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Elfriede Jelinek: Die Liebhaberinnen

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1946 in Mürzuschlag (Steiermark) geboren
    • Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft
    • 1975 Roman "Die Liebhaberinnen"
    • 1983 Roman "Die Klavierspielerin"
    • 1989 Roman "Lust"
    • 1999 Roman "Gier"
    • 2004 Nobelpreis für Literatur
 
       
     
       
   

Elfriede Jelinek in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • JELINEK, Elfriede (2004): Dieses Gesicht. Es ist nichts, es ist alles.
    Elfriede Jelinek zum 100. Geburtstag von Peter Lorre,
    in: Welt v. 08.05.

  • JELINEK, Elfriede (2004): Alles was passieren kann.
    Überlegungen zur Auslöschung weiblicher Individualität, angestellt nach der Lektüre einer Studie über "Sexualisierte Gewalt" in nationalsozialistischen Konzentrationslagern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.08.

 
       
   

Elfriede Jelinek im Gespräch

 
   

CORSTEN, Volker (2002): "Ich glaube nicht an Gott und schreibe dauernd über ihn".
Ansichten einer Schwierigen: Elfriede Jelinek über ihr neues Stück "In den Alpen", Heimatlosigkeit und den Spaß als Katastrophe,
in: Welt  am Sonntag v. 29.09.

WILINK, Andreas (2002): "Ich schlage mich selber,  bevor es ein andrer tut".
Die Heine-Preisträgerin Elfriede Jelinek über den Dichter als Außenseiter, über Ironie und Liebe, Mann und Frau und ihr Besessensein von der Destruktivität,
in: Süddeutsche Zeitung, Regionalausgabe Nordrhein-Westfahlen v. 07.12.

 
       
   

Elfriede Jelinek in der Debatte

 
   

Neu:
HARTWIG, Ina (2004): Die Klavierspielerin lächelt.
Später Ruhm der Avantgarde: Der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Jelinek wurde der Nobelpreis für Literatur zugesprochen,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.10.

SUNDERMEIER, Jörg (2004): Inszenierung ihrer selbst.
Elfriede Jelinek muss sich schützen, weil sie sich in ihrer Literatur verschwendet. Mit "Lust" wurde sie zur Klassikerin,
in: TAZ v. 08.10.

WEINZIERL, Ulrich (2004): Verzweifelte Wortspielerin.
Mit Elfriede Jelinek erhält eine radikale Aufklärerin den Literaturnobelpreis 2004,
in: Welt v. 08.10.

 
       
   

Die Liebhaberinnen (1975)
Reinbek:
Rowohlt

 
   
     
 

Klappentext

"Dieser Roman der jungen österreicherischen Erzählerin beruht nicht nur auf einer »wahren Begebenheit«. Es ist die Geschichte von zwei Mädchen aus einem Milieu, in dem der Entscheidungsfreiheit dauernd unsichtbare Grenzen gesetzt sind. Die Autorin ist, um ihren Stoff zu finden, wie neuerdings so viele aus der Stadt hinaus aufs Land gegangen. Doch im Gegensatz zu anderen Schriftstellern hat sie nicht den archaischen Einklang der Menschen mit der Natur entdeckt, auch nicht das harte, einfache Leben der Mägde und Knechte (Innerhofer, Kroetz, Sperr). In einem besonders idyllischen Tal der Steiermark steht eine Fabrik, in der Miederwaren hergestellt werden. Es ist symbolisch, daß in diesem Unfrieden einer entlegenen Region die Produktion eines Zivilisationsguts vonstatten geht, das auf die äußere weibliche Natur im Interesse der Mode Zwang ausübt. Die Fabrik floriert, weil sie die Löhne besonders niedrig halten kann. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat eine Arbeiterin, die Büstenhalter im Akkord näht? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Doch wie andere Möglichkeiten, so sind auch sozial attraktive Männer rar, und die attraktivsten sind schon vergeben. So setzt zwischen den zwei »Liebhaberinnen« ein Konkurrenzkampf auf Leben und Besserleben ein."

Pressestimmen zum Buch

"Oft hieß es, Elfriede Jelinek sei eine feministische Schriftstellerin. Nichts ist falscher. Keineswegs werden ausschließlich die Männer in ihrem Werk in den Sog einer Ästhetik der Hässlichkeit gezogen, sondern auch die Frauen; Liebhaberinnen, Mütter und Töchter gleichermaßen. Man denke an die experimentellen Romane Wir sind lockvögel, baby! (1970) oder Die Liebhaberinnen (1975), damals noch in Kleinschreibung (...): Überall sind die Frauen so dumm (oder böse), dass ihnen nicht zu helfen ist. Sie sind Mitläuferinnen, die auch vorm Mord nicht zurückschrecken."
(Ina Hartwig in der Frankfurter Rundschau vom 08.10.2004)

"Die Rolle der Frau war gleich von Anbeginn an ihr Thema, untrennbar verbunden mit den anderen hässlichen Effekten des Kapitalismus, also Rassismus, Männlichkeitswahn, Medienterror, Nationalismus, all das findet sich bereits in ihrem ersten avantgardistischen Roman »wir sind lockvögel baby«. Die lange Zeit dem Austromarxismus zugeneigte Autorin verstand es dank der Inszenierungen ihrer Figur recht schnell, ein größeres Publikum zu erreichen. Ihre bereits populäreren Bücher »Die Liebhaberinnen« und »Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft« aus den 70ern gelten einigen ihrer Fans noch immer als ihre besten Bücher."
(Jörg Sundermeier in der TAZ vom 08.10.2004)

 
     
 
       
   
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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 07. Oktober 2004
Update: 04. Juni 2015