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Medienrundschau:
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News vom
21. - 31. Oktober
2004
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Zitat
des Monats:
"»Um die
Erfinder neuer Werte dreht sich die Welt« - so kündet Friedrich
Nietzsche ostinat im Zarathustra. Jesus hat die soziale
Innovation der Nächstenliebe in die Welt gebracht. Die Hingabe
für Clan, Volk, Reich und Führer, die gab es lange schon. Doch
Mitgefühl und Fürsorge für den Nächsten, Blutsunverwandten - das
war neu. Die Provokation, alle Menschen seien vor Gott gleich,
bezog sich keineswegs auf das Jenseits. (...).
Doch das Gebot der Nächstenliebe gerät in Konflikt mit dem
Darwinismus des Marktes. (...). Nicht Mitleid, sondern
Verachtung für die Schwachen und Armen, die Verlierer und
Ausgesonderten der Märkte, greift um sich. (...). Reichtum ist
Synonym für Leistung und Verdienst. Das muß nicht mehr im
Einzelfall nachgewiesen werden, sondern wird unterstellt.
(...).
Streichung und Kürzungen von Sozialleistungen firmieren als
»Anreize zur Stärkung der Eigenverantwortung«. Die Kürzung von
Arbeitgeberbeiträgen zur Rentenversicherung wird verkauft als
»Beitrag zur Generationengerechtigkeit«. Die Freistellung der
Arbeitgeber vom hälftigen Anteil an wesentlichen
Krankenversicherungsleistungen (...) wird als Reform zur
Beitragssenkung vermarktet. (...).
Schon finden sich Forscher, die das Mitgefühl mit jemandem, der
nicht zum Clan gehört, als genetische Störung erkannt haben
wollen."
(Peter Ungut
"Die Agonie des Sozialen" in
Kursbuch 157 Die große Entsolidarisierung, S.11-31) |
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-
Der wichtige Artikel
SCHWENTKER, Björn (2004):
Schuld ist natürlich das Volk.
In Deutschland werden zuwenig Kinder geboren ,heißt es. Doch
gesicherte Daten für Prognosen gibt es nicht. Weil sich niemand
richtig nachzufragen traut,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 31.10.
- Kommentar:
SCHWENDTKER widmet sich einem Thema, das in
Deutschland ein Tabu ist: die katastrophale Datenlage zu Kinderlosen
in Deutschland.
Einzig
single-dasein.de hat immer wieder auf diesen Missstand hingewiesen,
weswegen der folgende Satz mehr als merkwürdig ist:
"Einig sind sich die
deutschen Demographen (...), daß die deutschen Kinderlosenzahlen in
Europa einzigartig unzuverlässig sind".
Aber hat
überhaupt jemals ein einziger deutscher Demograf auf diesen
Missstand hingewiesen?
Man muss sich
nur die Aussagen unserer Demografen anschauen, dann wird schnell
klar, dass ihnen gar nichts an Aufklärung liegen kann.
Vielmehr tragen
Polarisierer wie Herwig BIRG dazu bei, das Problem zu verschleiern.
Obwohl es seit
Jahren ein offenes Geheimnis ist, dass unsere
ehezentrierte Statistik aufgrund
der hohen Scheidungsraten und der Zunahme unehelicher Geburten gar
nicht in der Lage ist, das Ausmaß der Kinderlosigkeit zu beziffern,
wurde dies in der öffentlichen Debatte noch nie so offen
ausgesprochen wie bei SCHWENDTKER:
"Die Standesämter
melden zwar ordnungsgemäß jede Geburt, geben aber die Reihenfolge
der Kinder in der Familie nur innerhalb einer bestehenden Ehe an.
Zudem wird dei große und steigende Zahl unehelicher Geburten ganz
ohne Reihenfolge der Kinder erfaßt. Wieviel unverheiratete
Kinderlose erstmals Mutter werden, ist aus den Zahlen der
Standesämter nicht ersichtlich. Und in der Geburtenstatistik wird
etwa eine Frau mit zwei Kindern, die sich scheiden läßt und neu
heiratet, als kinderlos gezählt."
Single-dasein.de hat diesen Skandal der Überschätzung dauerhaft
Kinderlosen als
Ergebnis einer "katholischen Statistik"
kritisiert.
