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Medienrundschau:
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News vom
22. - 28. Februar 2005
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SPIEGEL -Titelgeschichte:
Evas Männer (Adams Frauen).
Die Biologie der Partnersuche |
-
BETHGE, Philip (2005): Der liebende Affe.
Forscher entschlüsseln die Biologie der Liebe: Partnerwahl,
Seitensprung und Eifersucht erklären sie aus dem Diktat der Hormone.
Für die Ehe sind Männer wie Frauen nicht geschaffen. Kehrt der
Mensch zu den stammesgeschichtlichen Wurzeln zurück? Heißt das
Zukunftsmodell Treue auf Zeit?
in: Spiegel Nr.9 v. 28.02.
- Kommentar:
Die biologistische Weltsicht reduziert den
Menschen auf seine Fortpflanzung, weswegen in dieser Sicht auf die
Partnerwahl nicht die Partnerschaft, der Elternschaft untertan
ist.
Die kulturelle
Entkopplung von Partnerschaft und Elternschaft hat in diesem
vormodernen Denksystem also keinen Platz.
Der SPIEGEL predigt in
guter neoliberaler Manier das egoistische Gen:
"Das einzige Ziel des ganzen
Wahnsinns: die eigenen Gene in die nächste Generation zu
befördern".
Der zweite Glaubenssatz heißt:
"Es liegt in der Natur des Menschen, nur so lange mit einem
Partner zusammen zu bleiben, bis ein gemeinsames Kind aus dem
Gröbsten raus ist".
Eine andere
evolutionsbiologische Sicht auf die Partnerwahl, die - politisch
unkorrekt - auch Kinderlosigkeit berücksichtigt, bietet dagegen
Andreas HEJJ.
Beim SPIEGEL herrscht
Gleichberechtigung (Das Cover gibt es deshalb gleich in zwei
Ausführungen): Die Anthropologin Helen FISHER darf die weibliche
Sicht vertreten und der Evolutionsbiologe David BUSS vertritt die
männliche Sicht.
Die Ehe wird als Produkt
der Demokratie beschrieben, die im Grunde wider die Natur
ist:
"»Monogamie ist eine Folge der
Gleichberechtigung unter Männern«, bilanzieren Barash und Lipton.
Ein bislang »wenig anerkanntes« Beispiel des »Triumphs der
Demokratisierung« sei die Einehe, bei der »noch der Erfolgloseste
Chancen auf eine Partnerin« habe."
Der männliche Pöbel wurde
in dieser patriarchalen Sicht also durch eine Ehefrau besänftigt.
Michel HOUELLEBECQ beklagt in
seinen Romanen, dass der Neoliberalismus dieses System zerstört
hat.
BETHGE behauptet nun,
dass dieser männliche Waffenstillstand inzwischen obsolet ist:
"Frauen taugen nicht mehr zum
willfährigen Handelsgut maskuliner Allmacht. Eigene Jobs machen
sie unabhängig vom Gegängel der Männer. Der alte
Geschlechtervertrag ist damit aufgekündigt, die Christenformel
»bis dass der Tod euch scheidet« obsolet."
Wenn es nach
Gerhard MATZIG
geht, dann sind die Neocons gerade dabei diesen alten
Geschlechtervertrag zu restaurieren.
Das letzte Wort hat bei
BETHGE nicht die Biologie, sondern die Sexualwissenschaft.
Gunter SCHMIDT darf die
Ergebnisse seiner Studie präsentieren.
Nicht erwähnt wird im SPIEGEL jedoch,
dass die Ergebnisse nicht für die katholische Bevölkerung (gilt
als rückständig) und nicht für ländliche Gebiete repräsentativ
sind, sondern nur für nicht-katholische urbane Zentren.
SCHMIDT hält das
Liebespaar auf Zeit (Günter BURKART) für das neue Modell.
Paare sind in dieser Sicht
Erlebnisteams. Serielle Monogamie gewährleistet dabei ein Optimum an
Zufriedenheit in Partnerbeziehungen.
- SPIEGEL (2005): "Der stärkste Trieb
der Welt".
Die US-Anthropologin Helen Fisher über die Hormone der Liebe, die
Ehe mit Verfallsdatum und den Zusammenhang zwischen dem Gefühl der
Verliebtheit und dem aufrechten Gang,
in: Spiegel Nr.9 v. 28.02.
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MATZIG, Gerhard (2005): Rollenspiele der
All-Age-Gesellschaft.
Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet. Ehe,
Kinder, Bausparvertrag: Die jungen "Neocons" sind die Antwort auf
50-jährige, die nicht erwachsen werden wollen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.02.
- Kommentar:
"Die erschreckenden Studien wissen von immer mehr
25-jährigen Akademikerinnen, die ihren Platz am heimischen Herd und
bei Aufzucht und Hege der lieben Kleinen sehen; die glauben, ihre
ökonomische Unabhängigkeit auch deshalb ohne weiteres aufgeben zu
können, weil ihre Generation in joblosen Zeiten wie diesen gar keine
Freiheit mehr erwerben könne. Passend dazu wird von immer mehr
27-jährigen Männern erzählt, die sich in härtere Karrieren fügen,
weil ihnen die Frauen zuhause »den Rücken frei halten«", behauptet
Gerhard MATZIG.
Vielleicht lässt sich hier
noch der bescheidene Anfang eines neuen Topos von der Rückkehr des
"Heimchen am Herd" zurück verfolgen.
Die bürgerliche
Neocon-Familie ist zuerst mit einem eher
unverbindlich gehaltenen Manifest
aus dem Jahr 1999 ins Feuilleton gelangt (single-dasein.de
merkte dazu an: Heiraten wird zu einem Akt der Rebellion
und zum Statussymbol der Neuen Mitte).
Erst
vom SPIEGEL nur proklamiert, dann
von
Joachim BESSING in Form eines
Hilferufs eingefordert, und vor kurzem von
Tissy BRUNS u.a. mit Verweis auf single-generation.de als
Faktum beschrieben, wird die Neocon-Familie nun von MATZIG unter
Berufung auf nicht näher bezeichnete Studien quasi als selbst
erfüllende Prophezeiung festgeschrieben.
Wir werden wohl nicht lange
auf die nächste Runde in diesem Kampf der Lebensstile warten müssen.
Als Gründe für das
Aufkommen der jungen Neocons nennt MATZIG zum einen die ökonomische
Situation und zum anderen das Generationenspiel, in dem der Jugend
nichts anderes als Distinktionsmöglichkeit übrig bleibt als das
Spießertum des Neocons:
"Wenn die Alten jung sind, mögen
sich die Jungen zu Recht sagen, dann müssen wir eben alt sein. Gegen
die behauptete Jugendlichkeit und künstliche Unkonventionalität
helfen als einzig verbliebene Distinktionsmöglichkeit nur die
behauptete Konventionalität und die künstliche Alterung."
Claudius SEIDLs Buch
"schöne junge welt", das gerade
erschienen ist, gilt MATZIG als Beweis für das Vorhandensein von
orientierungslosen 30- bis 50-Jährigen in einer entgrenzten
All-Age-Gesellschaft.
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KREYE, Andrian (2005): Die leicht Verzweifelten.
In den USA kehrt die Ironie zurück - als neue Ernsthaftigkeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.02.
- Inhalt:
Andrian KREYE erzählt die Story vom
Kampf der Weltsichten: Ironie contra Postironie.
Der Niedergang der Ironie
begann demnach mit dem Eindringen in den gesellschaftlichen
Mainstream, wodurch er für die Subkultur seine Subversivität
verloren hat.
Der Aufstieg der
Postironiker beginnt für KREYE mit der
"Generation X" und führt über
Jedediah PURDY bis zur
"Tristesse Royale" der Neocons.
"Lange stand dem nur noch die humorlose
Authentizität des Hip-Hop und die verbitterte Rechtschaffenheit der
politischen Linken entgegen", seufzt KREYE.
Das hat nun ein Ende: die Ironie hat
neue Formen gefunden, verkündet KREYE
"Jenseits des politischen
Dampfhammerhumors von Michael Moore und Al Franken haben sich
Prankstergruppen wie die Yes Men, die Billionaires for
Bush und Reverend Billies Church of Stop Shopping
aufgemacht, die Politik zu ironisieren. Das schwappt bis in die
Seiten der New York Times, in der die Kolumnistin Mareen Dowd
vorführt, wie man engagierte Ironie betreibt."
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BAHR, Daniel (2005): Unfruchtbare Elite:
Daniel Bahr vom
FDP-Bundesvorstand machte mit der Bemerkung Furore, die Falschen
kriegten die Kinder. Was meint er damit?
in: Welt am Sonntag v. 27.02.
