Logiken der herrschenden Ökonomie spießt Miegel auf, schuld seien (vor allem) die Folgen, die sie auslösten. Dass die Leute materialistisch verführbar seien, sei der Systemfehler. Einen Ruck, damit die Marktwirtschaft floriert, möchte Miegel uns ja trotzdem verordnen."
 
  • MANGOLD, Ijoma (2005): Stadt gegen Land.
    Der große Graben (7). Parasiten im Speckgürtel: Warum wir die City brauchen
    Gigantische Pendlerströme fallen Tag für Tag in die Großstädte ein. Doch bislang wollten immer weniger Menschen in den Metropolen wohnen. Jetzt feiert die Stadt Renaissance,

    in: Süddeutsche Zeitung v. 08.09.
 
 
 
 
  • HEIDBRINK, Ludger (2005): Eros der Freiheit.
    Udo Di Fabios Verteidigung der bürgerlichen Gesellschaft,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.09.
    • Inhalt:
      "
      Wenn man genauer hinschaut, finden sich zwischen den Zeilen Spenglers Untergangsphilosophie wieder, die Entzauberungskritik von Klages, Nietzsches Erneuerung des Mythos, aber auch Adornos Lob des Nichtidentischen", meint Ludger HEIDBRINK zum Buch "Kultur der Freiheit" von Udo Di FABIO, den er als zeitgemäßen Konservativen charakterisiert.
 
  • STEINBERGER, Petra (2005): Frauen gegen Männer.
    Der große Graben (6). Wo ist Alice Schwarzer oder:
    Der Markt wird es nicht richten
    Was das Geschlecht angeht, steht man das ganze Leben nur auf einer Seite. Das macht ein bisschen intolerant. Die Fronten sind klar: Der Mann geht arbeiten, die Frau bekommt die Kinder. Oder?

    in: Süddeutsche Zeitung v. 06.09.
    • Kommentar:
      STEINBERGER behauptet, Frauen hätten mehr Empathie als Männer. Das muss bezweifelt werden!

                
      Die Autorin beschäftigt sich nicht mit Frauen, sondern mit erwerbstätigen Frauen im mittleren Lebensalter. In erster Linie geht es hier um Mutterschaft, aber nicht wirklich: im Mittelpunkt steht das Gebärpotential. Weder junge, noch ältere Frauen sind für STEINBERGER ein Thema.
                
      Die Geschlechterfrage muss sich der Leser deshalb selbständig erarbeiten, indem er z.B. die Artikel von Gerhard MATZIG und STEINBERGER vergleicht. Beide beschäftigen sich mit der Reproduktion. 
 
  • NUTT, Harry (2005): Die Falle zwischen Flexibilität und Abhängigkeit.
    Die soziale Frage (1): Ist die projektierte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik von Angela Merkels Partei womöglich eine späte Rache von oder an Erich Honecker?
    in: Frankfurter Rundschau v. 06.09.
 
 
  • ENGELMANN, Jan (2005): Die Politik - ein seltenes Gut.
    Political Studies (X und Schluss): Die Luxuslinke predigt Wein, die Poplinke beweint ihre eigene Entpolitisierung. Wo sind die Grundoppositionen hin, die früher so schön halfen? Und wer kam nur auf diese seltsame Idee, dass Politik Spaß bringen soll?
    in: TAZ v. 06.09.
 
 
  • DORN, Thea (2005): Wieso sind die Schwarz-Gelben die Bösen?
    Die neue Eintracht der Einzelgänger: Anmerkungen zu den aktuellen Schriftsteller-Auftritten im Wahlkampf,
    in: Welt v. 06.09.
    • Inhalt:
      "
      Wichtiger als Frauenpolitik ist eine Frau ganz vorn in der Politik. Es ist wahr, Deutschland liegt weit hinten, was etwa Ganztagsbetreuung für Kinder und damit die Entlastung von berufstätigen Müttern angeht. Aber Deutschland ist auch ein Neandertal, was die Beschreibungs-, Rezeptions- und Verhaltensmuster im Umgang mit Frauen in Führungspositionen angeht", meint Thea DORN.
 
