[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]

   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 16.-20.Dezember 2004
News 11.-15.Dezember 2004
News 01.-10.Dezember 2004
News 16.-30.November 2004
News 01.-15.November 2004
News 21.-31. Oktober 2004
News 16.-20. Oktober 2004
News 11.-15. Oktober 2004
News 05.-10. Oktober 2004
News 01.-04. Oktober 2004
News 24.-30. September 2004

News 16.-23. September 2004
News 11.-15. September 2004
News 05.-10. September 2004
News 01.-04. September 2004
News 25.-31. August 2004
News 16.-24. August 2004
News 06.-15. August 2004
News 01.-05. August 2004
News 22.-31. Juli 2004
News 16.-21. Juli 2004
News 11.-15. Juli 2004
News 06.-10. Juli 2004
News 01.-05. Juli 2004
News 23.-30. Juni 2004
News 16.-23. Juni 2004
News 01.-15. Juni 2004
News 22.-31. Mai 2004
News 11.-21. Mai 2004
News 05.-10. Mai 2004
News 01.-04. Mai 2004
News 21.-30. April 2004
News 15.-20. April 2004
News 06.-14. April 2004
News 01.-05. April 2004
News 24.-31. März 2004
News 16.-23. März 2004
News 09.-15. März 2004
News 01.-08. März 2004
News 20.-29. Februar 2004
News 15.-19. Februar 2004
News 08.-14. Februar 2004
News 01.- 07. Februar 2004
News 25.- 31. Januar 2004
News 15.- 24. Januar 2004
News 08.- 14. Januar 2004
News 01.- 07. Januar 2004
News 17.-31.Dezember 2003
News 08.-16.Dezember 2003
News 01.-07.Dezember 2003
News 16.-30.November 2003
News 01.-15.November 2003
News 26.-31. Oktober 2003
News 21.-25. Oktober 2003
News 11.-20. Oktober 2003
News 01.-10. Oktober 2003

News 2003
News 2002
News 2001
News 2000

 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 21. - 25. Dezember 2004

 
 
     
     
     
 
   
Zitat des Monats:
"Herbert behauptet stock und steif, er sei Single. Dabei lebt er seit über zehn Jahren mit seiner Freundin Angelika zusammen. Unsere Gespräche darüber verlaufen stets nach dem gleich Strickmuster:
»Herbert, sieh es einfach ein. Du bist kein Single«
»Natürlich bin ich das. Genau wie du«
»Und was ist mit Angelika?«
»Was soll mit ihr sein?«
»Ihr wohnt seit zehn Jahren in einer Wohnung«
»Na und? Wir haben eine WG. Um genau zu sein, eine Zweier-WG.«
»Natürlich. Und die Tatsache, dass ihr miteinander schlaft, hat wohl auch nichts zu sagen?!«
»Genau. Wir haben Sex miteinander. Deswegen ist man doch in keiner Beziehung. Das müsstest du doch am besten wissen.«
»Ich habe aber nicht seit zehn Jahren Sex mit derselben Frau.«
»Zufall. Es ergibt sich halt so, wenn man zusammenwohnt.«

(aus: Daniel Bielenstein "Die Frau fürs Leben", 2004, S.32f.)
 
 
 
  • BERGIUS, Michael (2004): Malus für Kinderlose verwirrt Rentner.
    Versicherungsanstalten belehren über "Elterneigenschaften". Ansturm auf Hotlines,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.12.
    • Kommentar:
      In Deutschland wird viel über Kinderlosigkeit gesprochen und das seit mehreren Jahrzehnten.

            
        Dennoch weiß niemand wie viele Kinderlose es in Deutschland überhaupt gibt. Nur Sozialpopulisten wissen das genau.
            
        Das "Kinder-Berücksichtigungsgesetz" definiert nun erstmals - zumindest für die Pflegeversicherung - , wer in Deutschland als kinderlos gilt:
            
        "Eltern im Sinne des Gesetzes sind leibliche Eltern, Adoptiv-, Stief- und Pflegeeltern. Ein Kind befreit beide Elternteile von dem erhöhten Beitrag".
            
        Die Strafsteuer müssen aber nicht alle Kinderlosen zahlen, ausgenommen sind "Kinderlose unter 23 sowie Renten-Bezieher, die vor dem 31. Dezember 1939 geboren wurde"
            
        Die im Bericht genannten Verwirrungen betreffen also nur Rentner, die noch keine 65 Jahre alt sind. Dies ist immerhin eine Gruppe von  ca. 4,3 Millionen Personen.
            
