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Medienrundschau:
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News vom 22. - 31.
März
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Zitat
des Monats:
Die Dramatisierung des
Geburtenrückgangs durch die Vorwärts-zurück-zur-Sonderrolle-der-Frau-Fraktion
"Es war um 1900,
als in Deutschland der erste Geburtenrückgang einsetzte. Nachdem
dann in den 1950er und frühen 1960er Jahren kurzfristig ein
Babyboom verzeichnet wurde,
begann im Jahr 1965 das, was die Bevölkerungswissenschaftler als
zweiten Geburtenrückgang bezeichnen: Die Geburtenzahlen ging
zurück, sanken weiter und sind seit einigen Jahren annähernd
konstant geblieben - freilich auf niedrigem Niveau. Im Jahr
2005,
so meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, hat diese
langfristige Entwicklung nun aber einen symbolträchtigen neuen
Tiefpunkt erreicht, nämlich
weniger als 676 000 Geburten, und das bedeutet: »Im
Vergleich zum Jahr 1964, als in der Bundesrepublik und in der
DDR mit insgesamt 1,357 Millionen Kindern ein Geburtenrekord
erreicht wurde, hat sich die Zahl der Babys sogar halbiert«.
Solche Zahlen klingen beeindruckend, doch bei näherer
Betrachtung sind sie mit einem Schönheitsfehler behaftet.
Zu dem Zeitpunkt, als die Meldung den Weg durch die Medien nahm,
lagen noch keine gesicherten Daten vor, erst vorläufige
Schätzungen. Und es gab andere Schätzungen, etwa zeitgleich
vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung vorgelegt, wonach
die Geburtenzahlen etwas höher ausfielen.
Tatsächlich, so hat
sich inzwischen gezeigt, lag die letztere Schätzung richtig, es
wurden 686 Kinder geboren.
(...). Deutschland weltweit am untersten Ende,
wie das Berlin-Institut behauptete? Das ist ein Mythos,
entstanden durch die bereits genannte
Publikation des Berlin-Instituts, die von einem sehr groben
Meßwert ausging, nämlich
Geburten je 1.000 Einwohner. Nimmt man dagegen den in der
Demographie üblichen, nämlich
zuverlässigeren Meßwert - die durchschnittliche Kinderzahl je
Frau -, verschiebt sich das Bild. Dann kann, so das
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, »keine Rede davon
sein, daß ... Deutschland Spitzenreiter im negativen Sinn bei
den Geburtenzahlen sei«. Dann gibt es eine
Reihe von Ländern - insbesondere in Südeuropa und Osteuropa -,
wo die Geburtenzahlen noch niedriger liegen.
(...).
So gesehen ist die
aktuelle Dramatisierung des Geburtenrückgangs wesentlich ein
Medienereignis, offensichtlich entstanden aus der Konkurrenz
um Aufmerksamkeit, Schlagzeilen, Verkaufszahlen; nicht zuletzt
auch eine gezielte Werbekampagne, um eine neue Publikation prominent zu
plazieren und zum Bestseller zu machen. Und wer sich in der
Geschichte ein wenig auskennt, der weiß:
Ähnliche Debatten hat es auch schon früher gegeben.
Schirrmacher, SPIEGEL und Co haben das Thema
Geburtenrückgang zwar wiederaufgegriffen und medienwirksam
gestaltet - aber es hat lange davor schon manche Konjunkturen
erlebt. Die aktuelle Erregungskurve hat ihre historischen
Vorläufer, pointiert zusammengefaßt:
»Wir sterben immer
wieder aus«.
( aus: Elisabeth
Beck-Gernsheim
"Die Kinderfrage heute", 2006, S.9-12)
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PROKLA-Thema:
"Bevölkerung"
Kritik der Demographie |
- BAUREITHEL, Ulrike (2007):
Baby-Bataillone.
Demografisches Aufmarschgebiet: Von Müttern, Kinderlosen und der
"Schuld" der Emanzipation,
in: Prokla 146, H.1, März
- EBERT, Andreas & Ernst KISTLER
(2007): Demographie und Demagogie.
