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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 08. - 11. März 2005

 
 
     
     
     
 
   
Zitat des Monats:
"Typisch für Wochenendpendler ist das »Sonntagsgefühl«. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die erste Hälfte des klassisch »letzten gemeinsamen Tages« vor der routinemäßigen Trennung besonders harmonisch gestaltet werden soll. Zugleich aber ist die zweite Hälfte des Tages bereits eingetrübt von der bevorstehenden Trennung - und kann somit auch nicht mehr unbeschwert erlebt werden. Dabei handelt es sich um eine vorweggenommene (prospektive) Trauer. (...). Die mögliche Unbeschwertheit der gemeinsamen Zeit ist dann vorbei, obwohl vielleicht die Abreise erst gegen Abend geplant ist. (...). Mit dieser Anforderung muss das Fern-Beziehungspaar umzugehen lernen bzw. einen eigenen Weg finden".
(aus: Peter Wendl "Gelingende Fern-Beziehung. Entfernt - zusammen - wachsen", 2005, S.40f.)
 
 
 
  • KURTZ, Stanley (2005): Demographie und Krieg der Kulturen.
    Werden die Uhren der Moderne zurückgedreht? Der weltweite Bevölkerungsrückgang könnte zu einer Renaissance des Konservatismus führen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 11.03.
    • Kommentar:
      Die FAZ druckt eine zusammen gekürzte Buchbesprechung aus der Policy Review vom Februar/März 2005 nach, was jedoch nicht erwähnt wird.
 
  • MAYER, Susanne (2005): Familienkrach:
    Kinderlose Akademiker: eine Analyse,
    in: Die ZEIT Nr.11 v. 10.03.
    • Kommentar:
      "
      Managerinnen sind zu 60 Prozent kinderlos, Professorinnen zu 80 Prozent.
      Wohin das führt? Kann man sich leicht klarmachen. Wenn die Zeitungen in diesen Tagen die strahlenden Abiturienten abbilden – durchzählen, eins, zwei, eins, zwei: Jeder Zweite der jungen Leute wird wohl kinderlos bleiben. Nicht, weil es ihnen an Mut fehle. Versagt haben ihre Eltern, Politiker, die Eliten. Zum Beispiel jene, die unsere Jungakademiker zum Semester empfangen werden, Professoren aller Couleur, meist jedoch eines Geschlechts, die so gerne sozialkritische Diskurse pflegen, aber den einen verpasst haben. Den um Nachwuchs
      ", behauptet Susanne MAYER.
            
        Journalisten setzen am liebsten auf die Analyse, empirische Probleme werden deshalb politisch korrekt ausgeblendet.
            
        Über die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen wird zurzeit viel geredet, aber eine Debatte über das Problem der Erfassung von Akademikerkinderlosigkeit fehlt bislang.
            
        Wenn MAYER nahe legt, dass jede zweite Abiturientin kinderlos bleiben wird, dann ist das sozialpolitische Demagogie.
            
        Christian SCHMITT hat anhand von Lebensverlaufsdaten (normalerweise werden von Bevölkerungswissenschaftler gerne wenig aussagekräftige Haushaltszahlen benutzt) belegt, dass weniger als 30 % der Akademikerinnen kinderlosen bleiben werden.
            
        Aber nicht jede Abiturientin wird auch Akademikerin, d.h. die Kinderlosigkeit von Abiturientinnen wird noch geringer sein.
            
        Die ZEIT veröffentlich heute auch jede Menge Leserbriefe zu Bernd ULRICH, Stephan LEBERT und die Akademikerkinderlosigkeit.  
 
  • CLAUSNITZER, Beate (2005): Der Kapitalismus frisst seine Kinder.
    Was ist weiblich?
    Warum die Logik der Arbeitswelt die Familien zerstört,
    in: Die ZEIT Nr.11 v. 10.03.
    • Inhalt:
      "
      Frauen gelten als gleichberechtigt – um den Preis der Mutterschaft, also gerade des Merkmals, das sie von Männern unterscheidet und das einmal von »statusprägendem Charakter« für sie war. Man könnte darin ein erschreckendes Indiz für einen Verlust sehen, der viel mehr bedeutet als nur ein demografisches Problem.
      Der Geburtenrückgang ist die Quittung für ein hoch industrialisiertes Arbeits- (und Bildungs)system und Ausdruck seiner Werte. Wir arbeiten, um kalkulierbar einen direkten materiellen Gewinn im Hier und Jetzt zu erzielen. Wert hat, was »sich rechnet«. Dieser Materialismus steht im Gegensatz zu dem, was Kinder bedeuten: eine unsichere Investition in eine Zukunft, die man selbst nicht mehr erleben wird, auf die man nur vertrauen kann
      ", meint CLAUSNITZER.
 
