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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 16. - 24. August 2004

 
 
     
     
     
 
   
Zitat des Monats:
"Die bislang für einen westdeutschen Geburtsjahrgang niedrigste endgültige Kinderzahl wird mit 1439 für die 1968 geborenen Frauen geschätzt. Für die danach geborenen Frauen (1969, 1970) erwarten wir mit 1456 bzw. 1472 leichte Anstiege der endgültigen Kinderzahl. Der Rückgang der endgültigen Kinderzahlen, der bereits seit dem Jahrgang 1933 (2224) bestand, ist damit abgeschlossen."
(Jürgen Dorbritz in den BIB-Mitteilungen, Nr.2 v. 22.06.2004)
 
 
 
  • KAST, Bas (2004): Die Geometrie der Liebe.
    Was tut einer Beziehung gut? Paarforscher finden Erfolgsformeln der lebenslangen Liebe,
    in: Tagesspiegel v. 24.08.
    • Kommentar:
      "
      »
      Nachdem ich ein Paar fünf Minuten beobachtet habe, kann ich sagen, ob es sich scheiden lassen wird.«
      Ist das nur eine maßlose Selbstüberschätzung? Sind solche Prognosen wirklich möglich? Die kurze Antwort lautet: ja. Mehr noch, jeder von uns kann, wenn er die Entdeckungen der Partnerschaftsforscher studiert, ein Gefühl dafür entwickeln, was der Zweisamkeit gut tut und was ihr schadet
      ", schreibt Bas KAST etwas zu großmäulisch.
            
        Richtiges Streiten ist ein Modethema, wird bei KAST jedoch zum Stein des Weisen verklärt.
            
        Natürlich hilft es, wenn man "richtig" streiten kann, aber Soziologen würden natürlich vehement widersprechen, dass dies der wichtigste Faktor sei.
            
        Fünf Beziehungskiller hat der Psychologe John GOTTMAN mit hohem Aufwand (Liebeslabor!) herausgearbeitet: Kritik, Verteidigung, Verachtung, Rückzug und Machtdemonstration. Das ist ziemlich trivial für soviel Aufwand!
            
        Dass Aufregung als Erregung interpretiert werden kann, das ist ein altbekanntes Theorem der kognitiven Sozialpsychologie und lautet bei KAST:
            
        "Wir haben kein Herzklopfen, weil wir uns verlieben, sondern wir verlieben uns, weil wir Herzklopfen haben."
            
        Mit diesem Theorem ließe sich aber auch erklären, warum die Liebeslabor-Methode keine optimale Methode zur Entdeckung von Scheidungsfaktoren ist und warum Streitkurse wirken:
            
        Die frisch vermählten Paare verändern durch die Videobeobachtung ihr Paarverständnis. Ich stehe unter wissenschaftlicher Beobachtung, also bin ich ein besonderes Paar. Die Scheidungsrate solcher Art behandelter Paare sollte also niedriger sein als in der restlichen Bevölkerung.
            
        Das gleiche könnte für exklusive Streitkurse gelten. Der Inhalt ist dann unwichtig, das olympische Dabeisein ist alles. Das dürfte die Veranstalter solcher Kurse freuen...
            
        Und einen letzten Gemeinplatz liefert KAST:
            
        "Unzertrennliche Paare sehen ihren Partner wie durch eine rosarote Brille".
            
        Bei manchen dauert Verliebtheit eben ein ganzes Leben lang, aber was nützt dieses Wissen jenen Paaren, die sich nicht ausstehen können? "Scheide sich, wer kann" heißt das passende Motto von Julie BURCHILL.
            
        Bas KAST, Jahrgang 1973, hat ein ganzes Buch über Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt geschrieben.
 
  • KUBACH, Tim-Niklas (2004): Nach drei Wochen "Hartz IV"-Selbstversuch: Leben ohne Zeitung, Zigaretten und Mobilität?
    jW sprach mit dem Radio-Eins-Reporter Lutz Oehmichen,
    in: junge Welt v. 24.08.
    • Inhalt:
      Lutz OEHMICHEN arbeitet bei einem Berlin-Brandenburgischen Radiosender, ist 45 Jahre alt und ledig. Er hat schon einmal getestet wie es sich als Hartz-IV-Single zukünftig lebt:

            
        "F: Sie sind Journalist und haben einen festen Beruf. Sie können das Experiment jederzeit abbrechen. Das kann ein Arbeitsloser, wenn er von »Hartz IV« betroffen ist nicht.
      Sie haben recht, ich kann das abbrechen. Wir haben aber bei Radio Eins vereinbart, daß ich einen Monat so lebe. Das ist kein Zustand, der erstrebenswert ist. Arbeitslosengeld II, das hat nichts Romantisches. Es gibt manche Menschen, die sagen: Weg vom Konsumstreß ist doch ganz gut. Ich halte auch nichts vom Konsumstreß, aber das Bewußtsein, kein Geld zu haben, ist nur schwer zu ertragen.
      "
 