Mythen und Fakten zur "demographischen Katastrophe",
in: Prokla 146, H.1, März
-
KAHLERT, Heike (2007): Demographische Frage, "Qualität" der
Bevölkerung und pronatalistische Politik - ungleichheitssoziologisch
betrachtet,
in: Prokla 146, H.1, März
- BARLÖSIUS, Eva & Claudia NEU (2007):
"Gleichwertigkeit - Ade?".
Die Demographisierung und Peripherisierung entlegener ländlicher
Räume,
in: Prokla 146, H.1, März
- DYK, Silke van (2007): Kompetent,
aktiv, produktiv?
Die Entdeckung der Alten in der Aktivgesellschaft,
in: Prokla 146, H.1, März
- KELLE, Udo (2007):
"Kundenorientierung" in der Altenpflege?
Potemkinsche Dörfer sozialpolitischen Qualitätsmanagements,
in: Prokla 146, H.1, März
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DIEDERICHSEN, Diedrich (2007): Amerikanischer Surrealismus als
Asyl.
Kritik und Verklärung in Goth und anderen Schattenbewegungen,
in: Texte zur Kunst, H.65, März
- Inhalt:
"Jede
aufklärerische, kritische, begriffsstarke Bewegung zieht eine
bilderreiche Schleimspur von Irrationalismus hinter sich her. So
verhalten sich asiatelnde Hippie-Esoteriker der Sechziger zur
Neuen Linken haargenau so, wie sich die Goth-Kultur der frühen
Achtziger zu Punk, seinen Anarchismen und Radikalismen verhält.
Den Eso-Follower der Aufklärung gibt es aber natürlich schon
wesentlich länger (Romantik!?) und manchmal gibt er gerade, weil
er im günstigen Fall das spezifische je Ausgeschlossene und
Verdrängte einer blindbefleckten Rationalität attackiert und
kompensiert, einen guten Bündnispartner ab. Meistens aber glaubt
er zu sehr",
meint Diedrich
DIEDERICHSEN in einem
online zugänglichen Text, in dem
die hegemoniale linke Gegenkultur endgültig verabschiedet und
Neues auf der Nachtseite der Kultur entdeckt wird:
"Seit
dem Niedergang der Neuen Linken und der Kritischen Theorie waren
aber zwei Entwicklungen auffällig. Die je neuen Bewegungen auf der
aufklärerischen Seite hatten ihrerseits schon jeweils in
ansteigender Dosierung aufklärungsskeptische Komponenten in sich
aufgenommen. Dies führte aber, z.B. bei Punk, nicht zu der
eigentümlich systematischen Synthese aus Linksradikalismus und
Rationalitätsskepsis wie im Surrealismus, sondern nur zu
Verschiebungen in der Aufstellung auf dem geistesgeschichtlichen
Sportfeld. Die alte Mechanik wurde nicht außer Kraft gesetzt. So
dass auch Punk seine - im Verhältnis zur Vorgängerkultur:
gesteigerte - irrationale Variante bekam.
Dennoch gehört dieser vor allem als jeweiliges Gegenüber der
kritisch-rationalen Nachkriegsbewegungen und -attitüden (Skepsis,
Existenzialismus, Neue Linke, Punk,
Techno/Feminismus/Poststrukturalismus) bekannten
irrational-verträumt-bilderreiche Schattenbewegung mittlerweile
das gesamte Feld der meisten Kulturen. Eine restbeständig
kritische Kultur, der sie folgen und antagonistisch bis
kompensatorisch gegenüber stehen könnte, gibt es nämlich nur noch
am akademischen Rand der bildenden Kunst und der Kinokulturen, ist
anderswo weitgehend verschwunden. Die Schattenbewegungen haben
aber nun, wo sie nicht mehr auf eine hegemonial behauptungsstarke
kritische Gegenkultur bezogen waren und sein konnten, ihren
eigenen kleinen Fortschritt begonnen.