Die Soziologin
Michaela KREYENFELD vom Max-Planck-Institut für Demographie in
Rostock beschreibt die Folgen:
"Die Kinderlosigkeit wird
(...) generell überschätzt, (...) das führt etwa zu der
Horrormeldung von 40 Prozent Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen."
Dieses Phänomen wurde
von single-dasein.de bereits vor längerem als
politische Konstruktion der Geburtenkrise
kritisiert.
Auch
wenn man den Mikrozensus, statt der Geburtenstatistik
zweckentfremdet, wird die Erfassung der Kinderlosen nicht besser,
denn
hier werden nur Kinder erfasst, die im
Haushalt der Eltern leben.
Mit dem Neuentwurf
des Mikrozensusgesetzes ist durch den Bundesrat wiederum eine Chance
vergeben worden, die Kinderlosigkeit genauer zu erfassen.
Es ist
offenbar von Seiten der Politik nicht erwünscht, genauere Daten zu
erhalten, denn es könnte sonst offenbar werden, dass es gar nicht so
viele dauerhaft Kinderlose gibt, wie das von
Sozialpopulisten
behauptet wird.
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- REMKE, Susann (2004): Meint er's ernst?
Ein amerikanischer Selbsthilfe-Ratgeber für Single-Frauen
entschlüsselt das Schweigen der Männer,
in: Focus Nr.45 v. 30.10.
- Kommentar:
Was HOUELLEBECQ für die Männer ist, das ist
"Sex and the City" für die Frauen.
Wer sich irgendwie dem
Dunstkreis dieser Markennamen zurechnen kann, der wirft nun
seinerseits seine Produkte auf den Markt.
In diesem Fall sind es
Greg BEHRENDT & Liz TUCCILLO, die ihren Single-Ratgeber
"He's Just not That into You" auf den Markt geworfen haben.
Ein weiterer wichtiger
Punkt: wer Ratgeber-Rezepte aus der Zeit vor 1968 aus der
Mottenkiste hervorkramt, der kann inzwischen der medialen
Aufmerksamkeit gewiss sein...
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DATH, Dietmar (2004): Was heißt eigentlich Hartz IV auf amerikanisch?
Von der sozialen Spaltung Amerikas macht sich Europa keinen Begriff
- was aber nichts schadet, denn Bush und Kerry tun das wohlweislich
genausowenig,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.10.
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SCHUMANN, Harald (2004): Die Apo des Kapitals.
Als überparteiliche
Reformbewegung definiert sich die "Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft". Tatsächlich handelt es sich um eine PR-Maschine zur
Bekehrung der deutschen Wähler,
in: Tagesspiegel v. 30.10.
- Inhalt:
SCHUMANN erzählt die Entstehungsgeschichte der
neuen Bürgerbewegungen, zu der u.a.
die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gehört:
"Dieter Rath (...) ist Chef der
»Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM), eines in
Deutschland einzigartigen Unternehmens.
Rath und seine Leute definieren sich als
»überparteiliche Reformbewegung von Bürgern, Unternehmern und
Verbänden«, die gegen den »Abwärtsstrudel aus hohen Arbeitskosten,
unfinanzierbaren Sozialsystemen und dauerhafter Wachstumsschwäche«
streitet. Doch das Etikett Bewegung ist irreführend. Tatsächlich
handelt es sich um eine straff geführte, professionelle PR-Maschine,
die wie keine andere den politischen Diskurs der Republik maßgeblich
beeinflusst. Da ist die Dahrendorf-Ansprache
nur der jüngste Baustein eines ganzen Systems.
Dessen Geburtsstunde schlug, als die Demoskopen des
Allensbach-Instituts im Herbst 1999 im Auftrag der
Arbeitgeberverbände ermittelten, dass zwei Drittel der Deutschen den
von den Unternehmen geforderten Rückbau der Sozialsysteme
»skeptisch« sahen oder sogar als »bedrohlich« empfanden. »Was die
Bevölkerung will, und was die Führungskräfte in der Wirtschaft für
notwendig hielten, klaffte meilenweit auseinander«, erkannte Martin
Kannegiesser, Chef bei Gesamtmetall und sorgte dafür, »dass man viel
Geld in die Hand« nahm, um diesen Zustand zu ändern, wie er dem
»Stern« erzählte. Ein Dreivierteljahr später trat deshalb die INSM
auf die politische Bühne, die seitdem an allen Fronten der deutschen
Reformdebatte mitmischt. Immerhin zehn Millionen Euro jährlich, und
das eine ganze Dekade lang, lassen sich die Unternehmen der Metall-
und Elektrobranche das Umerziehungsprogramm für die widerspenstigen
Bürger kosten."
