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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
     
       
     
       
       
   

News vom Oktober 2001

 
       
     
       
   
  • Christian Kracht "1979" - Der Roman zur Frankfurter Buchmesse

    • Das Ende der Spaßgesellschaft und der Kampf der Kulturen (09.10.2001)
      Am 30. August 2001 war folgendes bei single-dasein.de zu lesen: "Anfang Oktober erscheint der neue Roman "1979" des so genannten Popliteraten Christian KRACHT, einem Angehörigen der Generation Golf. Eines kann ich nach dem Lesen des ersten Fahnensatzes jetzt schon sagen: Der Roman wird der Debatte um die Popliteratur im diesjährigen Bücherherbst ganz neue Impulse geben".
                  Das war vor dem 11. September, dem Tag, an dem nichts mehr so sein durfte, wie es vorher war: "Nichts wird mehr so sein, wie es war", das war die Beschwörungsformel in den großen Zeitungen. Mit dem Abstand von einem Monat wird klar:
                  Nicht Bruch, sondern eine Beschleunigung der Kontinuität ist das Charakteristikum dieser Zeit.
                  "»Schafft die Spaßgesellschaft ab!« Sonst geht die soziale Lebensqualität in Deutschland verloren" betitelte der Freizeitpapst Horst W. OPASCHOWSKI ein Essay in der Zeitschrift Spektrum Freizeit. Forum für Wissenschaft, Politik & Praxis. Das war vor dem 11. September.
                  "Peter Scholl-Latour antwortete in dieser Woche in meiner Sendung auf die Frage, was jener Verteidigungsfall, den die Nato beschlossen hat, für die Welt bedeute, mit einem Satz: Das Ende der Spaßgesellschaft", schrieb Michel FRIEDMAN in der Süddeutschen Zeitung vom 18.09.2001. "Nichts wird mehr so sein, wie es war" ist damit in Deutschland von Peter SCHOLL-LATOUR auf die Kurzformel vom "Ende der Spaßgesellschaft" gebracht worden. Im Tonfall lag die ganze Verachtung für den westlichen Lifestyle.
                  Für die Kulturpessimisten aller Couleur ist die Individualisierung bzw. die Pluralisierung der Lebensformen das Ergebnis unserer Spaßgesellschaft.
                  "Die Spaßgesellschaft zeugte ihre Computerkids, und der Single wurde zum Symbol, zur Leitfigur tief greifender Veränderungen der Lebensformen", so beschrieb der Spaßtheoretiker Reinhard MOHR das Aufkommen der Spaßgesellschaft (SPIEGEL Nr.5 v. 31.01.2000).
                  Das "Ende der Spaßgesellschaft" ist nicht das Ziel eines Kampfes der Kulturen im Sinne von Samuel P. HUNTINGTON, sondern ein innerdeutscher Kampf der Polarisierer, der bereits vor dem 11. September voll entbrannt ist und als
                  Kontroverse Familien contra Singles
                  den politischen Verteilungskampf dominierte. "Kein Herz für Familien. Passen Eltern und Kinder in unsere Spaßgesellschaft" titelte die WELT AM SONNTAG (09. September 2001). Für den CDU-Politiker Wolfgang SCHÄUBLE ist die Spaßgesellschaft gar ein "soziologischer Begriff"! Er soll die Grenzenlosigkeit - das "Anything goes" der Postmoderne - auf den Punkt bringen. Ein zentrales Merkmal dieser Grenzenlosigkeit ist für ihn der Bevölkerungsrückgang (WELT vom 12.09.2001). Alexander GAULAND hat dies einen Tag vorher bereits deutlicher gesagt. Unter der Überschrift "Es geht wieder um etwas" schreibt er: Unter der Oberfläche der Spaßgesellschaft tobt ein neuer Kulturkampf - und das ist gut so." Er plädiert für einen "Aufstand der Verwurzelten" (WELT vom 11.09.2001).
                  Den bisher umfassendsten "Gegenentwurf" zur Spaßgesellschaft hat Heimo SCHWILK unter der Überschrift "Der Bürger kehrt zurück" in der WELT AM SONNTAG vom 30.09.2001 vorgelegt. Der Spaßgesellschaft soll die Verantwortungsgemeinschaft folgen. Er beruft sich u.a. auf Meinhard MIEGEL, dessen Bevölkerungstheorie sich auf den
      Gegensatz von "individualistischen" und "kollektivistischen" Kulturen
      beruft. Individualistische Kulturen sind nach MIEGEL dem Untergang geweiht, weil sie aussterben oder ausgelöscht werden. SCHWILK möchte ein Zurück zur Familie. Er beklagt, dass die Berufstätigkeit der Mutter in unserer Gesellschaft nicht als unmoralisch gilt.
                  Was hat das alles mit dem Buch "1979" von Christian KRACHT zu tun?
                  Das Buch eröffnete heute in der FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG die Literaturbeilage zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Hubert SPIEGEL schreibt dazu: "Es ist (...) ein Pamphlet gegen die Dekadenz und moralische Verrottung des Westens, dem die Revolution Chomeinis als gut und wünschenswert gegenübergestellt wird. Es ist, mit einem Wort, eine Auslöschungsphantasie." KRACHTs Roman beschreibt seine Variante vom "Ende der Spaßgesellschaft"...
 
