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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 12.-19. Juni 2017
News 07.-11. Juni 2017
News 01.-06. Juni 2017
News 21.-31. Mai 2017
News 13.-20. Mai 2017
News 07.-12. Mai 2017
News 01.-06. Mai 2017
News 24.-30. April 2017
News 16.-23. April 2017
News 09.-15. April 2017
News 01.-08. April 2017
News 22.-31. März 2017
News 12.-21. März 2017
News 01.-11. März 2017
News 18.-28. Februar 2017
News 09.-17. Februar 2017
News 01.-08. Februar 2017
News 25.-31. Januar 2017
News 19.-24. Januar 2017
News 08.-18. Januar 2017
News 01.-07. Januar 2017
News 22.-31. Dezember 2016
News 13.-21. Dezember 2016
News 07.-12. Dezember 2016
News 01.-06. Dezember 2016
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 12. - 30. Juni 2017: [20.06.] [21.06.] [22.06.] [23.06.] [24.06.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die demografischen Veränderungen zwischen 1900 und 2000 waren gravierender als jene, die uns bis 2100 erwarten werden

"Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg von 1900 bis 2000 um mehr als 30 Jahre; der Anteil der unter 20-Jährigen halbierte sich von 44 auf 21 Prozent. Und der Anteil von 65 Plus hat sich mehr als verdreifacht - von 4,9 auf 16,7 Prozent. Die demografischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts waren weit größer als das, was für das 21. Jahrhundert erwartet wird. Nach der heutigen Logik der Demografen hätte diese »Katastrophe« drastische Kürzungen der Renten und eine drastische Verlängerung der Arbeitszeit nötig machen müssen. Was geschah stattdessen? Der Sozialstaat wurde im vergangenen Jahrhundert massiv ausgebaut, die wirtschaftliche Entwicklung war immens. Und bei alledem wurden die Arbeitszeiten in einem heute nicht mehr vorstellbaren Maß reduziert: Aus 60 Wochenstunden im Jahr 1900 wurden 40, aus (maximal) zwei Wochen Jahresurlaub wurden (in der Regel) sechs, und auch die Lebensarbeitszeit wurde um mehr als fünf Jahre gekürzt. Die Demografie-»Logik« erweist sich als Trugschluss, sobald wir sie rückwirkend auf das 20. Jahrhundert anwenden."
(aus: Gerd Bosbach & Jens Jürgen Korff "Die Zahlen-Trickser im Cicero, Juni 2017)

 
       
       
   

24.06.2017

 
       
   

Die Hochburgen der Alternative für Deutschland in der Debatte

KELNBERGER, Josef (2017): Glänzende Ansichten.
Biedere Bauten und viele Schulden: Bei Pforzheim denkt man erst mal nicht an Glamour. Dabei befindet sich die Stadt seit 250 Jahren im Goldrausch,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 24.06.

Pforzheim ist eine hässliche Stadt, aber anders als das ebenfalls ausgebombte Darmstadt kann es nicht mit Jugendstil-Renommee glänzen, sondern nur mit spießiger 50er-Jahre Architektur und seiner Goldhandwerkertradition, die sich lediglich in der Ladeninfrastruktur und einer Hochschule niederschlägt. Ausnahmen wie der Alfons-Kern-Turm bestätigen da nur die triste Regel dieser Architektur.

Alfons-Kern-Turm, Foto: Bernd Kittlaus 2017

Anlässlich der Jubelfeier "250 Jahre Goldstadt" berichtet Josef KELNBERGER aus der AfD-Hochburg Pforzheim:

"Die mit 120.000 Einwohnern achtgrößte Stadt Baden-Württembergs macht Schlagzeilen als AfD-Hochburg, als Schauplatz rechter Aufmärsche, mit ihrer Salafisten-Szene, dem Spätaussiedler-Brennpunktviertel Haidach. Sie ist hoch verschuldet, geschlagen mit landesweiten Spitzenwerten bei Hartz IV und Arbeitslosigkeit, hadert mit der großen Zahl von Zuwanderern."

Viel Raum nimmt in dem Stadtporträt der neue CDU-Oberbürgermeister ein, der noch nicht einmal im Amt ist, aber um den KELNBERGER einen regelrechten Personenkult betreibt.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

HOFMANN, René (2017): Lebe wohl, Heimat.
In den Städten wird zu wenig gebaut, auf dem Land zu viel und das Falsche. Die Folgen sind fatal. Höchste Zeit, die Bagger umzuleiten,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 24.06.

 
       
   

Die Ökonomen-Elite und die Ökonomie in der Debatte

PFEIFFER, Hermannus (2017): Die neue Stimme der Wissenschaft.
Mehrere Hundert Ökonomen schließen sich zu europaweitem Netzwerk zusammen,
in:
Neues Deutschland v. 24.06.

