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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News vom 21.- 31. Januar 2003

 
 
     
   
Zitat des Monats:
"Wer jugendlich ist, überschreitet permanent die Grenze zwischen Berufsleben und Privatleben und damit auch das Modell der Kleinfamilie als Ort der Regeneration. Diese Jugend ist daher dem Phänomen des Outburn ausgesetzt. Niemand hält einem mehr den Rücken frei. Im Gegenteil, die Patchwork-Familie verlangt mindestens genauso viel Management wie die eigene Karriere. Beziehungen, Ehen, Familien und Freundschaften gehören längst der gleichen Innovationslogik an und bilden keineswegs mehr den lebensweltlichen Gegenpol zur Teilnahme am Markt als Person."
(Leander Scholz in: Freitag Nr.3 vom 10.01.2003)
 
 
   
  • RENNER, Kai-Hinrich (2003): Größer als das Leben.
    "Sounds" brachte Punk, Pop und Poststrukturalismus zusammen - vor 20 Jahren wurde die Zeitschrift eingestellt,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 31.01.
 
     
     
   
Zeit-Serie: Land ohne Leute (Teil 5)
 
     
   
  • SCHIMMANG, Jochen (2003): Fünfzig Gramm.
    Ostfriesentee, um der Linie treu zu bleiben.
    Die Niedersachsenwahl findet auch auf dem Lande statt. Ostfriesische Ansichten zum Wahlkampf und ein Dilemma,
    in: Frankfurter Rundschau v. 30.01.
 
     
   
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2003): Alien, übernehmen Sie.
    Den vom Reformstau frustrierten Subjekten verheißt die neueste Außerirdischenvariante namens Raelianer, dass der Fortschritt machbar ist,
    in: Jungle World Nr.6 v. 29.01.
    • Inhalt:
      Diedrich DIEDERICHSEN stellt u.a. den Sektenführer Chris KORDA als Gegenspieler christlicher Familienfundamentalisten vor:

                  "Sex ohne Fortpflanzung ist nach Kordas Logik nicht schön, weil Sex schön, sondern weil Fortpflanzung böse ist."
 
     
   
  • HARTMANN, Michael (2003): Und immer wieder der "Stallgeruch".
    Von einer sozialen Öffnung der gesellschaftlichen Eliten kann keine Rede sein,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.01.
 
     
   
  • SCHAAF, Julia (2003): Die fröhliche Rabenmutter.
    Spitz und schlagfertig führt Susanne Fröhlich als Moderatorin jeden Chauvi vor. Ihr neues Buch gilt Frauen: Warum machen sie aus dem Kinderhaben einen Wettkampf?,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.01.
 
   
  • MÜNCHHAUSEN, Anna von (2003): War A sagt, muß nicht B sagen.
    Immer mehr jungen Menschen fehlt der Mut zum zweiten Kind. Das belegt eine neue Studie. Der Grund: Die Mütter fühlen sich nicht genug unterstützt,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.01.
 
   
  • SCHUPELIUS, Gunnar (2003): War die Ehe in den fünfziger Jahren aufregender als heute?
    Eine neue Kinsey-Studie behauptet, die sexuelle Revolution habe zu Beziehungen geführt, in denen Erotik eine untergeordnete Rolle spielt. Auch deutsche Forscher beobachten einen Trend weg vom Sex,
    in: Welt am Sonntag v. 26.01.
    • Kommentar:
      Der Artikel von SCHUPELIUS ist ein typisches Beispiel dafür, dass die Thesen aus dem Essay zu Michel HOUELLEBECQ als neue Leitfigur der Debatte um die sexuelle Revolution weiterhin zutreffend sind.

                  Die Rückschlüsse, die hier gezogen werden, müssen im Lichte der neuen bevölkerungspolitischen Debatte gesehen werden. Der Autor legt nahe, dass "guter Sex" erstens ehelicher Sex sein soll und zweitens zu Kinderreichtum führen muss:
                  "Keine Zeit für guten Sex? Einen solchen Mangel konnten sich junge Paare in den 50er-Jahren noch gar nicht vorstellen. Sie erlebten die Ehe als neue Freiheit, in der sie tun und lassen konnten, was sie vorher nicht durften. Ansprüche an perfekten Sex gab es nicht. »Bis wir 1958 heirateten«, erinnert sich Hilde M. aus Hannover, »waren mein Mann und ich nur selten allein. Wir wohnten bei den Eltern. Als wir dann endlich eine eigene Bleibe hatten, war die neue Intimität wie ein Geschenk des Himmels, das wir fleißig genutzt haben.« Mit Erfolg: Das Paar ist heute noch verheiratet, hat vier Kinder und zehn Enkelkinder. Und sie heirateten früh: Er war 26, sie 23 Jahre alt."
 
