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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 18. - 31. Oktober 2006

 
 
     
 
 

Zitat des Monats:

"Seien Sie vorsichtig bei einem Partner, der niemals wirklich allein gewohnt hat. Wenn ein Mann von der Vollversorgung im Hotel Mama direkt in die Bequemlichkeitszone bei seiner künftigen Frau zieht, dann ist das eine schwere Hypothek für eine Partnerschaft. Auch das klassische Modell einer schutzbedürftigen hilflosen Frau, die sich nach den starken Schultern eines Mannes sehnt, ist keine gute Basis für eine dauerhafte Beziehung."
(aus: Marion & Werner Tiki Küstenmacher "Simplify your love" (2006, S.43)

   
   
 
zitty-Titelgeschichte:
Wie wir heimlich Hauptstadt wurden...
Die wohnen jetzt alle hier
  • BUNZ, Mercedes (2006): Unaufhaltsam ist Berlin das kulturelle Zentrum unseres Landes geworden.
    Alle wohnen hier. Ganz einfach. Oder? Wie wir heimlich Hauptstadt wurden, ohne es zu merken,
    in: zitty Nr.22 v. 26.10.
 
  • HETTLAGE, Bernd (2006): Die Wüste lebt.
    "Creative Industries" sind ein Wirtschaftszweig - wenn Politiker, Beamte und Investoren ihnen eine Chance geben. Und das tun sie nicht immer,
    in: zitty Nr.22 v. 26.10.
  • BUNZ, Mercedes (2006): Jenseits der Festanstellung.
    Holm Friebe und Sascha Lobo proklamieren die digitale Bohème,
    in: zitty Nr.22 v. 26.10.
 
  • WOLTERSDORF, Adrienne (2006): Einstein junior.
    Die gehobene Mittelschicht in den USA hat ihre Kinder als Kapitalanlage entdeckt. Eltern investieren in die Frühförderung und hoffen auf eine saftige Rendite: Wer mit drei lesen kann, wird bestimmt später mal Harvard-Professor oder Topmanager,
    in: TAZ v. 26.10.
 
  • BRUHN, Eiken (2006): Pflegschaftseltern.
    Fremde Kinder (1): Mama, Mimi, Sina und Emmi. Bei ihren leiblichen Eltern hatten Emmi und Sina einen schweren Start ins Leben. Sie waren fast noch Babys, als sie zu Verena Klein und Andrea Vedder kamen, heute sind sie vier und sechs Jahre alt. Adoptieren dürfen ihre Pflegemütter die beiden nicht - das ist Schwulen und Lesben verwehrt,
    in: TAZ v. 26.10.
 
  • BUNZ, Mercedes (2006): Warum wir gehen.
    Meine Generation wandert aus, weil ihr die Perspektiven fehlen,
    in: Tagesspiegel v. 26.10.
    • Anmerkung:
      Zuerst erfand Mercedes BUNZ den Begriff "urbane Penner" und erklärte den Lesern der zitty, warum ihre Armut sie ankotzt. Kurz darauf war sie die neue Chefredakteurin des Berliner Stadtmagazins zitty.

                
       Jetzt erklärt sie uns, warum ihre Generation auswandert (dabei weiß niemand so genau, ob die Zahlen, die politisch korrekt als Auswanderung interpretiert werden, nicht eher darauf hindeuten, dass ein zeitlich begrenzter Aufenthalt im Ausland heutzutage zur normalen Lebensphase unserer neuen Elite gehört). Mercedes BUNZ dagegen wird bleiben...
 
  • SEZGIN, Hilal (2006): Die F-Klässlerinnen,
    in: TAZ v. 25.10.
    • Anmerkung:
      SEZGIN widmet sich dem Buch "Die neue F-Klasse" von Thea DORN. Single-generation.de hat dazu eine Rezension verfasst, in der u.a. gefragt wird, ob mit Thea DORN erstmals in der Geschichte der Generationenkämpfe eine weibliche heroische Generation ihren Führungsanspruch anmeldet.
 
  • FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2006): Runterschalten.
    Das nächste große Ding,
    in: Berliner Zeitung v. 25.10.
    • Inhalt:
      FRIEBE & PASSIG widmen sich in ihrer heutigen Kolumne dem Downshifting. Als deutsche Galionsfigur erscheint ihnen Werner Tiki KÜSTENMACHER, der gerade zusammen mit seiner Ehefrau den Ratgeber
      "Simplify your love" auf den Markt gebracht hat.
 

