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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 18. - 20. März 2011

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Das Leitbild des pädagogischen Früh-Förderstaates: Ressourcentheoretische Perspektive und Umsetzungsgefahren im konservativen Wohlfahrtsstaat à la Deutschland

"Betrachtet man das Leitbild des pädagogischen Früh-Förderstaates aus einer ressourcentheoretischen Perspektive, so haben Kindertagesstätten dort eine mehrfache Funktion: Einerseits vermitteln Sie den Kindern Bildung und Fähigkeiten. Dabei ist die Qualität der Betreuungsangebote von entscheidender Bedeutung (...). Des Weiteren stellen sie Einrichtungen dar, die den Eltern die Ressource Zeit zur Verfügung stellen. Diese Zur-Verfügung-Stellung von Ressourcen interagiert allerdings auch mit den ökonomischen Ressourcen: Esping-Andersen weist darauf hin, das gerade der egalisierende Effekt nur dann erreicht werden kann, wenn die Betreuungs- und Bildungsangebote möglichst viele und insbesondere auch Kinder aus »bildungsfernen« Familien erreichen (...). Andernfalls wären sie nur ein neuer Mechanismus der Stratifikation. (...). Kaum diskutiert werden in der Öffentlichkeit bisher die Auswirkungen des Besuchs von Kindertagesstätten auf die Gesundheit (...).
            Soweit es zu einer Umsetzung des Leitbildes des pädagogischen Früh-Förderstaates kommt, ist allerdings zu erwarten, dass die konkrete Ausgestaltung je nach Wohlfahrtsregime divergiert: (...). (Im konservativen Wohlfahrtsstaat) könnte man auf die Idee kommen, dass nach der Welt der Arbeit und der Schule nun die Welt der Frühpädagogik als neue Sphäre der Stratifikation entdeckt wird. In der Schule wird Stratifikation durch einen Glauben an genetische Begabung, also durch Naturalisierung, legitimiert - und zugleich produziert. Ein Transfer dieser stratifizierenden Mechanismen könnte darin bestehen, die Dreigliedrigkeit der Sekundarstufe auf Kindergarten, Vorschule und Grundschule auszudehnen."
(aus: Alban Knecht "Lebensqualität produzieren" 2010, S.277ff.)

 
 
       
   

Warum ausgerechnet Städte mit geringen Geburtenzahlen in den vergangenen 15 Jahren zu den angeblich geburtenstärksten Städten avancieren können: Oder wie man mit Statistik lügt!

LOCKE, Stefan (2011): Kinder, Kinder.
Dresden ist die geburtenstärkste Stadt im Land. Ein Fotograf dokumentiert seit zwei Jahren das kleine Wunder in seiner Heimat,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.03.

 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Wochenendthema: Die Dreißigjährigen

NOHN, Corinna & Marlene WEISS (2011): Gestatten: die Fakten.
Sie haben Freunde bei Facebook, sie sparen fürs Alter, sie kochen gerne. In ihre Kindheit fielen die Katastrophe von Tschernobyl und das Ende des Kalten Krieges. Und gleichzeitig mit ihnen wurde das Internet groß. Porträt einer Generation in Zahlen und Ereignissen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.03.

Die Dreißigjährigen. Ist das eine Generation (z.B. der 27-32-Jährigen, d.h. der 1979-1984Geborenen) oder eine Lebensphase? 2003 widmete sich das Kursbuch den Dreißigjährigen. Die Generation Golf war damals in der Jobkrise. 2006 erschien das Buch Die Dreißigjährigen des Soziologen Martin DOEHLEMANN.
            Standen nicht Anfang des 20. Jahrhunderts die 25Jährigen, z.B. der Jahrgang 1902, vor den gleichen Entscheidungsproblemen wie die 30-Jährigen heute? Die Kultur der Kinderlosigkeit zeugte das Volk ohne Jugend.
            1979 schrieb Jochen SCHIMMANG den Bericht eines Dreißigjährigen zwischen Single-Dasein, Fernbeziehung und WG. Szeneviertel hießen damals noch Studentenviertel, aber die Single-Infrastruktur entwickelte sich bereits in Städten wie Berlin.
            1991 schrieb der 30-Jährige Douglas COUPLAND das Buch Generation X über die 30jährigen Sozialabsteiger mit ihren McJobs, sozusagen die Prototypen der Lebenspraktikanten aus der Generation Praktikum.
            1994 waren die 30Jährigen noch Fernsehkinder. Die Generation Doof findet sich immer entlang der diversen Medienrevolutionen, heutzutage eben der Generation Facebook als aktuellster Ausdruck für die Internet-Generation. Vor fast einem Jahr widmete die Frankfurter Konkurrenz der Generation 30 ein Spezial. Die Dreißigjährigen stehen weniger als Postadoleszenten, sondern als Generation unter medialer Dauerbeobachtung, denn in diesem Sinne sind sie die kommende Elite.