- Kommentar:
Der FDP-Politiker
BAHR instrumentalisiert das
Down-Breeding-Argument, um Klientel-Politik für
Besserverdienende durchzusetzen:
"Über
Bildungs- und Betreuungsgutscheine können wir ermöglichen, daß
Eltern sich die passende Betreuungsform aussuchen - sei es im
Kindergarten in kommunaler, freier oder privater Trägerschaft, bei
der Tagesmutter oder im Betriebskindergarten. Aufwendungen für die
Beschäftigung einer Kinderfrau, Haushaltshilfe et cetera im
Privathaushalt müssen im Kalenderjahr bis zur Höhe von 12 000 Euro
vom Gesamtbetrag der zu versteuernden Einkünfte abgezogen werden
können."
Als Rechtfertigung verweist
BAHR auf die Haushaltsstatistik:
"Von
den 35- bis 39jährigen Frauen mit Hochschulabschluß leben in
Westdeutschland 44,3 Prozent ohne Kinder. Von den gleichaltrigen
Frauen mit Hauptschulabschluß bleiben lediglich 23 Prozent
kinderlos."
Die Haushaltsstatistik sagt jedoch nur bedingt
etwas über die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen aus,
und schon gar nichts sagt diese Statistik etwas darüber aus, ob
diese Kinderlosen überhaupt die behaupteten Karrieren gemacht haben,
die BAHR voraussetzt, wenn er großzügig steuerliche
Abschreibungsmöglichkeiten einfordert!
Wo bleiben also hieb- und
stichfeste Studien über das Kinderlosenproblem unserer
Akademikerinnen?
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HEINS, Gabriele (2005): "Kommt der Herr noch?".
Immer noch sorgen wir für
Verwirrung. Wir gehören einer unbekannten Art an, die im Stundenplan
der Berufsschule fürs Gastgewerbe nicht vorkommt und die man deswegen
gerne mal an den hintersten Tisch neben den Toiletten verbannt: allein
essende Frauen im Restaurant,
in: TAZ v. 26.02.
- Inhalt:
HEINS, Redakteurin der Zeitschrift
Feinschmecker, berichtet aus dem Leben einer Alleinesserin:
"Wir
Frauen sind eine Randgruppe und sollen es auch bleiben - so viel
steht fest. Warum sonst werden wir vom Restaurantpersonal
vorzugsweise an den kleinsten Tisch gesetzt, gern auch in die Nähe
der Treppe oder der Toilettentür (ein Klassiker bei Londoner
Kellnern!). Oder hinten links, genau in die Ecke des Restaurants,
die außerhalb der Umlaufbahn der Kellner liegt. Auf keinen Fall aber
ans Fenster oder auf der Terrasse in der ersten Reihe. Könnten ja
noch Paare kommen, die sich einen schönen Abend machen wollen. Und
die will man doch nicht verprellen.
Beliebt ist auch der Tisch im Zentrum des Restaurants, denn so
mitten in der Manege bieten wir Gesprächsstoff für all die Ehepaare,
die schon alles voneinander wissen. Ein Menü mit zwei Amuse-gueules,
Zwischengängen und Vordessert kann schließlich dauern. Und so
verrenken sich andere Gäste die Hälse, drehen die Köpfe und
tuscheln."
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RAUCH, Renate (2005): Die Termine müssen rollen,
in: Berliner Zeitung v. 26.02.
- Inhalt:
"Frau Maria Engel,40 Jahre alt, ledig, keine Kinder,
arbeitslos, hat den Notruf missbraucht", beginnt RAUCH ihren Bericht
über die Sucht
nach Aufmerksamkeit für ein verkorkstes Leben.
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WINKLER, Willi (2005): Die Deutsche Sorgenorgel.
Über die neue Lust auf reine Verhältnisse. Und über den ZDF-Mann
Peter Hahne, der diese Lust mit Erweckungs-Merchandising bedient,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.02.
- Kommentar:
Inhaltlich erfährt man wenig über das Buch
"Schluss mit Lustig" von Peter HAHNE.
Man erfährt aber, dass
faz.net bei Sofortbestellung des Buches mit 100 Prämienpunkten
winkt, obgleich das Buch in den Feuilletons der
Frankfurter Allgemeine durchweg
verrissen wurde!