   
  • JACKSON, Joe (2001): It's Cocktale Time.
    Zu Besuch in Sodom und Gomorrha: Ein Gespräch mit "Sex and the City-Autorin Candace Bushnell,
    in: Rolling Stone Nr.11, November
 
     
   
  • Coverstory "Sex der Single-Frauen"

    • Kommentar:
      MAX macht Pause von Familie und Wir-Gefühl und widmet sich den Singles...
    • SCHLOEMER, Andrea (2001): Zeit der Jägerinnen.
      Ob "Sex and the City" oder "Ally McBeal": In Kino, TV und im richtigen Leben reden Frauen plötzlich wie Männer über Sex und Beziehungen - und verhalten sich auch so. Sie gehen selbst auf die Pirsch. Und nehmen sich die Kerle, die sie wollen. Sechs Frauen berichten über den Weg zur Trophäe,
      in: MAX Nr.23 v. 31.10.
    • BUCHHOLZ, Simone & Dirk OTTE (2001): Die Saison ist eröffnet.
      Madonna hat es vorgemacht, jetzt holen sich Frauen die Männer überall: In den Clubs und Bars ist das Zeitalter der Jägerinnen angebrochen. Ein Report über das neue weibliche Paarungsverhalten,
      in: MAX Nr.23 v. 31.10.
      • Kommentar:
        Madonna ist für SCHLOEMER der Prototyp der neuen Frau und Vorbild für eine ganze Generation, denn die neue Frau ist selbstbewusst und übernimmt die aktive Rolle in der Single-Bar. Seit über 20 Jahren versprochen, nun ist es endlich so weit! Aber Männer aufgepasst. Ihr müsst die Zeichen deuten können und deshalb MAX lesen.
                    Eine FORSA-Umfrage hat MAX dafür in Auftrag gegeben. Das Wichtigste ist daraus jedoch nicht zu ersehen, da nur Alter und Geschlecht und nicht der Beruf oder das Einkommen angegeben ist. Außerdem fehlen Angaben darüber, ob die Umfrage repräsentativ war, wieviel Personen befragt wurden und wo die Menschen befragt wurden.
                    Die Serien "Sex and the City" und "Ally McBeal" spielen in Yuppie-Kreisen und damit in bestimmten Milieus, mit generationentypischem Verhalten hat das erst einmal wenig zu tun. Gut gebildete und damit finanziell autonome, selbstbewusstere Single-Frauen haben demographisch bedingt zugenommen. Das ist nichts sensationell Neues, aber vom Zeitalter der Jägerinnen zu sprechen, das ist eher Ausdruck des Verteilungskampfes um Aufmerksamkeit auf dem Zeitschriftenmarkt.
    • SCHLOEMER, Andrea (2001): "Bald, bald erleg' ich dich'"
      Als Anne West veröffentlichte Nina George, 28, den Sexratgeber "Sag Luder zu mir". Nun verrät sie, was der Mann von einer Jägerin erwarten kann,
      in: MAX Nr.23 v. 31.10.
    • KNEISSLER, Michael (2001): Die Beichte.
      Nach der letzten festen Beziehung war Kim Fisher klar: Ein Mann ist ihr zu wenig. Die Moderatorin genießt den unverbindlichen Sex,
      in: MAX Nr.23 v. 31.10.
    • JC (2001): Lustgewinn.
      Nicht nur Männer bekommen Pillen wie Viagra verschrieben. Neuartige Sexmittel bringen jetzt auch Frauen neuen Spaß im Bett. Der Anspruch darauf beschäftigt vor allem die Frauenärzte,
      in: MAX Nr.23 v. 31.10.
 
   
  • BRIGITTE-Dossier: "Sexlügen"

    • KRAMER, Regina & Nikola HAAKS (2001): "Wer sagt denn, dass Partner sich ständig begehren müssen?"
      Sein Bestseller "Fünf Lügen, die Liebe betreffend" machte Schlagzeilen. Dabei sagt der Hamburger Paar-Therapeut Michael Mary eigentlich nur das, was jeder von uns im Laufe einer längeren Beziehung auch erlebt: Dass Liebe und Lust auf Dauer nicht zu haben sind,
      in: Brigitte Nr.23 v. 31.10.
 
