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Medienrundschau:
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News vom 21. - 31. Mai 2008
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Zitat
des Monats:
Die amtliche Statistik
behindert die Erforschung der Vaterschaft
"Der Kinderwunsch von
Männern, ihre Kinderzahl und das Alter beim Übergang zur
Vaterschaft wurden lange Zeit sowohl in der amtlichen Statistik
als auch in der Familienforschung so gut wie gar nicht
thematisiert. (...). Daten zum Alter des Vaters bei einer Geburt
werden nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes erst seit dem
Jahr 2000 erfasst. Ein großer Nachteil ist dabei, dass nicht
nach der Geburtenfolge unterschieden wird, es lässt sich also
nicht feststellen, wie alt Männer bei der Geburt ihres ersten
Kindes, also beim Übergang zur Elternschaft sind. Außerdem wird
lediglich das Alter derjenigen Männer erhoben, die zum Zeitpunkt
der Geburt mit der Mutter verheiratet sind. Über das Alter der
wachsenden Anzahl der Männer, die unverheiratet Vater werden,
kann demnach auf Basis der amtlichen Statistik bis dato keine
Aussage gemacht werden."
(aus:
Tanja Mühling & Harald Rost (Hg.) Väter im Blickpunkt.
Perspektiven der Familienforschung, 2008, S.16)
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WALTER, Franz (2008): Chance als Scheitern.
Das Zukunftsmodell der SPD ist die Chancengesellschaft. In ihr
verstehen sich die Akteure als individuelle Jäger nach der Beute des
sozialen Aufstiegs. Solidarität - das war einmal,
in: TAZ v. 31.05.
- Anmerkungen:
Der Politikwissenschaftler Franz WALTER
zeichnet ein Horrorszenario des Individualisierungsterrors, das sich
als Chancengesellschaft versteht:
"Hellsichtig
hat das bereits 1958 der britische Soziologe Michael Young in seinem
satirischen Utopia-Buch »The Rise of Meritocracy« vorweggenommen. Es
beschreibt die Entwicklung zur kompletten Chancengesellschaft vom
fiktiven Endpunkt des Jahres 2034 her. Sein Ausgangsort ist die alte
Gesellschaft ungleicher Chancen, in welcher der soziale Rang durch
Herkunft, nicht durch Intelligenz und Leistung determiniert ist.
(...).
Die zurückgelassenen Unterschichten stehen fortan allein, ohne ihre
frühere Führungsintelligenz. Sie sind im neu konstituierten
meritokratischen System verdientermaßen abgehängt, sind die Dummen
und Trottel der Leistungsgesellschaft. Da die neue Gesellschaft aber
von ihrer ganzen Logik her Nutzlosigkeit nicht dulden darf, haben
sich die unteren Schichten in »Home Help Corps« einzugliedern, um
durch Serviceleistungen den erfolgreichen Chancennutzern zu Diensten
zu sein."
Die
"Home Help Corps" ähneln den Niedriglöhnern des servicebasierten
Wohlfahrtsstaats, das den Kern des Konzeptes von
Gösta ESPING-ANDERSEN
ausmacht. Das Konzept gilt fortschrittlichen Sozialdemokraten und
auch vielen Grünen als Nonplusultra. Der Politikwissenschaftler
Stephan LESSENICH hat dieses
Konzept in seinem Beitrag
Ökonomismus zum Wohlfühlen. Gösta
Esping-Andersen und die neue Architektur des Sozialstaats
(Prokla 136, 2004) entzaubert und die versteckte Agenda dieser
Klassen- und Genderpolitik aufgezeigt.
Bereits
in früheren Beiträgen hat Franz WALTER die Politik der
sozialen Aufsteiger kritisiert, denn:
"Die
Kluft zwischen den Klassen wächst, denn auch die Aufsteiger der
neuen soziale Elite streben danach, die Erblichkeit ihres hart
erkämpften Vorrangs wieder einzuführen, um die eigenen Kinder vor
dem Konkurrenzdruck zu schützen."
