| |
|
[
News-Hauptseite
] [ Glossar ] [
Suche ] [ Homepage
] |
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom
27. - 31. August 2005
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
Zitat
des Monats:
"Was
heute an den demografischen Klagemauern bejammert wird -
Geburtenrückgang, Vergreisung, Migration -, sind nicht Irrläufer
und Ausläufer der Evolution. Eher kündigt sich darin eine neue
Entwicklungsstufe mit neuen Problemlösungen an. Gesellschaften
stellten ihre Nachwuchssicherung um: von vielen, riskanten und
kurzen auf wenige, sichere und längere Lebensläufe; von
Quantitäten auf Qualitäten; von biologischer auf soziokulturelle
Reproduktion; von Autarkie auf Arbeitsteilung. Diese neue
Arbeitsteilung zwischen produktiven und reproduktiven,
kinderarmen und kinderreichen Gesellschaften gilt womöglich nur
für eine Übergangsphase von 50 oder 100 Jahren. nach und nach
werden alle Kulturen sich umstellen: von einer breiten
Reproduktionsbasis mit hoher Sterblichkeit auf eine schmale
Basis lang lebender Individuen.
Dies
zu begreifen und zu akzeptieren, fällt uns schwer."
(Karl
Otto Hondrich im Cicero, August 2005)
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
HERZOG, Roman (2005): Die Rentner sind sich zu sicher.
Ein Grund der in Deutschland grassierenden Risikoscheu ist die
Überalterung der Gesellschaft,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.08.
|
|
| |
|
-
FRIEBE, Holm (2005): Nur Normalos und Neo-Popper.
Die "jungen Konservativen",
in: Jungle World Nr.35 v. 31.08.
- Inhalt:
Nach einem Ausflug in die
Achtziger Jahre mit ihren Poppern
(deren von
Holm FRIEBE beschriebenes
Outfit erst in den 90ern durch Christian
KRACHT popularisiert wurde), kommt FRIEBE auf die Storys
in
SZ-Magazin und
Stern/NEON zu sprechen, bevor er resümiert:
"Der
neue Konservatismus der jungen Generation ist (...) ein
pragmatischer, privatistischer und eskapistischer. Er hat nichts
gemein mit dem auf Konfrontation angelegten Programm, das etwa die
»konservative Revolution« in Weimar verfolgte und das sich kulturell
heruntergebrochen auch bei den originären Poppern noch fand. Während
jene mit arrogantem Elitarismus zu provozieren und polarisieren
verstanden, sind die »jungen Konservativen« harmoniesüchtig. Der
Neo-Popper wäre demnach gar keiner, sondern ein Normalo."
|
|
| |
|
-
HAARHOFF, Heike (2005): Der Traum von einer Familie.
Finnland: Kein Platz für Kinder und Karriere,
in: TAZ v. 30.08.
- Inhalt:
HAARHOFF zerstört in ihrer Reportage aus
Finnland die Vorstellung vom familienfreundlichen Skandinavien:
"»Pah«,
macht Anne Moilanen. In ihrem Freundinnenkreis, hoch qualifizierte
Frauen um die dreißig, hat fast keine einen festen Job, der es
ermöglichen würde, von den sozialen Leistungen zu profitieren: ohne
Festanstellung kein bezahlter Jahresurlaub, keine Beteiligung an
Unternehmensgewinnen, und vor allem: keine Garantie, dass sie - wenn
sie ein Baby bekommen - ihren Job am Ende des Mutterschutzes noch
haben, schon gar nicht nach Ablauf der Elternzeit, die auch in
Finnland bis zu drei Jahren genommen werden kann. Das ist es, was
Anne Moilanen wurmt. Sie sagt: »Hinter den befristeten Verträgen
steckt Methode.« Jüngeren Frauen werde praktisch keine andere Form
der Beschäftigung mehr angeboten. Die Arbeitgeber seien nicht
bereit, das finanzielle Risiko von Mutterschutz und Elternzeit
mitzutragen."
|
|
| |
|
-
GRÖSCHNER, Annett (2005): Die Kraft der Überflüssigen.