        Bislang galten in der Rentenversicherung als Kinderlose, Personen, denen keine Kindererziehungszeiten angerechnet wurden.
            
        Der in der Pflegeversicherung angewandte Kinderlosenbegriff ist nicht deckungsgleich mit jenem in der Rentenversicherung, weswegen die Erfassung der Kinderlosen Probleme bereitet.
            
        Es ist davon auszugehen, dass der Kinderlosenbegriff in den nächsten Jahren durch die verstärkte bevölkerungspolitisch motivierte Sozialpolitik des öfteren neu definiert werden muss. 
 
  • MEDICUS, Thomas & Harry NUTT (2004): "Wir müssen nicht mental aufrüsten".
    Ein Feuilleton-Gespräch mit Susan Neiman, Dirk Baecker und Otto Kallschauer über
    as Verhältnis von Religion und Politik. Und mit drei Überlegungen zur Weihnachtsbotschaft,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.12.
 
  • HORX, Matthias & Oona HORX (2004): Schöner denken.
    Zuversicht und konstruktive mentale Auseinandersetzung sind Schlüsselfaktoren für die Wissensgesellschaft,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.12.
 
  • Die Weihnachts-taz: Wunderbar ewiggleich.
    Dem Weihnachtsmann entkommt man nicht. Drei Geschichten zum Fest der Liebe

    • DENGI, Zonya (2004): Nah am Original,
      in: TAZ v. 24.12.
    • KUHLBRODT, Detlef (2004): Die Pflicht ruft,
      in: TAZ v. 24.12.
      • Inhalt:
        KUHLBRODT beschreibt Weihnachten aus der Sicht des Kinderlosen als Pflicht:

              
          "Weihnachten ist eine schwierige Geschichte und wird auch nicht einfacher, wenn man älter wird. Gerade wenn man selber keine Familie hat, die die Familie, aus der man kommt, fortsetzt, wenn gerade keine Freundin da ist, die legitimieren könnte, nicht »nach Hause« zu fahren, oder die als Verbündete mitkommen könnte. Dorthin, wo man groß geworden ist, an diesen Ort, an dem man die ersten zwanzig Jahre seines Lebens gelebt hatte."
    • RÖSINGER, Christiane (2004): Der schöne Zwang,
      in: TAZ v. 24.12.
      • Inhalt:
        Christiane RÖSINGER beklagt das Fehlen neuer Weihnachts-Rituale:

              
          "Für fast alle Lebensbereiche wurden neue Formen gefunden, Kinderläden, Indierock, Patchworkfamilien, bohemistische Lebensentwürfe, hedonistische Mangelwirtschaft - neue Bräuche und Rituale -, nur für Weihnachten nicht. Das wird ja auch von den Weihnachtsverweigerern höchstens imitiert, die Gans mit Freunden statt mit der Familie verspeist. Oder es wird ironisch gefeiert".
 
 
  • WIDMANN, Arno (2004): Wir kriegen keinen anderen Herrgott rein.
    Ein Weihnachtsgespräch mit dem Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger - ein Blick in eine Parallelgesellschaft,
    in: Magazin der Berliner Zeitung v. 24.12.
    • Inhalt:
      Klaus BERGER kritisiert u.a. die mangelnde Leidensfähigkeit der 68er-Generation (obwohl er nur über die 68er-Bewegung spricht):

            
        "Aber wozu all das Elend, die Gewalt, den Terror? Wir könnten doch das Schöne - das Paradies - direkt haben.
      Das Problem ist gerade diese unsere Neigung zur Instantlösung. »Das Schöne könnten wir doch direkt haben.« Die 68er Generation sehe ich als Leute an, die Sofortlösungen angestrebt haben. Sie wollten nicht den langen Marsch nicht nur nicht durch die Institutionen, sondern schon gar nicht durch das Leiden. Manche gingen so weit, nicht einmal einen Beruf zu erlernen, geschweige denn ihn zu ergreifen. Sie wurden Berufsrevolutionäre, weil sie die Vorstellung hatten, es lohne sich gar nicht, einen bürgerlichen Beruf zu erlernen, denn es käme die klassenlose Gesellschaft. Meine Freunde vom SDS in München diskutierten das so. Für sie war ein Examen nichts als spießbürgerlich. So dachte die Elite damals. Die patentierte Geduldlosigkeit. In allen Dingen aber, die wichtig sind im Leben, kommt es auf Geduld an. Das ist, glaube ich, auch die Antwort auf das Ertragen von Ungerechtigkeit und Leiden. Darum spielt der Märtyrer in meiner Theologie eine große Rolle. Bei ihm spitzt sich dramatisch zu, was für uns alle gilt: Alles braucht Geduld im Leben: Liebe, Gesundheit, Kindererziehung.
      "
      • Kommentar:
        Einen inneren Monolog über den Wandel der Alt-68er aus der Sicht eines roten Existenzialisten liefert
        Lutz von Werder in "Die schwarze Landschaft". Dort werden die Jahre 1966 - 1979 dokumentiert, also jene Jahre in denen die Berufsrevolutionäre zu Karrieristen mutierten oder ins Abseits gerieten.
 