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JÄGER, Michael (2004): Das Einmaleins der Jobwechselkunst.
Sigmar Gabriel und Gösta Esping-Andersen. Wie die SPD ihr Comeback
vorbereitet,
in: Freitag Nr.45 v. 29.10.
- Inhalt:
JÄGER beschreibt den Paradigmenwechsel der
Sozialdemokratie, der mit der Auswechslung der Chefideologen
vonstatten geht: Gösta ESPING-ANDERSEN statt Anthony GIDDENS heißt
die Devise.
JÄGERs These
ist nun, dass mit der Focusierung auf den familienpolitischen
Aspekt, der eigentliche Kern des Paradigmenwechsels verschleiert
werden soll:
"das
Problem fehlender Arbeitsplätze in ein Problem mangelnder
Wechselfähigkeit der Arbeitsuchenden umzuformulieren, bestand von
Anfang an die Lüge der Schröderschen »Arbeitsmarktreform«, die durch
den neuen Rückgriff auf Esping-Andersen nur neuartig vernebelt wird.
(...).
Esping-Andersens Argumentation wird durch eine mächtige Klammer
zusammengehalten: den ständigen Verweis auf das Funktionieren der
dänischen Volkswirtschaft. Dort ist die Arbeitslosigkeit niedrig und
der sozialstaatliche Standard hoch. Die Frankfurter Rundschau
hat kürzlich einen Bericht darüber veröffentlicht, der deutsche
Leser nur neidisch machen kann. Dabei gibt es in Dänemark praktisch
keinen Kündigungsschutz. Da wird die Jobwechselkunst wirklich
gebraucht, die man laut Esping-Andersen schon als Kleinkind erlernen
soll. Seine ideologische Eignung für die SPD erhält der Mann aber
erst dadurch, dass er die Kehrseite des dänischen Systems nicht
betont. Denn die will Schröder nicht übernehmen.
Wer in Dänemark arbeitslos wird, bekommt Arbeitslosengeld bis zu
vier Jahren. Es beträgt bei den besonders gefährdeten
Niedriglohngruppen 90 Prozent des letzten Einkommens."
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- MÄRZ, Ursula (2004): Immer wieder
Kinderläden.
Die unendliche 68-Diskussion,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.10.
- Inhalt:
Ursula MÄRZ war im Potsdamer
Einstein-Forum und hat sich dort die Debatte zwischen
Sophie DANNENBERG,
Heinz BUDE und dem Publikum
angehört.
Die Unruhe, die
von 1968 ausgeht, ist für MÄRZ kein Generationenkonflikt,
sondern das Problem der Vermischung von Idealismus und Gewalt:
"Mit
dem Generationenkonflikt allein, dem Konflikt zwischen den heute
über 60jährigen, die, von ihren Häusern in der Toskana abgesehen,
höchste Staatsämter bekleiden und Professorenposten innehaben, und
den 30 bis 40jährigen, die sich die Träume und Toskana und Professur
abgeschminkt haben, ist die Unruhe nicht zu erklären. Die
antiautoritären Kinderläden sind schon lange, wirklich lange passé.
Aber als Geschichtskonflikt ist 68 nicht passé.
Es symbolisiert die Anfälligkeit idealistischen Denkens für Formen
der Destruktivität, der Grausamkeit, der Gewalt. Mit den Folgen von
68 wird die Gesellschaft fertig. Aber damit, 68, den Terrorismus
oder die antisemitischen Impulse als Folge der Geschichte zu
betrachten, ist sie offensichtlich noch lange nicht fertig."
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PFEIFFER, Ulrich (2004): Zukunftsinvestition Kind.
Die Familienpolitik ist in Gang gekommen. Doch zu lange
Ausbildungs- und Studienzeiten und falsche Subventionen schädigen
immer noch das "Unternehmen Familie",
in: Financial Times Deutschland v. 29.10.
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HENSEL,
Jana (2004): Paar für Paar zur Einheit.
