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Medienrundschau:
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News vom
Februar 2001
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- LAU, Mariam (2001): Sex oder
kein Sex, das ist hier die Frage.
"Focus"
und "Spiegel" streiten um deutsche
Bettkultur,
in: Welt
v. 27.02.
- Inhalt:
Mariam LAU hat Focus und
Spiegel
verglichen:
"Mit dem Sex ist das ja
so eine Sache: Die einen haben welchen,
die anderen nicht. Und ebenso streng
unterteilt sind bekanntlich die Leser von
'Spiegel' und 'Focus' (...). Seit der
jüngsten Ausgabe der Magazine ist nun
auch klar, wie diese Teilmengen einander
zuzuordnen sind: 'Focus'-Leser sind die
mit dem Sex, 'Spiegel'-Leser die
ohne."
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- NUBER, Claudia (2001):
Karriereträume auf seine Kosten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 26.02.
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- FIEDLER,
Tanja (2001): Die letzte Einheit.
Die
Scheidungszahlen steigen von Jahr zu Jahr. Ist
die Treue eine aussterbende Tugend? Ein älteres
und ein junges Paar sprechen über Erfahrungen
und Erwartungen,
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner
Morgenpost v. 25.02.
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- SPIEGEL
(2001): Mangel an Begehren.
Die
große Liebe ist immer noch das Ideal der
Deutschen. Sie wollen beides: tiefes Gefühl auf
Dauer und wilden Sex. Doch dieser Wunschtraum,
sagen Wissenschaftler, ist eine Illusion.
Allerdings könne die erschlaffte Lust auf den
Partner wieder belebt werden, etwa durch diskrete
Seitensprünge,
in: Spiegel
Nr.9 v. 24.02.
- KRONSBEIN, Joachim
& Susanne BEYER (2001): "Seitensprung
ist eine feine Sache".
"Glück gibt es nur mit
Unglück." Der Psychologe Michael Mary über
die sexuellen Leiden in langjährigen
Beziehungen,
in: Spiegel
Nr.9 v. 24.02.
- Inhalt:
Michael MARY nennt
zwei Lösungen, um die Leidenschaft in
dauerhaften Paarbeziehungen zu erhalten:
zum einen die Fernbeziehung und zum
anderen die Rückkehr zur Doppelmoral der
50er Jahre ("Revolution im
Reihenhaus" wie GASCHKE das nennt).
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- HELBERT,
Frank (2001): Versichert und vorbei.
"Hausfrau"
ist in Italien mittlerweile ein anerkannter Beruf
- ab März sogar mit eigener Versicherung. Doch
auch im traditionellen Mamaland ist die casalinga
ein aussterbendes Lebensmodell,
in: TAZ
v. 24.02.
- HELBERT,
Frank (2001): Hausfrau adé.
in:
TAZ v. 24.02.
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- RIEHL-HEYSE, Herbert
(2001): Der Kitt, den eine Gesellschaft braucht.
Neue Ehre für das Ehrenamt
- oder: Warum wir uns selbst um uns kümmern
müssen,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 24.02.
- FELIXBERGER, Peter
(2001): Die neuen Sozialarbeiter.
Gesellschaftliche Verantwortung ist für
Unternehmen hierzulande oft ein Fremdwort, in den
USA hingegen längst Alltag,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 24.02.
- Kommentar:
Sowohl RIEHL-HEYSE
als auch FELIXBERGER idealisieren die
amerikanischen Verhältnisse.
Sie
verweisen auf das dort weiter verbreitete
soziale Engagement der Bürger. In den
USA liest sich das jedoch völlig anders.
Die Kommunitaristen (siehe
PUTNAMs
"Bowling alone") und ihre Klage
über den "Niedergang des sozialen
Kapitals" ähnelt doch sehr der hier
vertretenen Jammeriade...
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- BAUSCHMID,
Elisabeth (2001): Man arrangiert sich.
Eine
Studie belegt: Der Single ist nicht einsam,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 24.02.
- Kommentar:
Man liest und denkt,
zu schön um wahr zu sein. In der SZ ein
kritischer Artikel über die
familienpolitische Debatte? Man liest
erstaunt über statistische
Ungenauigkeiten bei der Erfassung von
Singles und davon, dass nur 3 % der
Bevölkerung Singles sind, aber dann
kommt doch noch das Übliche: das
"Single-Gespenst".
Der
"Nicht-Single" wird
glorifiziert: Für Krankheit oder
Pflegebedürftigkeit sind die Ehefrau und
die Tochter zuständig! Wer das nicht hat
- also Singles - der liegt der
Allgemeinheit auf der Tasche.
