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Medienrundschau:
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News vom
11. - 13. Mai 2006
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Zitat
des Monats:
"Berlin
ist die Stadt für Singles. Nirgends lernt man leichter
Gleichgesinnte kennen, unverbindlicher Sex ist der beste Freund
des Alleinstehenden, der dennoch den Gang ins Kloster nie
ernsthaft erwogen hat. Natürlich ist es so, dass man manchmal
Angst hat. Immer wieder geht jemand von Bord, flüchtet sich in
eine Ehe, eine lange Beziehung, manche bleiben dort, andere
kommen zurück und sind nicht mehr die selben. Wirklich, nichts
gegen Beziehungen. Wer sie verflucht, macht sich etwas vor. Aber
wenn ich darüber nachdenke: Die meisten Beziehungen die ich
kenne, bestehen aus Kompromissen, und zu einem guten Teil aus
schlechten Kompromissen. Bloß nicht allein sein. Es könnte ja
die letzte Möglichkeit sein. Hat das etwas Beruhigendes? Da muss
man schon den Mut zum Selbstbetrug haben. Den können sich
Pärchen übrigens nicht nur besser leisten als Singles, es ist
manchmal schon Voraussetzung für eine erfolgreiche Bindung. Wenn
der Single hingegen dem Selbstbetrug erliegt, bescheißt er nur
sich selbst. Wieso sollte er das tun?"
(Marco Senna im
Stadtmagazin zitty vom 10.05.2006, S.23)
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- BERLINER ZEITUNG (2006): Die
Traditionsfamilie ist auf dem Rückzug,
in: Berliner Zeitung v. 13.05.
- ZYLKA, Regine (2006): Antiquierte
Ehe,
in: Berliner Zeitung v. 13.05.
- Inhalt:
Regine ZYLKA nutzt die Meldung,
um 3 Trends zu verkünden:
"Erstens
sind Kinder für Paare immer seltener ein Hindernis, sich zu
trennen. Zweitens immer seltener ein Motiv, zu heiraten. Und
drittens immer seltener ein Grund, unter einem Dach zu leben."
Aus
diesen Trends leitet sie die Forderung nach Abschaffung des
Ehegattensplittings ab, das die Hausfrauenfamilie privilegiert.
-
KNA/FSL (2006): Immer weniger Kinder wachsen in Familien auf,
in: Welt v. 13.05.
- EPD (2006): Zahl klassischer Familien
nimmt stetig ab,
in: Frankfurter Rundschau v. 13.05.
-
FAZ (2006): Die Familie ist auf dem Rückzug.
"Alternative Formen" nehmen zu,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.05.
- AP/EPD (2006): Traditionelle Familien
gibt es immer seltener,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.05.
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Zum Muttertag
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AHRENDS, Martin (2006): Kinder des Leichtsinns.
Zum Muttertag: Warum es in
Deutschland bei der Fortpflanzung so verkrampft zugeht,
in: Welt v. 13.05.
- Kommentar:
8 eigene Kinder muss vorweisen können, wer die
Laudatio auf das Kinderkriegen in der Welt halten darf.
- AHRENDS, Martin (2006): Der deutsche
Selbstzweifel und seine Kinder.
Warum ist man als Vater von acht Söhnen und Töchtern in diesem
Land ein Exot? Anmerkungen zu einer gesellschaftspolitischen
Debatte,
in: Stuttgarter Zeitung v. 13.05.
- Kommentar:
Im Gegensatz zur Welt, darf AHRENDS in
der StZ SCHIRRMACHER kritisieren:
"In
einem Interview hat der FAZ-Herausgeber und Autor des Buches
»Minimum«, Frank Schirrmacher, seinem vierzehnjährigen Sohn
folgenden Rat gegeben: »Suche dir so schnell wie möglich eine Frau,
sei nett zu ihr, denn um Frauen wird gekämpft werden müssen in der
Zukunft, weil sie kanpp werden! Und gründe rechtzeitig eine
möglichst große Familie.« Das klingt etwas panisch, eher nach
Zuchtanstalt denn nach Lebensfreude.