  • MÄRZ, Ursula (2004): Die Liebe zur Novelle.
    Warum die Medienerzählung so inflationär auf Geschichten von berufstätigen Frauen zugreift,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.08.
    • Kommentar:
      Natürlich geht es nicht um berufstätige Frauen, sondern um berufstätige Mütter:

            
        "Kaum eine andere Figur als die der berufstätigen Mutter ist so ideal dafür geeignet, Interesse an ihrer sozialen, materiellen, faktischen Disposition zu behaupten und dieses Interesse gleichzeitig im Befindlichkeitsnebel des Mentalen, Psychologischen zu vernachlässigen", klagt Ursula MÄRZ.
 
  • SCHNEIDER, Markus (2004): Rücksichtsloser Kampf gegen die Langeweile.
    Legs McNeil erzählt die wundersame und erschröckliche Geschichte des amerikanischen Punkrock,
    in: Berliner Zeitung v. 23.08.
    • Inhalt:
      Anlässlich der Übersetzung des Doku-Roman-Klassikers "Please Kill Me" rollt Markus SCHNEIDER die Anfänge des US-Punk auf:

            
        "Anders als später bei den Sex Pistols, ging es im US-Punk - Ende der Sechzigerjahre entstanden - aber noch weniger um situationistische Inszenierungen, modische Posen und Pop-Strategien. Vielmehr verwirklichten amerikanische Teenager in der ersten Dekade nach Hippies, Pop und Vietnam im Punk ihre nihilistischen Ausbruchsfantasien. Sie waren die »Blank Generation«, nach der Hymne Richard Hells, der mit seiner nicht unmutigen T-Shirt-Aufschrift »Please Kill Me« auch den Titel dieses Buches geliefert hat."
 
  • SCHAERL, Marika (2004): Trottel, Single, männlich.
    Der Kölner Comedy-Autor Tommy Jaud hat einen Roman über tollpatschige, neurotische Männer geschrieben - der vor allem bei Frauen gut ankommt,
    in: Focus Nr.35 v. 23.08.
    • Inhalt:
      Tommy JAUD, Angehöriger der Generation Golf (II), über das Single-Dasein und das Buch "Vollidiot":

            
        "FOCUS: Wie viel »Vollidiot« steckt in Ihnen selbst?
      Jaud: Ich war selber Single, zuletzt ein Jahr lang. Da hat man die Wahl: Therapie oder Buch schreiben. Das Buch sit quasi die Fortsetzung von mir. Mein Held tut Dinge, an die ich bestenfalls gedacht habe. Hatte nicht jeder Single schon Lust, in Ikea ein knutschendes Designerpärchen vom Sofa zu kloppen? Simon Peters ist so eine Art moderner Sozialgorilla."
 
 
  • MÜLLER, Albrecht (2004): "Lasst die Geschichte anders enden".
    Der Kanzler hält an seinem Kurs fest. Hier schreibt ihm Albrecht Müller, Ex-Berater von Willy Brandt und Helmut Schmidt, dass er das für falsch hält,
    in: Tagesspiegel v. 23.08.
    • Inhalt:
      "
      Als ich im April hörte, Du wolltest den Würzburger Volkswirtschaftsprofessor Peter Bofinger zum Bundesbankpräsidenten machen, da dachte ich: Bravo, der Bundeskanzler hat’s verstanden! Jetzt setzt er mit dem auf Ankurbelung der Wirtschaft drängenden Wissenschaftler ein Gegengewicht gegen die Vorherrschaft der neoliberalen Mafia. Bofinger hätte hier im Land und als deutscher Vertreter in der Europäischen Zentralbank wichtige neue Akzente zur Belebung der europäischen Volkswirtschaften setzen können. Warum in aller Welt hast Du diese Chance nicht genutzt und Dich dem Widerspruch von Hans Eichel gebeugt?" fragt Albrecht MÜLLER den Kanzler.
 
  • KAUFMANN, Stephan (2004): "Bypass für einen Asthmakranken".
    Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger über die Hartz-IV-Reform, Kaufzurückhaltung und das Lohnniveau in Deutschland,
    in: Berliner Zeitung v. 23.08.
    • Inhalt:
      "Das Lohnniveau ist nicht Deutschlands zentrales Problem. Die Tatsache, dass unsere Exporte trotz der Euro-Aufwertung seit Jahren stark steigen zeigt doch, wie wettbewerbsfähig unsere Unternehmen sind. Woran es fehlt, ist die Binnennachfrage", kritisiert der Ökonom Peter BOFINGER die Hartz-Reform.
 
