| |
|
[
News-Hauptseite
] [ Glossar ] [
Suche ] [ Homepage
] |
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom
18. - 23. August 2005
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
Zitat
des Monats:
"Was
heute an den demografischen Klagemauern bejammert wird -
Geburtenrückgang, Vergreisung, Migration -, sind nicht Irrläufer
und Ausläufer der Evolution. Eher kündigt sich darin eine neue
Entwicklungsstufe mit neuen Problemlösungen an. Gesellschaften
stellten ihre Nachwuchssicherung um: von vielen, riskanten und
kurzen auf wenige, sichere und längere Lebensläufe; von
Quantitäten auf Qualitäten; von biologischer auf soziokulturelle
Reproduktion; von Autarkie auf Arbeitsteilung. Diese neue
Arbeitsteilung zwischen produktiven und reproduktiven,
kinderarmen und kinderreichen Gesellschaften gilt womöglich nur
für eine Übergangsphase von 50 oder 100 Jahren. nach und nach
werden alle Kulturen sich umstellen: von einer breiten
Reproduktionsbasis mit hoher Sterblichkeit auf eine schmale
Basis lang lebender Individuen.
Dies
zu begreifen und zu akzeptieren, fällt uns schwer."
(Karl
Otto Hondrich im Cicero, August 2005)
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
WALTER, Franz (2005): Bürgerliche Bewegung.
Wenn die Grünen als politisch Handelnde ernst genommen werden
wollen, müssen sie eine Alternative zu Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot
bieten: eine Koalition mit der Union,
in: TAZ v. 23.08.
|
|
| |
|
-
FEDDERSEN, Jan (2005): Der Anti-Modernist.
Exverfassungsrichter Paul Kirchhof hat eine Mission: Er kämpft für
einen guten familiären Patriotismus christdemokratischer Prägung. Eine
Würdigung,
in: TAZ v. 23.08.
- Kommentar:
Die TAZ widmet Singlefeind Paul KIRCHHOF mit "Kinder,
Küche, Kirchhof" einen Brennpunkt. Die FR
kritisierte KIRCHHOF bereits aus frauenpolitischer Sicht und der
Tagesspiegel aus
neumittig-familienpolitischer Sicht.
|
|
| |
|
-
SIEVERS, Markus (2005): Normale Arbeitnehmer zahlen mehr.
Studien sehen nur die Wohlhabenden als Gewinner einer Steuerreform
nach dem Kirchhof-Konzept
Eine Steuerreform im Sinne des UnionsFinanzexperten Paul Kirchhof
würde mehreren Studien zufolge Geringverdiener belasten und
Spitzenverdiener begünstigen. Die Wissenschaftler warnen zudem vor
massiven Einnahmeausfällen für den Staat,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.08.
|
|
| |
|
-
KAUBE, Jürgen (2005): Entrümpelung.
Was muß weg, damit es besser wird?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.08.
- Inhalt:
Jürgen KAUBE, dem es in Deutschland zu viel Demokratie und
deshalb zu viel Sozialstaat gibt, führt in eine neue FAZ-Serie ein.
-
MERZ, Friedrich (2005): Entrümpelung.
Die Transfereinkommen sind zu hoch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.08.
- Inhalt:
Friedrich MERZ plädiert für eine
radikale
Privatisierung des Sozialstaats:
"wir
sind als Bürger zunächst ganz und gar für uns selbst verantwortlich,
für unsere Bildung ebenso wie für unsere Kinder, für unsere
Gesundheit, für unser Alterseinkommen und für unsere Lebenschancen
schlechthin."
|
|
| |
|
-
BERTH, Felix (2005): Baby-Bonus.
Australien erhöht mit finanziellen Anreizen die Geburtenrate,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.08.
- Kommentar:
Es gibt eine Zeitenwende in der
bevölkerungspolitischen Rhetorik!
Galt
bislang ein demografischer Fatalismus, so kennzeichnet die
demografische Rhetorik nun einen demografischen Aktionismus. Diese
neue Leitlinie findet sich im Buch
"Schrumpfende Gesellschaft" des Reaktionärs Franz-Xaver
KAUFMANN.
BERTH
berichtet nun auf Seite 1 der SZ über Australien, wo ein positiver
Anstieg der Geburtenrate um 0,03 (!) als Erfolg der
Bevölkerungspolitik gedeutet wird.