  • ASSHEUER, Thomas (2005): In den Stahlgewittern des Kapitalismus.
    Kulturelle Eliten.
    Zwischen Melancholie und Tragik – wie kulturelle Eliten auf die wirtschaftliche Dauerkrise reagieren. Eine kleine Typenlehre,
    in: Die ZEIT Nr.11 v. 10.03.
    • Kommentar:
      Thomas ASSHEUER hat für die Gegenwart zwei polare Weltsichten identifiziert:

            
        "Wenn nicht alles täuscht, dann zeichnen sich derzeit zwei Weltsichten ab, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Angesichts einer schicksalhaften Ökonomie werden die einen zu Melancholikern – und die anderen zu Tragikern. Die einen pflegen eine Rhetorik der Sorge und die anderen eine Rhetorik der Härte."
            
        ASSHEUER beschreibt ausführlich den Heroismus der Anpassung unserer neuen Werteelite, die im darwinistischen Überlebenskampf das wahre Leben erblickt, und deshalb den Massen der Sozialstaatsabhängigen das Geschenk der Freisetzung aus der staatlichen Hängematte macht. Existentialismus statt Spaß für den Normalbürger:
            
        "Während der Melancholiker noch mit erhabener Trauer die Verluste bilanziert, entschließt sich sein Gegenspieler zur tragischen Flucht nach vorn und akzeptiert die Welt so, wie sie ist. (...). Heroismus der Anpassung – so lautet die Antwort des Tragikers auf den Kapitalismus als Schicksal.
      Was daraus folgt, liegt auf der Hand. (...) In seinen Augen ist der brutale Veränderungsdruck (...) sehr zu begrüßen. Er bringt den existenziellen Ernst ins Leben zurück. Er macht Schluss mit der Spaßgesellschaft, Schluss mit Hedonismus und postmoderner Oberflächlichkeit. Kurzum, der Tragiker feiert den ökonomischen Ernstfall, weil er den letzten Funken linker Utopie auslöscht und den Schaumteppich zerstört, den der Sozialstaat über die »natürliche Härte« des Daseins gelegt hat.
      Auch Verteilungskämpfe, die auf dem schmalen Grat zwischen Wirtschaft und Gesellschaft entstehen, sind nichts, was der Tragiker ernsthaft beklagen würde, im Gegenteil. Beinharte Konflikte (...) sind für ihn heilsam und notwendig, (...). So verspürt der Tragiker Genugtuung darüber, dass die fetten Jahre vorbei sind und die alte »Bundesrepublik« zu Grabe getragen wird (...) und bei der Verwaltung des Daseins das Wichtigste vergessen habe: das »Leben« selbst.
      (...). In dem Maß, wie der Wohlfahrtsstaat bröckelt, kommt für den Tragiker sogar ein »antikes« Moment ans Licht – gleichsam das Konflikthafte des Lebens selbst, das zeitlose Muster von Triumph und Niederlage, Gewinn und Verlust.
      "
 
  • SCHWITALLA, Thomas (2005): Auch die Väter leiden.
    Scheidung. Treffen Trennungen nur Frauen und Kinder? Neue Studien korrigieren ein schiefes Bild.
    in: Rheinischer Merkur Nr.10 v. 10.03.
    • Kommentar:
      Der anschwellende Antifeminismus erhofft sich durch den allgemeinen bevölkerungspolitischen Kurs Rückenwind für eine väterfreundliche Scheidungsreform.