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REICHERT, Martin (2008): Adieu, Bionade Boheme!
Sie sind Mitte 30, voll krass jugendlich und Ihnen tut der Rücken
weh? Werden Sie doch erwachsen! Ein Vorabdruck aus dem
Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche,
in: TAZ v. 31.05.
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GERSMANN, Hanna (2008): "Fassen Sie sich kurz!"
Wer hat eigentlich die SMS erfunden? Der Finne Matti Makkonen will
die Idee in einer Pizzeria gehabt haben. Gut 20 Jahre später redet er
darüber - und meint: Die schnell getippten Nachrichten seien ein
Glück, solange es nicht um Gefühle geht,
in: TAZ v. 31.05.
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GÖRICKE, Jutta (2008): Pendeln für die Karriere,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.05.
- Anmerkungen:
Der Soziologe Norbert F. SCHNEIDER berichtet
über neue Erkenntnisse zur berufsbedingten Mobilität. Der Tenor des
Interviews entspricht dem
gestrigen Oline-Interview
mit seinem Assistenten Detlev LÜCK.
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Die Zeitschrift "Emma" in der Krise
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LINNARTZ, Mareen (2008): Alice Schwarzer.
Es kann nur eine geben,
in: Frankfurter Rundschau v. 31.05.
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OESTREICH, Heide (2008): Kein Ort für Ortgies.
Der Konflikt um "neuen Feminismus" eskaliert: Nach zwei Monaten
streicht Lisa Ortgies bei der "Emma" die Segel. Und erhält einen
Tritt von Alice Schwarzer persönlich - die auch gleich wieder das
Steuer übernimmt,
in: TAZ v. 31.05.
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POHLMANN, Sonja (2008): "Emma" feuert Chefin.
Kurzer Auftritt, schneller Abgang: Das Magazin "Emma" schmeißt
Chefredakteurin Lisa Ortgies raus - mit denkbar schlechtem Zeugnis.
Alice Schwarzer konnte ihr Heft nicht loslassen, heisst es aus
Ortigies Umfeld - sie revidierte die redaktionellen Entscheidungen
der neuen Chefin,
in: Tagesspiegel v. 31.05.
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WALTER, Franz (2008): Chancenschlacht mit Scheitergarantie.
Die beste Schule, viele Sprachen, schnelle Karriere: Die SPD
debattiert auf ihrem Zukunftskongress über Bildungschancen, die für
alle gelten und jedem nutzen sollen. Doch die Formel geht nicht auf -
das Angebot der unbegrenzten Möglichkeiten überfordert einen Teil der
Gesellschaft,
in: Spiegel Online v. 30.05.
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BÖNISCH, Julia (2008): "Akademiker pendeln, um nicht abzusteigen".
Die Deutschen sind erstaunlich mobil - erzwungenermaßen: Denn
Firmen verlangen, dass ihre Angestellten beweglich und flexibel sind.
Der Soziologe Detlev Lück über Arbeit, Reisen und soziale Belastungen,
in: sueddeutsche.de v. 30.05.
- Anmerkungen:
Noch im Jahr 2002 galt der Wissenschaft und
den Medien Mobilität als Mittel zum Aufstieg. Single-dasein.de
kritisierte diese einseitige Sichtweise bereits während der New
Econmy-Euphorie und erst recht nach dem Niedergang.
Die
Rezension einer Psychologie-Heute-Titelgeschichte
aus dem Jahr 2002 fasst die Kritik von single-dasein.de an
der medialen Rezeption der
Mainzer Studie über Berufsmobilität
erstmals zusammen.
