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Wolfgang Lutz: Mythos Ein-Kind-Familie

 
       
   
  • Zur Person

    • Leiter des Bevölkerungsprojekts am Internationalen Institut für Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg (Österreich)
 
       
     
       
   

Wolfgang Lutz in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • LUTZ, Wolfgang (1997): Kinder sehen die Familie anders.
    Volkszählung 91 aus Kinderperspektive,
    in: Beziehungsweise Nr.20 v. 07.01.
    • Inhalt:
      Der österreichische Familiendemograph Wolfgang LUTZ hat der üblichen Haushaltsstatistik eine Kinderstatistik gegenübergestellt, die realistischere Aussagen über die Häufigkeit von Geschwistern in Familien zulässt. Für Österreich heißt es:
                  "Die haushaltszentrierte Betrachtung führt u.a. dazu, daß das Phänomen der Geschwisterlosigkeit überschätzt wird. Aus dem Blickwinkel des Haushaltes stellt die Einkindfamilie rund die Hälfte aller Familien dar. Aus Kindersicht hingegen handelt es sich um eine Minderheit von weniger als einem Viertel, denn nach wie vor lebt die große Mehrheit aller Kinder mit Geschwistern zusammen.Die haushaltszentrierte Betrachtungsweise gibt Auskunft darüber, wie viele Haushalte mit wie vielen Kindern welchen Alters leben. Sie sagt aber z.B. nichts darüber aus, wie viele Kinder mit wie vielen Geschwistern zusammenleben."
  • LUTZ, Wolfgang (2001): Was beeinflusst die Bevölkerungszahl?
    Über den Zusammenhang von Geburt, Tod und Einwanderung,
    in: Beziehungsweise Nr.25 v. 20.12.
  • Neu:
    TESTA, Maria Rita & Wolfgang LUTZ (2007): Europäer zunehmend uneins beim Kinderwunsch.
    Divergierende Geburtenentwicklung nach Daten des Eurobarometers nicht ausgeschlossen,
    in: Demografische Forschung aus Erster Hand,
    Nr.3
    • Anmerkungen:
      TESTA & LUTZ befassen sich u.a. mit dem Problem, dass es zwischen den Erhebungen zum Eurobarometer 2001 und 2006 ausgerechnet wieder einmal für Deutschland keine eindeutig zu interpretierenden Daten zum Kinderwunsch vorliegen:

                  "Inwieweit der zwischen 2001 und 2006 beobachtete deutliche Anstieg des deutschen Kinderwunsches (...) als Lichtblick zu sehen ist, bleibt abzuwarten. Vor allem Änderungen im Erhebungsmodus könnten dafür verantwortlich sein, dass die Daten für Deutschland nur begrenzt vergleichbar sind. Sollte sich der höhere Kinderwunsch in zukünftigen Studien jedoch bestätigen, bliebe die Frage nach den Ursachen dieser geänderten Einstellung: Es könnte ein Folge der breiten und teilweise emotional aufgeladenen öffentlichen Debatte sein, die jüngst in Deutschländ über das Verhältnis der Deutschen zu Kindern und die Gründe hoher Kinderlosigkeit geführt wurde."
                  Anlässlich eines Berichts in der Süddeutschen Zeitung hat single-dasein.de bereits ausführlich über diese Problematik berichtet.
 
       
   

Wolfgang Lutz im Gespräch

 
   
 
 

Statements von Wolfgang Lutz

"Das Absurde ist (...), dass in Amerika oder in England, wo die Regierung fast nichts tut - in den USA gibt es keine Geburtenbeihilfe, Familienbeihilfe, es gibt nicht einmal ein Karenzgeld: Für eine Geburt nimmt man Krankheitstage, die Frau muss nach ein, zwei Wochen schon wieder zurück in die Arbeit - die Fruchtbarkeitsrate höher ist als bei uns, und zwar nicht nur bei den Hispanics oder in den Ghettos. Auch Akademikerinnen haben im Durchschnitt mehr als zwei Kinder."
(
Junge Kirche Nr.1/2000)

"Es hat keinen Sinn, von einem Krieg der Generationen zu reden. Ältere fühlen sich solidarisch mit den Jüngeren, insbesondere wenn es die eigenen Verwandten sind."
(
Junge Kirche Nr.1/2000)

 
 
 
       
   
  • MITSCHA-EIBL, Robert (2000): Wenn die Jungen zur Minderheit werden,
    in:
    Junge Kirche, Nr.1
  • SEISER, Michaele (2002): Das Ende der Bevölkerungsexplosion.
    Die Menschheit wird in absehbarer Zeit schrumpfen - und altern. Ein Interview mit dem Demografen Wolfgang Lutz,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 29.12.
    • Inhalt:
      Der österreichische Bevölkerungswissenschaftler Wolfgang LUTZ räumt mit einigen bevölkerungspolitischen Mythen auf:

                  "Die Welt (ist) nicht mehr so klar zweigeteilt (...) - reiche Industriestaaten mit hoher Lebenserwartung und niedriger Geburtenrate auf der einen Seite und schnell wachsende, arme Entwicklungsländer auf der anderen Seite. Es haben sich in den letzten Jahrzehnten gewaltige Verschiebungen ergeben", sagt LUTZ.
                  Der Demograf sieht eine Trendwende bezüglich der Bevölkerungspolitik in Europa:
                  "Direkt pronatalistische Politik ist in Europa noch ein Tabuthema. Ich glaube jedoch, daß sich dies in den nächsten Jahren ändern wird."
  • LÖFFLER, Stefan (2007): "Schrumpfen erwünscht".
    Politik und Pensionskassen haben die Bevölkerungs- und Altersentwicklung völlig falsch eingeschätzt, nicht nur hierzulande. Ein Gespräch mit dem international angesehenen und tätigen Demografen Wolfgang Lutz,
    in: Heureka. Beilage des Stadtmagazins Falter,
    Nr.3
 
       
   

Wolfgang Lutz in den Medien

 
   
  • KORN, Heide (2002): Demographie im Aufwind.
    Ein Akademie-Institut vernetzt sich international,
    in: Der Standard v. 22.01.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 23. Dezember 2007
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