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Medienrundschau:

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News vom 28. - 31. Juli

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Origineller Heiratsantrag im Kino

"Wer seinen Heiratsantrag gerne ausgefallen hat, dem empfehle ich folgenden Link:
www.der-besondere-heiratsantrag.de

Hier kannst du deinen Heiratsantrag in den Vorspann eines bestimmten Kinos integrieren. Das läuft dann so ab: Du lockst deine Liebste unter einem Vorwand in das entsprechende Kino, und dann erscheint zwischen der Werbung plötzlich das Dia mit deinem Heiratsantrag. Das funktioniert bestimmt prima!
Was sagt die Jury?
: Abgedreht! Was kostet der Spaß?
: Find ich nicht so toll, so zwischen Marlboro-Werbung und Gruselfilm-Trailer. Na ja...
: Geht auch als Film, nicht nur als Dia. Kostet dann etwas mehr
: ich hab's gemacht, und es war der absolute Brüller. Das Kino hat getobt. Wir mussten aufstehen und uns küssen. Irre! Mein Tipp: Eine gut besuchte Abendvorstellung nehmen, wo das Kino schon bei der Werbung bis auf den letzten Platz besetzt ist. Das schockt's voll!
: Wie niveaulos. Ich hätte abgelehnt.
: Das möchte ich sehen, vor einem solchen Publikum! Da sagt keine Nein."
(aus: Bernhard Finkbeiner & Hans-Jörg Brekle "Frag Vati. Das Nachschlagewerk für alle Lebenslagen" (2007, S.180f.)

 
       
       
   
  • WELT-Serie: Besser Altern

    • BORSTEL, Stefan von (2007): Deutsche müssen früher anfangen zu arbeiten.
      Teil 2: Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Das hat nicht nur Nachteile. Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, erklärt wie Deutschland vom demografischen Wandel profitieren kann,
      in: Welt v. 31.07.
    • KAMANN, Matthias (2007): Keine Angst vor Einsamkeit im Alter.
      Teil 2: Zu vereinsamen fürchten nur wenige alte Menschen in Deutschland. Und das hat seinen Grund: Der Zusammenhalt zwischen Alt und Jung funktioniert gut, die soziale Vernetzung nimmt zu - aber nur, solange der Geldfluss zwischen den Generationen nicht bedroht wird,
      in: Welt v. 31.07.
 
   
Das Parlament-Thema: Die Rente.
Wie sicher ist sie in Zukunft?
 
   
  • ROLOFF, Juliane (2007): Verhalten west- und ostdeutscher Frauen bei einer ungewollten Schwangerschaft - eine aktuelle Betrachtung.
    Im Jahre 2006 wurden in Deutschland 119.710 Schwangerschaftsabbrüche registriert. Fast alle Eingriffe(97 %) wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen; medizinische oder kriminologische Indikationen waren nahezu unbedeutend,
    in: BIB-Mitteilungen, Heft 2 v. 30.07.
 
     
   
  • BEYER, Susanne (2007): Die Verteidigung des Raums.
    Geistesgrössen (2) Martina Löw: Die Metropolen der Zukunft werden nicht eigenschaftslos, sondern markant,
    in: Spiegel Nr.31 v. 30.07.
 
     
     
   
  • LINSINGER, Eva & Edith MEINHART (2007): Die Geburtsfehlanzeige.
    Das Kinderbetreuungsgeld war ein Herzensanliegen der schwarz-blauen Wenderegierung. Das Fazit nach fünf Jahren: Frauen bleiben länger von der Arbeit weg, mehr Geburten gibt es trotzdem nicht,
    in: Profil Nr.31 v. 30.07.
    • Inhalt:
      LINSINGER & MEINHART ziehen Bilanz beim Kinderbetreuungsgeld, das 2002 als geburtenfördernde Maßnahme in Österreich eingeführt wurde:

                  "Die Hoffnung, dass das Kindergeld die Zahl der Geburten ankurbelt, hat sich nicht erfüllt: In den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres sank die Geburtenrate um 2,4 Prozent – und damit auf das Niveau des Jahres 2001, der Zeit vor der Einführung des Kindergelds. Die konservative Familienpolitik, die die »Fehler jahrzehntelanger sozialistischer Gesellschaftsplanung ausbügeln« (Herbert Haupt) wollte, ist gefloppt."
                  Nicht die Zunahme der Kinderlosen, sondern die Abnahme der kinderreichen Familien ist nach Meinung der Autoren Schuld am Geburtenrückgang in Österreich:
                  "Die Zahl der Einkindfamilien hat zugenommen. Die böse kinderlose Akademikerin und der karrieregeile Banker-Yuppie sind entgegen allen öffentlichen Anklagen nicht allein schuld an den niedrigen Geburtenraten. Die Zahl der Kinderlosen bleibt nämlich seit Jahrzehnten konstant".
  • HAMMERL, Elfried (2007): Kinderkram.
    Niemand weiß, welcher Ideologie das Kindergeld eigentlich dienen soll,
    in: Profil Nr.31 v. 30.07.
  • BARTH, Joseph/MITTELMEIER, Andreas/REXER, Andrea (2007): Migration: "Wie lange bleibst du?"
    Sie sind die neue große Zuwanderergruppe: Mittlerweile leben in Österreich mehr Deutsche als Türken. Wie gehen die Österreicher mit den Immigranten aus dem Nachbarland um?
    in: Profil Nr.31 v. 30.07.
 
     
   
Economist-Titelgeschichte:
How to deal with a shrinking population
 
     
   
  • MAIER, Andreas (2007): Meine Engel.
    Die Lüge ist das Gesetz der Erwachsenen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.07.
    • Inhalt:
      "Dass es eine Jugend gibt, daran glaube ich bis heute nicht. Vor allem glaube ich nicht daran, dass es so etwas wie ein Erwachsenensein gibt. Der Begriff des Erwachsenen ist ein Euphemismus und steht dem des Kindes meines Erachtens näher als dem Jugendlichen. Dennoch werden die drei Begriffe Kindheit, Jugend, Erwachsenendasein ständig in eine bestimmte Reihenfolge gebracht und teilweise gegeneinander ausgespielt, und zwar, wie leicht zu beobachten ist, stets zugunsten der Erwachsenen, die ja die Diskurshoheit haben", meint der Schriftsteller Andreas MAIER im 4. Teil der FR-Sommerserie über die Jugend.
 
   
  • FELIXBERGER, Peter (2007): Warum aus weniger mehr werden kann,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 28.07.
    • Anmerkungen:
      In seiner Rezension des Buches "Das grosse Schrumpfen" von Cordula TUTT stellt FELIXBERGER die Ruhrgebiets-Städte Essen und Gelsenkirchen, die durch den Strukturwandel der Industrie bereits seit Jahrzehnten schrumpfen, neben die schrumpfenden Ostländer Sachsen und Sachsen-Anhalt, die "Opfer" der deutschen Wiedervereinigung wurden.

                  Dass beide Prozesse, die unterschiedlicher nicht sein könnten, unter dem gemeinsamen Dach "demografischer Wandel" firmieren können, ist als Erfolg des Bevölkerungsdiskurses zu werten.
                  Der Historiker Thomas ETZEMÜLLER hat in seinem Buch "Ein ewigwährender Untergang" aufgezeigt, warum die Bevölkerungsdebatte erfolgreich ist, obwohl sich Fehlprognose an Fehlprognose reiht.
                  Die Debatte prägt eine spezifische Sichtweise auf gesellschaftliche Phänomene, die ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Lobbygruppen entgegenkommt.
      Einprägsame Slogans wie "Weniger Menschen bedeutet weniger Erwerbstätige und damit weniger Steuerzahler" (FELIXBERGER), die mantrahaft wiederholt werden, prägen den Sound dieser Debatte. Ob diese Gleichungen richtig sind, bleibt unhinterfragt. Warum nicht: Weniger Menschen bedeutet weniger Arbeitslose und damit mehr Steuerzahler?

                  Die Bücher von Karl Otto HONDRICH "Weniger sind mehr" und von Thomas ETZEMÜLLER "Ein ewigwährender Untergang" versuchen verkrustete Denkstrukturen zur Bevölkerungsfrage aufzubrechen. Das Buch von Cordula TUTT gehört dagegen nicht dazu, auch wenn FELIXBERGER weismachen möchte, dass TUTT das Schrumpfen als Chance am Herzen liegt.
 
     
   

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Zu den News vom   22. - 27. Juli 2007

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

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