            
        Für Gerhard AMENDT ist das gegenwärtige Scheidungsrecht bevölkerungspolitisch bedenklich:
            
        "Bei dem vorherrschenden Klischee von Männern als Tätern und Unholden überlegen sich viele junge Männer, ob sie überhaupt heiraten und eine Familie gründen sollen. Die Männer wissen nicht, was auf sie zukommt, wenn es zur Scheidung kommt. Die Wahrscheinlichkeit, die Kinder dann zu verlieren, schreckt viele ab. Man kann nicht auf der einen Seite eine Politik für die Familie machen, aber auf der anderen Seite ständig den männlichen Teil der Familie herabwürdigen. Einzelkritik ist sinnvoll, aber die weit verbreitete kollektive Entwürdigung von Vätern vergiftet die Gesellschaft."
 
 
  • OBERLÄNDER, Jan (2005): Das Ich-Mobil.
    Ein Funktionstest,
    in: Tagesspiegel v. 10.03.
    • Kommentar:
      "Wenn weniger Kinder geboren werden, sinkt das zukünftige Arbeitskräftepotential. Darin wird häufig ein großes Problem gesehen. Es ist eher ein Beispiel für die Chancen der demographischen Entwicklung: Wir haben heute und für die absehbare Zukunft wahrlich andere Sorgen als einen Mangel an Arbeitsplätzen. Es ist paradox, wenn einerseits (...) über »Freisetzung« von Arbeitskräften durch eine zunehmende Rationalisierung geklagt wird, in der bevölkerungspolitischen Diskussion dagegen das rückläufige Arbeitskräftepotential des Jahres 2000 als Katastrophe verbucht wird", schreiben
      Wolf-Reiner LEENEN &
      Albrecht MÜLLER in ihrem - von Frank SCHIRRMACHER gebrandmarkten Artikel - Babys - der Rente wegen? Die bevölkerungspolitische Debatte wird falsch geführt in der ZEIT vom 09. 02.1979.
            
        Angesichts der neuen Klassengesellschaft, die mit den Hartz-Reformen von Tag zu Tag ihre Konturen gewinnt, waren LEENEN & MÜLLER offenbar in ihrer Prognose für die Jahrtausendwende keineswegs so falsch gelegen wie das SCHIRRMACHER gerne hätte.
            
        Trotz Geburtenrückgang haben wir ein Heer von Arbeitslosen. Wir haben also auch - anders als gedacht - einen Mangel an Arbeitsplätzen, wenngleich ein rückläufiges Arbeitskräftepotential zur Zeit wahrlich nicht unser Problem ist.
            
        New Economy-Boom und Jobkrise zeigen jedoch, dass sich innerhalb weniger Jahre die wirtschaftliche Situation radikal ändern kann - unabhängig von demografischen Einflüssen.
            
        Geburtenentwicklung und ökonomische Entwicklung sind in ihrem Verlauf weit weniger von einander abhängig als der demografische Alarmismus behauptet.
      (der von NAWROCKI angekündigte Bevölkerungsrückgang von 5,3 - 8,3 Millionen Einwohnern bis zur Jahrtausendwende ist dagegen ausgeblieben, von SCHIRRMACHER anscheinend unter den "ganz wenigen Prognosefehlern" verbucht, quasi Peanuts!)
      .
            
        OBERLÄNDER stellt deshalb einen "rollenden Mülleimer" vor, der zur neuen Behausung unserer mobilitätsbereiten Ich-Niedriglöhner werden könnte:
            
        "Ausgehend von der These, dass die Form des Equipments die Lebensumstände seiner Benutzer widerspiegelt, hat Baumann im Rahmen seines Projekts »Instant Housing« so genannte fahrbare Wohnbehälter (WBF) entwickelt.
      Diese wirken auf den ersten Blick, ungern schreibt man es, wie glänzende Mülltonnen, komplett mit Deckel, Griff und Rollen. Einmal langgelegt, auf- und ausgeklappt, erweisen sie sich jedoch als wahre Funktionalitätswunder: Vom Standardmodell »WBF 240 S« (mit ausziehbarer, gepolsterter Liegefläche, Erste- Hilfe-Paket, Taschenlampe, Taschenmesser, Spiegel und Trillerpfeife) über den »WBF 240-M« (mit Moskitonetz) bis hin zum »WBF 240-Office« (mit »Baycom Worldbook II«-Laptop), passen sich die »mobilen Wohnsysteme« ganz den spezifischen, marktbedingt herabgeschraubten Bedürfnisse heutiger Berber, Werber und anderer urbaner Nomaden an."
 
