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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 08. - 10. März 2018: [08.03.] [09.03.] [10.03.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die Subventionierung der Reproduktionsmedizin als effektivstes staatliches Mittel zur Steigerung der Geburtenrate 

"19.000 Kinder kamen 2003, also vor den Einschnitten bei der Unterstützung der künstlichen Befruchtung mithilfe der Reproduktionsmedizin zur Welt. 2004 waren es noch 10.000. Seitdem wurden nach vorsichtigen Schätzungen in Deutschland rund 50.000 Kinder weniger geboren, als es ohne die Kürzung der Unterstützung der Fall gewesen wäre. (...).
Es gibt keine staatliche Leistung, bei der der Zusammenhang mit der Steigerung der Geburtenrate so evident ist wie bei der Unterstützung reproduktionsmedizinischer Behandlungen. (...).
Die künftige Bundsregierung, so sie denn zustande kommt, sieht das zu meiner Freude genauso. Dem druckfrischen Koalitionsvertrag kann man entnehmen, dass sie das Programm zur finanziellen Unterstützung von Kinderwunschpaaren, das ich 2012 ins Leben gerufen habe und das Paaren wenigstens die Hälfte der Kosten abnimmt, bundesweit ausdehnen will."

(Kristina Schröder "Kinder für die Kinderlosen", Welt v. 08.02.2018)

 
       
       
   

10.03.2018

 
       
   

Franziska Giffey in der Debatte

REINECKE, Stefan & Alke Wierth (2018): Sie ergreift die Chance.
Noch Bezirksbürgermeisterin in Neukölln - bald SPD-Familienministerin in der Großen Koalition: Der Aufstieg von Franziska Giffey ist rasant,
in:
TAZ v. 10.03.

 
       
   

Hubertus Heil in der Debatte

CREUTZBURG, Dietrich & Hendrik WIEDUWILT (2018): Viel Arbeit für Hubertus Heil.
Der Wirtschaftspolitiker soll die Rente reformieren. Die künftige Justizministerin Barley ist gut gerüstet,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.03.

CREUTZBURG & WIEDUWILT preisen Hubertus HEIL als "Mann mit wirtschaftspolitischer Erfahrung", der

"erkennbar nicht aus dem Biotop jener Sozialpolitiker kommt, die Geld verteilen wollen und wenig über das Erwirtschaften nachdenken."

CREUTZBURG & WIEDUWILT zitieren aus dem verstaubten Buch Damit Deutschland voran kommt von HEIL und Armin STEINBACH aus dem Jahr 2011, um ihn angesichts des Koalitionsvertrags an seine eigenen Aussagen zu erinnern:

"»Aufgrund des demographischen Wandels entsteht eine Nachhaltigkeitslücke, ein finanzielles Defizit der Ausgaben gegenüber den Einnahmen der staatlichen Sozialversicherung«, warnt er dort. Daher komme es darauf an, »die Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme zu verstärken, ohne zugleich den Faktor Arbeit unverhältnismäßig stark zu belasten«. Ebenso plädiert er für eine solide Finanzpolitik, die im Bundeshaushalt Spielraum für Investitionen schafft. Wie die teuren Rentenpläne damit zusammenpassen, darf er nun zeigen."

 
       
   

Die Lebensversicherer als Akteur der Altersvorsorge: Von vollmundigen Versprechungen zur Entledigung der Altlasten

KROHN, Philipp (2018): Abmahnung gegen Neue Leben,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.03.

 
       
   

Freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung in der Debatte

BRANDSTETTER, Barbara (2018): Mehr Geld im Alter.
Die Vermögensfrage: Freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung rechnen sich aktuell nicht nur für Frührentner. Auch Selbständige, Hausfrauen und -männer oder Beamte profitieren. Einzahlungen für 2017 sind noch möglich,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.03.

 
       
   

Uwe Tellkamp in der Debatte

LOCKE, Stefan (2018): Was tut man uns an?
Der Schriftsteller Tellkamp gibt den rechten Mann,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.03.

 
       
   

Die AfD-Hochburg Sachsen in der Debatte

LASCH, Hendrik (2018): Sachsen macht Lehrer wieder zu Beamten.
CDU und SPD einigen sich nach zähem Ringen auf Paket für Schulen. Linke warnt vor Zweiklassen-Kollegien,
in:
Neues Deutschland v. 10.03.

 
       
   

Dienstleistungsmetropole Berlin - Die Hauptstadt der Singles?

ZÜLCH, Tim (2018): Ärger auf dem Acker.
Berlin: Ein Besuch in Blankenburg, in dessen Umgebung ein neues Stadtquartier geplant ist,
in:
Neues Deutschland v. 10.03.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

FORSTER, Christof (2018): Alain Bersets schlauer AHV-Schachzug.
Gegengeschäfte könnten den Widerstand gegen die massive Mehrwertsteuererhöhung gedämpft haben,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 10.03.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

MALDINI, Anna (2018): Leuchtende Fünf Sterne.
Die populistische Bewegung von Beppo Grillo hat in Italien einen kometenhaften Aufstieg erfahren,
in:
Neues Deutschland v. 10.03.

