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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 15. - 20. Februar 2009

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Der Mann in der Krise als massentauglicher Diskurs in Medien, Film und Literatur

"Der patriarchalen Logik folgend, dass der Durchschnittsmann die Mitte der Gesellschaft repräsentiert, fokussiert (...) die populäre Krisenerzählung nicht auf den außergewöhnlichen, sondern auf den unaufälligen Mann. Dieser wird dann wahlweise als Schadensgutachter in einer Versicherungsfirma (Fight Club), als Sachbearbeiter für eine Zeitung (American Beauty) oder als Lehrer, Biologe, Informatiker (Elementarteilchen, Ausweitung der Kampfzone) figuriert. In der Aufmerksamkeit steht damit das ganz normale Leben. Dieses wird von ihren männlichen Repräsentanten als vom bürgerlichen Glücksversprechen entkoppelt erlebt: Der >Mann in der Krise< begreift sich als Opfer. Die Ignoranz ihm gegenüber, mithin die Unterbewertung gegenwärtiger und spezifischer Probleme von Männern und Jungen, löst eine bittere Kritik an der aus seiner Sicht ewigen Sorge um benachteiligte Frauen aus. Die gleichfalls in der Normalität verankerte Gewalt gegen Frauen oder Mädchen, das Armutsrisiko von alleinerziehenden Müttern oder die systematisch geringere Entlohnung von weiblichen Erwerbstätigen, ihre weitgehende Absenz in Führungspositionen, um nur Augenfälliges zu streifen, finden in diesem Diskursregime keine Erwähnung."
(aus: Ines Kappert "Der Mann in der Krise" 2008, S.11)

 
 
 
Ab sofort finden Sie auf der Website www.single-luege.de einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und -  soweit möglich - verlinkt.

Den ersten Rückblick, der sich mit den Medienberichten vom Dezember und Januar beschäftigt, finden Sie hier.  

 
 
 
 
Journal Frankfurt-Titelgeschichte:
Bodo Kirchhoffs neuer Schundroman
 
 
 
 
Stern-Titelgeschichte: Verrückt nach Kindern.
Die Geschichte der Nadya Suleman. Künstliche Befruchtung: Wo sind die Grenzen?
  • KRUTTSCHNITT, Christine (2009): Verrückt nach Kindern.
    Der Fall der "Octomom" in den USA sorgt weltweit für Diskussionen. Ist Elternglück um jeden Preis zulässig? Wer kommt für die Kinder auf? Die Arbeitslose Mutter Nadya Suleman will sich von solchen Fragen in ihrer Freude nicht stören lassen,
    in:
    Stern Nr.9 v. 19.02.
  • BÖMELBURG, Helen (2009): Zwischen Moral und Machbarkeit.
    Auch Deutschland besitzt ein reiches Angebot an moderner Fruchtbarkeitsmedizin - und zugleich besonders strenge Gesetze. Ob sie noch zeitgemäß sind, ist umstritten,
    in:
    Stern Nr.9 v. 19.02.
  • SELZ, Laura (2009): Baby-Chaos.
    Die Medizin stellt manche Naturgesetze auf den Kopf. Alten Eltern beschert sie Kinderglück, schafft bizarre Verwandtschaftsverhältnisse und manchmal auch Verwicklungen, die vor dem Kadi landen,
    in:
    Stern Nr.9 v. 19.02.
 
  • GASCHKE, Susanne (2009): Bilderbuch-Väter.
    Deutschland feiert mehr Geburten. Das liegt an einer effektiven Politik und an Männern, die sich endlich ändern dürfen,
    in:
    Die ZEIT Nr.9 v. 19.02.
    • Anmerkungen:
      Hatte Susanne GASCHKE nicht vor 6 Jahren die Rente nach Kinderzahl gefordert, weil die junge Generation zu gebärfaul sei.

