"Mit
radikalem Humor beschreibt Faldbakkens neuer Roman
einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß,
Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Das Buch
spielt in einer hyperrealen Gegenwart, in der
sexuelles Draufgängertum und Vergewaltigungen,
Markenprodukte und Fälschungen, Nazis und Linke zum
Verwechseln ähnlich sind. Rebel, ein Nihilist des 21
. Jahrhunderts, gehört dem subkulturellen Milieu an.
Macht wiederum arbeitet für internationale Konzerne
und ist auf Impulse der Szene angewiesen. Die
Situation spitzt sich zu, als die beiden sich
verbünden."
Pressestimmen
"Faldbakkens Figuren (...) agieren, als mache keine
Handlung, kein Unterlassen irgendeinen Unterschied.
Darin dürften viele eine ebenso erschütternde wie
realistische Skizze eines Lebens ohne Perspektive (wieder)erkennen,
wie es gerade Jugendliche in den erodierenden
westlichen Gesellschaften führen - in denen alles
versichert sein muss, aber immer weniger
Sicherheiten gewährleistet sind. Seit langem ist die
Jugend in der Popkultur nicht mehr automatisch auf
der »richtigen« der irgendwie linken,
fortschrittlichen oder auch nur politisch korrekten
Seite. Vor diesem Hintergrund entwickelt Faldbakken
sein Radical-Nazi-Chic-Personal."
(Tom Holert in der Zeitschrift
Literaturen, Oktober 2005)
"Faldbakkens Roman erinnert in seiner genau so
überdrehten wie genauen Beobachtungsgabe an Michel
Houellebecq, kommt aber ohne Moral und Romantik aus;
er hat viel von dem Furor eines Bret Easton Ellis,
nur dass der ganze Sex und die ganze Gewalt keinen
stillen Schrei nach Liebe und Moral darstellen;
sprachlich, stilistisch und mit seinen filmreifen
Settings wiederum hat er etwas von Irvine Welsh
(...); und schließlich steht hier ein Celine mit
seiner nihilistischen Welt- und Selbstzerstörung
Pate, nur dass der Feind in »Macht und Rebel« nicht
nur die Bürger, sondern auch die eigenen Leute sind.
Nun könnte es
sein, dass die Karawane schon weitergezogen ist und
für die heute 20-Jährigen christlich-soziale Werte
und Gemeinsinn und Nächstenliebe oberste
Subversionsstrategien sind. Solange die sich aber so
gar nicht artikulieren wollen, um der Tristesse
adieu sagen, solange steht Faldbakkens brutale, ohne
Hilferuf auskommende Abrechnung im Raum."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom
19.10.2005)