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News vom 23. - 30. April 2008

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Die amtliche Statistik behindert die Erforschung der Vaterschaft 

"Der Kinderwunsch von Männern, ihre Kinderzahl und das Alter beim Übergang zur Vaterschaft wurden lange Zeit sowohl in der amtlichen Statistik als auch in der Familienforschung so gut wie gar nicht thematisiert. (...). Daten zum Alter des Vaters bei einer Geburt werden nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes erst seit dem Jahr 2000 erfasst. Ein großer Nachteil ist dabei, dass nicht nach der Geburtenfolge unterschieden wird, es lässt sich also nicht feststellen, wie alt Männer bei der Geburt ihres ersten Kindes, also beim Übergang zur Elternschaft sind. Außerdem wird lediglich das Alter derjenigen Männer erhoben, die zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet sind. Über das Alter der wachsenden Anzahl der Männer, die unverheiratet Vater werden, kann demnach auf Basis der amtlichen Statistik bis dato keine Aussage gemacht werden."
(aus: Tanja Mühling & Harald Rost (Hg.) Väter im Blickpunkt. Perspektiven der Familienforschung, 2008, S.16)

 
       
       
   
  • EHMSEN, Stefanie (2008): Feminismus eingestellt,
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik, April
    • Inhalt:
      EHMSEN berichtet über die Einstellung der Zeitschrift Beiträge zur feministischen Theorie und Praxis. Die Zeitschrift wurde 1978 gegründet und war das Zentralorgan des Bielefelder Ansatzes.
 
   
  • HENI, Clemens (2008): 1968 = 1933?
    Götz Alys Totalitarismusfiktion,
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik, April
 
   
  • HÜRTGEN, Stefanie (2008): Prekariat als Normalität.
    Von der Festanstellung zur permanenten Erwerbsunsicherheit,
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik, April
 
   
  • FRIEBEL, Harry (2008): Die Kinder der Bildungsexpansion.
    "Doing Gender" in der Hausarbeit,
    in: Familiendynamik, Heft 1
    • Inhalt:
      "Zwischen gesellschaftlichen Diskursen um Individualisierung und Geschlechteremanzipation einerseits sowie alltäglichen Handlungsprozessen in der familiären Hausarbeit andererseits gibt es eine erhebliche Diskrepanz", berichtet FRIEBEL über das Ergebnis einer Längsschnittstudie.  Im Zusammenhang mit der These von der Wahlfreiheit, spricht FRIEBEL lieber von der "Individualisierungsfalle" angesichts der Retraditionalisierungstendenzen im Familienzusammenhang.
 
   
  • SCHOLZ, Rembrandt & Dimitri JDANOV (2008): Weniger Hochbetagte als gedacht.
    Korrekturen in der amtlichen Statistik für Westdeutschland notwendig,
    in: Demographische Forschung aus erster Hand, April
    • Inhalt:
      SCHOLZ & JDANOV haben herausgefunden, dass die amtliche Statistik die Bevölkerung im Alter von 90 Jahre und älter überschätzt. Für die westdeutschen Männer liegt dieser Anteil Am Ende des Jahres 2004 um rund 40 % zu hoch. Ursache ist die fehlerhafte Fortschreibung der Bestände durch nicht vollständig erfasste Wohnortwechsel.
 
   
  • JOFFE, Josef (2008): Im Rentnerparadies.
    Japans Zukunft sieht "alt" aus. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung ist älter als 65 Jahre. Architekten und Tüftler bereiten sich auf die neuen Kunden vor. Doch kann die Wirtschaft den Arbeitskräftemangel bewältigen? Und wie soll das Land mit Chinas Aufstieg umgehen?
    in: Die ZEIT Nr.19 v. 30.04.
 
   
  • FLAMM, Stefanie (2008): Abrechnung mit Alice.
    Der Feminismus à la Schwarzer ist tot, behaupten Jana Hensel und Elisabeth Raether, es leben "Neue deutsche Mädchen!" Wen sie damit meinen, bleibt ihr Geheimnis,
    in: Die ZEIT Nr.19 v. 30.04.
 
   
  • WÜNSCH, Ela (2008): Don't talk about Sex!
    Der Fokus auf Körperlichkeit im Popfeminismus erinnert an die sexuelle Befreiung der siebziger Jahre – und trägt zur Funktionalisierung des Frauenkörpers bei. Ein Plädoyer für die Entpolitisierung des Körpers,
    in: Jungle World Nr.18 v. 30.04.
 
   
  • VEDDER, Ulrike (2008): Feindliche Übernahme.
    Wie wir um die Gegenwart kämpfen,
    in: Berliner Gazette v. 30.04.
    • Inhalt:
      "Die Frage danach, welcher Generation ich selbst mich zugehoerig fuehle, ist natuerlich nicht beantwortbar. Nicht nur, weil jede Selbst- oder Fremdzuweisung zu einer Kohorte oder einem Label zugleich eine Kraenkung von eigenen Identifizierungs-, Originalitaets- und Lebensgestaltungsanspruechen ist. Sondern auch und vor allem, weil die Vielheit von Generationsbegriffen – auch jenseits der bekannten Masse an moeglichen Labels – dem im Wege steht", meint Ulrike VEDDER.
 