Als
ich mir mit vierzehn Jahren vornahm, eine große Familie zu gründen,
hat mir das niemand geraten, und ich hatte keinen Imperativ im
Nacken."
- BERTH, Felix (2006): Windeln und
Wachsmalkreiden.
Ein Muttertagsgruß: Warum die Zukunft der Familien weniger
dramatisch ist als oft behauptet,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.05.
- Kommentar:
Die SZ bietet heute wieder Einblicke in
die Dramaturgie des statistischen Ringkampfes um die Familie.
Während
BERTH im Politikteil das fast heile Bild der Familie zeichnet,
vermeldet der Panoramateil "Deutschland bei Geburten Schlusslicht".
Die
Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur behauptet, dass nach der
neusten EU-Statistik die deutsche Geburtenrate EU-weit die
Niedrigste sei.
Dies
ist falsch. In der Meldung geht es nicht um die Geburtenrate,
sondern um die rohe Geburtenziffer.
Diese
ist jedoch für internationale Vergleiche nicht aussagekräftig.
Sie wird dennoch gerne zur Dramatisierung benutzt, weil sie weniger
die Fruchtbarkeit der Frauen (Geburtenrate), sondern in erster Linie
die Erhöhung der Lebenserwartung und damit die gesellschaftliche
Altersstruktur widerspiegelt. Dagegen gibt BERTH Entwarnung:
"Weiterhin
entscheiden sich knapp drei von vier Akademikerinnen für Nachwuchs;
in anderen Gruppen sind es mehr".
Die
neueste Hausmitteilung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung
bestätigt zudem noch einmal, dass die März-Debatte der Mitte-Presse
um den dramatischen Geburtenrückgang einer
Falschmeldung der
Welt aufgesessen ist.
Nur
zu gern wollten die Redakteure der Qualitätspresse glauben, was
ihnen so gut zur Präsentation des SCHIRRMACHER-Pamphlets und einer
Studie des Berlin-Instituts gepasst hat.
-
SPIEKER, Manfred (2006): Frauen, Familie und Beruf.
In Deutschland gilt es weiterhin als ausgemacht, daß hinter dem
Rückgang der Geburtenrate die Schwierigkeit vieler Frauen steht,
Familie und Berufstätigkeit miteinander zu vereinbaren. Irreführende
Argumente werden aber nicht dadurch richtig, daß man sie möglichst
oft wiederholt, und tabuisierte Aspekte dieser Debatte nicht dadurch
falsch, daß man sie nciht zur Kenntnis nimmt.
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.05.
-
LÖHR, Sabine (2006): Die Frau macht die Arbeit.
So ist es von alters her Brauch: Indiens Familie im Wandel,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.05.
- Kommentar:
In Zeiten des Minimum ist das Maximum
gefragt:
"Seit
Anfang April kochen deutsche Ausnahmemütter mittags wieder vier
Kilo Kartoffeln für ihre zwölfköpfigen Familien. RTLII zeigt eine
neue Staffel von »XXL Abenteuer Großfamilie«. Menschen wie die
Narasinganavars in Karnataka würden über diese kümmerlich kleinen
Familien nur lachen. Die hundertachtundsiebzig Männer, Frauen und
Kinder zählende Sippe des Familienoberhauptes Bhimanna lebt auf
einer Farm, hundertdreißig davon im selben Gebäude."
- MÄRZ, Ursula (2006): Die Emanzipation
ist dem kapitalistischen Denken in die Arme gelaufen,
in: Frankfurter Rundschau v. 13.05.
- Kommentar:
Ursula MÄRZ kritisiert die
Ökonomisierung des Sozialen durch den Feminismus:
"Arbeit
plus Kinder plus Ehe plus Attraktivität plus spaßmachende
Freizeit. Ob sie individuell gelebt wird oder nicht, ob sie den
Alltag zum Glücksfall oder zum Horror der Überforderung macht,
sicher ist: Die Summe dieser Addition ist das Ideal, das Leitbild,
dem die Emanzipation seit geraumer Zeit nacheifert. Man kann es
auch härter sagen: Die Emanzipation ist dem kapitalistischen
Denken in die Arme gelaufen. Was es gibt auf dem Markt der Macht
und der Möglichkeiten, das soll es für Frauen geben - je mehr, je
besser."