SPALINGER, Andrea (2018): "Die Italiener stellen das heutige europäische Modell infrage".
Das Wahlresultat sei weniger beunruhigend, als man denken könnte, sagt die Historikerin Vera Capperucci,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 10.03.

 
       
   

09.03.2018

 
       
   

Franziska Giffey in der Debatte

GASCHKE, Susanne (2018): Eine Allrounderin, nicht aufzuhalten.
Franziska Giffey soll Familienministerin werden,
in:
Welt v. 09.03.

Susanne GASCHKE, gescheiterte Kurzzeit-Oberbürgermeisterin von Kiel, die nahtlos von der ZEIT zur Welt wechselte, preist die ostdeutsche Quotenfrau an, die zuvor Kommunalpolitikerin in Berlin-Neukölln war.

"Die Familienpolitik war ein Bereich, mit dem die Sozialdemokraten zuletzt immer punkten konnten, wenn sie sie ernst nahmen",

meint GASCHKE. Nach dem Weggang von Ursula von der LEYEN wurden mittlerweile 3 Frauen im Familienministerium verschlissen, was eher nicht gerade für die Relevanz des Ministeriums spricht. Die längste Amtszeit, die einzige, die zudem mehr als eine Legislaturperiode überdauerte, war dem ersten bundesrepublikanischen Familienminister Franz-Josef WÜRMELING beschert. Seitdem wurden 18 AmtsinhaberInnen verschlissen.

Ob die SPD die neue Ministerin genauso verheizt wie Martin SCHULZ, der ja auch am Anfang gnadenlos gehypt wurde und nun genauso schnell wieder in der Versenkung verschwunden ist, könnte man sich da fragen.  

REINECKE, Stefan (2018): Mit Gefühl und Härte.
Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln, wird Familienministerin. Eine extrem steile Karriere,
in: TAZ
v. 09.03.

Stefan REINECKE stilisiert Franziska GIFFEY zur besseren Martin SCHULZ.

"Jetzt wird sie gefeiert von der SPD, nicht nur von den Konservativen, die Giffey mögen, weil sie Buschkowsky mal ihr Vorbild genannt hat. Auch SPD-Linke setzen Hoffnungen auf sie: weiblich, aus dem Osten, unverbraucht. Der Bedarf der SPD an neuen Figuren, auf die man bei all der Trübsal etwas projizieren kann, ist noch immer groß. Auch nach Schulz, der verglühte wie eine Sternschnuppe",

meint REINECKE, der sie als "promovierte Politikwissenschaftlerin" präsentiert, während GASCHKE sie eher als studierte Verwaltungswissenschaftlerin vorstellt. Gemäß ihrer eigenen Homepage verfasste sie 2005 - 2009 eine Dissertation zum Thema: Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft. Die Dissertation kann (noch?) öffentlich abgerufen werden und dürfte nun Plagiatsjäger auf den Plan rufen. Zweitgutachter war der prominente Stadtsoziologe Hartmut HÄUßERMANN, was daran liegen dürfte, weil GIFFEY im Kapital 4 den Härtefall Berlin-Neukölln behandelt. Von 2002 bis 2010 war sie Europabeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln. Ihre politische Tätigkeit war sicherlich hilfreich bei der Promotion, was für ihr pragmatisches Vorgehen spricht. Für Plagiatsjäger dürfte bei dieser Art von Arbeit wenig Aussicht auf Erfolg bestehen, was natürlich niemand davon abhalten dürfte.

CREUTZBURG, Dietrich (2018): Ostdeutsch, klare Kante.
Menschen & Wirtschaft: Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln steht ein steiler Aufstieg bevor: Sie soll für die SPD ein Ministeramt übernehmen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.03.

Dietrich CREUTZBURG sieht Franziska GIFFEY aufgrund ihrer Praxiserfahrung für das Arbeitsministerium geeignet:

"Einer der Einwände gegen einen direkten Aufstieg Giffeys ins Arbeitsministerium lautete, dass das Ressort mit einem Etat von 130 Milliarden Euro doch eine Nummer zu groß sei für eine Bezirksbürgermeisterin. Dagegen steht nicht zuletzt, dass Neukölln mit 330.Einwohnern durchaus schon das Format einer Großstadt hat. Von den 330.000 hat fast die Hälfte einen ausländischen Pass oder ausländische Wurzeln. Zugleich lebt mehr als ein Fünftel der Einwohner Neuköllns von Hartz IV.
Eine Ministerin mit direkter Erfahrung aus der kommunalen Wirklichkeit hätte wohl manche Idee, wie der Fürsorgestaat das Ziel »Hilfe zur Selbsthilfe« besser erreicht."

