| |
|
[
News-Hauptseite
] [ Glossar ] [
Suche ] [ Homepage
] |
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom
13. - 15. Dezember 2005
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
Zitat
des Monats:
"Trotz
ihrer Zugehörigkeit zum unteren Einkommensquintil (Anm.d.V.:
Einkommensfünftel) bleibt eine relativ große Gruppe (ca. 30 %)
von eigentlicher Armut verschont. Zu diesen
»Unterversorgungsfreien« gehören überdurchschnittlich oft
Menschen mit einem hohen Bildungsniveau und einer guten
beruflichen Position. Hinsichtlich der Familienform finden sich
hier v.a. Ehepaare ohne Kinder.
(...).
Kritisch ist, dass mehr als die Hälfte
(ca. 55 %) der Niedrigeinkommenshaushalte zwei oder mehr
Problemlagen vereinen. (...). Anhäufungen von Deprivationen
finden sich v.a. bei Alleinlebenden, in den neuen Bundesländern
und bei Alleinerziehenden."
(Tanja
Mühling in der Zeitschrift für Familienforschung, Heft 2, 2005)
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zeit-Thema: Allein
oder einsam?
Viele Menschen fühlen sich
verlassen. Andere empfinden das Alleinsein als Befreiung. Tücken
und Chancen der modernen Einsamkeit. |
- Der lesenswerte Artikel
HILLENKAMP, Sven (2005): Einsamer nie?
Viele Menschen klagen darüber, allein zu sein. Dabei ist die
Einsamkeit der Moderne ein Mythos. Unser Unglück ist nicht größer
als früher. Wir haben nur gelernt, darüber zu reden,
in: Die ZEIT Nr.51 v. 15.12.
-
THADDEN, Elisabeth von (2005): Das rettende Gespräch mit sich
selbst.
Ein Schlüsseltext über die moderne Einsamkeit stammt von Michel de
Montaigne, der sich nach dem Tod seines Freundes für ein Jahrzehnt
aus der Welt zurückzog,
in: Die ZEIT Nr.51 v. 15.12.
-
KÜMMEL, Peter (2005): Es bedeutet absolut nichts!
Wie im deutschen Theater Einsamkeit dargestellt wird,
in: Die ZEIT Nr.51 v. 15.12.
-
SIMON, Jana (2005): "Es ist eine Lücke, sie gehört zu mir".
Sabine Hykel berät Menschen in Lebenskrisen. Allmählich geriet
sie selbst ins Abseits. Die Geschichte einer erfolgreichen, einsamen
Frau,
in: Die ZEIT Nr.51 v. 15.12.
|
|
| |
|
-
GASCHKE, Susanne (2005): Lasst die Männer nicht in Ruh.
Eine neue Studie zeigt die frappierende Kinderlosigkeit
akademischer Männer. Überschätzen sie ihre Rolle als
"Familienernährer"?
in: Die ZEIT Nr.51 v. 15.12.
- Kommentar:
GASCHKE schwadroniert wieder einmal über
Kinderlosigkeit. Fakt ist jedoch, dass die Zunahme lebenslanger
Kinderlosigkeit in den jüngeren Frauenjahrgängen reine Spekulation
ist.
Es
gibt keinerlei stichhaltige Belege, sondern es handelt sich hier um
Interpretationen. Was belegbar ist: das steigende Erstgebäralter. Ob
dieses jedoch zu höherer lebenslanger Kinderlosigkeit führt ist
durchaus umstritten.
Der
Bevölkerungswissenschaftler Gert HULLEN hat nachgewiesen, dass es
KEINEN ZWINGENDEN
Zusammenhang zwischen höherem Erstgebäralter (Tempo) und Ausmaß der
Kinderlosigkeit (Quantum) gibt.
Es
muss noch nicht einmal an Weihnachten ein "völlig unvorgesehener
Babyboom" losbrechen. Wir könnten schon längst mitten im Babyboom
leben, weil unsere Bevölkerungsstatistiker gar kein Interesse haben,
das an die große Glocke zu hängen. Anders lässt sich nicht erklären,
warum unsere Statistik völlig veraltet ist und vorsintflutliche
Methoden angewandt werden.
Wenn
GASCHKE den Nationalkonservativen Hans-Werner SINN für seine
familienfundamentalistischen Gutachten lobt, die angeblich beweisen,
dass eine
Rente nach Kinderzahl
unumgänglich sei, dann ist das nichts als eine umstrittene Meinung.