Ist
also die Emanzipation ein Irrtum, wie Eva HERMAN dies
kürzlich verkündete und demnächst offenbar
zu einem Buch auswalzt?
-
RIECHELMANN, Cord (2006): Die Töchter im Feld der Jäger.
Erst Jagd, dann
Kleinfamilie? Die im Geschlechterdiskurs gerade wieder angesagte
Jagdhypothese ist lange widerlegt,
in: TAZ v. 13.05.
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- NIMMERVOLL, Lisa (2006): Todor mag
Kim, rosa mag Spiderman.
Über Buben und Mädchen, Vorbilder und Geschlechterrollen,
in: Der Standard v. 13.05.
- MISIK, Robert (2006): Das gekaufte
Ich.
Wir sind, was wir kaufen - Role-Models sind heute
kulturindustriell produziert,
in: Der Standard v. 13.05.
- LÖFFLER, Stefan (2006): Nimm's
leicht Mutter!
Gene und Gleichaltrige prägen die Persönlichkeit. Erziehung
bewirkt wenig, sagt die streitbare Psychologin Judith Harris,
in: Der Standard v. 13.05.
- KUNZE, Anne (2006): Deutschland
braucht mehr Rabenmütter!
Was wir wissen: Am Sonntag ist Muttertag. Worüber wir streiten:
Was eine gute Mutter ausmacht. Was unsere Autorin herausgefunden
hat: Wir sollten auch echte Raben fragen,
in: Financial Times Deutschland v. 12.05.
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HAMANN, René (2006): Hedonismus für immer.
Meine Werte (8),
in: TAZ v. 12.05.
- Inhalt:
"Hedonismus
ist nicht zeitgebunden, eine Tatsache, die auch Zeitgeistmagazine
wie die Berliner Stadthalbmonatszeitschrift Zitty
anerkennen (aktuelle Ausgabe: die Vorteile des
Singledaseins. Vielleicht bestünde die Heilung der Single-Leiden
in einer allumfassenden Ungebundenheit! Nie wieder Beziehung!
Mindestens haltbar bis zum nächsten Verliebtsein). Hedonismus ist
ungefähr das: »dauernde Ferien, nie arbeiten, Verantwortung ist für
Arschlöcher, die daran glauben« (Diederichsen in der Ex-Bibel
»Freiheit macht arm») plus des schlauen Umgangs mit Räuschen
sämtlicher Couleur (...). Hedonisten scheuen das Tageslicht, den
Schmerz und die schlechte Laune: »Es gibt kein Weinen im Geheimen«,
wie es der geschätzte
Ambros Waibel kürzlich in der Jungle World
formulierte.
Doch
die beste aller Nachrichten aus dem Jenseits des Realitätsprinzips
ist: Dem Hedonismus gehört in Zeiten des schrumpfenden Arbeitsmarkts
die Zukunft. Ja, sie wird kommen, die Zeit des
Zwangsfreizeitvergnügens",
meint René HAMANN.
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MOSER, Christof (2006): Zeit der Annäherung war gestern.
Erst wird geklickt, dann wird
... okay, das wäre jetzt sehr direkt formuliert, doch bitte, so direkt
geht’s zu im Internet. Die jüngeren Nutzer finden, ohne den Umweg
übers Flirten, einen Partner für die Nacht. Nicht mehr, aber vor allem
auch: nicht weniger,
in: Weltwoche Nr.19 v. 11.05.
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KEGEL, Sandra (2006): Es muß passen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.05.
- Kommentar:
Auf Seite 1 verkündet Sandra KEGEL, dass der
Anteil der kinderlosen Frauen in Deutschland 30 Prozent erreicht
hätte.
Leider
liefert sie uns die empirische Studie nicht dazu.
Nicht einmal der Spiegel stellt mehr
solche unseriösen Behauptungen auf. Von einer
Qualitätszeitung sollte man verlangen können, dass sie ihre Zahlen
belegen kann. Wo bitte sind also die Zahlen her?