 
       
   

Die Publikation Integrierte Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in den Medien: Oder wie die Welt Fake-News produziert! 

ECKERT, Daniel (2018): Der kommunale Schuldenschock.
Deutschlands Städte und Kreise stehen tiefer in der Kreide als bisher bekannt. Mancherorts sind es mehr als 15.000 Euro pro Einwohner,
in: Welt
v. 09.03.

"Die wahren kommunalen Verbindlichkeiten sind fast doppelt so hoch wie bisher bekannt",

zitiert Daniel ECKERT den Lobbyverband der Einkommensstarken und Vermögenden, der sich Bund der Steuerzahler nennt.

Für Kaiserslautern wird für das Jahr 2016 eine Verschuldung von 11.384 Euro angegeben. In der letzten Veröffentlichung für das Jahr 2012 betrug die Verschuldung dagegen noch 12.334 Euro (2014, S.28). Aus der folgenden Übersicht ist ein Vergleich der Zahlen der Welt mit der letzten Veröffentlichung von DESTATIS für das Jahr 2012 ersichtlich:

Rang Höchste Verschuldung in Euro 2012
(DESTATIS)
;
* Daten des
Tabellenbandes
2016
(Welt)
Kreisfreie Städte    
1 Darmstadt 12.622 14.989
2 Pirmasens 9.764* 11.528
3 Kaiserslautern 12.334 11.384
4 Mülheim an der Ruhr 8.992 11.034
5 Mainz 11.521* 10.793
Landkreise    
1 Saarbrücken keine Angabe 9.145
2 Kusel 6.525 7.347
3 St. Wendel keine Angabe 6.776
4 Saarpfalz-Kreis keine Angabe 6.559
5 Hochtaunuskreis 3.370 6.555

Für Rheinland-Pfalz wird eine Pro-Kopf-Verschuldung von 4.419 Euro angegeben. 2012 lag diese bei 4.233 Euro (vgl. 2014, S.28), was bei 4 Jahren eine minimale Erhöhung, aber keine Verdoppelung bedeutet. In Mecklenburg-Vorpommern sank die Verschuldung von 4.013 Euro (vgl. 2014, S.22) auf 3.783 Euro. In Bayern war die Verschuldung 2012 nur 2 Euro höher als 2016. (vgl. 2014, S.16)

In den neuen Bundesländern ging die Verschuldung in allen Flächenländern - außer in Thüringen (+ 197 Euro) zurück.

Fazit: Von einer Verdoppelung der Pro-Kopf-Verschuldung kann keine Rede sein. Der kommunale Schuldenschock ist eine Fake-News der Welt.   

 
       
   

Robin Alexander in der Debatte

ALEXANDER, Robin (2018): Union ohne Selbstachtung.
Leitartikel: Die SPD wird mit einer CDU-Kanzlerin regieren, aber gleichzeitig mit der Linkspartei das Werbeverbot für Abtreibungen kippen. War der klare Bruch der Koalitionsvereinbarung mit Merkel und Kauder abgesprochen?
in: Welt
v. 09.03.

Robin ALEXANDER, Ex-tazler, sieht in pragmatischen Mehrheitsbeschaffungen mittels AfD bei Fragen wie dem Abtreibungsrecht kein sonderliches Problem für die CDU. Für ihn geht es nämlich bei der Abtreibungsfrage immer nur um die "totale Freigabe von Schwangerschaftsabbrüchen", die es bei allen Lockerungsversuchen zu verhindern gilt. Zwar wird die Zusammenarbeit mit der AfD hier nur als eine Art intellektuelles Gedankenspiel vorgetragen. Nichtsdestotrotz wird damit schon an einer Mitte-Rechts-Koalition gezimmert, denn von der Drohung zur Verwirklichung ist es letztlich kein großer Schritt mehr. 

 
       
   

Die Allensbach-Umfrage Demographischer Wandel: Wahrnehmungen und Einschätzungen der Bevölkerung in den Medien

DOHME, Aljoscha-Marcello (2018): Angst vor Armut.
Analyse: Die Bundesbürger machen sich Sorgen wegen ihres Lebensabends. Die Rente könnte nicht reichen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 09.03.

Wie in der gestrigen SZ steht bei Aljoscha-Marcello DOHME das längere Arbeiten im Mittelpunkt. Daneben geht es um die Vermeidung der Altersarmut, wobei lediglich die Politiker Markus KURTH (Grüne) und Johannes VOGEL (FDP) zitiert werden.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

RIBNITZKY, Simon (2018): "Muss sich erst herumsprechen".
Noch sind wenige Fahrgäste mit dem ersten Bürgerbus Sachsen-Anhalts unterwegs,
in:
Neues Deutschland v. 09.03.