Eine
Lösung innerhalb der Sozialversicherungen ist sozial ungerecht. Sie
lässt sich nicht einmal ökonomisch begründen.
Dies
haben
Kai A. KONRAD & Wolfram F. RICHTER
in ihrem Beitrag
Zur Berücksichtigung von Kindern bei
umlagefinanzierter Alterssicherung (Perspektiven der
Wirtschaftspolitik, Zeitschrift des Vereins für Sozialpolitik,
H.1/Februar 2005,
als PDF-Datei downloadbar)
nachgewiesen. Ihr Fazit lautet:
"Die
Diskussion (...) hat gezeigt, dass sich eine kinderbezogene
Beitragsdifferenzierung für umlagefinanzierte soziale
Sicherungssysteme wohlfahrtstheoretisch nicht überzeugend begründen
lässt. (...) Sind beispielsweise die intergenerativen
Verteilungswirkungen zu neutralisieren (...), dann wirkt eine
Rückführung der allgemeinen Staatsverschuldung genauer als eine
Beitragsdifferenzierung nach der Kinderzahl. Gilt es dagegen, die
Fertilität zu steigern, sollte man z.B. darüber nachdenken, wie sich
Kinder- und Berufswunsch von Eltern besser in Einklang bringen
lassen. Geht es um die Förderung der Humankapitalbildung, erscheinen
entsprechende Maßnahmen im Bereich der allgemeinen oder beruflichen
Ausbildung einer Beitragsdifferenzierung in der Sozialversicherung
überlegen. (...). Die Differenzierung von
Sozialversicherungsbeiträgen nach der Kinderzahl drängt sich aber in
keinem Fall auf."
Die
Autoren kritisieren die Sicht des Bundesverfassungsgerichts, das den
"generativen Beitrag" als konstitutiv für die Sozialversicherung
ansieht.
Dies
ist jedoch keine sachlich zu begründende, sondern eine politische
Entscheidung. Wenn es aber eine politische Entscheidung ist, dann
bedeutet dies, dass Singles in diesem Land keine ausreichende Lobby
haben.
|
|
| |
|
-
SCHMITT, Cosima (2005): Der große Windelwechsel.
Stolze "Ernährer" sind entsetzt über die Pläne zu einem Elterngeld:
Weil es auch dem Vater eine Babypause abverlangt, sehen die "Neuen
Bürgerlichen" ihr klassisches Rollenmodell gefährdet,
in: TAZ v. 15.12.
|
|
| |
|
-
WINKELMANN, Ulrike (2005): Elterngeld wird frühe Geburt.
Anfang 2006 will die große Koalition sich auf einen Gesetzentwurf
zum Elterngeld einigen. Familienministerin von der Leyen räumt Streit
mit der SPD um wichtige Details aus. Elterngeld-Erfinderin warnt: Wenn
das funktioniert, wird's übrigens teurer,
in: TAZ v. 14.12.
|
|
| |
|
-
BEDSZENT, Gerd (2005): Rente contra Ausbildung?
»Deutsches Institut für Altersfürsorge« fordert Streichungsorgie im
Bildungswesen,
in: junge Welt v. 14.12.
- Inhalt:
BEDSZENT hat eine Studie von Meinhard MIEGEL
gelesen und bringt sie auf den Punkt:
"Eine
Idealvorstellung der Verfasser der Studie ist es offensichtlich, daß
jeder arbeitsfähige Mensch in Deutschland im Alter von sechzehn
Jahren eine private Rentenversicherung abschließt und dann so lange
arbeitet, bis er irgendwann mit Ende sechzig tot umfällt. Selbst
wenn dieses System funktonieren könnte – was angesichts
galoppierender Arbeitslosigkeit faktisch unmöglich ist: Die
einzigen, die davon profitierten, wären die privaten
Rentenversicherer. Und genau in deren Interesse wurde dieses
merkwürdige Papier offensichtlich erarbeitet."
|
|
| |
|
-
MÖLLHOFF, Christine (2005): Prüderie im Land des Kamasutra.
In Indien kämpfen Tugendwächter erbittert gegen moderne
Freizügigkeit. Benimm-Regeln verbieten Abschiedskuss,
in: Frankfurter Rundschau v. 14.12.
|
|
| |
|
-
STÜTTGEN, Tim (2005): Lange Rede, kurzer Sinn.