                   Und jetzt ist plötzlich alles in Ordnung? Bis zur Bundestagswahl 2005 hatte GASCHKE überhöhte Zahlen zur Kinderlosigkeit von Akademikerinnen verbreitet, von denen die SZ heute nichts mehr wissen will.
                   War GASCHKE nicht eine zentrale Akteurin des Krisengeredes, das sie bei ihren Ausführungen zum Krisegerede der Jahre 1995 - 2005 vergessen hat?
                   "Ein Einwand gegen so viel Babyboom-Euphorie liegt auf der Hand: Kann die steigende Zahl der Geburten der vergangenen zwei Jahre nicht auch Folge eines befreiten Aufatmens gewesen sein, weil just in dieser Zeit nicht jeden Tag von »Krise« die Rede war? Noch die Bundestagswahl 2005 kreiste – leichtfertig und maßlos überzogen, wie wir heute wissen – um die Frage, ob der reiche Standort Deutschland, der Exportweltmeister, am wirtschaftlichen Abgrund stehe. Vorausgegangen waren mindestens zehn Jahre intensiver Krisenbeschwörung durch Wirtschaftsverbände, Teile der Politik und viele Medien."
                   Es wird sich erst in einigen Jahren zeigen, ob der Anstieg der Geburtenzahlen ein Ergebnis der Familienpolitik war. Bislang werden eher die Geburten nachgeholt, die in den letzten Jahren aufgeschoben wurden. Statt vernünftige Familienpolitik zu fordern, haben Akteure wie Susanne GASCHKE - nicht ganz uneigennützig - das Feindbild Single beschworen.
                   Eine neue Studie von Sigrid METZ-GÖCKEL u.a. über die Lebensform Wissenschaft - Eltern unerwünscht? zeigt erstens, dass die Kinderlosigkeit von Wissenschaftlerinnen in den Jahren 1994 bis 2004 nicht zu-, sondern abgenommen hat. Dafür hat die Kinderlosigkeit der Wissenschaftler zugenommen und die Zahl der kinderreichen Familien hat abgenommen.
                   Zum anderen wird aufgezeigt, dass der Wissenschaftsbetrieb durch seine auf die traditionelle Familie ausgerichtete Strukturen und die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse viel zur hohen Kinderlosigkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses beiträgt. Es bleibt deshalb für die Familienpolitik - im Gegensatz zum euphorischen Leitartikel von GASCHKE - noch viel zu tun.
 
 
  • GIERTH, Matthias (2009): Bedenken bleiben.
    Sollen die Krankenkassen künstliche Befruchtungen wieder ganz bezahlen? Unter rein demografischen Aspekten ist eine stärkere Bezuschussung folgerichtig,
    in:
    Rheinischer Merkur Nr.8 v. 19.02.
 
 
 
 
 
  • SZ (2009): Im Grenzgebiet der gemeinsamen Gefühle.
    Wie funktioniert das, Liebe zwischen Ost und West? Vier deutsch-deutsche Beziehungsgeschichten,
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 17.02.
 
  • Niklas Luhmann - Liebe

    • SCHRENK, Jakob (2009): Reden ohne Unterlass.
      Niklas Luhmann beobachtet das Lieben,
      in:
      Süddeutsche Zeitung v. 17.02.
 
 
 
  • TAZ-Brennpunkt: Deutsche kriegen mehr Kinder

 
  • BERGIUS, M. & J. MAIER (2009): Der Staat als Klapperstorch.
    Zeugung auf Staatskosten,
    in:
    Frankfurter Rundschau v. 17.02.
  • HAß, Frauke (2009): "Angst, das finanziell nicht zu wuppen",
    in:
    Frankfurter Rundschau v. 17.02.
  • HAß, Frauke (2009): Retorte nicht bloß für Reiche.
    Kommentar,
    in:
    Frankfurter Rundschau v. 17.02.
 
 
 
 
  • MÖSKEN, Anne Lena (2009): Singles auf Speed.
    Lag es an der Frisur? Am Outfit? Oder stimmte die Chemie nicht? Nancy, 23, und Thomas, 27, bei ihrem - erfolglosen - Drei-Minuten-Date. Die S-Bahn schickte rechtzeitig zum Valentinstag einen Flirt-Express durch die Stadt,
    in:
    Berliner Zeitung v. 16.02.
 
 
 
 
 
  • STAAT, Ivonne (2009): Von der Liebe am Ende der Zeit.
    Mit 85 zieht Magdalena Seifert aus dem Altersheim in Aarburg aus, um mit ihrem Geliebten zu leben. Fünf Jahre später küssen sie sich noch immer jeden Morgen beim Aufwachen,
    in:
    Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 15.02.
 
   

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Zu den News vom 07. - 14. Februar 2009

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

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