Hermannus PFEIFFER berichtet über die Plattform European Network for Economic and Fiscal Policy Research (EconPol Europe), über die Ökonomen, die sich ja schon länger lautstark darüber beklagen, in der Politik zu wenig gehört zu werden, nun ihre vorwiegend neoliberale Beratungskompetenz präsentieren können. Gesponsert wird dies vom deutschen CDU-geführten Finanzministerium - wohl kaum uneigennützig. Haupttreiber dieser Vermarktungsplattform war das neoliberale Ifo-Institut unter Clemens FUEST.

 
       
   

Der Steuerentlastungswahlkampf in den Medien

SZENT-IVANYI, Timot (2017): Hoffnung auf Steuersenkungen.
Die Finanzplanung des Bundes für die nächsten Jahre lässt Spielraum für Erleichtertungen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 24.06.

REINECKE, Stefan (2017): Mehr Mut, Genossen.
Angreifen: Die Schulz-SPD hat viel getan, um die zufriedene Mitte und Lobbyverbände nicht zu verschrecken. Doch ihrem Steuerkonzept fehlt etwas Entscheidendes,
in:
TAZ v. 24.06.

 
       
   

Die Finanzialisierung in der Debatte

MOHR, Daniel (2017): Wo die Deutschen irren.
Aktien sind langfristig immer gestiegen. Warum vertrauen so wenige den Unternehmen?
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.06.

Daniel MOHR preist wieder einmal Aktien wie Sauerbier an. Wenn Aktien wirklich der Königsweg für Normalos zum Reichtum wären, dann hätte sich das längst rumgesprochen. Uns werden die Top-durch-die-Deckengeher-Aktien präsentiert. Im Rückblick ist das eine simple Sache. Das Problem ist das im Voraus zu wissen. Da liegt der Haken. MOHR weist selber darauf hin, dass der FAZ-Aktienindex am Anfang von Bergbauunternehmen geprägt war. Wer also auf diese Aktien gesetzt hat, der ist mit ihnen untergegangen, wenn er nicht rechtzeitig abgesprungen ist, sondern - wie heutzutage allseits bei der Altersvorsorge empfohlen - die Talsohlen einfach auszusitzen. Manchmal brechen Unternehmen aber einfach weg und die Aktie ist nichts mehr Wert. MOHR muss auch nicht für die Verluste aufkommen, wenn ihm jemand auf den Leim geht. Für Normalos steht mehr auf dem Spiel, nämlich die Existenz. Reiche können sich den Luxus erlauben auch einmal daneben zu liegen.

"Politik. Hätte sie mehr Zutrauen in die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft, würde sie sich leichter tun, den demographischen Herausforderungen des Rentensystems auch mit Hilfe des Kapitalsmarkts zu begegnen und den zweifelnden Menschen einen kleinen Schubs in Richtung Aktien zu geben",

klagt der Aktien-Lobbyist. Man könnte gar auf den Gedanken kommen, dass er vom Deutschen Aktien-Institut als Lobbyorganisation der Aktie finanziell unterstützt wird. So sehr ist er um das Wohl um die Aktienabstinenten Deutschen besorgt.

Man darf bezweifeln, dass der demografische Wandel eine nicht zu bewältigende Herausforderung für das Umlageverfahren ist. Das ist in erster Linie ein neoliberaler Mythos, der von der Finanzdienstleisterlobby in die Welt gesetzt wurde, denen es nicht um unser Wohl, sondern um ihre Profite geht.

"Es ist ein Irrtum der Deutschen, wenn sie Horrorgeschichten über ruinöse Kursverluste für den Regelfall halten",

meint MOHR. Fakt ist jedoch, dass in jenen Ländern, die ihre Altersvorsorge dem Kapitalmarkt ausgeliefert haben, regelmäßig Rentner weiterarbeiten müssen, weil ihre Altersvorsorge gerade gecrasht ist. Dann ist das kein Trost, dass diese Verlust dann nach vielen Jahren wieder aufgeholt werden. So mancher erlebt sein Rentnerdasein dann nicht mehr. Über die Anzahl derer, denen es so ergeht, führen Ökonomen keine Statistiken. Möglicherweise deshalb nicht, weil das dann doch zu abschreckend wäre. 

 
       
   

Die Wählerschaft der Alternative für Deutschland in der Debatte

EIDMANN, Igor (2017): Russischer Sturm auf den Bundestag.
Der Kreml versucht russischsprachige Wähler in die Arme der AfD zu treiben,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 24.06.

Igor EIDMANN behauptet, dass Russland die Russlanddeutschen der CDU abspenstig machen wolle, also sich als ausländische Macht erdreistet in den Bundestagswahlkampf einzumischen. Ende Mai war dagegen in der FAS zu lesen, dass die AfD die Russlanddeutschen in Russisch anspricht, während die CDU sich nicht um diese Gruppe kümmert. Die Russlanddeutschen seien längst keine traditionellen CDU-Wähler mehr, lautet der Tenor des FAS-Artikels. Dies wird auch in dem zweiten Artikel Auch deutsche Medien werben um die Russischsprachigen deutlich.