Willi WINKLER sieht ob des
Erfolgs neokonservativer Bücher längst wieder den Geist der 50er
Jahre durch die Republik wehen:
"Diese wunderschönen fünfziger Jahre,
machen wir uns nichts vor, sie sind wieder da. Evangelimann Hahne
ist da nur einer von vielen Retro-Stars. Das erste Trostbüchlein für
die von 68ern und Dosepfand Gequälten sind die
»Manieren« von Asfa-Wossen Asserate geworden. Der Autor ist ein
Prinz und auch noch schwarz, aber was seinen Erfolg noch exotischer
macht, ist der Kulturtransfer, der ihm mit seinem Benimmbuch
gelungen ist. Es basiert auf den Regeln, die Erica Pappritz in den
Jahren der Adenauerei für den Auswärtigen Dienst zusammengestellt
hat. Drei Exemplare dieses Buches gelangten seinerzeit an den
äthiopischen Hof, an dem der Prinz einst aufwuchs. Prinzlich
garniert wurden die Werte der Goldenen Fünfziger nun also nach
Deutschland re-importiert. Wenn einem soviel Gutes wird beschert,
fragt man sich schon, warum wir nicht wieder unsern Kaiser Wilhelm
haben dürfen."
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LÜTZOW, Gunnar (2005): Charme des Müßiggans.
Zur Konjunktur der Faulheit,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.02.
- Inhalt:
Gunnar LÜTZOW kann in Corinne
MAIERs Bestseller
"Die Entdeckung der Faulheit"
nur Zynismus entdecken.
Die Zeiten sind härter und
Gruppen wie die
"Glücklichen Arbeitslosen" sind
genauso wenig weiterführend.
Wie sieht also der neue
Widerstand aus?
"Die
jüngste Formation prekärer Protestierer nennt sich nämlich »Die
Überflüssigen«. Sie demonstrieren, besetzen Arbeitsämter und schauen
auch schon mal uneingeladen in den Treffpunkten der neuen besseren
Berliner Gesellschaft nach, wer denn eigentlich diejenigen sind, die
in Talkshows und Kommissionen über die Forderungs- und
Förderungswürdigkeit vermeintlich »Fauler« schwadronieren. Das ist
ein gefährlicher und ziemlich dreckiger Job, aber irgendwer muss ihn
ja machen."
(Peter GLOTZ würde das als
Werk der neuen
Frühsozialisten einordnen.)
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BIRG, Herwig (2005): 100 Jahre Geburtenrückgang.
Grundkurs Demographie - Fünfte Lektion,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.02.
- Kommentar:
Für BIRG gibt es zwei Feindbilder, die einer
Erhöhung der Geburtenrate in Deutschland im Weg stehen: zum einen
die
lebenslang kinderlose Frau (Es gibt
nur eine amtliche Gebär- aber keine Zeugungsstatistik) und zum
anderen die erwerbstätige Mutter.
BIRGs Ideal ist deshalb die
"deutsche Mutter" der
Nazi-Generation:
"Die
hohen Kinderzahlen der um 1932 geborenen Eltern bildeten den
»Nachkriegs-Babyboom« mit dem Geburtenmaximum von 1964 bei 1,36
Millionen Kindern. Da die Verhaltensweisen und Wertvorstellungen der
um 1932 Geborenen teilweise in der Epoche vor dem Ende des Zweiten
Weltkriegs geprägt wurden, muß der Nachkriegs-Babyboom auch als ein
Phänomen der Vorkriegsepoche interpretiert werden."
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LENZEN-SCHULTE, Martina (2005): Wunschkind.de.
Frauen unter Druck: Fluch und Segen der Reproduktionsmedizin,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.02.
- Kommentar:
LENZEN-SCHULTE gehört zu jenen, die mit zu hohen
Zahlen bei der Kinderlosigkeit von Akademikerinnen argumentieren. Aus
dieser Sicht gelangt sie dann zur gewünschten Fragestellung:
"Drei
Viertel derer, die ein Studium beginnen, wünschen sich ein Leben mit
Kindern, nur sechs Prozent wollen keine Kinder, heißt es in einer
Umfrage des Hochschul-Informationssystems aus dem Jahr 2002. Die
Familienwissenschaftliche Forschungsstelle im Statistischen Landesamt
Baden-Württemberg weist indes nach, daß von den
dreißig- bis neununddreißigjährigen
Hochschulabsolventinnen 43 Prozent keine Kinder haben.
Wer wissen will, auf welcher Strecke die Kinderwünsche dieser
gutausgebildeten Klientel geblieben sind, findet ihre Spuren in
Internetforen wie denen der "www.wunschkinder.net"
wieder. Dort trauen sich verzweifelte Frauen, ihre Sehnsucht nach
einem Kind zu offenbaren.