Wie steht es um das
Liebesleben zwischen Ost und West im Jahre 15 der deutschen Einheit?
in: Die ZEIT Nr.45 v. 28.10.
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HAMANN,
Götz (2004): Wie schrumpft man eine Stadt?
Wir werden weniger (3):
Sachsen erlebt, was westliche Bundesländer noch vor
sich haben: Verlassene Wohnungen und verfallende Viertel in fast jeder
Kommune. Stadtplaner, Politiker und Bürger lernen allmählich, mit der
neuen Leere umzugehen,
in: Die ZEIT Nr.45 v. 28.10.
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BRANDT, Jan (2004): "Erinnern ist immer Lüge".
Malin Schwerdtfegers neuer
Roman "Delphi" ist eine angeschrägte Familiengeschichte, die in
Griechenland, Israel und Norddeutschland spielt. Ein Gespräch mit der
Autorin über magische Orte, "miterziehungsberechtigte" Geschwister,
das Atlantis-Gefühl der Kindheit und das Scheitern als Konzept,
in: TAZ v. 28.10.
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- BERTH, Felix & Heidrun GRAUPNER (2004):
"Krippengesetz scheitert nicht".
Familienministerin Schmidt will Bundesrat aushebeln,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.
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- ORZESSEK, Arno (2004): Für alle reicht
es nicht.
Der Staat wird's schon richten? Und warum fehlt das Grundvertrauen
in die Wirtschaft? Eine Tagung auf Schloss Neuhardenberg suchte nach
Antworten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.
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BUSCHE, Jürgen (2004): Und aus niemals
wird gestern noch.
Ein Reader als Enzyklopädie: Das ratlose Erinnerungsbuch "1968",
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.
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HALTER, Martin (2004): Die talentierte Mrs. Ripley.
Malin Schwerdtfegers Familienroman der Generation Nutella,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.10.
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BUTTLAR, Horst von (2004): Tee mit Onkel Hartz.
Viel wird in Deutschland über Reformen geredet. Die Wirklichkeit
der jungen Generation hat diese Debatten längst hinter sicher
gelassen. Bestandsaufnahme eines 29-Jährigen,
in: Financial Times Deutschland v. 26.10.
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MATZIG, Gerhard (2004): Ohne Kindheit, ohne Alter.
Das dauererwachsene Leben zwischen Lego und Rheumadecka,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.10.
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PROFIL-Titelgeschichte:
Die armen Väter.
Trennung/Scheidung: Geld weg, Kinder weg! Wie die Männer leiden und
wie sie sich wehren
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PROFIL (2004): Papa muss draußen bleiben.
Immer mehr Väter kämpfen um ihre Kinder
in: Profil Nr.44 v. 25.10.
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PROFIL (2004): "Ein Prozess komplizierter Kränkungen".
Interview mit Gerhard Amendt,
in: Profil Nr.44 v. 25.10.
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HAGER, Angelika (2004): Friendly Fire: Wenn Mütter ihre Kinder als
Waffen einsetzen.
Über Schlachten, in denen es nur Verlierer gibt,
in: Profil Nr.44 v. 25.10.
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GENAZINO, Wilhelm (2004): Der Untrost und die Untröstlichkeit der
Literatur.
Laßt die Finger weg von unserer Langeweile! Dankesrede zur
Verleihung des Büchner-Preises.
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.10.
- Inhalt:
Wilhelm GENAZINO
verteidigt die Langeweile gegen die Agenten der
Erlebnisgesellschaft:
"Am bedeutendsten ist für uns heute
(ausgerechnet) ein Lustspiel, »Leonce und Lena«. Denn hier tritt ein
Leiden auf, das im Laufe der Zeit immer mehr an Einfluß gewonnen
hat, das Leiden an der Langeweile. Bei Büchner wird Langeweile nicht
vertrieben, sondern angenommen. Von dieser Errungenschaft sind wir
meilenweit entfernt. Langeweile bei Büchner ist eingestandener
Stillstand, der beim Subjekt bleibt. Wir heutigen kennen Langeweile
als verscheuchte Langeweile."
Angenommene Langeweile ist für
GENAZINO die Voraussetzung für die Entstehung von Literatur. Dagegen
setzt die Erlebnisindustrie mit ihren Angeboten (Konsum und
Promiskuität) auf die Verscheuchung der Langeweile.
