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- KREYE, Andrian (2000): Jenseits von Wut
und Börse.
Mit dem Crash ist auch der Kurswert der Jugendlichkeit abgestürzt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.04.
- KREYE, Andreas (2000): Die Zukunft
und ihr Tauschwert.
Jeremy Rifkin prophezeit das Ende des
Privatbesitzes und den Beginn einer Wirtschaft, die auf
Zugangsberechtigung basiert,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 23.08.
- KREYE, Andreas (2001): Punk. Ende.
Aus.
Bier, Sex und wunderbar schlechte Laune: Vor 25
Jahren gab die New Yorker Zeitschrift "Punk" der Bewegung ihren
Namen,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 19.01.
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KREYE, Adrian (2001): Die Kelle.
Teil 14 der Serie
"Das war die BRD",
in: Süddeutsche Zeitung
v. 22.03.
- KREYE, Andrian (2001): Ganz unten.
Barbara Ehrenreichs Erfahrungen als Lohnsklavin
in Amerika,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 05.06.2001
- KREYE, Andrian (2001): Ein
Ritter ohne Furcht, doch viel getadelt.
Verdorbene Homecoming-Parade: Jonathan Franzen,
Autor des Erfolgromans "The Corrections" liest in New York,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 09.11.
- KREYE, Andreas (2002):
Manchmal muss man Regeln brechen.
David Brooks, Autor von
"Bobos in Paradise",
über die amerikanische Elite in Zeiten der Krise,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
- KREYE, Andrian (2002): Die Bluts-Bande.
Als in den 70-er Jahren in Kalifornien die große Dürre ausbrach,
wurde eine neue Jugendkultur geboren,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.10.
- KREYE, Andrian
(2002): Die öffentlichen Feinde.
Hip Hop träumte den amerikanischen Traum, doch er ist an den
Vorurteilen der Weißen zerbrochen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.11.
- KREYE, Andrian (2003): Hauptstadt des
Jetzt.
Die Bohème ist weitergezogen: New York entwickelt sich vom
Kraftzentrum der Künste zum Umschlagplatz der Kulturindustrie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.01.
- Kommentar:
Die Bohème ist hier nicht mehr, behauptet
Andrian KREYE. Hier - das ist das mythische Manhattan:
"Modern
und Free Jazz, Abstrakter Expressionismus, die Beatniks, Pop Art,
Punk, Performancekunst und Hip Hop waren allesamt Bewegungen, die
ihren Ursprung auf den 26 Quadratmeilen felsigem Boden zwischen
dem Hudson und dem East River nahmen".
Schuld
ist für KREYE die Globalisierung, die die Stadtsoziologin Saskia
SASSEN in ihren Auswirkungen für die Städte beschrieben hat. Bei
KREYE liest sich das so:
"Der
Paradigmenwechsel der Kulturstadt New York ist der Endpunkt einer
Entwicklung, die der New Yorker Bankier David Rockefeller fast im
Alleingang in Bewegung setzte – eine grundlegende Umwälzung der
örtlichen Geografie, die keinen Platz für für Experimente ließ".
Die
Folge ist für KREYE:
"Die letzten
Nischen sind nun erobert. Die Bohème ist weitergezogen. Nach
Brooklyn erst, dann auch nach Queens und in die Bronx. Doch hier
funktioniert das Urbanlabor nicht mehr. Die einzigartige Geografie
von Manhattan sorgte all die Jahre dafür, dass Kulturindustrie,
Sub- und Hochkulturen auf engstem Raum nebeneinander existierten."
Am
Ende bleibt eine visionslose Vision:
"Vielleicht ist die Suche nach einem Ort der Impulse bald schon so
antiquiert wie die Nostalgie nach der Pariser Bohème des 19.
Jahrhunderts (...). Vielleicht waren die Pop- Phänomene von
Manchester, Seattle und Berlin nur das letzte Aufbäumen eines
Weltbildes, das sich bald überholt. Und wenn die Zukunft kein
Zentrum mehr hat, dann ist New York schon bereit. Denn am Ufer des
Hudson etabliert sich die einstmals zukunftsweisende Metropole als
mächtige Hauptstadt des Jetzt."
