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Medienrundschau:
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News vom
10. - 22. September 2009
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Zitat
des Monats:
Risikogruppe
geschiedener Mann
"Die
Forschung und unsere klinische Erfahrung haben (...) ergeben,
dass feste Partnerschaften für die Gesundheit und das
Wohlbefinden von Männern wichtiger sind als für das von
Frauen.
Geschiedene Männer
zeigen am Arbeitsplatz nicht die
gleichen Leistungen wie verheiratete Männer. Sie haben nicht
die gleichen Lebensqualität wie sie. Außerdem besteht bei
geschiedenen Männern ein erhöhtes Alkoholismus-Risiko, die
Selbstmordrate ist höher, ebenso wie die Anzahl physischer und
psychischer Erkrankungen. Sie fallen häufiger durch
Arbeitslosigkeit, Autounfälle oder andere Unfälle auf. Sie
verlieren den Kontakt zu Freunden und schließen sich keinen
sozialen Gruppierungen mehr an. Über kurz oder lang isolieren
sie sich - abgesehen von dem Publikum, das sie in ihrer
Eckkneipe antreffen - vollständig. Kurz gesagt: Sie
verlieren ihren Lebenssinn. Ohne eine Partnerin nehmen sie
nicht mehr aktiv am Leben teil."
(aus: Patricia Love & Steven Stosny
"Schatz, wir müssen gar nicht reden!" 2009, S.10)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick September 2009 finden Sie
hier. |
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WORATSCHKA, Rainer (2009): Krise kostet Rente.
Ganz so unbeschadet, wie kürzlich von der OECD prophezeit, wird das
deutsche Rentensystem aus Expertensicht wohl doch nicht aus der
Finanz- und Wirtschaftskrise herauskommen. Ein Mannheimer Forscher hat
die Folgen der Rezession für die staatliche Altersvorsorge errechnet,
in: Tagesspiegel v. 22.09.
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GERTSCH-SCHOCH, Marianne (2009): Der Tanz ums Kind.
Nie zuvor stand der Nachwuchs so im Zentrum: Während sich viele
Eltern wie infantile Jugendliche gebärden, werden Sprösslinge auf den
hohen Sockel gestellt. Doch der exponierte Standort bietet keinen
Halt,
in: Basler Zeitung Online v. 21.09.
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ERDMANN, Nicola (2009): Darf man beim ersten Date schon gruscheln?
Man kennt Kleidergröße und Urlaubsfotos des anderen, bevor man sich
auch nur ein Mal getroffen hat. Die Zeiten von Blickkontakt und
Anlächeln sind vorbei, junge Leute daten sich heute in Netzwerken wie
Facebook. Und das ist kompliziert. Früher, ganz früher, da war man
"zusammen", wenn man die Eltern des anderen kennenlernen durfte.
Musste,
in: Welt am Sonntag v. 20.09.
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SCHIRRMACHER, Frank (2009): Die Revolution der Piraten.
Sie haben unsere Welt programmiert: Nerds blieben bislang am
liebsten unter sich und waren beinahe unsichtbar. Jetzt betreten sie
die Welt der Politik. Was hat das zu bedeuten?
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.09.
- Inhalt:
"Wir
haben es entweder alle übersehen oder nicht ernst genommen, auch
deshalb, weil Coolheitsgesichtspunkte einer Pop-Ökonomie dagegen
sprachen",
bekennt Frank SCHIRRMACHER.
Nun,
da die
Nerds bzw.
ihre
politischen Repräsentanten nach der
Macht greifen, die bekanntlich alles in ihrem Umkreis glamourös
erscheinen lässt - selbst Nerds, muss sie auch SCHIRRMACHER
widerwillig zur Kenntnis nehmen:
"Nerds, heißt es, haben es in der Pubertät etwas schwerer als die
Raver,
eine Freundin zu finden. Das stachelt sie umso mehr an. Das Ergebnis liegt
vor unser allen Augen: Nerds haben die Drehbücher unserer Kommunikation,
unserer SMS-Botschaften, mittlerweile unseres Denkens geschrieben.
Sie sind die größte Macht der modernen Gesellschaft."
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KAHLEFENDT, Nils (2009): "Writing is my business".
Als Subkultur-Cowboy, Feuilletonschreck und Bukowskiverehrer gilt
Jörg Fauser. Zum 65. Geburtstag erscheinen die gesamten Werke des
verstorbenen Schriftstellers und Journalisten in "Der Strand der
Städte",
in: DeutschlandRadio v. 20.09.
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ROTEN, Michèle (2009): Wir Dreissigkäsehochs.
Alles Gute zum Dreissigsten! Ja, vielen Dank auch. Und was heisst
das jetzt für mich? Wie es ist, in einer Kultur des Jugendwahns
erwachsen zu werden,
in: Das Magazin des Tages-Anzeiger Nr.38 v. 19.09.