Für
Deutschland sind solche Schwankungen in der Geburtenrate seit
Jahrzehnten normal, ohne dass dies als Anstieg gedeutet worden wäre.
Es
muss sogar davon ausgegangen werden, dass auch in Deutschland die
Geburtenrate ansteigt.
Aufgrund
des steigenden Erstgebäralters wird die Geburtenrate seit
Jahrzehnten zu niedrig ausgewiesen. Bei den 1965 Geborenen liegt sie
z.B. nicht bei 1,4, sondern bei über 1,6.
Offenbar
soll nun aus dem zu erwartenden Anstieg der Geburtenrate ein neuer
Mythos über die Wirksamkeit von Bevölkerungspolitik abgeleitet
werden.
Diese
politische Strategie hatte single-generation.de bereits im Jahr
2003 vorausgesehen.
|
|
| |
|
-
RÜHLE, Alex (2005): Alt gegen Jung.
Einen echten Generationenkonflikt gibt es nicht mehr - heute ducken
wir uns alle ängstlich vor der unaufhaltsamen Alterslawine,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.08.
- Kommentar:
Alex RÜHLE, Angehöriger der Generation Golf,
schwadroniert im
zweiten Teil einer neuen SZ-Serie
über einen nicht vorhandenen kulturellen Generationenkonflikt.
Dabei
beklagt er doch eher das Fehlen einer neuen politischen Generation,
die gegen ein
angeblich demografisch bedingtes Problem,
nämlich die Zermalmung des Sozialsystems durch die Überalterung,
aufbegehrt.
RÜHLEs
Generationenbrei mangelt es jedoch sowohl an
kategorialer Durchdringung, als auch an einer stringenten
Gesellschaftsanalyse.
Vor
allem aber muss gefragt werden, ob die aktuelle Generationendebatte
tatsächlich so neu ist, wie RÜHLE behauptet.
Gibt
es nicht eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Ende der Weimarer
Republik?
Verdankte
der Nationalsozialismus seine Glaubwürdigkeit nicht auch den
gleichen reaktionären wissenschaftlichen Gedankengebäuden wie sie
heutzutage von
Franz-Xaver KAUFMANN ("Schrumpfende
Gesellschaft") oder
Herwig BIRG ("Die ausgefallene Generation")
geliefert werden?
So
hieß z.B. ein Buch von
Wilhelm HARTNACKE "Die Ungeborenen" (1936). Die
Rede vom "Down-breeding" muss heute nicht mehr im Gewande des
Antisemitismus oder des Rassismus daher kommen. Die Rede von der
Wissensgesellschaft liefert gegenwärtig die unverfängliche
Begründung.
Zwischen
dem ersten ( 1890er bis 1920er Jahre) und dem zweiten demografischen
Übergang (seit Mitte der 1960er Jahre) bestehen jedoch mehr
Parallelen als Unterschiede. Dies betrifft insbesondere die Debatten
um die Kinderlosigkeit.
Individualisierung
und Hedonismus sind in beiden Fällen die dominanten Schlagworte. Im
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht in beiden Fällen die
kinderlose Karrierefrau. In den 1920er Jahren
waren es die Sekretärinnen oder die Lehrerinnen, nun sind es die
Akademikerinnen, die den Reaktionären ein Dorn im Auge sind.
Es
wird behauptet, dass - im Gegensatz zu früher - niemand die
Bildungsexpansion rückgängig machen möchte. Es wird behauptet, dass
die Wissensgesellschaft mehr Gebildete benötigt.
Nur:
dieser verbalen Aufgeschlossenheit gegenüber der
Bildungsgesellschaft steht ein faktischer Rückzug entgegen: rapider
Ausbau des Niedriglohnsektors und Rückkehr zur
Zwei-Klassen-Universität (Michael HARTMANN)
zeigen an, was tatsächlich auf dem Programm steht: das Ende der
Aufstiegsgesellschaft und die Refeudalisierung der Gesellschaft.
Soziale
Herkunft wird in der zukünftigen Gesellschaft, in der der
Sozialstaat privatisiert ist, den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt
bestimmen.
Wenn
RÜHLE behauptet, dass Generation in der Soziologie die Begriff wie
Klasse und Milieu ablöst, dann ist das eine glatte Lüge. Die Begriff
beziehen sich ja auf gänzlich andere Phänomene.
