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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 21. - 31. Oktober 2004

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"»Um die Erfinder neuer Werte dreht sich die Welt« - so kündet Friedrich Nietzsche ostinat im Zarathustra. Jesus hat die soziale Innovation der Nächstenliebe in die Welt gebracht. Die Hingabe für Clan, Volk, Reich und Führer, die gab es lange schon. Doch Mitgefühl und Fürsorge für den Nächsten, Blutsunverwandten - das war neu. Die Provokation, alle Menschen seien vor Gott gleich, bezog sich keineswegs auf das Jenseits. (...).
Doch das Gebot der Nächstenliebe gerät in Konflikt mit dem Darwinismus des Marktes. (...). Nicht Mitleid, sondern Verachtung für die Schwachen und Armen, die Verlierer und Ausgesonderten der Märkte, greift um sich. (...). Reichtum ist Synonym für Leistung und Verdienst. Das muß nicht mehr im Einzelfall nachgewiesen werden, sondern wird unterstellt.
(...).
Streichung und Kürzungen von Sozialleistungen firmieren als »Anreize zur Stärkung der Eigenverantwortung«. Die Kürzung von Arbeitgeberbeiträgen zur Rentenversicherung wird verkauft als »Beitrag zur Generationengerechtigkeit«. Die Freistellung der Arbeitgeber vom hälftigen Anteil an wesentlichen Krankenversicherungsleistungen (...) wird als Reform zur Beitragssenkung vermarktet. (...).
Schon finden sich Forscher, die das Mitgefühl mit jemandem, der nicht zum Clan gehört, als genetische Störung erkannt haben wollen."

(Peter Ungut "Die Agonie des Sozialen" in Kursbuch 157 Die große Entsolidarisierung, S.11-31)

 
 
 
 
     
 
  • REMKE, Susann (2004): Meint er's ernst?
    Ein amerikanischer Selbsthilfe-Ratgeber für Single-Frauen entschlüsselt das Schweigen der Männer,
    in: Focus Nr.45 v. 30.10.

Was Michel HOUELLEBECQ für die Männer ist, das ist Sex and the City für die Frauen. Wer sich irgendwie dem Dunstkreis dieser Markennamen zurechnen kann, der wirft nun seinerseits seine Produkte auf den Markt. In diesem Fall sind es Greg BEHRENDT & Liz TUCCILLO, die ihren Single-Ratgeber He's Just not That into You auf den Markt geworfen haben. Ein weiterer wichtiger Punkt: wer Ratgeber-Rezepte aus der Zeit vor 1968 aus der Mottenkiste hervorkramt, der kann inzwischen der medialen Aufmerksamkeit gewiss sein...   
     
 
     
 
  • DATH, Dietmar (2004): Was heißt eigentlich Hartz IV auf amerikanisch?
    Von der sozialen Spaltung Amerikas macht sich Europa keinen Begriff - was aber nichts schadet, denn Bush und Kerry tun das wohlweislich genausowenig,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.10.

     
 
  • SCHUMANN, Harald (2004): Die Apo des Kapitals.
    Als überparteiliche Reformbewegung definiert sich die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft". Tatsächlich handelt es sich um eine PR-Maschine zur Bekehrung der deutschen Wähler,
    in: Tagesspiegel v. 30.10.

Harald SCHUMANN erzählt die Entstehungsgeschichte der neuen Bürgerbewegungen, zu der u.a. die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gehört: "Dieter Rath (...) ist Chef der »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM), eines in Deutschland einzigartigen Unternehmens.
Rath und seine Leute definieren sich als »überparteiliche Reformbewegung von Bürgern, Unternehmern und Verbänden«, die gegen den »Abwärtsstrudel aus hohen Arbeitskosten, unfinanzierbaren Sozialsystemen und dauerhafter Wachstumsschwäche« streitet. Doch das Etikett Bewegung ist irreführend. Tatsächlich handelt es sich um eine straff geführte, professionelle PR-Maschine, die wie keine andere den politischen Diskurs der Republik maßgeblich beeinflusst. Da ist die
Dahrendorf-Ansprache nur der jüngste Baustein eines ganzen Systems.
Dessen Geburtsstunde schlug, als die Demoskopen des Allensbach-Instituts im Herbst 1999 im Auftrag der Arbeitgeberverbände ermittelten, dass zwei Drittel der Deutschen den von den Unternehmen geforderten Rückbau der Sozialsysteme »skeptisch« sahen oder sogar als »bedrohlich« empfanden. »Was die Bevölkerung will, und was die Führungskräfte in der Wirtschaft für notwendig hielten, klaffte meilenweit auseinander«, erkannte Martin Kannegiesser, Chef bei Gesamtmetall und sorgte dafür, »dass man viel Geld in die Hand« nahm, um diesen Zustand zu ändern, wie er dem »Stern« erzählte. Ein Dreivierteljahr später trat deshalb die INSM auf die politische Bühne, die seitdem an allen Fronten der deutschen Reformdebatte mitmischt. Immerhin zehn Millionen Euro jährlich, und das eine ganze Dekade lang, lassen sich die Unternehmen der Metall- und Elektrobranche das Umerziehungsprogramm für die widerspenstigen Bürger kosten."
Rudolf Speth - Lobbyismus in Deutschland
     
