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ALTENBOCKUM, Jasper von (2006): Fromme Wünsche,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.06.
- Inhalt:
"Was
bedeutet das Fazit der Studie, daß Elternschaft heutzutage eben
nur ein Wert unter vielen ist? Dazu hat sie ein einfaches, aber
sehr effektives Mittel gemacht: die Pille. Jede einsichtige
Familienpolitik (und Studie) kommt an diesem epochalen Knick nicht
vorbei. Davor wäre niemand auf die Idee gekommen, Studien über
Kinderlosigkeit anzufertigen. Der Politik bleibt seither nichts,
als Symptome zu kurieren. Die Ursache wird sie nicht beheben",
behauptet ALTENBOCKUM angesichts der Kinderwunsch-Studie.
Für
den Historiker
Peter MARSCHALK beginnt dagegen die Kinderwunsch-Debatte
bereits 1911, dem Jahr, in dem der Geburtenrückgang von der
Wissenschaft "entdeckt" wurde.
Julius
WOLF, der bereits 1912 das Buch "Der Geburtenrückgang, die
Rationalisierung des Sexuallebens unserer Zeit" veröffentlichte,
spricht in seinem Buch "Die neue Sexualmoral und das
Geburtenproblem unserer Tage" (1928) vom "Zeugungswiderwillen" und
vom "Zeugungswillen" (Kinderwunsch), der sich historisch
herausgebildet habe.
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KILB, Andreas (2006): Kinderwünsche,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.06.
- Inhalt:
Im SCHIRRMACHER-Feuilleton drängt der
Filmkritiker Andreas KILB darauf, dass endlich die Biologisierung
des Sozialen auf die politische Agenda gesetzt wird:
"Dürfen
wir hoffen, daß die finanzielle Last, die seit den siebziger
Jahren immer stärker von den Kinderlosen zu den Kinderhabenden
hinübergerutscht ist, wieder den Rückweg antritt? Daß
Kindererziehung zu Rentenansprüchen führt? Daß Eltern weniger,
kinderlose Ehepaare mehr Steuern zahlen müssen? Oder treffen wir
uns in drei Wochen (...) wieder, für die nächste Studie, die
nächste Tabelle, die nächste Runde um den heißen Brei?"
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FAZNET (2006): "Männer schrecken vor der Familiengründung zurück".
Familie: Jeder vierte Mann verweigert sich,
in: faz.net v. 28.06.
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APPENZELLER, Gerd (2006): Bosch-Studie zur Familie,
in: Tagesspiegel v. 29.06.
- Inhalt:
"Das
Gefühl, Kinder seien etwas Positives, schwand irgendwann zwischen
1988 und 1992 – wann genau und warum, wissen die
Bevölkerungsforscher nicht",
schreibt APPENZELLER.
Anmerkung:
"Singles
wird spätestens seit 1990, dem Erscheinungsjahr des Bestsellers
Das ganz normale Chaos der Liebe von Ulrich BECK & Elisabeth
BECK-GERNSHEIM, medial ein falsches Bild ihrer Lage vermittelt",
heißt es in dem Buch
"Die
Single-Lüge".
Es
sollte zu denken geben, dass der Rückgang des Kinderwunsches mit
dem "Terror der Individualisierungsthese" einhergegangen ist. Ein
plausibler Zusammenhang wird im Buch "Die Single-Lüge"
beschrieben.
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MONATH, Hans (2006): Kinder immer weniger geschätzt,
in: Tagesspiegel v. 29.06.
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NOVOTNY, Rudolf (2006): Studie: Kinder machen nicht glücklich.
Bosch-Stiftung stellt Bericht zu Familienplanung vor,
in: Berliner Zeitung v. 29.06.
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WINKELMANN, Ulrike (2006): Kinder sind unwichtiger geworden.
Seit etwa 1992 stagniert
der Kinderwunsch in Deutschland: Im Durchschnitt wollen die Leute
nur noch 1,75 Kinder. Jeder vierte Mann will kinderlos bleiben.
Aber: Nur noch 61 Prozent der Frauen finden, zum Kinderkriegen
braucht's eine feste Beziehung,
in: TAZ v. 29.06.
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