  • BRÄUNLEIN, Jürgen (2004): Peter Pan.
    Er will alles, nur nicht erwachsen werden. Und das schon seit 100 Jahren,
    in: Magazin der Berliner Zeitung v. 24.12.
    • Kommentar:
      "Peter Pan" ist der Gewährsmann unserer neuen Werteelite, deren Feindbild die Spaßgesellschaft und der Hedonismus ist, der vom Narzissten verkörpert wird.

            
        Die Figur entspringt dem viktorianischen Zeitgeist, also jener Zeit, die sehr den angeblich goldenen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts in Deutschland ähnelte. 
 
  • WIDMANN, Arno (2004): Ein Gegner des gesellschaftlichen Fortschritts.
    Zur Erinnerung an Rudi Dutschke anlässlich seines 25. Todestags,
    in: Berliner Zeitung v. 24.12.
    • Inhalt:
      Der
      Alt-68er  Arno WIDMANN erklärt den Nachgeborenen die 68er-Welt:

            
        "Man versteht 1968 nicht, wenn man es nur für eine Befreiungsbewegung hält. Eine ganze Generation ging damals auf einen Trip. Es dauerte mehr als ein Jahrzehnt, bis sie wieder davon los kam. Der Trip hieß Revolution"
            
        Als ob Arno WIDMANN nicht Beteiligter, sondern Außenstehender gewesen war, widerspricht er der gängigen These, dass 1968 einen Modernisierungsschub gebracht habe:
            
        "Die Studentenbewegung und Dutschke mit ihr haben Deutschland nicht liberalisiert. Sie haben den Prozess der Liberalisierung dieses Landes verzögert. Sie waren nicht Agenten des Fortschritts. Sie haben ihn aufgehalten. Sie haben bis weit in die Siebzigerjahre hinein versucht, die Welt durch die in den Zwanzigerjahren bereit gestellten Gläser zu betrachten.
 
  • WEERT, Oliver de (2004): Die Stille in der zweiten Reihe.
    Britta Neanders Leben spielte im Hintergrund - als Schlagzeugerin von "Ton, Steine, Scherben",
    in: Welt v. 24.12.
    • Inhalt:
      "
      Britta Neander, 1956 geboren, war ein Teenager, als sie aus dem hessischen Nieder-Roden nach Berlin floh. Auch Rio Reiser, der charismatische Kopf von Ton, Steine, Scherben, kam aus der Neubausiedlung vor den Toren Frankfurts, die heute Rodgau heißt. Britta Neanders Bruder Ali hat dem Ort mit seinen Rodgau Monotones sogar ein musikalisches Denkmal gesetzt, das ein wenig abseits des Scherben-Mottos »Macht kaputt, was euch kaputt macht!« liegt", schreibt WEERT anlässlich des Todes von Britta NEANDER.
 
 
 
 
  • LÖBBERT, Raoul (2004): Danke, Mama.
    Nesthocker.
    Von wegen Krieg der Generationen! Vor allem Söhne bleiben auch in vorgerücktem Alter gern im Kinderzimmer wohnen. Zumindest, solange der Service stimmt,
    in: Rheinischer Merkur Nr.52/53 v. 23.12.
    • Inhalt:
      Im Rahmen des Merkur-Extra "Heimat" befasst sich LÖBBERT mit dem postpubertären Phänomen Nesthocker:

            
        "Nun fühle ich mich gebrandmarkt als »Mamas Liebling«, merke, wie ich auf der sozialen Evolutionsleiter gleich mehrere Sprossen herunterpurzele. Wie nannte das gleich noch der Psychologe Jensen-Arnett: »Emerging Adulthood« – frei übersetzt »schleichendes Erwachsenwerden«. Die Phase nach der Jugend, so zwischen 18 und 25, in der man nicht mehr Junge, aber noch nicht Mann ist, in der man die Verantwortung für sich übernehmen kann, aber nicht will, in der man mutig auf dem Hochseil spaziert, weil Mami und Papi unten mit dem Sprungtuch bereitstehen. »Psychosoziales Moratorium« nach Erik H. Erikson"
 