Vielleicht
kommt es aber auch ganz anders, denn nach der Bohème ist vor der
Bohème. Man muss sich nur von dem Gedanken verabschieden, dass
diese zukünftig von der Jugend getragen wird...
- KREYE, Andrian (2003): Sie geben uns
Fieber.
Punks von heute: Die "Yeah Yeah Yeahs" erobern New York,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.05.
- Kommentar:
Anfang des Jahres hatte Andrian KREYE
bereits die New Yorker Bohème verabschiedet, aber nun hat er doch
wieder einen neuen NY-Trend für einen Sommer entdeckt.
Nick
HORNBYs "31 Songs" haben ihm dazu
den richtigen Weg gewiesen:
"um die Yeah Yeah Yeahs wirklich zu
beurteilen, sollte man nicht seine Plattensammlung, sondern einen
Essay konsultieren, den Nick Hornby vor zwei Jahren geschrieben
hat. Dort geißelt er das Besserwissertum des kompetenten
Musikjournalismus als ultimativen Stimmungstöter. In der Popmusik
sei es noch nie um Expertenwissen oder Respekt vor der
Vergangenheit gegangen, schreibt er. Und zitiert Joe Strummer, der
auf einer der ersten Clash-Platten proklamiert hatte: »No Elvis,
Beatles or Rolling Stones in 1977«. Wenn es also nicht um
musikalische Erblasten geht, sondern um Leidenschaften, die jede
Generation aus Neue erlebt, dann sind die Yeah Yeah Yeahs auch
kein Trio fotogener Bildungsbürgerkinder, die sich eine Melange
aus Punk-Energien und Pop-Spaß zusammengebastelt haben, um damit
auf eingefahrenen Schienen zum Erfolg zu schliddern, wie einige
Musikjournalisten maulten. Dann sind sie die Protagonisten eines
Lebensgefühls, das einer Generation so lange als Fluchtpunkt
dient, bis das jemand anderes besser formuliert. Der Sommer 2003,
daran besteht kaum Zweifel, dürfte der Sommer der Yeah Yeah Yeahs
werden."
- KREYE, Andrian (2004): Voll auf die
Zwölf.
Die Jugendgewalt: Fragen an Medien, Popkultur und Internet,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.02.
- Inhalt:
Anlässlich der Vorfälle in Hildesheim denkt
KREYE schon einmal über die möglichen Themen einer neuen
Jugendkultur- Debatte nach:
"welche
Rollen spielen die zunehmende Instabilität der Familienstrukturen,
demografische Veränderungen und die sozialen Härten der
Wirtschaftskrise? Und führen all diese Fragen nicht doch zu weit
vom Thema ab? Nur eines steht fest – Gewalt ist immer das Extrem
eines größeren Phänomens."
- KREYE, Andrian (2004): Große Legende,
Short Cuts.
Mann gegen Dampfhammer: Heute erscheint Colson Whiteheads Roman
"John Henry Days",
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.02.
- KREYE, Andrian (2005): Das geheime Wissen.
Was ist Hip? In seinem neuen Buch versucht der amerikanische
Popkritiker JOHN LELAND eine historische Definition. Er hat die
Geschichte des Wortes "Hip" bis zu ihren afrikanischen Wurzeln
zurückverfolgt. Und findet es schade, dass man Hipness heute kaufen
kann,
in: Neon, Juni
- Kommentar:
John LELAND hat in seinem Buch
"Hip -
The History" die Geschichte des Hip in sechs Phasen
unterteilt.
Am Anfang stehen EMERSON, MELVILLE
und WHITMAN Mitte des 19. Jahrhunderts. Dann sind wir bereits im
Paris der 1920er Jahre bei der Lost Generation. Die dritte Phase
wird von der Beat Generation in den 1950er Jahren bestritten.
Norman MAILER lieferte dazu 1957 mit "White Negro" jene Geschichte
des Hip, die immer noch zum Standard der Hip-Erzählungen gehört.
Punk und Hip Hop werden von LELAND zur vierten Phase gezählt.
