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News vom 16. - 30. November
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OESTREICH, Heide (2007): "Väter geben Männermythen weiter".
Der Familientherapeut und Gewaltberater Jürgen Krabbe hilft
Männern, ihre Emotionen auch ohne Gewalt auszudrücken. Im
taz-Interview spricht er über Männerklischees, Ohnmachtsgefühle und
die Verantwortung der Täter: "Man kann entweder ins Gefängnis gehen
oder zu uns kommen",
in: TAZ v. 30.11.
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MÜLLER, Christa (2007): Erziehungsgehalt für alle.
In Deutschland werden nicht genügend Kinder geboren, denn für
Familien haben sich die Lebensbedingungen und die finanziellen
Verhältnisse seit Jahren ständig verschlechtert. Die
Erziehungsleistung von Müttern und Vätern soll nach dem Grundsatz
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" honoriert werden. Nur so haben
Eltern eine echte Wahl, wie sie Erwerbstätigkeit und Kinderwunsch
vereinbaren wollen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.11.
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MÜLLER-LISSNER, Adelheid (2007): "Wir wollen Embryonen auswählen".
Der Reproduktionsmediziner Hans-Rudolf Tinneberg fordert, die
gesetzlichen Regelungen für die künstliche Befruchtung zu ändern,
in: Tagesspiegel v. 28.11.
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NORD, Cristina (2007): Im Kreuzfeuer der Hormone.
Unbestritten hanebüchen komisch: Die These von den unveränderlichen
evolutionären Tatsachen. Zwangsläufig sehr viel weniger komisch:
Leander Haußmanns filmische Umsetzung dieser These in seiner aktuellen
Komödie "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken",
in: TAZ v. 27.11.
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LAU, Mariam (2007): Von der Leyen sieht sich in ihrem Kurs bestärkt.
Die Bundesfamilienministerin verteidigt den angestrebten
Rechtsanspruch auf einen Kinderkrippenplatz. Vor dem CDU-Parteitag
haben viele Mitglieder Änderungsanträge eingereicht. Dies sieht sie
aber lediglich als Interesse am Thema und nicht als Kritik an ihrer
Politik,
in: Welt v. 27.11.
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GENAZINO, Wilhelm (2007): Flucht in die Ohnmacht.
Der Schriftsteller Wilhelm Genazino ist mit dem Kleist-Preis 2007
ausgezeichnet worden. Der Tagesspiegel dokumentiert seine Dankrede,
in: Tagesspiegel v. 26.11.
- Inhalt:
Der Schriftsteller
Wilhelm GENAZINO beschreibt
Heinrich von KLEIST u.a. als Kindersoldaten:
"Fünf
Jahre nach Kleists Vater starb auch die Mutter. Kleist war jetzt
fünfzehn und trat als Gefreiter-Korporal in das Garderegiment
Potsdam ein. Er ist jetzt das, was wir heute einen Kindersoldaten
nennen. Es ist merkwürdig und schauderhaft, dass das Wort
Kindersoldat erst in unserer Gegenwart in unseren Wortschatz
eingewandert ist; das Wort kennzeichnet mit rätselhafter Verspätung
mehrere Jahrhunderte historischer Gewalt an männlichen Kindern."
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FICHTER, Tilman P. (2007): Die Rache des Spießers.
Kai Diekmann beklagt in seinem Buch den Verfall Deutschlands, der
durch die 1968er eingeleitet worden sei. Dabei gibt er ganz offen zu,
dass dies eine "polemische Attacke" ist,
in: Tagesspiegel v. 26.11.
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JAHBERG, Heike (2007): Arme Rentner.
Alte Leute sollen nicht von der Fürsorge leben müssen, fordern
Politik, Versicherer und Sozialverbände. Nur der Weg ist umstritten,
in: Tagesspiegel v. 25.11.