  • SPIEGEL (2004): "Verwirrte geben Verwirrung weiter".
    Der Philosoph Peter Sloterdijk über die Herrschaft der Politiker aus der 68er-Generation, die Jammerwut der wohlstandsverwöhnten Deutschen, den Traum von einer europäischen "Komfortgesellschaft" und sein neues Buch "Sphären III",
    in: Spiegel Nr.35 v. 23.08.
    • Kommentar:
      Wenn wohlbeleibte Professoren über Wohlstandsverwöhnung faseln, dann hat das etwas Skurriles.

            
        Wenn diese dann auch noch über ihre eigenen Altersgenossen reden, als ob sie nicht dazugehören würden, dann hat das etwas Schizophrenes:
            
        "Die Altersgruppe, die jetzt in Stellung ist, bildet die verwirrteste Generation der deutschen Geistesgeschichte", doziert der 68er SLOTERDIJK über die 68er.
            
        Das ist ein klassisches Eigentor!
 
  • SCHROEDER, Klaus (2004): Ganz und gar gnadenlos.
    Die Achtundsechziger waren nicht modern, sondern verantwortungslos. Daran gemahnt eindrücklich ein Roman von Sophie Dannenberg,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.08.
 
  • MARGUIER, Alexander (2004): Auf dem Vergangenheits-Trip.
    Gerhard Seyfried war für seine Kiffer-Comics berühmt - bis er Roman-Autor wurde. Jetzt spürt er der eigenen Biographie nach: im Sympathisanten-Milieu der siebziger Jahre,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.08.
 
  • OCHS, Birgit (2004): Wie schafft man eine lebenswerte Stadt für alle.
    Gendermainstreaming im Städtebau, das ist bisher vor allem Theorie. Nun experimentieren Dessau und Pulheim, ob und wie sich die Interessen von Männern und Frauen in den Alltag kommunaler Stadtplanung übertragen lassen,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.08.
 
  • EICHEL, Christine (2004): Rausch verfliegt, Nähe bleibt.
    Auf stürmische Leidenschaft folgt wohlige Vertrautheit. Doch wie viel Intimität verträgt eine Beziehung?
    in: Welt am Sonntag v. 22.08.
    • Kommentar:
      Die Zeitschrift "Elle" hat eine Umfrage in Auftrag gegeben. Dieser Wissenschafts-Touch garantiert heutzutage im Aufmerksamkeits-Wettkampf noch, dass andere wohlgesinnte Medien, wie hier die WamS, darüber berichten.

            
        Das Thema, um das es hier geht, hat der französische Soziologe Jean-Claude KAUFMANN in seinem Buch "Der Morgen danach" in den Mittelpunkt gestellt: wie überlebt die Liebe im Alltag? 
 
  • KAMMERER, Steffi (2004): "Ich glaube an Märchen".
    Uschi Obermaier war das Sexsymbol der 68er. Nun wird ihr Leben verfilmt. Ein Hausbesuch,
    in: Welt am Sonntag v. 22.08.
    • Inhalt:
      "
      Uschi Obermaier lebt in der Nähe von Los Angeles, vor einem Jahr hat sie ein Haus im Topanga Canyon gekauft - das erste Haus ihres Lebens. Der Wohnraum ist hoch und licht, mit Fenstern in alle Himmelsrichtungen und freier Sicht auf die Berge", berichtet uns KAMMERER.
            
        Am Schluss folgt ein Plädoyer fürs Alleinwohnen:
            
        "Die Ehe ist ihr suspekt, auch dass die Jungen sie plötzlich wieder so attraktiv finden. »Wenn man allein lebt, weiß man, man ist selbst verantwortlich. Wenn ich schlecht drauf bin, muss ich mich selbst wieder rausholen.« Die schlimmste Einsamkeit sei die zu zweit.
      (...).
      Von Kommunen und Gruppenexperimenten träumt sie nicht mehr. »Nein, um Gottes willen. Ich will meinen Kühlschrank für mich allein. Ich brauche meinen Platz.«
      "
 
  • MEIR, Gerhard (2004): Keiner tanzt aus der Reihe.
    Zu gut, um bloß Mode-Klatsch zu sein: Der wunderbare Roman "Später, Baby",
    in: Welt am Sonntag v. 22.08.
    • Kommentar:
      Der Promi-Friseur MEIR verleiht dem Debütroman von Kristin RÜBESAMEN den nötigen Glamour.

            
        Harald MARTENSTEIN hat den Frauenroman bereits im KulturSPIEGEL gewürdigt.
            
        Hintergrund ist die Jobkrise unserer jeneusse dorée. Gutbezahlte High Society-Journalisten müssen Abschied von der geliebten Glamour-Welt nehmen und landen plötzlich z.B. in der Berliner Provinz!
            