Danach kommen die Nerds, die nicht immer ihr schlechtes Image
hatten.
Die Jetzt-Zeit
ist geprägt durch den Hip-Konsumerismus, den
Thomas FRANK in "The
Conquest of Cool" als Konsequenz des Erfolgs der Gegenkultur
beschrieben hat. Die Bobos
(David BROOKS) sind der Inbegriff dieser neuen Kultur des
Kapitalismus. Mit ihnen ist jedoch dieser Zyklus der Hipness an
seinem Ende angelangt. Soziale Aufsteiger, die im Establishment
angekommen sind, sind alles andere als hip. Damit sind wir aber
bereits mitten in der siebten Phase, deren Coming-Out noch bevor
steht. Wer wird diesen neuen Kulturkampf gewinnen?
Hipness ist - vereinfacht
ausgedrückt - die Vorstellung, dass nicht die Oberschicht, sondern
die Unterschicht der Motor kultureller Erneuerung ist.
Aber diese Unterschicht ist nichts ohne ihre Interpreten aus der
Gegenelite...
-
KREYE, Andrian (2005): Die Beseelung einer Vorstadt durch den
Schrecken.
Von wegen Rückzug in die Idylle: "Lunar Park",der neue Roman von
Bret Easton Ellis, erscheint in den Vereinigten Staaten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.08.
- Inhalt.
Anlässlich des Erscheinens seines neuen
Romans, singt Andrian KREYE ein Loblied auf
Bret
Easton ELLIS:
"Ellis
war (...) die entscheidende Stimme, der Autor, de eine ganze
Generation gleichaltriger und nachfolgender Schriftsteller prägte,
auch wenn er das selbst natürlich abstreitet. Ohne Ellis hätte es
keinen Christian Kracht,
keinen Michel
Houellebecq und keinen Irvine Welsh gegeben - und
wahrscheinlich auch nicht seine umso freundlicheren Antipoden wie
Douglas Coupland,
Nick Hornby und
Dave Eggers. Ellis war es
auch, der mit jedem Roman einen passenden Ton zum momentanen
Lebensabschnitt seiner Altersgenossen fand, egal ob er in »Less
Than Zero« und
»Rules Of
Attraction« den Hedonismus des Collegelebens auseinandernahm,
den zynischen Kern des Karrierismus in »American Psycho« oder die
planlose Sinnsuche in Pop und Politik der neunziger Jahre in
seinem jüngsten Roman »Glamourama«."
- KREYE, Andrian
(2006): Der innere Kreis.
Jay McInerny, Ian McEwan, Jonathan Safran Foer: In ihren Romanen
bieten sich die Schriftsteller als Traumadeuter des 11. September
an,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.04.
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Neu:
KREYE, Andrian (2007): Überlebenskampf.
In der Familiendebatte schwelen unausgesprochene Fragen,
in: Süddeutsche Zeitung v.
23.04.
- Inhalt:
Für Andrian KREYE sollte Deutschland
sich endlich auf "seine Rolle als geopolitischer Knotenpunkt eines
Europa" vorbereiten. Dazu sei es unumgänglich, dass Frauen auch als
Mütter in den Arbeitsmarkt integriert werden. Doppelverdienertum sei
längst keine Frage der Selbstverwirklichung mehr, sondern eine
Überlebensfrage. Die gegenwärtige Familiendebatte ist für KREYE
deshalb kontraproduktiv.
Zur
Kinderlosigkeit in Deutschland
schreibt KREYE:
"Die Entscheidung,
kinderlos zu bleiben, ist ein soziales Privileg moderner
Industrienationen, das hart erkämpft wurde und erst in den späten
fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gesellschaftlich
akzeptiert wurde. Wer versucht, diese Geschichte der
Entscheidungsprozesse im Rahmen einer Stellvertreterdebatte
umzukehren, um politische, theologische auch nur rhetorische
Punktsiege zu erringen, der verstellt den Blick auf die großen
gesellschaftlichen Themen, für die das Problem der Kinderversorgung
nur Symptom, niemals aber Ursache ist."
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