JUNG, Hagen (2018): Kleinseenplatte will Kurtaxe kassieren.
Mecklenburg-Vorpommern: Aber Touristiker im Nordosten befürchten negative Auswirkungen auf Übernachtungszahlen,
in:
Neues Deutschland v. 09.03.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

FORSTER, Christof (2018): Die Schlüsselrolle liegt bei der CVP.
Die Partei hat die Abstimmung über die Rentenreform verloren - dennoch wird auchbei der Neuauflage kein Weg an ihr vorbeiführen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.03.

"Ohne Zustimmung der CVP im Ständerat schafft keine Reform auch nur schon die parlamentarische Hürde. In der kleinen Kammer haben FDP und SVP im Unterschied zum Nationalrat keine absolute Mehrheit. Die besten Chancen auf Erfolg bei der nächsten Abstimmung hätte vermutlich eine von CVP und FDP getragene AHV-Reform, mit der die gemässigten Kräfte innerhalb von SP und SVP leben könnten",

meint Christof FORSTER zum nächsten Anlauf der Reform der Schweizer Altersvorsorge.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

SPALINGER, Andrea (2018): Polemik um den ersten schwarzen Senator in Italien.
Toni Iwobi zieht ausgerechnet für die fremdenfeindliche Lega ins Parlament ein,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.03.

 
       
   

Wie die Wahlkampfberichterstattung in der deutschsprachigen Presse im Jahr 2017 unser Frankreichbild geprägt hat

WIEGEL, Michaela (2018): Die Methode Macron.
Frankreichs Präsident setzt eine Reform nach der anderen um. Von Widerständen lässt er sich nicht aufhalten - und irritiert damit Gewerkschaften und Arbeitgeber,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.03.

Michaela WIEGEL berichtet über Erfolge bei den Reformen bei Bahn, Bildung und öffentlicher Dienst.

 
       
   

08.03.2018

 
       
   

Die Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland

AMT FÜR STATISTIK BERLIN-BRANDENBURG (2018): 1,54 Kinder je Frau in Berlin,
in:
Pressemitteilung des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg v. 08.03.

Eine Übersicht zu allen bislang veröffentlichen Geburtenzahlen und Geburtenraten in den einzelnen Bundesländern im Jahr 2016 findet sich hier.

AMT FÜR STATISTIK BERLIN-BRANDENBURG (2018): 1,69 Kinder je Frau in Brandenburg,
in:
Pressemitteilung des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg v. 08.03.

 
       
   

Wie die gestrige tendenziöse Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts in einem Zeitungsartikel zusätzlich verfälscht wird

SIEMS, Dorothea (2018): Qualifiziert, weiblich, kinderlos.
Die Zahl der Akademikerinnen ohne Nachwuchs wächst. IT-Kräfte, Naturwissenschaftlerinnen und Staatsdienerinnen verzichten besonders oft auf eine Familiengründung,
in:
Welt v. 08.03.

"Während die Kinderlosenquote bei den Nicht-Akademikerinnen 2012 und 2016 rund 20 % betrug, sank sie bei den Akademikerinnen von 28 % auf 27 %",

meldete gestern das Statistische Bundesamt. Bei Dorothea SIEMS heißt es nun:

"Jede fünfte Frau zwischen 42 und 49 Jahren ist hierzulande ohne Nachwuchs. Besonders hoch ist dabei der Anteil der Akademikerinnen, von denen sogar 27 Prozent zeitlebens keine Kinder haben.
Waren 2012 rund 660.000 Frauen dieser Altersgruppe kinderlos, sind es mittlerweile schon 718.000".

Durch Weglassen der 28 % kinderlosen Akademikerinnen im Jahr 2012 und die Nennung absoluter Zahlen wird die bereits tendenziöse Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts noch einmal dramatisiert. SIEMS schreibt zudem von "dauerhafter Kinderlosigkeit", wo lediglich von Noch-Kinderlosen die Rede sein müsste. Gerade Akademikerinnen und Wissenschaftlerinnen bekommen noch nach 42 Jahren erste Kinder. Das zeigt sich, wenn man die Altersgruppe der 45 - 49-Jährigen betrachtet, denn dann ist gar kein Anstieg der Kinderlosigkeit mehr zu verzeichnen.

Die Daten des Statistischen Bundesamtes ergeben sowohl für die kinderlosen Frauen in Deutschland insgesamt als auch für die Akademikerinnen KEINEN ANSTIEG, sondern im Gegenteil einen Rückgang. Das kann jeder selber überprüfen anhand der Daten auf der Website des Statistischen Bundesamts.