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ADAM, Konrad (2004): Stiefvater Staat,
in: Welt v. 25.10.
- Inhalt:
Familienfundamentalist ADAM beschäftigt sich
heute mit der vater- bzw. mutterlosen Gesellschaft, d.h. mit
unvollständigen Familien:
"Theodor
Hellbrügge, Gründer und viele Jahre lang Leiter des Kinderzentrums
in München, spricht für die überwältigende Mehrheit seiner Kollegen,
wenn er den Verlust der Familie als eine Gefahr "für die Gesundheit
und das Leben unserer Kinder" beschreibt. Die Säuglingssterblichkeit
von vaterlos aufwachsenden Kindern sei signifikant höher als
diejenige in vollständigen Familien - und die Mortalität ist ja nur
das handfesteste von allen Alarmzeichen. Mit Blick auf solche
Erfahrungen prangert Hellbrügge die Leichtfertigkeit an, »mit der
alleinerziehende Mütter und Väter als Familien deklariert werden«."
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DIETRICH, Stefan (2004): Hadern mit der neuen Mitte.
Franz Walters Abgesang auf die sozialdemokratische
Emanzipationsbewegung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.10.
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MARESCH, Rudolf (2004) Konsumismus.
Der Soziologe Ulrich Beck und seine obligatorischen Kommentare zu
den globalen Krisenlagen in deutschen Feuilletons,
in: Telepolis v. 24.10.
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MROZEK, Bodo (2004): Wörter, die wir noch vermissen werden.
Heute wird das schönste deutsche Wort gekürt - andere sind längst
ausgestorben. Ein ABC bedrohter Begriffe,
in: Tagesspiegel v. 24.10.
- Kommentar:
MROZEK hat den Begriff "Yuppie" auf die Liste
der bedrohten Begriffe gesetzt. Seine Erklärung:
"Seit dem Fall der New Economy mangels
Deckung nur noch selten anzutreffen. Letzte Exemplare sollen ihren
unbezahlbar gewordenen Lebensstil in der »Dritten Welt« als
Schnöselliteraten fortführen, z.B.
in Katmandu"
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VÖLZKE, Daniel (2004): Pop ist ein Stahlbad.
Dietmar Dath geht nicht in den Untergrund,
in: Tagesspiegel v. 24.10.
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GEER, Nadja (2004): Neokonservative, seid ihr alle da?
Stochern im Gesinnungsnebel: "Theater heute" und "Texte zur Kunst"
entdecken in der Pop-Kultur ein neues deutsches Phänomen,
in: Tagesspiegel v. 24.10.
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GENAZINO, Wilhelm (2004): Funkelnde Scherben.
Der Autor und sein Preis,
in: TAZ v. 23.10.
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BARTELS, Gerrit (2004): Das Glück des Sisyphos.
Vom beobachtenden Subjekt zum Objekt der Beobachtung: Eine
Begegnung mit dem Schriftsteller Wilhelm Genazino, dem heute Abend
in Darmstadt der Georg-Büchner-Preis 2004 verliehen wird
in: TAZ v. 23.10.
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KÖHLER, Andrea (2004): Die Scham, das Warten, die Komik, der
Schmerz.
Ein Besuch bei dem diesjährigen Büchnerpreisträger Wilhelm
Genazino,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.10.
- RÜDENAUER, Ulrich (2004): "Ich will keinen
Rennwagen".
Wilhelm Genazino, der heute den Büchner-Preis erhält, über seine
Scheu vor den Medien,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.
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- PÖRZGEN, Gemma (2004): Ganz orthodox:
Partnersuche im Netz.
Die Internet-Seite Dosidate vermittelt bessere Hälften für
religiöse Juden. Ein "Liebeslabor" aus Israel,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.
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- LENNARTZ, Mareen (2004): "Ich bin ein
Muttertier".
Gespräch mit Marie Theres Kroetz-Relin,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.
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WINKLER, Willi (2004): Ärmer war er nie, der Mittelstand.
Opel, Karstadt, Spar - und die Frage, was aus der nivellierten
Gesellschaft geworden ist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 23.10.
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HILLGRUBER, Katrin (2004): "Die Menschen hassen Kompliziertes".
Der Schriftsteller Wilhelm Genazino über Humor, den Büchner-Preis
und das Ende des Wohlstands,
in: Tagesspiegel v. 22.10.