Was sich im Spannungsfeld der Sensibilitätstypen Gothic und
Industrial in der Zwischenzeit - also in einer Zeit, in der die
kritische Bewegung schwächer wurde, um schließlich in diesem
Jahrzehnt ganz auszubleiben - entwickelt hat, ist nicht nur
unübersichtlich, vielgestalt und komplex, sondern streckt langsam
immer deutlicher Fühler nach nicht verträumter Kultur aus: zum
Teil, indem diese Kulturen offen rechts oder konservativ sprechen,
ohne dass die hermeneutischen und ideologiekritischen Operationen,
die dergleichen aus früheren Stadien dieser Kulturen
herauspräparieren mussten, noch nötig wären; zum anderen Teil,
indem sie sich am eigenen Schopf aus dem - sozusagen - Sumpf
ziehen und eigenes kritisches Potenzial sich selbst zu entbinden
beginnen."
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MISIK, Robert (2007): Ideen in der Bredouille.
Neoliberale sind für ein Grundeinkommen, Konservative für den
Mindestlohn - und Linke für die Marktwirtschaft. Wenn Ideen auf
Wanderschaft gehen, können sie ganz schön aus dem Tritt geraten,
in: TAZ v. 31.03.
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- MANGOLD, Ijoma (2007): Der verlockende Drang
zur Trennung.
Maxim Biller erzählt in 27 Short Stories von der "Liebe heute",
in: Süddeutsche Zeitung v.
31.03.
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ZAWATKA-GERLACH, Ulrich (2007): Paris und London wachsen - Berlin
schrumpft.
Bis 2050 wird die deutsche Single-Hauptstadt voraussichtlich
300.000 Einwohner verlieren,
in: Tagesspiegel v. 30.03.
- Inhalt:
"Als
der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz im April 1967 eine
Regierungserklärung abgab, sah er den Westteil Berlins »in den
nächsten Jahren in die kritischste Phase seiner sozialen Belastung
eintreten«. Der Anteil der Bürger über 65 Jahre werde bis 1971 von
20,5 auf 22 Prozent steigen, warnte der Sozialdemokrat. Die
eingemauerte Stadt konnte Familien und jungen Leuten kaum noch eine
vernünftige Lebensperspektive bieten. Wer es sich leisten konnte,
zog weg.
Heute ist Berlin jünger als damals: Knapp 18 Prozent der Bewohner
haben das Rentenalter überschritten. Aber 2020 wird der Anteil der
über 65-Jährigen laut Bevölkerungsprognose des Senats die
20-Prozentmarke erreichen",
berichtet ZAWATKA-GERLACH.
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TAGESSPIEGEL (2007): Eure Knutscherei kotzt mich an!
Draußen ist Frühling, und plötzlich ist die Stadt voll von Leuten,
die schrecklich verliebt sind. Das Schlimmste daran: Alle sollen es
sehen. Auch die, die gar nicht wollen – wie unsere Autorin,
in: Tagesspiegel v. 30.03.
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LIPICKI, Christian (2007): "Die Rentenkassen profitieren vom
Aufschwung".
Behörden-Chef Herbert Rische über steigende Einnahmen, höhere
Altersbezüge und die Rente mit 67,
in: Berliner Zeitung v. 29.03.
- Inhalt:
Herbert RISCHE geht davon aus, dass die Ausweitung
der Rentenversicherungspflicht nach der nächsten Bundestagswahl auf
die Agenda gesetzt wird.
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RM-Debatte: Brauchen wir ein Familienwahlrecht?
-
THIERSE, Wolfgang (2007): Ja.
Der Anteil von Familien an der Gesamtbevölkerung sinkt. Deshalb
wird auch ihr Einfluss auf die Politik schwächer. Diese Entwicklung
muss gestoppt werden,
in: Rheinischer Merkur Nr.13 v. 29.03.
-
KÜNAST, Renate (2007): Nein.
Die Idee ist lebensfremd. Ein Wahlrecht von Geburt an stärkt nur
den politischen Einfluss der Eltern - nicht den der Kinder,
in: Rheinischer Merkur Nr.13 v. 29.03.
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FACTS-Titelgeschichte:
Wunsch Kind.
Künstliche Befruchtung: Der Leidensweg zum Elternglück |
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KASTILAN, Sonja (2007): Schwere Geburt.
Für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch liegen Frucht und Furcht
dicht beieinander. Hightech-Medizin kann ihnen helfen. Sie bedeutet
aber endlose Tests, intimste Fragen, psychischen Druck. Künstliche
Befruchtung – ein Tabu,
in: Facts Nr.13 v. 29.03.