   
  • HOFFMANN, Ruth Franziska (2001): Auch einmal die Wilde sein.
    Frauen erzählen in einem Buch, warum sie einen Geliebten haben - und auch ihren Ehemann brauchen,
    in: Tagesspiegel v. 31.10.
    • Kommentar:
      Der Paartherapeut Michael MARY hat mit seinem Buch "5 Lügen, die Liebe betreffend" einen Bestseller-Ratgeber für die "Revolution im Reihenhaus" (Susanne GASCHKE) geschrieben.
                  Martina RELLIN liefert jetzt mit "Ich habe einen Liebhaber" die Reportagen aus der Berliner Republik dazu.
                  Der Stern (Nr.45 v. 31.10.2001) hat aus dem Stoff die Coverstory "Ich habe einen Liebhaber. Frauen erzählen von der heimlichen Lust mit einem zweiten Mann" gemacht.
                  Diese neue Generation der Sex-Stories folgt einerseits dem Skript "Liebe als Passion" und andererseits dem Skript "Frauen haben Sex wie ein Mann". Erfolgreiche Vorbilder finden sich in Frankreich und den USA ("Sex and the City").
 
   
  • GEORGENS, Sven F. & Susann REMKE (2001): Koitus desperatus.
    Nach den Terroranschlägen ist die sexuelle Moral auf den Hund gekommen. Psychologen wundert das nicht,
    in: Focus Nr.44 v. 29.10.
 
   
  • WENTZ, Martin (2001): Vom öffentlichen Raum zu den eigenen vier Wänden.
    Aus dem 19. ins 21. Jahrhundert: Der moderne Städtebau und die Stadt der Zukunft
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.10.
    • Kommentar:
      WENTZ skizziert den Niedergang von "Urbanität" im 20. Jahrhundert.
                  Dieser Niedergang vollzieht sich entlang der Polarität Öffentlichkeit versus Privatheit. Die Pathologisierung der Großstadt haben so unterschiedliche Bewegungen wie die Heimat-, Lebensreform- und Genossenschaftsbewegung vorangetrieben. Mit der Verbreitung der bürgerlichen Kleinfamilie ist eine anti-urbanen Homogenisierung der Lebensstile einhergegangen:
                  "Schlafgängertum, Gemeinschaftsküchen, Kneipenleben usw. sollten durch die Schaffung von abgeschlossenen Kleinwohnungen für die Kleinfamilie - ein damals neuer Familientyp - entgegengewirkt werden. Gesunde und moralische Lebensweise nach bürgerlichen Normen wurden als Einheit begriffen.
                  Klein- und Kleinstwohnungsbau wurden nicht nur aus wirtschaftlichen Erwägungen in den Mittelpunkt der Reformvorstellungen gestellt, sondern auch, um mit allen Möglichkeiten zu verhindern, dass sich andere Gemeinschaftsformen als Kleinfamilien dort etablieren könnten.
                  Die Wohnung als Nukleus des Städtebaus bewirkte eine Umkehr der Perspektive des Stadtbaus: nicht mehr der öffentliche Raum, die Fluchtlinie war das Bestimmende, sondern das Wohngebäude."
                  Das Ideal von WENTZ ist eine Balance von Privatheit und Öffentlichkeit, die den Familien entgegenkommt und damit die Stadtflucht der Besserverdienenden (Suburbanisierung) stoppt:
                  "Die Wünsche nach Rückzugsmöglichkeiten und Öffentlichkeit, nach Nähe und Distanz, nach Heterogenität und Homogenität, nach Abwechslung und Ruhe, auf engem Raum zu organisieren, das ist eine der Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Die Stadt wird sich darstellen als kleinteiliges patchwork unterschiedlicher Lebensstile und Bauformen. Notwendig ist deshalb mehr Freiheit in der Ausgestaltung der eigenen Lebensräume, bei größerer Flexibilisierung der Bebauungspläne, die sich auf ihre eigentliche Aufgabe, die Definition der öffentlichen Räume, zurückbesinnen sollte."
 