- Inhalt.
Wilhelm Genazino spricht u.a. über die
Abschaffel-Trilogie:
"Gerade ist die
»Abschaffel«-Trilogie neu erschienen, Ihr Debüt über das so
genannte falsche Bewusstsein der Angestellten im Geiste Siegfried
Kracauers. Darin ist vom „mannigfachen Betrug“ an den Lohnempfängern
die Rede. Wie aktuell ist das in den Zeiten von Hartz IV?
Es ist inzwischen eingetreten, was Abschaffel an die Wand gemalt
hat. Wovor er immer Angst hatte, ist jetzt ein Massenschicksal
geworden, auch die Depersonalisierung, also das eigenartige oder
auch gar nicht so eigenartige Herauskippen aus an sich festen
Biografien, die dann plötzlich erodieren, wenn die Menschen nicht
mehr wissen, wo sie morgens hingehen und was sie eigentlich tagsüber
machen sollen. Diese Zustände sind in »Abschaffel« schon angelegt.
Ich habe sowieso damit gerechnet, dass irgendwann das
Wohlstandszeitalter zu Ende gehen wird, was man sich noch in den
Achtziger- und Neunzigerjahren zu meinem Erstaunen nicht vorstellen
konnte. Die Menschen hassen eben die Entdeckung der Kompliziertheit"
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ZITZMANN, Marc (2004): Feldarbeit am eigenen Selbst.
Kulturszene Frankreich (11): Marc Augé oder Der Anthropologe als
Zeitkritiker,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.10.
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JOURNAL
Frankfurt-Titelgeschichte:
Nie mehr Single.
Aktion: Wir bringen Sie in die Partnerschaft |
- Der singlefeindliche
Artikel:
TOMIC, Boris (2004): Aus Eins mach Zwei.
Zweisamkeit ist in - gar nicht einfach in einer Stadt, in der
über die Hälfte aller Haushalte Singlehaushalte sind,
in: Journal Frankfurt Nr.22 v. 22.10.
- Kommentar:
Die Frankfurter Single-Statistik zur
Titelgeschichte ist ein Ärgernis!
Es sollte mittlerweile bekannt
sein, dass von der Zahl der Einpersonenhaushalte nicht auf die
Anzahl der Partnerlosen geschlossen werden kann. Dennoch tut das
TOMIC umstandslos.
Noch schlimmer: nicht einmal nach dem
Alter wird differenziert, d.h. der Student, der Yuppie und die
allein lebende Witwe werden in einen großen Topf geworfen. Folge:
47,2 % Männer stehen sehen sich 52,8 % Frauen gegenüber.
Verschwiegen wird jedoch, dass das Alter weiblich ist, während das
Singledasein im mittleren Lebensalter männerdominiert ist.
Gerade in Großstädten wie
Frankfurt leben in Single-Haushalten von Berufstätigen
vorwiegend Menschen, die mit einem Partner eine
Fernbeziehung oder Wochenendbeziehung führen. Kein Wort davon
bei TOMIC.
Dies passt nämlich alles nicht so
recht ins Klischee vom einsamen
Partnerlosen, das seit einiger Zeit bevölkerungspolitisch
korrekt die Runde macht. Bei TOMIC wird die Single-Statistik zu
Unrecht als Einsamkeitsstatistik diffamiert.
Der neue
Familienfundamentalismus geht inzwischen so weit, dass
mittlerweile das aktive Mobbing von Singles medientauglich wird:
"Den Vogel in Sachen »Druck von außen«
(...) schoss vor geraumer Zeit mein alter Freund Klaus ab. Weil
ihn die mehr oder weniger direkten Fragen seiner aufdringlichen
Nachbarin nach seinem Liebesleben (»Finden Sie denn keine Frau?«
»Wollen Sie eigentlich keine Familie?«) nervten, erstellte er nach
mühseliger Recherche einen Zeitplan zum Verlassen und
Wiederbetreten des Hauses, nach dem er erwähnter Nachbarin unter
keinen Umständen begegnen würde. Doch Pech gehabt! Das Fass zum
überlaufen brachte dann eine Bemerkung der Dame, die nach mehreren
Wochen der Ruhe offensichtlich sein System durchschaut hatte, ihn
im Hausflur abpasste und mit der Frage konfrontierte: »Sie sind
doch schwul, oder warum klappt das mit den Frauen bei Ihnen immer
noch nicht?« Das war zu viel. Klaus zog aus."