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HARTWIG, Ina (2007): Weil wir plötzlich alle so jung waren.
Ein cleverer Sammelband zum "Pop seit 1964" findet zwar nicht die
Lösung, aber man kann ja selbst entscheiden, was gefällt,
in: Frankfurter Rundschau v. 28.03.
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BUCHWALD, Sabine (2007): Papa ante porats.
Zeit für die Familie, Geld vom Staat und nervende Fragen vom
Vorgesetzten – wie drei Väter ihre Elternzeit erleben,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.03.
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MATZIG, Gerhard (2007): Stolze Eltern.
Klingelschilder als Mission,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.03.
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ARTICUS, Stephan (2007): Ursula von der Leyens Luftschlösschen.
Die Städte dürfen auf den Kosten für Krippenplätze nicht sitzen
bleiben,
in: Tagesspiegel v. 27.03.
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GEINITZ, Christian (2007): Beten als Familienpolitik.
Glaube als Triebfeder für den Kinderreichtum,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.03.
- Anmerkungen:
Die taz war vor kurzem der Meinung,
dass die Kinderbetreuung durch Tagesmütter die günstigere
Familienpolitik sei, nun unterbietet die FAZ dies noch: Beten
erhöht - welch ein Wunder - die Geburtenrate, behauptet gemäß
GEINITZ eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in
Köln.
"Die Studie
trägt den sinnigen Titel "Ora et labora" und wurde von Dominik ENSTE
durchgeführt. Solche Studien haben leider den Nachteil, dass
Kausalitäten nicht nachweisbar sind.
In der
Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft Heft 2/2006 ist Nicole
BROSE der Frage nachgegangen Gegen den Strom der Zeit? - Vom
Einfluss der religiösen Zugehörigkeit und Religiosität auf die
Geburt von Kindern und die Wahrnehmung des Kindernutzens.
Ihr Fazit der
Untersuchung ist viel ernüchternder, denn es konnte nicht
nachgewiesen werden, "ob der Effekt der religiösen Zugehörigkeit auf
die Kinderzahl lediglich ein Ergebnis des Geburtentimings, d.h. auf
der Vorverlagerung von Geburten im Lebenslauf beruht, oder ob
Protestanten und Katholiken tatsächlich mehr Kinder bekommen".
Man
sollte also lieber nicht erwarten, dass eine Erhöhung der Kirchgänge
der - seit der Papstwahl inflationär gewordenen -
Feuilletonkatholiken etwas zur
nachhaltigen Steigerung der Geburtenrate in Deutschland beitragen
würde!
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FEDDERSEN, Jan (2007): Wer mahnt, verliert.
Im Vatikan fand parallel zu den EU-Zeremonien in Berlin ein etwas
anderer Europagipfel statt. Glücklicherweise sind die politischen
Ideen des Papstes und der Seinen längst nicht mehr relevant,
in: TAZ v. 26.03.
- Inhalt:
FEDDERSEN kommentiert ein Zitat des Papstes:
"»Man
könnte fast meinen, dass der europäische Kontinent den Glauben an
seine Zukunft verliert.« Der Trend der Bevölkerungsentwicklung
gefährde den sozialen Zusammenhalt und fördere »gefährlichen
Individualismus«. Der Klerus katholischer Provenienz fühlt sich also
mählich auf verlorenem Posten - wer mahnt, hat schon verloren.
(...).
Was der Papst und die
Seinen wünschen, ist ohnehin keine neue Wertedebatte, wie sie ein
kulturell offenes Europas nötig hätte, sondern eine Privilegierung
des Katholizismus. Und diese ist in Wirklichkeit nicht in Werten
verkörpert, sondern, lässt man den Papst zu Wort kommen, in dessen
Begehrlichkeiten nach einer Bevölkerungspolitik, die die Ächtung der
Homosexualität zur Voraussetzung hat und ein Abtreibungsverbot. Der
Vatikan tönt nur deshalb hin und wieder freisinnig, weil er muss: Er
ist eben kein weltlich operierendes Zentralkomitee wie im
Mittelalter mehr."