   
  • BODENSCHATZ, Harald (2001): Auferstanden aus Ruinen und dem Auto abgewandt.
    Nostalgischer Mumpitz oder zukunftsweisende Stadtplanung? Das amerikanische Konzept des "New Urbanism" hält langsam auch in Deutschland Einzug,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.10.
    • Kommentar:
      BODENSCHATZ plädiert für einen "New Urbanism", der sowohl kommunitaristische Großstadtkritik als auch Kritik an den traditionellen Suburbs bzw. "Gated Communities" sein will. Amerikanische Modelle des "New Urbanism" sind das Seaside in Florida, Kentlands bei Washington und der Stadtteil Hillside Terrace in Milwaukee. Der "New Urbanism" soll die Antwort auf den "Verfall der Zentren, die Zersiedelung der Peripherie, die Automobilisierung der Gesellschaft, die sozialen und ethnischen Spaltungen" sein. Das kommunitaristische Ziel ist die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch die Herstellung von Nachbarschaft.
                  Utopie und Realität klaffen aber weit auseinander: statt der üblichen Segmentierungen innerhalb von Städten entstehen nun homogene Städte:
                  "Das Haushaltseinkommen der Bewohner von Kentlands ist überdurchschnittlich hoch, die Kleinstadt ist ein Zentrum der neuen Computerheimarbeit".
                  Auch in Deutschland ist das Konzept des "New Urbanism" auf dem Vormarsch. In Wustrow an der Ostsee soll eine neue Gartenstadt entstehen: "ein Urlaubsstädtchen, für das es eine gutverdienende saisonale Klientel zu gewinnen gilt". In Berlin gilt BODENSCHATZ das an den Hackeschen Höfen orientierte "Johannisviertel" als Modell des "New Urbanism".
 
   
  • GOY, Martina (2001): "Wash-and-eat": sauber und satt.
    Holly's Wasch-Theken wollen expandieren,
    in: Welt am Sonntag v. 28.10.
    • Inhalt:
      Mit der Kombination von Waschsalon und Restaurant soll die Zielgruppe von Waschsalons, nämlich Studenten, Rentner und sozial schwache Familien um gut verdienende Singles erweitert werden.
 
   
  • FH (2001): Mehr Wohnraum für weniger Menschen.
    Langfristig kein Bedarf für kleine Wohnungen,
    in: Welt am Sonntag v. 28.10.
 
   
  • BARNSTEINER, Catrin (2001): Zürich tut gut.
    Weil die Welt so schlecht ist und Glücklichsein unmöglich. Meint jedenfalls die Schriftstellerin Sibylle Berg
    in: Welt v. 27.10.
 
   
  • BORGER, Sebastian (2001): Kinder kriegen Kinder.
    Nirgends gibt es so viele Teenagerschwangerschaften wie in Großbritannien. Die jungen Mütter eint die Armut,
    in: Die Woche Nr.44 v. 26.10.
 
   
  • RENTSCH, Andreas (2001): Späte Schwangerschaft als Risiko.
    Frauenarzt Martin Link: Jedes siebente sächsische Paar bleibt wider Willen kinderlos,
    in: Sächsische Zeitung v. 25.10.
 
   
  • HAAKE, Gregor (2001): Vierzehn Paare ringen um ein Kind.
    Die Statistiker zählen offiziell immer weniger Adoptionen - es könnten aber viel mehr sein,
    in: Tagesspiegel v. 25.10.
 
   
  • WEBER, Timo (2001): Individuelle Grundrisse für Ältere.
    Altengerechtes Wohnhaus entsteht nach Sanierung in der Von-der-Schulenburg-Straße,
    in: Schweriner Volkszeitung v. 25.10.
    • Inhalt:
      "Aus zwei Vierraum- und zwei Einraum-Wohnungen entstehen zwei große Zweiraum- und eine Dreiraum-Wohnung", schreibt WEBER über eine Modernisierungsmaßnahme in Schwerin. Für ältere Singles sind die Zweiraumwohnungen vorgesehen.
 
   
  • WIRTSCHAFTSWOCHE HEUTE (2001): Singles: Kräftig zur Kasse gebeten.
    Alleinstehende Berufstätige werden in Deutschland vom Staat kräftig zur Kasse gebeten. Nur in Belgien und Dänemark werde der ledige Durchschnittsverdiener noch stärker vom Fiskus geschröpft als hierzulande, ergab ein Vergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.
    in: Wirtschaftswoche Heute v. 24.10.
 
     
   
  • SPERLING, Katja (2001): Singles lernen sich bei Pro Familia kennen,
    in: Frankfurter Neue Presse v. 24.10.
    • Inhalt:
      Die Beratungsstelle "Pro Familia" bietet in Friedrichsdorf regelmäßige Single-Treffs
 
   
  • BRÜCKENBAUER (2001): Jung + Alt?
    Grosser Altersunterschied: Kann es gut gehen, wenn der Partner oder die Partnerin 20 oder 30 Jahre älter ist?,
    in: Brückenbauer Nr.43 v. 23.10.
  • BRÜCKENBAUER (2001): Altersgraben.
    Können Beziehungen trotz grossem Altersunterschied funktionieren?,
    in: Brückenbauer Nr.43 v. 23.10.
    • Inhalt:
      Interview mit dem Paar und Familientherapeut Peter ANGST
 
   
  • BARTH, Andrea (2001): Tiefkühl-Heimservices liegen im Trend.
    "After Work City-Service" soll den Bedürfnissen Berufstätiger gerecht werden,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 23.10.
    • Inhalt:
      Die Hauptzielgruppe von Tiefkühl-Heimservices sind traditionelle Familien, da Singles zu den üblichen Lieferzeiten arbeiten. Das soll jetzt in München anders werden. Ein "After Work City-Service" mit Lieferzeiten zwischen 18 und 22 Uhr soll berufstätige Alleinlebende auf den Geschmack bringen...
 