JUNGLE WORLD-Titelgeschichte: Unterschicht? Soll'se doch Kuchen essen.
Armut in Deutschland

  • KLOPOTEK, Felix (2006): Abwärts und schon vergessen.
    Die Unterschicht wächst mit der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes,
    in: Jungle World Nr.43  v. 25.10.
  • FRANK, Stefan (2006): Selbst dran schuld.
    Nicht etwa die SPD, die dazu beigetragen hat, dass es den Armen noch schlechter geht, wird für die Verelendung verantwortlich gemacht, sondern die Armen selbst. Dabei muss man nicht einmal arbeitslos sein, um arm zu sein,
    in: Jungle World Nr.43  v. 25.10.
  • YÜCEL, Deniz (2006): Es ist vollbracht!
    Die Klasse und ihre Partei,
    in: Jungle World Nr.43  v. 25.10.
  • SEEßLEN, Georg (2006): Präventiv verblendet.
    Woher kommt die plötzliche Erregung über die so genannte Unterschicht? Und was bleibt von dem Begriff übrig, wenn er einmal durch die Diskursmaschine gedreht wurde?
    in: Jungle World Nr.43  v. 25.10.
 
SPIEGEL SPECIAL: Jung im Kopf.
Die Chancen der alternden Gesellschaft
  • PÖTZL, Norbert F. (2006): Handeln statt Jammern.
    Der demografische Wandel wurde bislang meist als unabwendbare Katastrophe beschrieben: zu wenig Kinder, zu viele Alte - das Ende des Wirtschaftswachstums, der Kollaps der Sozialsysteme. Nun erkennen viele Experten in der Bevölkerungsentwicklung zunehmend auch Chancen,
    in: Spiegel Special v. 24.10.
 
 
 
 
 
  • KÖHLER, Andrea (2006): Das Gedächtnis der Gefühle.
    Jenseits des Methusalem-Komplotts - Silvia Bovenschen über das Älterwerden,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.10.
 
  • BISKY, Jens (2006): Laptops und Cargopants.
    Die Festanstellung hat als Lebensziel ausgedient. Handy und Notebook ermöglichen nicht nur räumliche Flexibilität. Jetzt beschreibt ein Buch die Freiberufler-Romantik der digitalen Bohème,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.10.
    • Inhalt:
      "
      Als Bericht über die Bloggerszene und die Welt der Computerspiele ist das Buch hoch willkommen. Es enthält glänzende Beobachtungen", meint Jens BISKY über das Buch "Wir nennen es Arbeit" von Holm Friebe & Sascha Lobo.
 
  • REMKE, Susann (2006): Die Alpha-Paarung.
    Karrierefrauen kommen doch unter die Haube, so neue US-Studien - aber bald schwindet ihr Heiratsmaterial,
    in: Focus Nr.43 v. 23.10.
    • Inhalt:
      Anlässlich der Buchveröffentlichung "Why Smart Men Marry Smart Women" von Christine WHELAN, das Karrierefrauen Hoffnung auf einen Karrieremann macht, findet REMKE Gegenargumente.
 
  • RÖGENER, Wiebke (2006): Die Mythen von der Kinderlosigkeit.
    Viele Aussagen über den fehlenden Nachwuchs in Deutschland sind falsch,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 21.10.
    • Exklusiv-Story von single-dasein.de:
      RÖGENER zeigt, wie man einerseits Mythen dementiert und andererseits neue Mythen von der Kinderlosigkeit schafft!

                
       Zu Beginn des Artikels auf der Wissensseite dramatisiert RÖGENER den Geburtenrückgang auf unseriöse Weise, wenn sie schreibt:
                
       "Auf tausend Deutsche kamen nur noch 8,5 Geburten, etwa halb so viele wie vor 40 Jahren und weniger als in jeedem anderen EU-Land."
                
       RÖGENER präsentiert hier nicht die Geburtenrate, sondern die rohe Geburtenziffer. Seriöse Journalisten und Wissenschaftler weisen darauf hin, dass in diese Ziffer die Altersstruktur des jeweiligen Landes eingeht. Kein seriöser Forscher zieht deshalb diese Zahl zum internationalen Vergleich des Geburtenrückgangs heran.
                