DIE
wichtigste Botschaft aber fehlt:
Nicht-Singles und Singles sind keine
ausschließende Kategorien, sondern meist
Phasen innerhalb eines Lebenslaufs. Wer
heute Nicht-Single ist, der kann morgen
durch Tod des Partners oder der einzigen
Tochter zum Single werden. Aber für
diesen Sachverhalt gibt es in unserer
Gesellschaft kein Bewusstsein. Witwen
sind die größte Subgruppe der
Alleinlebenden und nicht die Yuppies, wie
das die Medien suggerieren...
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- ENGLERT,
Sylvia (2001): Darum in die Ferne schweifen.
Werden
wir unsere Familie künftig nur noch am
Wochenende sehen?
in: Süddeutsche
Zeitung v. 24.02.
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- CALONEGO, Bernadette
(2001): Das ganze Leben vor der Haustür.
Wie es den Stadtplanern von
Vancouver gelungen ist, das Zentrum wieder zu
beleben, ohne die Steuerzahler zu belasten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.02.
- Kommentar:
CALONEGO schwärmt
von Vancouver, weil in der
"Stadtmitte immer mehr Familien,
Singles, Rentner, sozial Schwache, aber
auch Wohlstandsbürger und
Luxus-Verwöhnte Mauer an Mauer"
leben.
Bei uns ist
dies bereits urbane Realität, nur wird
es als Pluralisierung der Lebensstile
verdammt. In Deutschland möchte man in
den Städten nur gut verdienende Familien
haben, weswegen das friedliche
Nebeneinander verschiedener Lebensformen
unerwünscht ist. Die hohen
Haushaltszahlen verschleiern die
Mehrheitsverhältnisse in den Städten.
Städte sind keine Singlehochburgen,
sondern schlichtweg Familienstädte.
Monika
ALISCH hat bereits 1993 auf die wachsende
Zahl der wohlhabenden Familien
hingewiesen, die in der Innenstadt leben
möchten. Sie spricht in diesem
Zusammenhang von
"Family-Gentrification". Dies
weist darauf hin, dass Familien und nicht
Singles als Verursacher von
Aufwertungsprozessen auftreten. Eine
solche Sichtweise ist in Deutschland
politisch völlig unkorrekt, weswegen es
hierzu keinerlei weitergehende Forschung
gegeben hat. Die Neue Mitte - und damit
die wohlhabende Familiengesellschaft -
hat daran keinerlei Interesse. Das
Feindbild "Single" muss
aufrechterhalten werden...
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- HÖFL-HIELSCHER,
Elisabeth (2001): Ende des Pillenknicks?
Die Stadtstatistiker melden für München einen
Babyboom
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.02.
- Kommentar:
HÖFL-HIELSCHER
scheint den Mythen der Singlegesellschaft nicht mehr zu
glauben:
"Manche erklären den
Babyboom nun damit, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge
der 60-er Jahre ins Elternalter gekommen seien. Das kann
aber so nicht stimmen: Die wären nämlich, auch wenn die
'erstgebärenden Mütter' immer älter werden, schon Mitte der
90-er Jahre dran gewesen. Das Rätsel müssen nun die
Fachleute knacken. Bei denen galt es bislang ja als
ausgemacht, dass in der Single- und Yuppie-Metropole kein
Platz für Kinder sei. Eine Zeit lang rauschte sogar die
Nachricht durch den Blätterwald, München sei die Stadt mit
der niedrigsten Geburtenrate der Welt. Und jetzt das! Sogar
die Zahl der 'Familienhaushalte' und der Großfamilien nimmt
trotz der hohen Lebenshaltungskosten zu".
Solche
Analysen passen einfach nicht zum kommenden
Familienwerte-Wahlkampf , in denen
Apokalyptiker und
Polarisierer das Wort haben...
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- THADDEN,
Elisabeth von (2001): "Wir müssen die
Männer zwingen".
Der
Familienforscher Hans Bertram fordert die
Abschaffung des Patriarchats und eine
Arbeitswelt, die Rücksicht nimmt auf die
Bedürfnisse der Kinder und Eltern,
in: Die
ZEIT Nr.9 v. 22.02.
- Kommentar:
Auf die Frage nach
der Geburtenentwicklung antwortet BERTRAM:
"Kein Mensch weiß dazu
Plausibles. (...) Wer's erklären kann, sollte den Nobelpreis
bekommen." Nur Apokalyptiker (siehe nächsten Artikel),
Polarisierer und Bevölkerungswissenschaftler wissen genau
woran es liegt und wohin es führt...
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- WEFING,
Heinrich (2001): Eine Million Wohnungen ohne
Interessenten.
Stirb
langsam: Unsere kleine Stadt,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 22.02.
- Kommentar:
WEFING ist ein
Apokalyptiker der neuen Mitte. Anfang der
80er Jahre texteten
FEHLFARBEN:
"Ich
schau mich um und seh´ nur Ruinen".