Nimmt man die Tabellenbände Daten zu Kinderlosigkeit, Geburten und Familien von 2012 (aktualisiert 2015, Tabelle 3.1, S.12) und von 2016 (Tabelle 3.1, S.45) zur Hand, dann ergibt sich für die Altersgruppe der 45- bis 49-Jährigen sogar ein Rückgang der Anzahl der Kinderlosen um ca. 34.000 Frauen von 635.000 (2012) auf 601.000 (2016). Bei den 40- bis 49-Jährigen Frauen gab es sogar einen Rückgang von 616.000 auf 499.000, also um rund 117.000 Frauen.

Auch bei den Akademikerinnen gab es einen Rückgang in beiden Altersgruppen, der aus der Tabelle 3.5 zu ersehen ist (2012: S 19.; 2016: S.52)

Tabelle: Rückgang der Anzahl kinderloser Akademikerinnen (weiter Begriff) in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen zwischen 2012 und 2016
Anzahl kinderloser Akademikerinnen 2012 2016 Differenz
40- bis 44-Jährige 245.000 149.000 - 96.000
45- bis 49-Jährige 245.000 165.000 - 80.000
40- bis 49-Jährige 490.000 314.000 -176.000
Quelle: Tabellenbände Daten zu Kinderlosigkeit, Geburten und Familien von 2012 (aktualisiert 2015, Tabelle 3.5, S.19) und von 2016 (Tabelle 3.5, S.52)

Die Abgrenzungen des Begriffs "Akademikerin" ist jedoch unterschiedlich zur Definition in der Pressemeldung bei der der Begriff "Akademikerin" enger gefasst wird. Nach Rückfrage mit dem Statistischen Bundesamt entspricht dieser Definition die Tabelle 3.7 (2012: S.33 ; 2016: S.68). 2012 wurden Fachhochschulabschlüsse noch getrennt ausgewiesen, die 2016 nur noch zusammen ausgewiesen wurden. Aus der folgenden Übersicht ist die Entwicklung bei diesem engen Begriff ersichtlich:

Tabelle: Rückgang der Anzahl kinderloser Akademikerinnen (enger Begriff) in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen zwischen 2012 und 2016
Anzahl kinderloser Akademikerinnen 2012 2016 Differenz
40- bis 44-Jährige 130.000 121.000 - 9.000
45- bis 49-Jährige 124.000 127.000 + 3.000
40- bis 49-Jährige 254.000 248.000 - 6.000
Quelle: Tabellenbände Daten zu Kinderlosigkeit, Geburten und Familien von 2012 (aktualisiert 2015, Tabelle 3.5, S.19) und von 2016 (Tabelle 3.5, S.52)

Auch bei einem engen Begriff von Akademikerin kommt man zwischen 2012 und 2016 auf einen geringfügigen Rückgang und nicht auf einen Anstieg.

Wie also kommt SIEMS zu ihren Zahlen? Offensichtlich wurden die Angaben in der Tabelle der Pressemitteilung falsch gelesen. Nach Rücksprache mit dem Statistischen Bundesamt ergibt sich folgende Lesart: In der Tabelle 1 der Pressemitteilung befindet sich die Rubrik der Erwerbstätigen mit akademischem Bildungsabschluss. Unter der Überschrift "Gesamtzahl der Frauen" finden sich die Zahlen 660.000 (Jahr 2012) und 718.000 (Jahr 2016). Diese Zahlen betreffen jedoch nicht die Kinderlosen, sondern die Gesamtzahl der Mütter und Kinderlosen. Der Anteil der Akademikerinnen ist von 28 % auf 27 % gefallen. Die Anzahl der kinderlosen Akademikerinnen wären im Jahr 2012 nur 28 Prozent der 660.000 Frauen, d.h. rund 184.800 Frauen. Im Jahr 2017 wären es dagegen 27 Prozent der 718.000 Frauen, d.h. rund 193.860.

Für die 42- bis 49-Jährigen kinderlosen Akademikerinnen (enger Begriff) ergibt sich also kein Anstieg um 58.000 Frauen wie es in der Welt heißt, sondern ein Anstieg von nur 9.060 Frauen, wobei bereits aufgrund von Rundungen bei den Prozentzahlen und anderen Ungenauigkeiten sich die Unterschiede noch weiter reduzieren könnten. Nimmt man hinzu, dass für die größere Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen sogar ein Rückgang von 6.000 Frauen zu verzeichnen ist, dann deutet dies darauf hin, dass die jüngeren Akademikerinnen sogar zu einem geringeren Anteil kinderlos bleiben werden.

Fazit: Durch die Fehlinterpretation der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts wird aus einem Rückgang der endgültigen Kinderlosigkeit bei den Akademikerinnen ein Anstieg. Bereits der Begriff "endgültige Kinderlosenquote" ist fragwürdig, wenn dies mit dauerhafter Kinderlosigkeit gleich gesetzt wird. Erst mit der Mikrozensuserhebung im Jahr 2020 wird das ganze Ausmaß des Rückgangs der Kinderlosigkeit ersichtlich werden.