  • GLOTZ, Peter (2004): Wer ist schuld?
    Soziale Gerechtigkeit im Zeitalter des digitalen Kapitalismus,
    in: Rheinischer Merkur Nr.52/53 v. 23.12.
    • Kommentar:
      Peter GLOTZ sieht im Sozialstaatsmissbrauch eine moralische Überforderung des Einzelnen, die durch HARTZ endlich beseitigt wird.

            
        Ein Lob dem Niedriglohnsektor aus der Sicht konservativer Klassentheorie: soziale Gerechtigkeit ist nun auch rhetorisch kein Wert mehr für unsere Eliten. 
 
  • MERKUR-SPEZIAL: Der verdeckte Reichtum

    • SCHWITALLA, Thomas (2004): Geld und sein diskreter Charme.
      Wohlstand. Die soziale Schere klafft auseinander. Kein Grund zum Jammern,
      in: Rheinischer Merkur Nr.52/53 v. 23.12.
      • Kommentar:
        SCHWITALLA schreibt: "
        reich werden ist schwierig, zumindest, wenn man es mit ehrlicher Arbeit versucht. (...).
        Als Lösung auf die Frage, wie man trotzdem reich werden kann, zitiert er den Reichtumsforscher Ernst-Ulrich Huster: "Erben oder heiraten.
        "

              
          Der Ratschlag ist jedoch fragwürdig, denn  das Erben großer Vermögen ist eine Frage der Herkunft und auch das Heiraten geschieht seit 1968 - und das ist die folgenreichste Konsequenz der 68er-Revolte (dazu hört man von Sophie DANNENBERG jedoch nichts!) - immer ausschließlicher im eigenen Milieu.
              
          Die Methode "Raufschlafen" gehört nach den europaweiten Forschungen des Soziologen Hans-Peter BLOSSFELD in der neuen Mittelschicht der Vergangenheit an.
    • ÖHLER, Andreas (2004): Das Neid-Kollektiv.
      Besser schweigen als zeigen: Wer Geld hat, hält es im Dunkeln. Verschwender werden geächtet,
      in: Rheinischer Merkur Nr.52/53 v. 23.12.
      • Kommentar:
        Von Karl MARX über Sieghard NECKEL bis zu Klaus HARTUNG führt uns ÖHLER durch die deutsche Mentalitätsgeschichte des Neids.

              
          Der Alt-68er HARTUNG ist nicht zufällig der Endpunkt, denn er versucht uns politisch korrekt die Bürgernation als Sozialstaatsersatz schmackhaft zu machen.
              
          Glaubt man Sophie DANNENBERG, dann haben die 68er alle Institutionen zerstört.
              
          Aber offensichtlich sind die konvertierten Alt-68er (andere gibt es sowieso kaum noch) seit längerem der Kern einer neuen Werteelite, die Nation und Familie als Instrument der Besitzstandwahrung entdeckt haben. 
 
 
  • AMENDT, Gerhard (2004): Das Schweigen der Männer.
    Softies unter nadelnden Weihnachtsbäumen: Herrscht im Geschlechterkampf noch immer 1968?
    in: Welt v. 23.12.
    • Kommentar:
      Nachdem sich der Tagesspiegel dem Sorgenkind "Patchworkfamilie" gewidmet hat, nimmt sich nun Antifeminist Gerhard AMENDT des Sorgenkindes Mann an.

            
        AMENDT widmet sich dem ausgestorbenen Exemplar Softie, der bereits vor Jahren vom "Zaungast" Reinhard MOHR zu Grabe getragen worden ist.
            
        Aber da unsere Zombie-Feuilletons nostalgisch an 1968 hängen, darf der Softie weiterhin das Feindbild jener Restauratoren darstellen, die meinen vor 1968 war alles besser - zumindest für die Männer.
            
        Wie bereits im antifeministischen Leitmedium Merkur, wo sich Jörg LAU als "Männerphantasien"-Geschädigter outete, haut nun AMENDT in die gleiche Kerbe: "Die Softies verkörpern kein Männlichkeitsideal mehr, weil Männer sich nicht verleugnen wollen und die Frauen diesen Typ obendrein nicht mehr nachfragen", tönt es trotzig.
            
