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Medienrundschau:
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News vom
20. - 28. Juli 2006
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- BISKY, Jens (2006): Jetzt sind wir Herr
im Hause, auch wenn es brennt.
Liebe als Profil: Eva Illouz erzähtl vom Aufstieg des Homo
Sentimentalis und skizziert unseren emotionalen Kapitalismus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.07.
- Inhalt:
Jens BISKY findet das Buch
"Gefühle in Zeiten des Kapitalismus" von Eva ILLOUZ als eines
der interesantesten des Jahres, "gerade weil man an vielen Stellen
geneigt ist, zu widersprechen und nachzufragen".
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GRAUPNER, Heidrun (2006): Geraubte Zukunft.
Die steigende Kinderarmut ist der Kanzlerin und den
Politikern einige matte Sätze wert. Mehr aber auch nicht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.07.
- KRAMER, Sarah (2006): Arme Kinder.
In Deutschland mehr als 2,5 Millionen Minderjährige auf
Sozialhilfeniveau – das zeigen neue Zahlen,
in: Tagesspiegel v. 28.07.
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- RICHTER, Steffen (2006): Verteidigung
der Unvernunft.
Kunst und Geld (3): Wie kleine Berliner Literaturverlage den Markt
erobern. Ein Besuch bei kookbooks und diaphanes,
in: Tagesspiegel v. 27.07.
- Inhalt:
Steffen RICHTER stellt das
prekäre Leben von jungen Verlegern beispielhaft an Daniela SEEL
(kookbooks) und Michael HEITZ (diaphanes) vor.
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- KRUMBHOLZ, Martin (2006):
Schwäne beissen ohne Grund.
Romane von Catherine Guillebaud und Véronique Olmi,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 27.07.
- Inhalt:
"Alle
Welt spricht von der
Renaissance des Bürgertums, der Familie und vor allem von der
Notwendigkeit, Kinder in eben diese Welt zu setzen. Liest man die im
bürgerlichen Milieu angesiedelten Romane jüngerer französischer
Autorinnen, findet man sich nicht unbedingt ermutigt. Statt der
glücklichen oder zumindest intakten Familie gedeiht das prekäre
Paralleluniversum des Ehebruchs; nur hier, nicht in der Ehe, ist
ausführlich von «Liebe» die Rede, und darunter wird nicht zuletzt
der sinnliche Exzess verstanden. Die flügge werdenden Kinder spüren,
dass die Ehen ihrer Eltern nicht funktionieren, und suchen das
Weite; im Extremfall bestrafen sie sich selbst für das Unglück, das
ihre Erzeuger verursacht haben. So schildert es Catherine Guillebaud
in ihrem grandiosen Roman
«Sie ist weg» («Elle est partie», 2003), der nun auf Deutsch
erschienen ist",
schreibt Martin KRUMBHOLZ.
Wer
jetzt meint, dass KRUMBHOLZ über Autorinnen der Generation Golf
schreibt, der irrt sich.
Catherine GUILLEBAUD ist seit 1986
im Verlagsgeschäft tätig. Ihr Ehemann ist der bekannte Journalist
Jean-Claude GUILLEBAUD, ein Angehöriger der 68er-Generation, der mit
"Die Tyrannei der Lust" so etwas wie das
Manifest eines modernen Linkskatholizismus
verfasst hat. Der Roman "Sie ist weg" setzt den
Kampf der beiden linken Strömungen
mit literarischen Mitteln fort. Die Kritik an der neuen
Bürgerlichkeit ist nur vor diesem Hintergrund zu verstehen.
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RIECHELMANN, Cord (2006): Von Jägern und Stammlern.
Wo Männer noch Männer und
Frauen noch Frauen sind: Raymond Darts »Jagdhypothese« hat in
Wissenschaft und Gesellschaft sichtbare und hässliche Spuren
hinterlassen,
in: Jungle World Nr.30 v. 26.07.
- Inhalt:
"Herman,
Bolz und
Sloterdijk (...). Auf ihre Art wissen die drei sehr gut, dass
ihre Analysen vor allem jenen als Lebensersatz dienen sollen, die in
der gegenwärtigen Lage mit ihrem Unbehagen an Kultur und Politik
nicht weiterkommen.
