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Presserundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   

News vom Juni 2000
News vom Mai 2000
News bis Mai 2000

 
       
   

News vom Juli 2000

 
     
   
  • TUMA, Thomas (2000): Die Flirtmaschine.
    Das World Wide Web ist eine gigantische Spielwiese für Singles, Fremdgeher und andere Abenteurer. Allein in Deutschland tummeln sich bereits Hunderte von Kontaktvermittlern im Netz. Nicht nur der traditionelle Annoncenmarkt muss sich umstellen,
    in: SPIEGEL Nr.30 v. 24.07.
    • Kommentar
      Wenn der Autor als Single-Leitbild den "jung-dynamischen, solo glücklichen Waschsalonbesucher" bezeichnet und dann von einer "13 Millionen-Zielgruppe" spricht, die zur Hälfte aus Partnersuchenden besteht, dann ist implizit der Einpersonenhaushalt (Alleinlebende) als Zielgruppe gemeint.

                  Dieser statistische Begriff ist ohne zusätzliche Kriterien für die Eingrenzung von Partnersuchenden jedoch völlig untauglich. Partnersuchende sind weder identisch mit Personen, die im Einpersonenhaushalt leben, noch sind sie eine Untergruppe derselben. Singles im Sinne von Partnerlosen sind auch in Mehrpersonenhaushalten oder unter den Alleinerziehenden zu finden.
                  Die Fixierung auf die Einpersonenhaushalte ergibt sich aus dem Trugschluss, dass diese Gruppe einkommensstark ist (Yuppies). So heißt es im Artikel:
                  "Singles im Netz (sind) überdurchschnittlich gebildet, zu 90 Prozent männlich und hedonistisch".
                  Allein diese Charakteristik trifft auf die Einpersonenhaushalte in keinster Weise zu. In Einpersonenhaushalten leben überwiegend Frauen (1998: 58 %) und über 55jährige (1998: 51,2 %). Weniger als 16 % verdienten 1998 über 3000,- DM Netto, aber 40,2 % verdienten unter 1800,- DM.
      • Im GLOSSAR werden die Begriffe "Alleinlebende", "Partnerlose" und "Yuppies" erklärt.
 
   
  • STEPHAN, Rainer (2000): Genuss ohne Treue.
    Aus gegebenem Anlass: Ein Plädoyer für die Abschaffung der Ehe,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 20.07.
    • Kommentar:
      Ein 68er stellt seine Vorstellungen über die Ehe vor. Er tut dies unter Rückgriff auf die historische Entwicklung der Familie. Neue Erkenntnisse der empirischen Familienforschung bleiben dabei unberücksichtigt.
 
     
     
   
  • KASTNER, Ruth (2000): Familie ist, wo Kinder sind...
    Der Streit um den Trauschein für Schwule wirft grundsätzliche Fragen auf. Warum privilegiert der Staat die Ehe und nicht die Kinder?
    in: Hamburger Abendblatt v. 15.07.
    • Kommentar:
      Die Autorin versucht ihre Individualisierungsthese mittels amtlicher Statistik und Beispielen aus ihrer Lebenswelt zu belegen. Ihre Argumentation liegt dabei auf der Linie von Christina Schenk (FR 14.07.) soweit es um die Prämierung von Familien jenseits der Ehe und um die Abschaffung des Ehegattensplittings geht.
                  Die Individualisierungsthese lässt sich anhand der amtlichen Statistik jedoch weder belegen, noch widerlegen. Dafür eignen sich nur lebenslaufbezogene Untersuchungen. Was z.B. zu einem bestimmten Zeitpunkt als Kinderlosigkeit erscheint, das kann sich im Lebensverlauf schnell als kinderlose Lebensphase herausstellen.
                  Die Errungenschaften einer längeren Lebenserwartung und besserer Wohnverhältnisse lassen die Phasen kinderlosen Haushaltens zu einer allgemeinen Erfahrung - gerade auch von Eltern - werden. Dies wird oftmals als zunehmende Kinderlosigkeit fehlinterpretiert.
      • Im GLOSSAR wird der Begriff "Individualisierung" erklärt.
 
