[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]

   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 14.-19. Mai 2006
News 11.-13. Mai 2006
News 07.-10. Mai 2006
News 01.-06. Mai 200t
News 29.-30. April 2006
News 26.-28. April 2006
News 23.-25. April 2006
News 19.-22. April 2006
News 11.-18. April 2006
News 08.-10. April 2006
News 05.-07. April 2006
News 03.-04. April 2006
News 01.-02. April 2006
News 28.-31. März 2006
News 25.-27. März 2006
News 23.-24. März 2006
News 22. März 2006
News 21. März 2006
News 20. März 2006
News 19. März 2006
News 17.-18. März 2006
News 16. März 2006
News 15. März 2006
News 14. März 2006
News 09.-13. März 2006
News 07.-08. März 2006
News 05.-06. März 2006
News 04. März 2006
News 01.-03. März 2006
News 21.-28. Februar 2006
News 16.-20. Februar 2006
News 10.-15. Februar 2006
News 05.-09. Februar 2006
News 01.-04. Februar 2006
 
News 25.-31.Januar 2006
News 20.-24.Januar 2006
News 14.-19.Januar 2006
News 08.-13. Januar 2006
News 01.-07. Januar 2006

News 25.-31.Dezember 2005
News 21.-24.Dezember 2005
News 16.-20.Dezember 2005
News 13.-15.Dezember 2005
News 05.-12.Dezember 2005
News 01.-04.Dezember 2005
News 27.-30.November 2005

News 20.-26.November 2005
News 05.-19.November 2005
News 01.-04.November 2005
News 23.-31. Oktober 2005
News 19.-22. Oktober 2005
News 13.-18. Oktober 2005
News 09.-12. Oktober 2005
News 01.-08. Oktober 2005
News 09.-30. September 2005

News 02.-08. September 2005
News 01. September 2005
News 27.-31. August 2005
News 24.-26. August 2005
News 18.-23. August 2005
News 11.-17. August 2005
News 05.-10. August 2005
News 01.-04. August 2005

News 2004
News 2003
News 2002
News 2001
News 2000

 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 20. - 31. Mai 2006

 
 
     
       
   

Zitat des Monats:

"Berlin ist die Stadt für Singles. Nirgends lernt man leichter Gleichgesinnte kennen, unverbindlicher Sex ist der beste Freund des Alleinstehenden, der dennoch den Gang ins Kloster nie ernsthaft erwogen hat. Natürlich ist es so, dass man manchmal Angst hat. Immer wieder geht jemand von Bord, flüchtet sich in eine Ehe, eine lange Beziehung, manche bleiben dort, andere kommen zurück und sind nicht mehr die selben. Wirklich, nichts gegen Beziehungen. Wer sie verflucht, macht sich etwas vor. Aber wenn ich darüber nachdenke: Die meisten Beziehungen die ich kenne, bestehen aus Kompromissen, und zu einem guten Teil aus schlechten Kompromissen. Bloß nicht allein sein. Es könnte ja die letzte Möglichkeit sein. Hat das etwas Beruhigendes? Da muss man schon den Mut zum Selbstbetrug haben. Den können sich Pärchen übrigens nicht nur besser leisten als Singles, es ist manchmal schon Voraussetzung für eine erfolgreiche Bindung. Wenn der Single hingegen dem Selbstbetrug erliegt, bescheißt er nur sich selbst. Wieso sollte er das tun?"
(Marco Senna im Stadtmagazin zitty vom 10.05.2006, S.23)

 
 
 

IN EIGENER SACHE (22.05.2006)

Ab sofort wird es auf dieser News-Seite keine Kommentare mehr geben, sondern nur noch kurze, inhaltliche Zusammenfassungen zu wichtigen Medienberichten.
          
 Bewertungen werden sich auf die Themen des Monats oder spezielle Debattenbeiträge beschränken. Durch weiterführende Links werden die Medienberichte aber auch weiterhin in einen größeren Debattenzusammenhang gestellt.
          
 Im Juni wird das Buch "Die Single-Lüge. Eine Kritik der Argumentationsmuster im Zeitalter der Demografiepolitik" von Bernd Kittlaus erscheinen.
          