       Das hält aber nicht einmal das Nachrichtenmagazin Spiegel davon ab, solche absurden Vergleiche anzustellen.
                
       Im letzten Drittel schreibt dann RÖGENER:
                
       "Zwar sinkt die Geburtenzahl bezogen auf die Gesamtbevölkerung, doch hat das vor allem mathematische Gründe. Die steigende Lebenserwartung verringert den Anteil der Frauen im gebärfähigen Alter".
                
       Der Laie wird zwischen diesem Satz und der Dramatisierung zu Beginn keinen Zusammenhang herstellen, obwohl dieser auf der Hand liegt, denn in die rohe Geburtenziffer fließt u.a. die steigende Lebenserwartung als Bestandteil der Altersstruktur hinein.
                
       Nach der Dramatisierung folgt die Beschwichtigung, wobei suggeriert wird, das Geschriebene sei brandaktuell:
                
       "So widerlegt eine soeben vom Max-Planck Institut (MPI) für Demographische Forschung in Rostock vorgestellte Untersuchung das Gerücht, die ehemals gebärfreudigen Frauen in Ostdeutschland bekämen seit der Wende viel weniger Nachwuchs als die Frauen im Westteil der Republik."
                
       Ein Blick auf die Publikationsliste der Soziologin Michaela KREYENFELD vom MPI zeigt, dass die Soziologin zu diesem Thema bereits seit der Jahrtausendwende forscht und dieser Tatbestand bereits seit etlichen Jahren bekannt ist. Bereits im Jahr 2004 war das in der Zeitschrift Berliner Debatte Initial nachzulesen.
                
       Ganz obskur wird es, wenn es um die Mythen von der Kinderlosigkeit ost- und westdeutscher Frauen des Jahrgangs 1965 geht:
                
       "Bei genauerer Analyse ist Kinderlosigkeit im Osten sogar viel seltener als im Westen: Von den Frauen des Jahrgangs 1965 blieben dort 14 Prozent ohne Nachwuchs, im Westen fast doppelt so viele."
                
       RÖGENER bezieht sich dabei auf den Artikel "Zwei deutsche Ansichten über Kinder und Karriere. Lebensentwürfe junger Erwachsener in Ost und West" von Holger von der LIPPE & Laura BERNARDI (Der Artikel entstammt dem Informationsblatt  Nr. 3/2006 der "Demografischen Forschung Aus Erster Hand", das hier  als PDF-Datei downloadbar ist. ) Darin ist eine Tabelle abgebildet, in der der Anteil dauerhaft kinderloser Frauen (Jahrgang 1965) mit 27 % (Westen) und 14 % (Osten) angegeben ist. Wann diese Zahlen ermittelt wurden, das wird nicht angegeben, stattdessen werden 3 Quellen aufgelistet, ohne dass ersichtlich ist, welche der 3 Quellen über welche Zahl Auskünft gibt. Transparenz wird also auch hier klein geschrieben!
                
       In einer Präsentation zu einem Workshop über Kinderlosigkeit in Deutschland von Michaela KREYENFELD  findet sich ein Schaubild zum Anteil der 38jährigen westdeutschen Frauen. Der Anteil Kinderloser des Jahrgangs 1965 wird dort mit 27 % beziffert. Als Quelle werden die Mikrozensen 1996 - 2003 angegeben, sowie eine Publikation von KREYENFELD aus dem Jahr 2002.
                
       Aus der verlogenen Debatte um die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen wissen wir jedoch, dass Aussagen zur endgültigen Kinderlosigkeit durch die enorme Zunahme der Spätgebärenden nicht vor dem 44. Lebensjahr gemacht werden können. Der Anteil von 27 % lebenslanger Kinderloser des westdeutschen Jahrgangs 1965 ist immer noch zu hoch geschätzt.
                
       Single-generation.de hat im April 2006 einen Beitrag zum Thema veröffentlicht. Ein Schaubild zeigt die Geburtenentwicklung des Jahrgangs 1965 bis zum Jahr 2003.
                