Da
liegt es irgendwie näher, einen archaischen Impuls aufzurufen, der
heute nur noch auf dem Fußballplatz, bei der Formel 1 oder beim
Kinderhüten ausgelebt werden kann, als sich genauer mit den
Restaurationstendenzen einer Gesellschaft zu beschäftigen, die
gerade auf dem Weg ist, den Lebensstandard von wenigen feudalistisch
zu sichern und dem Rest klar machen zu müssen, warum für ihn nichts
mehr übrig ist.
Die
Rückkehr der Jagdhypothese in den allgemeinen gesellschaftlichen
Diskurs erfüllt also eine Entlastungsfunktion",
meint Cord RIECHELMANN.
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TAZ-Serie: Bedingungen und
Möglichkeiten der Kritk
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MISIK, Robert (2006): Jeder Untergang ein Neubeginn.
Kritik der Kritik (3): Das
schlechte Bestehende zu analysieren reicht nicht für
Gesellschaftskritik, sie muss immer auch an der Herstellung des
Besseren arbeiten - nicht leicht, aber auch nicht unmöglich in
unseren so fortschrittsskeptischen Zeiten,
in: TAZ v. 25.07.
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SCHMITT, Cosima (2006): Teilrückzug von Herd und Putzeimer.
Die moderne Frau steckt fünf
Stunden weniger pro Woche in Küchen- und Putzarbeit - sie chauffiert
eher die Kinder zum Ballett. Zeitbudgetstudien zeigen: Sogar beim Mann
ändert sich etwas. Er leistet vier Minuten am Tag mehr Hausarbeit als
1992,
in: TAZ v. 25.07.
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DRIBBUSCH, Barbara (2006): Schwarzmarkt der Liebe.
"Künftige Lieben" (1). In
einer alternden Gesellschaft sind neue Bindungstechniken jenseits von
Zweierpartnerschaft und Kleinfamilie gefragt - und sie sind möglich,
in: TAZ v. 24.07.
- Anmerkung:
Traditionelle Kritiker des Single-Daseins wie
Frank SCHIRRMACHER und traditionelle Verteidiger wie Barbara
DRIBBUSCH eint ihr kurzsichtiger Ansatz: sie greifen auf
Haushaltsstatistiken zurück, um ihre jeweiligen Positionen zu
belegen:
"Eine
»Familiarisierung« ohne Kleinfamilie praktizieren bereits
Hunderttausende: Von den Alleinstehenden in Deutschland leben 1,5
Millionen Menschen nicht in einer Einzelwohnung, sondern mit
FreundInnen, StudienkollegInnen oder Verwandten in nicht gerader
Linie, etwa Geschwistern, zusammen. Sechs Prozent aller Haushalte in
Deutschland sind Mehrpersonenhaushalte ohne elterliche oder
großelterliche Beziehungen. Der Anteil dieser Haushalte hat
zugenommen",
schreibt DRIBBUSCH.
Haushaltsansätze
sagen jedoch weder etwas über das AlleinWOHNEN, noch etwas über das
ZusammenWOHNEN aus. Der Haushaltsansatz, der - politisch korrekt -
einzig das Wirtschaften betrachtet, unterschätzt die Anzahl der
ZusammenWOHNENDEN, aber nicht nur das.
Haushaltsansätze
sind nicht in der Lage, Auskunft über die gelebte Solidarität zu
machen. Warum eine alternde Gesellschaft nur mittels Ansätzen zu
begreifen ist, die haushaltsübergreifende Sozialbeziehungen
berücksichtigen, lesen Sie in dem Buch
Die Single-Lüge.
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KNIPPHALS, Dirk (2006): Mit der Sorgfalt einer Laborantin.
Alles, bloß nicht der Versuch
einer Unterwanderung: Kathrin Passig wollte einfach mal zum Spaß nach
Klagenfurt, doch in ihrer Textproduktion steckt ein hoher
literarischer Ernst. Eine Begegnung mit der diesjährigen
Ingeborg-Bachmann-Preis-Trägerin,
in: TAZ v. 24.07.