  • HÖGE, Helmut (2005): Die neue Wende.
    Wirtschaft als das Leben selbst,
    in: junge Welt v. 06.09.
    • Inhalt:
      Helmut HÖGE beschäftigt sich anlässlich eines FAZ-Artikels mit Meinhard MIEGEL und dessen neuem Buch "Epochenwende":

                
      "Zwei Kernaussagen hat die FAZ aus Miegels schlängelnder Argumentation, die vom Brutpflegeinstinkt auf das Bruttosozialeinkommen und von diesem auf Darwin und die 68er kommt, aufgeblasen: »Man muß sie gesehen haben, die Jungen und Mädchen Asiens, in ihren frischgewaschenen Blusen, wie sie fröhlich schnatternd den Schulbus besteigen. Sie können die Schule kaum erwarten.«/ »Die unfrohe Botschaft für die Völker des Westens lautet: Ihr wart einmal etwas Besonderes. Ihr seid es nicht mehr.«
                
      Miegels Schwanken zwischen Darwin und Lamarck wird durch diese FAZ-Hervorhebungen und den FAZ-Titel »Ein Gespenst geht um in Europa« zum »Kampf zweier Linien« eines Ex-Maoisten, bis auf dessen kommunistisch-pädophilen Zellkern gewissermaßen."
 
  • WESTPHALEN, Joseph von (2005): Seufzen, aber Farbe bekennen.
    Auch nicht mehr das, was sie mal waren? Folge III: Die stöhnenden Unterstützer. Sie verfolgten das rot-grüne Treiben aus der Distanz. Gerne würden sie nun sehen, wie Schwarz-Gelb "den Arsch hinhält" - müsste genau das nicht verhindert werden,
    in: TAZ v. 05.09.
    • Inhalt:
      "
      Woher sollen im Augenblick Visionen und Utopien kommen? Die einzig sichtbare Vision ist die des Herrn Kirchhof. Der Mann wird von Wirtschaftsjournalisten, die einst bis zum Börsensturz an das Wunder der New Economy glaubten, als »faszinierende Persönlichkeit« empfunden. Man kann in ihm auch einen durchgedrehten Scharlatan sehen, einen bartlosen Rasputin, der von einer überforderten Angela Merkel als Wunderheiler angeheuert wurde.
                
      Falls diese faszinierende Persönlichkeit je ihre Vorstellungen durchsetzen sollte, ist damit zu rechnen, dass die Sache wie im alten Russland mit Mord und Totschlag endet, denn irgendwann würde doch der eine oder andere Rentner oder Wenigverdiener den Kolossalbetrug kapieren und das große Messer zücken", meint Joseph von Westphalen.
 
  • MÄRZ, Ursula (2005): Heim suchen.
    Es gibt immer weniger Familien, aber immer mehr Familiensinn. Über Geschichte und Utopie von Lebensgemeinschaften,
    in: Tagesspiegel v. 04.09.
 
  • SCHERFF, Dyrk (2005): Die Reichen profitieren am meisten.
    Wer zahlt, wer gewinnt? Besserverdienende werden belastet. Behauptet Paul Kirchhof. Experten beweisen das Gegenteil. Die Zeche zahlt, wer durchschnittlich verdient und viel absetzt - und der Staat,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.09.
    • Inhalt:
      5 Beispiele hat die FAS berechnet:
      1) Krankenschwester (36.000 Euro, ledig, wohnt im Schwesternwohnheim)
      2) Unternehmensberater (80.000 Euro, ledig, Pendler)
      3) Bankangestellter (60.000 Euro, zwei Kinder)
      4) Geschäftsführer (300.000 Euro, zwei Kinder)
      5) Abteilungsleiter (150.000 Euro, ein Kind, Pendler)
 
  • SEIDL, Claudius & Heinrich WEFING (2005): Wir brauchen eine außerparlamentarische Opposition.
    Unsere Gesellschaft verpraßt das Vermögen und die Ressourcen ihrer Kinder und Enkelkinder - und wenn sich das nicht schnell ändert, drohen dramatische Konsequenzen: Die Rentenkassen werden sich leeren, die sozialen Sicherungssysteme kollabieren. Junge Bundestagsabgeordnete wehren sich. Eine Krisensitzung,   
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.09.
    • Kommentar:
      Alexander BONDE (Grüne), Günter KRINGS (CDU), Swen SCHULZ (SPD) und Daniel BAHR (FDP) - allesamt Politiker aus der Generation Golf - schwadronieren über Generationengerechtigkeit.