   
  • ZIMMERMANN, Horst (2003): Viel zuwenig Wachstumspolitik.
    So wie bisher kann es mit Deutschland nicht weitergehen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.01.
    • Kommentar:
      Der Finanzwissenschaftler ZIMMERMANN verachtet einerseits den Wähler und sähe andererseits den Bürger wie BARING gerne auf den Barrikaden.
      Diese Schizophrenie ergibt sich aus seinem elitistisch-etatistischen Politikverständnis.

                  Seine zentrale These lautet, dass Wachstums- und Verteilungspolitik zwei gegensätzliche, unvereinbare Politiken erfordern. Während erstere die Konsequenz der parlamentarischen Demokratie ist, wird letztere nur von den Nebenregierungen Bundesbank bzw. Europäische Zentralbank und Bundesverfassungsgericht verteidigt. Diese neoliberale These vom wachstumshemmenden Sozialstaat begründet ZIMMERMANN aus den unterschiedlichen Merkmalen der beiden Politikfelder. Die Unterscheidbarkeit resultiert dabei auf einer vorab vorgenommenen Einschränkung des Gegenstandes "Verteilungspolitik":
                  "Aus dem weiten Feld der Verteilungsziele (interpersonale Verteilung, intertemporale Verteilung, interregionale Verteilung) sind hier die handfesten Varianten der interpersonalen Umverteilung gemeint, die einer gut umschriebenen Gruppe einen nachweisbaren, meist finanziellen Vorteil zukommen lassen, sei es eine Umverteilung von Reich zu Arm, von Kinderlos zu Kinderreich oder von Jung zu Alt."
                  In diesem Sinne sind kurzfristige, ergebnisorientierte Verteilungsziele wahlentscheidender als langfristige, prozeßorientierte Wachstumsziele, die jedoch gemäß neoliberaler Prämisse letztlich gesellschaftlich wertvoller sind.
                  Um den Wachstumszielen die notwendige politische Attraktivität zu verleihen, sieht der Finanzwissenschaftler zwei wesentliche Druckmittel:
      1) Erhöhung des Problemdrucks. Zu dieser Strategie hat Jedediah PURDY
      (Berliner Republik November/Dezember 2002) ausführlich Stellung genommen:

                  "Für die Theoretiker des Washington-Konsens war die Politik der Feind, weil sie der Ort war, an dem sich so antireformerische Haltungen wie die Angst vor der Veränderung und die Anhänglichkeit an bestehende Verhältnisse Ausdruck verschaffen konnten. Williamson schlug sogar vor, Wirtschaftskrisen mit Absicht herbeizuführen, um die Ketten der Politik zu sprengen: »Sollte es sich tatsächlich als schwierig herausstellen, Beispiele dafür zu finden, dass die umfangreichen politischen Reformen, die für eine offene Markt- und Wettbewerbsgesellschaft nötig sind, zustande kommen, ohne das ihnen eine tiefe Krise vorausgeht, dann wäre darüber nachzudenken, ob solch eine Krise nicht mit Absicht herbeigeführt werden sollte, um den politischen Reformstau aufzulösen« Aus dieser Perspektive ist Politik dann nur noch in dem Maße von Interesse, wie sie der Durchsetzung der ökonomischen Logik im Wege steht."
                  2) Fokussierung auf den internationalen Vergleich der Wachstumsraten, speziell mit den USA. Die Einsichtigkeit der Argumentation von ZIMMERMANN ist jedoch nur auf den ersten Blick gegeben. Nimmt man zum Beispiel die "Nebenregierung" Bundesverfassungsgericht, so wird schnell deutlich, dass hier längst die Verteilungspolitik Einzug gehalten hat.
                  Der Verteilungskampf zwischen Familien und Singles wird gerade hier zugunsten der Familien entschieden. Der Familienbund der Katholiken sieht deswegen im Bundesverfassungsgericht den wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen Singles.
                  Vom Standpunkt eines elitistisch-etatistischen Politikverständnis würde diese Verteilungspolitik als notwendige Korrektur der parlamentarisch-demokratischen Deformation gerechtfertigt.    
 
   
  • STEINFELD, Thomas (2003): Epoche: Neuer Luftgitarrismus.
    Weine! Lass es raus! Das Melodram ist von der Literatur zur Oper zum Film zur Popmusik und wieder zurück zur Literatur gewandet. Über die Rückkehr des Epischen und das Schmelzen der getrösteten Frösche, 
    in: Süddeutsche Zeitung v. 25.01.
 