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DANNENBERG, Sophie (2007): Der Feminismus frisst seine Schwestern,
in: DeutschlandRadio v. 26.03.
- Anmerkungen:
"Der
Feminismus hätte Widerstand gegen den allgemeinen Trend der
Entdifferenzierung leisten müssen. Das erst hätte ihn zu einer
wahrhaft revolutionären Kraft gemacht.
(...). Anstatt die Andersartigkeit der Frau zu feiern und sich über
die des Mannes zu freuen, hat der Feminismus einen Dreierschritt
vollzogen - das Gleiche dürfen, das Gleiche wollen und schließlich
nur noch das Gleiche sein. (...).
Im gender mainstreaming wird der eine des anderen banales
Spiegelbild statt dessen Gegenstück und Vollendung. (...). Was wir
im gender mainstreaming erleben, ist die Geburt der Einsamkeit aus
dem Schoß der Gleichheit",
fasst Annegret KUNKEL unter ihrem Pseudonym Sophie DANNENBERG die
differenzfeministische Position zusammen, die Mitte der 80er Jahre
den "konservativen Feminismus" des WAGENBACH Verlags mit Autorinnen
wie
Barbara SICHTERMANN oder
Gisela ERLER prägte.
Die Kritik am
Gendermainstreaming hat bereits
Volker ZASTROW
ausführlich vorgetragen.
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WAGNER, Gert G. (2007): Neue Unbeantwortbarkeit.
Der Soziologe Ulrich Beck hört Stimmen der Selbstauflösung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.03.
- Inhalt:
Gert G. WAGNER hat das neue Buch
"Weltrisikogesellschaft" von Ulrich BECK gelesen. Sein Resümee:
"Das Buch ist auf
etwa 400 Seiten Text eine Ansammlung von Ideen und Thesen -
empirische Belege, die überjournalistische Berichte hinausgehen,
fehlen in der Regel."
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MEISNER, Joachim Kardinal (2007): Kinder sind kein Luxus, Kinder
sind ein Geschenk.
Unsere demographische Krise lässt sich nicht mit Geld lösen. Wir
brauchen eine neue Mentalität, die weiß: Elternschaft ist
Lebensfreude,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.03.
- Inhalt:
Gleich zu Beginn bezieht sich der kinderlose MEISNER
in seinem Wort zum Sonntag auf das Buch "Die lautlose
Katastrophe" des nationalkonservativen Horst STEIN aus dem Jahr
1986, um danach die Anspruchsinflation der berufstätigen
Karrierefrauen zu geißeln.
MEISNER wettert
gegen den Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung, insbesondere für
unter 3Jährige. Für ihn ist die
"demographische
Krise" nur durch eine Aufwertung der aufopfernden Hausarbeit und
Mutterschaft sowie durch
mehr Tagesmütter
lösbar.
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LOHSE, Eckart & Volker ZASTROW (2007): "Mutter und Kinder bekommen
am Ende weniger".
Der Rechtshistoriker Dieter Schwab über die Pläne der Koalition zum
Unterhaltsrecht, arbeitende Frauen und profitierende Freundinnen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.03.
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MÜNCHHAUSEN, Anna von (2007): Liebling, ich habe den Unterhalt
geschrumpft.
Vorrang für die Kinder: Nach langem Streit in der Koalition wird
die Versorgung geschiedener Ehepartner neu geregelt. Ob es künftig
allerdings gerechter zugeht, ist längst nicht garantiert,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.03.
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PIEL, Edgar (2007): Lieber Geld für die Familien.
Volkes Stimme,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.03.
- Inhalt:
"Die Bevölkerung reagiert auf den Gedanken, dass
»Ehepaare mit Kindern beim Splitting einen größeren Steuervorteil
haben sollen als Ehepaare ohne Kinder«, mehrheitlich positiv",
erläutert PIEL.
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SIEHOFF, Jonas (2007): Völker, Länder und Migranten.
Migrationsforschung: Mexikaner, Schwarzafrikaner, Russen, Chinesen
- die halbe Welt scheint auf Wanderschaft zu sein. Eigentlich iest das
der Normalzustand,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.03.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom
22.
- 24. März 2007
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