   
  • SCHMIHING, Jörg (2001): "Kleine Tipps", die das Leben leichter machen.
    Der Deutsche Hausfrauenbund veranstaltet dreimal im Jahr einen Haushaltschrashkurs für junge Paare und Singles,
    in: Rheinpfalz v. 23.10.
    • Inhalt:
      Der Deutsche Hausfrauen-Bund in Frankenthal bietet einen "Haushalts-Führerschein" für die Zielgruppe "Haushaltsgründer, Doppelbelastete, Einzelkämpfer und alle, die neue Wege gehen wollen" an. Neben den üblichen Hausarbeiten stehen finanzielle Aspekte, Organisation und Zeitmanagement auf dem Programm.
 
   
  • RÖSSLER, Beate (2001): Wer ist die Beste im Land?
    In der Debatte um "Mütter-Kinder-Arbeit" sind normative Differenzierungen geboten,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.
    • Inhalt:
      RÖSSLER argumentiert auf der Linie von Nancy FRASERs feministischer Gerechtigkeitstheorie und kritisiert sowohl VINKENs "Die deutsche Mutter" als auch Ulrike HORNs "Neue Mütter braucht das Land":
                  bei beiden wird zwar der Versuch gemacht, "mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft herzustellen: bei Vinken dadurch, Frauen stärker an der Erwerbsarbeit zu beteiligen; bei Horn dadurch, die von Frauen privat verrichtete Arbeit in der gesellschaftlichen Anerkennung aufzuwerten. Doch beide lassen sich erstaunlich umstandslos in die bestehenden Verhältnisse einpassen, weil sie die grundsätzliche Struktur, dass Frauen für Kinder und Hausarbeit zuständig sind, nicht in Frage stellen. Männer kommen nämlich in beiden Positionen so gut wie gar nicht vor. Zwar kann man sagen, dass einer Position wie der von Vinken gerechtigkeitstheoretisch der Vorrang gebührt, weil sie Frauen zumindest die Möglichkeit eröffnen will, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Aber so lange eine Position nicht den Begriff der Arbeit und die geschlechtsspezifische Zuordnung auch der Hausarbeit problematisiert, solange ändert sie an den grundsätzlichen Strukturen der Gesellschaft nicht wirklich etwas."
 
   
  • HIEBER, Jochen (2001): Das unglückliche Bewußtsein.
    Hörbuch des Monats: Die "Elementarteilchen" als Hörspiel,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.10.
    • Inhalt:
      HIEBER sieht den Gewinn des Hörspiels von Michel HOUELLEBECQ darin, "daß es die unheilsgeschichtliche Prophetie und die menschheitsprognostische Essayistik des Romans eher zurückdrängt - und zwar zugunsten des sehr persönlichen Unglücks, das dem Autor als Kind und Jugendlichem widerfuhr".
 
   
  • KUß, Stefan (2001): Wer jetzt kein Haus hat, kauft sich Bauerwartungsland.
    Nach dem Wüstenrot-Tag: Das deutsche Eigenheim und seine beiden Normen, volle Öffnung der Schranktür und Schmaldurchgang des Menschen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.10.
 
   
  • HECHT, Martin (2001): Und da steht schon wieder der Kurze auf der Matte.
    Reden über das eigene Kind: Karrieremütter entdecken den Nachwuchs als Statussymbol und erliegen einem seltsamen Mitteilungsdrang,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 22.10.
 
     
   
  • STRUNK, Andrea (2001): Ein Mann für gewisse Runden.
    "Ladies Fun" im Basispaket: In Lübeck können sich Frauen Reisebegleiter mieten,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.10.
 
   
  • MAGERL, Sabine (2001): Keine falsche Bewegung.
    Die Ära der Luftfahrt geht zu Ende: Aus Vielfliegern werden wieder Seßhafte - oder Bahnfahrer,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.10.
    • Kommentar:
      Ein vorschneller Abgesang auf den "globalen Nomaden" und ein Plädoyer für den Umstieg auf die Yuppie-Bahn und virtuelle Reisen.
 
   
  • SCHMIESE, Wulf (2001): Der Klassenkampf kommt wieder in Mode.
    Auf dem Attac-Kongreß in Berlin verbünden sich junge Globalisierungsgegener und Veteranen der Linken,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.10.
    • Kommentar:
      Der hessische Sozialrichter Jürgen BORCHERT "bastelt seit einem Monat als Berater des hessischen Ministerpräsidenten Koch an einer neuen Sozial- und Familienpolitik", schreibt SCHMIESE. BORCHERT - einer der profiliertesten Gegner der "Single-Gesellschaft" - ist bereits ATTAC-Mitglied...
 