Igor EIDMANN bezeichnet sich als "Wahlkampfberater (, der) auf regionaler wie föderaler Ebene in Russland tätig" war. Er beschreibt Methoden einer "Killer"-Partei mit dem Namen "Die Einheit" sowie Organisationen, die im Sinne einer Wahlmanipulation tätig sind  

 
       
   

J. D. Vance - Hillbilly-Elegie

BITTERMANN, Klaus (2017): Die letzte Zuflucht der Verlierer.
White Trash: J. D. Vance erzählt in seinem Buch "Hillbilly-Elegie" vom Niedergang der weißen Arbeiterklasse in den USA, die Deklassierung mit Rassismus kompensiert. Es ist auch die Geschichte seiner Familie,
in:
TAZ v. 24.06.

ROSS, Andreas (2017): Der Erlöser.
In Sommerset haben viele Leute den Untergang ihrer Welt erlebt. Dann geschah ein Wunder: Trump zog ins Weiße Haus. Dort baut er am Wiederaufstieg ihrer Welt - etwas anderes wollen sie nicht hören,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.06.

Andreas ROSS berichtet passend zur Rezension der taz über die Hillbilly-Städte Sommerset und Johnstown in den Appalachen von Pennsylvania, wo nach Meinung der HILLARY-Anhängerschaft nur Verblendete leben.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

SPALINGER, Andrea (2017): Italien kommt nicht in Schwung.
Fokus der Wirtschaft: Die Krise hat das Land sehr viel härter getroffen als andere Staaten im Euro-Raum - noch heute ist es ärmer als 2007,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 24.06.

 
       
   

Das Single-Dasein in Spanien

RÖßLER, Hans-Christian (2017): Lebensabend ohne Krankenversicherung.
In Spanien leben viele britische Rentner - sie plagen Zukunftssorgen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.06.

 
       
   

23.06.2017

 
       
   

Die Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland

DESTATIS (2017): Neugeborene haben hohe Chancen älter als 90 Jahre zu werden,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts v. 23.06.

 
       
   

Die Wählerschaft der neuen Klassengesellschaft in der Debatte

SCHÄFER, Velten (2017): In einem abgekoppelten Waggon.
Der Soziologe Klaus Dörre über rechtspopulistische Erfolge unter Arbeitern - und wie man diesen begegnen kann,
in:
Neues Deutschland v. 23.06.

Das Interview ist eher ein Dokument der Ratlosigkeit als dass es neue Wege einer Soziologie aufzeigt, die der herrschenden Individualisierungsthese etwas entgegensetzen könnte Klaus DÖRRE beruft sich bei seiner Ablehnung eines Linkspopulismus, worunter z.B. France Insoumise in Frankreich verstanden werden könnte, auf den französischen Soziologen Didier ERIBON (Rückkehr nach Reims). Typischerweise gelten Verlierer wie Bernie SANDERS oder Jermey CORBYN als Vorbilder, nur weil sie angeblich die anvisierten Zielgruppen besser mobilisieren konnten als ihre Gegner in den eigenen Reihen. Es zeigt höchstens, dass der Arbeiterbegriff in seiner gebräuchlichen Form nicht mehr zeitgemäß ist. Der Riss geht mitten durch die Mittelschicht. In Deutschland verläuft die Scheidelinien zwischen einerseits der oberen Mittelschicht und der Oberschicht und andererseits der unteren Mittelschicht und Unterschicht, wobei das Medianhaushaltseinkommen kein brauchbarer Indikator ist, sondern eher die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Jene, die in Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze beziehen, gehören zur oberen Mittelschicht, die sich mit der Oberschicht gegen den Rest der Gesellschaft verbündet hat und mittels "Neoliberalismus" Besitzstandswahrung betreibt. Die FDP betreibt in dieser Hinsicht die eindeutigste Präferenz. Ihre Politik der "Entlastung" ist in diesem Sinne ein Klassenkampf von oben.    

 
       
   

Die Ökonomen-Elite und die Ökonomie in der Debatte

HOFFMANN, Catherine (2017): Falsch gerechnet.
Das Bruttoinlandsprodukt war mal das Maß aller Dinge, doch es erfasst die digitale Wirtschaft nur schlecht,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 23.06.

 
       
   

Die Prognos-Studie Wohnraumbedarf in Deutschland und den regionalen Wohnungsmärkten in den Medien

KERSTING, Silke (2017): Ein Berg an Arbeit.
Die Parteien entdeckten das Thema Wohnungsbau als Wahlkampfthema. Eine Studie zeigt: Der Wohnungsmangel reicht mittlerweile weit über die Ballungszentren hinaus,
in: Handelsblatt
v. 23.06.

"Die Wohnungsknappheit ist mittlerweile in 138 Städten und Kreisen angekommen - in einem Drittel der Kommunen. Der Mangel reicht damit weit über die Ballungszentren hinaus und hat auch ländliche Regionen erreicht",

berichtet Silke KERSTING über die Prognos-Studie. In der Studie heißt es genauer:

"Die Wohnungsbaulücke konzentriert sich in Deutschland auf rund 138 Wohnungsmärkte, die sich neben den A-Standorten (Top-7-Städte) hauptsächlich in den Kategorien der B-Standorte (sehr angespannte Wohnungsmärkte) und C-Standorte (angespannte Wohnungsmärkte) wiederfinden. 93 Wohnungsmärkte sind ausgeglichen, 101 Wohnungsmärkte haben eine stagnierende Nachfrage und 70 Wohnungsmärkte eine rückläufige Nachfrage." (2017, S.15.)

