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Georg Franck: Die Ökonomie der Aufmerksamkeit im mentalen Kapitalismus

 
       
     
       
     
       
   

Georg Franck in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • FRANCK, Georg (1996): Aufmerksamkeit - Die neue Währung.
    Das Zeitalter der Geldökonomie geht zuende,
    in: Telepolis v. 20.03.
  • FRANCK, Georg (2003): Mentaler Kapitalismus,
    in: Merkur, Januar
    • Inhalt:
      Georg FRANCK verknüpft die "Ökonomie der Aufmerksamkeit" mit Christopher LASCHs kulturpessimistischer "Kultur des Narzißmus" zum mentalen Kapitalismus:

            
       "Den Königsweg der Sachen und Zeichen ins subjektive Erleben stellt das Versprechen dar, daß ihr Konsum die Person unwiderstehlich macht. Es versteht sich, daß in einer Gesellschaft, in der das Einkommen an Aufmerksamkeit in den Vordergrund rückt, der Konsum im Sog der Selbstwertschätzung steht. Konsum im Sog der Selbstwertschätzung bedeutet, daß das Konsumieren zur Arbeit an der Attraktivität der Person wird. Diese Arbeit eröffnet der Werbung (...) die Rolle einer Lebensberatung in Sachen Attraktivität. (...). Der Kult um die Attraktivität der eigenen Person ist das, was der Sozialpsychologe Christopher LASCH als die Kultur des Narzißmus beschreibt."
 
       
   

Georg Franck im Gespräch

 
     
       
   

Mentaler Kapitalismus (2005).
Eine politische Ökonomie des Geistes
München: Hanser

 
   
 
 

Klappentext

"Der Werbung und den Medien können wir nicht mehr entkommen. Aber was bedeutet das für uns? Der öffentliche Raum verwandelt sich zunehmend in eine gigantische Werbefläche für Produkte aller Art. Die ästhetischen und politischen Konsequenzen sind überhaupt noch nicht abzusehen. Georg Franck beschreibt zum ersten Mal die Welt unter der Herrschaft dieses mentalen Kapitalismus - und wird damit kontroverse Diskussionen auslösen."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • LENGER, Hans-Joachim (2005): Zertrümmerte Welten.
      Richard Sennett vergleicht die Ökonomie mit dem Militär, Georg Franck setzt die Geldzirkulation mit der Aufmerksamkeit in Beziehung. Was hält den neuen Kapitalismus tatsächlich zusammen?
      in: Literaturen Nr.9, September
    • BISKY, Jens (2005): Doch man sieht nur die im Licht sind.
      Die vorm Bildschirm sieht man nicht: Georg Franck sieht in Bilderflut, Medienmacht und Wissensindustrie den mentalen Kapitalismus walten - bezahlen wir mit nichts anderem mehr als mit Aufmerksamkeit?
    • in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 18.10.
    • HEIDBRINK, Ludger (2005): Kampf um Aufmerksamkeit.
      Georg Franck über mentalen Kapitalismus,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 18.10.
    • PLATTHAUS, Andreas (2005): Alle Achtung aus dem Bauch des Architekten.
      Ihm hat keiner gesagt, wie man Kapitalist wird: Georg Franck geht an die Börse der Aufmerksamkeit,
      in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 19.10.
    • MISIK, Robert (2005): Die Axt des Kulturkapitalismus.
      Der Architekturtheoretiker Georg Frank glaubt, dass sich ein mentaler Kapitalismus durchsetzt, während die Autoren Joseph Heath und Andrew Potter die alte, sozialdemokratische Linke durch die neue, gegenkulturelle Linke diskreditiert sehen. Beidem ließe sich entgegenwirken, wenn man es nur wollte,
      in: Literaturbeilage der TAZ v. 19.10.
      • Kommentar:
        Robert MISIK, dem es neuerdings um die - zumindest rhetorische - Versöhnung von kultureller und sozialer Linken geht, bespricht die Bücher "Mentaler Kapitalismus" von Georg FRANCK und "Konsumrebellen" von Andrew POTTER & Joseph HEATH  wohlwollend:

              
          "Die beiden Bücher - »Mentaler Kapitalismus« und »Konsumrebellen« - sind extrem lesenswert. Und so diskutabel manche ihrer Thesen auch sein mögen, sie kreisen um ein Thema, das im Kommen ist: die Dominanz des Kulturellen im Feld des Ökonomischen. Dies ist natürlich nicht eine Folge einer Landnahme des Kulturellen, sondern des Umstandes, dass die Marktwirtschaft über die Ufer dessen tritt, was gemeinhin als Feld des Ökonomischen gilt."
    • MISIK, Robert (2005): Kapitalistisch durch und durch.
      Zwei hellsichtige Analysen des avancierten Kapitalismus: Georg Franck beschreibt unsere Ökonomie der Aufmerksamkeit, während Joseph Heath und Andrew Potter das Konsumrebellentum dekonstruieren,
      in: Falter Nr.42 v. 19.10.
    • HARTMANN, Frank (2005): Eine mentale Ökonomie.
      Über Georg Francks Theorie eines immateriellen Kapitalismus,
      in: Wiener Zeitung v. 18.11.
    • HARTMANN, Frank (2005): Die Produktion von Präsens.
      Nach seiner "Ökonomie der Aufmerksamkeit" versucht sich Georg Franck nun an einer politischen Ökonomie des Geistes – die Analyse eines ironischen Versprechens von "Präsenz".
      in: Telepolis v. 26.11.
    • HARTMANN, Martin (2005): Ich zitiere dich, du zitierst mich.
      Und wer hat, dem wird gegeben: Georg Franck misst die Ökonomie der Aufmerksamkeit nach,
      in: Literaturbeilage der Frankfurter Rundschau v. 07.12.
    • KUNISCH, Hans-Peter (2005): Geist und Geschäft.
      Georg Franck analysiert die neue Einheitskultur im "mentalen Kapitalismus",
      in: Literaturbeilage der Zeit Nr.50 v. 08.12.
    • Neu:
      WERNER, Hendrik (2005): Auf diese Steine können Sie bauen.
      Georg Franck zeigt, wie die schöne neue Werbewelt Aufmerksamkeit heischt,
      in: Welt v. 10.12.
 
       
   

Ökonomie der Aufmerksamkeit (1998).
Ein Entwurf. Edition Akzente
München: Hanser

 
   
 
 

Klappentext

"Georg Franck hat eine neue Ökonomie entdeckt, die mit der Ökonomie des Geldes konkurriert: die Ökonomie der Aufmerksamkeit, die nach den gleichen Gesetzen funktioniert. Aufmerksamkeit, die uns entgegengebracht wird, läßt sich verzinsen, und wer die höchste Stufe der Aufmerksamkeit erreicht hat, kann seine Kinder beerben. Aber diese Ökonomie zieht, wie jede andere, soziale Konsequenzen nach sich. Also beschließt Franck seinen Entwurf mit dem Grundriß der Ethik der Aufmerksamkeit."

 
 
 
       
   
  • Das Buch in der Debatte

    • ASSMANN, Aleida (2003): Druckerpresse und Internet.
      Auf dem Weg von einer Gedächniskultur zu einer Kultur der Aufmerksamkeit: Oberfläche, Geschwindigkeit und Supermarkt,
      in: Frankfurter Rundschau v. 18.01.
      • Inhalt:
        ASSMANNs zentrale These lautet:

              
        "Gedächtnis und Aufmerksamkeit stehen für die unterschiedlichen Strategien mit denen man im typographischen und elektronischen Zeitalter auf die explosionsartige Vermehrung von Wissen und Information reagiert".
              
        Mit Georg FRANCK sieht sie im Internet eine "Ökonomie der Aufmerksamkeit" walten, die keineswegs mit einer Demokratisierung der Kultur eingeht:
              
        "es ist keine Frage, dass die voraussetzungsreiche und aufwendige Infrastruktur der neuen Technologien neue soziale und kulturelle Ungleichheiten schafft. (...). Ungleichheit in Form von Hierarchien stellt sich im Internet auf eine neue Weise wieder her. Die neuen Riesen entstehen durch Verdichtung medialer Aufmerksamkeit. (...). Die Aufmerksamkeitsökonomie gilt als die neue Ökonomie des Informationszeitalters, denn wo die Produktion von Informationen ins Gigantische wächst, wird das, was Informationen einen Wert zuweist, immer knapper und wichtiger, nämlich: Aufmerksamkeit.
        Die Riesen des Informationszeitalters sind die Stars und Prominenten".
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. März 2003
Update: 24. Dezember 2007
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