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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 29. - 30. Juni 2006

 
 
     
 
 

Zitat des Monats:

"Anfang Juni 1986, erschien »The Marriage Crunch« (»Die Heiratskrise«). Das angesehene US-Nachrichtenmagazin (Anm.: Newsweek) behauptete unter Berufung auf eine neue Studie: »Weiße Frauen mit College-Ausbildung, die in der Mitte der 50er-Jahre geboren wurden und die mit 30 noch Single sind, haben nur eine 20-prozentige Chance auf Verheiratung ... 40-Jährige werden eher von einem Terroristen getötet: Sie haben eine winzige Chance von 2,6 Prozent, den Bund fürs Leben zu schließen.«
(...). Genau 20 Jahre später distanzierte sich »Newsweek« jetzt in einer neuen Coverstory nicht nur von dem Satz, sondern auch von den damaligen Zahlen. Mit einem gewissen Stolz stellt man aber fest: »Der Vergleich schlug feste Wurzeln in der Popkultur und wird immer noch routinemäßig in Fernsehshows und Nachrichtenbeiträgen zitiert.« Das gilt nicht nur für die USA - auch hierzulande fand die kesse These Eingang in Presseartikel und Partygespräche."
(Frank Gerbert im Focus Nr.24 vom 12.06.2006)

   
   
 
 

ZEIT-Serie: Die Ersten Jahre.
Was habe ihr mit mir vor?

  • PIEPGRAS, Ilka (2006): Das Beste fürs Kind.
    Früh-Englisch, christliche Erziehung oder Spielen im Wald: In welchen Kindergarten schicke ich meine Zwillinge? Bilanz einer einjährigen Suche,
    in: Die ZEIT Nr.27 v. 29.06.
    • Inhalt:
      Ilka PIEPGRAS liefert einen Erfahrungsbericht. Susanne GASCHKE verabschiedet in ihrem Beitrag die Ära der Rabenmutter und Martin SPIEWAK sieht in der Kinderbetreuung eine Investition in die Zukunft.
 
  • ZEIT-Serie: Deutschland ohne Kinder?

    • SCHWENTKER, Björn (2006): Der Ernährer hat ausgedient.
      In Deutschland werden traditionelle Familienbilder gehätschelt und Frauen noch immer diskriminiert. Wo aber keine Gleichberechtigung der Geschlechter herrscht, kommen auch weniger Kinder zur Welt,
      in: Die ZEIT Nr.27 v. 29.06.
      • Inhalt:
        Björn SCHWENTKER widerlegt im letzten Teil der Serie zur Kinderlosigkeit in Deutschland den nationalkonservativen Bevölkerungswissenschaftler Herwig BIRG, der im gestrigen FAZ-Artikel mit Legende Nr.12 den positiven Zusammenhang zwischen Geburtenrate und Frauenerwerbsquote geleugnet hat.

                  
         Während BIRG wie üblich keine Zahlen nennt, zitiert SCHWENTKER Forschungsergebnisse des Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock und lässt Jan HOEM, den Direktor des Instituts und den Familiensoziologen Johannes HUININK zu Wort kommen.
 

ZEIT -Thema: Was ist männlich?

 
  • Fußballpause-Thema: BIB-Kinderwunsch-Studie

    • ALTENBOCKUM, Jasper von (2006): Fromme Wünsche,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.06.
      • Inhalt:
        "
        Was bedeutet das Fazit der Studie, daß Elternschaft heutzutage eben nur ein Wert unter vielen ist? Dazu hat sie ein einfaches, aber sehr effektives Mittel gemacht: die Pille. Jede einsichtige Familienpolitik (und Studie) kommt an diesem epochalen Knick nicht vorbei. Davor wäre niemand auf die Idee gekommen, Studien über Kinderlosigkeit anzufertigen. Der Politik bleibt seither nichts, als Symptome zu kurieren. Die Ursache wird sie nicht beheben", behauptet ALTENBOCKUM angesichts der Kinderwunsch-Studie.
                  
         Für den Historiker Peter MARSCHALK beginnt dagegen die Kinderwunsch-Debatte bereits 1911, dem Jahr, in dem der Geburtenrückgang von der Wissenschaft "entdeckt" wurde.
                  
         Julius WOLF, der bereits 1912 das Buch "Der Geburtenrückgang, die Rationalisierung des Sexuallebens unserer Zeit" veröffentlichte, spricht in seinem Buch "Die neue Sexualmoral und das Geburtenproblem unserer Tage" (1928) vom "Zeugungswiderwillen" und vom "Zeugungswillen" (Kinderwunsch), der sich historisch herausgebildet habe.
    • KILB, Andreas (2006): Kinderwünsche,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.06.
      • Inhalt:
        Im SCHIRRMACHER-Feuilleton drängt der Filmkritiker Andreas KILB darauf, dass endlich die Biologisierung des Sozialen auf die politische Agenda gesetzt wird:

                  
         "Dürfen wir hoffen, daß die finanzielle Last, die seit den siebziger Jahren immer stärker von den Kinderlosen zu den Kinderhabenden hinübergerutscht ist, wieder den Rückweg antritt? Daß Kindererziehung zu Rentenansprüchen führt? Daß Eltern weniger, kinderlose Ehepaare mehr Steuern zahlen müssen? Oder treffen wir uns in drei Wochen (...) wieder, für die nächste Studie, die nächste Tabelle, die nächste Runde um den heißen Brei?"
    • FAZNET (2006): "Männer schrecken vor der Familiengründung zurück".
      Familie: Jeder vierte Mann verweigert sich,
      in: faz.net v. 28.06.
    • APPENZELLER, Gerd (2006): Bosch-Studie zur Familie,
      in: Tagesspiegel v. 29.06.
      • Inhalt:
        "
        Das Gefühl, Kinder seien etwas Positives, schwand irgendwann zwischen 1988 und 1992 – wann genau und warum, wissen die Bevölkerungsforscher nicht", schreibt APPENZELLER.
        Anmerkung:

        "Singles wird spätestens seit 1990, dem Erscheinungsjahr des Bestsellers Das ganz normale Chaos der Liebe von Ulrich BECK & Elisabeth BECK-GERNSHEIM, medial ein falsches Bild ihrer Lage vermittelt", heißt es in dem Buch "Die Single-Lüge".
                  
         Es sollte zu denken geben, dass der Rückgang des Kinderwunsches mit dem "Terror der Individualisierungsthese" einhergegangen ist. Ein plausibler Zusammenhang wird im Buch "Die Single-Lüge" beschrieben.
    • MONATH, Hans (2006): Kinder immer weniger geschätzt,
      in: Tagesspiegel v. 29.06.
    • NOVOTNY, Rudolf (2006): Studie: Kinder machen nicht glücklich.
      Bosch-Stiftung stellt Bericht zu Familienplanung vor,
      in: Berliner Zeitung v. 29.06.
    • WINKELMANN, Ulrike (2006): Kinder sind unwichtiger geworden.
      Seit etwa 1992 stagniert der Kinderwunsch in Deutschland: Im Durchschnitt wollen die Leute nur noch 1,75 Kinder. Jeder vierte Mann will kinderlos bleiben. Aber: Nur noch 61 Prozent der Frauen finden, zum Kinderkriegen braucht's eine feste Beziehung,
      in: TAZ v. 29.06.
  •  
     
       

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