Political Studies (IX): Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ist
längst aufgegeben, der Kampf gegen die Arbeitslosen hat gerade erst
begonnen. Ein Versuch, die eigenen Hartz-IV-Träume zu verstehen,
in: TAZ v. 30.08.
- Inhalt:
"Es gibt längst Gegenden, wo Politik nicht mehr
hinreicht, da kommt im Wahlkampf auch keine Kanzlerkandidatin mit
orangefarbenem Angietross, kein auf seriös umgespritztes Guidomobil
und kein grüner Fischerchor vorbei, dort sind die Menschen selbst
als Konsumenten nicht mehr zu gebrauchen.
Sie sind die Überflüssigen, die Soziologen sprechen von »nicht mehr
verwertungsgeeigneten Personen in verfestigenden sozialen Randlagen«,
wo das öffentliche Geld im günstigsten Falle für den Rückbau reicht.
Wer etwas will, muss weggehen. Werden die verödeten Gebiete in
absehbarer Zeit unregierbar sein und somit für Experimente offen
stehen oder wird es vereinzelte Wehrdörfer geben, die von Windparks
flankiert werden und keine Parteien, sondern nur noch Gegner
kennen?" fragt GRÖSCHNER.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
GEYER, Christian (2005): Kinderglück auf!
Ist Paul Kirchhof ein Frontmann gegen die Moderne?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.08.
- Kommentar:
Für wie dämlich hält uns
Christian GEYER
eigentlich?
Niemand
bezeichnet KIRCHHOF als Reaktionär, nur weil er Kinder als erfüllend
betrachtet (Die
Propagierung des Kinderglücks ist -
nur nebenbei bemerkt - mittlerweile bevölkerungspolitische Doktrin).
Das
geht völlig am Problem vorbei. Das Reaktionäre an Herrn KIRCHHOF
ist, dass er allen, die nicht mit Kindern zusammen leben, ein
erfülltes Leben verweigern will.
KIRCHHOF
hat sich z.B. für ein Elternwahlrecht ausgesprochen. Als
kinderlos gelten hierbei z.B. auch Großeltern, Urgroßeltern usf.
Allen,
die nicht gerade mit kleinen Kindern im Haushalt leben - aus welchen
Gründen auch immer - wird abgesprochen, dass ihre Stimme so viel
zählt wie jene der Eltern. Als ob einzig das Leben mit Kindern
gesellschaftsfähig machen würde. Dies ist ein Weg zurück in die
Sklavenhaltergesellschaft.
Ganz
davon abgesehen, dass KIRCHHOF Kinderlosenhaushalte finanziell
schlechter stellen will als Haushaltsfamilien.
In einer Gesellschaft, in der die multilokale
Mehrgenerationenfamilie dominiert, ist ein solcher Ansatz geradezu
absurd.
Die
Vorstellungen KIRCHHOFs führen letztlich zu einer biologischen
Hierarchie: in der Oberklasse leben Eltern, die Unterklasse wird
dagegen von Kinderlosen gebildet.
Und
das soll nicht reaktionär sein?
|
|
| |
|
-
HILDEBRAND, Katrin (2005): Kalkül auf Eis.
Die neue Sat-1-Flirt-Show. "Frauenhelden: Machos in der Sackgasse",
in: Frankfurter Rundschau v. 29.08.
- Inhalt:
HILDEBRAND berichtet über eine neue
Flirt-Show:
"Nicht
Sehnsucht treibt die Menschen an, sondern Profanes. Die Herren
verfolgen ein materielles Ziel: Wenn sie ihren Flirtpartnerinnen
innerhalb von fünf Treffen die Worte »Ich liebe dich« entlocken,
dürfen sie nach Mauritius fliegen - selbstverständlich umsonst.