Das
war subkultureller Sound der längst in den Feuilletons der
neuen Mitte angekommen ist:
"Eine
Million Wohnungen, für die schlicht die
Menschen fehlen (...) ist (...) eine
Spätfolge der massiven
Deindustrialisierung der ehemaligen DDR -
und das notwendige Resultat einer
Pluralisierung der Lebensstile. (...)
In der großen Leere (...)
einzig ein ostdeutsches Problem zu sehen wäre freilich naiv.
Berlin, die
vermeintlich boomende Hauptstadt, verliert Jahr um Jahr an
Einwohnern (...).
Die Grenzen des Wachstums
sind längst überschritten, und die prognostizierte
Bevölkerungsentwicklung verschärft noch den Imperativ des
Weniger.
Die Stadt der Zukunft in diesem alt
werdenden Land ist kein
wachsender,
wuchernder, kraftstrotzender Kosmos mehr,
sondern ein Gebilde, das welkt,
schrumpft, vielleicht sogar stirbt. Das
ist das Unerhörte, kaum Begreifliche,
das hinter den Leerstandszahlen aus dem
Osten aufscheint. Entvölkerte Städte
hat es in Deutschland zuletzt nach dem
Dreißigjährigen Krieg gegeben, Zonen
abgestorbener Zivilisation kennen wir nur
aus apokalyptischen Visionen wie Andrej Tarkowskis Film "Stalker". Daß
Städte wieder zu Dörfern werden
könnten, daß Dörfer mangels Menschen
von der Landkarte verschwinden, ist in
unserem Denken nicht vorgesehen. Wir alle
aber werden es erleben."
So
klingt neodarwinistischer Sound im
Anschluss an bevölkerungspolitischen
Prognosenzauber. SCHMID/HEIGL/MAI haben
im Jahr 2000 ein Buch mit dem Titel
"Sozialprognose"
herausgebracht, in dem sie auf eine
zutreffende Prognose der
Bevölkerungsentwicklung Anfang des
Jahrhunderts hinweisen. Man hatte die
Bevölkerung im Nachkriegsdeutschland
ziemlich genau prognostiziert. Der zweite
Weltkrieg war in diesen Berechnungen
jedoch nicht enthalten!
Die
verdrängten Zeiten vor 1968 haben eine
Explosion der alten allein lebenden
Bevölkerung gebracht: Zwischen 1957 und
1969 hat sich die Zahl der allein lebenden
Witwen mehr als verdoppelt (Wirtschaft
und Statistik 12/1970, S.616).
Vielleicht
wäre es ganz heilsam, wenn man endlich die Debatten der 50er
Jahre erforschen würde. Man würde vielleicht feststellen,
dass sie unseren heutigen Debatten erstaunlich ähneln. Die
Familiengesellschaft benötigt ihre Feinde, damals die
Unverheirateten und heute eben die Singles.
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- FRANKFURTER RUNDSCHAU
(2001): Messe für kaufkräftige Singles,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.02.
- Kommentar:
Ende Juni soll in
Wiesbaden die erste deutsche Messe für
Singles, die Single World 2001,
stattfinden. Die DEMAT GmbH Frankfurt ist
der Veranstalter und möchte
"Singles aller Art" ansprechen.
Die Haushaltszahlen, die im Bericht
genannt werden, sind weit überhöht.
Aber auf richtige Zahlen legt heute
sowieso keiner mehr Wert...
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- KUCHENBECKER,
Tanja (2001): Das späte Glück.
Prominente
Frauen, die mit über 40 Jahren Mutter wurden,
in: Berliner
Morgenpost v. 22.02.
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- RISCH, Wolfgang
(2001): Bügeln für typische Junggesellen.
15 Mark kostet ein normaler
Waschkorb - Hilfe auch im Haushalt,
in: Schwäbische
Donauzeitung v. 21.02.
- Inhalt:
"Der typische
Junggeselle lebt allein, wenn auch
durchaus mit Partnerin, hat keine Lust,
den Haushalt zu führen - und trägt
wöchentlich 15 bis 20 Hemden. Er gehört
ebenso zu den Kunden der Firma ATB -
'Arbeit-Training-Beschäftigung'
Ulm-Alb-Donau - wie die zunehmende
Spezies der gut verdienenden Singles,
Mütter mit Kleinkindern, Ältere im
Betreuten Wohnen, auch Behinderte. Vor
mehr als einem Jahr gestartet, bietet ATB
einem Dutzend schwerbehinderter und
psychisch kranker Arbeitsloser eine
Anstellung - und die Chance einer
Wiedereingliederung in den ersten
Arbeitsmarkt".
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- RENTZSCH,
Anne (2001): Kindermangel im Land der Pippi
Langstrumpf.