 Zum Buch gibt es eine eigene Website: www.single-luege.de. Dort werden Sie zukünftig in einem Tagebuch zur Buchveröffentlichung auch mehr darüber erfahren, wie es sich anfühlt, wenn sich ein Autor, der bisher kaum in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, in diese Öffentlichkeit wagt und das auch noch mit einer Streitschrift für mehr Singlefreundlichkeit, die in diesen Zeiten ja keineswegs offene Türen einrennt. Die ersten Interviews haben bereits stattgefunden und werden demnächst erscheinen.
          
 Die neue Website wird ihr Gesicht sicherlich noch verändern, aber bereits jetzt finden Sie dort die Inhaltsangabe und das Inhaltsverzeichnis des Buches sowie ein FAQ, das weiter ergänzt wird. 

   
 
  • BARING, Arnulf (2006): Finis Germaniae?
    Die große Geburtenlücke und die großen Probleme der postindustriellen Gesellschaft,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.05.
    • Inhalt:
      BARING präsentiert Zeitschriften, die sich mit dem demografischen Wandel beschäftigen und Deutschland am Abgrund zeigen. Eva HERMAN, Josef SCHMID und Gunnar HEINSOHN werden ausgiebig gewürdigt.
 
  • LÖWENSTEIN, Stephan (2006): "Familie besser als ihr Ruf".
    Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie. Von der Leyen wirbt für Mehrgenerationenhäuser,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.05.
    • Inhalt:
      LÖWENSTEIN stellt die Ergebnisse einer Allensbach-Studie vor, die vom "Forum Familie stark machen" in Auftrag gegeben und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziert wurde.
 
 
  • GORRIS, Lothar/VOIGT, Claudia & Bettina STIEKEL (2006): "Panik im Patriarchat".
    Die Feministin Alice Schwarzer über die kinderarme Gesellschaft und die Emanzipation, die Rollenmodelle Angela Merkel und Ursula von der Leyen, über die Folgen von 35 Jahren Geschlechterkampf und die Angst der Männer,
    in: Spiegel Nr.22 v. 29.05.
    • Inhalt:
      Am Ende steht die unausweichliche Frage:

                
       "Spiegel: Haben Sie in ihrem Leben jemals eigene Kinder vermisst?
                
       Schwarzer: Ganz ehrlich, nein. Schon deshalb nicht, weil ich viel mit Kindern zu tun habe. Man muss ja nicht jedes Kind, das man mit ins Leben schickt, auch selbst auf die Welt bringen."
 
  • TAGESSPIEGEL-Themenausgabe "Gutes, altes Deutschland".
    Ach ja? Vergreist dieses Land nicht gerade, langsam aber sicher, ängstlich und zunehmend alarmiert? Werden nicht Methusalem-Komplotte ausgerufen, Alterspyramiden ausgegraben, Szenarien entworfen, die das Aussterben der Deutschen datieren? Der Tagesspiegel widmet also aus gutem Grund diese Ausgabe dem Thema Demografie. Wir erden schließlich alle älter, jeden Tag. Das muss kein Drama sein.

    • SCHUMANN, Harald (2006): Offene Geschichte.
      Alternde Gesellschaft,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • TAGESSPIEGEL (2006): Keine Angst - Deutschland altert,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
      • Inhalt:
        Der Tagesspiegel hat "29 höchst subjektive Einschätzungen" zum Thema zusammen getragen.