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MEYER, Frank (2009): "Krebsbücher haben nichts mit Eitelkeit zu
tun".
Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho stört sich nicht an der
Welle von Büchern, in denen Prominenten von ihrem Krebsleiden
erzählen. Vielmehr bieten die Bücher die Möglichkeit zu einem
"Gespräch über ansonsten unüberschreitbare Grenzen hinweg". Zudem
erinnerte Macho daran, dass im Mittelalter das "gute Sterben" stets
öffentlich war,
in: DeutschlandRadio v. 18.09.
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EHRICH, Issio (2009): Vom Dulden und vom Abhalten.
In der Einwanderungspolitik liegen die Parteien weit auseinander.
Umstritten ist bei den Parteien aber nicht nur, wer auf welchem Weg
nach Deutschland kommen darf. Sie können sich auch nicht einigen, wie
sie mit den 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in
Deutschland umgehen sollen,
in: Tagesspiegel v. 18.09.
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HABERL, Tobias (2009): Die Flucht ins Ich.
Als Sänger und Kopf der Band Blumfeld war
Jochen Distelmeyer jahrelang der Liebling des deutschen
Feuilletons. Jetzt tritt er solo auf und versucht, in der Musik zu
sich selbst zu finden. Begegnung mit einem Mann, der alles sehr, sehr
ernst meint,
in: SZ-Magazin Nr.38 v. 18.09.
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WILLEKE, Stefan (2009): Geboren 1964.
Sie sind der geburtenstärkste Jahrgang. Sie beherrschen das Land.
Unser Autor ist einer von ihnen,
in: ZEIT-Magazin Nr.39 v. 17.09.
-
HARTUNG, Manuel J. (2009): Unser Aufstand gegen die 64er.
Manuel Hartung, Jahrgang 1981, über den Zwist zwischen den 64er-
und 80er-Generationen, die sich nicht kennen, sich strukturell aber
sehr ähneln,
in: ZEIT-Magazin Nr.39 v. 17.09.
- Inhalt:
"Das »Wir sind einfach mehr« macht die 1964er zum
gefährlichsten Jahrgang der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Besonders gefährlich sind sie, weil sie sich selbst als harmlose
Hedonisten tarnen: »Wir sind gut ausgebildet. Wir sind
einigermaßen vermögend. Wir haben Kreditkarten«, schrieb
Thomas Tuma, Jahrgang 1964, vor fünf Jahren zu seinem 40.
Geburtstag im Spiegel . Man denkt an Leute, die Eis von
Häagen-Dazs essen und bei Manufactum einkaufen, lauwarm, aber
nett. An eine Generation, die so langweilig ist, dass sie sich nicht mal
ein richtiges Etikett hat ankleben lassen. Kein Feindbild,
keine Revolte, kein Ereignis, auch kein Unteremittelklasseauto hat
sich für diese Jahrgänge zu der gemeinsamen Erfahrung verdichtet,
aus der sich eine Generation formt. Dafür, dass sie »Babyboomer«
heißen, haben sie selbst am wenigsten getan", meint Manuel J.
HARTUNG.
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AMEND, Christoph (2009): Meine Nationalgalerie.
Wie Thomas Demand, der berühmteste deutsche Künstler des
Jahrgangs 1964, auf sein Land blickt,
in: ZEIT-Magazin Nr.39 v. 17.09.
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GERWIEN, Tilman (2009): "Ich kenne es, vor Wut zu kochen".
Ursula von der Leyen, Familienministerin und siebenfache Mutter,
hat viel Kritik einstecken müssen. Mit stern-Autor Tilman Gerwien
spricht sie über Wickelvolontariate, "Zensursula", ihr Verhältnis zur
CDU - und brüllende Minister,
in: stern.de v. 17.09.
- Anmerkungen:
Im Interview werden die
Welt-Geburtenzahlen
nicht direkt genannt, aber es befindet sich auf der Interviewseite
ein Verweis auf einen
Online-Artikel
mit den Zahlen:
"Erst
gab es für Sie nur Siege, jetzt häufen sich die Rückschläge: Trotz
Elterngeld stagnieren die Geburtenzahlen, die Ausweitung des
Elterngeldes für Teilzeitbeschäftigte konnten Sie nicht durchsetzen
(...). Müssen Sie jetzt das Verlieren lernen?
Wieso?
Das Teilelterngeld steht im Wahlprogramm der Union. Kritik am Inhalt
gab es ohnehin nicht, nur am Tempo, mit dem ich es einführen wollte.
(...). Und wenn ich aus dem Geburten-Auf-und-Ab etwas lernen muss,
dann, mehr Geduld zu haben. Aber die Modernisierung der
Familienpolitik ist ohne Alternative."