        Da Singles inzwischen der Glamour fehlt, sind Alleinerziehende nun ein Muss im neuen Frauenroman, der im englischen Sprachraum als "chick lit" (Gegensatz: dude lit; Männerroman à la Nick HORNBY) bezeichnet wird.
 
  • BESSING, Joachim (2004): Lob der Provinz.
    Warum will alle Welt in die Großstadt ziehen? Plädoyer für ein Leben im Abseits,
    in: Welt am Sonntag v. 22.08.
    • Kommentar:
      Die Glückskinder der Generation Golf setzen sich in die Provinz ab, das hat bereits Thomas MEDICUS beschrieben und Richard KÄMMERLINGS hat das für die FAZ im letzten Jahr für die Schriftsteller hervorgehoben.

            
        Kolja MENSING hat schon 2002 das Loblied auf die Provinz gesungen.
            
        Reichlich spät also, wenn jetzt BESSING seine Provinz besingt.
            
        Natürlich geht es bei BESSING nicht wirklich um die Provinz, sondern um ein Loblied auf die traditionelle Familie, denn die gedeiht am ungestörtesten im Abseits.
            
        Aber sooo viel Abseits solls doch nicht sein, also posaunt man sein Glücklichsein in die Welt hinaus, den Medien sei Dank...
 
  • POSCHARDT, Ulf (2004): Haut nicht mehr hin.
    Tätowierungen sind vom Statussymbol der Schönen zur Floskel der Anpassung geworden,
    in: Welt am Sonntag v. 22.08.
    • Kommentar:
      Nachdem Dirk KNIPPHALS Anfang 2003 in der TAZ geschrieben hat: "
      Das Spießerglück zu zwein geht mittlerweile zusammen mit Piercing, Tattoos und Ich-hau-dir-in-die-Fresse-Blick", verabschiedet der Popper Ulf POSCHARDT nun das Tattoo, um es für der Popper-Elite zurückzugewinnen:
            
        "Die im Fitness-Studio hochgepumpten Monster mit ihren zunehmend absonderlichen Arten des Körperschmucks verstärken nur jene Bizarrerie und triviale Exotik, die in den abertausenden von Tattoo- und Piercing-Studios in Deutschland gepflegt wird.
      Die goldene Regel des Stils ist einfach: Stilbruch benötigt Souveränität. Er erfordert Wissen, Charme, Witz und Reflektiertheit. Mehr als jede Form der Anpassung. Der Fortschritt der Lasertechnik gibt Hoffnung. Der Körper hat ein neues Recht auf Unschuld.
      Es gibt wie immer Ausnahmen im Heer der nunmehr fast fünf Millionen tätowierten Deutschen: vornehme Mädchen, die sich klitzekleine originelle Tattoos machen lassen. Die mit einem Initial links neben dem Herzen an den verstorbenen Bruder erinnern. Adlige Schriftsteller, die sich in Kinderschrift ein »Let it rock!« auf dem Unterarm stechen ließen. Oder Fotografinnen, die eine rote Schleife um ihr Handgelenk tragen. Exakt in jenem Moment, wo das Tattoo sinn- und stillos geworden ist, dürfte seine Ehrenrettung zur schwierigsten Aufgabe werden.
      "
 
  • SZ-Thema: Jugend in Deutschland, Teil IV

    • WIEGAND, Ralf (2004): Aus den besten Familien.
      Wohlstandsverwahrung greift um sich in Deutschland,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
      • Kommentar:
        Nie war sie so gefährdet wie heute! Dieser Satz stimmt zu jeder Zeit.

              
          WIEGEND kramt einen Kampfbegriff der Wirtschaftswunderzeit wieder aus: Wohlstandsverwahrung.
              
          "Kinder, denen es an nichts fehlt, (sind) ebenso emotional ungebunden, also »verwahrlost« (...) wie Altersgenossen aus zerrütteten, armen Familien", wird uns vorgehalten.
              
          Damals, zum Beginn des Wirtschaftswunders, sollten Ehefrauen davon abgehalten werden, zur Arbeit zu gehen, um sich einen Zuverdienst zu sichern. Genützt hat es nichts, wie wir heute wissen.
              
          Richard KAUFMANN ("Gebrannte Kinder", 1961) spricht gar von "Luxusverwahrlosung".
              
          WIEGAND benutzt den Begriff im Sinne von Susanne GASCHKE, im Gegensatz zu Paul NOLTE, der sich der Unterschicht annimmt.
              