Eine Liste aller Städte und Kreise befindet sich auf den S.37-40). Zu den angespannten Wohnungsmärkten gehört z.B. der ländliche Landkreis Emsland.

SCHWENN, Kerstin & Manfred SCHÄFERS (2017): Die SPD plant ein sozial gestaffeltes Familienbaugeld.
Die Deutschen können sich immer weniger Wohnfläche leisten. Was will Kanzlerkandidat Martin Schulz gegen den Mangel tun?
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.06.

 
       
   

Der Immobilienmarkt in Deutschland in der Debatte

HUNZIKER, Christian (2017): Kleiner geht immer.
Mikroapartments: In deutschen Großstädten entstehen wieder mehr kleine Wohnungen - ein Warnsignal für Anleger,
in: Handelsblatt
v. 23.06.

Christian HUNIZIKER warnt anlässlich einer aktuellen Studie des Moses-Mendelsslohn-Instituts vor einem Preisverfall bei den Mikroapartments:

"Denn allenthalben sammeln Projektentwickler derzeit Geld für Mikroapartments ein, also für möblierte Kleinwohnungen von meist nicht mehr als 25 Quadratmeter Wohnfläche, die sich an Studierende, aber auch an Berufseinsteiger, Projektmitarbeiter und Wochenendpendler richten."

Solche Wohnanlagen würden inzwischen auch in kleineren Hochschulstandorten wie Heilbronn, Aachen, Potsdam oder Erlangen entstehen, obwohl die Zahl der Städte mit rückläufigen Studentenzahlen zunehmen wird.

"(D)ie Zahl der an deutschen Hochschulen studierenden Menschen (ist) im Wintersemester 2016/17 gegenüber dem Vorjahr zwar um 1,8 Prozent gestiegen; dies war aber die geringste Zunahme seit zehn Jahren. Mit einem weiteren Anstieg rechnet Savills nicht mehr. Auf der anderen Seite wird es schon bald sechsmal mehr Betten in privaten Studentenapartments geben als 2007",

zitiert HUNZIKER aus einem aktuellen Marktbericht von Savills Die als renditeträchtig angesehenen Mikroapartments im teuren Segment könnten also schnell zum Ladenhüter werden, dagegen würden preisgünstige Kleinstwohnungen für Einpersonenhaushalte aufgrund der steigenden Einpersonenhaushaltszahlen weiterhin benötigt. 

 
       
   

Die Lebensversicherer in der Debatte

RTR (2017): Arag Leben wird abgewickelt.
Frankfurter Leben übernimmt zweiten Bestand. Schon fünf deutsche Lebensversicherung in Abwicklung,
in:
Frankfurter Rundschau v. 23.06.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

MEISTER, Martina (2017): Macrons Machiavellismus.
Leidartikel: Die Revolution frisst gern ihre eigenen Kinder. Mit einem Schlag verliert die neue französische Reformregierung drei Minister. So schnell geht es, wenn man die Politik einem Moraltest unterzieht,
in:
Welt v. 23.06.

BACHSTEIN, Andrea (2017): Macrons Befreiungsschlag.
Der französische Präsident präsentiert ein neues Kabinett, aus dem mehrere belastete Minister weichen mussten,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 23.06.

ULRICH, Stefan (2017): Ein Mann, ein Wort.
Kommentar: Frankreich,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 23.06.

VEIEL, Axel (2017): Kabinett mit Unbekannten.
Macrons neue Ministerinnen sind bislang kaum öffentlich in Erscheinung getreten,
in:
Frankfurter Rundschau v. 23.06.

BALMER, Rudolf (2017): Fachkompetenz an Bord geholt.
Emmanuel Macron stellt sein Kabinett um,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 23.06.

 
       
   

Die Bericht D’ici 2050, la population augmenterait dans toutes les régions de métropole in den Medien

LECLAIR, Agnés (2017): En 2050, une France des seniors.
Plus d'un quart de la population du pays pourrait avoir 65 ans ou plus, soit 20 millions de personnes,
in:
Le Figaro v. 23.06.

Aus der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des französischen Statistikamtes (L'INSEE) greift sich Le Figaro nur die Grafik zur regional unterschiedlichen Alterung der Bevölkerung heraus, während der Anstieg der Bevölkerung um 8 Millionen Menschen bis 2050 auf ca. 74 Millionen Einwohner ignoriert wird.

 
       
   

22.06.2017

 
       
   

Die mediale Inszenierung des Baby-Booms im Berliner Szene-Bezirk Prenzlauer Berg - Eine kommentierte Bibliografie

TILLMANN, Stefan (2017): Lob des Prenzlauer Bergs.
Titel: Zehn Jahre Bionade-Biedermeier - eine notwendige Verteidigung aus dem vollen Spießerherzen!
in:
Freitag Nr.25 v. 22.06.