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HARMS, Ingeborg (2006): Sexisten oder Zieselmäuse.
Szene aus dem familiären Intimraum: Das neue Bild der coolen
deutschen Mütter,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.07.
- Inhalt:
In ihrer Zeitschriftenrundschau verteidigt Ingeborg
HARMS das "Gesetz des Vaters" (Thomas MEDICUS) gegen die neue
Töchter-bzw. Mütterromantik, die sie mit MEDICUS in den
Töchterbüchern über Täterväter ("Erbauungsschriftum", das eine
"vorkritisch-symbiotische Einheit" restituiert), in der
Lobpreisung der coolen
Mütter von Dirk KNIPPHALS im Merkur und in einem Essay
des russischen Schriftstellers Viktor JEROFJEW in der Zeitschrift
Sprache im technischen Zeitalter entdeckt.
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MÄRZ, Ursula (2006): Nichts ist echter als ein Babybäuchlein.
Die neue Lust am biologischen Realismus: Aber im prominenten
Schwangerschaftsbauch steckt mehr als bloß ein Kind,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
- Inhalt:
Ursula MÄRZ beklagt, dass bei der gegenwärtigen Inszenierung der
prominenten Schwangeren in People-Magazinen weniger die
Schutzfunktion der Mütter im Vordergrund steht, sondern die Figur
der Frauen.
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ZEKRI, Sonja (2006): Lob der Gottlosigkeit.
Halleluja! Plötzlich wollen
alle wieder glauben. Man erlebt den konservativen Rollback und
Bestseller-Triumphe, die sich unmöglich verknarzten Unionswählern
allein verdanken können. Das bisschen Beistand von oben ist chic und
en vogue - als sei Religion jemals ein angemessenes Mittel gewesen,
die Welt besser zu machen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
- Inhalt:
"Religion ist ein Beweis für die Schwäche des
Menschen, kein Argument für die Existenz Gottes. Und dass die
Renaissance des Glaubens die Welt zu einem schöneren Ort gemacht
hat, wird ihm Ernst niemand behaupten. Religion rechtfertigt den
islamistischen Terror, den militärischen Messianismus im Weißen Haus
und ein paar andere unschöne Entwicklungen, und dass es oft gar
nicht um den einen oder anderen Gott geht, sondern um politische
Zwecke, ändert nichts daran, dass der Glauben vielen Konflikten gute
Argumente liefert. Religionen sind Erfindungen des Menschen. Sie
spiegeln wider, wie wir gerne wären, nicht, wie wir sind. Die
meisten Religionen enthalten Appelle für ein friedliches
Miteinander, die wenigsten wirken dabei friedensstiftend. Wie jedes
andere soziale Distinktionsmerkmal, wie Klassen oder Ethnien, ist
auch der Glaube nur so integrativ wie jene, die ihn tragen", meint
Sonja ZEKRI.
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TIBUDD, Michael (2006): Mit der Maus zum Kindergarten.
Online-Börse soll bei Suche nach Betreuungsplätzen helfen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.07.
- Inhalt:
TIBUDD berichtet über eine neue Datenbank des
Familienministeriums, das die bundesweite Suche nach einem
Kindergartenplatz erleichtern könnte - vorausgesetzt die Länder und
Freien Träger würden mitspielen...
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SCHULZE, Gerhard (2006): Keine Scheu vor dem Risiko.
Arbeitnehmer müssen flexibel wie Unternehmen sein. Sie brauchen
dabei Schutz. Beides zusammen heißt "Flexicurity" - und gelingt in
Dänemark, Österreich und der Schweiz,
in: Welt v. 21.07.
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TUTT, Cordula (2006): Lockruf des
Südens.
Deutschland schrumpft (5): Baden-Württemberg,
in: Financial Times Deutschland v. 21.07.
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- Exklusiv-Story von
single-dasein.de:
Das Statistische Bundesamt
veröffentlichte heute zwar die vorläufigen Ergebnisse der
Bevölkerungsfortschreibung, aber nicht die Anzahl der Geburten im
Jahr 2005.
