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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 16. - 22. August 2009

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Das Interesse der Soziologie am Online-Dating

"Erstens handelt es sich bei der Partnerwahl im Internet um eine soziale Innovation, die vielen Menschen neue Gelegenheitsstrukturen der Partnersuche bietet, und der ein starkes öffentliches und wissenschaftliches Interesse entgegengebracht wird. Die Möglichkeit, online einen Partner zu suchen, ist in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden und auch die Verbreitung hat durch die verstärkte Nutzung des Internets im Alltag stark zugenommen, sodass sich heute bereits etwa 5,5 Millionen Menschen in Deutschland an der Online-Partnersuche beteiligen (Schulz et al. 2008). Zweitens wird dem Internet häufig im Sinne des Individualisierungsprinzips eine eher egalisierende Wirkung auf die Paarbildung zugeschrieben (vgl. Bühler-Ilieva 2006). (...).
            Drittens sind Online-Kontaktbörsen eine einzigartige Datenquelle für sozialwissenschaftliche Untersuchungen, weil hier zum ersten Mal in einer sehr frühen Phase der Partnerwahl detaillierte Daten zur Wahl von Kontaktpartnern verfügbar sind."
(aus: Jan Skopek/Florian Schulz/Hans-Peter Blossfeld: "Partnersuche im Internet", Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 2, 2009, S.185)

 
 
 
Ab sofort finden Sie auf der Website www.single-luege.de einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.

Den aktuellen Rückblick August 2009 finden Sie hier.  

 
       
     
     
     
     
     
   
  • POELCHAU, Nina (2009): Das kriegen wir schon hin.
    Der Mensch macht sich viel zu viele Gedanken: Wir grübeln, was morgen sein wird, fürchten uns vor falschen Entscheidungen, zweifeln, ob wir alles richtig machen oder ob wir bald alles Mögliche bereuen. Dabei wäre unser Leben viel besser, wenn wir die Dinge etwas entspannter angingen. Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit,
    in: SZ-Magazin Nr.34 v. 21.08.
 
     
     
     
   
  • BARTH, Sandra (2009): Vernetzte Gefühle.
    Der ältere Herr und seine Begleiterin sitzen auf der Terrasse eines Cafés eng beieinander. Die beiden kommen gar nicht dazu, ihre Flasche Wasser zu leeren. Sie reden pausenlos. Er hält dabei zärtlich ihre Hand und schaut ihr tief in die Augen. Werner hat Ines vor anderthalb Jahren kennen gelernt - nicht etwa altmodisch beim Tanztee, sondern ganz modern im Internet,
    in: Welt v. 20.08.
 
   
  • GÜNTHER, Julia (2009): Netzwerk statt Enkel.
    Serie: Kinder, Kinder (3),
    in: Welt v. 20.08.
    • Inhalt:
      Julia GÜNTHER, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden, schreibt darüber, warum ältere Singles durch Kinderlosigkeit und/oder Partnerlosigkeit eher in Situationen sozialer Isolation und Vereinsamung geraten können. GÜNTHER macht aber auch Hoffnung:

                  "Kinderlosigkeit muss aber nicht zwangsläufig Vereinsamung bedeuten. So hängt die Sozialintegration im Alter wesentlich von der Netzwerkorientierung und vom Lebensstil vorheriger Lebensphasen ab. Zudem gibt es vielversprechende Ansätze, die soziale Einbindung alter Menschen zu unterstützen, etwa durch den Aufbau von Selbsthilfestrukturen, ehrenamtlichen Beschäftigungsmöglichkeiten, seniorenspezifischen Internetportalen, Nachbarschaftsnetzwerken oder mehrgenerationalen Wohnprojekten. Diese gilt es in Zukunft verstärkt zu fördern"
 
   
  • DRAEGER, Jan (2009): Von Vätern und Söhnen.
    Welche Rolle sollen Männer in der Erziehung spielen? Und was macht das Verhältnis zu ihren Söhnen so außergewöhnlich? Ein Gespräch mit dem Familienforscher Wassilios Fthenakis über Erwartungen, Konflikte und den Wert von Vorbildern,
    in: Welt v. 20.08.
    • Anmerkungen:
      Das Interview erschien bereits am 15.08. in der Berliner Morgenpost.
 