   
  • BERG, Sibylle (2001): Werbepause.
    Sibylle Berg stellt sich vor, ab morgen wäre die Welt werbefrei,
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.10.
 
     
   
  • SUßEBACH, Henning (2001): Ich kann nicht mehr gut sein.
    Die Generation Golf spürt in den Zeiten von Terror und Krieg, dass sie Stellung nehmen muss - im Zweifel gegen die Werte ihrer Jugend. Ein Bekenntnis,
    in: Die ZEIT v. 18.10.
    • Inhalt:
      SUßEBACH outet sich als Mitglied der Generation Kombi, d.h. als Angehöriger der Generation Golf mit Kind im Haushalt:
                  "Die Neue Mitte, das sind wir. Meine Freunde haben heute Putzfrauen, Kindermädchen, Aktien. Neoaristokratisch wird dieser Lebensstil genannt. Mein Werdegang klingt auch nicht nach freier Liebe und WG und so. Ich habe geheiratet mit 27, bin Vater geworden mit 28 und habe meine Tochter katholisch taufen lassen mit 29. (...)
      Ich gehöre mittlerweile zur Generation Golf-Kombi. Der Unterschied liegt nicht in dem bisschen mehr Ladefläche. Der Unterschied sitzt auf der Rückbank und ist ein Kind. Ich war davon ausgegangen, dass die Generation Kombi etwas selbstloser sein würde. Bin ich auch, aber in der Art, dass ich jetzt nicht mehr nur egoistisch auf mein Leben schaue, sondern auch auf das meiner Tochter. Ich bin egoistisch für zwei."
 
   
  • TAGESSPIEGEL (2001): Zu allein zu Haus.
    Partnerschaftsagenturen verzeichnen großen Andrang,
    in: Tagesspiegel v. 16.10.
 
   
  • BINDER, Evelyn (2001): Schneller leben, schneller essen,
    in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 16.10.
    • Kommentar:
      Bericht über den 4. Convenience-Kongress der Anuga. Mit Convenience-Produkten, d.h. in erster Linie Fertigprodukten, will die Lebensmittelbranche den "Goldesel" Single als Zielgruppe erreichen. Bequemlichkeit und/oder Zeitknappheit und Finanzkraft kennzeichnet die anvisierte Käuferschicht.
                  Der trendige Peter WIPPERMANN - der auf keinem Kongress zum Thema Zukunft fehlen darf - hat genauso wie Matthias HORX seinen Ulrich BECK gelesen. Beide zusammen verkaufen sie seit Jahren die Individualisierung als eine Art neue Weltreligion.
                  Im Bereich der Lebensmittelbranche spricht man jedoch besser vom "Alleinesser" und nicht vom Single, denn in der individualisierten Partnerschaft oder Familie ist die gemeinsame Mahlzeit aus vielerlei Gründen passé. Den besten Zugang zu diesem Thema bietet das Spezialheft "Singles" der Lebensmittelzeitung.
 
   
  • SCHWARZACHER, Lukas (2001): Ein digitales Lächeln gegen die Einsamkeit.
    Der Roboter als Lebensgefährte hat in Japan Konjunktur.
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.10.
    • Kommentar:
      "Tamagotchi ist total veraltet, hier kommt die erste Variante des Ersatzmenschen," kündigt SCHWARZACHER den japanischen Spielzeugroboter "Memoni" an.
 
   
  • JOST, Irmintraud (2001): Nur Liebe hilft gegen die Terror-Angst.
    Nach dem Attentat auf New York verzeichnen Partneragenturen in den USA einen ungewöhnlich starken Zulauf,
    in: Welt am Sonntag v. 14.10.
 
   
  • SONNTAGSZEITUNG (2001): Mit Gottes Segen zum Wunschbaby.
    Unerfüllter Kinderwunsch? Lassen Sie andere für sich beten, raten amerikanische Forscher,
    in: Sonntagszeitung
    v. 14.10.
 