                
      Um sich zu profilieren ist ihnen JEDES Mittel recht, selbst vor sozialpolitischer Demagogie wird da nicht zurückgeschreckt:
                
      "Krings: Die wirtschaftliche Krise heute, die hat mit Demographie noch gar nichts zu tun. Aer darüber muß man notfalls hinwegsehen. Man darf dann schon mal sagen: Die Schwierigkeiten, die wir jetzt haben, das sind die Vorboten der künftigen Katastrophen".
                
      Darf man diese Politiker überhaupt noch ernst nehmen, wenn sie wissentlich Lügen in Umlauf bringen? 
 
 
 
  • PRALLE, Uwe (2005): Der Traum vom Cyberspace.
    Die technologischen Visionen des Romanciers William Gibson,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.09.
 
  • HORX, Matthias (2005): Die Geburt der Zukunft.
    Werden wir klonen? Kommen unsere Nachkommen aus der Retorte? Wie realistisch sind die Schreckensvisionen der Science Fiction? Ein Blick in die virtuelle Kristallkugel,
    in: Welt v. 03.09.
 
 
 
  • MATZIG, Gerhard (2005): Eltern gegen Kinderlose.
    Der große Graben (6).Der Krieg der Köpfe: Norm und Normalität
    Familienmenschen und Singles, Kinderlose und Kinderhabende: Auch abseits der Fragen zu Kleinkindbetreuung und Rentensicherung gehört der Streit um das Thema Kinder zu den jämmerlichsten Fehlleistungen der Gesellschaft,

    in: Süddeutsche Zeitung v. 02.09.
 
  • GEYER, Christian (2005): Ihre Welt.
    Die Kanzlergattin kennt ihren Vorwurf,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.09.
    • Inhalt:
      Kinderglück auf!-GEYER pflichtet SCHRÖDER-KÖPF in der Sache gegen die kinderlose MERKEL bei:

                
      "Frau Merkel verkörpert mit ihrer Biographie nicht die Erfahrungen der meisten Frauen. Die beschäftigt, wie sie Familie und Job unter einen Hut bekommen, ob sie nach der Geburt für mehrere Jahre aussteigen wollen oder wie sie ihre Kinder am besten erziehen. Das ist nicht Merkels Welt."
 
  • SIEVERS, Markus (2005): Spiegel räumt Fehler ein.
    Kirchhofrechnung stimmt nicht,
    in: Frankfurter Rundschau v. 02.09.
    • Kommentar:
      Ist unsere Mitte-Presse noch unabhängig? Offenbar greifen die Medien gerne auf Think Tanks zurück, die ihnen eigene Recherchen ersparen.

                
      KIRCHHOFs Institut liefert die Berechnungen für KIRCHHOF und MIEGELs Institut liefert für MIEGEL, Hans-Werner SINN liefert für SINN usw.
                
      Nur selten wird diese gängige Praxis aufgedeckt wie im Falle KIRCHHOF:
                
      "In seiner aktuellen Ausgabe versucht das Nachrichtenmagazin, die Kritik an den sozialen Auswirkungen der Kirchhof-Pläne zu entkräften. Zum Beleg griff der Spiegel allerdings nicht auf Berechnungen von unabhängigen Experten, etwa von Steuerberatern oder von Wissenschaftlern, zurück. Stattdessen verwendete er Zahlen von Kirchhofs eigenem Institut. Dabei lieferte dieses »Institut für Finanz-und Steuerrecht« im Falle eines Managers mit 300 000 Euro Jahresgehalt Angaben für die heutige Steuerlast, die Fachleute beim Lesen des Artikels rasch als nicht korrekt identifizierten."
 
   

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