Diese Aussicht spornt die selbst erklärten Frauenhelden zu vielen
peinlichen Taten an.
Damit
das Quartett sein Ziel jedoch nie erreicht, haben auch die Frauen
einen Auftrag: Sie sollen jedes noch so ausgeklügelte Date in eine
Katastrophe verwandeln und die Männer wieder auf den Boden der
Tatsachen holen. Ihr seid keine Verführer, sondern Versager, lautet
ihre Botschaft. Denn die Damen sind in Wirklichkeit
Schauspielerinnen - behauptet zumindest der Sender."
|
|
| |
|
-
FR (2005): Mehr Zeit zum Leben, Lachen und Lieben.
"Es ist genug für alle da:
Massenarbeitslosigkeit überwinden - Arbeit solidarisch verteilen!"
in: Frankfurter Rundschau v. 29.08.
- Kommentar:
"Wir plädieren für Arbeitszeitverkürzungen mit sozial
gestaffeltem Einkommensausgleich. Für obere Einkommensgruppen,
Singles ohne Unterhaltsverpflichtungen oder Paare mit zwei vollen
Einkommen scheint der vorgeschlagene Tausch von Geld gegen freie
Zeit in der Regel auch ohne Lohnausgleich vertretbar. Denn in oberen
Einkommensgruppen ist ein gutes Leben mit mehr Zeitwohlstand auch
auf der Basis des Verdienstes von kürzeren Arbeitszeiten möglich.
Für weniger Verdienende und Menschen mit Unterhaltspflichten sind
aber finanzielle Ausgleiche zu schaffen", heißt es in einem Aufruf
einer Initiative.
Singles
werden hier mit Yuppies gleichgesetzt. Dass Singles zu den
Geringverdienern gehören können, das ist in diesem Pamphlet, das
u.a. von Jürgen BORCHERT und Alice SCHWARZER unterstützt wird, nicht
vorgesehen.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
SCHLAFFER, Hannelore (2005): Die Frau als
Dummerchen.
Erziehung zum Masochismus - Text und Bild in der Modezeitschrift,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 29.08.
|
|
| |
|
-
PATERNO, Wolfgang & Robert TREICHLER (2005): Schöner neuer
Weltuntergang.
Der Schriftsteller Michel Houellebecq sorgt mit jedem neuen Roman
zuverlässig für Aufregung, auch mit seinem jüngsten,
„Die Möglichkeit
einer Insel“. Warum verstört der Franzose Kritik und Leser so
nachhaltig?
in: Profil
Nr.35 v. 29.08.
|
|
| |
|
-
HAGER, Angelika & Sebastian HOFER (2005): Sexualforschung: Im Bett
mit der Republik - Orgasmus, Seitensprung, Ehe, HIV-Test, ...
Eine neue wissenschaftliche Studie legt Österreichs Sex- und
Liebesleben in allen Nuancen offen
in: Profil
Nr.35 v. 29.08.
- Inhalt:
Das Wiener Ludwig-Boltzmann-Institut für
Frauengesundheitsforschung hat die sexuelle Gesundheit der
Österreicher untersucht.
HAGER
& HOFER berichten, dass die "Realität
von Solistinnen meilenweit entfernt vom »Sex and the
City«-Hochglanzglamour (liegt): 40 Prozent der
Interview-Partnerinnen, die zum Zeitpunkt der Befragung (März, April
2005) angaben, über kein regelmäßiges Sexualleben zu verfügen,
hatten ihr letztes sexuelles Erlebnis vor fünf Jahren."
- Kommentar:
Auch in Österreich wird das Singleleben im Sex
and the City-Alter, also bei den thirtysomethings, nicht von
allein lebenden Frauen bestimmt, sondern von den Männern, weswegen
man diese Aussage nicht überbewerten sollte.
|
|
| |
|
-
DETTLING, Daniel (2005): Vertrauen wird knapp.