Im
April 2006 hat single-generation ein Thema des Monats über
das Thema
Fernbeziehungen als Konsequenz des veränderten
Arbeitsmarktes veröffentlicht. Im
gleichen Jahr startete das Forschungsprojekt
"Job Mobilities and Family Lives in Europe",
über dessen Ergebnisse der Soziologe
Detlev LÜCK in der SZ Online
berichtet. Erst jetzt wird deutlich gemacht, dass Mobilität in
erster Linie ein Mittel im Kampf gegen den Abstieg ist:
"sueddeutsche.de:
Warum nehmen die Betroffenen das auf sich - aus Karrieregründen?
Lück:
Nein. Wir haben festgestellt, dass es den meisten Mobilen nicht
darum geht, aufzusteigen. Sie pendeln und reisen vielmehr, um nicht
abzusteigen. Sie stehen häufig vor der Wahl, sich entweder mit einem
Umzug oder der Pendelei zu arrangieren, oder arbeitslos zu werden.
Das sieht man auch an der Art der Jobs, für die Mobile die Strapazen
auf sich nehmen: Akademiker etwa ziehen häufig für befristete
Arbeitsverhältnisse um. In einer neuen Stadt wartet also keine
Stelle mit großem Prestige, sondern eine mit einer ungewissen
Zukunft. Abgesehen davon hat sich aber auch die Gesellschaft
gewandelt: Frauen geben sich heute nicht mehr damit zufrieden, nur
Hausfrau zu sein und sind deshalb längst nicht mehr so oft bereit,
ihrem Partner hinterher zu ziehen, wenn er aus beruflichen Gründen
in eine andere Stadt muss. So wohnen Paare häufig nicht mehr dort,
wo beide arbeiten."
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- MOLL, Sebastian (2008): "Sex and the
City".
Für immer Freundinnen,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.05.
- Inhalt:
MOLL hat sich mit 3 Freundinnen in New York
unterhalten, die sich in den SatC-Frauen mehr wiedererkennen
als ihnen lieb ist:
"»Wenn
uns Bekannte darauf aufmerksam machen, wie ähnlich wir den ,Sex and
the City'-Girls sind, dann müssen wir ganz schön schlucken«,
sagt Marybeth.
Die
Parallelen sind nicht zu leugnen. Seit rund sechs Jahren sind die
drei befreundet, sie sind allesamt beruflich erfolgreiche Mitt- bis
Enddreißigerinnen, und sie sind single."
-
OSTWALD, Susanne (2008): "Sex and the City" - ein Griff in die
Klamottenkiste.
Kostümorgie auf der grossen Leinwand ohne den Witz der Kultserie,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 29.05.
-
RUNGE, Heike Karen (2008): Der Sex, die City und die Männer,
in: Jungle World Nr.22 v. 29.05.
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WERNEBURG, Brigitte (2008): Sex and the City,
in: TAZ v. 29.05.
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FINKENZELLER, Karin (2008): Am Tabu gerüttelt.
Frankreichs Regierung ist so klamm, dass sie das Kindergeld kürzt.
Bisher galt die großzügige Familienpolitik des Landes als vorbildlich
für Europa,
in: Die ZEIT Nr.23 v. 29.05.
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WEICKMANN, Dorion (2008): Robin Hood entert das Gymnasium.
Einspruch gegen unser ungerechtes Schulsystem,
in: Die ZEIT Nr.23 v. 29.05.
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MÄRZ, Ursula (2008): Abschied vom einsamen Wolf.
700 Folgen "Tatort": Warum die neuen Kommissare die Sehnsucht nach
Kindern, Familie und Eheglück widerspiegeln,
in: Die ZEIT Nr.23 v. 29.05.
- Anmerkungen:
"Früher (...) vor der Epoche des alles
überragenden bundesrepublikanischen Familiendiskurses. Vor der
Single- und Kinderlosigkeitspanik", da war das Junggesellen-Leben
der Tatort-Kommissare kein Problem, aber jetzt wird alles
anders, meint
Ursula MÄRZ,
die spätestens seit
dem Buch "Minimum" die hysterische
Debatte kräftig mitanheizt.