  • SIRLESCHTOV, Antje (2005): An Feierabend ist nicht zu denken.
    Eine Studie über das Leben im Jahre 2050 – wenn 70-Jährige morgens zur Arbeit fahren müssen,
    in: Tagesspiegel v. 10.03.
    • Kommentar:
      1968 machte sich das Intellektuellenmagazin Kursbuch und die Jugendzeitschrift Bravo Gedanken über unsere Gegenwart, FELDMANN hat das nun verglichen.

            
        Bevölkerungspolitisch gesehen waren die Zukunftsentwürfe ein Flop, obwohl der Zeitrahmen nicht einmal  40 Jahre beträgt.
            
        Unsere Politiker dagegen kennen kein Pardon. Sie wissen bereits heute was uns 2050 erwartet, z.B.
      Ullrich PFEIFFER und Thilo SARRAZIN. Sie haben im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung die Studie »Staatshaushalt, Wachstum, Demographie« verfasst.

            
        Jede Generation muss mit den Irrtümern ihrer Vorgängergeneration leben, da hilft auch die beste Studie nichts!
 
 
 
 
  • SIMONE, Jung (2005): Allein in der City,
    in: 37 Grad. Sendung des ZDF  v. 08.03.
    • Kommentar:
      In der ZDF-Sendung geht es schwerpunktmäßig um Einsamkeit, Alleinleben und Partnersuche.

            
        Die Website geht jedoch über die thematisch bedingte Einseitigkeit hinaus.
            
        Immerhin hat man dort single-generation.de zur Kenntnis genommen und setzt sich deshalb auch mit den hier aufgezeigten Defiziten der öffentlichen Single-Debatte auseinander.
            
        In Preis der Freiheit? (von Meinolf FRITZEN) wird auf Mario HENÉs Slogan "Lieber allein als gemeinsam einsam" und die Problematik der Single-Statistik eingegangen.
            
        In zwei Teilen hat single-generation.de bisher die Mythen der amtlichen Statistik und ihrer Interpreten aufgezeigt.
            
        Im ersten Teil ging es um begriffliche Uneindeutigkeiten und im zweiten Teil wurde die Verbreitung der Einpersonenhaushalte unter die Lupe genommen.
            
        Im Thema des Monats April wird - anlässlich der FAZ-Kampagne von Frank SCHIRRMACHER - die Single-Lüge als Elitenversagen thematisiert.
            
        Anders als SCHIRRMACHER und die Bevölkerungswissenschaft behauptet, ist der Geburtenrückgang keineswegs die Folge der angeblich zahlreichen lebenslang Alleinlebenden in dieser Gesellschaft, sondern das falsche Bild über das Alleinleben im mittleren Lebensalter hat den Geburtenrückgang zusätzlich befeuert.
            
        Der demografische Alarmismus und das damit einhergehende Feindbild Kinderloser wirkt auf jene Kinderlosen, die gerne Kinder hätten eher abschreckend und wer keine Kinder möchte, der lässt sich durch diese absurde Debatte auch nicht überzeugen.
            
        Keiner wird gewinnen, aber alle verlieren. Aber hier leben, nein danke ist die unausweichliche Konsequenz der grassierenden Kinderlosenfeindlichkeit dieser Gesellschaft!
 
 
  • TAZ-Thema: Mann & Frau

    • FENGLER, Susanne (2005): Ich bin die RICHTIGE Beute!
      Von der Gnade der späten Geburt oder Warum ich bisher 0,0 Kinder zur Sicherung des Standorts Deutschlands beigetragen habe,
      in: TAZ  v. 08.03.
      • Kommentar:
        Vielleicht erscheint ja demnächst mal in einem Magazin eine Titelgeschichte à la "Ich habe abgetrieben".

              
          Das Update müsste dann lauten: "Ich habe kein Kind gezeugt/geboren".
              