Anm.: In der Online-Version des Artikels wurden die Angaben (Stand 15.31) mittlerweile auf Intervention von single-dasein.de beim Statistischen Bundesamt korrigiert. Dort heißt es nun:

"Jede fünfte Frau im Alter zwischen 42 und 49 Jahren ist hierzulande ohne Nachwuchs. Besonders hoch ist dabei der Anteil der Akademikerinnen, von denen sogar 27 Prozent zeitlebens keine Kinder haben.
Waren 2012 rund 188.000 Frauen dieser Altersgruppe kinderlos, sind es mittlerweile schon 194.000." 

Statt der 58.000 Frauen sind es also nur noch rund 6.000 Frauen.

SIEMS zitiert am Ende ihres Artikels Aussagen von Martin BUJARD, die auf einen weiteren Rückgang der Akademikerinnenkinderlosigkeit hindeuten:

"So hätten 29 Prozent der 1969 geborenen Akademikerinnen keinen Nachwuchs, während die Mitte der 70er-Jahre geborenen Akademikerinnen nur noch zu 26 Prozent kinderlos seien."

Auch diese Aussagen sind jedoch fragwürdig. In einem Beitrag von BUJARD & DIABATE für die Zeitschrift Der Gynäkologe (Heft 5/2016) heißt es:

"Tatsächlich liegt die Kinderlosigkeit bei den 1960er-Frauenjahrgängen bei 19,7 %, die höchste hat der 1969er-Jahrgang mit 22,1 %. Bei Akademikerinnen ist die Kinderlosigkeit v. a. in Westdeutschland hoch: Bei den in den 1960er-Jahren geborenen Frauen mit Hochschulabschluss liegt die Kinderlosigkeit bei 29,1%. Ihr langjähriger Anstieg ist jedoch inzwischen gestoppt" (2016, S.395)

Die 29 Prozent beziehen sich also nicht auf Deutschland, sondern auf die westdeutschen Akademikerinnen und nicht etwa auf den Jahrgang 1969, sondern auf die "in den 1960er-Jahren geborenen Frauen", wobei die Daten noch aus dem Mikrozensus 2012 und nicht aus dem aktuellen Mikrozensus 2016 stammen. Noch 2012 hieß es bei BUJARD in dem Aufsatz Talsohle bei Akademikerinnen durchschritten?:

"Bei den Akademikerinnen ist die Kinderlosigkeit von 25,4 Prozent 1982 über 29,6 Prozent 1991 auf den Höchstwert von 34,5 Prozent im Jahr 2000 gestiegen. Auf diesem hohen Niveau hat sich die Kinderlosigkeit seitdem stabilisiert und mit einem Wert von 31,5 Prozent im Jahr 2011 nur minimal reduziert. Der Befund ähnelt insofern dem der durchschnittlichen Geburtenzahl: Der Anstieg der Kinderlosigkeit ist vorerst gestoppt." (2012, S.20)"

Dies zeigt, dass Aussagen zur Kinderlosigkeit von Akademikerinnen eine kurze Halbwertszeit haben. Die Ergebnisse zur Entwicklung der Kinderlosigkeit sind - im Gegensatz zur Meinung von SIEMS - keine "traurige Nachricht zum Weltfrauentag", sondern zeigen, dass sich auch im privaten Umfeld Fortschritte ergeben haben. Vor allem im Vergleich mit den Nuller Jahren, können heutzutage gewollt Kinderlose nicht mehr so leicht an den Pranger gestellt werden. Es hat sich vielmehr gezeigt, dass die fatale Fixierung auf die Kinderlosigkeit eher dazu führt, dass die wirklichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte aus dem Blick geraten sind.

 
       
   

Treue, Affären und ihre Infrastruktur in der Debatte

ROTTMANN, Kerstin (2018): Betrügt er mich?
Die Agentur von Therese Kersten stellt potenziellen Fremdgehern Fallen. Ein Gespräch über Sex, Lügen und Sperma,
in:
Welt v. 08.03.

 
       
   

Schwangerschaft und Geburt in der Debatte

RIESE, Dinah & Hanna VOß (2018): Der lange Weg zur Abtreibung.
Frauen-taz: Die Lage von ungewollt Schwangeren ist in einigen Regionen Deutschlands katastrophal. Zu wenig Ärzt*innen machen Abbrüche und überall fehlt der Nachwuchs,
in:
TAZ v. 08.03.

 
       
   

Die europäische Sozialpolitik in der Debatte

BERSCHENS; Ruth (2018): Dämpfer für Deutschland.
Brüssel wirft dem größten EU-Staat zahlreiche strukturelle Schwächen vor,
in:
Handelsblatt v. 08.03.

Ruth BERSCHENS berichtet über den gestern veröffentlichten Länderbericht der EU-Kommission zu Deutschland (2018 European Semester: Country Report - Germany).