   
  • HONDRICH, Karl Otto (2001): Der Neue Mensch - und seine Grenzen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.10.
    • Inhalt:
      In seinem Essay kritisiert der Soziologe HONDRICH die Vorstellungen vom individualisierten, flexiblen Menschen als neue Utopien, die alte Großutopien abgelöst hätten. Der Angriff auf Amerika zwingt dagegen zur "Besinnung auf seine eigene Kollektivität". SF-Phantasien der "Dritten Kultur" gehen noch weiter, wenn sie den Neuen Menschen als einen von Leib und Lebenszeit (Klone à la HOUELLEBECQ oder Cyborgs) befreiten Menschen denken.
                  Für HONDRICH ist vollkommene Flexibilität weder willkommen, noch möglich. Auch ein "Ende der Arbeitsgesellschaft" vermag er nirgends zu erkennen. HONDRICH fordert eine Neuorientierung der Soziologie - weg von unwichtig gewordenen Fragen der Herrschaft oder Klasse - hin zur Erforschung der "Differenzen zwischen Kulturen", denn in "der globalen Welt, in der sie aufeinanderstoßen, gewinnen die Unterschiede zwischen Kulturen eine besondere Sprengkraft". Aber auch das ist nicht ausreichend, denn die übergreifende Gemeinsamkeit aller Menschen ist nicht in den Menschenrechten begründet, sondern in den sozialen Beziehungsgesetzen:
                  "Das sind Prozesse und Gesetzmäßigkeiten des Zusammenlebens, denen sich niemand entziehen kann: Das Gesetz der Gegenseitigkeit ('Wie du mir, so ich dir'), das Gesetz der Präferenz für das Eigene, das Gesetzt der Unantastbarkeit des Heiligsten ('Tabu')...".
                  HONDRICHs Ansatz versteht sich als eine Absage an die sich historisch verstehende Soziologie à la Ulrich BECK.
 
   
  • MAP (2001): Chance, andere Singles zu treffen.
    Neu: Agentur Amo Vitam,
    in: Schweriner Volkszeitung v. 13.10.
    • Inhalt:
      Bericht über die erste Single-Agentur in Rostock
 
   
  • AFP (2001): Erster Konversations-Roboter für einsame Singles in Japan,
    in: Kieler Nachrichten v. 13.10.
    • Inhalt:
      Bericht über den Spielzeug-Roboter "Memoni".
                  Der anvisierte japanische Kundenkreis sind "alleinstehende, einsame Büroangestellte und junge Frauen, Eltern, deren Kinder aus dem Haus sind, oder alte Ehepaare, die ihrem Partner nichts mehr zu sagen haben."
 
   
  • GENAZINO, Wilhelm (2001): Fliehendes Denken.
    Formen der Sehnsucht,
    in: Frankfurter Rundschau v. 13.10.
 
   
  • TICHY, Andrea (2001): Wege aus der Altersfalle.
    Die Folgen des Terrors gegen Amerika verändern auch die Tagesordnung in Deutschland: Denn dem geplanten Gesetz zur Zuwanderung werden immer weniger Chancen eingeräumt,
    in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 12.10.
 
   
  • TOMORROW-Titelgeschichte "Die besten Single-Treffs im Internet"

    • WENGE, Birthe (2001): Single-Treffs im Internet
      in: Tomorrow Nr.22/23 v. 11.10.
    • MICHAELY, Natali & Holger FUß (2001): Dating-Test: Partnersuche im Internet.
      Eine Frau, ein Mann, zwei Welten: Natali Michaely und Holger Fuß über das Paarungsverhalten liebeshungriger Singles im Web,
      in: Tomorrow Nr.22/23 v. 11.10.
 
     
   
  • SICHTERMANN, Barbara (2001): Das Herz der Erziehung.
    Brauchen Kinder Grenzen? Oder doch eher Leute, die ihnen helfen, Grenzen zu überwinden? Drei Bücher für besorgte Eltern,
    in: Die ZEIT Nr.42 v. 11.10.
  • BUDEUS-BUDDE, Roswitha (2001): Die Ratlosigkeit der Ratgeber.
    Ist Erziehung heute unmöglich geworden? Nein, es ist nur schwer, ein gutes Buch darüber zu schreiben,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 11.10.
    • Inhalt:
      Auch in der SZ eine Rezension der beiden Erziehungsbücher.
 
   
  • BARNI (2001): Die Kunst, für sich selbst zu sorgen,
    in: Neuß-Grevenbroicher Zeitung v. 11.10.
    • Inhalt:
      Bericht über eine Veranstaltung zum Thema "Single-Leben als Chance". Die Buchautorin Dorothee DÖRING ("www.Traumprinz. Erfolgreiche Partner/in-Suche") leitete eine Arbeitsgruppe.
 
     
   
  • DRIBBUSCH, Barbara (2001): Lernen statt surfen.
    Zwei Bücher entdecken das Erziehungselend und restaurieren die Werte des Bildungsbürgertum,
    in: TAZ v. 10.10.
 
   
  • LEEB, Rolf (2001): "Vollbeschäftigung wirds nie mehr geben".
    in: Neue Luzerner Zeitung v. 09.10.
    • Inhalt:
      Interview mit Peter GLOTZ über die beschleunigte Gesellschaft.

                  "Was wir einüben müssen, ist eine Toleranz der unterschiedlichen Lebensstile und eine Kommunikation zwischen den beiden Gruppierungen", fordert GLOTZ zur Vermeidung von Kulturkämpfen in der Zwei-Drittel-Gesellschaft des Digitalen Kapitalismus.
 