          Gelobt sei also HARTZ IV! 
    • KAHLWEIT, Cathrin (2004): Dünn, schön und Sex mit 12.
      Teenager-Zeitschriften setzen vor allem junge Mädchen unter Druck,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
    • BAUCHMÜLLER, Michael (2004): Der Schein zahlt.
      Wichtig ist, was sichtbar ist. Nie gaben Jugendliche so viel aus wie heute - meist für ihr Äußeres,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
    • RÜHLE, Alex (2004): Affengeil hat ausgefetzt.
      Warum Erwachsene die Jugendsprache nie verstehen können und trotzdem ein Geschäft aus ihr machen,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
 
  • SCHÄFER, Ulrich (2004): Weil wir sind, wie wir sind.
    Die Deutschen jammern sich in den sozialen Untergang. Wieso Politik nun hart bleiben muss,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
    • Kommentar:
      Wo sonst nur Tristesse Royale herrscht, geht es heute ausgesprochen hartzig zu.

            
        SCHÄFER geht es jedoch eher um seine Altersvorsorge, also nimmt er die Rentenversicherung als kollektive Lebenslüge aufs Korn:
            
        "Nehmen wir die Rente. Sie basiere, heißt es, auf dem Generationenvertrag. Doch dummerweise nimmt sich die eine Generation die Freiheit, immer älter zu werden, und die andere die Freiheit, weniger Kinder zu zeugen; das passt auf Dauer nicht zusammen", moniert SCHÄFER.
            
        Sein bevölkerungspolitisches Glaubensbekenntnis verdankt er dem Nationalkonservativen Herwig BIRG.
            
        Auf der Basis einer solchen prästabilisierten Harmonie lassen sich dann scheinbar schlüssige Forderungen formulieren:
            
        "Entweder (...), die Generation 65 plus verzichtet auf einen Teil ihrer Rente oder die Jungen auf einen Teil ihres Lohnes. Oder aber die 20- bis 40-Jährigen zeugen mehr Kinder."
            
        In dieser schönen neuen Welt kommen bezeichnenderweise nur die Arbeitnehmer vor, denn der katholische Sozialstaat ist ausgesprochen arbeitgeberfreundlich...
  • JAUER, Marcus (2004): Homo Hartziensis.
    Die Reform der Bundesregierung werden den Menschen verändern. Das sieht man an den Fischen. Eine Evolutionsgeschichte,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
    • Inhalt:
      "Fasst man das alles zusammen, ergeben sich für den jungen Hartz IV-Menschen einige Problem bei der Partnersuche. Da sind hohe Benzinpreise, die es Hartz IV-Männern erschweren, zur Disco zu kommen. Sollten sie es doch schaffen, erschwert ihnen ihre Stummelsprache die Kontaktaufnahme. Beides fällt für die junge Hartz IV-Frau weniger ins Gewicht, solange sie attraktiv ist. Aber ihr bleibt das Problem der Bedarfsgemeinschaft. Laut Gesetz verpflichtet diese den Mann, der mit ihr zusammenzieht, zur Unterstützung. Sein Einkommen wird auf ihr Arbeitslosengeld angerechnet. Da sollten schon Liebe im Spiel sein.
      Wenn wir diese Schranken bedenken, ist es für junge Hartz IV-Menschen am besten, sich innerhalb ihrer Population zu paaren. Die räumlichen, sprachlichen und finanziellen Unterschiede sind hierbei am geringsten. Damit entsteht etwas das die Biologen Fortpflanzungsisolation nennen", erklärt uns JAUER, der Hartz IV begrüsst, weil dadurch neue Arten entstehen können.

            
        Was JAUER als Fortpflanzungsisolation bezeichnet ist nichts anderes als das Prinzip der Klassengesellschaft.
            
        Geld paart sich mit Geld. Im Zeitalter der Bildungsexpansion bedeutet das: Bildung paart sich mit Bildung, ein Prinzip, das gemäß Hans-Peter BLOSSFELD auch ohne Hartz IV bereits seit längerem praktiziert wird.   
 
  • BESSING, Joachim (2004): Das manierliche Netzwerk.
    Noch ein paar Worte zu den Umgangsformen von Al-Qaida-Terroristen: Die sind beser als als unsere,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.
    • Kommentar:
      Bei der SZ geraten bereits die Schlagzeilen ins Stottern, wenn BESSING schreibt.

            
        Durch seinen Roman "Wir-Maschine" gilt der SZ BESSING offenbar nun als Terrorismus-Experte.
            
        Wer Anschläge zwischen zwei Buchdeckeln packen kann, der ist zumindest ein Terrorist im Geiste, also muss es BESSING wissen, wenn er schreibt, dass die Korrespondenz von Al-Quaida sich als Stilvorlage für unsere Kultur ausgezeichnet eignen würde... 
 