Schwedens
Politiker sorgen sich über die sinkenden
Geburtenzahlen im Land,
in: Tages-Anzeiger
v. 21.02.
- Kommentar:
Der Beitrag erschien
bereits in der Süddeutschen Zeitung v.
08.02.2001. Siehe hierzu auch den
Kommentar zum Beitrag über Schweden in
der Wiener
Zeitung v. 12.02.2001
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- REMKE,
Susann (2001): Aus Nerds werden Menschen.
Auch
im Zeitalter der New Economy sind gute Manieren
unverzichtbar für die Karriere. Aber gerade
schrullige Computerfreaks tun sich schwer mit
Small Talk und Etikette. In den USA lehren die
Hochschulen den richtigen Umgang mit Messer und
Gabel - und wie man sich stilvollendet räuspert,
in: Welt
v. 21.02.
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BRUNS,
Tissy (2001): Feminismus modern. Die Scham ist
vorbei.
Warum
die Entscheidung gegen Karriere auch richtig sein
kann,
in: Tagesspiegel v. 20.02.
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- HILGERS, Micha (2001):
Es bleibt ihnen nur eine Liebe auf Zeit.
Paare mit großem
Altersunterschied stellen die Illusion
unbegrenzter Partnerschaft in Frage - Zumutung
und Tabubruch,
in: Frankfurter Rundschau
v. 20.02.
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- SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
(2001): aktuelles Lexikon: Wohngemeinschaft,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.02.
- Inhalt:
Im Lexikon geht es
um die
Wohngemeinschaft im Sinne
des Deutschen Studentenwerkes. Bei den
Studierenden geht der langfristige Trend
"vom 'möblierten Zimmer' der
Sechziger Jahre über die WG zur eigenen
Wohnung (allein oder mit Partner), die um
rund 150 Mark pro Monat teurer ist."
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- BÜNING, Eleonore
(2001): Christoph Schlingensiefs Berliner
Qualentherapie,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.02.
-
DIEZ, Georg (2001):
Kolik der Gefühle.
Es gibt kein richtiges Reden
im Falschen: Die Berliner Volksbühne ruft die
liebeskranke Gesellschaft aus und feiert die
Verwirrung,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 19.02.
- BEHRENDT,
Eva & Manuel BRUG (2001): Hallo, liebe
Liebenden, hier seid ihr fast richtig!
Der
Lovepangs™-Kongress
in der Volksbühne: ein Happening, promigeil und
gaga auf der Schwelle von Kunst und Geschäft,
in: Welt
v. 19.02.
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- THIELERT,
Anette (2001): "Sie sind Sklavinnen ihrer
eigenen Tradition".
Bestsellerautorin
Maja Storch über die schwache Seite von starken
Frauen,
in: Sonntagszeitung
v. 18.02.
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- GREGORIO, Walter de
(2001): Banalverkehr.
Wer in den Himmel will, der
erlebt im Bett höllische Langeweile. Für die
katholische Liebesfibel "Sesso Santo"
taugt Sex nur als Zeugungsakt,
in: Sonntagszeitung
v. 18.02.
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- PFEIFFER,
Daniela (2001): "Ohne Geld bin ich reicher
als zuvor".
Die
Psychologin Heidemarie Schwermer lebt seit vier
Jahren ohne Geld. Was sie braucht, tauscht sie
ein,
in: Welt
am Sonntag v. 18.02.
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- KLEIS,
Constanze (2001): Männer hassen Veränderungen.
Anfangs
Harmonie, dann Realitätsschock: Die Berliner
Jessica und Lars erzählen, wie sie das verflixte
erste Jahr ihrer Beziehung überstanden haben.
Hilfe verspricht auch ein neuer Crash-Kurs aus
Amerika,
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner
Morgenpost v. 18.02.
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- BRÜGGE, Christine
(2001): Treue in Zeiten vielfacher Versuchung.
Unsere Gesellschaft erlebt
die öffentliche Darstellung von
Seitensprüngen, Treuetests und Rosenkriegen.
Große Unsicherheit macht sich breit. Das Leben
für die Ich-AG erfordert egoistische Maßnahmen.
Schlaglichter auf ein aufregendes Thema,
in: Hamburger
Abendblatt v. 17.02.
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TERKESSIDIS,
Mark (2001): Der Blick aus der Limousine.
Seit
fünfzehn Jahren bespielt der Soziologe Ulrich
Beck jedes verfügbare öffentliche Forum mit
seinen höchst anschlussfähigen Trendformeln.
Doch bei seinen metapolitischen Diagnosen ist
Empirie Mangelware. Eine kritische Bilanz,
in: TAZ
v. 17.02.
- TERKESSIDIS,
Mark (2001): Leben & Werk,
in:
TAZ v. 17.02.