                  
         "Berichte zur gefühlten Lage der Nation" lieferten Christoph Maria HERBST, Margot KÄSSMANN, Wolfgang BÖHMER, Masako KATAGAMI-THEIS, Georg SCHRAMM, Beate WEDEKIND, Lothar LEONHARD, Manuela HEYDENREICH, Heide SIMONIS, Cornelia HÜBSCH, Katrin GÖRING-ECKHARDT, Friedel DRAUTZBURG, Emel ALGAN, John GLASSPOOL, Dieter LENZEN, Sascha WALTZ, Tobey WILSON, Peter HAHNE, Dietrich KRÄTSCHELL, Thomas BRUSSIG, Arne FRIEDRICH, Ulrike NASSE-MEYFAHRTH, Hermann BRÖRING, Reinhard MEY, Jürgen BORCHERT, Dirk MENSEN, Hans BERTRAM und Bernd KITTLAUS, der Betreiber dieser Website.
    • SCHMIDT, Michael (2006): Es reicht nicht mehr.
      Deutschland schrumpf. "Es verödet und verblödet", sagen die einen. "Alles halb so wild", sagen die anderen. Bleibt noch Zeit, etwas zu tun?
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • MARTENSTEIN, Harald (2006): Reif fürs Bett.
      Körperliche Liebe bis 70? Betroffene sagen, sie findet statt. Sie sagen auch: Es könnte öfter sein. Die Medikamentenerfinder wissen das,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • EUBEL, Cordula (2006): System-Pflege.
      Mehr private Vorsorge oder mehr Beitragzahler? Wie Kranken- und Pflegeversicherung zukunftsfest gemacht werden können,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • SCHUMANN, Harald (2006): Wo die Rente sicher ist.
      Könnte die Schweizer "Volksversicherung" ein Modell für Deutschland sein? Die Meinungen der Experten liegen weit auseinander,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • HUGUES, Pascale (2006): Paradies mit Schönheitsfehlern.
      Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, gilt Frankreich weithin als Vorbild - doch das stimmt nur zum Teil,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • SIEGMUND-SCHULTZE, Nicola (2006): Die Regeln der Vergänglichkeit.
      Verschleiß oder Programm der Natur - Forscher suchen nach den Ursachen des Alterns,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • KÖHLER, Harriet & Norbert BLÜM (2006): "Ich vermisse nichts ohne Kind" - "Das ist Ich-Verkrampfung".
      Die Roman-Autorin und der Ex-Arbeitsminister diskutieren über eine Gesellschaft ohne Nachwuchs, unsichere Renten und die neuen Alten,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • LEYEN, Ursula von der (2006): Amerika - da ist es besser.
      Eine persönliche Erfahrung aus vier Jahren in den USA: Familie, Gemeinschaft und Beruf bilden das Ganze des Lebens,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • METZNER, Thorsten (2006): In der Altmark.
      Brandenburg organisiert den Generationenwandel,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • KELLER, Claudia (2006): Die ganz große Familie.
      Kinder, Eltern, Großeltern unter einem Dach und die Freunde auch dabei: So zu leben wird immer beliebter,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • LEBER, Sebastian (2006): Diktatur der Falten.
      Wenn die Alten erst in der Mehrheit sind, werden sich die Jungen noch wundern,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • MÜLLER, Kai (2006): Aber sonst ist heute wieder alles klar.
      Über das Altern der Popkultur oder Warum es ganz normal ist, dass ein 65-Jähriger noch E-Gitarre spielt,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • RINKE, Moritz (2006): Ihr da drinnen, wir hier draußen.
      Viel Bingo, wenig Sex - 2050 kann heiter werden, muss aber nicht. Eine Vision,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • SCHÜMANN, Helmut (2006): Junge Alte, alte Junge.
      Bei Sportlern stimmen die gefühlten Lebensjahre selten mit den biologischen überein,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
    • BRÖNSTRUP, Carsten & Juliane SCHÄUBLE (2006): Die stille Reserve.
      Schon bald könnten der Wirtschaft die jungen Fachkräfte ausgehen: Eine Chance für die Alten,
      in: Tagesspiegel v. 28.05.
 
 
 
  • KIRSCH, Guy & Klaus MACKSCHEIDT (2006): Arbeiten bis 90.
    Warum eigentlich nicht? Einige Bemerkungen zu einem nach oben hin offenen Renteneintrittsalter,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.05.
 
 
  • WALTER, Franz (2006): Die Frustrierten des Bürgertums.
    Noch hält die schwarze Tünche. Doch bald schon werden die Risse immer größer und erkennbarer werden, die sich durch die CDU ziehen - die Grundlagen des alten christdemokratischen Erfolgsmodells sind porös,
    in: Spiegel Online v. 25.05.
 
  • STAFFEN, Daniel (2006): Abschied von der Heim-und-Herd-Politik.
    WÜRZBURG / Kaum Lust auf Kinder. Wie eine Stadt das ändern will. Der Demografiebericht des Berlin-Instituts hat es ans Licht gebracht: Nur in Heidelberg kommen noch weniger Babys zur Welt. Wo liegen die Gründe?
    in: Rheinischer Merkur v. 25.05.
 
