[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]

   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 26.-28. April 2006
News 23.-25. April 2006
News 19.-22. April 2006
News 11.-18. April 2006
News 08.-10. April 2006
News 05.-07. April 2006
News 03.-04. April 2006
News 01.-02. April 2006
News 28.-31. März 2006
News 25.-27. März 2006
News 23.-24. März 2006
News 22. März 2006
News 21. März 2006
News 20. März 2006
News 19. März 2006
News 17.-18. März 2006
News 16. März 2006
News 15. März 2006
News 14. März 2006
News 09.-13. März 2006
News 07.-08. März 2006
News 05.-06. März 2006
News 04. März 2006
News 01.-03. März 2006
News 21.-28. Februar 2006
News 16.-20. Februar 2006
News 10.-15. Februar 2006
News 05.-09. Februar 2006
News 01.-04. Februar 2006
News 25.-31.Januar 2006
News 20.-24.Januar 2006
News 14.-19.Januar 2006
News 08.-13. Januar 2006
News 01.-07. Januar 2006
News 25.-31.Dezember 2005
News 21.-24.Dezember 2005
News 16.-20.Dezember 2005
News 13.-15.Dezember 2005
News 05.-12.Dezember 2005
News 01.-04.Dezember 2005
News 27.-30.November 2005

News 20.-26.November 2005
News 05.-19.November 2005
News 01.-04.November 2005
News 23.-31. Oktober 2005
News 19.-22. Oktober 2005
News 13.-18. Oktober 2005
News 09.-12. Oktober 2005
News 01.-08. Oktober 2005
News 09.-30. September 2005

News 02.-08. September 2005
News 01. September 2005
News 27.-31. August 2005
News 24.-26. August 2005
News 18.-23. August 2005
News 11.-17. August 2005
News 05.-10. August 2005
News 01.-04. August 2005
News 25.-31. Juli 2005
News 20.-24. Juli 2005
News 16.-19. Juli 2005
News 11.-15. Juli 2005
News 06.-10. Juli 2005
News 01.-05. Juli 2005

News 2004
News 2003
News 2002
News 2001
News 2000

 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 29. - 30. April 2006

 
 
     
       
   

Zitat des Monats:

"Er sei es gewohnt, Distanzen zu ertragen, erklärt Chris, er sehe ja sogar seine Freundin Anika nur dreimal im Jahr, noch nicht einmal an Feiertagen. Dass sie sich an Weihnachten verabreden würden, sei klar, denn da müssten sie beide nie arbeiten, aber Ostern zum Beispiel, er könne sich nicht daran erinnern wie er die letzten Osterfeste verbracht hätte. »Irgendwie ging Ostern meistens an mir vorbei, ich habe noch nicht einmal Eier gekauft. Manchmal überweist meine Oma ein Osterei auf mein Konto. Ostern ist ein typisches Pärchenfest. Die Pärchen fahren für ein paar Tage raus, ein bisschen ins Grüne. Aber wenn man alleine ist oder die Freundin irgendwo in der Pampa, auf dem Land, aber leider in einem anderen, dann feiert man Ostern eben nicht. Oder man führt zu den Eltern. Aber ich will, ehrlich gesagt, nicht mit meinen Eltern zu dritt am Frühstückstisch sitzen, Vivaldi hören und bunte Schalen in den Eierbechern stapeln. Diese Festtage werden doch echt überschätzt.«"
(aus: Nikola Richter "Die Lebenspraktikanten", 2006, S.51f.)

 
 
   
 
  • SUCHSLAND, Rüdiger (2006): Papas an die leeren Wiegen?
    Der linksliberale US-Wissenschaftler Phillip Longman sagt einen Sieg des Patriarchats voraus,
    in: Tagesspiegel v. 30.04.
 
 
 
 
  • PFEIL, Eric (2006): Apfelmann im Blätterwald.
    Jochen Distelmeyer, Sänger der Band Blumfeld, singt jetzt über Igel, und alle sind sauer,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.04.
    • Kommentar:
      Es hätte genauso heißen können "alle sind zufrieden, aber das hätte dann niemand gelesen.