   
CAPITAL-Titelgeschichte:
Der Vertrag fürs Leben.
Neue Regeln für Paare mit und ohne Trauschein
  • MÜNSTER, Thomas C. & Rüdiger SCHMITZ-NORMANN (2009): Vertragt euch!
    Partnerschaften: Ab 1. September gelten neue Regeln für Zugewinn und Versorgung. Sie machen die Reform des Scheidungsrechts komplett. Künftig muss jeder stärker für sich selbst sorgen - egal ob in Ehe, wilder Ehe oder Patchworkfamilie. Ohne Vertrag lebt es sich gefährlich,
    in: Capital Nr.9 v. 20.08.
 
   
  • STOLZ, Matthias (2009): Väter in Elternzeit:
    Deutschlandkarte: In welchen deutschen Städten kümmern sich die meisten Väter zwei Monate oder länger um ihren Nachwuchs? Unsere Karte hält einige Überraschungen bereit,
    in: ZEIT-Magazin Nr.35 v. 20.08.
 
     
     
     
     
   
  • Nationalkonservative Meinungsmache im Wahlkampf oder: Wozu Karteileichen gut sind

    • PETROPULOS, Kostas (2009): Deutschland? NIchts wie weg hier!
      Deutsche Alarmglocken: niedrige Geburtenrate, zu viele Auswanderer. Ein Gastbeitrag,
      in: Tagesspiegel v. 20.08.
      • Anmerkungen:
        Wie wird in dieser Republik unseriöse Meinungsmache betrieben? Ganz einfach: Man erzählt nur die halbe Wahrheit. Dass den erhöhten Abwanderungszahlen auch eine Datenbereinigung zugrunde liegt, das verschweigt unser Autor:

                    "Wegen der bundesweiten Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer sind 2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen worden, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen geführt haben. Da der Umfang dieser Bereinigungen aus den Meldungen der Meldebehörden statistisch nicht ermittelt werden kann, bleiben der tatsächliche Umfang der Fortzüge im Jahr 2008 und die Entwicklung gegenüber den Vorjahren unklar" (DESTATIS-Pressemeldung vom 23.07.2009).
                    Abwanderungstrends sind im übrigen alles andere als neu. Mitte des Jahrzehnts  wurde z.B. über die Abwanderung von Eliten diskutiert.
                    Am 23. Juli 2006 tönte Michael STÜRMER genauso wie heute PETROPULOS:
                    "Zuerst wollen die Deutschen keine Kinder zeugen, dann wollen sie nicht sterben, und der Rest wandert aus. Aus dem Statistischen Bundesamt kommt die Nachricht, dass 2005 so viele Deutsche das Land verließen wie niemals seit den späten 40er Jahren"
                    Dagegen klingt PETROPOLUS' angebliche Sensation richtiggehend harmlos:
                    "Erstmals seit 22 Jahren haben mehr Menschen das Land verlassen als zugezogen sind. Vor allem die Abwanderung von jungen Deutschen ins Ausland hat weiter angehalten."
 
   
  • RADECK, Sabrina (2009): Besser flirten beim Stöckchen werfen.
    Damit sie nicht so einsam sind, halten sich viele Singles ein Haustier. Vor allem über Hunde lassen sich aber auch Kontakte knüpfen. Im Interview spricht Dr. Andrea Beetz, die zum Thema Tier-Mensch-Beziehung forscht, über Tiere in Partnerschaften und als Test für ihre Nachwuchstauglichkeit,
    in: WAZ Online v. 19.08.
    • Inhalt:
      Sabrina RADECK spricht mit Andrea BEETZ u.a. über Hunde als Flirthilfe:

                  "Würden Sie Singles (...) dazu raten, statt in Online-Partnerschaftsbörsen nach dem passenden Partner zu suchen, sich einfach einen Hund anzuschaffen und mit ihm durch den Wald zu laufen?
                  Beetz: Das finde ich sehr heikel als Rat. Prinzipiell muss man natürlich für ein Tier bereit sein. Ist man das nicht, hat sich das Tier aber für die Partnersuche angeschafft, aber der Partner mag dann gar keine Tiere, gibt es ein Problem. Man fühlt sich dann einfach angebunden. Mal eben nach Paris fliegen wird dann schwierig. Für solche Fälle kann man sich aber auch an Tierheime wenden. Die freuen sich immer, wenn es Menschen gibt, die mit den Hunden Gassi gehen."
 