 
       
   

Der Steuerentlastungswahlkampf in den Medien

BEISE, Marc (2017): Jetzt also der Soli - endlich.
Erst Schulz, dann Merkel: Die Zusatzsteuer soll abgeschafft werden,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 22.06.

Marc BEISE ist als neoliberaler Einpeitscher der SZ für die Abschaffung des Solis, aber nicht so wie die SPD das plant. Deren "umverteilerisches Steuerkonzept" ist dem Anwalt der Besser- und Spitzenverdiener natürlich ein Graus.

SCHÄFERS, Manfred (2017): "Fast alle Staaten haben Systeme zur Entlastung der Dividenden".
Finanzministerium vergleicht die Steuersysteme,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.06.

SCHIERITZ, Mark (2017): Alternative für Deutschland.
Erstmals seit 40 Jahren soll nach dem Willen der SPD der Spitzensteuersatz steigen - was hat Martin Schulz vor?
in:
Die ZEIT Nr.26 v. 22.06.

Mark SCHIERITZ erklärt uns, wie die SPD es verhindern will, dass bei ihrem Steuerkonzept nicht wieder vor allem die Besser- und Spitzenverdiener profitieren wie bei CDU/CSU und SPD, sondern die Normal- und Schlechterverdienenden. Dies soll durch Steuersenkungen für Normalverdiener und Steuererhöhungen für die Besserverdiener erreicht werden.

"Alles in allem führt das nach Berechnungen von Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin dazu, dass Alleinverdiener ab einem Einkommen von 86.Euro unter dem Strich mehr Steuern bezahlen müssen. Das betrifft die oberen zwei bis drei Prozent der Einkommensbezieher. Alle anderen werden entlastet - und dazuzählen viele kleine und mittelständische Unternehmen, die als Personengesellschaften organisisiert sind und deshalb wie normale Arbeitnehmer Einkommensteuer zahlen",

erkläutert SCHIERITZ. Zudem sei das Steuerkonzept so konzipiert, dass es genauso viel kostet wie das Steuerkonzept der CDU, aber im Gegensatz dazu die Ungleichheit in Deutschland abzubauen verspricht.  

 
       
   

Bodo Morshäuser in der Debatte

MORSHÄUSER, Bodo (2017): "Wir werden ständig angewirt, weil man uns einfangen will, als Käufer, Wähler, Jasager",
in:
Die ZEIT Nr.26 v. 22.06.

Bodo MORSHÄUSER beschreibt die sprachpolitischen Änderungen von der Wirtschaftswunderzeit ("man") über die New Economy ("Ausweitung der Kampfzone") über die Finanzkrise ("wir"). MORSHÄUSER sieht dahinter unterschiedliche Arten der Machtpolitik, mit denen Interessen durchgesetzt werden. Gemäß MORSHÄUSER soll es nicht um Gemeinschaft und Werte gehen, sondern um Gesellschaft und Interessenausgleich:

"Im Alltag wird das Gerede vom »Wir« allzu gern als Kampfmittel Besitzender gegen Nichtbesitzende benutzt. »Wir« ist dann gezielte Anmaßung, manchmal Frechheit, manchmal Aggression. Kein Unterlegener sagt »Wir«. Das tun nur Überlegene. »So machen wir das!«. Das »Wir« verschleiert ein »Wer«."

Das »Wir« der Unterlegenen wurde einmal Solidarität genannt, aber das war vor den Erzählungen über "Individualisierung" und den Hartz-Gesetzen:

"Zwar bezeichnet der Begriff »Hartz« einen Rechtsanspruch, doch ist er Makel, Stigma und Schimpfwort."

 
       
   

Rolf Peter Sieferle in der Debatte

ASSHEUER, Thomas (2017): Hauptsache Kampf.
Die Kritik an der liberalen Gesellschaft, die Rolf Peter Sieferle in seinem Skandalbuch "Finis Germania" ausbreitete gehört zum Arsenal der internationalen Rechten,

in:
Die ZEIT Nr.26 v. 22.06.

"Der strategische Pessimismus ist ein wichtiger Schachzug, denn je größer die Weltverdüsterung, umso heller strahlt die rechte Lösung  ",

beschreibt Thomas ASSHEUER die rechtsradikale Stoßrichtung, die viel mit dem Neoliberalismus gemein hat (man könnte statt des Begriffs "rechte Lösung" ohne Sinnentstellung auch "neoliberale Lösung" in den Satz einsetzen!), der auch die Ängste durch die Demografisierung politischer Probleme schürt, was bei ASSHEUER nur am Rande anklingt wenn er von der "politisch durchgepaukte(n) Privatisierung von Lebensrisiken" schreibt.