   
WELTWOCHE-Titelgeschichte:
Madonna. Sex als Illusion
 
  • SCHLAG, Beatrice (2008): Madonna.
    Eine junge Frau behängt sich mit Kruzifixen und wird als laszive Sängerin in wenigen Jahren weltberühmt. Provozierende Intelligenz, eiserner Wille und Selbstdisziplin machen Madonna zur weiblichen Ikone der Popgeschichte. In diesem Jahr wird sie 50 – und ist so gefragt wie eh und je,
    in: Weltwoche Nr.18 v. 30.04.
 
   
  • Arbeitsbericht "Zukunft für Familie" in der Debatte

    • BERTH, Felix (2008): 50 Euro Extra-Kindergeld.
      Familienministerin von der Leyen will das Kindergeld gestaffelt erhöhen. Ab dem dritten Sprössling soll es nach dem Willen der CDU-Politikerin 50 Euro mehr geben. Davon verspricht sie sich auch eine Steigerung der Geburtenrate,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 29.04.
    • KAPPUS, Monika (2008): Kinder, Kinder.
      Deutschland steckt viel Geld direkt in die Familien. Was fehlt, ist eine kinder- und damit elternfreundliche Infrastruktur. Ein sentimentales Familienbild bremst den Wandel,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.04.
    • MONATH, Hans (2008): Das bleibt in der Familie.
      Ursula von der Leyen hat das System der staatlichen Familienleistungen untersuchen lassen. Was gibt der Staat für Eltern und Kinder aus – und was bringt es?
      in: Tagesspiegel v. 29.04.
    • DETTLING, Daniel (2008): Auslaufmodell Ehefrau.
      Statt Ehe und Familie sollte der Staat lieber die Kinder fördern. Der Mangel an Geld ist nicht das Problem. Vielen Eltern fehlt die Zeit und die passende Infrastruktur für ein Leben mit Kindern,
      in: Tagesspiegel v. 29.04.
    • SCHMITT, Cosima (2008): Windelweicher Vorschlag für Väter.
      Erstmals haben Experten untersucht, wie wirksam die Familienpolitik ist. Ihr Rat: Männer sollten mehr Zeit mit ihren Babys verbringen. Die Familienministerin will deshalb die Zahl der Vätermonate erhöhen. Einzelheiten verrät sie allerdings nicht,
      in: TAZ v. 29.04.
    • RASCHE, Uta (2008): 204 Euro für das dritte Kind,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.04.
    • DIETRICH, Stefan (2008): Zahlvater Staat,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.04.
 
     
   
Aus Politik und Zeitgeschichte-Thema:
Ältere - Gesellschaftliches Potential!
 
  • CONRADS, Ralph/KISTLER, Ernst/STAUDINGER, Thomas (2008): Alternde Belegschaften und Innovationskraft der Wirtschaft,
    in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.18-19 v. 28.04.
 
   
  • FELDENKIRCHEN, Markus & René PFISTER (2008): "Nun jammern Sie mal nicht".
    Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, 49, über Gleichberechtigung, die grauen Herren aus ihrer Partei und die Frage, warum so viele Frauen mit Til Schweiger ins Bett, aber kein Kind von ihm wollen,
    in: Spiegel Nr.18 v. 28.04.
 
   
  • HAGE, Volker (2008): Unterwegs mit Zwodoppelvier.
    In ihrem vierten Roman "Taxi" erzählt die Erfolgsautorin Karen Duve von einer Taxifahrerin in Hamburg: so eigenwillig und mitreißend, wie man es seit dem "Regenroman" von ihr kennt,
    in: Spiegel Nr.18 v. 28.04.
 
   
  • GOETTLE, Gabriele (2008): Wer ist Dorothea Ridder?
    Oder ein etwas anderer Blick auf die 68er,
    in: TAZ v. 28.04.
    • Anmerkungen:
      Am 9. April erzählte die Journalistin Marianne SCHMIDT in der FAZ:

                  "Dorothea Ridder. Diesen Po fand er offenbar aufregend, er wollte mehr wissen, und so schickte er mich in die Kommune I, damit ich eine Zeit dort lebe und über die freie Liebe und das sexuelle Leben berichte".
                  Nun widmet sich GOETTLE ausgiebig Dorothea RIDDER.
 
     
   
  • HEBESTREIT, Steffen (2008): Elterngeld.
    Von der Leyen will Papas länger wickeln lassen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.
 
     
     
   
  • GASEROW, Vera (2008): Viel Geld fließt an Kindern vorbei.
    Experten bilanzieren Familienpolitik. Vorschlag von der Leyens zu privaten Kitas,
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.04.
 