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- MÜLLER,
Peter E. (2001): Tierisches Kribbeln.
Im
aktuellen Programm von Jürgen von der Lippe
sorgt er für den guten Ton: Jetzt macht Musiker
und Sänger Mario Hené seine eigene Show im
Schiller Theater
in: Berliner
Morgenpost v. 17.02.
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- KÖHLER,
Michael (2001): Aus, Schluss und vorbei.
Die
fremde Bekannte, die beinahe meine
Schwiegermutter war - Warum sich aus Trennungen
kein Gewinn ziehen lässt,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 17.02.
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- WEIMER,
Stefanie/MENDIUS, Hans Gerhard/KISTLER, Ernst
(2001): Der schleichende demographische Umbruch.
Die
Personalpolitik in den Unternehmen ist nach wie
vor zu jungendzentriert,
in: Frankfurter
Rundschau v. 17.02.
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- ZOUBEK, Holger (2001):
Anrufe gegen die Einsamkeit.
Bei den Mitarbeitern der
evangelischen Telefonseelsorge melden sich jeden
Tag mehr als 60 Ratsuchende,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 16.02.
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- MÜLLER,
Kai (2001): Kummer macht klug.
Die
Volksbühne veranstaltet den 1. Kongress der
Liebeskranken. Ein Gespräch über das Glück im
Unglück,
in: Tagesspiegel
v. 16.02.
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- SPIRIG,
Jolanda (2001): Flexible Arbeitszeiten ja -
anständiger Lohn nein.
Die
alleinerziehende Mutter Susanne B. machte
jahrelang Heimarbeit - und verdiente fast nichts,
in: Weltwoche
Nr.7 v. 15.02.
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- LUIK,
Arno (2001): "Mein Job killt die Liebe. Ja,
so ist es!",
in:
Stern Nr.8 v. 15.02.
- Interview mit Peter Maffay
- HACKE,
Detlef (2001): Hart, aber zärtlich.
Michael
Schumacher zeigt sich vor der neuen
Formel-1-Saison ungewohnt offen - beim
Fotoshooting mit seiner Frau Corinna ebenso wie
im Gespräch: der Weltmeister über privates
Glück, sportliche Ziele, Wut und Tränen,
in: Stern
Nr.8 v. 15.02.
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- WIMMER,
Martina (2001): Die Schmerzensbrecherinnen.
Wer
Liebeskummer hat, sitzt daheim und weint. Das
soll sich ändern: Zwei Künstlerinnen
veranstalten in dieser Woche in Berlin einen
Kongress für Liebeskranke,
in: Die
ZEIT Nr.8 v. 15.02.
- Inhalt:
Für Liebeskranke
haben die Kongressveranstalter "vier
Schmerzstufen identifiziert und dazu ein
Farbleitsystem entwickelt. Der Leidensweg
beginnt mit einem Aufschrei: »Pain«
meint den bodenlosen Schmerz, einsame
Trauer und Fassungslosigkeit und ist im
Lovepangs-System gelbgrün: eine
bösartige Farbe, eitrig-eklig, die ins
Auge hauen soll wie der Trennungsschmerz
in die Magengrube.
Wenn die Lähmung nachlässt, kocht das
Gemüt hoch: »Rage« steht für Wut auf
den bösen Anderen, auf Gott und die Welt
und kommt so dunkelrot daher, dass man
glauben könnte, es sei Blut gemeint.
Dann legt sich der Sturm, kühler
Zynismus macht sich breit: »Resent« ist
Oberbegriff für Misstrauen, aber auch
das erste Anzeichen eines sich
aufhellenden Kopfs. Die zugehörige Farbe
ist Blau wie ein frisch gechlorter
Swimmingpool. Und irgendwann ist
es vorbei, »over». Der Blick ist wieder
klar, der Herzschlag ruhig und
regelmäßig, und die Welt dreht sich von
vorn. Alles kann passieren oder nichts,
und diese Sicherheit ist schwarz."
Die
Veranstalter haben auch gleich sog.
"Lovepangs"-Aufkleber in allen
vier Schmerzfarben entwickelt, damit sie
"auf alles, was den Schmerzzustand
verbessert" geklebt werden können.
Bei Büchern könnte das dann z.B. so
aussehen: PAIN für
"Die
Widmung" von Botho STRAUSS, RAGE für
HOUELLEBECQs
"Elementarteilchen", RESENT
für
Jochen
SCHIMMANGs "Vertrautes Gelände -
besetzte Stadt" und für
OVER
"Das
Herz ist eine miese Gegend" von
Thommie BAYER.
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- SCHAUSS,
Anette (2001): Liebe, Landflirt, Livekontakte.
Keine
Freunde? Flirt gefällig? Sportkamerad gesucht?