Johannes SALTZWEDEL wird uns als "unbescholtener" Spiegel-Redakteur vorgestellt und ansonsten bleibt er außen vor. Keine Kritik an der Empfehlung, Journalisten der selbsternannten Leitmedien wollen unter sich bleiben! Schuld ist für ASSHEUER nicht SALTZWEDEL, sondern allein der Zeitgeist:

"Vor Jahren noch wäre dieses Schriftstück auf einem rechtnationalen Büchertisch gelandet, und gelangweilt hätte der Wind darin geblättert: nichts Neues unter der Sonne. Jetzt aber steht das Buch auf der Sachbuch-Bestsellerliste von NDR und SZ und macht Skandal."

Am Zeitgeist haben unsere Leitmedien aber entscheidend mitgewirkt!

 
       
   

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Debatte

RUDZIO, Kolja (2017): Gespaltene Gesellschaft.
Der Wahrheits-Check in der Wirtschaft: Stimmt es, dass in Deutschland nur noch Jobs für Hochqualifizierte und für Hilfskräfte entstehen - aber die Mitte verschwindet?

in:
Die ZEIT Nr.26 v. 22.06.

Unter dem hochtrabenden Begriff "Wahrheits-Check" wird keine Analyse geliefert, sondern ein simples Pro und Contra um den Begriff "Polarisierung". Eine Analyse würde die Definition der verwendeten Begrifflichkeiten voraussetzen, das aber geschieht nicht, sondern der Leser darf sich nach der Lektüre seine eigene Wahrheit zusammenbasteln. Es gibt eben keine Wahrheit in der Wissenschaft, sondern nur bislang nicht widerlegte Hypothesen, würden die Anhänger einer quantitativen Sozialwissenschaft sagen.

 
       
   

Die Altersversorgung der Politiker in der Debatte

STIEBER, Benno (2017): Teurer Rat für überflüssige Reform.
Baden-Württemberg: Die Stuttgarter Landtagspräsidentin Aras bekommt die Debatte über die Altersversorgung der Abgeordneten nicht in den Griff. Jetzt gibt es streit über den Vorsitzenden der eingesetzten Expertenrunde,
in:
TAZ v. 22.06.

Die grün-schwarzen Abgeordneten wollen von der privaten Altersvorsorge selber nichts wissen, die sie den anderen Bürgern jedoch gerne verordnen. In diesem Schmierentheater ist nun der nächste Akt eröffnet: eine Expertenkommission soll dafür sorgen, dass die geplante Selbstbedienung nicht wieder zum Skandal wird. Dazu wollte man sich einen berüchtigten PR-Berater und einen teuren Kommissionsvorsitzenden gönnen. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Fazit: Wer selber nicht will, was er seinen Bürger verordnet, der sollte die Konsequenzen ziehen und die kapitalgedekte Altersvorsorge für alle auf den Müll werfen! 

 
       
   

Der Bundestagswahlkampf in der Debatte

STROHSCHNEIDER, Tom (2017): Die SPD im Abwärtsstrudel.
Martin Schulz war obenauf, dann ging es nur noch abwärts. Neue Daten geben Auskunft über die Ursachen,
in:
Neues Deutschland v. 22.06.

Tom STROHSCHNEIDER präsentiert Umfragen von YouGov, Allensbach und Forsa, die er dahingehend interpretiert, dass die von der SPD abgewanderten Wähler in erster Linie bei Geringverdienern, Frauen und Landbewohnern zu suchen seien. Er kritisiert deshalb sowohl die Adressierung als "hat arbeitende Menschen" als auch fehlende Angebote zur Erhöhung des Mindestlohns, einer Reichensteuer und einer Deckelung der Mieten. 

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

GARAT, Jean-Baptiste & Marion MOURGUE (2017): Le jour où Les Républicains ont explosé.
Un nouveau groupe "Républicains constructifs, UDI et indépendants" est né mercredi à l'Assemblée,
in:
Le Figaro v. 22.06.

REZAGUI, Insaf (2017): Alle lieben Macron.
Ich nicht! Weshalb es sich lohnt, für die Sozialistische Partei Frankreichs zu kämpfen, die kurz vor dem Zusammenbruch steht
,
in:
Die ZEIT Nr.26 v. 22.06.

WALTHER, Rudolf (2017): Generalstreik der Wähler.
Frankreich: Präsident Macron hat eine sichere Basis im Parlament, weniger im Volk,
in:
Freitag Nr.25 v. 22.06.

WIEGEL, Michaela (2017): Zwei weitere Rücktritte.
Macron musste nun vier Posten neu besetzen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.06.

VEIEL, Axel (2017): Emmanuel Macron sortiert weitere Minister aus.
Abtrünnige aus den Reihen der Konservativen und der Zentrumspartei springen Frankreichs Präsident zur Seite,
in:
Frankfurter Rundschau v. 22.06.

KLIMM, Leo (2017): Minister-Domino in Paris.
Eine politische Formalie gerät zu Macrons erster Kabinettskrise,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 22.06.

BALMER, Rudolf (2017): Das gibt Macron erst recht freie Hand.
Frankreich: Kurz vor Bekanntgabe der neuen Regierung treten die Minister des Partners Modem zurück,
in: TAZ
v. 22.06.

