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Matias Faldbakken: Macht und
Rebel
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Kurzbiographie
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1973 geboren
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2003 Debütroman "The
Cocka Hola Company"
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2005 Roman
"Macht und Rebel"
-
2010 Roman "Unfun"
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Matias Faldbakken in seiner
eigenen Schreibe
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FALDBAKKEN, Mathias (2005): Verriß und
Vorurteil.
Über den erbärmlichen Kritiker,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.10.
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Matias
Faldbakken im Gespräch
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FELDMAYER, Kerstin (2005): Mathias Faldbakken über seinen Roman
Macht und Rebel,
in: blumenbar.de v. 11.06.
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Matias
Faldbakken in der Debatte
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Neu:
SCHAPER, Rüdiger (2011): Norwegian Psycho.
Gewaltorgien, Porno, Pose: der Autor Matias Faldbakken und sein
brutales Menschenbild,
in: Tagesspiegel v. 25.07.
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Klappentext
"Mit
radikalem Humor beschreibt Faldbakkens neuer Roman
einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß,
Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Das Buch
spielt in einer hyperrealen Gegenwart, in der
sexuelles Draufgängertum und Vergewaltigungen,
Markenprodukte und Fälschungen, Nazis und Linke zum
Verwechseln ähnlich sind. Rebel, ein Nihilist des 21
. Jahrhunderts, gehört dem subkulturellen Milieu an.
Macht wiederum arbeitet für internationale Konzerne
und ist auf Impulse der Szene angewiesen. Die
Situation spitzt sich zu, als die beiden sich
verbünden."
Pressestimmen
"Faldbakkens Figuren (...) agieren, als mache keine
Handlung, kein Unterlassen irgendeinen Unterschied.
Darin dürften viele eine ebenso erschütternde wie
realistische Skizze eines Lebens ohne Perspektive (wieder)erkennen,
wie es gerade Jugendliche in den erodierenden
westlichen Gesellschaften führen - in denen alles
versichert sein muss, aber immer weniger
Sicherheiten gewährleistet sind. Seit langem ist die
Jugend in der Popkultur nicht mehr automatisch auf
der »richtigen« der irgendwie linken,
fortschrittlichen oder auch nur politisch korrekten
Seite. Vor diesem Hintergrund entwickelt Faldbakken
sein Radical-Nazi-Chic-Personal."
(Tom Holert in der Zeitschrift
Literaturen, Oktober 2005)
"Faldbakkens Roman erinnert in seiner genau so
überdrehten wie genauen Beobachtungsgabe an Michel
Houellebecq, kommt aber ohne Moral und Romantik aus;
er hat viel von dem Furor eines Bret Easton Ellis,
nur dass der ganze Sex und die ganze Gewalt keinen
stillen Schrei nach Liebe und Moral darstellen;
sprachlich, stilistisch und mit seinen filmreifen
Settings wiederum hat er etwas von Irvine Welsh
(...); und schließlich steht hier ein Celine mit
seiner nihilistischen Welt- und Selbstzerstörung
Pate, nur dass der Feind in »Macht und Rebel« nicht
nur die Bürger, sondern auch die eigenen Leute sind.
Nun könnte es
sein, dass die Karawane schon weitergezogen ist und
für die heute 20-Jährigen christlich-soziale Werte
und Gemeinsinn und Nächstenliebe oberste
Subversionsstrategien sind. Solange die sich aber so
gar nicht artikulieren wollen, um der Tristesse
adieu sagen, solange steht Faldbakkens brutale, ohne
Hilferuf auskommende Abrechnung im Raum."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom
19.10.2005)
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Rezensionen
HOLERT, Tom
(2005): Popkultur und Politik.
Posieren,
Fälschen und das Bohren dicker Bretter
Taugt die Jugendkultur noch als Widerstands-Reservoir?
in: Literaturen, Oktober
BARTELS, Gerrit (2005): Skandinavischer Slayerismus,
Seite für Seite
eine einzige Provokation: Matias Faldbakken kämpft mit
seinem Pop-Trash-Roman "Macht und Rebel" gegen die
Gegenkultur-Ratten,
in: Literaturbeilage der TAZ v. 19.10.
SANDRA (2005): Matias Faldbakken - Macht und Rebel,
in: de:bug.de v. 20.10.
FEDERMAIR, Leopold (2006): Der
Kult der Verblödung.
"Macht und Rebel": ein Roman von Matias Faldbakken,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 14.01.
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Leopold
FEDERMAIR, Übersetzer von Michel HOUELLEBECQs
Kultroman
Ausweitung der Kampfzone, nimmt Matias Faldbakken
übel, dass er in seinem Roman Macht und Rebel den linken
Widerstandskämpfer "Fatty" zur Zeichentrickfigur
degradiert, ihn sozusagen als lächerlichen
Konsumrebellen diffamiert und ihm gar Nazi-Parolen
unterjubelt. FEDERMAIR sieht darin das Problem einer
indifferenten Popliteratur.
Eine solche Rezeption des Romans hat
Tom
HOLERT in seiner Rezension zum Thema "Pop und Politik"
bereits vorausgesehen. |
TIMM, Tobias
(2006): Wie kann ich böse sein?
Matias Faldbakken schreibt einen provokanten Roman über
Verlierer, Nihilisten und die schlechte Laune der
Skandinavier,
in: Die ZEIT Nr.4 v. 19.01.
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Tobias TIMM nutzt die Rezension des
Romans Macht und Rebel von Matias FALDBAKKEN nebenbei
auch zur Abrechnung mit
Ulf POSCHARDT, der vor
einiger Zeit die
FDP popfähig machen
wollte:
"Rebel (...)(trifft) auf Macht, ein so genannter
Kreativer, eine Art raubeiniger Ulf Poschardt: Er kennt
sich aus mit den Stilen des Untergrunds und will
gleichzeitig zu den großen Playern aus der Wirtschaft
gehören. Macht ist notgeil nach Macht".
TIMM sieht in
dem Roman die Wiedergeburt des Punks:
"Ihn beschäftigen die Unmöglichkeit, im heutigen
Kapitalismus Widerstand zu leisten,und das Versagen der
Ironie. Man kennt die Klage aus der so genannten
Pop-Linken: Die eigene Gegenkultur funktioniert nur noch
als Spaßzulage und Innovationsquell des Turbokapitalismus,
denn das Kapital ist im Postfordismus längst so
intelligent, jegliche Subversion zu inkorporieren. Macht
und Rebel wollen diese Erkenntnis auch den letzten
verbleibenden Politaktivisten einprügeln. »Punk is dead!«
lautet die Parole.
Matias Faldbakken schreit sie für uns so aggressiv,
schmutzig und voller schwarzbraunen Witzes heraus, dass
sein Buch letztlich nur einem Ziel dient: der
literarischen Reanimation des Punk. Richtig glücklich wäre
der Autor, wenn man ihn für sein Buch hassen würde."
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