  • FR-Tagesthema: Kein Bund fürs Leben

    • MIES, Petra (2004): Bis dass die Zeit Euch scheidet.
      Mehr als ein Drittel aller Ehen in Deutschland geht früher oder später kaputt. Besitz bindet offenbar stärker als Kind,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.08.
    • HÖLSCHER, Astrid (2004): Sesamstraße ja, Late-Night-Show nein.
      Bevor geschieden wird, muss das Familiengericht prüfen, ob die Zerrüttungsvermutung zutrifft,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.08.
    • MIES, Petra (2004): Oops.
      Porträt: Britney Spears,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.08.
    • KAPPUS, Monika (2004): "Mit Kindern offen reden".
      Interview mit Gabriele Wichert,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.08.
    • HÖLSCHER, Astrid (2004): Von der Friedelehe über die linke Hand zum Zerrütungsprinzip.
      Vielfalt der Lebensformen, hohe Scheidungsraten, die Suche nach maximalem Glück gelten als typische Merkmale unserer modernen Gesellschaft. Alles schon mal da gewesen, sagen Rechtshistoriker,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.08.
 
  • WALTER, Franz (2004): Die müde Republik.
    Bis vor wenigen Jahren war die SPD eine programmstolze Partei. Heute weiß keiner mehr, was sie will. Der CDU reicht es halt, "bürgerlich" zu sein. Mehr erwartet niemand,
    in: TAZ v. 20.08.
 
  • MEDICUS, Thomas (2004): Ewig uneingelöstes Versprechen.
    Die spezifische Berliner Ökonomie des Durchwurstelns schwindet dahin, und mit  ihr bröckelt das Flair der jugendlichen, aufbruchsbereiten Metropole,
    in: Frankfurter Rundschau v. 19.08.
    • Kommentar:
      Thomas MEDICUS, Ex-Yuppie und neuer Vater, hat in seinem Bekanntenkreis die Glückskinder der Erlebnis- und Erbengeneration Golf befragt. Sein Ergebnis - frei nach Rainer Maria RILKE:

            
        Wer jetzt keine wohlhabende Familie hat, wird nichts mehr erben. Wer jetzt noch nicht den Abschied von Berlin plant, der wird lange bleiben, wird wachen, Stellenanzeigen lesen, viele Bewerbungen schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
            
        Alle anderen kehren heim in die Provinz, übernehmen das Geschäft der Eltern und lesen vielleicht bei Richard YATES nach...
 
  • EHRENSTEIN, Claudia (2004): "Ich hätte mich nie scheiden lassen".
    Familienministerin Renate Schmidt über den Rekord gescheiterter Ehen und die Ansprüche junger Paare,
    in: Welt v. 19.08.
    • Kommentar:
      Die konservative Familienministerin Renate SCHMIDT präsentiert sich - verspätet - als scheidungsunwilliges Vorbild für die hedonistische Generation Golf. Die kümmert das jedoch wenig, denn die denkt momentan ans Heiraten.

            
        Das Magazin hat einen Anstieg der Ehewilligen bei den 20-40jähirgen ausgemacht und lässt Susanne LEINEMANN das Loblied auf die Kleinfamilie singen.
 
  • UCHATIUS, Wolfgang (2004): Das globalisierte Dienstmädchen.
    Die Migration wird weiblich: Gebildete Frauen aus armen Ländern verdingen sich als Haushaltshilfen in reichen Industriestaaten. So wie Lydia Flores. Sie arbeitet illegal in Frankfurt am Main, damit ihre Kinder in den Philippinen ein besseres Leben führen können
    in: Die ZEIT Nr.35 v. 19.08.
    • Kommentar:
      "
      Die US-Soziologin Russell Hochschild bezeichnet das als »die weltweite Fürsorgekette«: Eine Frau und ein Mann in Deutschland möchten des Kindes wegen nicht auf ihre Arbeit verzichten. Deshalb heuern sie eine Kinderfrau aus den Philippinen an, die daraufhin ihre Kinder nicht mehr sieht. Also engagiert sie ihrerseits Tausende Kilometer entfernt eine Kinderfrau. Eine, die noch ärmer ist als sie", belehrt uns UCHATIUS
            
        Catlain FLANAGAN hat das aus postfeministischer Sicht als Kehrseite des westlichen Feminismus beschrieben.
 
