Inhaltsverzeichnis
Ein Mann,
ein (Vor-)Wort
Not am Mann
- erste Begegnungen mit dem starken Geschlecht
Stammhalter
- und ist er nicht schon ein richtiger kleiner Mann?
Der Mann
auf der Straße - Abriß zu einer Soziologie des "Aufreißens"
Eine
Erörterung der Frage, ob Männer abends noch für eine Tasse
Kaffee in die Wohnung eingeladen werden können oder ob der
zivilisatorische Zeitpunkt hierfür noch nicht reif ist
Hinter
jedem großen Mann...
In aller
Herren Länder. Zur Optik von Politik und Geschlecht
Der Mann
bei Nacht
Männer und
Häschen. Die Infantilisierung der Sinnlichkeit
Überlegungen zur Pornographie. Geschichten von O und
Emannuelle
Zur
Psychologie der Männlichkeit. Der männliche Masochismus -
angeboren oder anerzogen?
Ein
gemachter Mann. Erinnerungen an die Erziehung zur Männlichkeit
Mann über
Bord. Einige Anregungen der Zukunft der männlichen
Geschlechtsrolle
Zitat:
Der
erste Sex und Zurückweisungen
"Untersuchungen
amerikanischer Sozialwissenschaftler haben folgenden
interessanten Tatbestand zutage gefördert: man denkt
vielleicht, vor allem wenn man eine Frau ist, daß man bei
solchen Ereignissen allein in der Wohnung ist mit einem
Mann, aber das ist falsch. Es sind noch viele andere Leute
in der Wohnung; sie stehen hinter dem Sofa und assistieren
durch Zurufe; sie scharen sich wie ein griechischer Chor im
Hintergrund; sie wachen über die Spielregeln und notieren
die Punkte.
An wen denken amerikanische College-Studenten (männlich) bei
ihrem ersten Geschlechtsverkehr? An ihre Freunde, denen sie
das berichten können, weiß der Soziologe Donald E. Carns
nach einer umfangreichen Umfrage. An wen denken junge
Männer, wenn sie von einer Frau zurückgewiesen werden? An
ihre Freunde, denen sie ihren Mißerfolg beichten müssen,
stellten Soziologen fest. Nicht die Leidenschaft, sondern
die Angst, vor dem männlichen Publikum als Versager
dazustehen, motiviert viele Männer zu Zudringlichkeiten bis
hin zur physischen Gewalt, zeigen die Ergebnisse des
Forschers.
Diese Denkweise der betroffenen Männer ist natürlich in
gewisser Hinsicht kontra-produktiv. Der Gedanke an das
männliche Publikum, der den Mann motiviert, schreckt die
Frau oft ab. Beide denken an ihren Ruf, nur erfordert dieser
Ruf leider entgegengesetzte Ergebnisse. (...). Man fragt
sich, ob das die optimalen Voraussetzungen für eine
Liebesbeziehung sind." (1980, S.69)