(...). Fünfzehn bis zwanzig Prozent aller Paare in Deutschland sind
nach Schätzungen von Medizinern ungewollt kinderlos. Längst nicht
immer geht die Unfruchtbarkeit auf eine Erkrankung zurück, für manche
der Betroffenen ist es schlicht biologisch zu spät. Mit zunehmendem
Alter der Frau wird es immer schwieriger, ein Kind zu bekommen. Die
Schnittmenge zwischen denen, die sich ihren Kinderwunsch im Laufe von
Ausbildung und Berufsleben nicht erfüllt haben, und den ungewollt
Kinderlosen sind exakt jene Frauen, die
Christine Carl in ihrem Buch »Leben ohne Kinder - Wenn Frauen keine
Mütter sein wollen« die »Aufschieberinnen«
nennt. Sie haben den richtigen Zeitpunkt verpaßt. Die Frage, warum so
viele Frauen sich gegen Kinder entscheiden, muß für einen Teil von
ihnen lauten: Warum entscheiden sich viele Frauen erst dann für
Kinder, wenn es meist schon zu spät ist?"
LENZEN-SCHULTE sieht in der
Unwissenheit über das Wesen des Kinderkriegens den Hauptgrund der zu
hohen Kinderlosigkeit und plädiert deshalb für einen Paradigmenwechsel
im Aufklärungsunterricht:
"Unwissenheit
ist ein Grund. Wenn Mütter heute in einem Alter Kinder bekommen, in
dem sie früher oft schon Großmutter waren, entsteht der Eindruck,
jenseits der Fünfunddreißig könne man sich ebensogut noch für ein Kind
entscheiden wie diesseits der Fünfundzwanzig. Weit gefehlt. Mehr als
die Hälfte der reproduktiven Jahre sind dann bereits verschenkt, die
verbleibende Zeit ist die am wenigsten fruchtbare. (...). Alle
Aufklärungsbemühungen zielten bislang darauf ab, ungewollte
Schwangerschaften zu verhindern. Man muß aufpassen, daß man keine
Kinder zur Unzeit bekommt, die kommen später von selbst, lautet
infolgedessen eine ebenso weitverbreitete wie medizinisch naive
Vorstellung. Dem will man jetzt Rechnung tragen und die Dinge so
schnell wie möglich zurechtrücken. Im Projekt »Mädchen-Frauen-Meine
Tage« zum Beispiel, das innerhalb der Initiative »Natürliche
Fertilität« an der Universitätsfrauenklinik in Heidelberg angesiedelt
ist, werden zehntausend Mädchen in Workshops über ihre Fruchtbarkeit
informiert."
In den USA hat der
Kulturkampf gegen das Spätgebären
bereits seit längerem eingesetzt.
Mit Herwig BIRGs
bevölkerungspolitischen Lektionen soll auch hierzulande der Boden für
das vermehrte Frühgebären bereitet werden.
Eine Nebenfolge dieser pronatalen Politik ist die rapide Zunahme von
Teenager-Schwangerschaften.
Im
Forum des wunschkinder.net wird der
FAZ-Artikel diskutiert.
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SCHULER, Thomas (2005): Rasender Stillstand.
Nach Frank Schirrmacher hat
nun auch FAS-Feuilletonchef Claudius Seidl über das Altern
geschrieben,
in: Berliner Zeitung v. 24.02.
- Kommentar:
"Wer
denken könnte, Seidl laufe mit dem neuen Buch den FAZ-Kollegen
hinterher, dem fällt er gleich mit dem Hinweis ins Wort, er habe
dazu schon lange vor Schirrmacher einen Artikel veröffentlicht.
Nicht nur das. Immerhin hat er schon vor zehn Jahren als Co-Autor
ein Buch mit dem Titel
»Gnadenlos glücklich« verfasst, in dem er das »süße Leben um die
30« beschreibt. Eine Website über »Single-Autoren« verstand ihn so,
als behaupte er, der 30. Geburtstag sei der »Abschied von der
Jugend«. Dabei schrieb er schon damals, das Erwachsenwerden bekomme
man nicht mehr geschenkt »und es kommt auch nicht schicksalhaft über
jeden, der die Dreißig überschreitet und für seinen Lebensunterhalt
selber sorgt«",
schreibt SCHULER.
SCHULER beschuldigt uns, dass wir
SEIDL falsch verstanden hätten. Wir können unsererseits keinerlei
Missverständnis erkennen, denn offenbar geht es hier um zwei
verschiedene Sachverhalte, die SCHULER durcheinander bringt.
Zum einen geht es um die Frage, ob man
ab dem 30. Lebensjahr automatisch als erwachsen gilt, was
single-generation.de auf dieser Website NIRGENDS vertreten hat. Viel
Spaß beim Recherchieren!