NESHITOV, Tim (2011): Der Praktikant Gottes.
Philipp gehört zu einer Generation, die als zerrissen, orientierungslos und unentschlossen gilt. Als Novize aber hat er sich entschieden: für Gott. Er zweifelt an der Tatkraft seiner Altersgenossen - und an sich selbst,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.03.

BEITZER, Hannah/CONRADI, Malte/ISCHINGER, Caroline/JAKAT, Lena/JIMENEZ, Camilo (2011): Wo soll's hingehen?
Berlin hätte man vermutet, Hamburg vielleicht oder auch Köln. Aber nein, es ist Würzburg: 130 000 Einwohner, pittoreske Lage am Main, hübsche Altstadt. Hier ist der Anteil der 27- bis 32-Jährigen der höchste in Deutschland: Exakt 10,5 Prozent sind es. Wer die Generation der 30-Jährigen kennenlernen will, der sollte also nicht Prenzlauer Berg oder Eimsbüttel besuchen, sondern einen Tag in der unterfränkischen Provinz verbringen. Man wird dort Menschen kennenlernen, die vor wichtigen Entscheidungen stehen - oder ihr Lebe gerade umgekrempelt haben,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.03.

PERKUHN, A. & C. POLLMER (2011): "Wir erben weder Geld noch Erfahrung".
Ob im Westen oder Osten geboren - in der Generation der Wende-Kinder macht es keinen Unterschied mehr. Oder etwa doch?
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.03.

CONRADI, Malte/JIMENEZ, Camilo/OBERMAIER, Frederik (2011): Endlich ich.
Der 30. Geburtstag macht vielen Angst - dabei sind Körper und Psyche dann in ihrer Blütezeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.03.

BEITZER, Hannah/NOHN, Corinna/RAHMSDORF, Inga (2011): Endlich wir.
Die Generation 30 ist bereit für die gleichberechtigte Karriere - wenn nur die Kinder nicht wären,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.03.

 
       
   

Das Online-Dating in der Debatte

MIELKE, Jahel (2011): Falsch verbunden.
Millionen von Singles suchen einen Partner im Netz. Die wenigsten Anbieter sind jedoch gut,
in: Tagesspiegel v. 19.03.

 
       
   

Joan Didion - Das Jahr des magischen Denkens

KÖHLER, Andreas (2011): Wer trauert, hat recht.
Memoiren über den Tod eines geliebten Menschen haben in den USA Konjunktur,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.03.

 
       
   

Jack Kerouac - On the Road

BROCAN, Jürgen (2011): Das Leben ist nicht genug.
Jack Kerouacs Roman «On the Road» in der Urfassung,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.03.

 
       
   

OECD-Publikation: "Renten im Blick 2011"

RIST, Manfred (2011): Mit dringlichen Reformen gegen die Altersarmut.
OECD regt längeres Arbeiten an,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.03.

Von der deutschen Öffentlichkeit bislang eher unbeachtet, aber mit hohem publizistischem Aufwand vorangetrieben, wird seit einigen Monaten europaweit das zu hohe Renteneintrittsalter gegeißelt. Strategisches Ziel ist die Erhöhung der Lebensarbeitszeit, insbesondere die Erhöhung des faktischen und gesetzlichen Renteneintrittsalters.

In einem ersten Schritt der gegenwärtigen Medienkampagne stand dabei die Veränderung des Bildes der Alten im Vordergrund. Am 17. November 2010 wurde dazu der 6. Altenbericht mit dem Thema Altersbilder in Deutschland vorgestellt. Die Vorarbeiten dazu liefen bereits mehrere Jahre.

"Der Sechste Altenbericht ist eine umfassende Aufarbeitung der in unserer Gesellschaft vorhandenen Altersbilder, ihrer Tradition und ihrer Wirkungen. Die am 17. Juli 2007 berufene, interdisziplinär zusammengesetzte Sechste Altenberichtskommission unter Leitung von Professor Andreas Kruse hatte den Auftrag, sich mit dem Thema Altersbilder in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. In Weiterentwicklung der Befunde des Fünften Altenberichts zu den Potenzialen älterer Menschen wird hier die Frage nach den vorherrschenden Altersbildern und ihrer gesellschaftlichen Wirkung aufgegriffen." (Bundestag-Drucksache 17/3815, S. IV)

Am 7. März 2011 erschien nun das Themenheft Demografischer Wandel der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APUZ). In sechs Beiträgen wird das gesamte Spektrum einer "demografiepolitischen Strategie" ausgebreitet. Obwohl in keinem einzigen der Beiträge der 6. Altenbericht erwähnt wird, werden dessen Ergebnisse implizit vorausgesetzt, denn die Altersbilder mit den dazu gehörigen Einstellungen in der Bevölkerung haben Auswirkungen auf die Akzeptanz von Demografiepolitik, wie heutzutage der unverfänglichere Begriff für Bevölkerungspolitik (also Biopolitik im Sinne von Michel FOUCAULT) ist.

