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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 27. - 31. März 2008

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Was wir Kinderlosen wollen

"- Eine der K-Frage angemessene, objektive Mediendebatte, ohne abgegriffene Klischees und Vorurteile zu strapazieren

- Keine heuchlerischen, politischen Brandreden zum Geburtenrückgang, während die Rahmenbedingungen fürs Kinderkriegen weiter verschlechtert werden

- Eine von Voreingenommenheiten und Verallgemeinerungen freie Analyse der Gründe von Kinderlosen, (vorerst) auf Nachwuchs zu verzichten

- Einen entspannten, toleranten Umgang mit Kinderlosen, ohne weiterhin gesellschaftlichen Druck zu erzeugen

- Einen grundsätzlichen Verzicht auf spekulativ-willkürliche Hochrechnungen mitsamt den daraus resultierenden Forderungen, Kinderlose müssten in finanzieller Hinsicht bestraft werden

- Eine neue Aufgabenverteilung zwischen Männern und Frauen, wenn es um Kinder, Karriere und Küchenarbeit geht

- Ein besseres Klima zwischen Kinderlosen und Kinderhabern, das von gegenseitigem Verständnis und Interesse geprägt ist statt von Geringschätzung oder Generalisierungen"
(aus: Günter Keil & Gisela Bruschek "Generation Kinderlos", 2008, S.136)

 
       
       
   
  • Erneute Kontroverse um die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen

    • HUFNAGEL, Rainer (2008): Kinderwunsch und Partnerwahl in Deutschland,
      in: Hauswirtschaft und Wissenschaft, Heft 1, März
      • Exklusiv-Story von single-dasein.de:
        HUFNAGEL kommt aufgrund der Auswertung der Mikrozensen 1996 - 2002 zum Ergebnis, dass Akademikerinnen seit Mitte der 90er Jahre mehr Kinder bekommen als schlechter gebildete Frauen.

                    Noch im Bundestagswahlkampf 2005 wurde bekanntlich das Elterngeld damit begründet, dass 40 % der Akademikerinnen lebenslang kinderlos bleiben würden. Dieser Prozentsatz ergab sich jedoch nur deshalb, weil auch noch 40jährige und ältere Akademikerinnen erste Kinder bekommen bzw. der Begriff "Akademikerin" in diversen Studien unterschiedlich verwendet wurde.
                    Es stellt sich also die berechtigte Frage, wieso Rainer HUFNAGEL seine Ergebnisse erst im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Kinderbetreuung präsentiert und nicht bereits während der Elterngeld-Debatte.
                    Wie zudem bekannt sein sollte, lässt sich anhand des Mikrozensus gar keine Aussagen über die Zahl der eigenen Kinder machen, sondern nur über die Zahl der Kinder im Haushalt.
                    Sollte HUFNAGEL also z.B. nur die Altersgruppen der 40 - 45jährigen Frauen untersucht haben, weil Akademikerinnen ihre Kinder eher spät bekommen, so entstehen Verzerrungen bereits dadurch, dass die Kinder von schlechter gebildeten Frauen eventuell nicht mehr im Haushalt leben. Michaela KREYENFELD & Dirk KONIETZKA schreiben in ihrem Buch "Ein Leben ohne Kinder",
        "dass in Westdeutschland Mikrozensus und Bevölkerungsstatistik bis zum Alter von 39 Jahren zu sehr ähnlichen Ergebnissen kommen. Ab diesem Alter liegt die Schätzung der Kinderzahl mit Hilfe des Mikrozensus jedoch unter der der Bevölkerungsstatistik. Da die Kinder der über 39-jährigen Frauen bereits häufiger das Elternhaus verlassen haben, liefern die im Haushalt lebenden Kinder laut Mikrozensus keine hinreichende Annäherung an die tatsächliche Anzahl der Frauen. (2007, S.23)"

                    Die diversen Zusammenfassungen bleiben Informationen über diesen wichtigen Aspekt schuldig.
                    Ein anderer möglicher Grund für die Ergebnisse von HUFNAGEL könnte darin bestehen, dass normalerweise nur der Bildungsabschluss und nicht zusätzlich der ausgeübte Beruf in die Untersuchungen mit eingeht. HUFNAGEL hat offensichtlich auch den Verdienst der Paare miteinbezogen. Ein akademischer Abschluss heisst ja nicht unbedingt, dass dieser mit einem entsprechenden Gehalt verbunden ist.
                    Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass Hans BERTRAM bereits im Bericht "Starke Familie"  aus dem Jahr 2005 darauf hinwies, dass die Akademikerinnen-Kinderlosigkeit in den 70er Jahren höher war als 1995 und 2003. Dies wurde hier bereits im Jahresrückblick 2005 auf single-generation.de erwähnt.
                    Der Wissenschaftsjournalist Björn SCHWENTKER schrieb am 14.06.2006 dazu in der ZEIT:
                    "Der Soziologe Hans Bertram, der als familienpolitischer Berater bei Ursula von der Leyen derzeit ein und aus geht, beteiligt sich ebenfalls am Verwirrspiel um das Gebärverhalten deutscher Akademikerinnen. So zeigt Bertram im Bosch-Bericht Starke Familie Daten, die das gängige Bild komplett auf den Kopf stellen: Dort kann man nachlesen, dass die Kinderlosigkeit der westdeutschen Akademikerinnen schon 1971 bei 40 Prozent lag, seitdem aber gefallen ist. Was ist hier richtig? Woran soll sich eine Familienpolitik orientieren, die gerade dabei ist, viel Energie und Geld zu investieren, um auch – oder vielleicht gerade – den höher Gebildeten die Erfüllung ihrer Kinderwünsche möglich zu machen? Am Institut des Soziologieprofessors Bertram an der Berliner Humboldt-Universität war man sich selbst nach dreimaliger Nachfrage nicht sicher, mit welcher Methode die Kinderlosenzahlen in der Studie eigentlich berechnet worden waren."
                    Eine abschließende Bewertung der Befunde von HUFNAGEL ist aufgrund der genannten Unklarheiten und der Zusammenfassungen des Artikels bzw. der Meldungen in der Presse nicht möglich.
 
