[ Singles in aller Welt ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
   

Matias Faldbakken: Macht und Rebel

 
 
   
  • Kurzbiographie

 
 
     
 
   

Matias Faldbakken in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • FALDBAKKEN, Mathias (2005): Verriß und Vorurteil.
    Über den erbärmlichen Kritiker,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.10.
 
 
   

Matias Faldbakken im Gespräch

 
     
 
   

Macht und Rebel (2005).
Skandinavische Misanthropie II
München: Blumenbar

 
   
 
 

Klappentext

"Mit radikalem Humor beschreibt Faldbakkens neuer Roman einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß, Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Das Buch spielt in einer hyperrealen Gegenwart, in der sexuelles Draufgängertum und Vergewaltigungen, Markenprodukte und Fälschungen, Nazis und Linke zum Verwechseln ähnlich sind. Rebel, ein Nihilist des 21 . Jahrhunderts, gehört dem subkulturellen Milieu an. Macht wiederum arbeitet für internationale Konzerne und ist auf Impulse der Szene angewiesen. Die Situation spitzt sich zu, als die beiden sich verbünden."

Pressestimmen

"Faldbakkens Figuren (...) agieren, als mache keine Handlung, kein Unterlassen irgendeinen Unterschied. Darin dürften viele eine ebenso erschütternde wie realistische Skizze eines Lebens ohne Perspektive (wieder)erkennen, wie es gerade Jugendliche in den erodierenden westlichen Gesellschaften führen - in denen alles versichert sein muss, aber immer weniger Sicherheiten gewährleistet sind. Seit langem ist die Jugend in der Popkultur nicht mehr automatisch auf der »richtigen« der irgendwie linken, fortschrittlichen oder auch nur politisch korrekten Seite. Vor diesem Hintergrund entwickelt Faldbakken sein Radical-Nazi-Chic-Personal."
(Tom Holert in der Zeitschrift Literaturen, Oktober 2005)

"Faldbakkens Roman erinnert in seiner genau so überdrehten wie genauen Beobachtungsgabe an Michel Houellebecq, kommt aber ohne Moral und Romantik aus; er hat viel von dem Furor eines Bret Easton Ellis, nur dass der ganze Sex und die ganze Gewalt keinen stillen Schrei nach Liebe und Moral darstellen; sprachlich, stilistisch und mit seinen filmreifen Settings wiederum hat er etwas von Irvine Welsh (...); und schließlich steht hier ein Celine mit seiner nihilistischen Welt- und Selbstzerstörung Pate, nur dass der Feind in »Macht und Rebel« nicht nur die Bürger, sondern auch die eigenen Leute sind.

Nun könnte es sein, dass die Karawane schon weitergezogen ist und für die heute 20-Jährigen christlich-soziale Werte und Gemeinsinn und Nächstenliebe oberste Subversionsstrategien sind. Solange die sich aber so gar nicht artikulieren wollen, um der Tristesse adieu sagen, solange steht Faldbakkens brutale, ohne Hilferuf auskommende Abrechnung im Raum."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom 19.10.2005)

 
 
 
 
   
  • Rezensionen

    • HOLERT, Tom (2005): Popkultur und Politik.
      Posieren, Fälschen und das Bohren dicker Bretter
      Taugt die Jugendkultur noch als Widerstands-Reservoir?

      in: Literaturen, Oktober
    • BARTELS, Gerrit (2005): Skandinavischer Slayerismus,
      Seite für Seite eine einzige Provokation: Matias Faldbakken kämpft mit seinem Pop-Trash-Roman "Macht und Rebel" gegen die Gegenkultur-Ratten,
      in: Literaturbeilage der TAZ v. 19.10.
    • SANDRA (2005): Matias Faldbakken - Macht und Rebel,
      in: de:bug.de v. 20.10.
    • FEDERMAIR, Leopold (2006): Der Kult der Verblödung.
      "Macht und Rebel": ein Roman von Matias Faldbakken,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 14.01.
      • Kommentar:
        Leopold FEDERMAIR, Übersetzer von Michel HOUELLEBECQs Kultroman "Ausweitung der Kampfzone", nimmt Matias Faldbakken übel, dass er in seinem Roman "Macht und Rebel" den linken Widerstandskämpfer "Fatty"  zur Zeichentrickfigur degradiert, ihn sozusagen als lächerlichen "Konsumrebellen" diffamiert und ihm gar Nazi-Parolen unterjubelt. FEDERMAIR sieht darin das Problem einer indifferenten Popliteratur.

                  
        Eine solche Rezeption des Romans hat Tom HOLERT in seiner Rezension zum Thema "Pop und Politik" bereits vorausgesehen.
    • Neu:
      TIMM, Tobias (2006): Wie kann ich böse sein?
      Matias Faldbakken schreibt einen provokanten Roman über Verlierer, Nihilisten und die schlechte Laune der Skandinavier,
      in: Die ZEIT Nr.4 v. 19.01.
      • Inhalt:
        Tobias TIMM nutzt die Rezension des Romans "Macht und Rebel" von Matias FALDBAKKEN nebenbei auch zur Abrechnung mit Ulf POSCHARDT, der vor einiger Zeit die FDP popfähig machen wollte:

                  
        "Rebel (...)(trifft) auf Macht, ein so genannter Kreativer, eine Art raubeiniger Ulf Poschardt: Er kennt sich aus mit den Stilen des Untergrunds und will gleichzeitig zu den großen Playern aus der Wirtschaft gehören. Macht ist notgeil nach Macht".
                  
        TIMM sieht in dem Roman die Wiedergeburt des Punks:
                  
        "Ihn beschäftigen die Unmöglichkeit, im heutigen Kapitalismus Widerstand zu leisten,und das Versagen der Ironie. Man kennt die Klage aus der so genannten Pop-Linken: Die eigene Gegenkultur funktioniert nur noch als Spaßzulage und Innovationsquell des Turbokapitalismus, denn das Kapital ist im Postfordismus längst so intelligent, jegliche Subversion zu inkorporieren. Macht und Rebel wollen diese Erkenntnis auch den letzten verbleibenden Politaktivisten einprügeln. »Punk is dead!« lautet die Parole.
                  
        Matias Faldbakken schreit sie für uns so aggressiv, schmutzig und voller schwarzbraunen Witzes heraus, dass sein Buch letztlich nur einem Ziel dient: der literarischen Reanimation des Punk. Richtig glücklich wäre der Autor, wenn man ihn für sein Buch hassen würde."
 
   

weiterführende Links

 
     
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
     
 
   
© 2002-2006
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 08. September 2003
Update: 21. Januar 2006
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002