Politische
Generationenkonflikte sind Machtkämpfe zwischen alter Elite und
neuer Gegenelite, während der Klassenbegriff den Arbeitsmarkt und
die davon abgeleiteten Einkommensunterschiede in den Mittelpunkt
stellt.
Soll
also mit der Generationendebatte lediglich von der größer werdenden
Ungleichheit INNERHALB von Alterskohorten abgelenkt werden?
Im
Gegensatz zum Generationenbegriff benennt der Kohortenbegriff das,
um was es wirklich geht: um die Betroffenheit verschiedener
Geburtsjahrgänge durch politische Maßnahmen.
Bei
RÜHLE und den Sozialpopulisten stehen dabei sozial- familien- und
bevölkerungspolitische Maßnahmen im Mittelpunkt.
In
der Sozial- und erst recht in der Bevölkerungspolitik geht es um
Gesetze, die erst ab ganz bestimmten Geburtsjahrgängen gelten. Damit
werden neue Ungleichheiten geschaffen. Hier werden wir es zukünftig
vermehrt mit Alterskohorteneffekten zu tun bekommen.
Dies
gilt umso mehr, je weniger sich überhaupt die sozialstrukturellen
Auswirkungen von Gesetzen vorab bestimmen lassen, weil unsere
normative Bevölkerungsstatistik dies verhindert.
|
|
| |
|
-
FR-Tagesthema: Familienpolitik
-
GASEROW, Vera (2005): Umworbene Eltern.
Die Union will mehr Geld in die Familien pumpen, SPD und Grüne
setzen auf mehr Betreuung und bessere Bildung,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.
-
SPERBER, Katharina (2005): Die Instrumentalisierung der Zahlen.
Die Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung lassen sich je nach
Interpretation für Horrorszenarien zur Lage der Gesellschaft nutzen,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.
- Kommentar:
SPERBER referiert nochmals die altbekannten
Thesen von
Gerd BOSBACH
zur Bevölkerungsvorausberechnung als moderne Kaffeesatzleserei.
Die
Debatte um die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen
zeigt jedoch, dass in der bevölkerungspolitischen Debatte noch
unverschämter gelogen wird.
Was
single-generation.de immer wieder betont hat, dass
nämlich Eltern von Familienfundamentalisten wie
Herwig BIRG in dauerhaft Kinderlose umdefiniert werden,
das ist inzwischen
empirisch nachgewiesen worden.
Es
ist ein Skandal, dass dies bislang - abgesehen von ein paar
Artikeln unter ferner liefen - kein Thema in der Presse war.
Was
der ungehinderten Durchsetzung von Bevölkerungspolitik im Wege
steht, das wird in den Medien gnadenlos unterdrückt. Ist das
unsere viel gerühmte Pressefreiheit? Heißt Qualitätszeitung, dass
nur gedruckt wird, was genehm ist?
-
KAPPUS, Monika (2005): Kein Sommer der
Emanzipation.
Wird Angela Merkel Nachfolgerin von Gerhard Schröder, dann steht
die Republik vor einem Paradoxon: Denn frauenpolitisch wäre mit
dieser ersten Kanzlerin kein Staat zu machen,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.
- Inhalt:
"Die Frau Merkel hat Frauen wenig zu bieten. Seit
fast fünf Jahren Vorsitzende, konnte sie die CDU nicht von einem
überkommenen Frauenbild loseisen. (...). Konsequent erscheint es,
dass auch unter Merkel im Wahlprogramm ein eigenständiger
Emanzipationsanspruch von Frauen nicht vorkommt. Nur die Forderung
nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird
vorgetragen. Der dafür nötige Ausbau der Kinderbetreuung wird aber
in die Zuständigkeit der Länder verwiesen. Geld soll in die
Familien gepumpt werden. Dazu passt das Bekenntnis zum
Ehegattensplitting, das der Berufstätigkeit verheirateter Frauen
oft entgegensteht. Dass einer wie Paul Kirchhof, der meint, »die
Mutter macht in ihrer Familie Karriere«, zu den Top-Kandidaten in
Merkels »Kompetenzteam« gehört, rundet das Bild ab. Solch
programmatischen Totalausfall wie die Union leistet sich keine der
anderen aussichtsreichen Parteien, die umgekehrt aber nur Männer
als Spitzenkandidaten haben", klagt KAPPUS
|
|
| |
|
-
FÜLLER, Christian (2005): Der Bekenntniserzwinger.