KLINGSIECK, Ralf (2017): "Ein Viertel der Regierung fällt".
Ministerrücktritte zwingen Frankreichs Präsidenten zu umfassender Regierungsumbildung,
in:
Neues Deutschland v. 22.06.

HANKE, Thomas (2017): Macron sucht neue Balance.
Es sollte eine technische Kabinettsumbildung werden. Doch Skandale zwingen Frankreichs Präsidenten, die Gewichte neu auszutarieren,
in:
Handelsblatt v. 22.06.

 
       
   

21.06.2017

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

KASUMOV, Aziza (2017): Gallisches Dorf an der Ems.
Während sich manche Dörfer leeren, erlebt das Emsland eine Blütezeit. Anstatt in die Stadt zu ziehen, gründen die Menschen im Emsland Familien und bauen Häuser. Warum funktioniert hier der Kampf gegen die Landflucht?
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.06.

 
       
   

Die Lebensversicherer in der Debatte

SIEDENBIEDEL, Christian (2017): Weniger Provision für Vertreter.
Abschlussvergütungen für Lebensversicherer sinken,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.06.

Das Lebensversicherungsreformgesetz wirkt, soll eine Befragung von Matthias BEENKEN & Michael RATKE belegen. Tatsächlich sind die einmaligen Abschlussprovisionen zurückgegangen, was jedoch nicht heißt, dass die Kunden die Profiteure sind. Ganz im Gegenteil: Die Kosten wurden nur an andere Stellen verschoben:

"Häufiger als vor zwei Jahren finden sich in der aktuellen Erhebung (...) auf die Laufzeit verteilte Abschlussprovisionen."

 
       
   

Die Rentenpolitik in der Debatte

THÜSING, Gregor (2017): Die zweite Rettung der Sozialkassen.
Der Gesetzgeber wird grundlegende Prozessprinzipien umkehren,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.06.

 
       
   

Die Gebietsreform in Thüringen in der Debatte

ISSIG, Peter (2017): Thüringen ade, Bayern olè.
Die Bürger Sonneborns stellen sich gegen die Gebietsreform-Pläne der rot-rot-grünen Landesregierung in Erfurt. Nun planen sie eine Revolution,
in:
Welt v. 21.06.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

FORSTER, Christof (2017): "Scheinreform" oder "Gesamtlösung"?
In diesen Tagen starten Befürworter und Gegner der Rentenreform ihre Abstimmungskampagne,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 21.06.

SCHOENENBERGER, Michael (2017): Probleme lösen, nicht verlagern.
Kommentar: Rentenpolitik,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 21.06.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

WIEGEL, Michaela (2017): Erst das Amt, dann die Moral.
Präsident Macron war angetreten, um die politischen Sitten zu erneuern. Doch seine Regierung wird von Affären eingeholt. Eine Ministerin hat ihren Rückzug angekündigt,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.06.

BALMER, Rudolf/SANDER, Matthias/WYSLING, Andres (2017): Marschierer übernehmen die Macht.
Ein Grossteil der alten Garde ist aus Frankreichs Nationalversammlung ausgeschieden,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 21.06.

 
       
   

20.06.2017

 
       
   

Der IW-Kurzbericht Wohnungsmangel in den Städten, Leerstand auf dem Land in den Medien

KNUF, Thorsten (2017): Am Bedarf vorbei gebaut.
Analyse: In Teilen Ostdeutschlands gibt es keinen Neubaubedarf. In den Metropolen wird hingegen weniger gebaut, als eigentlich nötig wäre,
in:
Frankfurter Rundschau v. 20.06.

Thorsten KNUF präsentiert uns die Ergebnisse der Arbeitgeberlobbyorganisation IW Köln, die Studien nach Gutsherrenart veröffentlicht. Grundlage ist eine IW-Baubedarfsprognose:

"Deschermeier et. al. (2017) haben mithilfe des IW-Baubedarfsmodells berechnet, dass im Zeitraum 2011 und 2015 allein in den sieben größten Städten in Deutschland nur 32 Prozent der benötigten Wohnungen auch gebaut worden sind."

Die genannte Literatur ist auf der Website jedoch nicht auffindbar, sondern nur der IW-Report Die Großstädte im Wachstumsmodus. Stochastische Bevölkerungsprognosen für Berlin, München und Frankfurt am Main bis 2035 vom 19.12.2016. Zum IW-Baubedarfsmodell findet sich lediglich der IW-Report Zuwanderung, Wohnungsnachfrage und Baubedarfe Aktualisierte Ergebnisse des IW Wohnungsbedarfsmodells vom 22.06.2016. Dort heißt es:

"Das IW Köln publiziert seit einigen Jahren Prognosen zum Baubedarf auf Basis de-mografischer Vorausberechnungen. Diese Baubedarfsanalysen sollen den Marktteil-nehmern und Kommunen eine langfristige Orientierung geben und mögliche Fehl-entwicklungen aufzeigen, die in Leerständen oder Mietsteigerungen resultieren kön-nen. Die vorliegende Aktualisierung der Baubedarfsanalyse stellt bereits die dritte Aktualisierung innerhalb von 10 Monaten dar. Ursächlich hierfür ist vor allem die Entwicklung der Zuwanderung, die sich aktuell sehr volatil entwickelt." (2016, S.5)

Daraus lässt sich schließen, dass Baubedarfsprognosen schneller veralten als sie publiziert werden können. Über diese Problematik lesen wir nichts bei KNUF, der so tut, als ob das IW Köln aussagekräftige Daten zur Entwicklung liefern könnte.