Die Bevölkerung misstraut den Eliten – das größte Hemmnis für
Reformen,
in: Tagesspiegel v. 29.08.
|
|
| |
|
-
DECKER, Kerstin (2005): Die gelbe Scholle.
Die Rekordhalter, Teil 5. Wo die Parteien bei der letzten
Bundestagswahl ihr bestes Ergebnis hatten. Heute: die FDP,
in: Tagesspiegel v. 29.08.
- Inhalt:
Kerstin DECKER hat das Geheimnis gelüftet: Die
FDP ist keine Partei der Yuppies, sondern der Landwirte, zumindest
dort, wo sie ihr bestes Ergebnis geholt hat:
"Rehbach
hat kaum zehn Häuser. In denen müssen die 34 Wahlberechtigten
wohnen, die der FDP 2002 mit 51,6 Prozent die absolute Mehrheit
gebracht haben.
(...)
Reinhold Kessel (...) ist (...) hier der Bürgermeister – zweimal
gewählt mit 100 Prozent – und er ist in der FDP. (...). Ist die FDP
eine Bauernpartei? Kessel nickt entschieden. Schon in seiner
Kindheit sei die FDP die Partei der Landwirte gewesen. Jedenfalls
hier in Rheinland-Pfalz."
|
|
| |
|
-
SCHMID, Thomas (2005): Fluchtpunkt Kirchhof,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.08.
- Kommentar:
Der Alt-68er
Thomas SCHMID, der in den 80er Jahren zum Ökolibertären
konvertierte, rüffelt seinen alten Sponti-Kumpel Joschka FISCHER und
verteidigt das reaktionäre Familienbild von
Paul KIRCHHOF:
Wo Sozialstaat war, soll Familie und Sicherheitsstaat werden.
|
|
| |
|
-
RICHTER, Peter (2005): Ewige Jugend.
Blühende Landschaften,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.08.
- Inhalt:
Peter RICHTER widmet sich der
Generation Zuversicht:
"Inzwischen
führen sie einem praktisch täglich und auf allen Kanälen vor die
erschrockenen Augen, daß diejenigen, von denen man sich später mal
die Rente bezahlen lassen muß, Leuten wie dem
JU-Vorsitzenden
Philipp Mißfelder an Zuversicht, Konservatismus und Käsigkeit in
nichts nachstehen."
RICHTER
fragt sich deshalb, ob die 68er nur eine Legende waren und ob sie
nicht das ihnen zugeschriebene Zerstörungswerk endlich begehen
sollten:
"Es
gab nie Jung-68er. Keiner kennt einen persönlich. Und wenn doch,
dann ist er eigentlich ganz okay und trägt die Haare viel kürzer als
man dachte.
Aber trotzdem haben die Alt-68er heute schon an mehr Dingen schuld,
die Deutschland kaputtmachen, als früher die Freimaurer und die
Juden zusammen. Vor allem haben sie schuld am Werteverfall. Ich
frage mich nur: Wenn die moralischen und weltanschaulichen Werte,
welche die Alt-68er eigentlich längst auf ihrem zernarbten Gewissen
haben müßten, heute offensichtlich virulenter sind denn jen. Müssen
die dann das Zerstörungswerk, für das sie jetzt schon verurteilt
werden, am Ende erst noch begehen?"
-
MÜNCHHAUSEN, Anna von (2005): Die Chancen der jungen Generation.
Auf die Perspektive kommt es an,
in: DeutschlandRadio v. 28.08.
- Kommentar:
Die stellvertrende FAS-Redakteurin widerspricht Peter
RICHTER und lobt im DeutschlandRadio die Generation Zuversicht,
wobei sie bei ihrer Beschreibung der Jugend von heute nur die
globalisierte Klasse der Neuen Mitte im Auge hat. Verlierertypen
bleiben dagegen außen vor...
|
|
| |
|
-
RÜTHER, Tobias (2005): Botaniker.