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BÖKER, Carmen (2008): Wie komm ich jetzt an meine Sachen?
Ein Minikleid soll Abendrobe werden: Warum der Kinofilm "Sex and
the City" an seinem Stoff scheitert,
in: Berliner Zeitung v. 28.05.
-
CASATI, Rebecca (2008): Bitte mal locker machen.
Ist "Sex and the City" doch mehr als nur Schuhekaufen,
Merchandising, Heiraten und ein klebriger Proseccoabend unter
Freundinnen? Aber ja,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.05.
- KOHLER, Michael (2008): Mehr
Kaufrausch als Schaulust,
in: Frankfurter Rundschau v. 28.05.
- LINNARTZ, Mareen (2008): Die Stadt,
der Sex und der Eiffelturm,
in: Frankfurter Rundschau v. 28.05.
- Inhalt:
LINNARTZ betrachtet Sex and the City als ein
"auf Celluloid gebanntes Modemagazin, dessen Herstellerverzeichnis
sich auf Einkaufstüten, Schuhsohlen und in beiläufigen Bemerkungen
der Heldinnen versteckt".
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MIKLIS, Katharina (2008): Von gutem Sex und hohen Schuhen.
"Sex and the City"-Interview,
in: Stern Online v. 28.05.
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MÜLLER, Burkhard (2008): Zeitgenosse des Jahres.
Ungeheuer intelligent und unabgesichert: Rainald Goetz verdient
sich mit seinem jüngsten Blog bei "Vanity Fair Online" einen
Ehrentitel. Nun wird sein Konvolut "Klage" zum Buch,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.05.
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MEJIAS, Jordan (2008): Kunst von der Hausfrau aus Brooklyn.
Künstlerviertel Lower East Side,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.05.
- Inhalt:
"Wer die Lower East Side von früher kennt, wird heute
dennoch seinen Augen nicht trauen. Das von Soho und Chelsea allzu
bekannte Szenario scheint auch hier unvermeidlich. Wieder geht es um
Gentrifizierung, wieder waren es, viel zu kurz gesagt, zunächst
Künstler, die sich wegen der erschwinglichen Mieten in einer
verlotterten Gegend niedergelassen hatten, wieder waren ihnen
Galeristen gefolgt, wieder heften sich nun an deren Fersen Boutiquen
und Bars und zahlungskräftige New Yorker, die den Künstlerpionieren
den Platz streitig machen", berichtet MEJIAS.
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STILLE, Lana (2008): Kinder brauchen mehr als Geld.
Unicef-Bericht: Jedes vierte Migrantenkind bleibt in Metropolen
ohne Schulabschluss,
in: TAZ v. 27.05.
- KÜNKLER, Martin (2008): Reiches Land,
arme Kinder.
Armut wird billigend in Kauf genommen, um Niedriglöhne
durchzusetzen. Heranwachsende leiden darunter. Das muss nicht so
sein. Ein Vorschlag zur Besserung der Lage,
in: Frankfurter Rundschau v. 27.05.
- GASEROW, Vera (2008): Die Not wächst
mit dem Nachwuchs,
in: Frankfurter Rundschau v. 27.05.
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- VERDOFSKY, Jürgen (2008): Haben Sie
denn gar keine Angst?
Mit Zwodoppelvier durchs nächtliche Hamburg: Karen Duves
hinreißender Roman "Taxi",
in: Frankfurter Rundschau v. 27.05.
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SPIEGEL
-Titelgeschichte: Tausendmal probiert ... und nie ist was
passiert.
Das Geschäft mit der
Sehnsucht nach dem Kind |
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DEMMER, Ulrike & Udo LUDWIG (2008): Geschäft mit der Hoffnung.
Viele hunderttausend Paare bleiben in Deutschland ungewollt
kinderlos - und es werden immer mehr. Die verhinderten Mütter und
Väter fühlen sich von den Nachbarn mitleidig beäugt, von den Ärzten
ausgenommen und von der Politik im Stich gelassen,
in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.