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PRANTL, Heribert (2009): Family First.
Jede Familie verdient Schutz und Förderung. Familiensplitting
sollte deshalb das Ehegattensplitting ablösen,
in: sueddeutsche.de v. 16.09.
- Anmerkungen:
Weil 30 % der Ehen kinderlos bleiben, plädiert
PRANTL für ein Familiensplitting. Bereits im Jahr 1954 bezifferte
der Spiegel die Anzahl der kinderlosen Ehen auf 20 % (siehe
Grafik Spiegel Nr.38, S.11).
Ledige werden mit 30 % und die kinderarme 1-Kind-Ehe mit 20 %
angegeben. Lediglich 13 % lebten mit 2 Kindern zusammen und die
3-Kind-Familie lebten nur 5 % der Deutschen. Nach heutigem Maßstab
hätte der Spiegel damals das Aussterben der Deutschen auf den
Titel bringen müssen. Die 50er Jahre gelten heutzutage aber
als das goldene Zeitalter der Ehe! Offenbar leben wir heute in einer
hysterischeren Gesellschaft als damals.
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Meinungsmache im Wahlkampf:
Die Zeitung Welt bringt die Kinderlosigkeit auf die Agenda
-
RÖTZER, Florian (2009): Die Deutschen kriegen immer weniger Kinder.
Daran soll trotz Elterngeld nicht nur die Wirtschaftskrise schuld
sein, erklärt die Familienministerin von der Leyen,
in: Telepolis v. 16.09.
- Exklusiv-Story von
single-dasein.de:
Zum wiederholten Male
bringt die Zeitung Welt Zahlen zur Geburtenentwicklung ins
Spiel, die nicht offiziell sind und die unwidersprochen verbreitet
werden - weil sie gelegen kommen, z.B. von Florian RÖTZER.
Dorothea
SIEMS spricht in einem
Online-Artikel vom 14.09.
von rund 312.000 Geburten im ersten Halbjahr 2009 ("Geburten in
Deutschland gehen drastisch zurück"). Die Bildzeitung zieht
einen Tag später nach. Offenbar waren der Welt die
Geburtenzahlen von 2008 noch zu positiv. Bereits zur offiziellen
Veröffentlichung von Geburtenzahlen des Statistischen Bundesamtes
Ende Juli
antwortete die Welt mit einer
Kampagne gegen Kinderlose.
In
der taz erschien kürzlich ein
Artikel von Gisa FUNCK,
in dem Kinderlosigkeit als unentschuldbarer Makel beschrieben wird
- und zwar als eine Konsequenz der Debatte um den demografischen
Wandel. Anfang
des Monats zählte Felix BERTH in
der SZ sechs demografische Irrtümer übers Kinderkriegen
auf, u. a. die überhöhten Zahlen zur Kinderlosigkeit nicht nur der
Akademikerinnen.
Single-generation.de hat verglichen,
was sich seit 2005 verändert hat.
Bleibt
die Welt weiter allein mit ihrer unseriösen
Berichterstattung oder greifen nun andere Zeitungen das Thema
Kinderlosigkeit auf?
Gestern veröffentlichte ZEIT
Online eine dpa-Meldung, wonach die Zahlen alles andere
als gesichert sind:
"Die
Statistiker bestätigten (...) am Dienstag in Wiesbaden auf Anfrage
einen Bericht der Zeitung «Die Welt». Betont wurde allerdings,
unter Umständen seien dem Bundesamt noch nicht alle Geburten
gemeldet. Eine eindeutige Aussage über den Trend sei daher noch
nicht möglich."
Aussagekräftig
hinsichtlich der Geburtenrate 2009 sind Halbjahreszahlen sowieso
nicht.
-
VITZTHUM, Thomas (2009): Die Konjunkturkrise der Kinder.
Geburtenrückgang um 6,6 % trübt Bilanz der Familienministerin -
Experten: Grund auch langsamer Kita-Ausbau,
in: Welt v. 16.09.
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Falter-Titelgeschichte:
Da lacht er, der Haneke
...wenn er seinen
neuen Film "Das weiße Band" sieht. Auch die Filmredaktion freut
sich und spricht mit dem Cannes-Preisträger |
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Focus-Titelgeschichte:
Im Zweifel gegen den Mann.
Ist Gleichberechtigung noch gerecht? Überraschende Fakten zu
Sorgerecht, Jobs, Bildung |
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KLONOVSKY, Michael/WENDT, Alexander (2009): Benachteiligt? Wer denn?
Faktisch ist die Emanzipation beendet, Frauen haben sogar auf
vielen Gebieten die Männer überholt. Dennoch reißt die Klage über
Frauenunterdrückung nicht ab - als sicheres Mittel der
Machtausübung,
in: Focus Nr.38 v. 14.08.