   
  • SCHENK, Christina (2000): Ein Stück Torte oder einen neuen Kuchen backen.
    Über die Gleichstellung aller Lebensweisen - ein Blick in die Zukunft,
    in: Frankfurter Rundschau v. 14.07.
    • Zusammenfassung:
      Die Autorin geht von einer weitgehenden Individualisierung der Lebensformen in unserer Gesellschaft aus. Diesem Trend soll das Steuer- und Sozialrecht gerecht werden, indem nicht mehr die Ehe, sondern Familien - unabhängig vom Familienstand - gefördert werden sollen. Der Individualisierung der Partner steht vor allem das Ehegattensplitting, das als Subventionierung der Hausfrauenehe gewertet wird, entgehen. Utopischer Fixpunkt ist die Wahlfamilie jenseits biologischer Verwandtschaftsverhältnisse.
      • Im GLOSSAR wird der Begriff "Individualisierung" erklärt.
 
   
  • GEIST, Guido (2000): Die klassische Familie unterliegt in Deutschland einem tief greifenden Wandel.
    Veränderte Lebensumstände und neue Werte führen zu einer Vielfalt familiärer Lebensformen,
    in: Welt v. 13.07.
    • Inhalt:
      Der Autor befasst sich mit den Gründen zunehmender Kinderlosigkeit. Seine Argumentation folgt dabei BECKs Individualisierungsthese
      • Im GLOSSAR wird der Begriff "Individualisierung" erklärt.
 
   
  • FTHENAKIS, Wassilios (2000): Achtet die Familie.
    Mit nur einem Modell des Zusammenlebens wird es kaum gelingen, gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht zu werden,
    in: Welt v. 12.07.
    • Inhalt
      Der Münchner Familienforscher plädiert für eine Partnerschaftspolitik
 
   
  • BUSS, Silvia (2000): Heiraten oder Steuern blechen.
    Die Saarbrücker Historikerin Bärbel Kuhn nimmt die Geschichte der Singles unter die Lupe,
    in: Saarbrücker Zeitung v. 11.07.
 
   
  • KRENTZ, Karin (2000): Experten warnen vor kinderfreien Städten.
    Wohnungswirtschaft und Mieterbund kritisieren falsche Weichenstellung der rot-grünen Regierung,
    in: Welt v. 04.07.
 
   
  • KOHL, Susanne (2000): Endstation Sehnsucht.
    Jedes achte Paar in Deutschland liebt auf Distanz. Sie leben hunderte von Kilometern voneinander entfernt, weil der Job es erfordert. Oder sie entscheiden sich für getrennte Wohnungen in derselben Stadt, damit die Beziehung nicht zur Routine wird. Ein Bericht über Partnerschaften zwischen Abschiedsschmerz und Wiedersehensfreude,
    in: Marie Claire, Juli
 
   
  • MESCHEDE, Eva (2000): Der große Single-Bluff,
    in: COSMOPOLITAN, Juli, S.71-78
    • Kommentar:
      Bericht über die statistisch vernachlässigbaren, aber medial überrepräsentierten partnerlosen Yuppies in Berlin, Hamburg und München.
                  Ein Grund für dieses Missverhältnis in der Berichterstattung liegt auf der Hand: diese gesellschaftliche Kleingruppe rekrutiert sich vor allem aus den Medienberufen. Ihre Berechtigung, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, nehmen sie aus dem rücksichtslosen Rückgriff auf die Zahl der Alleinlebenden in Deutschland. Diese Zahl verschleiert jedoch die tatsächlichen Lebensverhältnisse dieser Gruppe.
      • Im GLOSSAR werden die Begriffe "Yuppie" und "Alleinlebende" erklärt.
 
   

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News vom Juni 2000

 
   
  • CSELLICH, Barbara (2000): Fraulos - der Bauer allein zu Haus.
    Jeder vierte Landwirt führt unfreiwillig ein Singledasein - Fortbestand der Betrieb in Gefahr,
    in: Passauer Neue Presse v. 20.06.
 
     
   
  • BRÜDERLEIN, Ruth (2000): Single Belles
    Attraktiv, intelligent - und solo. Viele Frauen finden keinen Mann, der ihren Ansprüchen genügt. Singles zwischen One-Night-Stand und Happy End sind ganz schön allein.
    in: Facts Nr.23 v. 07.06.
 
   
  • FACTS (2000): "Es gibt keine Rollenmodelle mehr"
    Die deutsche Buchautorin und Psychoanalytikerin Maja Storch behauptet, starke Frauen sabotierten ihr Liebesleben selber - weil sie ihre so genannte innere Tussi ignorierten.
    in: Facts Nr.23 v. 07.06.
 
       
   

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Zu den News vom Mai 2000

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

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