Finanzminister Kirchhof macht den Parteien Angst, nicht Bürgern,
in: TAZ v. 22.08.
- Inhalt:
FÜLLER lobt - abgesehen von den sonstigen
Problemen - Paul KIRCHHOFs Ansatz der Steuervereinfachung:
"Nutzt
eine für jeden verständliche Steuer etwa nicht allen? Was ist
neoliberal, wenn eine vierköpfige Familie erst oberhalb von 34.000
Euro Steuern bezahlt? Schadet es Geringverdienern,
Steuerschlupflöcher zu schließen? Kirchhof steht für Klarheit nicht
allein auf der Steuererklärung. Er macht transparent, wo die
Parteien jenseits ihrer Selbstzuschreibung als Linke oder
Arbeitsbeschaffer stehen."
|
|
| |
|
-
GEHLEN, Martin & Armin LEHMANN (2005): "Wir bräuchten eine Art New
Deal".
Ist Armut ein neues, ein altes oder gar ein ostdeutsches Phänomen?
Sozialforscher Leibfried über "Proletarisierung" und riskante
Abenteuer,
in: Tagesspiegel v. 22.08.
- Inhalt:
Der Sozialforscher
Stephan LEIBFRIED weist u.a. darauf hin, dass Kinderreiche nicht
unbedingt unter den Geringverdienern zu finden sind, sondern auch
unter den Spitzenverdienern.
|
|
| |
|
-
LEICK, Romain (2005): Harry Potter für Erwachsene,
in: Spiegel Nr.34 v. 22.08.
- Kommentar:
Der Spiegel bedankt sich für eines der
wenigen Vorausexemplare des Buches mit einer wohlwollenden Kritik:
"Seine
Kritiker - in Wahrheit meist neidvolle, hasserfüllte Verfolger -
erliegen einem konsternierenden Missverständnis: Nur weil
Houellebecq mit aufreizender Flachheit eine flache, sich zu Grunde
richtende Welt beschreibt, ist das Ergebnis nicht selbst flach und
hohl. Sein Sujet ist der moderne Trash, der alle Lebensbereiche der
Spaßgesellschaft durchdringt; aber der Roman ist deswegen nicht auch
Trash.
»Die
Möglichkeit einer Insel« ist die Begegnung von Naturalismus und
Science-Fiction."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
EXPRESS-Dossier: Michel Houellebecq
-
MARTIN, Daniel (2005): Houellebecq malgré lui,
in: Express v. 22.08.
- Inhalt:
Das Express-Dossier berichtet über die nicht
autorisierte Biografie von Denis DEMONPION, der Michel HOUELLEBECQ
u.a. die Fälschung seines Geburtsdatums vorwirft.
Der
Express veröffentlicht unter der Überschrift
"Bonnes feuilles" Auszüge aus der Biografie.
Bereits
in der Woche zuvor hat Olivier Le NAIR über HOUELLEBECQ und das
neue Buch ("Houellebecq
fait so clone") berichtet.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
NICKEL, Eckhart (2005): Die Hölle ist die Einsamkeit zu zweit.
Ein Schrei nach Romantik und Liebe: Der neue Roman von Michel
Houellebecq, in dem eine neue Gattung von gefühllosen Menschen in die
Vergangenheit zurückblickt, ist ein Märchen aus dem Jahr 4005 und eine
zutiefst traurige Utopie von heute,
in: Welt am Sonntag v. 21.08.
|
|
| |
|
-
HANK, Rainer (2005): Clara Streit.
Die Beraterin,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.08.
- Kommentar:
Rainer HANK porträtiert Clara STREIT, eine von
zwei weiblichen Führungskräften, die in einem der 30 größten
deutschen DAX-Unternehmen arbeiten.
