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Medienrundschau:
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News vom 16. - 20. Dezember
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Zitate
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Die Bedeutung von
Internetforen für Menschen ohne Beziehungserfahrung
"Ungeachtet der Ignoranz
seitens der Öffentlichkeit, der Medien und der Wissenschaft bot
sich mit dem Aufkommen des Internets den unfreiwillig
Beziehungslosen erstmals eine Plattform an. Es kam zur
Entstehung mehrerer einschlägiger Diskussionsforen, in welchen
sie mit anderen Menschen in gleicher Lage Probleme diskutieren,
sich gegenseitig Hilfe und Unterstützung gewähren und Gedanken
austauschen konnten."
(aus: Olaf Wickenhöfer
"Unfreiwillig Single", 2004, S.9f.)
Die Keuschheitsbewegung
zielt auf eine weltweite Vormachtstellung
"Viele Stimmen in den
Vereinigten Staaten warnen, das Thema Enthaltsamkeitserziehung
sei keines, über das sich der Rest der Welt erhaben fühlen
sollte. Die politischen und religiösen Gruppierungen, die
Lobbyarbeit für die Enthaltsamkeitserziehung betreiben, geben
sich nicht damit zufrieden, lediglich die Politik des eigenen
Staates zu beeinflussen. »Viele realisieren nicht, wie
einflussreich genau diese Gruppen auf der internationalen Bühne
geworden sind. In Afrika, Asien, West- und Osteuropa spielen sie
eine immer größere Rolle.« Was sie in diesen Ländern zu sehen
wünschen, ist eine Nachbildung dessen, was in den Vereinigten
Staaten bereits umgesetzt wurde: »Ihr vorrangiges Ziel bleibt
dasselbe: Förderung des tradierten Familienmodells, Einführung
von Programmen deren einziger Inhalt die Aufforderung ist, bis
zur Ehe enthaltsam zu bleiben; Neuausrichtung der
HIV/Aids-Aufklärung [auf Enthaltsamkeitserziehung];
Einschränkung des Zugangs zu Verhütungsmitteln und restrikivere
Abtreibungsgesetze.«"
(aus: Anke Bernau
"Mythos
Jungfrau", 2007, S.179f.)
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BOSBACH, Gerd (2007): Das Rentenkomplott.
Interessengruppen dramatisieren bewusst die Bevölkerungsentwicklung
in Deutschland - und leiten daraus drastische Maßnahmen ab. Rechnet
man nach, schrumpft das Drama gewaltig,
in: Tagesspiegel v. 20.12.
- Inhalt:
"100 Erwerbsfähige sind heute für die Versorgung von
161 Personen zuständig. Dieses Verhältnis soll sich bis 2050 auf 100
zu 184 ändern. Die Gesamtbelastung der Bevölkerung nimmt trotz
Alterung also nur um knapp 15 Prozent zu. Das Drama schrumpft auf
ein Siebtel", meint Gerd BOSBACH.
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ZIELCKE, Andreas (2007): Künstlersozialkasse,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.12.
- Anmerkungen:
In dem Reportageband
"Schicht!" spricht Thomas KAPIELSKI
u.a. über die Massenflucht in die Künstlersozialkasse:
"ON:
Das sind famose Ausreden!
TK: Na klar! Der Staat war schuld. Und dann kam ja immer automatisch
und kostenlos die Bescheinigung für das nächste Semester, weil die
Hochschulen früher ihre Haushalte mit verfälschter Volkszahl haben
aufpumpen können. Als die Künstlersozialkasse kam, bin ich sofort
raus da. Du mußt hier sofort raus! Gutes Gefühl dann, da bin ich
nochmal so über den Campus geschritten (...) und dachte: Ihr armen
Arschlöcher, macht was ihr wollt! (...) Man konnte nicht ahnen, daß
die dann später auch abhauten und alle anfingen, Bücher zu
schreiben. Es gibt ja jetzt mehr, die schreiben, als welche. die
einfach nur noch lesen." (2007, S.267)"
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STATISTISCHES BUNDESAMT (2007):
Frauen werden heute im Durchschnitt mit 26 Jahren Mutter,
in: Statistisches Bundesamt v. 18.12.
- Exklusiv-Story von
single-dasein.de:
Die ersten Ergebnisse der Erhebung "Geburten
und Kinderlosigkeit in Deutschland" vom Herbst 2006 deuten bereits
darauf hin, dass die Nationalkonservativen um Herwig BIRG den Anteil
der lebenslang Kinderlosen in der jüngeren Generation weit
überschätzt haben.
Für Westdeutschland liegen die Werte der
Nationalkonservativen um mindestens 20 %, wenn nicht gar um 25 % zu
hoch. Für Deutschland liegen die Fehlschätzungen sogar noch höher.