Eine
durchaus merkwürdige Praxis, aber single-dasein.de wollte es
genauer wissen. Die Geburtenzahlen sind nämlich bereits
veröffentlicht. Sie befinden sich jedoch versteckt auf den Seiten
des Statistischen Bundesamtes in einer Exceltabelle mit der
Bezeichnung
Natürliche Bevölkerungsentwicklung ab 1946 bis
2005 (Excel / 57 KB),
die
hier
downloadbar ist.
Nach
den vorläufigen Ergebnissen wurden 685.784 Geburten im Jahr
2005 registriert.
Möglicherweise
erinnert sich noch jemand an das
Spektakel mit dem im März dieses Jahres das
Pamphlet "Minimum" von Frank SCHIRRMACHER auf den Buchmarkt geworfen
wurde. Die Welt präsentierte extra zu diesem Zweck
die angeblich neuesten Geburtenzahlen:
"Nach
Prognosen des Statistischen Bundesamtes kamen 2005 nur rund 676 000
Kinder auf die Welt. Gegenüber dem Vorjahr, als es noch knapp 706
000 Geburten waren, würde das ein Minus von über vier Prozent
bedeuten - es wäre der gewaltigste Einbruch der letzten 15 Jahre",
verkündigten Uwe MÜLLER & Joachim PETER am 14.
März und auch die so genannte Qualitätspresse druckte die Meldung
ohne jegliche Überprüfung nach, weil sie so schön zum Buch passte.
Die
jetzigen ca. 686.000 Babys liegen also wesentlich höher. Dies dürfte
einer Geburtenrate entsprechen, die bei ca. 1,34 liegt, wenn man der
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 17.03.2006
glauben darf.
Damit
wäre die Geburtenrate - trotz der unsäglichen Debatte um das
Elterngeld, die eher zu Geburtenaufschüben geführt haben dürfte -
höher als in den Jahren 1991 - 1996. Sie würde auf dem Niveau der
Jahre 2002/2003 liegen.
Die
Geburtenentwicklung ist also keineswegs so dramatisch wie das noch
im Frühjahr dieses Jahres in den deutschen Medien dargestellt wurde.
Das
Buch
Die Single-Lüge klärt darüber
auf, warum Politik, Wissenschaft und Medien keinerlei Interesse an
einer fairen Berichterstattung über die Geburtenentwicklung haben
und warum das kontraproduktiv ist.
-
PETER, Joachim (2006): Geburtenrate.
Bevölkerungsrückgang in neuen Ländern hält an. Sinkende
Einwohnerzahlen zum Teil auch im West,
in: Welt v. 20.07.
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RÖNICKE, Katrin (2006): Zuwanderung lässt Südwesten wachsen.
Als einziges Bundesland
verbucht Baden-Württemberg mehr Geburten als Sterbefälle. Die
meisten der kleinen Badener und Schwäbinnen werden von Migranten in
die Welt gesetzt. Insgesamt geht die Bevölkerung der Bundesrepublik
weiter zurück,
in: TAZ v. 20.07.
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zitty-Titelgeschichte:
Die neuen Berliner Jungs.
Entspannet, relaxt, männlich: Blöder
Trend oder Modell für morgen? |
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BUNZ, Mercedes (2006): Die neuen Berliner Jungs.
Entspannt, relaxt, männlich: Blöder Trend oder Modell für mogen?
in: zitty v. 20.07.
- Inhalt:
Die neue zitty-Chefredakteurin
Mercedes BUNZ, die zuletzt mit Meine-Armut-kotzt-mich-an, eine
Mitte-Debatte auslöste, sucht mit ihrer ersten Titelgeschichte als
Chefredakteurin Anschluss an den Mitte-Diskurs, speziell an den
erfolgreichen FAS- und NEON-Kurs.
Den
Berliner Jungs, die sich in keinster Weise von Jungs in anderen
urbanen Zentren unterscheiden (wenn auch die Einleitung anderes
suggeriert), wird mit neuer Bürgerlichkeit zu Leibe gerückt.
Nils
MINKMARs Kritik an der Zeugungsunwilligkeit der neuen Männer
wird kritiklos beigepflichtet.