Das Musikmagazin "Spex" wird 25 Jahre alt,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.08.
|
|
| |
|
-
-
Kommentar:
Uff! Alle wichtigen Mitte-Tageszeitungen haben
nun ihren Senf zum neuen Roman dazu getan, obwohl der Roman erst
seit Mittwoch auf dem Markt ist.
Das
Ergebnis ist niederschmetternd: 08/15-Fließbandarbeit.
Konformistischer Brei, der gerne mit simplen Etiketten arbeitet.
Man
könnte leicht ein Ranking der meistzitierten Sätze erstellen, denn
die Zahl der zitierten Sätze ist für einen über 400 Seiten langen
Roman sehr überschaubar.
Man
kann sich das Lesen dieser Rezensionen mehr oder weniger sparen.
Die
einzige ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Roman hat bisher
Ingeborg HARMS in der Zeitschrift Literaturen geliefert.
Da
mag man auch Ausreden wie "Der Betrieb frisst
die Literatur" nicht gelten lassen.
Die
meisten Rezensenten haben das Niveau von HOUELLEBECQs Literatur
deutlich unterschritten, wenn man den Maßstab Qualitätszeitung
überhaupt noch ernst nehmen kann.
LAUX, Thomas (2005): Der verbesserte Affe und die leere Zukunft.
Michel Houellebecqs Klon-Roman "Die Möglichkeit einer Insel"
in: Neue Zürcher Zeitung v. 27.08.2005
- Kommentar:
LAUX stellt HOUELLEBECQs Ausführungen zu den "childfree
zones" in einen anderen Zusammenhang wie
SIMON, was Rückschlüsse auf die
unterschiedlichen Zielgruppen der Zeitungen zulässt:
"Warum
sich noch vermehren? Daniel 1 empfindet Ekel angesichts aller
Kreatürlichkeit - deutlich ein Houellebecqscher Topos - und
beklatscht die Einführung von «child-free zones» für alle, die
Babygeschrei, Gesabber und den Anblick schmutziger Windeln satt
haben. Stattdessen verschafft er sich via Internet den sexuellen
Kommunikationsersatz mit Frauen, die ihm all das zeigen, was er
sehen will. Willkommen also in der selbstreferenziellen Single-
Masturbationsgesellschaft. Gewiss: Über diese wird heute bereits
geklagt; aber hier erscheint alles doch noch einen perversen Kick
antisozialer und solipsistischer."
-
ZITZMANN, Marc (2005): Der Betrieb frisst die
Literatur.
So viel Houellebecq war noch nie - Reaktionen aus Frankreich,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 27.08.2005
- Inhalt:
ZITZMANN beschäftigt sich mit dem Wirbel um
HOUELLEBECQ.
In
Frankreich sind im Vorfeld der Romanveröffentlichung gleich 3 Bücher
und ein Sonderheft zu HOUELLEBECQ erschienen.
Eric
NAULLEAU ("Au secours, Houellebecq revient!"), Fernando ARRABAL
("Houellebecq") und Denis DEMONPION ("Houellebecq, enquête (non
autorisée) sur un phénomène") und das Sonderheft des Pariser
Wochenmagazins Le Inrockuptibles, von ZITZMANN als "Bibel der
Pariser Zeitgeistlichkeit" bezeichnet, werden erwähnt.
-
ENCKE, Julia (2005): Im Lolita-Universum.
Sehnsucht als Provokation: Michel Houellebecqs neuer Roman,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.08.
- Inhalt:
ENKE findet den leidenschaftlichen Romantiker
HOUELLEBECQ anrührend. Ihr Resümee:
"Daniel
(erkennt), zwei Frauen geliebt zu haben, von denen die eine nichts
für Lust, die andere nichts für Liebe übrig gehabt hatte, zwei
getrennte Wesen. Beides zusammen wäre Leben gewesen. Doch ist es
dafür zu spät."
|
|
| |
|
-
MIEGEL, Meinhard (2005): Ein Gespenst geht um in Europa.