                
       Blumfelds Album "Verbotene Früchte" polarisiert und PFEIL findet das Album natürlich gut:
                
       "Das alles ist, wenn man sich nur ein wenig öffnet, aufregender als der mit studentenparlamentshafter Piefigkeit zurückgeforderte Debatten-Rock der neunziger Jahre".
 
 
  • ELTERNGELD-Debatte

    • EMUNDTS, Corinna (2006): Verspielte Emanzipation?
      Der Streit um das neue Elterngeld,
      in: DeutschlandRadio v. 29.04.
      • Inhalt:
        "
        Meist sind es die Älteren, weit über die Familienphase Hinausgeschossenen, also nicht mehr Betroffenen, - die empört aufschreien. Die durch zwei zusätzlich bezahlte, freiwillige und nicht erzwungene Vätermonate gleich den gesamten Liberalismus dieses Landes bedroht sehen", kritisiert EMUNDTS, Jahrgang 1970.
    • MENG, Richard (2006): Verhandlungsmasse Elterngeld.
      Die SPD wird einem Kompromiss nicht vor Montag zustimmen, um beim Koalitionspoker etwas in der Hand zu haben,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.04.
    • MIES, Petra (2006): Väter zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
      Mehr als 80 Prozent der Männer wollen mehr in der Familie helfen - doch allein der Versuch stößt in der Arbeitswelt oft auf Widerstand,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.04.
    • SPERBER, Katharina (2006): Wer über Kindermangel klagt, weicht der Verteilungsfrage aus.
      Deutschland vergreist und schrumpft, so geht die Klage. Doch die demografische Hysterie verschleiert die wirklich wichtige Frage: Wie und an wen wird der erwirtschaftete Wohlstand verteilt?
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.04.
    • LÖWISCH, Georg (2006): "Der SPD steht das nicht gut zu Gesicht".
      Der SPD-Sozialexperte Karl Lauterbach meint, das Elterngeld sei in Zeiten von Kinderarmut nicht zu vertreten,
      in: TAZ v. 29.04.
      • Inhalt:
        "
        Der Staat vermittelt den Eindruck, dass ihm die Kinder der einkommensstarken Akademikerinnen wichtiger sind. Das ist ein falsches Signal. Es ist auch nicht die Aufgabe des Staates die Kinderquote von Akademikerinnen zu erhöhen. Zudem ist auch die Grundlage falsch: Es ist nicht so, dass 40 Prozent der Akademikerinnen langfristig kinderlos sind. Neuere Studien sehen die Quote ungefähr bei der von Nichtakademikerinnen", kritisiert Karl LAUTERBACH
    • OESTREICH, Heide (2006): Arm zahlt für Reich,
      in: TAZ v. 29.04.
 
 
  • Eva Hermans antifeministischer Cicero-Artikel  in der Debatte

    • SIMON, Ulrike (2006): Was für eine Frau.
      Die „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman sagt, was sie über berufstätige Frauen denkt – nichts Gutes,
      in: Tagesspiegel v. 29.04.
      • Inhalt:
        "
        Als von der Emanzipation der Frau noch niemand sprach, hatten Frauen übrigens – außer im Haushalt – nichts zu sagen. Schon gar nicht hätte man sie Beiträge zu gesellschaftspolitischen Fragen schreiben lassen, ob sie nun klug sind oder nicht. Auch das ist eine Errungenschaft der Gleichberechtigung", meint SIMON.
    • KRAMM, Jutta (2006): Der Mutter-Mythos.
      Deutschlands Patriarchen kämpfen ihre letzte Schlacht. Sie wollen, dass die Frauen das Land retten - und mit den Kindern zu Hause bleiben,
      in: Berliner Zeitung v. 29.04.
    • FRANCK, Julia (2006): Lust am Leben.
      Die Demokratie fördert den Anspruch, alles zur selben Zeit haben zu wollen,
      in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 29.04.
      • Inhalt:
        Die Schriftstellerin Julia FRANCK verteidigt den Feminismus gegen seine Verächter:

                  
         "Die Werte, die Demokratie und Emanzipation geschaffen haben, sind für mich zweifellos große, ohne sie hätte ich keinerlei Bildung erfahren und könnte mir wohl kaum aussuchen, mit welchem Mann oder welcher Frau ich heute mein Bett und meine Gedanken teile.
                  