KEGEL
spricht auch gar nicht von LEBENSLANG kinderlosen Frauen, d.h. sie
zählt auch junge Singles zu den Kinderlosen, die noch Kinder
bekommen werden. Das darf man tun, man sollte es aber ehrlicherweise
dazu schreiben.
Erst
im März hat die Welt mit einer Falschmeldung Furore gemacht.
"Die Geburtenrate in
Deutschland ist auf dem niedrigsten Stand seit 1945"
verkündeten uns die Zeitungen, als ob dies eine Weltneuheit gewesen
wäre.
In
den neuesten Hausmitteilungen des Bundesinstituts für
Bevölkerungsforschung, den
BIB-Mitteilungen Nr.1 vom
13. April 2006 steht dagegen: "Die absolute Geburtenzahl ist in
Deutschland seit 1972 niedriger als 1946".
Man
kann also die Deutschen mit einer Meldung in Panik versetzen, die
seit über 30 Jahren verkündet werden kann. Das muss man sich einmal
vorstellen!
Das
Bundesinstitut verrät inzwischen sogar noch mehr, dass nämlich die
Geburtenrate 2005 keineswegs die Niedrigste in Deutschland seit 1945
sein wird.
Sie
wird zwischen 1,33 und 1,36 liegen. Der Rückgang der GeburtenZAHLEN
bedeutet im günstigsten Fall, dass die GeburtenRATE den Stand des
Jahres 2004 erreicht. Im ungünstigsten Fall liegt sie noch weit über
dem niedrigsten Stand des Jahres 1994 mit 1,24.
Wie
single-dasein.de bereits
beim Erscheinen des SCHIRRMACHER-Pamphlets "Minimum"
geschrieben hat, handelte es sich bei der ganzen Debatte um nichts
als heiße Luft!
KEGEL
möchte die Emanzipation gegen ihre Verächter verteidigen. Sie tut
dies, indem sie einerseits den Geburtenrückgang dramatisiert und
andererseits, indem sie behauptet, dass zukünftig mehr berufstätige
Mütter benötigt werden. Bis 2020 sollen 4 Millionen Arbeitskräfte
fehlen.
KEGEL
tut jedoch so, als ob es sich dabei vor allem um gut gebildete
Führungskräfte handeln würde. Die Realität sieht jedoch anders aus.
Arbeitskräfte werden zukünftig vor allem im Niedriglohnsektor der
haushaltsbezogenen Dienstleistungen benötigt. Dort werden in erster
Linie Frauen beschäftigt werden. Verfechter dieser Mütterökonomie
wie ESPING-ANDERSEN machen uns - im Gegensatz zu KEGEL - nichts vor.
Susanne
FENGLER befürchtet in der neuen EMMA deshalb zurecht, dass
zukünftig vor allem die "typischen Frauenfächer" der Hochschulen
bedroht sein könnten.
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DIEZ,
Georg (2006): Die sexuelle Gegenrevolution.
Skizzen der demografischen
Krise: In ihren Romanen laufen Rabea Edel, Moritz von Uslar und
Matthias Keidtel vor der Liebe davon,
in: Die ZEIT Nr.20 v. 11.05.
- Kommentar:
Deutschland hat keine Kinderkrise, sondern
eine Liebeskrise oder gar eine Sexkrise. Dies will der Empathiker
Georg DIEZ aus 3 Romanen
herausdestilliert haben. Passend zur demografischen Krise resümiert
er deshalb:
"Es
ist (...) nicht damit zu rechnen, dass diese Generation von
Schriftstellern besonders viel für die Sicherung der Renten tun
wird. Ihre Lebensentwürfe sind von Angst und Vorsicht geprägt und
von einer Negativität, die nichts
damit zu tun hat, dass der ganze wunderbare Irrsinn der Liebe
durchaus eine große Jammernummer sein kann. Die Schnittmuster kommen
alle aus jenen imaginären fünfziger Jahren, durch die wir seit
einiger Zeit wanken. Und das ungeklärte Verhältnis ist, wie
praktisch immer in Deutschland, das zu den eigenen Eltern."