Internet-Kontaktbörsen helfen bei der
Partnersuche,
in: Welt
v. 14.02.
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- BRENNER, Susanne
(2001): Wie im Wasser, so im Leben.
Warum in manchem Manne ein
Neandertaler steckt,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 14.02.
- Inhalt:
BRENNER beschreibt
das Schwimmbad als Abbild der
Single-Gesellschaft:
"Rücksichtnahme? Höflichkeit?
Absolute Fehlanzeige. Im Schwimmbad
zeigen manche Männer, was wirklich in
ihnen steckt. Ein Neandertaler!
Erstaunlicherweise sind es aber nicht
etwa die Ungebildeten, die
Hilfsarbeiter-Typen, die so aggressiv um
jeden Zentimeter kämpfen. Nein. Es sind
eher Yuppie-Männer. Wenn sie später aus
der Umkleide kommen, tragen sie oft teure
Lederjacken. Und steigen gerne in Autos
mit dauerblinkender Lichthupe. Es sind
Männer, die wahrscheinlich ihre Karriere
genauso rücksichtslos voranbringen, wie
sie im Schwimmbecken die Schwächeren
rammen. Aus dem Weg, jetzt komme
ich!"
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- MILBRECHT, Antje &
Oliver FLESCH (2001): Solo in Hamburg:
MOPO-Single-Report 2001.
Spaß kann sein: Junge
Singles über ihre Abenteuer,
in: Hamburger
Morgenpost v. 13.02.
- Kommentar:
Die Autoren haben im
Hamburg der Jahrtausendwende die
"Swinging Sixties" aufgespürt.
Es gibt sie noch: die "swinging
singles". Report heisst hier:
Nennung von Name (egal), Alter (jung) und
Anzahl der One-Night-Stands (oft). Als
Ausnahme von der Regel gibt es noch die
freiwilligen Jungfrauen à la BRITNEY
SPEARS.
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- HAUSENSTEINER,
Heike (2001): Babyfreundliches Schweden,
in:
Wiener Zeitung v. 12.02.
- Kommentar:
Während im
SZ-Bericht vom
08.02. der
Geburtenrückgang als Folge von kinderfeindlichem Stress
dargestellt wird, legt dieser Artikel einen Zusammenhang
zwischen Erhöhung und Beschneidung der Sozialleistungen in
Schweden nahe:
"Als die staatlichen
Leistungen in Schweden Ende der 1980er Jahre angehoben
wurden, stieg auch die Zahl der Neugeborenen auf 14,5 pro
1.000 Einwohner. Durch Einschnitte im Sozialsystem auf Grund
der Rezession Anfang der 1990er Jahre ging die Geburtenrate
wieder zurück (10:1.000)".
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- THIELERT,
Anette (2001): Trotz Kind in Form.
Auffallend
viele Stars adoptieren Kinder - oftmals nur, um
schlank zu bleiben,
in: Sonntagszeitung
v. 11.02.
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- HOLST,
Evelyn (2001): Getrennt von Tisch und Bett - und
Glück.
Mit
einer Scheidung verliert eine Frau nicht nur den
Ehemann, sondern auch das vertraute Umfeld und
den Freundeskreis. So wie Barbara Becker,
in: Sonntagszeitung
v. 11.02.
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- SENNEKAMP, Peter
(2001): Die Europäer sterben aus.
Laut Statistik kommen in der
EU zu wenige Kinder zur Welt,
in: Schwäbische
Donau Zeitung v. 10.02.
- Inhalt:
Die katholischen
Länder Italien (1,19) und Spanien (1,21)
haben die niedrigste Geburtenrate in
Europa, während in Deutschland 1,37
Kinder pro Frau geboren werden.
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- DREWING, Lesley &
Agnes WITTE (2001): Von Frau zu Frau.
Das "verstaubte lila
Gewand": Eine Antwort auf Gabriele Bruns. In
der FR v. 16.12. forderte die
Politikwissenschaftlerin Gabriele Bruns eine
Modernisierung des Feminismus in der
Bundesrepublik. Sie konstatiert einen
Generationenkonflikt und begründet ihn mit dem
"verstaubten lila Gewand", das der
Feminismus ablegen müsse, um für junge Frauen
wieder attraktiv zu werden. Die Thesen lösten
vor allem unter den attackierten Frauen der
"2. Frauenbewegung" heftige
Diskussionen aus. Die Gleichstellungsbeauftragte
der Uni Kiel, Lesley Drewing, und die
Frauenreferentin der SPD-Landtagsfraktion in
Schleswig-Holstein, Agnes Witte, haben eine
Replik verfasst, die wir gekürzt dokumentieren.
in: Frankfurter
Rundschau v. 09.02.