-
PLEWNIA, Ulrike (2009): "Sexistische Rechtspraxis".
Vom kontinuierlichen Kontakt mit ihren Kindern ausgeschlossene
Väter prangern immer wieder die ihrer Ansicht nach männerfeindliche
Rechtspraxis an,
in: Focus Nr.38 v. 14.08.
-
PLEWNIA, Ulrike & Alexander WENDT (2009): "Mir kommen die Tränen".
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen über Männer,
Frauen, Emanzipation und die Frage, warum das Land dringend neue
Väter braucht,
in: Focus Nr.38 v. 14.08.
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KELLER, Thorsten (2009): All die Spinner da draußen.
Hornbys neuer Roman "Juliet, Naked" verknüpft eine eher müde
Liebesgeschichte mit dem Leitmotiv des Autors: zwanghaftes
männliches Fan-Verhalten - diesmal unter besonderer Berücksichtigung
des World Wide Web,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Online v. 11.09.
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FUNCK, Gisa (2009): Das Anti-Eva-Prinzip.
Verweigerer: In der perfektionistischen, deutschen
Gegenwartsgesellschaft, in der nichts einfach mal so schicksalsmäßig
anders laufen darf, erhält Kinderlosigkeit den Rang eines
unentschuldbaren Makels. Eines letzten, klar definierbaren
Frauenversagens,
in: TAZ v. 11.09.
- Inhalt:
Angesichts der
Meldungen zur Geburtenentwicklung in
Deutschland Ende Juli, dem
Mutterkult von Society-Zeitschriften und einem
Welt-Artikel
von Alexander ULFIG hat für
Gisa FUNCK
die Kinderlosigkeit in unserer
Gesellschaft den "Rang eines unentschuldbaren Makels, eines
Versagens" bekommen.
Diese
Sichtweise hat sich
seit dem Bestseller "Minimum" von
Frank SCHIRRMACHER mehr und mehr durchgesetzt und uns eine Flut von
Pro-Familien-Büchern (von
Eva HERMAN über
Iris RADISCH bis zu Dieter BEDNARZ)
beschert:
"alle
Einwände beim Thema Nachwuchs sind neuerdings strikt tabu. Waren
in den Siebziger- und Achtzigerjahren noch Bücher mit Titeln wie
»Kinderlos aus Verantwortung« populär, die auch die Möglichkeit
eines erfüllten Frauenlebens ohne Kind in Erwägung zogen, gilt heute
die klare Devise: Hauptsache Mutter - egal, wie.
(...).
Kinderkriegen ist längst wieder per se gut. Ein Wert an sich, der Sinn
stiftet, wo Frau ihn sich sonst erst mühsam erschaffen müsste. Das wirkt
verdächtig und ist mittlerweile so rufschädigend, dass das Eingeständnis
eigener Kinderlosigkeit einer »augenblicklichen, sozialen Vernichtung«
gleichkommt, wie der (damals kinderlose) Schriftsteller Hans-Ulrich
Treichel bereits 2004 in einem Kursbuch-Aufsatz bemerkte."
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KRAMER, Brigitte (2009): "Beobachtung ist eine Form der Liebe".
Cees Nooteboom verbringt seit vierzig Jahren die Sommer auf
Menorca. Dort hat der niederländische Schriftsteller regelmässig
«kleine Erlebnisse», die er jüngst in den Büchern «Roter Regen» und
«Nachts kommen die Füchse» literarisch verdichtet hat. Ein Besuch in
der Werkstatt,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 11.09.
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PLUWATSCH, Petra (2009): Warnung vor den "Bööschern".
Ein Hausbesuch bei Ulla Hahn, deren neuer Roman Freitag
erscheint. Die Autorin, aufgewachsen in Monheim, schreibt in
"Aufbruch" über eine rheinische Jugend - mit autobiografischen
Anklängen,
in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 10.09.
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FLORIN, Christiane (2009): "Lernen ist Leben".
Acht Jahre nach dem Erfolgsroman "Das verborgene Wort" erzählt
die Schriftstellerin Neues vom Arbeiterkind Hilla Palm. Ein Gespräch
über befreiende Bildung, katholische Komik und laute
Literaturkritiker,
in: Rheinischer Merkur Nr.37 v. 10.09.
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LIERE, Judith (2009): Jeden Tag ein Fest.
"Vollgekotzt, vollgepisst, vollgekotet": An warmen Abenden feiern
am Gärtnerplatz Hunderte Münchner. Die Klagen der Anwohner über Lärm
und Dreck werden immer lauter,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.09.
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Weltwoche-Titelgeschichte:
Wie viele Ausländer verkraftet die Schweiz? |
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom 03. - 09. September 2009
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