Oder ob man mit 30 (1995) oder 40 (2005)
erwachsen sein soll. Und allein um diesen normativen Aspekt (dies
hat single-generation ausführlich anhand der Kontroverse zwischen
dem Lebenszyklus- und dem Lebensspirale-Modell dargestellt) geht
es in beiden Büchern in unterschiedlicher Weise, denn 1995 sah SEIDL
seine Generation wesentlich skeptischer als heutzutage.
Aus einer Not wird jetzt sozusagen eine Tugend.
1995 hat SEIDL auf Seite 99
geschrieben:
"Wenn (...) die »Thirtysomethings« der
90er Jahre es mittlerweile für nötig halten, sich selbst als
Generation zu beschreiben, eine Altersgruppe, die eigentlich
erwachsen handeln und nicht im Namen der Jugend die Zukunft für sich
fordern sollte - dann ist nicht nur die Altersstruktur dieser
Gesellschaft völlig durcheinander geraten."
2005 soll uns dagegen die
"Revolution der Lebensläufe"
retten.
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LEBERT, Stephan (2005): Widerworte - Nervende Eltern.
Vorige Woche kritisierte Bernd Ulrich die kinderlosen Akademiker -
hier antwortet einer von ihnen,
in: Die ZEIT Nr.9 v. 24.02.
- Inhalt:
Stephan LEBERT sieht mit der
Mitte der 80er Jahre einsetzenden Debatte um
die neue Mütterlichkeit den Beginn einer Wende zum
Schlechteren.
Damals bekam die
"Generation der nach innen gekehrten Egozentriker" Kinder.
LEBERT sieht damit einen
zunehmenden Verlust der selbstverständlichen Elternschaft
einhergehen.
Mit dem Auftritt der so
genannten Neuen Väter hat das Spektakel des Klagekonzerts der Eltern
einen neuen Höhepunkt erreicht:
"viel
(wird) geredet von den neuen Vätern, wie einfühlsam sie seien, wie
anders als ihre Väter. Es gibt eine Zahl, mit der sich diese
Eigenthese überprüfen lässt, und zwar die Zahl der berufstätigen
Männer, die einen Vaterschaftsurlaub antreten. Die Zahl liegt unter
drei Prozent und bleibt seit Jahren konstant. (Aber etwa 80 Prozent
dieser drei Prozent schreiben ein Buch über diese Zeit.)"
LEBERT sieht im
Klagekonzert der Eltern einen Grund dafür, dass Kinderlose auf
keinen Fall Eltern werden möchten:
"Kinder
haben keine Lobby, heißt es. Eigentlich wären die Eltern die
geeigneten Leute dafür. Doch sie versagen völlig. Dabei wäre jeder
Lobbyist froh, könnte er, um die Sprache der Wirtschaft zu benutzen,
für so ein wunderbares Produkt werben. Was könnten Eltern für
lustige, anrührende, begeisternde Geschichten erzählen. Sie müssten
dafür aber für einen Moment sich selbst vergessen. Kollege Bernd
Ulrich hat vergangene Woche in der ZEIT geschrieben, die
Kinderlosen würden vor allem wegen diffuser Lebensangst keine Kinder
bekommen. Da ist sicher was dran. Aber noch größer ist eine andere
Furcht: die vor den Eltern. Sie möchten nicht werden wie sie."
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BURGER, Reiner (2005): Der trügerische Babyboom.
In Sachsen wurden 2004 so viele Kinder geboren wie lange nicht -
und doch schrumpft der Freistaat,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.02.
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DÜWEKE, Peter (2005): Schöner Schein.
Auch Frauen lassen sich bei der Partnersuche vor allem vom Aussehen
leiten,
in: Tagesspiegel v. 23.02.
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COULMAS, Florian (2005): Nasses Herbstlaub.
Die Langeweile der japanischen Männer,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.02.
- Inhalt:
Waren bislang "parasitäre Singles", also
Frauen, das Gesellschaftsthema Nr.1, wenn es um Japan ging, so hat
nun
Florian COULMAS den freigesetzten Mann als Problemfall der alternden
Gesellschaft entdeckt:
"Als
«Sperrmüll» wurden die Männer bezeichnet, die nach Jahrzehnten der
Arbeit plötzlich tagsüber zu Hause waren - sie stehen im Weg und
sind schwer loszuwerden. «Nasses Herbstlaub» ist ein anderer wenig
schmeichelhafter Ausdruck - klebt an den Schuhen und ist zu nichts
zu gebrauchen. Frauen, die mit derart nichtsnutzigen Männern
geschlagen sind, gestehen offen ein, ihre verwitweten Freundinnen zu
beneiden. Das «Mann-zu- Hause-Stress-Syndrom» wurde zum
Gesprächsthema. Die Zahl der Scheidungen im Rentenalter nimmt in
Japan schneller zu als in jeder anderen Altersgruppe.