In
der sozialpopulistischen Debatte wird STREIT als
lebenslang Kinderlose gezählt, weil sie mit 36 Jahren noch kinderlos
ist. Sie selbst sieht sich jedoch eher als Noch-Kinderlose:
"Den
Einwand, ein solches Leben sei eben nur als kinderlose Single-Frau
möglich, hat sie erwartet. »Es ist ja noch nicht zu spät: Ich bin ja
erst 36 und nicht völlig free floating«, sagt sie. Tatsächlich hat
sie vor wenigen Wochen geheiratet. Doch dann wird sie - für ihr
frohes Naturell - bemerkenswert ernst: »Vernünftige Kinderbetreuung
in Deutschland ist ein echter issue, jedenfalls dann, wenn Sie einen
unplanbaren schedule haben.«
Das Anglodeutsch dieser Sprache ist typisch; gemeint hat sie, daß
auch eine Kinderfrau in ihrem Beruf nicht wirklich weiterhilft, wenn
sie morgens noch nicht sagen könne, wann sie heimkomme. So haben die
Frauen eben immer die schlechteren Karten. Nein, für eine Quote -
Affirmative Action, wie es die Amerikaner in solchen Fällen gerne
machen - ist Clara Streit deshalb noch lange nicht. Aber eine
Faustregel hat sie schon: »Die Top-Karriere einer Frau zu fördern
ist wichtiger als die Karriere eines Mannes.«"
|
|
| |
|
-
WEIDERMANN, Volker (2005): Das letzte Tabu.
Michel Houellebecqs neuer Roman erzählt von Sex, Autos und Klonen -
vor allem aber vom Unglück des Älterwerdens,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.08.
- Kommentar:
Ist
Volker WEIDERMANN inzwischen Angestellter bei
Daimler-Chrysler? Oder was soll die penetrante Mercedes-Werbung in
dieser Rezension?
WEIDERMANN
bedient neben der Autoindustrie noch die Antifemmisten, die sich
über willige Frauen bei HOUELLEBECQ freuen dürfen (Feministinnen
werden sich entsprechend mokieren).
Das
Fazit von WEIDERMANN für den öden Zweitaufguss der
"Elementarteilchen" lautet:
"Roman
über das Unglück des Alterns. Neben allen Thesen vom Ende der
Religionen und dem Traum vom neuen Menschen, von Nietzsche und vom
Ende der Liebe ist es vor allem anderen dies: ein Buch der Angst. In
seinen Visionen wird in naher Zukunft eine Selbstmordwelle durch die
Welt gehen, der die meisten Frauen über vierzig und die Männer über
fünfzig zum Opfer fallen. Die Lücke zwischen dem totalen Körperkult
der Gesellschat und der Unmöglichkeit der Liebe ist für keinen mehr
zu schließen."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
MIEGEL, Meinhard (2005): Die Koalition der Suchenden.
Die Gesellschaft ist krank - die Parteien sind ohne Rezept,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.08.
|
|
| |
|
-
WIRNER, Stefan (2005): Moderne Balzrituale,
in: Berliner Zeitung v. 18.08.
- Kommentar:
Aus der Rubrik
"zurückgebliebene
Männer" stammt das Balzritual "Magnet-Kucken". Diesmal ist
jedoch nicht Ostdeutschland, sondern ein Berliner Szeneviertel Ort
des Geschehens.
|
|
| |
|
-
PREISSLER, Brigitte (2005): Subversion der Krawattenträger.
Bernd Cailloux illuminiert das Geschäftsjahr 1968/69 mit dem
Disko-Stroboskop,
in: Berliner Zeitung v. 18.08.
- Inhalt:
PREISSLER sieht in dem Roman
"Das Geschäftsjahr 1968/1969" keine
platte Abrechnung mit den 68ern:
"Zwar
entzaubert er den Mythos 1968, indem er die Geschichte der Kultur-
und Politrevolte als Rückblick auf eine Firmengründung erzählt.
Zudem lassen sich seine subversiven Krawattenträger recht
umstandslos vor jeden Karren spannen: So (lässt sich) der Erzähler
(...) durch den konservativen Unternehmensberater Kracht
korrumpieren. Diesen hat Cailloux wohl kaum zufällig nach dem
einstigen Generalbevollmächtigten Axel Springers benannt, der wie
sein Sohn Christian Kracht heißt. (...).
Und
doch bilanziert Cailloux das Jahr '68 mit einem oft an Nick Hornby
erinnernden, ironischen Sprachwitz versöhnlich."
|
|
| |
|
-
MONATH, Hans (2005): "Nicht
Macht, sondern Glück für Mütter".