- Anmerkungen:
Die Versicherungsbranche versucht - angesichts
zu erwartender hoher Profite - mit Rentenstudien die Menschen zur
privaten Rentenvorsorge zu drängen. Dies wird jedoch von einigen
Menschen weiterhin ignoriert:
"Sozialpolitiker,
Wohlfahrts- und Sozialverbände sind alarmiert durch die neue
Rentenstudie, die die Deutsche Rentenversicherung in der vergangenen
Woche vorgelegt hat. Danach verlasse sich noch immer über eine
Million Deutsche zwischen 46 und 50 Jahren allein auf die
gesetzliche Rentenversicherung und habe weder eine private noch eine
betriebliche Zusatzvorsorge. Das Problem: Wegen der Rentenreformen
der vergangenen Jahre werden sich die heute 46- bis 50-Jährigen mit
einer Durchschnittsrente von 690 Euro begnügen müssen, wenn sie
keine zusätzliche Vorsorge betreiben, heißt es in der Studie."
Ein
Teil dieser Menschen wird sich vermutlich denken, dass sie sowieso
nichts mehr von unserem Rentensystem zu erwarten haben.
Hans-Werner
SINN hat kürzlich die Rente ab 77 gefordert. Wann wird der erste
eine Rente ab 100 fordern?
Andere wiederum wollen das Rentensystem völlig
umbauen, ob
Grundsicherung (also Rückkehr zur Armenfürsorge) oder
Rente nach Kinderzahl.
Einige
Menschen könnten dagegen individuelle Lösungen bevorzugen. Menschen
jenseits der Festanstellung haben in dieser Hinsicht ganz
unterschiedliche Strategien entwickelt, wie das Buch
"Wovon lebst du eigentlich?" von
Jörn MORISSE & Rasmus ENGLER zeigt.
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LOSKE, Reinhard (2007): Grundeinkommen.
Ein neuer Anfang!
in: Frankfurter Rundschau v. 24.11.
- Inhalt:
"Das Konzept des Grundeinkommens, manche nennen es
auch Bürgergeld, passt sehr gut zu den Grünen, weil es libertäre
und soziale Ideen zusammenführt. Das hinter dem Grundeinkommen
liegende Menschenbild ist das vom tätigen Menschen, der sich
autonom die ihm gemäße Mischung aus Erwerbsarbeit, Familienarbeit,
sozialem Engagement, kulturellem Schaffen und persönlicher Muße
wählt", meint LOSKE.
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KURTH, Markus (2007): Grundsicherung.
Keine Umwälzung!
in: Frankfurter Rundschau v. 24.11.
- Inhalt:
KURTH sieht dagegen die "Notwendigkeit eines
vielfältigen Hilfesystems für Wohnungslose, Überschuldete, Frauen
in Frauenhäusern, Weglaufkinder und die vielen anderen Menschen in
besonderen sozialen Schwierigkeiten" weiterhin bestehen.
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JÄGER, Lorenz (2007): Die Modernität des Martin Mosebach,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.11.
- Inhalt:
Auf Seite 1 verteidigt Lorenz JÄGER den
umstrittenen Schriftsteller Martin MOSEBACH sowohl gegen seine
Liebhaber als auch gegen seine Verächter:
"Wollte
man Mosebach unbedingt zum Sprecher eines Kollektivs machen, dann
wäre er der Wortführer jener in den sechziger Jahren
Herangewachsenen, für die alle Reformrhetorik nicht mehr den
erhofften Neubeginn bedeuteten konnte, sondern nur noch das
aktuellste Gesicht des Herrschenden und Geltenden."
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MÜLLER, Uwe (2007): Der Osten altert schneller als der Westen.
Glaubt man den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus
Wiesbaden, dann sieht es düster aus für Deutschlands Osten: Er
vergreist. Nach Berechnungen von WELT ONLINE rückt Sachsen-Anhalt zum
"Altersheim der Republik" auf. Jung ist nur noch der reiche Süden der
Republik,
in: Welt v. 24.11.
- Anmerkungen:
Uwe MÜLLER und die Welt stellen gerne
mal eigene Berechnungen an oder berichten über Prognosen, deren
Urheber lieber im Dunkeln bleiben.
Nicht immer ist das seriös.
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vom 16
- 23. November 2007
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