Die jüngste Pop-Debatte ist eine Personal-Debatte, die ohne Inhalte
auskommt,
in: Jungle World Nr.50 v. 14.12.
- Kommentar:
Mit STÜTTGEN meldet sich - reichlich verspätet
- ein Spex-Sozialisierter zur
POSCHARDT-Debatte zu Wort.
Eigentlich
müsste der Beitrag lange Rede, wenig Sinn heißen. Außer einer Kritik
am Ex-Spexler-Popestablishment, ist hier nur der Wortschwall
eines Beleidigten lesbar, der lieber über seine eigene Pop-Nische
reden möchte als über die Frage, ob diese Nischenhaftigkeit nicht
das eigentliche Problem dieser sich politisch verstehenden Popeliten
ist:
"Lasst
uns über die Bedingungen sprechen, warum solch ein damals
selbstverwaltetes Projekt scheiterte (...) und was sich strukturell
ändert, wenn alte Idealisten ein Heft an einen weniger
idealistischen Verleger verkaufen.
Das wäre ein vielleicht angemessenerer Diskussionsgegenstand als das
Gerede von Poschardt (...). Das übernehmen jetzt leider eher die
Leute, über die (und mit ihnen erst recht nicht) man kaum redet:
neue gute Spex-AutorInnen (...) oder politische Pop-Bands (...).
Alles nicht revolutionär, aber vielleicht trotzdem reizvoller und
wichtiger, dass ein paar Leute unter 35 auch noch was sagen und
dafür in den Trümmern und der Gegenwart rumwühlen, anstatt das ganze
Popding gleich entweder Aggro Berlin oder der FDP-Jugend zu
überlassen."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
WITTSTOCK, Uwe (2005): Zeig' mir Dein Schlafzimmer.
Herlinde Koelbl hat den intimsten Raum des Menschen fotografiert,
in: Welt v. 14.12.
- Kommentar:
Uwe WITTSTOCK vermisst die deutsche Leitkultur im
Schlafzimmer, stattdessen herrscht dort ästhetischer
Wertepluralismus vor. Die Leitwissenschaft dieser Leitkultur ist
offenbar die Bevölkerungswissenschaft, denn einzig darum geht es: um
Bevölkerungspolitik.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
WALTER, Franz (2005): Im Würgegriff der Mitte.
Die Grünen spielen kaum noch eine Rolle, weder parlamentarisch noch
öffentlich. Trotzdem sind ihre Perspektiven nicht schlecht - wenn die
Partei auf ihre Stärken setzt,
in: TAZ v. 13.12.
- Inhalt:
Nach Meinung von
Franz WALTER sind die Grünen
längst keinen Gegenkulturrebellen mehr, sondern bürgerlicher als
jede andere Partei:
"Die
Grünen sind zumindest soziologisch in ihre Herkunftsgruppe
zurückgekehrt. Keine Partei ist bürgerlicher als sie. Ihre Anhänger
verdienen in Deutschland das meiste Geld; ihre Wähler verfügen über
die höchsten Bildungsabschlüsse; ihre Sympathisanten urlauben
häufiger und reisen weiter als alle anderen. Die Grünen sind die
Partei der Beamten und Angestellten im höheren öffentlichen Dienst,
der Empfänger von BA 1-, A 15- und C 3-Gehältern. Zugleich ist der
Anteil von Unternehmern in ihrer Wählerschaft im Laufe der letzten
Jahre signifikant angewachsen. Bei den Europawahlen 2004 belegten
die Grünen in der Gruppe der Selbstständigen den zweiten Platz,
hinter der Union. Dagegen schneidet keine Bundestagspartei in den
Quartieren der Arbeiter und Arbeitslosen so schlecht ab wie die
Postmaterialisten."
In
der Profillosigkeit einer Mitte-Partei sieht Franz WALTER die größte
Gefahr für die Grünen.
Er
empfiehlt den Grünen deshalb die Partei der "kulturell Kreativen" zu
werden, da dieser Typus auf dem Vormarsch sei:
"Dieser
Typus ist nicht durch einfache Lösungen, leere Phrasen, parolige
Versprechen zu beeindrucken. Dieser Typus schätzt vielmehr die
Differenzierung, die Brillanz der Argumentation, die originelle
Formulierung."
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 05. -
12. Dezember 2005
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ Glossar ] [
Suche ] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|