KNUF greift sich aus den über 400 Kreisen in Deutschland lediglich zwei heraus: Ostrprignitz-Ruppin in Brandenburg und den nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg, um dann zu behaupten:

"In weiten Teilen Ostdeutschlands gibt es überhaupt keinen Neubaubedarf. In den Metropolen des Landes und vielen Universitätsstädten wird hingegen regelmäßig weniger gebaut, als eigentlich nötig wäre. Generell wird im Osten mehr am Bedarf vorbeigebaut als im West."

 
       
   

Der Steuerentlastungswahlkampf in den Medien

HEBEL, Stephan (2017): Ängstlich voran.
Leidartikel: Die SPD geht mit ihrem Steuerkonzept vorsichtige Schritte in Richtung einer gerechteren Verteilung. Aber warum wirkt sie dabei so verdruckst?
in:
Frankfurter Rundschau v. 20.06.

SATTAR, Majid (2017): Eine verdünnte Lösung.
Kurz vor ihrem Programmparteitag legt die SPD ein Steuerkonzept vor. Es ist ein fein austariertes Werk - und zieht Schlüsse aus drei verlorenen Landtagswahlen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.06.

"Die Partei muss auf der Gerechtigkeitsklaviatur spielen, um den gewerkschaftlichen Kern zu mobilisieren. Singt sie allerdings nur Arbeiterlieder, kommt sie über 25 Prozent nicht hinaus",

beschreibt Majid SARRAR das Dilemma des SPD-Steuerkonzepts.

ALTENBOCKUM, Jasper von (2017): Die konkrete SPD.
Kommentar,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.06.

GREIVE, Martin (2017): Angriff auf die Top-Verdiener.
Die SPD will den Soli teilweise streichen und verspricht 15 Milliarden an Steuerentlastungen. Im Gegenzug planen die Genossen einen höheren Spitzensteuersatz,
in:
Handelsblatt v. 20.06.

 
       
   

Dresden in der Debatte

VETTER, Philipp (2017): Das Geheimnis von Sachsens Silicon Valley.
Die Region um Dresden zieht Hightech-Unternehmen an. Bosch investiert dort eine Milliarde Euro in eine Chipfabrik,
in:
Welt v. 20.06.

"Über 200 Millionen Euro für 700 Jobs - das sind fast 300.000 Euro pro Arbeitsplatz",

rechnet Philipp VETTER die staatliche Förderung um. Gerne schmücken sich Gemeinden mit Labels, die Anklänge zum kalifornischen Silicon Valley suggerieren. Marketing ist eben alles. Oftmals gehen solche Projekte jedoch schief wie nicht nur das Beispiel Bitterfeld ("Solar Valley") zeigt. 

 
       
   

Die Wahlen zur Nationalversammlung in Frankreich in den Medien

Exklusiv von single-generation.de: Noch am Vortag des zweiten Wahlgangs veröffentlichte der Tagesspiegel Zahlen aus Umfragen wonach MACRONs Partei La République en Marche (REM) zusammen mit den Verbündeten von Mouvement démocrate (MDM) auf 440 bis 470 Sitze hoffen könnte. Vor diesem Hintergrund blieb MACRONs Bündnis mit 350 Sitzen letztendlich weit hinter den Erwartungen zurück.

In den 456 Duellen des zweiten Wahlgangs wurden von La République en Marche 150 Duelle verloren und 306 Sitze erobert. MACRONs Partei kommt damit auf 308 Sitze in der Nationalversammlung. Gegen linke Parteien konnte keine Zweitplatzierung in einen Sieg verwandelt werden. Aus der nachfolgenden Übersicht sind die einzelnen Duelle ersichtlich:

Partei 1. Wahlgang 2. Wahlgang (306 Sitze)
Sitze Gesamtzahl
Duelle
Gegenpartei Anzahl
Duelle
Verlorene
Duelle als
Gewonnene
Duelle als
REM 2 456     Erster Zweiter Erster Zweiter
REM LR 202 25 56 119 2
REM FN 91 kein 4 79 8
REM FI 63 13 3 47 kein
REM SOC 44 18 2 24 kein
REM UDI 25 4 7 14 kein
REM DVD 9 2 1 6 kein
REM COM 9 4 4 1 kein
REM Andere 13 4 3 6 kein
Gesamt 2     456 70 80 296 10

Weitere Ergebnisse werden im Laufe des Tages hier veröffentlicht.

 
       
 

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Zu den News vom 12. - 19. Juni 2017
 

   
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