Matthias
KEIDTEL (Jahrgang 1967) und
Moritz von USLAR (Jahrgang 1970)
stehen ein für den deutschen Mann der Generation Golf. Der ist
entweder ein heinzerhardthaftes Tantensöhnchen, Marke Nesthocker,
oder ein frauenverachtender Männerbündler:
"Der
symbolische Tod des Um-die-dreißig-Jährigen kommt an dem Tag, an dem
er sich entscheidet, mit Kind und Wäscheklammern und all dem alt zu
werden: Der Tag, an dem er sich für die Enge entscheidet, an der er
leiden wird, weil er leiden will.
Das
ist jedenfalls das Männerbild, das sich fügt, wenn man Matthias
Keidtels Antihelden Holm dazu nimmt, der in vielem das Gegenstück zu
Gieseking ist".
Nimmt
man Felicitas von
LOVENBERGs Kritik an Ulf POSCHARDTs Einsamkeitsfibel
noch hinzu, dann hätte man die drei männlichen Prototypen komplett,
die uns geradewegs in den
demografischen Abgrund führen
werden.
Was
bleibt aber, wenn man diesen Authentizitätsschmarrn der Empathiker,
die zwischen Leben und Roman einen direkten Zusammenhang
konstruieren, durchdringt?
Es ist ja
kein Zufall, dass Moritz von USLAR und die Popliteraten der
Generation Golf Journalisten und Schriftsteller in Personalunion
sind. Von daher gibt es zuallererst einen Zusammenhang zwischen dem
Popjournalismus der urbanen Feuilletons und den Romanen, der sich am
offensichtlichsten
beim "Urvater" Joachim LOTTMANN kundtut.
Nicht
zwischen demografischem Wandel und Roman besteht also ein
Zusammenhang, sondern zwischen der Debatte um den demografischen
Wandel und dem Roman.
Der
Versuch von DIEZ aus dem Verhalten von Romanfiguren die deutsche
Rentenkrise abzuleiten, mag für Empathiker und ihre Fangemeinde
einleuchtend sein, nur mit der Realität hat das eben nichts zu tun.
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ULRICH, Ralf E. (2006): Wir sterben immer wieder aus.
Seit 100 Jahren hat das Thema
Demographie regelmäßig Konjunktur. Aus der aktuellen Misere hilft nur
gesteuerte Zuwanderung,
in: Welt v. 11.05.
- Kommentar:
Ralf E. ULRICH, Direktor des Instituts für
Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung in Bielefeld, widmet sich den
Aufmerksamkeitszyklen demografischer Themenkonjunkturen der letzten
100 Jahre (Anfang 20. Jahrhundert,
ab 1972 und
ab 2002).
Single-dasein.de
hat den Zeitrahmen bereits
anlässlich eines SZ-Feuilleton-Themas historisch noch
weitläufiger abgesteckt.
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DILK, Anja (2006): "Kinder beflügeln die Karriere".
Mütter in Führungspositionen
sind hierzulande noch immer eine Seltenheit Eine aktuelle Studie
zeigt: Kinder sind keineswegs unvereinbar mit weiblichen Karrieren.
Sie können dem Aufstieg sogar einen Kick geben,
in: TAZ v. 11.05.
- Inhalt:
Helga LUKOSCHAT weiß was Mütter in Führungspositionen
wünschen: Familiensplitting und Kinderbetreuung.
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- MÜLLER, Burkhard (2006): Von Engeln,
die quengeln.
Wie ein Kind mit Wachsmalkreiden: Michel Houellebecqs unglaubliches
lyrisches Werk,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.05.
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RM-Spezial
"Neue Wege ins Alter"
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DETTLING, Warnfried (2006): Ende der Normalität.
ORIENTIERUNG: Die Familie
ist keineswegs auf dem Rückzug. Nur suchen Junge wie Alte noch ihren
neuen Platz,
in: Rheinischer Merkur Nr.19 v. 11.05.
- Inhalt:
Außerdem berichtet
Christiane FLORIN über die
niedrige Geburtenrate im deutschen Fernsehen, ein Dortmunder
Vorzeigeheim wird vorgestellt, über die Volkssolidarität und
Mehrgenerationenhäuser wird berichtet und Henning SCHERF berichtet
über seine Haus-WG. Zuletzt ist das Altenheim dran.
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Zu den News vom 07. - 10.
Mai 2006
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