     
   
  • KURIER (2001): Singles in New York fühlen sich einsam,
    in: Kurier v. 08.10.
    • Kommentar:
      Das Klischee von New Yorker Singles wird von Yuppie-Serien wie "Sex and the City" bestimmt.

                  Nach den Terroranschlägen soll das Single-Dasein - wie die New York Times meldete - noch ein bisschen einsamer geworden sein.
                  Es ist üblich geworden, jedes passende und unpassende Ereignis zum Anlass zu nehmen, um das "Ende der Spaßgesellschaft" zu fordern oder zu verkünden. In den Berichten über die "neue Qualität" des Single-Daseins nach den Terroranschlägen wird versucht eine Ausnahmesituation zu normalisieren. Nichts mehr, und nicht weniger.
                  Die Gleichung "Single-Gesellschaft" = "Spaßgesellschaft" hat vor dem 11. September nicht gestimmt und wird deshalb jetzt auch in ihrer Umkehrung nicht richtiger.
 
   
  • TAGESSPIEGEL (2001): Mehr Sex in Zeiten des Terrors.
    Psychologen erklären New Yorker Katastrophenphänomen,
    in: Tagesspiegel v. 04.10.
 
   
MAX -Titelgeschichte: In Zeiten des Terrors - WIR.
Was uns wichtig ist
 
   
  • JOST, Irmintraud (2001): "Terrorsex" und "PDS"-Sex sind die neuen Trends in New York.
    In den USA sind nach den Terroranschlägen Partnervermittlungen besonders gefragt,
    in: Welt v. 04.10.
 
     
   
  • SCHMIDT, Stefanie (2001): Bitte, gib mir einen Korb.
    ...und ich sage dir, wer du bist. Ein Blick auf die Einkäufe eines Mannes genügt, um zu wissen, ob man ihn kalt stellen, auftauen oder doch lieber heiß machen sollte,
    in: Cosmopolitan Nr.10, Oktober
    • Inhalt:
      Lebenshilfe zum Flirt im Supermarkt mit einkaufsbezogenen Anmachsprüchen à la "Willst du das alles ganz alleine trinken?"
 
   
  • HUSSENDÖRFER, Elisabeth (2001): Liebe auf den ersten Klick.
    Eigentlich sollte unsere Autorin über Paare berichten, die sich im Web gefunden haben. Doch bei der Recherche geriet sie plötzlich selbst in eine Love-Story,
    in: Cosmopolitan Nr.10, Oktober
    • Kommentar:
      Wer Kontaktanzeigen aufgibt, der hat's nötig! Solche Vorbehalte leben weiter fort und bestimmen auch die Formulierungen von Online-Kontaktanzeigen.

                  Aber manchmal verbergen sich dahinter keine Partnersuchenden, sondern nervende Dienstleister oder recherchierende Journalisten:
                  "Kontaktanzeige? Nö. Ich doch nicht. Wobei...wieso eigentlich nicht? Probieren kann man es ja mal. Ganz unverbindlich..." Die klassische Art, die Vorbehalte zu kontern ist dann: "Nö. Ich doch nicht (...) Hi du, find ich gut, dass du nie eine Kontaktaufzeige aufgeben würdest, ich würde auch nie antworten".
                  Für manche ist das dann die Liebe auf den ersten Klick und für andere ist das der Stoff für einen Krimi...
 
   
  • GEISEL, Sieglinde (2001): Und am Herd ein braves Weib.
    Der Mann steht heute auch in der Küche. Und in was für einer! Der Küchenkauf nimmt zuweilen den Rang des Autokaufs ein. Wie es dazu kam und was es dazu brauchte,
    in: NZZ Folio. Alles Design?, Oktober
    • Inhalt:
      Eine Küchengeschichte, die über feministische Vorstellungen einer küchenlosen Wohnung, den Funktionalismus von Einbauküchen und den 68er WG-Einfluss auf die Wohnküche bis zur Gegenwart reicht.
                  Die Gegenwartsküche ist nach Meinung der Autorin von teuren "Selbstdarstellungsküchen" geprägt:
                  "Verkäufer der Topküchen schätzen, dass nicht einmal die Hälfte ihrer Kunden eine Küche für die Familie kaufen, alle andern gehen an kinderlose Paare, vereinzelt auch an vermögende Singles, die ihrem Loft mit einer exklusive Küchenzeile das gewisse Etwas verleihen wollen.
      Laut
      David Brooks, einem amerikanischen Journalisten, gehören die Küchenkunden diesen Schlags zur neuen Elite der «Bobos», der «bourgeois bohemians». Für die nämlich ist der reine Luxus tabu."
 
       
       
   

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