- Inhalt:
DEMMER & LUDWIG widmen dem
"menschheitsgeschichtlich widernatürlichen
Spätgebären der Babyboomer-Generation" einen Artikel, der
zwischen bevölkerungspolitischem Gebot zur Finanzierung
reproduktionsmedizinischer Maßnahmen ("volkswirtschaftlich
gebotene Ziel, die Überalterung der Gesellschaft durch mehr
Geburten einzudämmen"), Kritik an der Bezahlung von Abtreibungen
durch Krankenkassen, Aufklärung über falsches Verhalten ("Die
Hälfte der ungewollt kinderlosen Paare hatte an den
durchschnittlich fünf fruchtbaren Tagen pro Monat gar keinen Sex")
und der Verteidigung "natürlicher" Familienformen ("das gültige
Familienmodell fundamental ausgehebelt") hin und herpendelt.
-
HORNIG, Frank (2008): Baby auf Bestellung.
Ein Kind nach Wunsch? In den USA kein Problem: In Kalifornien
vermitteln Firmen Leihmütter, Ei- und Samenspenden. Das Geschäft
boomt - auch mit Kunden aus Übersee,
in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.
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DEMMER, Ulrike & Udo LUDWIG (2008): "Retortenbabys erwirtschaften
mehr, als sie kosten".
Hunderttausende Paare in Deutschland bleiben ungewollt kinderlos
- auch weil der Staat künstliche Befruchtung finanziell zu wenig
fördert, sagt Reproduktionsmediziner Heribert Kentenich. Im
Interview fordert er eine Lockerung des Embryonenschutzes, um die
Erfolgsquote zu erhöhen,
in: Spiegel Online v. 26.05.
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BARTSCH, Matthias & Caroline SCHMIDT (2008): Kampf um
Erzieherungen.
Ursula von der Leyens Vorzeigeprojekt stößt vor allem in
Großstädten an Grenzen: Das Personal für den Ausbau von Kinderkrippen
wird knapp,
in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.
- Anmerkungen:
Bis vor einigen Jahren galten Städte als
kinderfreie Zonen. In den Neue-Mitte-Medien galt bis zur
Verabschiedung des Elterngeld-Gesetzes im Juni 2006, dass es in
Großstädten keinen Baby-Boom geben durfte (z.B.
Christian SCHWÄGERL in der FAZ v.
27.04.2005).
Das
massenhafte Aufkommen der Family-Gentrifier in den trendigen
Großstadtvierteln galt mehr oder weniger als Tabuthema (single-generation.de
schrieb dagegen bereits im März 2002 über die
"Family-Gentrifier als neue Gruppe auf dem
Wohnungsmarkt").
Die
Kehrseite dieser Geburtenrückgangs-Propaganda ist, dass es nun zu
wenig ausgebildete Erzieher gibt.
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BRAUCK, Markus (2008): Ich bin wie du.
Keine Zeitschrift bildet das Lebensgefühl juner Deutscher unter 40
so gut ab wie das Generationenblatt "Neon". Doch dem Heft droht ein
Schicksal, das schon die Zeitgeistmagazine "Twen", "Wiener", "Tempo"
und "Max" ereilte: aus der Mode zu geraten.
in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.
- Inhalt:
Markus BRAUCK berichtet darüber, dass der "Neon"-Verlag
Gruner & Jahr mit "Nest" an einer neuen Zeitgeist-Zeitschrift
für die Neubürgerlichen arbeitet. "Nest" soll eine Zeitschrift
werden "für Menschen, die (...) eine Familie gründen und dem Ernst
des Lebens doch noch ins Auge blicken wollen.
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KELLER, Claudia (2008): Je nach Beziehungsebene.