Mittlerweile schenkt man dem Problem nicht mehr nur in Talkshows
Aufmerksamkeit; auch die Wissenschaft hat sich seiner angenommen.
Der Soziologe Hidehiko Sekizawa bezeichnet die ausgebrannten Männer
der heutigen Rentnergeneration als das grösste Problem der alternden
Gesellschaft, sie noch einmal einen Sinn im Leben finden, neue
Erfahrungs- und Tätigkeitsfelder erschliessen zu lassen, als eine
vordringliche Aufgabe, zu deren Lösung die Betroffenen selbst nicht
in der Lage sind."
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KRÖGER, Martin (2003): Die Linke stellt ein.
Viele alternative und soziale
Projekte wollen Ein-Euro-Jobs anbieten. Diskussionen über die
staatlich subventionierte Nischenökonomie werden schärfer,
in: Jungle World Nr.8 v. 23.02.
- Kommentar:
KRÖGER beschreibt wie sich linke Projekte an der
Schaffung des Niedriglohnsektors beteiligen, denn nur Ein-Euro-Jobs
annehmen ist dumm, Ein-Euro-Jobs anbieten dagegen ist clever...
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KNIPPHALS, Dirk (2005): Nach den Projektionen.
Es gibt Fortschritte auf dem
langen, gewundenen Weg der Emanzipation von 68: Wer Wolfgang
Kraushaars neue Studie über Rudi Dutschke gelesen hat, für den sehen
die bisherigen Abgrenzungsdebatten von der Studentenrevolte ganz schön
alt aus,
in: TAZ v. 23.02.
- Inhalt:
KNIPPHALS spricht von drei
68er-Selbstverständnisdebatten, um dann einen Wendepunkt der Debatte
zu benennen:
"Das
Terrain ist noch ziemlich unübersichtlich, aber es kann gut sein,
dass man einmal die Debatte um
Sophie Dannenbergs
68er-Roman »Das bleiche Herz der Revolution« als Punkt, an dem
die Sache kippte, begreifen lernt."
Was soll hier gekippt sein? "Wer
souverän über 68 reden will, muss sich erst einmal
identitätspolitisch von 68 lösen.
Genau um diesen Punkt geht es im
Moment", behauptet
KNIPPHALS.
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SCHIRRMACHER, Frank & Dieter BARTEZKO (2005): Wir altern im wachsenden
Schatten von Riesen.
Was bedeutet die Vergreisung Deutschlands für die Städte? Man wird
in Gespensterquartieren hausen und die vitalen Metropolen der Dritten
Welt beneiden. Ein Gespräch mit Albert Speer,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.02.
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BIRG, Herwig (2005): Deutschlands Weltrekorde.
Grundkurs Demographie: Erste Lektion,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.02.
- Kommentar:
Wir überlassen BIRG das Prahlen über die
Prognosefähigkeit der Demografen und wenden uns stattdessen BIRGs
volkspädagogischem Vorbild, dem
sächsischen Minister für Volksbildung, Wilhelm HARTNACKE, zu, der im
Jahr 1936 das Buch
"Die Ungeborenen" veröffentlichte.
BIRG möchte gerne ein
Volkspädagoge sein, wie der Grundkurs beweist, und sein Steckenpferd
sind die Ungeborenen.
HARTNACKE sprach gerne
davon, dass die Deutschen Weltmeister in der Selbstausrottung seien:
"Wir hatten zwischen 1900 und 1929
in Deutschland vergleichsweise den stärksten Rückgang der ehelichen
Fruchtbarkeit unter allen Völkern, nämlich einen Rückgang um 57 v.
H." heißt es hierzu auf S.40 des Buches.
Heutzutage wird ja gerne
behauptet, dass die Nazizeit und der zweite Weltkrieg Schuld an
unserer gegenwärtigen demographischen Misere seien. Offenbar stimmt
bereits diese Annahme nicht! Der Geburtenrückgang ist kein
Nachkriegsphänomen, sondern bereits in der Weimarer Republik ein
zentraler Topos.