 
Gösta Esping-Andersen - Familienstruktur und Niedriglohnsektor 
     
 
     
 
     
 
  • PFEIFFER, Ulrich (2004): Zukunftsinvestition Kind.
    Die Familienpolitik ist in Gang gekommen. Doch zu lange Ausbildungs- und Studienzeiten und falsche Subventionen schädigen immer noch das "Unternehmen Familie",
    in: Financial Times Deutschland v. 29.10.

     
 
  • ALTHAUS, Nicole (2004): Das Prinzessinnen-Syndrom.
    Das «Kick-Ass-Girl» hat im Kino ausgedient. Aschenputtel wartet wieder auf Prinz Charming. Hollywood betet den Mädchen die alten Werte vor,
    in: Facts Nr.44 v. 28.10.

     
 
     
 
  • FEDDERSEN, Jan (2004): Frau, ledig, kinderlos.
    Ein Raunen geht durch Deutschland: Kann Annette Schavan Ministerpräsidentin von Baden-Württemberg werden?
    in: TAZ v. 28.10.

  • MÖLLER, Johann Michael (2004): Eine Frau geht ihren Weg.
    Annette Schavan, Kandidatin,
    in: Welt v. 28.10.

     
 
  • Malin Schwerdtfeger - Delphi

    • BRANDT, Jan (2004): "Erinnern ist immer Lüge".
      Malin Schwerdtfegers neuer Roman "Delphi" ist eine angeschrägte Familiengeschichte, die in Griechenland, Israel und Norddeutschland spielt. Ein Gespräch mit der Autorin über magische Orte, "miterziehungsberechtigte" Geschwister, das Atlantis-Gefühl der Kindheit und das Scheitern als Konzept,
      in: TAZ v. 28.10.

     
 
  • GILLMOR, Don (2004): Die Viagra-Kultur.
    Wie aus "sexueller Unzufriedenheit" plötzlich "Dysfunktion" wurde,
    in: Welt v. 27.10.

     
 
  • BERTH, Felix & Heidrun GRAUPNER (2004): "Krippengesetz scheitert nicht".
    Familienministerin Schmidt will Bundesrat aushebeln,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.

     
 
  • ORZESSEK, Arno (2004): Für alle reicht es nicht.
    Der Staat wird's schon richten? Und warum fehlt das Grundvertrauen in die Wirtschaft? Eine Tagung auf Schloss Neuhardenberg suchte nach Antworten,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.

    • Die Tagungselite hat sich im Geiste Preußens dem Thema Wirtschaft und Vertrauen gewidmet. Mit dabei die übliche Funktionselite der Berliner Republik: Bernd GUGGENBERGER, Bernhard SCHLINK und Mathias GREFFRATH.
     
 
     
 
  • Malin Schwerdtfeger - Delphi

    • HALTER, Martin (2004): Die talentierte Mrs. Ripley.
      Malin Schwerdtfegers Familienroman der Generation Nutella,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 26.10.

     
 
  • BUTTLAR, Horst von (2004): Tee mit Onkel Hartz.
    Viel wird in Deutschland über Reformen geredet. Die Wirklichkeit der jungen Generation hat diese Debatten längst hinter sicher gelassen. Bestandsaufnahme eines 29-Jährigen,
    in: Financial Times Deutschland v. 26.10.

     
 
  • MATZIG, Gerhard (2004): Ohne Kindheit, ohne Alter.
    Das dauererwachsene Leben zwischen Lego und Rheumadecka,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 26.10.