Partnerlose werden damit zum Freiwild
selbsternannter Kuppler.
TOMIC propagiert das Speed-Dating,
d.h. das Beenden der Partnerlosigkeit, als Lösung für gemobbte
Singles.
Wie kommt es, dass
Stadtmagazine mittlerweile zu singlefeindlichen Publikationen
mutieren?
Ein Grund liegt darin, dass
Stadtmagazine vom
Geschäft mit der Einsamkeit profitieren möchten. Das JOURNAL
Frankfurt veranstaltet z.B. eine
"Fisch sucht Fahrrad"-Party.
Ignoriert werden alle Bedürfnisse von
Single-Haushalten, die sich nicht in das Klischee vom
unfreiwilligen Partnerlosen einordnen lassen.
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TOMIC, Boris (2004): "Woher kommt eigentlich der Trend zur
Einsamkeit?"
Prof. Dr. Stefan Hradil von der Uni Mainz klärt uns auf,
in: Journal Frankfurt Nr.22 v. 22.10.
- Kommentar:
Stefan HRADIL ignoriert die
Fragestellung vollständig und spricht dagegen über den
Wertewandel, der seit Mitte der 60er Jahre zur Durchsetzung des
Single-Lebensstils führte.
Seit den 90ern bläst den Singles
jedoch immer stärker der Wind des
Sozialpopulismus entgegen.
Unerwähnt bleibt bei HRADIL jedoch,
dass die geburtenstarken Trägerschichten des Single-Lebensstils
mittlerweile das Familiengründungsalter erreicht haben und nunmehr
nur noch geburtenschwache Jahrgänge für einen geringeren Nachschub
an Singles sorgen.
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TOMIC, Boris (2004): Auf der Suche nach Liebe.
Tag für Tag und Nach für Nacht begeben sie sich in die Schluchten
der Großstadt, um endlich den passenden Gegenpart zu finden - die
Singles. Oft genug ohne Erfolg. Aber der Mensch braucht
Ersatzbefriedigungen. Wir haben fünf der 187 800 Singles in FFM nach
ihren gefragt,
in: Journal Frankfurt Nr.22 v. 22.10.
- Kommentar:
Wenig repräsentativ für Einpersonenhaushalte, aber
passend zur werbewirksamen Zielgruppe des Blattes wird die
20-jährige Arijana, der 19-jährige Zivi Pete, der 24-jährige
Eventveranstalter Michael, der 34-jährige Produktionsleiter Eran
und die 19-jährige Azubi Lynn vorgestellt.
Ihre Ersatzbefriedigungen sind
Streicheln von Tieren (Frau), Filme anschauen (Mann), Autofahren-
und putzen (Mann), Essen (Mann) und Musikhören (Frau).
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TOMIC, Boris (2004): "Geht dahin, wo Männer sind!"
Susanne Fröhlich ist seit 16 Jahren mit ihrer Sendung
"Ausgehspiel - wer mit wem" im RAdio auf der Mission, die
zusammenzuführen, die zusammen sein wollen,
in: Journal Frankfurt Nr.22 v. 22.10.
- Kommentar:
Susanne FRÖHLICH empfiehlt Männern den Besuch von
Lesungen und Volkshochschulkursen, weil dort vorwiegend Frauen
anzutreffen sind.
Männer sollten jedoch auch das
beherzigen, was FRÖHLICH den Frauen rät: "Und macht Sachen, die
euch Spaß machen".
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- SCHNITZLER, Mathias (2004):
Ein depressiver Contentlieferant.
Die Punk-Version der "Elementarteilchen" von Michka
Assayas,
in: Berliner Zeitung v. 21.10.
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RATH, Christian (2004): Standesamt statt Schützengraben.
Jeder Wehrpflichtige kann jetzt die Einberufung umgehen - indem er
heiratet. Das gilt selbst dann, wenn er sein Land verteidigen müsste.
Lobbyorganisation der Kriegsdienstverweigerer: So eine Wehrpflicht
"ist nur noch eine Farce",
in: TAZ v. 21.10.
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ESCH, Christian (2004): Wir wollen alles.