Das
nachfolgende Schaubild wurde der Broschüre "Geburten in Deutschland" Seite 28
entnommen (als PDF-Datei auf
www.destatis.de downloadbar) Es
sind nur die relevanten Altersgruppen dargestellt. Die schwarzen Punkte
zeigen die Schätzwerte der Nationalkonservativen an.
In der
Rezension des Buches "Ein Leben ohne Kinder"
ist die Kontroverse um die Schätzung der Kinderlosenanteile
ausführlich dargestellt worden. Dort werden auch die Zahlenwerte und
die Quellen angegeben.
Im
Buch
"Die Single-Lüge"
wird detailliert aufgezeigt, weshalb die Nationalkonservativen
bislang ihr Deutungsmuster der Geburtenkrise ungehindert durchsetzen
konnten. Gravierende Mängel der amtlichen Statistik, die auf
single-dasein.de bereits seit der Jahrtausendwende angeprangert
wurden, haben dazu geführt, dass die Anteile der Kinderlosen zu hoch
angesetzt wurden. Dass dies erst 6 Jahre nach dem Pflegefehlurteil
des Bundesverfassungsgerichts sichtbar wird, ist auch auf den
Spätstart der wissenschaftlichen Erforschung
zur Kinderlosigkeit zurückzuführen, die überhaupt erst
einsetzte, als sich in der Öffentlichkeit Protest regte.
Das
ganze Ausmaß der Fehleinschätzungen wird jedoch erst in den nächsten
Jahren deutlich werden.
Die
heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Kritik, die auf
single-dasein.de und single-generation.de seit Jahren
geübt wurde, berechtigt war. Im Buch
"Die Single-Lüge"
lässt sich diese Debatte ausführlich nachlesen.
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Die Sondererhebung "Geburten und
Kinderlosigkeit in Deutschland" in den Medien
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ROßBACH, Henrike (2007): Betreuungsgeld.
Alles für die Familie,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.12.
- Inhalt:
Nicht auf Seite 1, sondern nur auf Seite 11
darf ROßBACH Kritik am Betreuungsgeld üben.
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FOCUS-Titelgeschichte:
Was heißt hier alt?
Daten, Fakten, Psychologie - Warum die
"Oldies" so anders sind |
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GERBERT, Frank (2007): Generation Happy End.
"Das Alter" gibt es nicht mehr, und dei mittleren Jahre dauern
heute bis mindestens 70: Protokoll einer gesellschaftlichen
Revolution,
in: Focus Nr.51 v. 17.12.
- Inhalt:
GERBERT hat die Vorstellung des Buches "Die
Altersrevolution" von Petra & Werner BRUNS & Rainer BÖHME zu einer
Titelgeschichte aufgeblasen.
-
GOERGENS, Sven F. (2007): Rauchzeichen.
Wie die hohen Jahre dem Schweizer Psychoanalytiker und
Schriftsteller Paul Parin die Feder aus der Hand nahmen und warum
der Lebensabend nicht zur Glorifizierung taugt,
in: Focus Nr.51 v. 17.12.
-
HINZE, Peter (2007): Auslaufmodell Heizdecke.
Heiß umworben: Die neuen Alten gelten als attraktive
Urlaubsklientel,
in: Focus Nr.51 v. 17.12.
-
HOLZER, Kerstin (2007): "Nicht übertreiben!"
Das Alter ist ein Massaker, die Spuren oft fatal. Die Generation
50plus interessiert sich zunehmend für Schönheitschirurgie. Ein
Beratungsgespräch über Tränensäcke und "Genscherbäckchen",
in: Focus Nr.51 v. 17.12.
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FIETZ, Kathleen (2007): Charlottenburg im Babytaumel.
Immer mehr Berliner entscheiden sich fürs Kinderkriegen: Die Zahl
der Geburten ist dieses Jahr um 4,6 Prozent gestiegen. Spitzenreiter
unter den Bezirken ist Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier stauen sich
schon die vielen Anträge auf Elterngeld,
in: TAZ v. 17.12.
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UNGER, Andreas (2007): Das Millionerl.
Berlin und Hamburg waren es längst, und dann, an einem Dezembertag
vor 50 Jahren, wurde es auch München: eine Millionenstadt. Zu
verdanken ist das Thomas Seehaus, der damals dort zur Welt kam. Stadt
und Bub wuchsen fortan weiter – doch auf unterschiedliche Weise,
in: Tagesspiegel v. 17.12.
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RICHTER, Konstantin (2007): Unter Krippenspielgangstern.
Weihnachten ist Liebe? Ach, was! Weihnachten ist kommerziell,
stressig und eine verdammt große Herausforderung,
in: Tagesspiegel v. 16.12.
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Zu den News
vom 07
- 15. Dezember 2007
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