     
 
  • PROFIL-Titelgeschichte: Die armen Väter.
    Trennung/Scheidung: Geld weg, Kinder weg! Wie die Männer leiden und wie sie sich wehren

    • PROFIL (2004): Papa  muss draußen bleiben.
      Immer mehr Väter kämpfen um ihre Kinder
      in: Profil Nr.44  v. 25.10.

    • PROFIL (2004): "Ein Prozess komplizierter Kränkungen".
      Interview mit Gerhard Amendt,
      in: Profil Nr.44  v. 25.10.

    • HAGER, Angelika (2004): Friendly Fire: Wenn Mütter ihre Kinder als Waffen einsetzen.
      Über Schlachten, in denen es nur Verlierer gibt,
      in: Profil Nr.44  v. 25.10.

     
 

GENAZINO, Wilhelm (2004): Der Untrost und die Untröstlichkeit der Literatur.
Laßt die Finger weg von unserer Langeweile! Dankesrede zur Verleihung des Büchner-Preises.
in: Süddeutsche Zeitung  v. 25.10.

     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
  • Dietmar Dath - Phonon

    • VÖLZKE, Daniel (2004): Pop ist ein Stahlbad.
      Dietmar Dath geht nicht in den Untergrund,
      in: Tagesspiegel v. 24.10.

     
 
  • GEER, Nadja (2004): Neokonservative, seid ihr alle da?
    Stochern im Gesinnungsnebel: "Theater heute" und "Texte zur Kunst" entdecken in der Pop-Kultur ein neues deutsches Phänomen,
    in: Tagesspiegel v. 24.10.

     
 
  • Joachim Lottmann - Die Jugend von heute

    • LINDEMANN, Thomas (2004): Ein Nachtclub, der Deutschland heißt.
      Auf der Suche nach der Jugend: Ein Abend mit Joachim Lottmann, dem Patenonkel und großen Außenseiter der deutschen Popliteratur,
      in: Welt am Sonntag v. 24.10.

     
 
  • Anne Zielke - Arraia

    • BESSING, Joachim (2004): Die unerhörte Fähigkeit, lange Sätze zu bilden.
      Dialoge wie bei Peter Alexander: Anne Zielkes gefeiertes Debüt,
      in: Welt am Sonntag v. 24.10.

     
 
  • Gunnar Heinsohn - Söhne und Weltmacht

    • HEINSOHN, Gunnar (2004): Wütende junge Männer.
      Gunnar Heinsohn erkennt hinter der Gewalt im Irak das Phänomen des "youth bulge": Zu viele Söhne ohne Perspektive, die sich gegenseitig töten,
      in: Welt am Sonntag v. 24.10.

     
 
Die TAZ druckt einen Essay aus dem neu erschienenen  Band Der gedehnte Blick nach.
  • BARTELS, Gerrit (2004): Das Glück des Sisyphos.
    Vom beobachtenden Subjekt zum Objekt der Beobachtung: Eine Begegnung mit dem Schriftsteller Wilhelm Genazino, dem heute Abend in Darmstadt der Georg-Büchner-Preis 2004 verliehen wird
    in: TAZ v. 23.10.

  • KÖHLER, Andrea (2004): Die Scham, das Warten, die Komik, der Schmerz.
    Ein Besuch bei dem diesjährigen Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.10.

  • RÜDENAUER, Ulrich (2004): "Ich will keinen Rennwagen".
    Wilhelm Genazino, der heute den Büchner-Preis erhält, über seine Scheu vor den Medien,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.

     
 
  • Das Online-Dating in der Debatte

    • PÖRZGEN, Gemma (2004): Ganz orthodox: Partnersuche im Netz.
      Die Internet-Seite Dosidate vermittelt bessere Hälften für religiöse Juden. Ein "Liebeslabor" aus Israel,
      in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.

     
 
     
 
  • WINKLER, Willi (2004): Ärmer war er nie, der Mittelstand.
    Opel, Karstadt, Spar - und die Frage, was aus der nivellierten Gesellschaft geworden ist,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 23.10.

     
 
     
 
     
 
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • ZITZMANN, Marc (2004): Feldarbeit am eigenen Selbst.
      Kulturszene Frankreich (11): Marc Augé oder Der Anthropologe als Zeitkritiker,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.10.