"Der Sechste Altenbericht soll maßgeblich dazu beitragen, realistische und zukunftsgerichtete Altersbilder herauszuarbeiten und durch eine öffentliche Debatte in der Gesellschaft zu verankern. Die Chancen Deutschlands, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten, hängen wesentlich auch davon ab, wie es gelingt, mehr von den Fähigkeiten, Potenzialen, Stärken und Erfahrungen der älteren Generation in die Gesellschaft einzubringen. Es gilt, Altersbilder zu entwickeln, die ein realistisches und differenziertes Bild vom Alter in seinen unterschiedlichen Facetten zeichnen." (Bundestag-Drucksache 17/3815, S. IV)

In der Stellungnahme der Bundesregierung zum Altenbericht wird ausdrücklich begrüßt, dass die beteiligten Wissenschaftler die Altersbilder so differenziert haben, dass sie den Vorgaben der Politik in jeder Hinsicht entsprechen. Eine solch  politikkonforme wissenschaftliche Rechtfertigung wird von dem Sozialwissenschaftler Stephan LESSENICH scharf kritisiert. Für ihn steht hinter der "grauen Ressource" ein produktivistisches und funktionales Altersbild, das der Realität des gegenwärtigen Alters nicht entspricht.

Im Themenheft Demografischer Wandel wird dagegen das neue differenzierte Altersbild als Vorlage für politische Forderungen verstanden, die zur Bewältigung des demografischen Wandels geeignet sind.

Im Beitrag von Tilman MAYER, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie, und damit Sachwalter der bevölkerungspolitischen Hardliner, die einen nationalkonservativen Politikkurs unter Flankierung durch die Europäische Union bevorzugen, werden zwei Demografiestrategien vorgestellt:  Gestaltung und Anpassung. Bereits der Titel Demografiepolitik - gestalten oder verwalten? macht klar, dass Anpassung an den demografischen Wandel (als verwalten diffamiert) nur die drittbeste Wahl, also  nach einer Mischstrategie, darstellt. Zuerst wird als Grundlage des Beitrags ein Beschluss der Bundesregierung aus dem Jahre 2009 vorgestellt, in dem die Entwicklung einer "Demografiestrategie" auf der Agenda stand. Für MAYER heißt demografische Strategie die Beeinflussung (präferiert als  "Gestaltung")  demografischer Prozesse der Zu- und Abwanderung, der Geburtenentwicklung, der Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft bzw. eine Anpassung an diese Prozesse ("verwalten und kanalisieren").

"Demografische Strategie bedeutet politisches Handeln mit dem Ziel, demografische Prozesse a) zu beeinflussen oder zu steuern und/oder b) zu verwalten und zu kanalisieren. Über eine Strategie zu verfügen heißt also, ein Ziel zu haben, wohin man steuernd gelangen will und mitzuteilen, mit welchen Mitteln und unter welchen Umständen dies geschehen soll.

Unter demografischen Prozessen subsumiert man die Zu- und Abwanderung, die Geburtenentwicklung, die Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft." (APUZ 2011, S.12)

Eine Gestaltungstrategie müsste nach seiner Auffassung sowohl eher "periphere" Politikfelder wie Gesundheits-, Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik als auch zentrale Politikfelder wie Familien-, Frauen- und Migrationspolitik umfassen. Bevorzugt wird die Einrichtung eines Demografieministeriums, während Demografiepolitik als Querschnittsaufgabe (Anpassungsstrategie) als unzureichend angesehen wird.

Die von MAYER präferierte Gestaltungsstrategie entspricht weitgehend dem konservativen Wohlfahrtsregime (ESPING-ANDERSEN), wobei ihm die französische Variante in Bezug auf die Geburtenraten vorbildlich erscheint. Bezogen auf die Alterung der Gesellschaft würde eine Gestaltungsstrategie z.B. auf eine Rente nach Kinderzahl hinauslaufen, während die Anpassungsstrategie eine Beschäftigungspolitik bevorzugen würde, die z.B. auf die Erhöhung des Renteneintrittsalters oder umfassender auf eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit abzielt.