  • DATH, Dietmar (2004): Gegenwart der Zukunft.
    Die Kultur der Science-fiction erlebt eine bedeutsame Krise,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.08.
    • Inhalt:
      Dietmar DATH beklagt den Verlust an positiven Utopien am Beispiel der Science-Fiction:

            
        "Die gültige Science-fiction der Gegenwart, die von Leuten wie Greg Egan, Kim Stanley Robinson, Bruce Sterling, China Mièville und - immer noch, immer wieder - William Gibson verantwortet wird (...), glaubt nicht mehr, wie Asimov, daß die Zukunft ein Puzzle ist - ein Problem, das wir mit Hilfe von Teilen lösen können, die wir schon haben. (...).
      Deshalb stirbt der zu Problemlösungszwecken erfundene Erzählkern des beispielhaften Einzelvorfalls, der die Science-fiction-Kurzgeschichte belebt hat, historisch ab.
      "
 
 
  • HETTCHE, Thomas (2004): Deutsches Elend.
    Ein Mangel an Heimat oder der lange Abschied aus der Fremde,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 18.08.
    • Kommentar:
      Der Schriftsteller Thomas HETTCHE hat die neue deutsche Bescheidenheit als Produkt der alternativlosen Umorientierung in Frankfurt gesucht und ist fündig geworden. Alles nur eine Frage der Selbstbilder...
 
  • TEMPLIN, Wolfgang (2004): Soziale Ausgrenzung.
    Wieviel Entsolidarisierung will sich unsere Gesellschaft leisten?
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.08.
    • Inhalt:
      "
      Eine Politik aufzugeben, die nicht etwa die soziale Mitte stärkt und dem unteren Teil hilft, sondern in all ihren Auswirkungen den oberen und den unteren Teil der Gesellschaft weiter auseinanderreißt. Schröders Suchen nach der imaginären Mitte, sein Zaudern davor, Besitzstände der Besitzenden anzugreifen, zeigt ihre fatalen Folgen. Im Kern geht es darum, wieviel Ungleichheit und Entsolidarisierung sich unsere Gesellschaft leisten kann und will, welcher Logik sozialer Entwicklung sie künftig folgen wird", schreibt der DDR-Bürgerrechtler Wolfgang TEMPLIN.
 
 
  • LEHMANN, Anna (2004): Am Elend vorbeifahren.
    Die Grünen sind die Partei der gut Verdienenden. Das ist nicht überraschend. Um grün zu sein, braucht man Geld
    in: TAZ v. 17.08.
    • Kommentar:
      Die Grünen sind die Partei des linken Establishment, eine Öko-FDP, die sich jetzt nur noch von den letzten Resten des schlechten Gewissens verabschieden muss, um sich zum rundum selbstgefälligen neuen Bürgertum der Bobos zu wandeln:

            
        "Der gesellschaftliche Aufstieg der Alt-Grünen ist unübersehbar, personifiziert in einer gut betuchten Ministerriege, die so gar nichts gemein hat mit dem Klischee des in gebatiktes Nesseltuch gewandeten Naturschützers. Den modernen, umfassend gebildeten, Rotwein trinkenden Grünen unterscheidet wenig vom smarten Rotwein trinkenden FDPler. Beide sind Vertreter einer überschaubaren und privilegierten Schicht. Bei den Grünen sammeln sich eher die Professorentöchter, die Pastorensöhne und die Lehrerkinder, die FDP zieht den Unternehmernachwuchs an. Doch auch da klauen die Grünen den Gelben die Wähler"
 
  • REICHERT, Martin (2004): Kein Anschluss an dieses Jahrtausend.
    Die Retro-Bewegung will sich in ihrer Verzweiflung nun sogar die 90er-Jahre erobern. Und vergisst dabei, dass diese Dekade noch gar nicht zur Vergangenheit zählt: Die Neunziger sind live, eine endloses Warten auf das Neue,
    in: TAZ v. 17.08.
    • Inhalt:
      "
      Die späten Twentysomethings und die frühen Dreißigjährigen werden von dieser Gesellschaft nicht gebraucht, sie erfüllen keinen Zweck und erheben daher ihre de facto nicht mehr vorhandene Jugendlichkeit zum Selbstzweck", meint Martin REICHERT.
            
        Die Konsequenz ist das Neunziger-Retro:
            
        "Gemeinsam in der Warteschleife sitzen und auf das Neue warten, das ist Neunziger-Retro. Warten auf das Ende der Ära Kohl, warten auf das Millennium, warten, dass etwas passiert. Neunziger-Retro ist, wenn die Katze sich in den eigenen Schwanz beißt und so verharrt."
 
  • TEGTMEIER, Sascha (2004): Ein Land, zwei Systeme.
    In den neuen Bundesländern organisieren meist Privatleute die Hartz-Proteste, weil kaum jemand Gewerkschaften und anderen Vereinigungen traut. Im Westen hingegen funktionieren die alten Strukturen und auch Attac mischt kräftig mit,
    in: TAZ v. 17.08.
 