         (...). Mit meinem Beruf ernähre ich meine Kinder. Würde ich es nicht tun, könnte es kein Vater, sondern läge ich dem Staat auf der Tasche.
        (...).

                  
         Selbst Tochter einer ehemals berufstätigen, alleinstehenden Mutter und schließlich über Jahrzehnte von der Sozialhilfe lebenden Frau, möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Zeit, in der meine Mutter gearbeitet hat als eine weit fröhlichere und stärkere in Erinnerung habe, als die Zeit danach. Um die Wahrheit zu sagen, ich empfand es als Zumutung eines Tages von früh bis spät einer Mutter ausgesetzt zu sein, deren beruflicher Weg abgebrochen war, die mir unglücklich erschien und die mir keine neuen Schuhe und auch keine Schulbücher kaufen konnte."
    • KULLMANN, Katja (2006): Rodeo der Rollenbilder.
      Der Angriff auf die Emanzipation als Teil einer reaktionären Bewegung,
      in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 29.04.
      • Kommentar:
        Wer sich wie Katja KULLMANN über die immer lauter werdenden Rufe, dass Frauen gefälligst wieder an den Herd zurück sollen, aufregt, dann aber die nationalkonservativen Dramatisierungen des Geburtenrückgangs übernimmt, der muss sich vorhalten lassen, dass er längst Teil der reaktionären Bewegung geworden ist.

                  
         KULLMANN schreibt:
                  
         "Die Geburtenrate in Deutschland sinkt seit zwei Jahrzehnten, auf statistisch nunmehr 1,35 Kinder je Frau. Mindestens 2,2 Kinder müssten es sein, um die Sozialsysteme zu erhalten. Väter beteiligen sich nur zu 1,8 Prozent an der Elternzeit. Deutschland hinkt im europaweiten Vergleich beschämend hinterher, was die staatliche Kleinkinderbetreuung angeht. 40 Prozent der Akademikerinnen entscheiden sich auch aus diesem Grund von vorneherein gegen Kinder."
                  
         Weder sinkt die Geburtenrate seit zwei Jahrzehnten, noch bleiben 40 % der Akademikerinnen kinderlos. Und der Erhalt der Sozialsysteme hängt in erster Linie nicht von der Geburtenrate ab, sondern vom Verhältnis der Beitragszahler zu den Rentenbeziehern. Dieses Verhältnis ist durch hohe Arbeitslosigkeit und rasante Zunahme sozialversicherungsfreier Jobs wesentlich stärker gefährdet als durch den demografischen Wandel.
                  
         Aber im Grunde interessiert das Katja KULLMANN eigentlich alles gar nicht, denn seit Emanzipation zur Klassenfrage geworden ist, kämpfen besser verdienende Mütter und kinderlose Karrierefrauen Seite an Seite mit den Mittelschichtmännern gemeinsam gegen die Unterschicht:
                  
         "Mauschelt und munkelt es nicht schon längst, in den Talk-Runden und an den Supermarktkassen, dass die »falschen« Frauen die »falschen« Kinder kriegen? Dass der Unterbau der Gesellschaft sich zwar vermehrt, die Elite aber degeneriert? Ist das nicht der eigentliche Schmerz, der unsere »Schöpfungs«-Gemeinschaft dieser Tage erschüttert, der uns den »Seelenfrieden« raubt?"
                  
         Die entscheidende Frage der Zukunft lautet: auf welcher Seite sucht der Feminismus sein Heil?
                  
         Die FAZ hat im Jahr 2005 einen Artikel von Stanley KURTZ veröffentlicht, in dem die Koalitionsmöglichkeiten der Feministinnen ( = kinderlose Karrierefrauen) in Zeiten des Bevölkerungsrückgangs analysiert werden. KURTZ - und mit ihm die Verfechter des neuen Patriarchats - geht davon aus, dass der Feminismus beseitigt werden muss.
                  
         Was passiert also, wenn der Feminismus ums Überleben kämpfen muss? KURTZ geht davon aus, dass der Feminismus zur reaktionären Bewegung verkümmern wird.
                  