   
Zeit-Serie: Land ohne Leute (Teil 4)
 
     
   
  • Thema: 10 Jahre Spaßgesellschaft
     
    • BRÄUNLEIN, Jürgen (2003): Wie hieß der noch gleich?
      Spassgesellschaft. Vor zehn Jahren wurde sie erfunden. Ein Nachruf.
      Ausgerechnet ein Sportjournalist landete den verbalen Treffer. Aber das, was sein Wort beschreiben will, hat es gar nicht gegeben. Schade,
      in: Rheinischer Merkur Nr.4 v. 23.01.
    • THOMANN, Jörg (2003): Abrechnung in Kostheim.
      Es begann beim Fußball: Die "Spaßgesellschaft" wird zehn Jahre alt - und ihre Medienkarriere geht zu Ende,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.01.
      • Kommentar:
        THOMANN ist der Mediengeschichte des Begriffs "Spaßgesellschaft" empirisch nachgegangen und untermauert damit nur das, was bereits bei Single-dasein.de im Oktober 2001 zu lesen war.

                    THOMANN hat die Archive der Neue-Mitte-Presse durchgesehen und eine Hitliste der Spaßgesellschaft von 1995 - 2002 erstellt.
                    Das Epizentrum der Spaßkritik ist demnach das Jahr 2001 und hier die Zeitung "Welt" (235 Nennungen). Auf Platz 2 liegt die FAZ (146) vor SZ (116), FR (101), Tagesspiegel (99). Erst dann folgt die TAZ (86), also die Wiege des Begriffs. Das Kind der TAZ hat also gewaltig Karriere gemacht.
                    Die Spaßgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass sie bei jenen, die den Begriff benutzt haben, verhasst war.
                    Die Verteidiger der Spaßgesellschaft waren also eine Minderheit, die im Jahr 2002 jedoch unerwartet Verstärkung vom MERKUR bekam. Dieses elitäre Zentralorgan der Neuen Mitte fehlt jedoch in der Hitliste von THOMANN, was die Grenze einer rein quantitativen Analyse aufzeigt.
                    THOMANN listet zwar den Bedeutungsumfang des Begriffs auf, in dem sich solche kritisierten Phänomene wie Hedonismus, Love Parade, Popliteratur, Generation Golf, Single-Dasein und Kinderlosigkeit finden, den Bedeutungsverschiebungen und den dahinter stehenden Interessen der Debattenteilnehmer kommt THOMANN damit jedoch nicht auf die Spur.
                    Sinn der Sache ist ja auch etwas ganz anderes. Die krisengeschüttelte FAZ versichert sich damit u.a. der Tatsache, dass sie noch zur Avantgarde gehört
        und nicht zu jenen, die nicht mitbekommen haben, dass der Begriff out ist. Nur bei der lokalen Konkurrenz der Frankfurter Rundschau  hat die Begriffsnennung erst im Jahr 2002 den Höhepunkt erreicht. Wenn der Begriff bereits in die Regionalzeitungen abgesunken ist, dann wird es Zeit für eine neue Begriffsschöpfung für die angebrochene Sparmoderne.
 
   
  • ROSENFELDER, Andreas (2003): Ist er nicht rührend?
    Im Männermagazin: Eine Tagung in Tutzing zu Michel Houellebecqs neuer Weltordnung,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.01.
    • Kommentar:
      ROSENFELDER war wie Oliver FUCHS in Tutzing. Er referiert u.a. den Beitrag von Christian JÄGER, der anhand seiner Schallplattensammlung nachwies,

                  "daß Houellebecqs sechziger Jahre eine Erfindung der achtziger Jahre darstellen. Denn der Haß auf die Hippiekultur wurzelt in genau jener kühlen Neonaufklärung, welche vor rund zwanzig Jahren in der Punkmusik ihre Stimme fand.
                  Letztlich halten Houellebecqs Texte für Jäger genau jene Sehnsucht nach Nestwärme fest, welche die frustrierten Söhne dort an den Hippiekommunen ihrer Eltern verachten."
                  JÄGER beschreibt damit HOUELLEBECQ als hybriden PUPPIE.
 
   
  • FLD (2003): Sex im Schatten des schnellen Brüters.
    Die Band "Fehlfarben startet ihre Tournee in der Gesamtschule,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.01.
    • Inhalt:
      Zum Tourstart der Band "Fehlfarben" schreibt der Autor:

                  "Der blutarme Dandy Peter Hein, der mit verschlepptem Zittergesang und verklemmtem Stehtanz einen eindrucksvollen Auftritt hinlegt, kennt vor fast jedem Song die zugehörige Jahreszahl. Und die kalten Schauder aus Thomas Schwebels Krachgitarre rocken zwar wie am ersten Tag, doch erst das Nebeneinander ältester und jüngster Lieder zeigt, daß die »Fehlfarben« mehr vorlegen als ein bloßes Revival. So steht »Die Internationale«, ein bitterer Kommentar zum Jahr 2002, unmittelbar vor der kalten Kriegslyrik des Stückes »Apokalypse« von 1979. Und der zeitlose Antischlager »Ein Jahr (Es geht voran)« läuft für ein paar Takte als enttäuschtes Klangzitat im neuen Stück »Sieh nie nach vorn« mit".
 
