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News vom 14. - 22. Dezember

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Der Anfang für ein Zuhause

"Das ist also dein Zuhause, dachte ich. Jedenfalls, wenn du mal saubermachen und die Flaschen wegwerfen und den Müll vom Balkon räumen und die Bücher aufstellen und einen Schrank kaufen und deine Klamotten reintun und deinen Spion blankputzen und dein Bett beziehen und dein Bad schrubben und den Fußboden scheuern würdest, hättest du den Anfang für ein Zuhause. Der Trouble mit dir ist, Harder, daß du lieber den Anfang für eine Story hättest als den Anfang für ein Zuhause."
(aus: Jörg Fauser "Das Schlangenmaul", 2006, S.96)

 
       
   
 
 
 
 
  • WAGNER, Gert G. (2006): In der Bibel gibt es keine Oma.
    Die Politik idealisiert die Großfamilie - doch die hat es eigentlich nie gegeben,
    in: Tagesspiegel v. 22.12.
    • Inhalt:
      "
      Gerade Ökonomen beschwören oft die angeblich althergebrachte Altersversorgung im Drei-Generationen-Verbund. Moderne Rentensysteme störten diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt, deshalb würden auch immer weniger Kinder geboren – die Rente ersetze sie ja.
                   Ein Zurück zur Großfamilie wird es aber nicht geben. Denn die Drei-Generationen-Familie ist ein modernes Phänomen", meint Gert G. WAGNER.
 
  • SIRLESCHTOV, Antje (2006): "Wir brauchen eine Familienkasse".
    Die CDU-Sozialpolitikerin Elisabeth Winkelmeier-Becker will Leistungen weiter ausbauen,
    in: Tagesspiegel v. 22.12.
 
  • ZYLKA, Regine (2006): "Elterngeld allein reicht nicht".
    SPD-Vize Barbara Dieckmann fordert Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz,
    in: Berliner Zeitung v. 22.12.
 
  • LEYEN, Ursula von (2006): Alt, jung und ganz jung in einem Bienenstock.
    Mehrgenerationenhäuser eröffnen neue Chancen für das Gemeinwesen,
    in: Tagesspiegel v. 21.12.
 
  • RM-Spezial: Rollenwandel - Gefragte Großeltern

    • PRANGE, Astrid (2006): "Omas müssen nicht modern sein!".
      Enkelkinder: Warum ihre Beziehung zu Großmüttern und Großvätern so innig ist - eine offene Aussprache,
      in: Rheinischer Merkur Nr.51 v. 21.12.
    • ÖHLER, Andreas (2006): Hüterin des Hausgemachten.
      Altenbild: Abgesang auf kitschige Klischees,
      in: Rheinischer Merkur Nr.51 v. 21.12.
 
  • RUTZ, Michael (2006): Eine Frage der Gerechtigkeit.
    Die Politik kämpft gegen die demografische Krise. Darf sie dabei Eltern und Kinder erziehen? Gespräch mit Ursula von der Leyen und Bischof Marx,
    in: Rheinischer Merkur Nr.51 v. 21.12.
 
zitty-Titelgeschichte:
Feste feiern!
Berliner Autoren erzählen, wie aufregend einsam berauschend es zwischen den Jahren ist
  • GÜNGÖR, Dilek (2006): Wunderbar verlassen, 
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
  • KAMINER, Wladimir (2006): Frohe Weihnachten,
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
  • ZELIK, Raul (2006): www.studentenwerk.de
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
  • MORENO, Juan (2006): Der Peter Scholl-Latour der geilen Partys,
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
  • RINCK, Monika (2006): Zwischen den Jahren und danach,
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
  • HEIN, Jakob (2006): Gegen elf ins Bett,
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
 
  • KOTTE, Hans-Hermann (2006): "Alternativepresse ist Historie".
    Vor 30 Jahren erlebten die alternativen Medien einen Boom. Auch zitty wurde damals gegründet. Medienexperte Kurt Weichler über Bleiwüsten, Einheitslöhne und Leitartikler fürs linke Heimatgefühl, 
    in: zitty Nr.26 v. 21.12.
    • Inhalt:
      Kurt WEICHLER, einst Autor von Gegendruck (1983) und Redakteur des Münsteraner Stadtmagazin "City" u.a. über die Stadtmagazin-Szene der Anfangsjahre:

                   "Von 1975 bis 1982 gab es einen regelrechten Boom mit bis zu 700 Blättern und Blättchen. (...). Da gab es politisch engagierte Stadtmagazine wie das Münchner »Blatt«, den Frankfurter »Pflasterstrand« oder den Nürnberger »Plärrer«. (...). Viele davon sind aber nur ein paar Mal erschienen. Nur einige wenige Titel erwiesen sich als so stabil wie etwa die »Kölner Stadtrevue« oder die »taz«. Das war eine große Welle mit ziemlicher Bandbreite, längst nicht alle waren so radikal wie »radikal«.
 
  • AMMANN, Daniel (2006): "Die Schweiz sieht immer besser aus".
    Wieso eigentlich gibt es Länder, die arm sind? Wieso kam es trotz 9/11 und Irakkrieg nicht zur Wirtschaftskrise? Soll der Staat Kinderkrippen fördern? Antworten von Beatrice Weder di Mauro, einer herausragenden Ökonomin des Landes,
    in: Weltwoche Nr.51/52 v. 21.12.
 
  • SCHLAG, Beatrice (2006): "Ich will das Feuer".
    Sie war das schönste Gesicht der 68er Jahre und lebte aus, was andere theoretisierten. Uschi Obermaier über Kommunen, freie Liebe und das Hochgefühl, wenn Mick Jagger und Keith Richards gleichzeitig vor der Haustür stehen,
    in: Weltwoche Nr.51/52 v. 21.12.
 
 
  • FR-Plus: Bessere Väter.
    Frau verdient, Mann kümmert sich um die Kinder: Ein neues Rollenverständnis hält Einzug

    • GAMILLSCHEG, Hannes (2006): Echte Kerle sind gute Väter.
      Kinderbetreuung ist reine Frauensache. Diese Aussage verstößt in skandinavischen Ländern eindeutig gegen die soziale Norm,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.
    • HILDEBRANDT, Antje (2006): Der Vorreiter.
      Hausmann, Deutscharaber, sucht Arbeit - fürs Selbstbewusstsein,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.
    • HILDEBRANDT, Antje (2006): Der Profi.
      Manfred Wolf ist Deutschlands erster Tagespapa,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.
    • HILDEBRANDT, Antje (2006): Der Planer.
      Michael H. wird mit 40 zum ersten Mal Vater,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.
    • HILDEBRANDT, Antje (2006): Der Feierabend-Papa.
      Eine Frage der Ökonomie,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.
 
  • DECKENBACH, Karin (2006): Moderner Dreikampf der Frauen.
    Die angebliche Wahlfreiheit zwischen Berufstätigkeit und Hausmutterdasein kann sich kein Staat leisten,
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.
 
 
  • GREVEN, Ludwig (2006): Rente mit 80.
    Innenminister Wolfgang Schäuble erregt den Volkszorn, weil er ausspricht, was unvermeidlich ist: Das Rentenalter muss weiter steigen. Man sollte noch weiter gehen,
    in: Zeit online v. 20.12.
 
 
  • HEINSOHN, Gunnar (2006): Mehr Ausländer, weniger Ausländerfeindlichkeit.
    Wie die Demografie ein deutsches Problem von ganz alleine löst,
    in: Tagesspiegel v. 18.12.
 
FOCUS-Titelgeschichte:
Meine Werte.
Zwischen Freiheit, Familie und Respekt - was uns wirklich wichtig ist
  • KRUMREY, Henning u.a. (2006): Zurück zur Moral,
    in: Focus Nr.51 v. 18.12.
 
  • SORRENTO, Aureliana (2006): Die Überflüssigen.
    Streicheleinheiten für das linke Gewissen: wie den tragikomischen Dramen des russischen Dichters Anton Tschechow durch die Sinn- und Arbeitskrisen der Gegenwart aktuelle Bedeutung zuwächst,
    in: TAZ v. 18.12.
 