        Im Subtext der Debatten um Männlichkeit und Weiblichkeit geht es jedoch um etwas ganz anderes: die erwerbstätige Frau mit ihrer finanziellen Unabhängigkeit hat das Geschlechterverhältnis verändert. Nicht mehr Gewalt, sondern Aushandlung ist nunmehr die Grundlage.
            
        Die Verweigerung der Anerkennung dieses neuen Geschlechterverhältnisses als gesellschaftlichem Fortschritt ist jener archimedische Punkt, um den sich das Krisengerede dreht.
 
  • PETERS, Harald (2004): Nie wieder Grips-Theater.
    Sophie Dannenbergs Abrechnung mit ihren autoritären anti-autoritären 68er-Eltern,
    in: Berliner Zeitung v. 23.12.
    • Inhalt:
      PETERS hat das Buch zwar inhaltlich haltlos, aber dafür schreiend komisch gefunden.

            
        Ihn wundert nur der Inkonsequenz von Elternkritik einerseits und Elternschutz andererseits:
            
        "Doch wie man erfahren muss, hat Sophie Dannenberg das Buch gar nicht so lustig gemeint. Vielmehr wollte sie die anti-autoritären 68er als besonders autoritär entlarven. Die 33-jährige Autorin hatte dabei vor allem ihre Eltern im Sinn, die ihr mit ständigen Grips-Theater-Besuchen die Kindheit vermasselt haben. Um ihre Eltern aber vor dem Buch zu schützen, hat sie sich den schönen Namen Dannenberg als Pseudonym zugelegt, was angesichts dieses pointenreichen Buchs die beste Pointe ist."
 
  • SCHREIBER, Daniel (2004): Männer schauen sich an.
    Men's Studies, Maskeraden und Metrosexualität: Der heterosexuelle Mann, einst Monopolist des Blicks, rückt ins akademische und künstlerische Blickfeld - zum Beispiel im Oeuvre Neil LaButes,
    in: TAZ v. 23.12.
    • Inhalt:
      "
      Waren die literarischen Männerhelden bei John Updike und Philip Roth noch Potenzprotze, die nach einigen Freiflügen immer wieder auf ihren patriarchalen Füßen landeten, wird in der gegenwärtigen Literatur Männlichkeit als Problem wahrgenommen. Das wird nicht von Frauen artikuliert, sondern - in Romanen von Maxim Biller oder Jonathan Franzen - von den Männern selbst.
      Am deutlichsten wird dieser Trend in den Kulturwissenschaften. Der Mann ist in der letzten Zeit wie kein anderes Thema zum modischen Forschungsobjekt avanciert. In Amerika, wo für jedes neue Aufgabenfeld auch gleich ein neues Fach gegründet wird, nehmen die Mens Studies die tradierte Männlichkeit als hegemoniale Machtbeziehung ins Visier. Postfeministische Theorie und Queer Studies haben schon seit Jahren versucht, Maskulinität als Technik und Strategie der Macht zu entlarven. Akademiker wie Robert Connell geben diesem Begehren eine neue, selbstkritische Stoßrichtung und untersuchen etwa die höhere Gewaltbereitschaft der Männer oder ihre sexualisierten und alkoholisierten Initiationsriten auf dem Weg zur Männlichkeit
      ", erklärt uns SCHREIBER in seinem Kontrastprogramm zu Gerhard AMENDT.
 
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2004): Die Modernen und wir.
    Mentalität und Kultur mit überhistorischen Konstanten wie "Rasse" zu identifizieren - das war nicht die Idee des Multikulturalismus. Nur: Heute ist sie es selbst bei Linken,
    in: TAZ v. 23.12.
    • Inhalt:
      Diedrich DIEDERICHSEN skizziert aus kulturlinker Sicht die Verschärfungen in der Multikulturalismus-Debatte seit Anfang der 90er Jahre.

            
        Seit dem 11. September 2001 ist die Debatte demnach um die Dimension "Religion" angereichert, mit der Folge, dass es jetzt eine Möglichkeit gibt,
      "
      ex negativo ein Selbstbild der Deutschen zu produzieren, ein Wirgefühl, das man je nach Volksparteienpräferenz als wir, die Modernen, und wir, die abendländischen Wertechristen, geliefert bekommt.
            
        Die meisten Traditionalismen sind religiös, sexistisch, patriarchal - mithin abstoßend. Doch Traditionalismen aller Art, islamische wie katholische, schleifen sich ab, wenn die Leute in die Stadt kommen. Aber Neotraditionalismen, Selbstethnisierungen und religiöse Kulturalismen sind selber moderne Phänomene - Folgen einer Reaktion auf mangelnden politischen Einfluss, auf kulturelle Markierungen und Stigmatisierungen. Nur diese modernen Rückgriffe auf Traditionen schaffen harte Differenzen."
 