   
  • ADAM, Konrad (2008): Familienförderung - der ewige Widerspruch,
    in: DeutschlandRadio v. 31.03.
    • Anmerkungen:
      Singlefeind ADAM lässt wieder einmal seine üblichen Tiraden gegen Kinderlose vom Stapel. Neuerdings gibt es in dem Buch "Generation Kinderlos" von Günter KEIL & Gisela BRUSCHEK endlich eine Gegenrechnung, die man Familienfundamentalisten um die Ohren hauen kann.

                  Das kinderlose Ehepaar will sich solch  Schwadronieren nicht mehr gefallen lassen. KEIL & BRUSCHEK haben ausgerechnet, dass es für unseren Staat eine finanzielle Katastrophe wäre, wenn plötzlich 300.000 Kinderlose ihr Herz für Kinder entdecken würden.
                  Fakt ist: Hätte es in Deutschland keinen Geburtenrückgang gegeben, dann müsste ADAM heute konsequenter Weise für die Bestrafung von Eltern plädieren, die masslos Kinder in die Welt setzen. Wer das einmal erkannt hat, der muss sich von Familienfundamentalisten nicht mehr einschüchtern lassen.   
 
     
   
  • SCHMOLLACK, Simone (2008): Meins oder seins?
    Jedes fünfte bis zehnte Baby ist ein Kuckuckskind. Jetzt bekommen misstrauische Männer das Recht auf einen Gentest. Über die biologische Vaterschaft und die Folgen einer Lüge,
    in: Tagesspiegel v. 30.03.
 
     
     
     
   
  • WAGNER, Gert G. (2008): Klasse Gesellschaft.
    Der renommierte Soziologe Michael Hartmann analysiert in seinem neuen Buch solide, klug und faktenreich "Eliten und Macht in Europa",
    in: TAZ v. 29.03.
    • Anmerkungen:
      Michael HARTMANN hat mit dem Buch "Der Mythos von den Leistungseliten" als erster auf die entstehende Klassengesellschaft in Deutschland hingewiesen, indem er die zentrale Bedeutung der Herkunft für die Karrierechancen  in Toppositionen herausgearbeitet hat. Nun hat HARTMANN seine Elitestudie international vergleichend weitergeführt.
 
   
zitty-Titelgeschichte:
Was das Herz begehrt.
Feiern, flirten, glücklich werden: Was Singles in Berlin wirklich wollen
  • BRAKEBUSCH, Lydia (2008): Die Sehnsucht der Singles.
    Wir sind die, die mit euch um die Häuser ziehen, wenn euer Schatz mal keine Zeit für euch hat. Wir sind die, die nachts meistens alleine in der U-Bahn sitzen und sich in Ermangelung eines gefüllten Kühlschranks gerne Fertignudeln beim Spätkauf holen. Und wir Berliner Singles fühlen uns wohl dabei. Ab und zu...
    in: zitty Nr.7 v. 27.03.
  • zitty empfiehlt...
    Sie sind attraktiv, spannend, anspruchsvoll - sie sind Freunde und vor allem: sie sind Single!
    in: zitty Nr.7 v. 27.03.
  • BRAKEBUSCH, Lydia/KLÜN, Franziska/KALLE, Matthias/MÜLLER, Falko (2008): Der Knigge für das erste Date,
    in: zitty Nr.7 v. 27.03.
  • BRAKEBUSCH, Lydia/KLÜN, Franziska/MÜLLER, Falko (2008): Juckende Säbel und Unterhosen-Partys.
    Gibt es eigentlich gute Anmachsprüche? Nicht wirklich. Heir aber immerhin die peinlichsten Sätze, die uns bis jetzt zu Ohren gekommen sind,
    in: zitty Nr.7 v. 27.03.
  • KLÜN, Franziska (2008): Hier geht einiges.
    Der Winter ist vorbei. Zeit um raus zu gehen. Aber wohin als Berliner Single, wenn's funken und knistern soll? Ein paar Anregungen für den Frühling,
    in: zitty Nr.7 v. 27.03.
 
   

JUNGLE WORLD-Thema: Was erlauben Papst?
Katholizismus und Abtreibungsdebatte in Italien

  • MAETTEONI, Federica (2008): Katholisches Product-Placement.
    Auch ohne politische Partei verschafft sich die katholische Kirche im italienischen Wahlkampf durch ihre rigorose Haltung zur Abtreibung Einfluss. Dabei hilft ihr neuerdings die politische Bewegung der »frommen Laizisten«,
    in: Jungle World Nr.13 v. 27.03.
 
     
     
   
  • HAEMING, Anne (2008): "Was Bewohner fürchten".
    In seinem neuen Buch flaniert Alain de Botton durch die Architektur- und Geistesgeschichte. Er erzählt, was Häuser über ihre Bewohner aussagen und wie Architektur mit politischen Gesten verknüpft ist,
    in: TAZ v. 27.03.
 
     
     
     
   

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Zu den News vom   16. - 26. März 2008

 
       
   
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