     
 
JOURNAL FRANKFURT-Titelgeschichte: Nie mehr Single.
Aktion: Wir bringen Sie in die Partnerschaft
  • TOMIC, Boris (2004): Aus Eins mach Zwei.
    Zweisamkeit ist in - gar nicht einfach in einer Stadt, in der über die Hälfte aller Haushalte Singlehaushalte sind,
    in: Journal Frankfurt Nr.22  v. 22.10.

Die Frankfurter Single-Statistik zur Titelgeschichte ist ein Ärgernis! Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass von der Zahl der Einpersonenhaushalte nicht auf die Anzahl der Partnerlosen geschlossen werden kann. Dennoch tut das TOMIC umstandslos.

Noch schlimmer: nicht einmal nach dem Alter wird differenziert, d.h. der Student, der Yuppie und die allein lebende Witwe werden in einen großen Topf geworfen. Folge: 47,2 % Männer stehen sehen sich 52,8 % Frauen gegenüber. Verschwiegen wird jedoch, dass das Alter weiblich ist, während das Singledasein im mittleren Lebensalter männerdominiert ist.

Gerade in Großstädten wie Frankfurt leben in Single-Haushalten von Berufstätigen vorwiegend Menschen, die mit einem Partner eine Fernbeziehung oder Wochenendbeziehung führen. Kein Wort davon bei TOMIC. Dies passt nämlich alles nicht so recht ins Klischee vom einsamen Partnerlosen, das seit einiger Zeit bevölkerungspolitisch korrekt die Runde macht. Bei TOMIC wird die Single-Statistik zu Unrecht als Einsamkeitsstatistik diffamiert.

Der neue Familienfundamentalismus geht inzwischen so weit, dass mittlerweile das aktive Mobbing von Singles medientauglich wird:

"Den Vogel in Sachen »Druck von außen« (...) schoss vor geraumer Zeit mein alter Freund Klaus ab. Weil ihn die mehr oder weniger direkten Fragen seiner aufdringlichen Nachbarin nach seinem Liebesleben (»Finden Sie denn keine Frau?« »Wollen Sie eigentlich keine Familie?«) nervten, erstellte er nach mühseliger Recherche einen Zeitplan zum Verlassen und Wiederbetreten des Hauses, nach dem er erwähnter Nachbarin unter keinen Umständen begegnen würde. Doch Pech gehabt! Das Fass zum überlaufen brachte dann eine Bemerkung der Dame, die nach mehreren Wochen der Ruhe offensichtlich sein System durchschaut hatte, ihn im Hausflur abpasste und mit der Frage konfrontierte: »Sie sind doch schwul, oder warum klappt das mit den Frauen bei Ihnen immer noch nicht?« Das war zu viel. Klaus zog aus."

Partnerlose werden damit zum Freiwild selbsternannter Kuppler. TOMIC propagiert das Speed-Dating, d.h. das Beenden der Partnerlosigkeit, als Lösung für gemobbte Singles. Wie kommt es, dass Stadtmagazine mittlerweile zu singlefeindlichen Publikationen mutieren?

Ein Grund liegt darin, dass Stadtmagazine vom Geschäft mit der Einsamkeit profitieren möchten. Das JOURNAL FRANKFURT veranstaltet z.B. eine "Fisch sucht Fahrrad"-Party.
      
  Ignoriert werden alle Bedürfnisse von Single-Haushalten, die sich nicht in das Klischee vom unfreiwilligen Partnerlosen einordnen lassen.

Die Single-Industrie und die Bedeutung der Single-Kultur in der paar- und familienorientierten Gesellschaft
Stefan HRADIL ignoriert die Fragestellung vollständig und spricht dagegen über den Wertewandel, der seit Mitte der 1960er Jahre zur Durchsetzung des Single-Lebensstils führte. Seit den 1990ern bläst den Singles jedoch immer stärker der Wind des Sozialpopulismus entgegen. Unerwähnt bleibt bei HRADIL jedoch, dass die geburtenstarken Trägerschichten des Single-Lebensstils mittlerweile das Familiengründungsalter erreicht haben und nunmehr nur noch geburtenschwache Jahrgänge für einen geringeren Nachschub an Singles sorgen.
  • TOMIC, Boris (2004): Auf der Suche nach Liebe.
    Tag für Tag und Nach für Nacht begeben sie sich in die Schluchten der Großstadt, um endlich den passenden Gegenpart zu finden - die Singles. Oft genug ohne Erfolg. Aber der Mensch braucht Ersatzbefriedigungen. Wir haben fünf der 187 800 Singles in FFM nach ihren gefragt,
    in: Journal Frankfurt Nr.22  v. 22.10.