  • MÜLLER, Franziska K. (2006): Der Eizellgänger.
    Die Reproduktionsmedizin sorgt dafür, dass Männer überflüssig werden? Es geht auch umgekehrt: Ian Mucklejohn ist ohne die Störfaktoren Sex und Mutter zu drei Söhnen gekommen,
    in: Weltwoche Nr.21 v. 25.05.
 
 
  • FAZ-Dossier: Das betrifft uns alle - Die Bevölkerung von China, Russland und Indien altert dramatisch

    • Inhalt:
      Nicolas EBERSTADT, vom American Enterprise Institute in Washington, schreibt über den weltweiten demografischen Wandel. Am 4. Mai hat die SZ bereits über das Thema berichtet.

      EBERSTADT, Nicholas (2006): Worum es geht: Alte neue Welt.
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
    • EBERSTADT, Nicholas (2006): Grautöne: Was uns morgen erwartet,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
    • EBERSTADT, Nicholas (2006): China: Eine Tragödie in Zeitlupe für Millionen ältere Menschen,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
    • EBERSTADT, Nicholas (2006): Rußland: Der Tod ist den Jungen so nahe wie anderswo den Alten,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
    • EBERSTADT, Nicholas (2006): Indien: Erst 2026 so alt, wie es Europa längst ist,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
 
 
  • VOLAND, Eckart (2006): Blut ist dicker als Wasser.
    Die Lieben Verwandten: Ein Grundkurs in Soziobiologie (1),
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
 
 
 
SPIEGEL ONLINE-Serie: Doppelverdiener - Zwei Kinder
 
 
  • KUHN, Philip (2006): Im siebten Himmel.
    Lieber schüchtern als arrogant: Wie eine Online-Agentur den idealen Sitznachbarn für das Flugzeug vermitteln will,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.05.
 
  • MEFFERT, Christine (2006): Eine fehlende Farbe.
    Sie wurden keine Eltern – weil das Schicksal es so wollte oder sie selbst. Wie geht ein Leben ohne Kinder?
    in: Tagesspiegel v. 21.05.

 
  • BERTH, Felix (2006): Späte Mütter.
    Immer mehr Frauen bekommen erst mit 40 Jahren Kinder. Warum eigentlich?
    in: Süddeutsche Zeitung v. 20.05.
    • Kommentar:
      Felix BERTH meldet, dass 2004 der Anteil der Spätgebärende über 20 % betragen hat. In Großstädten wie München nähert sich der Anteil der 30 %-Marke. "
      Wer über Kinderlosigkeit spricht, sollte die späten Mütter also nicht aus dem Blick verlieren", rät BERTH.
                
       Bereits vor 3 Jahren hat single-dasein.de aufgezeigt, dass bei der Debatte um den Fruchtbarkeitsrückgang das Phänomen der Spätgebärenden nicht ausreichend berücksichtigt wird.
 
  • KREYE, Andrian (2006): Die letzten Dandys.
    Vor 20 Jahren wurde "Tempo" gegründet - das Zentralorgan der glamourösen, doch am Ende recht folgenlosen Achtziger. Versuch einer Verklärung,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 20.05.
    • Inhalt:
      Andrian KREYE (Version des SZ-Artikels auf der Autorenhomepage), Gründungsmitglied der Zeitgeistillustrierte Tempo, schreibt anlässlich des 20. Jubiläums der Zeitschrift einen Artikel über die langen 80er Jahre (1976 - 1992):

                
       "1976 zündete Punk den ersten kulturellen Sprengsatz gegen das Bollwerk der Ideologien und genau das sollte den Kern der Achtziger Jahre bilden. Es war der letzte Befreiungsschlag gegen die Grenzen im Kopf und im Leben. Da kamen zunächst einmal die 68er gerade recht. Die hatten erst die Errungenschaften der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung für sich deklariert, um dann als selbstgefällige Dogmatiker Machtpositionen zu zementieren. Gegen so viel besserwisserischen Ernst half nur die Wiedererweckung des Dandytums. Denn nichts höhlt das politische Argument so wirkungsvoll aus, wie Stilbewusstsein und Ironie.
                