 
       
   

Die Allensbach-Umfrage Demographischer Wandel: Wahrnehmungen und Einschätzungen der Bevölkerung in den Medien

HAGELÜKEN, Alexander (2018): Die Rente muss warten.
Immer mehr Bundesbürger überlegen, den Eintritt in den Ruhestand zu verschieben, auch über die bisherige Altersgrenze hinaus. Denn sie haben Angst vor Altersarmut,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 08.03.

Alexander HAGELÜKEN nutzt eine Umfrage des konservativen Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der neoliberalen Privatstiftung Bertelsmann, die den Erfolg der medialen Berieselung in Sachen Demografischer Wandel herausfinden sollte. Die Interviews wurden vom 07. - 19. Oktober 2017 durchgeführt, fanden also noch im Vorfeld der Jamaika-Sondierungen statt. Er greift sich dazu folgenden Aspekt heraus:

"Immer mehr Deutsche sind entschlossen, im Alter länger zu arbeiten. Jeder Achte will über die bisherige Ruhestandsgrenze hinaus seinen Beruf ausüben. Der Anteil derjenigen, die später in Rente gehen wollen, hat sich damit seit 2002 mehr als verdoppelt. (...).
Der Grund dafür ist, dass die Sorge vor der Altersarmut wächst. Zwei von drei Deutschen sehen in der Alterung der Gesellschaft vor allem Gefahren. So erwarten 80 Prozent von ihnen mehr arme Rentner und höhere Beiträge an die Rentenkasse. (...).
Die Umfrage zeigt nun, dass die Deutschen beginnen, anders über einen späteren Ruhestand zu denken."

Die Verdopplung des Anteils, der länger arbeiten möchte, ist der Tatsache geschuldet, dass 2002 lediglich 6 Prozent dies wollten und nun 12 Prozent.

Dass die Gefahren der Alterung betont werden, liegt an der medial einseitigen Berieselung und daran, dass die Geburtenentwicklung pessimistisch eingeschätzt wird. Bezeichnend ist, dass selbst der Autor der Broschüre nicht zwischen Geburtenrate und Geburtenzahlen richtig trennt:

"Davon, dass sich der demographische Wandel bzw. dessen Folgen langfristig dadurch abschwächen, dass die Geburtenrate in Deutschland wieder steigt, geht die Bevölkerung eher nicht aus. Zwar nehmen immerhin 39 Prozent der Bevölkerung an, dass die Zahl der Geburten in den nächsten Jahren eher wieder steigen wird, die Mehrheit geht aber davon aus, dass sich hier in naher Zukunft nicht viel ändern wird (42 Prozent) oder die Zahl der Geburten sogar weiter zurückgeht (14 Prozent; Schaubild 20)." (2018, S.28)

Geburtenrate und Geburtenzahlen sind zwei unterschiedliche Aspekte, die nicht durcheinander gebracht werden dürfen. Nach der Entwicklung der Geburtenrate wurde gar nicht gefragt! Die Frage lautete nämlich:

"Was glauben Sie, wie sich die Zahl der Geburten in Deutschland in den nächsten Jahren entwickeln wird: Wird die Geburtenzahl in den nächsten Jahren eher steigen oder eher sinken oder wird sich da nicht viel ändern?"

Nur 14 Prozent gehen von einem Sinken der Geburtenzahlen aus. 42 Prozent sind der Meinung, dass sich hier nicht viel ändert. Wie es langfristig aussieht, wurde gar nicht gefragt. Es wird zudem mit unbestimmten Mengenbegriffen gearbeitet. Was aber ist viel bei der Geburtenrate bzw. bei den Geburtenzahlen? Es geht bei der Erhebung nicht darum zu fragen, ob die Vorstellungen realistisch sind, sondern nur darum, ob die Bevölkerung die mediale Berieselung richtig verstanden hat. Die Folgen des demografischen Wandels sind bereits fest vorgegeben und lesen sich folgendermaßen:

"Durch eine in Deutschland seit Jahrzehnten niedrige Geburtenrate – deutlich unterhalb der Reproduktionsrate von 2,1 Geburten je Frau – und einer gleichzeitig steigenden Lebenserwartung wächst der Anteil älterer Menschen im Vergleich zum Anteil jüngerer immer weiter an. Die Auswirkungen dieser Veränderungen stellen die Gesellschaft vor große Herausforderungen, beispielsweise im Bereich der Alterssicherung, der Gesundheitsversorgung oder auf dem Arbeitsmarkt, wo ein Fachkräftemangel befürchtet wird bzw. schon spürbar ist." (2018, S.1)

Diese Unterstellungen zu Ursachen und Auswirkungen werden als Faktum präsentiert. Es besteht hinsichtlich der Erhöhung des Renteneintrittsalters im Grunde nur ein Kommunikationsproblem, das im Artikel von HAGELÜKEN folgendermaßen beschrieben wird:

"Der Psychologe glaubt, dass den Bürgern die Vorteile längeren Arbeitens angesichts deutlich längerer Lebenserwartung besser erklärt werden müssten als bislang."