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- KÖLNER MORGER (2001):
Zwischen Sehnsucht und Abschiedsschmerz.
Lust und Muss der
Fernbeziehung - Partnerschaft in Gefahr,
in: Kölner
Morgen v. 09.02.
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- REMKE,
Susann (2001): Wo Kinder kriegen so leicht wie
Brote schmieren ist.
Geburts-TV
im Morgenmagazin "Good Morning
America",
in: Welt
v. 08.02.
- Kommentar:
REMKE wundert sich:
"Geburtsfernsehen als Quoten-Garant
doch der erwartete Proteststurm
von Kirchengruppen,
Kinderschutzorganisationen und
Elternverbände blieb aus." Ihre
wenig glaubwürdige Erklärung:
"Angesichts der Reality-TV-Inflation
scheinen auch die schärfsten Kritiker
abgestumpft zu sein."
Der Zweck heiligt hier
eher die Mittel: eine "Zählleiste am unteren Bildschirmrand
" zeigt den aktuellen Geburtenstand der Vereinigten Staaten
an.
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- DPA (2001):
Geburtenzahlen in ostdeutschen Großstädten
steigen wieder.
Drei Prozent mehr Kinder
als 1999. Der Osten überholt den Westen,
in: Lausitzer
Rundschau v. 07.02.
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- MOSER,
Christof (2001): Wollen wir ein Kind?
Kinder
- ja oder nein? Experten, Eltern und Kinderlose
über Babyplanung und Kinderkrach,
in: Brückenbauer
Nr.6 v. 06.02.
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- FOCUS-Cover-Story:
Echte Freunde - Die Wiederentdeckung eines
wichtigen Glücksfaktors. Über die Kunst,
Freundschaften zu schließen:
- GERBERT, Frank (2001):
"Alle Menschen brauchen Freunde".
Enge Vertraute will fast
jeder haben. Doch in der Ego-Gesellschaft scheint
man vergessen zu haben, dass man für
Freundschaften auch etwas tun muss,
in: Focus
Nr.6 v. 05.02.
- GERBERT, Frank (2001):
"Viel versprechender Ausweg".
Der Philosoph Harald Lemke
hält die Freundschaft für einen idealen Ersatz
von Ehe und Familie,
in: Focus
Nr.6 v. 05.02.
- GERBERT, Frank (2001):
"Ein besseres Lebensgefühl".
Die
Freundschafts-Psychologin Ann Elisabeth Auhagen
über Frauen- und Männerbindungen sowie die
Grundregeln der Beziehung,
in: Focus
Nr.6 v. 05.02.
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- KUPCZIK,
Ingrid (2001): Der Mann schwächelt.
Männer
sind anfälliger für viele Krankheiten und
frühen Tod - eine erschreckende Bilanz,
in: Welt
am Sonntag v. 04.02.
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DRIBBUSCH, Barbara (2001): Viel Job,
wenig Liebe.
Die
Leistungsgesellschaft führt zum heimlichen
Gebärstreik. Jede dritte 35-Jährige ist
kinderlos - die meisten bleiben es,
in: TAZ
v. 02.02.
- Kommentar:
"Der Kanadier
Jerry Steinberg hatte die Nase voll. All
seine Kumpels hatten geheiratet, in
seinem Freundeskreis wurde nur noch über
Babys geschwafelt. Steinberg gründete
'No Kidding!'."
Was
DRIBBUSCH hier als Beispiel für die Zunahme der Kinderlosen
präsentiert, ist eher ein Indiz dafür, dass Kinderlose eine
Minorität sind. Der Versuch Kinderlose auszugrenzen, wie es
z.B. in der sozialpolitischen Debatte immer sichtbarer wird,
führt dazu, dass Kinderlose gezwungen werden, sich zu
organisieren.
Diese
"Ghettoisierung" ist nicht die
Ursache, sondern die Folge der
angeblichen Polarisierungen, die
Demografen wie DORBRITZ zwar theoretisch
postulieren, aber nicht beweisen können.
Der Begriff "Gebärstreik"
weist dabei auf die Wurzeln dieser
Position (siehe hierzu meinen
Kommentar und die weiterführenden Links
zu MAYER in der ZEIT v. 01.02.2001).
Wenn man von einem
dramatischen Geburtenrückgang reden kann, dann nicht in
Deutschland, sondern im Maghreb. Dagegen verblasst das
Gerede vom Aussterben hierzulande (siehe
L'Express v. 25.01.2001). Wenn man
dort die Geburtenrate wie bei uns
hochrechnen würde, dann müsste dort die
Bevölkerung lange vor den Deutschen
vollkommen ausgestorben sein, aber
vielleicht stimmt ja etwas mit den
Berechnungen nicht...
- BLOMBERG,
Anna (2001): "Und ich wollte vier".