          Susanne FENGLER zeigt schon einmal wie so etwas aussehen könnte:
              
          "ich werde gesucht, ach, was sage ich: gejagt! Von der deutschen Wirtschaft. Den deutschen Sozialkassen. Den deutschen Parteien. Renate Schmidt im Besonderen. Aber auch von Frank Schirrmacher, der gegen den demografischen Untergang des Abendlands kämpft.
        Ich werde verfolgt, weil ich DIE RICHTIGE bin. Das größte Problem, das Deutschland derzeit hat, ist schließlich, dass nur DIE FALSCHEN noch Kinder bekommen. Hat der Jungliberale Daniel Bahr vor einiger Zeit mal gesagt. (...).
        Damit aus dem »
        Methusalem-Komplott« nicht auch noch eine Verschwörung der Armen wird, müssen endlich wir Akademikerinnen im gebärfähigen Alter ran. Die anderen Parteien sagen es nicht ganz so deutlich. Meinen aber das gleiche, wenn sie höflich auf die Statistiken verweisen, die belegen, dass 40 Prozent der deutschen Frauen mit Hochschulabschluss kinderlos bleiben (...).
        Ich fühle mich als Buhmann der Nation. (...). Ich bin 33 Jahre alt und habe bislang 0,0 Kinder zur Sicherung des Standorts Deutschland beigetragen. Selbst Hans Eichel kann bessere Bilanzen vorweisen.
        In der Frankfurter Allgemeinen rechnet mir der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg Tag für Tag vor, dass die Deutschen spätestens im Jahr 2090 ausgestorben sein werden, wenn ich nicht bald etwas unternehme. Die Zeit (Anmerkung: stand auch in der FAZ unter der Schlagzeile "Wunschkind.de") plädiert für einen Paradigmenwechsel im Biologieunterricht: Anstatt den Teenies beizubringen, wie man unerwünschten Nachwuchs vermeidet, sollte man ihnen künftig klar machen, welch kurze Zeitspanne den Frauen, den RICHTIGEN zumal, eigentlich zur Fortpflanzung zur Verfügung steht.
        "
              
          Das Outing der Männer als Nicht-Zeuger sieht dagegen etwas anders aus. Ein Vorreiter war hier Hans-Ulrich TREICHEL.
    • SCHMITT, Cosima (2005): Willig, aber unfähig.
      Bei der Hälfte der Paare, die kein Kind kriegen, liegt es am Mann. Frauen nehmen das selten hin,
      in: TAZ  v. 08.03.
    • WAGNER, Axel (2005): "So können Sie nicht Vater werden.
      Von Test zu Test schlechtere Werte: Wie es sich anfühlt, eingeschränkt zeugungsfähig zu sein,
      in: TAZ  v. 08.03.
    • WOLTERSDORF, Adrienne (2005): Jede Frau an ihrem Platz.
      Wo stehen Frauen in zwanzig Jahren? Haben sie eine neue Rolle in Beruf, Beziehung und Familie?
      in: TAZ  v. 08.03.
 
  • HOHMANN, Silke (2005): Nuala,
    in: Frankfurter Rundschau  v. 08.03.
    • Inhalt:
      HOHMANN befasst sich mit der schönen jungen Wellness welt:

            
        "Wellness ist so was wie die Befehlsform von »gut«. Der Imperativ zeichnet einen unerbittlichen Bannkreis der Überlegenheit, eine Hoheitsmeile der Herrschaft über das Selbst, die unter dem Zusatz von wohlriechenden Substanzen augenblicklich aufgeht in dunstige Selbstgefälligkeit, aus der nichts folgt. Außer, dass sich das grundlose Gutfühlen auswächst zu haarsträubenden Lifestyle-Thesen wie der von der ewigen Jugend (die einen erheblichen Bart hat) oder Fragestellungen wie »Warum wir nicht mehr älter werden«.
      Glatt gelogen, bloß steht jetzt auf jedem Leben Wellness drauf, und darum fühlt es sich haltbarer an. Genau wie das Gehen am Stock kürzlich einfach zur Sportart umdefiniert wurde. Weil die Begründung »Vorbeugen von Oberschenkelhalsbruch« wenig Lifestylefaktor hat, nennt man Nordic Walking »knieschonend«. Der Geronto-GAU ist natürlich wiederum nur mit Nachwuchs in Schach zu halten. Aber vielleicht wird ja alles wieder gut, wenn erst die Wellness weg ist.
      "
   

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Zu den News vom  04. - 07. März 2005

 
 
   
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