Wenig repräsentativ für Einpersonenhaushalte, aber passend zur werbewirksamen Zielgruppe des Blattes wird die 20-jährige Arijana, der 19-jährige Zivi Pete, der 24-jährige Eventveranstalter Michael, der 34-jährige Produktionsleiter Eran und die 19-jährige Azubi Lynn vorgestellt. Ihre Ersatzbefriedigungen sind Streicheln von Tieren (Frau), Filme anschauen (Mann), Autofahren- und putzen (Mann), Essen (Mann) und Musikhören (Frau).
     
 
     
 
  • RATH, Christian (2004): Standesamt statt Schützengraben.
    Jeder Wehrpflichtige kann jetzt die Einberufung umgehen - indem er heiratet. Das gilt selbst dann, wenn er sein Land verteidigen müsste. Lobbyorganisation der Kriegsdienstverweigerer: So eine Wehrpflicht "ist nur noch eine Farce",
    in: TAZ v. 21.10.

     
 
     
 
     
 
  • ESCH, Christian (2004): Wir wollen alles.
    Aber die Rüsselsheimer Opelproleten wollten nicht - ein Stück bundesdeutsche Kulturgeschichte,
    in: Berliner Zeitung v. 21.10.

ESCH rollt nochmals die Geschichte der Rüsselsheimer Betriebsprojektgruppe auf, aus der Joschka FISCHERs "Revolutionärer Kampf" entstanden ist und die im Rüsselsheimer Opel-Werk vergeblich agitierte:

"Der Erfolg der Agitation war kümmerlich. Im Herbst 1971 stürmten italienische und spanische Arbeiter das Podium einer Betriebsversammlung unter der RK-Parole »Eine Mark für alle«, immerhin. Im Frühjahr 1973, endlich, kam der langersehnte Streik - aber nicht in Rüsselsheim, sondern im Opelwerk Bochum, ausgerechnet, wo doch dort die rivalisierenden K-Gruppen agitierten! Nach diesem Misserfolg war der Weg des »Revolutionären Kampfes« vorgezeichnet: weg vom Opel und vom Proletariat, hin zum Häuserkampf in eigener Sache - den Fischers »Putzgruppe« mit buchstäblich gewaltigem Erfolg führte.
      
  2004 wird beim Opel wieder gestreikt, wieder in Bochum statt Rüsselsheim".

Christian Schmidt - Wir sind die Wahnsinnigen... 
Jutta HOFFRITZ stellt uns einen K-Gruppen-Mann vor, der bei Opel Bochum für eine erfolgreiche Streiktaktik steht: "Peter Jaszczyk, der ehemalige Betriebsratschef, ist dieser Tage allgegenwärtig (...), schließlich war er über 40 Jahre lang Opelaner.
Früher streikten sie immer freitags – und zermürbten so die Manager
Der Mann mit der Hornbrille steht für die Ära, als die Arbeiter noch mächtig waren. Nicht dass die Belegschaft untereinander damals wenig gestritten hätte. Im Gegenteil. Keiner kennt die Flügelkämpfe der Linken besser als Jaszczyk, der die KPD 1986 bekehrt verließ, um 1995 für ein paar Jahre der SPD beizutreten (»mein zweiter großer Fehler«)."
     
 
     
 
  • BALTES, Paul B. & Ulman LINDENBERGER (2004): Geist im Alter.
    Bei der Geburt ist man am wenigsten das, was man werden kann: Der individuelle Lebenslauf entsteht beim Menschen als Ko-Konstruktion der Einflüsse aus Kultur und Biologie,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.10.

     
 
  • KLIMM, Leo & Ines ZÖTTL (2004): Mehr Freiheit!
    Deutschland bewegt sich. Nur, wohin? Vier junge Deutsche - ein Unternehmer, eine Gewerkschafterin, ein Politiker und eine Schriftstellerin - diskutieren über die Zukunft des Landes, über ihre Erwartungen an den Staat und darüber was sie sich am meisten wünschen,
    in: Financial Times Deutschland v. 21.10.

       
   

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Zu den News vom  16. - 20. Oktober  2004

 
 
   
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