HARTNACKE erklärt uns Mitte
der 1930er Jahre, warum in den 1960er Jahren ein dramatischer
Bevölkerungsrückgang einsetzen muss:
"Die Sterbelinie muß die
Geburtenlinie etwa um 1960 erreichen. (...). Wir werden in den in
Frage kommenden Jahren (...) mit Sicherheit einen Sterbeüberschuß
von etwa 1 Million in jedem Jahre zu erwarten haben, und zwar
für eine Reihe von Jahren. (...). Daß wir in den 50er/60er Jahren
mit hohen Geburtenraten nicht rechnen können, zeigt ein Blick auf
die schwachen Elternjahrgänge von 1915 bis heute.
Der jahrelange Geburtenunterschuß muß zu einem erschütternden
Schwund am Gesamtbestande des deutschen Volkes führen". (S.38f.)
Wie wir inzwischen wissen,
kam alles anders! Von wegen, dass wir in den 60er Jahren nicht mit
hohen Geburtenraten rechnen mussten.
Jeder deutsche
Bevölkerungswissenschaftler kommt angesichts der damaligen
Geburtenzahlen ins Schwärmen.
Gemäß der Prognosen, die
HARTNACKE dem Leser präsentiert, hätte dies aufgrund der vielen
Ungeborenen nicht sein dürfen.
Was lernen wir daraus?
Offenbar spielen entweder die Ungeborenen nicht die entscheidende
Rolle oder bereits damals war die Bevölkerungsstatistik so
rückständig, dass das Ausmaß der Kinderlosigkeit überschätzt wurde.
Um
Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen:
HARTNACKE war kein Demograph wie Herwig
BIRG, sondern er benutzte demografische Fakten um eigene Thesen zu
untermauern. In dieser Hinsicht ist er eher in eine Reihe mit den
MIEGELs und TICHYs dieser Republik einzureihen.
Auch inhaltlich wird hier zwischen BIRG
und HARTNACKE keinerlei Zusammenhang konstruiert. Das Anliegen, die
Geburtenzahlen zu steigern, ist beiden gemein, aber die Mittel
hierzu sind verschieden.
Es geht hier allein um das
volkspädagogische Moment und das Erklärungsprinzip der Ungeborenen,
das bereits in früheren bevölkerungspolitischen Debatten eine
wichtige Rolle gespielt hat.
Und nicht zuletzt geht es um die
Frage, wie glaubwürdig langfristige Prognosen angesichts der
Komplexität der Welt sind.
Gebietsveränderungen, Kriege, Ab-
und Zuwanderungen und Veränderungen der Sterblichkeit sind nur
einige Faktoren, die unterhalb des Weltbevölkerungsniveau (dessen
sichere Prognose BIRG so sehr betont) eine wichtige Rolle spielen.
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KNEIST, Sigrid (2005): Partner müssen zahlen.
Hartz IV: Arbeitsagentur
rechnet Einkommen bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften weiter an,
in: Tagesspiegel v. 22.02.
- Inhalt:
Entgegen der Rechtsprechung des Sozialgerichts in
Düsseldorf (siehe
TAZ von gestern), sollen Partnereinkommen heterosexueller Paare
weiterhin angerechnet werden.
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EUBEL, Cordula (2005): Ist Hartz IV verfassungswidrig?
Partner werden ist nicht schwer,
in: Tagesspiegel v. 22.02.
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RATH, Christian (2005): Auch Homos haben wilde Ehen.
Nur das
Bundesverfassungsgericht kann im Streit um ein Gerichtsurteil aus
Düsseldorf klären, ob Hartz IV verfassungswidrig Homobeziehungen
bevorzugt,
in: TAZ v. 22.02.
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PENZEL, Matthias (2005): Dr. Gonzo, bitte übernehmen Sie!
Journalismus als Rock’n’Roll
– und ein starker Abgang: zum Tod des Beat-Autors Hunter S. Thompson,
in: Tagesspiegel v. 22.02.
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LOTTMANN, Joachim (2005): Hartz IV in der Promi-Box.
Hurra, wir leben noch! - Marius Müller-Westernhagens neues Album
"Nahaufnahme",
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.02.
- Kommentar:
Hier schreibt LOTTMANN und nicht das Alter Ego Onkel
Jolo aus "Die Jugend von heute", denn der hätte die Single "Eins" von
MÜLLER-WESTERNHAGEN gelobt:
"Ja,
ich bin eins/Ich bin völlig eins mit mir//Lass uns runterfahrn ans
Meer/Und uns dort am Strand vermehrn".
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Zu den News
vom
18. -
21. Februar 2005
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