Wie Kirchhof die Rollen in der Familie verteilt,
in: Tagesspiegel v. 18.08.
-
BRUNS, Tissy (2005): Union und Familie.
Vom Leben überholt,
in: Tagesspiegel v. 18.08.
- Inhalt:
BRUNS erinnert nochmals an die
"Schwarzen Visionen" der "68er" der CDU,
die Mitte der 80er Jahren - dank eines
feministischen Gesinnungswandels ("Müttermanifest")
- nochmals die familienpolitische Vorherrschaft durch Wahlfreiheit
und Erziehungsgeld gesichert haben.
Nun
aber, in Zeiten eines
Paul KIRCHHOF und einer Ursula von
der LEYEN - meint BRUNS - sei dies nicht mehr möglich:
"Der
Vater, hat Kirchhof noch vor drei Jahren geschrieben, ist für die ökonomischen
Grundlagen der Familie zuständig, die Mutter macht in der Familie
Karriere. Welche junge Frau, welcher junge Mann will oder kann sich
daran orientieren? Nicht weniger unglaubwürdig ist das Gegenteil,
Modell von der Leyen, berufstätige Mutter von sieben Kindern. Von
den ganz normalen Härten des (Familien-)Lebens sind beide weit
entfernt."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
MÜLLER, Lothar (2005): Dann fressen ihn die Raben.
Zum Auftakt einer neuen Feuilleton-Serie: Über den Ausschluss als
gesellschaftliches Prinzip und das Auseinanderfallen des sozialen
Konsenses,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.08.
- Kommentar:
Jahrelang hat nun die Mitte-Presse gegen die
Konsensgesellschaft gewettert. Nun zieht die SZ eine erste
Zwischenbilanz. Naht endlich das ersehnte Ende der
Konsensgesellschaft? fragt hoffnungsfroh die neue Serie.
MÜLLER
vermeldet erste Erfolge der Eliten bei der Spaltung der
Arbeitnehmergesellschaft.
Der
Interessenkonflikt Kapital versus Arbeit konnte erfolgreich aus der
Schusslinie genommen werden und die Aufmerksamkeit auf die Konflikte
innerhalb der Arbeitnehmerschaft gelenkt werden.
So
kämpfen nun z.B. lohnabhängige Eltern gegen lohnabhängige
Kinderlose, während sich die Arbeitgeber (nicht-lohnabhängige
Kinderlose bleiben dagegen ganz außen vor!) aus der Verantwortung
für die Nachwuchssicherung gestohlen haben.
Single-dasein.de
hat dies bereits im April 2004 als
Katholisierung der Berliner Republik
bezeichnet.
-
SCHLOEMANN, Johann (2005): Arbeitslose gegen
Arbeitsplatzbesitzer.
Der große Graben, Teil 1: Die Einhegung der Vollzeitstellen wird
brüchiger, Erwerbslose bekommen ein Gesicht, den Privilegierten wird
unwohl,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.08.
|
|
| |
|
-
WIDMER, Thomas (2005): Bonjour Happiness.
Bei Michel Houellebecq reimt sich Buch auf rotes Tuch. Diesen
Franzosen zu schmähen, ist einfacher, als vom Barhocker zu fallen. In
der nächsten Woche kommt sein neuer Roman heraus – und hier: neun
Gründe, die für den Mann und sein Werk sprechen,
in: Weltwoche
Nr.33 v. 18.08.
- Kommentar:
Nicht kostenlos zu lesen ist der Artikel von WIDMER,
denn von HOUELLEBECQ, dessen neuer Roman
"Möglichkeit einer Insel" demnächst erscheint, erwartet man sich
immer noch viel...
|
|
| |
|
Stern-Titelgeschichte:
Generation Zuversicht. Realistisch, optimistisch, konservativ.
Große stern-Umfrage unter jungen Erwachsenen |
-
KNOBBE, Martin (2005): Jung, klug + ziemlich brav.
54 % aller 18- bis 30-jährigen Deuschen blicken hoffnungsvoll in
ihre Zukunft. Wie kann das sein, in diesen Zeiten? Mit einer großen
Umfrage stellt der stern das Lebensgefühl jener Generation vor, die
Deutschland zukünftig prägen wird,
in: Stern
Nr.34 v. 18.08.
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom
11. - 17. August 2005
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ Glossar ] [
Suche ] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|