Niedergang des Westens und asiatischer Aufstieg: Die Moral einer
globalisierten Gesellschaft,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.08.
- Kommentar:
"»Die
Möglichkeit einer Insel« ist ein Roman über die panische Angst
vor dem Altwerden", stellt Julia ENCKE in der
heutigen FAZ fest.
Meinhard
MIEGEL ist Symptom dieser panischen Angst, nur dass er diese Ängste
nicht auf das Individuum, sondern auf das Kollektiv projiziert.
Bereits
in seinem Pamphlet
Das Ende des Individualismus hat der Oswald SPENGLER der
Berliner Republik seine Untergangsphantasmen ausgewalzt.
MIEGEL
zeigt sich einmal mehr als typisches Kind seiner 68er-Generation,
die mit ihrem Altern nicht zurecht kommt.
Das
verdrängte Trauma der Kriegskindheit kehrt als Phantasma zukünftiger
Trümmerlandschaften wieder.
Kein
anderer als Jörg FAUSER hat das in seiner Erzählung Alles wird
gut
auf den Punkt gebracht.
Wir
sollten uns von diesen wehleidigen und selbstgerechten
Jammer-Eliten
endlich befreien! Benutze Deinen eigenen Verstand.
Im
neuen Buch
"Epochenwende" von Meinhard MIEGEL
zeigt uns die wölfische Elite, dass wir nur Bevölkerungsmaterial in
ihrem globalen Schachspiel sind...
|
|
| |
|
-
HARRISON, Robert P. (2005): Das Kind ist der Vater des Mannes.
Wir werden immer jünger: Aber die biologische Begünstigung der
Jugendlichkeit verlangt nach dem kulturellen Gegengewicht vn Alter und
Weisheit,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.08.
- Kommentar:
Die Rede vom Jugendwahn ist ein Symptom des
neuen Alterswahns.
HARRISON
ist Teil des
Methusalem-Komplotts, das
SCHIRRMACHER begründet hat.
Auffällig
ist, dass es sich hier um einen exklusiven Herrenclub handelt, der
diese Debatte inszeniert.
HARRISON
knüpft am
SEIDLschen schöne junge welt-Syndrom
an:
"Im
neunzehnten Jahrhundert schrieb Balzac den Roman »Die
Frau von dreißig Jahren«,
in dem er zeigen wollte, daß das Leben einer Frau, im Gegensatz zu
den herrschenden Konventionen, mit dreißig noch nicht vorbei war.
Heutzutage sieht eine dreißigjährige Inlineskaterin eher wie die
Tochter, nicht wie die Schwester von Balzacs dreißigjähriger Frau
aus, und wie alt sie auch werden mag, sie wird immer jugendlicher
wirken als ihre Vorfahren. Der »Altersunterschied« zwischen uns und
früheren Generationen hat weniger mit unserer besseren Ernährung und
einer freieren Lebensweise zu tun, eher mit einer massiven
biokulturellen Transformation, die im Begriff ist, die Menschen
insgesamt zu verjüngen - ein Ende ist nicht in Sicht."
|
|
| |
|
-
KLEIN, Stefan (2005): Himani in den Tempeln des Konsums.
Jung, kauffreudig, gut ausgebildet: Indiens Aufsteiger und die Ära
des Optimismus. Shopping Malls, Handys und Designprodukte: In den
Städten ist die erste Generation herangewachsen, die begeistert den
westlichen Lebensstil übt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.08.
- Inhalt:
KLEIN berichtet über den westlichen Lebensstil
der neuen urbanen Mittelschicht in Indien.
OUTLOOK
INDIA hatte bereits im Oktober 2003 über diese neue Mittelschicht
Indiens berichtet.
In
den modernen Quartieren der Städte ist nicht mehr die arrangierte
Ehe das Modell, sondern moderne Formen der Partnersuche, wie z.B.
Speed-Dating, werden erprobt.
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom 24. - 26. August 2005
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ Glossar ] [
Suche ] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|