       Bereits im März 2001 hat der Bevölkerungswissenschaftler DORBRITZ den Anteil der Kinderlosen des westdeutschen Jahrgangs 1965 von ca. 33 % auf 27,5 % korrigiert
                
       Dies war zu jener Zeit, da das Bundesverfassungsgericht sein Fehlurteil zur Pflegeversicherung aufgrund eines Gutachtens von Herwig BIRG mit zu hoch angesetzten Zahlen zur Kinderlosigkeit, begründet hatte.
                
       Da in den genannten Untersuchungen nur Kinder erfasst werden, die im Haushalt leben, wird der Anteil lebenslang Kinderloser weiterhin unterschätzt. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass der Anteil lebenslang Kinderloser eher bei 20 % liegt. Darauf deuten auch die neueren Untersuchungen des Soziologen Christian SCHMITT hin, die bei RÖGENER unerwähnt bleiben.
                
       Zum Schluss geht RÖGENER noch darauf ein, dass die Geburtenrate mit 1,4 Kinder pro Frau zu niedrig ausgewiesen wird. Dies ist ebenfalls bereits im Jahr 2001 bekannt gewesen, wie nun auch im Buch "Die Single-Lüge" nachzulesen ist.
                
       Mit Verweis auf Thomas SOBOTKA vom Wiener Institut für Demographie schreibt RÖGENER:
                
       "Da Frauen immer später Kinder bekommen, sinkt die jährlich erhobene Geburtenziffer zunächst. Wird die Statistik aber um diesen Tempo-Effekt korrigiert, ergäben sich für kein europäisches Land weniger als 1,5 Kinder pro Frau, so Sobotka. Richtig ist allerdings, dass dieser Wert über 2 liegen müsste damit die Gesamtbevölkerung wächst."
                
       Für Deutschland gehen KREYENFELD & KONIETZKA davon aus, dass die Zahl bei 1,6 Kinder pro Frau liegt. Dass dieser Wert aber bei über 2 liegen muss, damit die Gesamtbevölkerung in Deutschland wächst, ist natürlich eine Lüge.
                
       Die Bevölkerungsentwicklung hängt nicht allein von der Geburtenrate ab, sondern auch von den Wanderungsbewegungen. Die USA z.B. hat nur Zuwächse aufgrund der hohen Zuwanderung. Vor allem die Hispanics tragen wesentlich zum Bevölkerungswachstum bei.
                
       RÖGENER weist darauf hin, dass in diesem Herbst eine Befragung von 15.000 Frauen genaue Daten zur Kinderlosigkeit von Akademikerinnen liefern soll. Man muss jedoch fragen, warum das nicht früher geschehen ist.
                
       Single-dasein.de hat dokumentiert, dass das Datenproblem bereits zur Jahrtausendwende bekannt war. Im Buch "Die Single-Lüge" lässt sich dies jetzt auch im Kapitel "Eine Chronologie der Einwände" nachlesen. Politik, Medien und Wissenschaft haben verhindert, dass dies öffentlich diskutiert wurde.
                
       Die 10. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung hat die Geburtenrate von 1,4 Kinder pro Frau bis ins Jahr 2050 fortgeschrieben. Single-dasein.de hat bereits damals im Jahr 2003 darauf hingewiesen, dass dies ein vollkommen unrealistisches Szenario ist und nur durch die anstehenden sozialpolitischen Reformen erklärbar war.
                
       Im November wird die 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung veröffentlicht. Diesmal wird es bei der Geburtenrate zwei weitere Varianten geben. Nicht nur 1,4, sondern auch 1,2 und 1,6. Warum nicht 1,8 muss gefragt werden!   
 
  • SZ-Thema: Die neue Unterschicht.
    Soziologen untersuchen das Phänomen des sozialen Abstiegs - ein Architekt hat ihn erlebt

    • DROBINSKI, Matthias (2006): Millionär wird Tellerwäscher.
      Die Geschichte eines Karrieristen, dessen Leben sicher schien,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.10.
    • MAKOWSKY, Arno (2006): Armut als Sprengsatz.
      Infratest-Chef Richard Hilmer über die Gefahren des sozialen Abstiegs und die neue Klassengesellschaft
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.10.
 