 
  • FÜCHSEL, Katja (2004): Statistische Argumente für jedes Anliegen.
    Das neue amtliche Jahrbuch ist da: Mit Zahlen zur Bevölkerung, zum Wetter und zum Rotkohl-Anbau,
    in: Tagesspiegel v. 22.12.
    • Inhalt:
      "Einsamer sind wir geworden, mehr als jeder Zweite lebt alleine – und langweilt sich dabei", meint FÜCHSEL und verbreitet damit die üblichen Single-Mythen.

            
        Ab Februar gibt es hier auf single-dasein.de einen Einführungskurs in die Haushalts- und Bevölkerungsstatistik für Menschen, die sich mit solchen Falschmeldungen der Medien nicht mehr abfinden möchten.
            
        Anhand ganz einfacher Beispiele wird erklärt, warum z.B. bei 50 % Single-Haushalten nicht jeder Zweite allein lebt.
            
        Wer denkt, dass die Beschäftigung mit Statistik langweilig und öde ist, also etwas für Nerds, der wird im Februar eine Überraschung erleben. Single-dasein.de wird viel Wert auf Anschaulichkeit legen.     
 
BRIGITTE-Dossier: Die Sehnsucht nach der großen Liebe.
Ein Dossier für Singles, frisch Verliebte, längst Verheiratete
in: Brigitte Nr.1 v. 22.12.
  • GRYGORIEW, Nina (2004): Die große Liebe.
    Singles sind die wahren Expertinnen, wenn es um die große Liebe geht. BRIGITTE-Redakteurin Grygoriew unterhielt sich mit vier von ihnen über Sehnsüchte, Hoffnungen und die Suche nach dem Traummann,
    in: Brigitte Nr.1 v. 22.12.
  • Das Brigitte-Heft in der Debatte

    • KLUY, Alexander (2004): Pisa-Blüten.
      Times Mager,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.12.
      • Inhalt:
        KLUY erregt sich einzig über das angeheftete Reclam Bändchen (KLEISTs Erzählung über die Marquise von O.).
    • LANG, Susanne (2004): Missverstand und Ungefühl.
      Das Frauenmagazin "Brigitte" verkauft ihre nächste Ausgabe mit Reclam-Heftchen: Heinrich von Kleists "Marquise von O." Das knallt bestimmt!
      in: TAZ v. 13.12.
 
 
  • MÄRZ, Ursula (2004): Damen vor Kriegskulisse.
    Andere Eros-Ära: Stephen Vizinceys Roman "Wie ich lernte die Frauen zu lieben" aus dem Jahr 1965,
    in: Frankfurter Rundschau v. 22.12.
    • Inhalt:
      "Dieser Roman ist eine einzige große Hommage an ein altes, mit dem Ersten Weltkrieg untergegangenes Europa mit seinen aristokratisch-bohemehaften Sitten und libertären Gebräuchen. Eine Welt, in deren Phantasie erfahrene Frauen überhitzte Jünglinge in die Liebe einführen", schreibt Ursula MÄRZ über den Protagonisten Andras, den als "Kind im Salon seiner Mutter, im Kreis ihrer parfümduftenden Freundinnen und weiblichen Verwandten, die zum Kaffee kamen, eine nach der anderen den kleinen Andras an ihre herrlichen Brüste drückten, den ödipalen Prinzen - Urbild des Harems - liebkosten, verwöhnten, bewunderten. Der Schritt in die Sexualität macht aus dem Prinzen einen Hedonisten. So einfach ist das." MÄRZ verweist darauf, dass dies Leichtigkeit des Seins trügerisch ist, denn das Liebesleben "vollzieht sich vor der historischen Kulisse von Krieg, Diktatur und Exil."
 
 
  • SCHLAFFER, Hannelore (2004): Flickmusterkollektion.
    Jugend spielt Avantgarde: Die neueste Mode,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.12.
 
  • FRANCK, Julia (2004): Das fremde Land sind wir selbst.
    Deutschland in Angst: Warum eines der reichsten Länder der Welt in Mutlosigkeit und Anspruchsdenken versinkt,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.12.
 
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom  16. - 20. Dezember  2004

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
  [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]
 
   
© 2000-2005
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 19. Dezember 2005 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002