       Statt Ché Guevara und Jack Kerouac standen der neuen Generation Beau Brummel und Dorothy Parker Pate, statt Freiheitskampf und Utopien, zählten Stilbewußtsein und scharfer Verstand. Das war kein ein Bruch mit der Kulturgeschichte und schon gar kein Bekenntnis zum Konservatismus, nur bezogen sich die Autoren von Tempo eben nicht mewhr auf die Gruppe 47 und ADORNO, sondern auf den New Journalism von Hunter S. Thompson und Tom Wolfe, auf die Kulturkritk der Cahiers du Cinema und des New Yorker. Dazu gehörte, dass man den Modeschöpfer Helmut Lang genauso ernst nahm wie den Grünenpolitiker Joschka Fischer, sich mit den ersten Eruptionen elektronischer Tanzmusik genauso ernsthaft auseinandersetzte wie mit der Literatur, und man das Nachtleben von Tel Aviv genauso gründlich recherchierte, wie die Auseinandersetzungen in Gaza.
                
       Das stieß natürlich gerade in Deutschland auf heftigen Widerstand. In einem Land, in dem Subkultur heute noch nach den Maßstäben eines herzhaft anachronistischen Antikapitalismus bewertet wird und jede Form der Populärkultur als zerstörerische Antithese zum Kanon des Abendlandes gilt, mussten Mode- und Stilbewußtsein, Camp und Pop zwangsläufig als Verrat und Ausverkauf empfunden werden. Doch die Liste der Autoren, die mit Tempo groß wurden und Journalismus und Literatur in Deutschland bis heute mitgeprägt haben, ist lang. Dazu gehören Andreas Banaski, Maxim BILLER, Alf Burchardt, Jörg Burger, Christoph Dallach, Marc Fischer, Peter GLASER, Gabriela Herpell, Matthias HORX, Thomas Hüetlin, Olaf Dante Marx, David Pfeifer, Bettina RÖHL, Christian KRACHTAdriano SACK, Claudius SEIDL, Jochen Siemens, Helge Timmerberg, Moritz von Uslar, und das waren längst nicht alle. Tempo-Gründer Markus Peichl hat das Fernsehen modernisiert, Artdirektoren wie Lo Breier, Walter Schönauer und Alexander widerin haben ihre Bildsprache durchgesetzt."
 
  • MANGOLD, Ijoma (2006): Ein müder Nihilist.
    "Der Sound der Väter": Helmut Lethens großartige Studie über Gottfried Benn und seine Zeit,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 20.05.
    • Inhalt:
      "Zwischen drei alten Männern wandern die Blicke hin und her. Alle drei verband in der Zwischenkriegszeit eine polemische Gegnerschaft zum Liberalismus. Sie waren, jeder auf seine Weise, Parteigänger einer konservativen Moderne und jedenfalls nicht als Gegner des Nationalsozialismus ausgewiesen. Nun ist der Krieg zu Ende und alle drei wissen genau, dass die neue Zeit sie nicht ohne weiteres aufnehmen wird. (...). Aber alle drei huldigen einem Pathos der Unsentimentalität, einem soldatischen Stolz, dem nichts geradezu körperlich widerlicher ist als moralische Zerknirschung und demonstrative Büßergesten. Nur nicht aus Opportunitätsgründen im Strom der neuen Schamkultur mitschwimmen, verlangt dieser Ehrenkodex. Andererseits ist klar: Wenn man sich gar nicht rührt und bewegt und keinerlei Zeichen aussendet, dann wird man in der neuen Zeit Paria bleiben. Who blinks first? Wer rüht sich als erster, wer wird schwach und knickt ein? Lauernd sind die Blicke, mit denen Gottfried Benn, Ernst Jünger und Carl Schmitt sich gegenseitig beobachten.
      Eindringlich beschreibt Helmut Lethen diese Szene im elften, dem vorletzten Kapitel seiner glänzenden Abhandlung »Der Sound der Väter. Gottfried Benn und seine Zeit«. Und tatsächlich ist in dieser Episode, vermutlich zum letzten Mal, etwas zu greifen, was den intellektuellen Habitus seit der Jahrhundertwende bis zum Ende der Zwischenkriegszeit entscheidend geprägt hat", meint
      Ijoma MANGOLD.  
 
 
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom   14. - 19. Mai 2006

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
  [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]
 
   
© 2000-2007
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 13. März 2009 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002