 
 
  • ELIS, Angela (2006): Der andere kleine Unterschied.
    30 Jahre "Emma": Was Ostfrauen von Westfrauen unterscheidet – mehr Lebensnähe, mehr Optimismus?
    in: Tagesspiegel v. 17.12.
 
  • Tagesthema: Elterngeld

    • MÜLLER, Miriam (2006): Die neue Gnade der späten Geburt.
      Viele Schwangere wollen den Termin der Entbindung verzögern. Nicht nur Ärzte sind besorgt,
      in: Berliner Zeitung v. 16.12.
    • HOLLERSEN, Wiebke (2006): Familie 2007.
      Warten auf die neue Zeit: Für Paare, die sich Karriere und die Erziehung ihrer Kinder teilen, ist das Elterngeld ein Glück,
      in: Berliner Zeitung v. 16.12.
 
 
  • Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen

    • Ursula von der LEYEN hat die Wissenschaftler Hans BERTRAM, Irene GERLACH, Michael HÜTHER, Uta MEIER-GRÄWE, Reinhold SCHNABEL und Gert G. WAGNER zur Mitarbeit im Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen berufen und auf einer Pressekonferenz eine erste Bestandsaufnahme vorgestellt.
    • BERTH, Felix & Michael TIBUDD (2006): 184 Milliarden Euro für die Familien.
      Ursula von der Leyen lässt errechnen, was der Staat für Ehepaare und Kinder ausgibt,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 16.12.
    • BERTH, Felix (2006): Das Verschwinden der großen Familien,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 16.12.
      • Inhalt:
        Mit Verweis auf Hans BERTRAM berichtet BERTH, dass "1975 jede dritte deutsche Familie drei oder mehr Kinder" hatte. Im Jahr 2000 war nur noch jede siebte kinderreich.  
    • BERTH, Felix (2006): Der Mythos vom Einzelkind,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 16.12.
      • Inhalt:
        Mit Verweis auf Gert G. WAGNER berichtet BERTH, dass 80 % aller Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren Geschwister haben.
    • SIEMS, Dorothea (2006): Familien werden mit 184 Milliarden Euro gefördert.
      Ursula von der Leyen (CDU) will die Familienleistungen des Staates neu ordnen. Dabei stünden junge Eltern mit Kleinkindern, Drei- und Mehrkinderfamilien sowie das berufliche Fortkommen von Müttern wie Vätern im Vordergrund. Eine Expertengruppe soll bis 2008 Reformvorschläge erarbeiten,
      in: Welt v. 16.12.
    • TAGESSPIEGEL (2006): Kinder, morgen soll's was geben.
      Die Bundesregierung will die Familienförderung umgestalten. Wie viel Geld sind die Familien dem Staat wert?
      in: Tagesspiegel v. 16.12.
    • SIEVERS, Markus (2006): Bund will Familienförderung verbessern.
      Schwarz-Rot möchte vor allem Eltern mit vielen Kinder unterstützen. Geldströme werden überprüft,
      in: Frankfurter Rundschau v. 16.12.
 
 
 
 
  • APRAKU, Eva & Christiane LANG (2006): "Diese Leute tun etwas ganz Privates".
    Weihnachten ist das Fest der Familie. Aber hat das Modell Familie in unserer Single-Gesellschaft überhaupt noch eine Zukunft? Ja, sagt der Mikrosoziologe und Familienforscher Hans Bertram, denn familiäre Strukturen sind zäher, als man denkt. Noch nicht einmal Lenin konnte sie abschaffen,
    in: tip Nr.26 v. 14.12.
    • Exklusiv-Story von single-dasein.de:
      Der Begriff "Single-Gesellschaft" wurde von den 68ern in die Debatte eingeführt. Es ging darum das Monopol der alten Mitte hinsichtlich des Familienleitbildes zu brechen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde damit zum Programm erhoben.