         Das Beispiel Katja KULLMANN lässt befürchten, dass KURTZ Recht behält. Irgendwann zwischen "Generation Ally" und "Fortschreitende Herzschmerzen" hat die Geschichte der kinderlosen Karrierefrau eine ungute Wendung genommen...
 
  • GRAUPNER, Heidrun (2006): Von anderen Ländern lernen.
    Der Familienbericht der Bundesregierung empfiehlt eine kinderfreundliche Politik wie in Nordeuropa, Frankreich oder Großbritannien,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 29.04.
 
  • LEINKAUF, Maxi (2006): Frédéric Beigbeder über Bürgerlichkeit,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 29.04.
 
  • FUCHS, Oliver (2006): Tausendmal erlebt, doch es weigerte sich.
    Erwachsenwerden jenseits der Dreißíg: Moritz von Uslars erster Roman schaut verzweifelt liebend auf die Wirklichkeit,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 29.04.
    • Kommentar:
      Wenn ein Popjournalist einem Pop-Autor das Pop-Etikett nicht umhängen möchte, sondern verzweifelt um Kopf und Kragen rezensiert, dann ist das eine der Merkwürdigkeiten des neuen deutschen Adult-Pop.

                
       Was Blumfelds Album "Verbotene Früchte" für die Musik ist, das ist Moritz von USLARs "Waldstein" für die Popliteratur: Die Wende zum Adult-Pop.
                
       Das liest sich bei FUCHS dann so:
      "Am Ende kehrt Gieseking nach Waldstein zurück. Es sit der 5. Juni 205. Er staunt, wie grün alles ist. Wie die Vögel zwitschern und die Hasen hopsen. Jetzt fließen die Sätze ruhig dahin. Am nächsten Morgen hängt Gieseking gemeinsam mit Ellen Wäsche auf. Ist das eine Vision, wie sie Sterbende haben? Oder ist er schon tot? Nein, vermutlich ist Gieseking bloß erwachsen geworden, spät, aber hey! Da hat einer seine Sprache verloren und eine Art von Glück gefunden. Er ist frei."
 
  • SEIBT, Gustav (2006): Opfer '06.
    Die Bildungskatastrophe, die Wertedebatte und die heillose Macht des Vulgären in den Massenmedien,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 29.04.
 
  • OSANG, Alexander (2006): "Die gehen Elche jagen".
    Der amerikanische Autor Phillip Longman über die Rückkehr des Patriarchats, den wachsenden Einfluss der religiösen Fundamentalisten und das Aussterben der 68er Generation,
    in: Spiegel Nr.18 v. 29.04.
    • Inhalt:
      LONGMAN ist der Meinung, dass das späte Gebären ein sterbender Trend ist:

                
      "Die Töchter der Sechziger- und Siebziger-Jahre-Feministinnen zum Beispiel wollen nicht die gleichen Fehler machen wie ihre Mütter. 1979 gaben nur 45 Prozent aller jungen Frauen Amerikas an, dass Mutterschaft ihr höchstes Lebensziel ist. Heute sind es 68 Prozent.
                
      SPIEGEL: Und irgendwann bekommen sie mit vierzig Kinder, weil sie es sich dann leisten können.
                
      Longman: Nein. Das ist ein sterbender Trend, glaube ich. Kinder sind teuer. Wenn man viele Kinder bekommt, dann nur, weil man es als seinen Auftrag begreift. Die alten, weltlichen Eltern, die Sie meinen, suchen sich ihre Kinder wie Haustiere. Sie sind keine Stammhalter, sondern Spielgefährten, eine Zerstreuung. Alte Eltern sagen sich: entweder ein Pudel oder ein Kind. Manche warten auch so lange, bis es zu spät ist. Ich bin einer von ihnen. Meine Frau und ich haben mit 40 ein Kind adoptiert. Kurz danach ist meine Frau an Brustkrebs gestorben. Ich habe noch mal geheiratet. Ich bin 50, mein Sohn ist 10. Ich habe dieses Leben selbst gelebt."
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom   26. - 28. April 2006

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
  [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]
 
   
© 2000-2007
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 14. Juni 2007 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002