   
  • SCHÄFER, Frank (2003): Leben und Leiden am Rand.
    Anmerkungen zur Beziehung zwischen Pop und Provinz,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.01.
 
   
  • JACOBI, Robert (2003): Nach uns die Flut.
    Zu viele Rentner, zu wenig Arbeit, düstere Perspektiven:
    Armes Deutschland (III) - Die Last der späten Geburt: "Die junge Generation muss sich zusammentun und laut werden". Begegnung mit vier jungen Menschen und ihren Lebensentwürfen in schwerer Zeit,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 22.01.
    • Kommentar:
      Robert JACOBI hat sich an den Begriff "Quarterlife Crisis" vom Sommer 2002 erinnert und wärmt ihn im Zeichen der Jobkrise erneut auf.

                  Dazu die unvermeidliche Prise Meinhard MIEGEL und fertig ist der Generationen-Golf-Cocktail "Tristesse Royale".
                   Im Vergleich zum August 2002 hat sich die Stimmung von JACOBI drastisch verschlechtert. Versuchte er es damals mit selbstgefälligen Durchhalteparolen, so hofft JACOBI nun auf einen Ruck, der durch seine Generation geht, aber so recht glaubt er nicht daran, sondern lässt MIEGEL sprechen:
                  "Unter jungen Menschen kursieren längst Prognosen, die auch Ökonomen wie Meinhard Miegel nicht für abwegig halten: Die Nachkriegsgeneration wird ihre kurzsichtig konzipierten Sozialsysteme mit ins Grab nehmen. Nach uns die Flut. Die Arbeitswelt wird sich komplett verändern: Rundum abgesicherte Arbeitsverhältnisse mit Vollzeitvertrag lohnen sich nicht mehr und verschwinden. Jeder macht mehrere Jobs gleichzeitig und bildet sich zwischendurch weiter. Vorsorge wird privat organisiert, wie fast alles andere auch. Der Staat darf abtreten, seine Rolle auf der öffentlichen Bühne ist zu teuer. »Es gibt noch einen Ausweg«, sagt Miegel, selbst 63 Jahre alt: »Die junge Generation muss sich zusammentun und laut werden, damit das Land wirklich merkt, was da passiert«".
 
   
  • SCHÄFER, Frank (2003): Bloß weg hier!
    Heute Übach-Palenberg, morgen die ganze Welt. Zwei neue Bücher verhandeln die eigentümliche Beziehung zwischen Pop und Provinz,
    in: Jungle World Nr.5 v. 22.01.
 
   
  • HETTCHE, Thomas (2003): Die neue Keuschheit der Pornographie.
    Befreite Körper: Warum die Literatur der sexuellen Erregung an ihrem mutmaßlichem Ende angekommen ist,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.01.
    • Inhalt:
      Thomas HETTCHE sieht zwischen HOUELLEBECQs Thesen zum sexuellen Kapitalismus und BOURDIEUs Habitustheorie einen Zusammenhang:

                  "Houellebecq entwickelt analog zu Bourdieu in seinem Roman so etwas wie die Vorstellung eines sexuellen Kapitals, das wie soziales, kulturelles und ökonomisches Kapital gerade im Zeitalter des globalen Liberalismus zu besonders ungebremster Akkumulation neigt."
                  Auf den Spuren von Dieter WELLERSHOFF behauptet HETTCHE:
                  "Nicht zuletzt Houellebecqs Bücher selbst können (...) als Indiz dafür gelten, daß wir unter der Zurichtung der Sexualität und der Omnipräsenz der Bilder, die jene gleichermaßen zeitigt wie erzeugt, gerade das Ende der erregenden Literatur miterleben, die einst den Siegeszug des Romans erst ermöglichte."
 
   
  • FUCHS, Oliver (2003): Polit-Pulp-Fiction.
    Eine Tagung in Tutzing untersucht das Faszinosum Houellebecq,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 21.01.
    • Inhalt:
      Oliver FUCHS berichtet von der Tutzinger Tagung über das Phänomen Houellebecq. Die Tutzinger Pornografie-Debatte fasst FUCHS folgendermaßen zusammen:

                  "Der Pornograf sei im Grunde ein Melodramatiker, sein oft unbeholfener Stil das literarische Äquivalent zu den zitternden Geigen des Hollywood- Schmachtkinos".
                  Katja DIEFENBACH, eine Dozentin an der Universität der Künste in Berlin hält HOUELLEBECQ für einen politischen pulp fiction-Autor, ein »Reaktionär, der vom Pop gelernt hat«, dem es aber an Disziplin mangelt und der wohl aus Schusseligkeit die falschen Bücher liest".
 
     
 
   

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