                   Mittlerweile ist selbst die CDU/CSU gezwungen, ihr rückständiges Familienbild aufzugeben. Damit ist der Begriff "Single-Gesellschaft" endgültig dysfunktional geworden. Inzwischen ist der Kollateralschaden der Single-Lüge deutlich sichtbar geworden.
                   Der Geburtenrückgang wurde durch den Kampf der Familienlebensstile zusätzlich beschleunigt. 15 Jahre Terror der Individualisierungsthese haben Singles ein falsches Bewusstsein ihrer Lage vermittelt. Der Rückgang des Kinderwunsches in der jungen Generation macht deutlich, dass die Propaganda erfolgreich war.
                   Seit mehr als 15 Jahren konnte man selbst in so genannten Qualitätszeitungen wie der Süddeutschen Zeitung lesen, dass in Großstädten jeder Zweite im Single-Haushalt lebt, obgleich der Anteil der Alleinlebenden selbst in Großstädten nur bei ca. einem Drittel liegt.
                   Die größte homogene Gruppe sind immer noch - wie vor 1968 - die älteren Alleinlebenden. In der politischen Debatte wird dagegen die allein lebende Karrierefrau an den Pranger gestellt. Die Empirie zeigt dagegen ein völlig anderes Bild. Im Jahr 2004 lebte im Familienlebensalter nur ca. jede 10. Frau, aber ca. jeder 5. Mann im Single-Haushalt.
                   Selbst Lifestyle-Soziologen wie Stefan HRADIL weisen inzwischen auf die wuchernde Single-Rhetorik hin.
                   Der Soziologe Hans BERTRAM, Vorsitzender der Sachverständigenkommission des aktuellen 7. Familienberichts, äußert sich zur Familie in der heutigen Gesellschaft.
                   Wie absurd der Begriff "Single-Gesellschaft" ist, zeigt sich bereits daran, dass die Interviewerinnen darauf verweisen, dass bei der Besetzung von leitenden Positionen vor allem die männlichen Mitarbeiter, denen eine Ehefrau zu Hause den Rücken freihält, bevorzugt werden. Auf single-dasein.de wurde bereits im Februar 2002 der Mythos vom Single als Pionier des flexiblen Kapitalismus kritisiert, der behauptet, dass Alleinlebende beruflich besonders erfolgreich seien.
                   Am Beispiel der schmutzigen Wäsche (Jean-Claude KAUFMANN) erläutert BERTRAM die kulturelle Prägung als Ursache der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung im Haushalt. Gerade dieses Beispiel zeigt jedoch, dass durch die postindustrielle Dienstleistungsgesellschaft diese traditionelle Arbeitsteilung auch aufgebrochen werden kann.
                   Im Gegensatz zu den "neuen Patriarchen" sieht BERTRAM in Europa keine Tradition der patriarchalen Familie am Wirken, sondern die "europäische Familienstruktur ist eher partnerschaftlich ausgerichtet".
                   Die Debatte um die Familie, in der ein verengter Familienbegriff vorherrscht, übersieht, dass haushaltsübergreifende Beziehungen einen entscheidenden Anteil an Solidarbeziehungen haben.
                   BERTRAM ist der Meinung, dass nur solche Gesellschaften überlebensfähig sind, die hinsichtlich der Fürsorge nicht allein auf Staat und Markt, sondern vor allem auf die Familie setzen. Die Bedeutung der Zivilgesellschaft wird in dieser Sicht jedoch ausgeblendet.       
 
  • TAZ-Brennpunkt: Arbeit, Kinder und Karriere

    • DILK, Anja (2006): Es geht um einen Kulturwandel.
      Allem familienpolitischen Trommeln zum Trotz gilt in der Arbeitswelt meist immer noch: Job ist Job, privat ist privat. Aber immer mehr Firmen begreifen, dass es sich lohnt, auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter einzugehen. In der Praxis zeigt sich, dass Familie und Beruf vereinbar sind,
      in: TAZ v. 14.12.
   

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Zu den News vom   07. -  13. Dezember 2006

 
       
   
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