Früher
wollte sie unbedingt Kinder und hat jetzt keines:
Eine 37-Jährige erzählt,
in: TAZ
v. 02.02.
- Kommentar:
Hier handelt es sich
um ein (typisches ?) Beispiel für die
"Single-Generation", über die
nachfolgende "Generation Golf"
usw. sagt dies jedoch nichts aus, da sich
die Bedingungen seit den 70er Jahren
grundlegend geändert haben. Die Folgen
sind jedoch nicht abschätzbar, was die
Geschichte der
bevölkerungswissenschaftlichen
Fehlprognosen lehrt.
- DRIBBUSCH,
Barbara (2001): Die Familienpolitik gelobt
Nachbesserung.
Regierung
und Fraktionen arbeiten an neuen Konzepten zur
Förderung von Nachwuchs. Wie immer hängt alles
am Geld,
in: TAZ
v. 02.02.
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FLORIN,
Christiane/ÖHLER, Andreas/SCHÖN, Wolf (2001):
Immer schön langsam.
Die 68er haben nach langem
Marsch die Institutionen zwar besetzt, aber nicht
erobert. Deshalb freut euch, ihr Standhaften! Das
Konservative ist der wahre Sieger in Politik,
Wirtschaft, Medien und Kultur. Eine deutsche
Gesellschaftskomödie in sechs Akten,
in: Rheinischer
Merkur Nr.5 v. 02.02.
- Kommentar:
Feindbild Alice
SCHWARZER aus der Sicht der katholischen Soziallehre, deren
Anhänger aber immer weniger den Rheinischen Merkur lesen
wollen, wenn man die sinkende Auflage betrachtet.
"Biologisch gesehen haben
die Linken keine guten Karten. Sie geben ihre Gene nicht
weiter, was sie mit Selbstverwirklichung und
patriarchalischen Familienstrukturen verwechseln."
Vielleicht
liegt hier nur die gleiche Verwechslung von Leben und
Literatur vor wie bei
MAYER...
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- UNGER, Ludwig (2001):
Ängste vor der Zukunft.
Forscher untersuchen
Älterwerden von Singles,
in: Fränkischer
Tag v. 02.02.
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- BEHLER, Bettina
(2001): Anbandeln lernen bei Sekt und Pralinen.
Flirtkurs für Behinderte
und Nichtbehinderte in Wiesbaden.
Wochenendseminar war Anfang,
in: Frankfurter
Rundschau v. 02.02.
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- WELTWOCHE
(2001): Wie halten es die Frauen anderswo?
Internationaler
Vergleich der Erwerbstätigkeit von Frauen mit
Kindern zeigt: Ob Mütter kleiner Kinder arbeiten
oder nicht, das entscheidet die kulturelle Norm.
Eine soziologische Analyse und sechs Beispiele,
in: Weltwoche Nr.5 v. 01.02.
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- VEJR, Christina &
Gudrun ALTROGGE (2001): Singles im Netz. Liebe
auf den ersten Klick?
Das Internet ist die
größte Flirtmaschine der Welt. Tomorrow machte
den Praxistest - was taugen Kontaktbörsen im
Netz? Singles berichten exklusiv, was sie bei der
Online-Partnersuche und beim Blind Date erlebt
haben,
in: Tomorrow
Nr.4, 01.02.
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- HOCHSCHILD,
Arlie Russell (2001): A Generation without public
passion.
Clinton's
chief legacy to the young was to drain politics
of idealism
in: The
Atlantic Monthly, Februar
- Inhalt:
Die Soziologin
Arlie Russell HOCHSCHILD beklagt sich über den
Niedergang des sozialen Kapitals (siehe
Robert PUTNAM "Bowling alone") bei der
US-amerikanischen
Generation
X und Y (in
Deutschland würde man von
Generation
Golf sprechen).
HOCHSCHILD bezieht sich auf das
Generationenkonzept des deutschen
Soziologen Karl MANNHEIM und fragt
danach, welches historisches Ereignis
für die jüngeren Jahrgänge so prägend
sein könnte, dass es zur Bildung eines
Generationenbewusstseins kommen könnte.
Sie verspricht sich dadurch ein
größeres soziales Engagement der
Jugend: "Big events collectivize.
Litte events atomize." Während die
Gesellschaft früher auf Heirat und
Beschäftigung beruhte, ist für die
gegenwärtige Gesellschaft die Heirats-
und Arbeitsfähigkeit kennzeichnend. Zwei
Herausforderungen sieht sie für die
Nach-Clinton-Ära: zum einen die
politische Implementierung einer
familienfreundlicheren Arbeitswelt und
zum anderen der Kampf gegen
konsumistische Lebensstile (Stichwort:
globale Erwärmung) als
generationenstiftende Vision.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom Januar 2001
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