Noch nie war auf einem Katholikentag so oft von Alleinerziehenden,
Unverheirateten und Singles die Rede wie diesmal in Osnabrück. Wie
verändert sich das Familienbild der katholischen Kirche?
in: Tagesspiegel v. 26.05.
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KLAUE, Magnus (2008): Körpertheater.
Mit der Rhetorik von Performanz und Maskerade schwören die
Gender-Theoretiker das postmoderne Subjekt auf seine Ohnmacht ein,
in: Jungle World Nr.21 v. 22.05.
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ZEIT-Thema:
Wenn die Alten zur Last werden
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DORN, Thea (2008): Seichtgebiete.
Charlotte Roche, Alice Schwarzer, Lady Bitch und Harald Schmidt:
Wie das Spiel mit der Provokation das Denken verdrängt,
in: Die ZEIT Nr.22 v. 21.05.
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DIEZ, Georg (2008): Das geht zu weit!
Der Verleger Helge Malchow über literarische Schlachten, das
Verbots-Urteil gegen Maxim Biller und die Diktatur der Harmlosigkeit,
in: Die ZEIT Nr.22 v. 21.05.
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HUPERTZ, Heike (2008): Eine Niete am Herd?
Immer noch ein Sonderfall: Die Geschichte der Kommissarinnen im
"Tatort",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.05.
- Anmerkungen:
Seit Frank SCHIRRMACHER in seinem Buch
"Minimum" dem Fernsehen die Macht zusprach, Frauen das Gebärenwollen
eintrichtern zu können, wird der Quotenrenner Tatort im
FAZ-Medienteil insbesondere daraufhin untersucht, inwiefern
seine Kommissarinnen einen staatstragenden Beitrag zur viruellen
Geburtenrate der Deutschen leisten. HUPERTZ erläutert deshalb:
"Fast
vierzig Jahre hat es am Ende gedauert, bis in der Folge »Erntedank
e.V.« unlängst das erste Kommissarinnen-Baby das Licht des »Tatorts«
erblickte. (...).
Zählt
man Simone Thomalla, die neue Kommissarin aus Leipzig, mit, haben in
der Geschichte des »Tatorts«
insgesamt neun Frauen in leitender Funktion ermittelt. Künftig
werden an fünfzehn Schauplätzen sechs von ihnen im Einsatz sein. Die
neun hatten bis vor kurzem zusammen gerade mal ein einziges Kind.
Betrachtet man den
demografischen Trend, ist das nicht wirklich repräsentativ, aber
auch nicht allzu weit von der Wirklichkeit entfernt. Zumal die
bislang einzige Mutter unter den Kommissarinnen, Inga Lürsen aus
Bremen, nach wie vor als »bekennende
Rabenmutter«
einer Siebzehnjährigen auftritt"
Eva
MARZ schrieb in ihrer Fernsehkritik (SZ v. 29.03.08) zum Tatort
Erntedank e.V.:
"Das
Presseheft ist diesmal besonders dick ausgefallen (...). Ohne
Programmatik geht anscheinend nichts mehr im fiktionalen
Fernsehspiel, jenem Massenmedium, das so gerne seine Zuschauer
erziehen, belehren und ihre Fehlhaltungen korrigieren möchte. Gerne
auch da, wo in Wahrheit gar kein Korrekturbedarf besteht.
»Das Kind als
Bereicherung, als große Erfüllung, nicht als Hauptursache für Stress
und Hektik« (...)
ist eine Auffassung, die die allermeisten Deutschen ohnehin
problemlos teilen dürften."
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LUTZ-TEMSCH, Birgit (2008): Wie frei macht "dirty talking"?
Vulgäres Reden und Schreiben über Sex wird zurzeit gleichgestellt
mit einer neuen, freien Weiblichkeit. Die Frauen tappen dabei wieder
einmal in zwei uralte Fallen - die sie sich diesmal auch noch selbst
gestellt haben,
in: sueddeutsche.de v. 21.05.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom 07. - 20. Mai 2008
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