Aber die Rüsselsheimer Opelproleten wollten nicht - ein Stück
bundesdeutsche Kulturgeschichte,
in: Berliner Zeitung v. 21.10.
- Kommentar:
ESCH rollt nochmals die Geschichte der
Rüsselsheimer Betriebsprojektgruppe auf, aus der Joschka FISCHERs
"Revolutionärer Kampf" entstanden ist und die im Rüsselsheimer
Opel-Werk vergeblich agitierte:
"Der Erfolg der Agitation war
kümmerlich. Im Herbst 1971 stürmten italienische und spanische
Arbeiter das Podium einer Betriebsversammlung unter der RK-Parole
»Eine Mark für alle«, immerhin. Im Frühjahr 1973, endlich, kam der
langersehnte Streik - aber nicht in Rüsselsheim, sondern im Opelwerk
Bochum, ausgerechnet, wo doch dort die rivalisierenden K-Gruppen
agitierten! Nach diesem Misserfolg war der Weg des
»Revolutionären Kampfes« vorgezeichnet: weg vom Opel und vom
Proletariat, hin zum Häuserkampf in eigener Sache - den Fischers
»Putzgruppe« mit buchstäblich gewaltigem Erfolg führte.
2004 wird beim Opel wieder
gestreikt, wieder in Bochum statt Rüsselsheim", berichtet ESCH.
-
HOFFRITZ, Jutta (2004): Erst 20 000, jetzt 10 000, bald nur noch 6
000?
Am Zaun des Bochumer Opel-Werkes treffen sich Menschen voller Wut
und Angst. Den Betriebsräten scheint der wilde Streik zu entgleiten,
in: Die ZEIT Nr.44 v. 21.10.
- Inhalt:
HOFFRITZ stellt uns einen K-Gruppen-Mann vor,
der bei Opel Bochum für eine erfolgreiche Streiktaktik steht:
"Peter Jaszczyk, der ehemalige
Betriebsratschef, ist
dieser Tage allgegenwärtig (...), schließlich war er über 40 Jahre
lang Opelaner.
Früher streikten sie immer freitags – und zermürbten so die Manager
Der Mann mit der Hornbrille steht für die Ära, als die Arbeiter noch
mächtig waren. Nicht dass die Belegschaft untereinander damals wenig
gestritten hätte. Im Gegenteil. Keiner kennt die Flügelkämpfe der
Linken besser als Jaszczyk, der die KPD 1986 bekehrt verließ, um
1995 für ein paar Jahre der SPD beizutreten (»mein zweiter großer
Fehler«)."
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RÜHLE, Alex (2004): Belohnt fürs Schauen.
Wilhelm Genazino - Sammler, Jäger, Büchnerpreisträger. Die laute
Mitte scheut er, dem leisen Alltag aber ist er erlegen - warum sich
der Frankfurter Literat über die höchsten Ehren eher verhalten freut,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.10.
- Inhalt:
RÜHLE hat Wilhelm GENAZINO in dessen Frankfurter Westend-Wohnung besucht.
Nebenbei bespricht RÜHLE noch die wichtigsten Romane des
Schriftstellers und wir erfahren, dass GENAZINO bei der
Büchnerpreisverleihung über die Langeweile reden wird.
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BALTES, Paul B. & Ulman LINDENBERGER (2004): Geist im Alter.
Bei der Geburt ist man am wenigsten das, was man werden kann: Der
individuelle Lebenslauf entsteht beim Menschen als Ko-Konstruktion der
Einflüsse aus Kultur und Biologie,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.10.
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KLIMM, Leo & Ines ZÖTTL (2004): Mehr Freiheit!
Deutschland bewegt sich. Nur, wohin? Vier junge Deutsche - ein
Unternehmer, eine Gewerkschafterin, ein Politiker und eine
Schriftstellerin - diskutieren über die Zukunft des Landes, über ihre
Erwartungen an den Staat und darüber was sie sich am meisten wünschen,
in: Financial Times Deutschland v. 21.10.
- Kommentar:
Die Generation Golf (Schriftstellerin Juli ZEH, die
Gewerkschafterin Silke MADER, der FDP-Politiker Philipp RÖSLER und
Axel SCHMIEGELOW) sitzt am Deutschland-Stammtisch.
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Zu den News
vom 16. - 20. Oktober 2004
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