     
   
  • BECKER-STOLL, Fabienne (2008): Man muss Müttern helfen, für ihr Kind da zu sein.
    Taten statt ideologischer Debatten: Wir brauchen einen Ausbau der Krippen,
    in: Stuttgarter Zeitung v. 26.04.
 
   
  • STÜVEL, Heike (2008): Liebe in Zeiten der Individualisierung.
    Das Nein zur Ehe offenbart oft Bindungsängste - Warum das Ja-Wort eine Beziehung festigt,
    in: Welt v. 26.04.
 
   
  • GÖBEL, Heike (2008): Rente vom Steuerzahler,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.04.
 
   
  • ALTHAUS, Dieter (2008): Die Jahrhundertreform: Das solidarische Bürgergeld,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.04.
 
   
  • POSENER, Alan (2008): 1968 erklärt sich nur als Collage.
    Wolfgang Kraushaar sieht die Revolte als Amalgam aus revolutionären und reaktionären Elementen,
    in: Welt v. 26.04.
 
     
     
     
   
  • SCALLA, Mario (2008): Netzwerk der Global Cities.
    Hybridmodell: In ihrer bahnbrechende Untersuchung "Das Paradox des Nationalen" attackiert Saskia Sassen die Ansicht, Nationalstaat und Globalisierung stünden in erbitterter Konkurrenz zueinander,
    in: Freitag Nr.17 v. 25.04.
 
   
  • HAMPE, Michael (2008): Ist das Leben ein Fall für Experten?
    Wie die Wissenschaft populär wird und durch Ratgeberliteratur in den Alltag eindringt,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 25.04.
    • Inhalt:
      "Der Erfolg des grössten Teils der Ratgeberliteratur ist (...) nicht unbedingt Zeichen des Zerfalls sozialer Bindungen, sondern Symptom der Szientifizierung – der Verwissenschaftlichung – des Gewöhnlichen, die inzwischen auch die Bewertung von Alltagswissen erfasst hat und zu einem Bedeutungsverlust dessen führt, was einmal «Lebenserfahrung» genannt wurde", meint HAMPE.
 
   
  • DIEHL, Sarah (2008): Privileg Pop.
    In der Diskussion über Popfeminismus wird deutlich: Es fehlen die Allianzen. Und das noch nicht mal aus Ignoranz, sondern aus dem Wunsch nach Distinktion und aus Angst vor dem eigenen Abstieg,
    in: Jungle World Nr.17 v. 24.04.
 
   
  • DÜCKERS, Tanja (2008): Rente, was ist das?
    Die künftige Altersarmut lässt sich nicht mit einer Mindestrente à la Rüttgers beheben. Denn immer weniger Berufstätige können überhaupt noch genügend Beiträge zahlen. Eine Kolumne,
    in: ZEIT online v. 24.04.
 
   
  • NIEJAHR, Elisabeth (2008): Gerechte Rente.
    Nur wer mehr einzahlt, soll auch mehr Ruhegeld erhalten. Der Vorschlag des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers aber führt in die Irre - ein Kommentar,
    in: Die ZEIT Nr.18 v. 24.04.
 
     
   
  • SIEVERS, Markus (2008): Rente sicherer als gedacht.
    Bundesbank verteidigt deutsches Umlagesystem,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.04.
 
     
   
  • LASCHET, Armin (2008): Die fitten Alten.
    Generationenkonflikt: Deutschland droht keine "Renterdemokratie",
    in: Rheinischer Merkur Nr.17 v. 24.04.
  • SCHÖNEBERGER, Markus (2008): Arm im Alter.
    Rentenpolitik: Noch stoßen die Pläne von Jürgen Rüttgers, Geringverdiener ab 65 Jahren ein Mindesteinkommen zu garantieren, in Berlin auf Widerstand. Doch das Umdenken hat bereits begonnen,
    in: Rheinischer Merkur Nr.17 v. 24.04.
  • FUEST, Benedikt (2008): "Das Geld reicht bei vielen nicht aus".
    Gespräch mit Philipp Missfelder,
    in: Rheinischer Merkur Nr.17 v. 24.04.
 
   
  • STRAUBHAAR, Thomas (2008): Neue Zeiten brauchen neue Bündnisse.
    Schwarz-Grün: Die bisherige politische Farbenlehre trägt nicht mehr bei der Lösung von Zukunftsfragen,
    in: Rheinischer Merkur Nr.17 v. 24.04.
 
     
     
   
  • MUCH, Mauritius (2008): Oma ist die Beste,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.04.
    • Inhalt:
      MUCH berichtet über einen Leihomaservice in München:

                  "Seit 2002 vermittelt der aus einer privaten Initiative entstandene Service Teilzeit-Großmütter für eine monatliche Gebühr von zehn Euro, mittlerweile sind 170 Omas registriert. Als Vorbilder dafür dienten die in den siebziger Jahren gegründeten Omahilfsdienste in Bremen und Hamburg."
 
     
     
   

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