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Presserundschau:
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News vom Juni 2000
News vom Mai 2000
News bis Mai 2000
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MEISTER, Martina
(2000): Schöner schuften,
Sie fühlen sich nur auf der
Arbeit ganz zu Hause: die "Yetties".
Für die neuen Workaholics gibt es Anerkennung
allein im Job - Beziehungen sind eine Frage des
Zeit-Managements,
in: Frankfurter Rundschau
v. 29.07.
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- TUMA,
Thomas (2000): Die Flirtmaschine.
Das
World Wide Web ist eine gigantische Spielwiese
für Singles, Fremdgeher und andere Abenteurer.
Allein in Deutschland tummeln sich bereits
Hunderte von Kontaktvermittlern im Netz. Nicht
nur der traditionelle Annoncenmarkt muss sich
umstellen,
in: SPIEGEL Nr.30 v. 24.07.
- Kommentar
Wenn der Autor als
Single-Leitbild den
"jung-dynamischen, solo glücklichen
Waschsalonbesucher" bezeichnet und
dann von einer "13
Millionen-Zielgruppe" spricht, die
zur Hälfte aus Partnersuchenden besteht,
dann ist implizit der
Einpersonenhaushalt
(Alleinlebende) als Zielgruppe gemeint.
Dieser
statistische Begriff ist ohne
zusätzliche Kriterien für die
Eingrenzung von Partnersuchenden jedoch
völlig untauglich. Partnersuchende sind
weder identisch mit Personen, die im
Einpersonenhaushalt leben, noch sind sie
eine Untergruppe derselben. Singles im
Sinne von Partnerlosen sind auch in
Mehrpersonenhaushalten oder unter den
Alleinerziehenden zu finden.
Die
Fixierung auf die Einpersonenhaushalte
ergibt sich aus dem Trugschluss, dass
diese Gruppe einkommensstark ist
(Yuppies). So heißt es im Artikel:
"Singles im Netz (sind)
überdurchschnittlich gebildet, zu 90
Prozent männlich und hedonistisch".
Allein diese Charakteristik trifft auf
die Einpersonenhaushalte in keinster
Weise zu.
In Einpersonenhaushalten leben
überwiegend Frauen (1998: 58 %) und
über 55jährige (1998: 51,2 %). Weniger
als 16 % verdienten 1998 über 3000,- DM
Netto, aber 40,2 % verdienten unter
1800,- DM.
- Im
GLOSSAR werden die
Begriffe
"Alleinlebende",
"Partnerlose" und
"Yuppies" erklärt.
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- STEPHAN, Rainer
(2000): Genuss ohne Treue.
Aus gegebenem Anlass: Ein
Plädoyer für die Abschaffung der Ehe,
in: Süddeutsche Zeitung v.
20.07.
- Kommentar:
Ein 68er stellt
seine Vorstellungen über die Ehe vor. Er
tut dies unter Rückgriff auf die
historische Entwicklung der Familie. Neue
Erkenntnisse der empirischen
Familienforschung bleiben dabei
unberücksichtigt.
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- PFEIFFER, Gabi (2000):
Von wegen alt, allein und kreuzunglücklich.
Institut für
Familienforschung in Bamberg stellt Studie vor:
Bedarf an professioneller Hilfe wächst - Mit
Lebensweg ausgesöhnt,
in: Nürnberger Nachrichten
v. 19.07.
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- LUTZ, Helma (2000):
Die Dienstmädchenfrage oder: Ein Beruf kehrt
zurück.
Über das Phänomen der
neuen und alten Hausmädchen,
in: Frankfurter Rundschau
v. 18.07.
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- KASTNER, Ruth (2000):
Familie ist, wo Kinder sind...
Der Streit um den Trauschein
für Schwule wirft grundsätzliche Fragen auf.
Warum privilegiert der Staat die Ehe und nicht
die Kinder?
in: Hamburger Abendblatt v.
15.07.
- Kommentar:
Die Autorin versucht ihre
Individualisierungsthese mittels amtlicher Statistik und
Beispielen aus ihrer Lebenswelt zu belegen. Ihre
Argumentation liegt dabei auf der Linie von
Christina Schenk (FR
14.07.) soweit es um
die Prämierung von Familien jenseits der
Ehe und um die Abschaffung des
Ehegattensplittings geht.
Die
Individualisierungsthese lässt sich
anhand der amtlichen Statistik jedoch
weder belegen, noch widerlegen. Dafür
eignen sich nur lebenslaufbezogene
Untersuchungen. Was z.B. zu einem
bestimmten Zeitpunkt als Kinderlosigkeit
erscheint, das kann sich im Lebensverlauf
schnell als kinderlose Lebensphase
herausstellen.
Die
Errungenschaften einer längeren
Lebenserwartung und besserer
Wohnverhältnisse lassen die Phasen
kinderlosen Haushaltens zu einer
allgemeinen Erfahrung - gerade auch von
Eltern - werden. Dies wird oftmals als
zunehmende Kinderlosigkeit fehlinterpretiert.
- Im
GLOSSAR wird der
Begriff
"Individualisierung"
erklärt.
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- SCHENK, Christina
(2000): Ein Stück Torte oder einen neuen Kuchen
backen.