 
       
   

Die Lebensversicherer als Akteur der Altersvorsorge: Von vollmundigen Versprechungen zur Entledigung der Altlasten

KROHN, Philipp (2018): Lebensversicherern sterben die Kunden weg.
KPMG-Studie: Durch Geburtenrückgang könnte die Branche ein Drittel ihrer Einnahmen verlieren,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.03.

 
       
   

Die Linke und die soziale Frage in der Debatte

KALBE, Uwe (2018): Real existierende Sammlungsbewegung.
Linke Plattform will Politik mit dem Leitbild der sozialen Demokratie unter Druck setzen,
in:
Neues Deutschland v. 08.03.

Uwe KALBE macht Werbung für die Progressive Soziale Plattform, die eine linke Sammlungsbewegung werden will. Leider ist der Aufruf wenig informativ und die Liste der Erstunterzeichner zeigt nicht inwiefern hier das Soziale tatsächlich im Vordergrund steht und es um eine wirkliche Alternative zum Mitte-Konsens von Linkspartei/SPD/Grüne geht. 5.000 Unterstützer werden gesucht, erst dann soll das Projekt überhaupt in Angriff genommen werden. Ein informativerer Auftritt täte dem Projekt gut, denn das wirkt so, als ob man möglichst viele ansprechen möchte, indem man die üblichen linken Leerformeln nur addiert. 

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

JUNG, Hagen (2018): Kassen kündigen kleiner Klinik.
Harzer Krankenhaus "nicht gebraucht" - Niedersachsens Sozialministerium will es erhalten,
in:
Neues Deutschland v. 08.03.

 
       
   

Der Literaturbetrieb in der Debatte

KLAUSNITZER, Ralf (2018): Lies dies, Seehofer!
Flachland handelt von Heimat, ist aber mitnichten provinziell: Jan Böttchers "Das Kaff" ist ein Roman für Landeier und Städter,
in:
Freitag Nr.10 v. 08.03.

Ralf KLAUSNITZER sieht in den "literarischen Inszenierungen der Rückkehr in die Provinz einen deutschen Sonderweg", wenn man sie an Rückkehr nach Reims oder Hillbilly Elegy misst:

"Sowohl Eribon als auch J. D. Vance dokumentieren Erfahrungen jener sozialen Gruppen, die die Soziologie als »Transclasses« beschreibt. Zentral für deren Mentalität ist hier das Gefühl einer »doppelten Nichtzugehörigkeit« bei gleichzeitiger Bindung. (...).
Ein ähnliches Gefühl umkreist auch der Romantext von Böttcher. (...). Doch irgendwie wird dann alles wieder gut. Fast zu schön, um wahr zu sein."

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

SAVIANO, Roberto (2018): Die Freiheit, schlecht zu sein.
Italiens Wähler wissen, dass sie die den Versprechen der Populisten nicht glauben können - trotzdem haben sie sie gewählt. Wie kann das sein?
in:
Die ZEIT Nr.11 v. 08.03.

SPALINGER, Andrea (2018): Di Maio auf Partnersuche.
Die Cingue Stele möchten in Italien mit der Linken regieren,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 08.03.

WYSLING, Andres (2018): Noch grössere Wahlenthaltung.
Protest gegen die politische Klasse und geringere Parteibindung,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 08.03.

 
       
   

Das Single-Dasein in Albanien

JESKA, Andrea (2018): Die wollen Latte macchiato.
Albanien: Einst war Theth ein verlorener Ort. Wunderschön gelegen, doch mit verarmten Bewohnern. Dann kam der Tourismus,
in:
Freitag Nr.10 v. 08.03.

"Die Zeit »Nach dem Tourismus« begann mit jenem Tag im Jahr 2006, als Mitarbeiter der deutschen GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) ins Dorf kamen. Sie (...) boten Unterstützung, Kredite und Expertise an, sie brachten Solarzellen und Wasserrohre. Die Frauen lernten, für Touristen zu kochen, der Deutsche Alpenverein bildete Bergführer für Peak of the Balkans an.",

berichtet Andrea JESKA über die Anfänge des Tourismus im niedergehenden Dorf Theth mit seinen 370 Einwohnern in den alpinen Bergen von Nordalbanien, weitab von der Hauptstadt Tirana und 2 Stunden entfernt von der zweitgrößten Stadt Shkodra.

Nachdem der Tourismus dem Dorf neuen Wohlstand brachte, ist nun ein Konflikt zwischen den Befürwortern eines "Massentourismus" und den Bewahrern eines "nachhaltigen Tourismus" ausgebrochen.

 
       
 

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Zu den News vom 04. - 07. März 2018
 

       
   
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