"Leistungsgerecht muss auch eine Alterssicherungspolitik angelegt sein. Eine Generation, die durch Nachwuchsbeschränkung das bestehende Umverteilungssystem belastet, muss generationengerecht an den Lasten beteiligt werden. In der öffentlichen Meinung stößt auf strikte Ablehnung, was systematisch richtig wäre: die Alterssicherung – auch – kinderspezifisch auszurichten. Vergleichsweise einfacher ist es dann schon, die Verlängerung der Lebenserwerbsarbeitszeit zu organisieren, so dass die viel kleinere nachwachsende Generation nicht auch noch die längere Ruhestandsphase der älteren Generation zu finanzieren hat." (APUZ 2011, S.17)

Die Anpassungsstrategie umfasst nach MAYER verschiedene beschäftigungspolitische Aspekte, die im Großen und Ganzen in Einklang mit den jetzigen OECD-Vorschlägen stehen.

"Demnach stehen folgende Punkte auf der politischen Agenda:
• die Erhöhung der Lebensarbeitszeit;
• die Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit bzw. die noch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie;
• gezielte Mütterförderung;
• Migrationspolitik, die besonders Qualifizierte anzieht;
• Alterungsprozesse der Bevölkerung zu begleiten, sowohl was die Aktivierung "junger  altersgemischte Belegschaften betrifft;
• in jeder Hinsicht das Eintreten der "Babyboomer"-Generation in sehr hohe Altersklassen vorzubereiten." (APUZ 2011, S.18)

Im Einführungsbeitrag Eine neue Kultur des Wandels von Björn SCHWENTKER & James W. VAUPEL werden die "jungen Alten" als unsere graue Ressouce eingeführt und die diversen Szenarien zur Erhöhung der Lebensarbeitszeit vorgestellt, die sich auch auch in den OECD-Vorschlägen wiederfinden.

Axel BÖRSCH-SUPAN behandelt dann Ökonomische Auswirkungen des demografischen Wandels, um die Möglichkeit der Erhöhung der Lebensarbeitszeit auszuloten. Ausgangspunkt ist die Produktivitätsreserve Alter, die eine Gestaltung (Anpassung aus Sicht von MAYER) des demografischen Wandels möglich macht.

"Leider hat sich in Deutschland eine eher pessimistische Sicht eingestellt. Der demografische Wandel wird von den meisten als Bedrohung, die gesetzliche Rente als Auslaufmodell und das deutsche Gesundheitssystem nur als Kostenfaktor gesehen. Ich halte dies für eine Fehleinschätzung. Ich sehe in unserer steigenden Lebenserwartung und der stetig besser werdenden Gesundheit eine Ressource, die eine längere Erwerbstätigkeit ohne größere Einbußen an Lebensqualität ermöglicht und das Bedrohungspotenzial des demografischen Wandels in eine große Chance für Jung und Alt wendet." (APUZ 2011, S.19)

Norbert F. SCHNEIDER & Jürgen DORBRITZ widmen sich in ihrem Beitrag Wo bleiben die Kinder? dem Geburtenrückgang. Hans Dietrich von LOEFFELHOLZ beschäftigt sich mit dem Megatrend Migration und Thomas BRYANT verzeichnet einen Fortschritt in der Debatte um Alterungs- und Todesgefahr im deutschen Demografie-Diskurs 1911 - 2011.

Das Demografie-Thema wird gegenwärtig mit Macht auf die politische Agenda gesetzt, wenngleich derzeit in der Öffentlichkeit noch andere Probleme im Vordergrund stehen. Die momentane Ruhe an der öffentlichen Demografiefront ist jedoch trügerisch, wie diese Ausführungen zeigen: Im Hintergrund werden weitere drastische Reformen vorbereitet, die viele Menschen in Deutschland massiv treffen werden und die mit dem demografischen Wandel gerechtfertigt werden.

SIEMS, Dorothea (2011): Industrieländer lassen länger arbeiten.
OECD-Studie zeigt: Später Renteneintritt ist weltweit Trend,
in: Welt v. 18.03.

SIEMS, Dorothea (2011): Freiwillig lange arbeiten,
in: Welt v. 18.03.

 
       
   

SCHNEIDER, Susanne (2011): Nett ist sie ja, aber...
viel netter als gedacht. Vor allem aber ist sie keine Angeberin, sondern eine kluge Frau. Ein Porträt unserer Familienministerin Kristina Schröder,
in: SZ-Magazin Nr.11 v. 18.03.

STRITTMACHER, Judka (2011): Nett ist sie ja, aber...
sie zieht einen nicht an: zu langweilig, zu vernünftig, zu wenig Brüche. Ein Porträt unserer Familienministerin Kristina Schröder,
in: SZ-Magazin Nr.11 v. 18.03.

 
       
   

Das Single-Dasein in Japan

WEISSMÜLLER, Laura (2011): Modell Tokio.
Großstädten gehört die Zukunft. Zugleich machen sie den Menschen im Katastrophenfall noch verletzlicher,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.03.

 
       
 

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Zu den News vom 08. - 17. März 2011

   
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