Über die Gleichstellung
aller Lebensweisen - ein Blick in die Zukunft,
in: Frankfurter Rundschau
v. 14.07.
- Zusammenfassung:
Die Autorin geht von
einer weitgehenden Individualisierung der
Lebensformen in unserer Gesellschaft aus.
Diesem Trend soll das Steuer- und
Sozialrecht gerecht werden, indem nicht
mehr die Ehe, sondern Familien -
unabhängig vom Familienstand -
gefördert werden sollen. Der
Individualisierung der Partner steht vor
allem das Ehegattensplitting, das als
Subventionierung der Hausfrauenehe
gewertet wird, entgehen. Utopischer
Fixpunkt ist die Wahlfamilie jenseits
biologischer
Verwandtschaftsverhältnisse.
- Im
GLOSSAR wird der
Begriff
"Individualisierung"
erklärt.
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- GEIST,
Guido (2000): Die klassische Familie unterliegt
in Deutschland einem tief greifenden Wandel.
Veränderte
Lebensumstände und neue Werte führen zu einer
Vielfalt familiärer Lebensformen,
in: Welt v. 13.07.
- Inhalt:
Der Autor befasst
sich mit den Gründen zunehmender
Kinderlosigkeit. Seine Argumentation
folgt dabei BECKs
Individualisierungsthese
- Im
GLOSSAR wird der
Begriff
"Individualisierung"
erklärt.
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FTHENAKIS,
Wassilios (2000): Achtet die Familie.
Mit
nur einem Modell des Zusammenlebens wird es kaum
gelingen, gesellschaftlichen Entwicklungen
gerecht zu werden,
in: Welt v. 12.07.
- Inhalt
Der Münchner
Familienforscher plädiert für eine
Partnerschaftspolitik
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- BUSS, Silvia (2000):
Heiraten oder Steuern blechen.
Die Saarbrücker
Historikerin Bärbel Kuhn nimmt die Geschichte
der Singles unter die Lupe,
in: Saarbrücker Zeitung v.
11.07.
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- KRENTZ,
Karin (2000): Experten warnen vor kinderfreien
Städten.
Wohnungswirtschaft
und Mieterbund kritisieren falsche
Weichenstellung der rot-grünen Regierung,
in: Welt v. 04.07.
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- KOHL, Susanne (2000):
Endstation Sehnsucht.
Jedes achte Paar in
Deutschland liebt auf Distanz. Sie leben hunderte
von Kilometern voneinander entfernt, weil der Job
es erfordert. Oder sie entscheiden sich für
getrennte Wohnungen in derselben Stadt, damit die
Beziehung nicht zur Routine wird. Ein Bericht
über Partnerschaften zwischen Abschiedsschmerz
und Wiedersehensfreude,
in: Marie Claire, Juli
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- MESCHEDE, Eva (2000):
Der große Single-Bluff,
in: COSMOPOLITAN, Juli, S.71-78
- Kommentar:
Bericht über die
statistisch vernachlässigbaren, aber medial
überrepräsentierten partnerlosen Yuppies in Berlin, Hamburg
und München.
Ein Grund für
dieses Missverhältnis in der Berichterstattung liegt auf der
Hand: diese gesellschaftliche Kleingruppe rekrutiert sich
vor allem aus den Medienberufen. Ihre Berechtigung, sich
selbst in den Mittelpunkt zu stellen, nehmen sie aus dem
rücksichtslosen Rückgriff auf die Zahl der Alleinlebenden in
Deutschland. Diese Zahl verschleiert jedoch die
tatsächlichen Lebensverhältnisse dieser Gruppe.
- Im
GLOSSAR werden die
Begriffe "Yuppie" und
"Alleinlebende"
erklärt.
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- CSELLICH, Barbara
(2000): Fraulos - der Bauer allein zu Haus.
Jeder vierte Landwirt führt
unfreiwillig ein Singledasein - Fortbestand der
Betrieb in Gefahr,
in: Passauer Neue Presse v.
20.06.
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MARTI,
Michael (2000): Die Droge Arbeit.
Internet-Branche,
Börsenfieber und Multimedia-Welt formen einen
ultraflexiblen Menschentyp. Er schuftet Tag und
Nacht, denkt vor allem ans Geld und sonst nur an
sich. In den USA haben die jungen Aufsteiger
bereits einen Namen: Der Yuppie-Nachfolger heißt
"Yettie".
in: Spiegel Nr.25 v. 19.06.
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- BRÜDERLEIN, Ruth
(2000): Single Belles
Attraktiv, intelligent - und
solo. Viele Frauen finden keinen Mann, der ihren
Ansprüchen genügt. Singles zwischen
One-Night-Stand und Happy End sind ganz schön
allein.
in: Facts Nr.23 v. 07.06.
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- FACTS (2000): "Es
gibt keine Rollenmodelle mehr"
Die deutsche Buchautorin und
Psychoanalytikerin Maja Storch behauptet, starke
Frauen sabotierten ihr Liebesleben selber - weil
sie ihre so genannte innere Tussi ignorierten.
in: Facts Nr.23 v. 07.06.
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Zu den News vom Mai 2000
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