  • HOFMANN, Alexander (2006): Babyboom mit Babybonus.
    In Australien ist die Geburtenrate auch dank staatlicher Anreize und florierender Wirtschaft gestiegen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.10.
    • Anmerkung:
      HOFMANN bläht den Anstieg der Geburtenrate in Australien von 1,73 auf 1,81 zum Babyboom auf.

                
       Dabei lag die Geburtenrate Anfang der 90er Jahre bei ca. 1,9, wenn man dem Schaubild glaubt, obgleich im Artikel behauptet wird, dass die Geburtenrate zuletzt vor mehr als 20 Jahren so hoch gewesen sei.
                
       Ob es sich bei dem Anstieg um einen Babyboom (Anstieg der Geburtenzahl pro Frau) handelt, oder lediglich um Tempoeffekte (Rückgang des durchschnittlichen Gebäralters), bleibt offen weil der Blick auf die zusammengesetzte Geburtenziffer für eine solche Aussage nicht ausreichend ist.
                
       HOFMANN möchte offensichtlich nur die Aufmerksamkeit auf die Wirksamkeit politischer Anreize lenken. Der Politiker-Slogan "Eins für Mama, eins für Daddy und eines für das Land" war der faz online jedenfalls eine Headline wert.
                
       Ob aber lediglich die gute Wirtschaftskonjunktur oder der Babybonus für den Anstieg verantwortlich ist, bleibt offen. Selbst wenn der Babybonus verantwortlich wäre, könnte es sich dabei um einen reinen Mitnahmeeffekt handeln, d.h. die Geburten werden lediglich weniger lang aufgeschoben ohne dass die Fruchtbarkeit ansteigt. Das wäre dann nichts als ein Strohfeuer gewesen...   
 
  • BETANCUR, Karin Ceballos (2006): Haushaltsfragen.
    Sie wärmt. Sie nervt. Sie ist billig, praktisch, anstrengend. Und es gibt sie noch, die Wohngemeinschaft. Ein alphabetischer Kodex,
    in: Tagesspiegel v. 21.10.
    • Inhalt:
      "
      Während Wohngemeinschaften früher den »dritten Weg zwischen Ehe und Alleinsein« (»Psychologie Heute«) darstellten, fließen im 21. Jahrhundert die Grenzen zwischen WG, Patchworkfamilie und Zweckgemeinschaft im Mehrfamilienhaus, wo Senioren Domizil und Pfleger teilen, um nicht im Heim zu landen", meint BETANCUR, die sich von A-Z den WGs widmet.
                
       Dumm gelaufen jedoch, wenn man falsch abschreibt:
                
       "1986 erläuterte der Spiegel den Begriff, um den es gehen soll, folgendermaßen: »Unter einer Wohngemeinschaft versteht man einen gemeinsamen Haushalt von mindestens drei Erwachsenen mit oder ohne Kinder, die in der Regel nicht miteinander verwandt sind.«"
                
       Im Glossar zum Single-Dasein heißt es dagegen:
                
       "Unter einer Wohngemeinschaft versteht man einen gemeinsamen Haushalt von mindestens drei Erwachsenen mit oder ohne Kinder, die in der Regel nicht miteinander verwandt sind (SPIEGEL 1986 (1))."
                
       Der Spiegel heißt Erika SPIEGEL, Frau BETANCUR!
 
  • HILGENBERG, Ulrike (2006): 30 Männer und kein bisschen Liebe.
    Online-Partnervermittlungen versprechen, dass bei ihnen jeder den passenden Partner findet. Statistisch gesehen bedeutet das aber Schwerstarbeit: Ein liebeshungriger Single muss sich mit mindestens 100 Kandidaten treffen, bis es endlich funkt,
    in: Welt v. 21.10.
 
 
  • RIECHELMANN, Cord (2006): Haben und halten.
    Wo das Ich am Steuer sitzt: Mit markigen Statements zur mangelnden Willensstärke reagiert die deutsche Elite auf die Misere der in Armut lebenden Teile der Bevölkerung. Dabei verkennt ein solcher bedingungsloser Erfolgsgeist, dass auch Egoismus nur trägt, weil er gesellschaftlich eingebunden ist,
    in: TAZ v. 21.10.
    • Inhalt:
      RIECHELMANN beschäftigt sich mit Gabor STEINGART und Ulf POSCHARDT.
   

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Zu den News vom   18. -  20. Oktober 2006

 
 
   
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