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GÖROGLU, Rana (2006): Das Hugh-Grant-Syndrom
Der Autor und Männerexperte Thomas Gesterkamp, 48, über die
Vorteile der neuen Männlichkeit, den Sinn von Mucki-Buden und über
die ambivalenten Erwartungen der Frauen,
in: zitty v. 20.07.
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CHARIM, Isolde (2006): Die Prinzessin in dir.
Bei den Griechen waren es
noch die Philosophen, die das richtige Leben lehrten. Das haben nun
"Brigitte", "Freundin" oder "Für Sie" übernommen. Eine Lektüre
aktueller Frauenzeitschriften,
in: TAZ v. 20.07.
- Inhalt:
"Tatsächlich
ist (...) das, was in sog. Frauenzeitschriften verhandelt wird, eine
moderne Version dessen, was Michel Foucault mit Bezug auf die
griechisch-römische Antike als »Technologien des Selbst« bezeichnet
hat. Konkrete Handlungsanleitungen also, mit denen die Individuen
auf sich selbst einwirken. Diese dienten zur Herstellung der
Identität. Auch in ihrer heutigen Version richten sich solche
Selbsttechnologien nur scheinbar an bereits bestehende Subjekte.
Tatsächlich sind Frauenzeitschriften vielmehr Anleitungen, wie man
sich als solches erst konstituiert. Dazu stellen sie ebenso Tipps
wie Verhaltensregeln bereit",
meint CHARIM.
Anmerkung:
Das September-Thema des Monats wird sich mit dem Ethos der Einsamen
beschäftigen. Ein Blick in die neue Ratgeberliteratur zeigt nämlich,
dass Alleinlebende als Pioniere in Sachen moderner
Selbsttechnologien betrachtet werden können.
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ZEIT -Thema:
Was ist männlich?
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TUTT, Cordula (2006): Bürgermeister
managen den Mangel.
Deutschland schrumpft (4): Rheinhessen,
in: Financial Times Deutschland v. 20.07.
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WELTWOCHE-Titelgeschichte:
Die Pflichten einer Frau
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SCHLAG, Beatrice (2006): Der weibliche Herdtrieb.
Mit einem einzigen Satz über
berufstätige Mütter machte sich die Autorin Caitlin Flanagan Millionen
von Feindinnen. Da lohnt es sich nachzufragen, ob sie noch mehr zu
sagen hat über den Konflikt zwischen Emanzipation, Karriere und
Kindererziehung. Sie hat,
in: Weltwoche Nr.29 v. 20.07.
- Inhalt:
"Die
Mutterschaft, deren Anforderungen die Feministinnen der siebziger
Jahre deutlich weniger kümmerten als die Rechte der Frauen ausserhalb
des Hauses, ist zu einem neuen Streitpunkt geworden. «Der schlimmste
Aspekt des Mutterseins», sagt Kate Figes, Autorin von «Life After
Birth» («Babyblues»), «ist, wie krass und unnötig wir Frauen
übereinander urteilen, ohne jede Toleranz dafür, dass Menschen Dinge
auf verschiedene Art tun können.»
Das
härteste Urteil von allen fällte
Caitlin Flanagan, Autorin und Mutter von 8-jährigen Zwillingen.
«Wenn eine Mutter arbeitet, geht etwas verloren», schrieb die
ehemalige Lehrerin vor drei Jahren im Atlantic Monthly. Die
Zeitschrift wird, wie der New Yorker, dessen Redaktion sie
inzwischen angehört, in linken und linksliberalen Kreisen
verschlungen. Die Demokratin Flanagan ist überzeugt, dass eine Mutter,
die es sich leisten kann, zu Hause bei den Kindern bleiben sollte. Ihr
Ehemann ist Filmproduzent in Los Angeles. Flanagan schreibt daheim,
beschäftigt eine Kinderfrau und eine Putzfrau und hat «noch nie in
meinem Leben einen Knopf angenäht». Kein Heimchen, sondern eine in
Berkeley ausgebildete Elite-Akademikerin",
schreibt
Beatrice SCHLAG über Ehegattinnen mit Hochschulabschluß, die zuletzt
in der Wochenzeitung
Die
Zeit in der Kritik standen.
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Zu den News vom
14. - 19.
Juli 2006
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