  • MÜLLER, Kai (2004): Vom Fleisch gefallen.
    Schwerelos: "Zombi", das neue Album von Kante,
    in: Tagesspiegel v. 17.08.
    • Inhalt:
      "Die Sterne haben zuletzt ein Agitprop-Album gemacht, das bemerkenswert deutlich den Frust der machtlosen mittleren Generation formuliert.
      Im Reigen von Blumfeld, Tocotronic und anderen Hamburger Fährtenlegern sind Kante das ambitionierteste Projekt in Sachen Postrock. Also: beseelt von dem paradoxen Bemühen, Rockmusik mit den Mitteln des Rock zu retten.
      (...).
      Jetzt haben Thiessen & Co auch noch das Außenseitertum entdeckt, das sie – ganz unironisch – idealtypisch aufladen," merkt MÜLLER zur neuen CD von Kante an.
 
  • EXPRESS-Titelgeschichte: L'amour est bon pour la santé.
    Maintenant, la science le prouve

    • CHARLES, Gilbert & Jean-Sébastian STEHLI (2004): Pourquoi l'amour est bon pour la santé.
      Sentiments tendres et harmonie sexuelle ne suffisent donc pas. Les scientifiques l'affirment: l'amour est aussi une mécanique biologique. De nouvelle découvertes démontrent que chaque passage à l'acte déclenche une multitude de chamboulements, aussi bénéfiques qu'insoupçonnés pur l'ensemble du corps. En somme, une pratique vieille come le monde qui, entre autres plaisirs, permet de vivre vieux,
      in: L'Express Nr.2772 v. 16.08.
 
  • WALTER, Birgit (2004): Es fehlt an brauchbaren Vätern.
    Zwölf Frauen erklären, warum sie keine Kinder haben und ob sie deswegen etwas vermissen,
    in: Berliner Zeitung v. 16.08.
    • Kommentar:
      "Wer fragt schon eine Frau ohne Kind, warum sie eine Frau ohne Kind ist?"

            
        WALTER sieht hinter dieser Frage nur Abgründe lauern, weswegen Nicht-Verwandte sich vor falschen Fragen hüten sollten.
            
        Politiker hüten sich dagegen nicht vor falschen Fragen. Nein! Die öffentliche Debatte fragt erst gar nicht, sondern hat die Antworten schon parat.
            
        Dem gesellschaftlichen Geständniszwang durch den öffentlichen Diskurs hat ROGGENKAMP mit ihrem Buch Genüge getan.
            
        WALTER bringt den kinderlosen Karrierefrauen, die ihre Motive offen legen, jedoch viel Unverständnis entgegen.
            
        Weder findet sie Beruf und Familie unvereinbar, noch lässt sie das Fehlen akzeptabler Männer als Rechtfertigung der Kinderlosigkeit in Deutschland gelten. Für WALTER ist Kinderlosigkeit stattdessen das Ergebnis der widernatürlichen Rationalität moderner Frauen:
            
        "Die Entscheidung trifft nicht der Intellekt, sondern der Instinkt. Und der wird nun zunehmend gestört durch die Unabhängigkeit der Frau, den Anspruch an ihr Leben, die gesellschaftlichen Umstände."
 
  • BALZER, Jens (2004): Den diskursiven Wert des Klugscheißertums muss amn neu überdenken.
    Heute erscheint "Zombi", das neue Album von Kante. Am Sonnabend spielte die Band beim Summerize-Festival in der Kulturbrauerei,
    in: Berliner Zeitung v. 16.08.
 
  • BITTERMANN, Klaus (2004): Seltene Tierart.
    Die Reformretter (1). Bei der Zerschlagung des Sozialstaats dient sich Peter Schneider der SPD als Problembeseitiger an,
    in: junge Welt v. 16.08.
    • Inhalt:
      In einer neuen Serie stellt BITTERMANN die "Neuen Philosophen" der Reformer vor. Heute wird Peter SCHNEIDER gewürdigt:

            
        "Wenn sie schon die eigenen Genossen gegen sich aufbringt, die massenhaft die Partei verlassen, so konnte die SPD doch zumindest einige Intellektuelle gewinnen, die ihr bei der »Vermittlung« behilflich sind, unter der ihre wunderschöne Politik nach eigenen Aussagen am meisten leidet.
      Immer wieder gerne läßt der Spiegel seine kleine intellektuelle V2 aufsteigen, um »die Reformen« zu retten. Seit der ehemalige 68er-Wortführer Peter Schneider einmal mit dem Kanzler Rotwein trinken durfte, legt er sich schwer für das soziale Kürzungsprogramm der Regierung ins Zeug."
 
  • HAGE, Volker & Martin DOERRY (2004): "Die Trauer bekämpfen".
    Die Schriftsteller Christoph, 60, und Jakob Hein, 32, über das Verhältnis von Vater und Sohn, das Leben in der DDR und zwei Bücher, die von der verstorbenen Christiane Hein handeln,
    in: Spiegel Nr.34 v. 16.08.
 
 
   

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Zu den News vom  06. - 15. August  2004

 
 
   
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