     
     
     
     
     
     
     
   
  • FISCHER, Konrad (2009): Kommunen im Wickelkrieg.
    Aus Angst vor dem drohenden Einwohnerverlust liefern sich Städte und Gemeinden eine teure Werbeschlacht um junge und bauwillige Familien,
    in: Wirtschaftswoche Nr.34 v. 17.08.
 
     
     
     
     
   
  • Albrecht Müller - Meinungsmache

    • MINKMAR, Nils (2009): Eine perfekte Meinungsmaschine.
      Der Politik-Blogger Albrecht Müller über die Macht von PR-Agenturen über Politik und Medien,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.08.
      • Inhalt:
        Nils MINKMAR befragt Albrecht MÜLLER über die Meinungsmache in den Medien. Ein typisches Beispiel ist die Durchsetzung des Elterngeldes:

                    "Haben Sie als Macher der »Nachdenkseiten« das Gefühl, gegen Windmühlen anzuschreiben?
                    Albrecht Müller: Das ist mein Dauergefühl. Es gibt einen breiten Strom von herrschenden Meinungen; dagegen stehen unter anderem die »Nachdenkseiten«, die erfunden wurden, um eine Gegenöffentlichkeit zu kreieren. Es gibt ja durchaus viele mit guten Fakten begründete Gegenmeinungen zu den herrschenden Meinungen, aber diese Ströme laufen oft aneinander vorbei. Wie oft wurde beispielsweise die Behauptung wiederholt, 40 oder sogar 43 Prozent der Akademikerinnen blieben kinderlos? Aufgrund dieser Meinungsmache wurde das Elterngeld eingeführt. Dabei stand schon zwei Jahre vorher in der »Zeit«, dass diese Zahl nicht stimmen kann. Es war also eine gemachte Meinung. Doch die Veröffentlichung der Gegenmeinung hatte keinerlei Effekt."
                    Was das Thema Meinungsmache im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel betrifft, lässt sich dies Tag für Tag auf dieser News-Seite bzw. auf der News-Seite von single-generation.de nachlesen. Einen guten Überblick geben die Rückblicke auf die Jahre 2001, 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006.
                    Insbesondere die ZEIT spielte in der Durchsetzung des Elterngeldes eine zentrale Rolle. Anhand der Artikel der Journalisten Susanne GASCHKE und Björn SCHWENTKER lässt sich die Debatte um die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen gut nachvollziehen.
                    Die ZEIT reagierte auf die kritische Gegenöffentlichkeit von Websites wie single-dasein.de und single-generation.de mit der Engagierung des Wissenschaftsjournalisten Björn SCHWENTKER, der in der Online-ZEIT die Funktion eines "Anti-GASCHKE" übernahm. Erst nachdem die Durchsetzung des Elterngeldes gesichert war, durfte SCHWENTKER auch in der Print-ZEIT schreiben. Deutlicher lässt sich Meinungsmache kaum nachweisen.
                    Das Buch "Die Single-Lüge" aus dem Jahr 2006 war das erste Buch, das die Meinungsmache auf dem Gebiet der Demografie ausführlich beschrieb.
                    Wie vergesslich die Medien - insbesondere in Zeiten des Wahlkampfes - sind, wurde wieder einmal deutlich bei der Veröffentlichung der Geburtenzahlen für Deutschland in diesem Sommer durch das Statistische Bundesamt und EUROSTAT. Gegen diese Vergesslichkeit der Medien gibt es deshalb auf single-dasein.de immer wieder Hintergrundberichte und Anmerkungen zu speziellen Medienberichten.
 
   
  • KOGELBOOM, Esther (2009): Auf die Plätze!
    Heute verrate ich an dieser Stelle exklusiv den wirksamsten Smalltalk-Trick, der Sie ganz sicher aus allen kommunikationstechnischen Notsituationen, wie zum Beispiel Dauerschweigen, befreit,
    in: Tagesspiegel v. 16.08.
 
     
     
   

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