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Christiane Rösinger: Die Berliner Ausgehgesellschaft

 
       
     
       
     
       
   

Christiane Rösinger in ihrer eigenen Schreibe

 
   

RÖSINGER, Christiane (2000): Vereinigt die Eigenschaften der Boheme mit denen der Bourgeoisie: Der Bobo, ein Menschenschlag, der in Berlin aber nur schwer Fuß fassen will,
in:
TAZ v. 25.08.

David Brooks - Bobos in Paradise

RÖSINGER, Christiane (2002): Kater im Fischbüro.
Kreuzberger Reminiszenzen,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.07.

RÖSINGER, Christiane (2003): Das Leben der Lo-Fi-Boheme.
Die Zukunft der Arbeit (Teil 6): Der Bohemist von heute hält sich mit einem komplexen Jobcocktail über Wasser. Manchmal aber wünscht er sich etwas Erholung von der ständigen Zwangskreativität,
in: TAZ v. 20.06.

Christiane RÖSINGER schreibt die Boheme-Geschichte in der Tradition von Diedrich DIEDERICHSEN fort. Die "Privileged Poor" feiern bei RÖSINGER als "Freelance-Proletarier" ihre Wiederaufstehung. Wenn RÖSINGER stöhnt:

"Wir müssen Erlebnisse haben, um sie verwerten zu können, Demütigungen erleben, um daran zu wachsen, zwischenmenschliche Schwierigkeiten überwinden, um soziale Kompetenz anzuhäufen", dann ähnelt sie dem Protagonisten in Wilhelm GENAZINOs Roman "Ein Regenschirm für diesen Tag".

Dort findet sich auch die Gegenfigur des "Erlebnisproleten". Im Gegensatz zu RÖSINGER vermisst man bei GENAZINO das Pathos des Bohemien. Stattdessen wird dort das Problem der Statusinkonsistenz (die Kluft zwischen Bildungsniveau und gesellschaftlicher Position) aus traditioneller Sicht angesprochen.  Erst das massenhafte Auftreten von Statusinkonsistenzen führte zum Boom der Erlebnisgesellschaft inklusive der darauf bezogenen Lebensstilforschung (z.B. Stefan HRADIL) und der dazugehörigen Lifestyleindustrie. GENAZINO formuliert das in einer drastischen Sprache:

"Meiner Bildung nach könnte ich bedeutend sein, meiner Stellung nach nicht. Wirklich bedeutend sind nur Personen, die ihr individuelles Wissen und ihre Position im Leben haben miteinander verschmelzen können. Außenstehende Leute wie ich, die nur gebildet sind, sind nichts weiter als moderne Bettler, denen niemand sagt, wo sie sich verstecken sollen".

In den 70er Jahren sorgte die Bildungsexpansion für den ersten Schub von Statusinkonsistenz. Nun produziert das Ende der New Economy den nächsten Schub...

RÖSINGER, Christiane (2004): Coole Jungs.
Männer lieben Whisky, leichte Mädchen und Faustkämpfe (wahlweise Großwildjagd). Warum lieben Männer den Autor Jörg Fauser?
in: Tagesspiegel v. 11.07.

Christiane RÖSINGER beschreibt u. a. den typischen Berliner Jörg-FAUSER-Leser Mitte der 80er Jahre:

"Der Anteil der Fauser lesenden Männer erreichte (...) um 1986 in Berlin den Höhepunkt.
Der typische Fauser-Leser zu dieser Zeit war männlich, zwischen 25 und 35 Jahre alt und von düsterem, leicht verwahrlostem Äußeren. Er war stets ernst, als müsse er ein dunkles Geheimnis bewahren, zumindest aber eine zu behütete Kindheit, oder als müsse er einen schlimmen Vater-Sohn-Konflikt bewältigen. In Fauser-Leserkreisen war es nicht en vogue in Gesellschaft lustig, charmant oder gar höflich und unterhaltsam zu sein. Fauser-Leser waren einsame Wölfe, die gerne schweigend allein am Tresen vor einem Glas Whisky saßen.
"

RÖSINGER ordnet FAUSER dem in der bürgerlichen Literaturtheorie noch nicht angekommenen Genre des Männerromans bzw. des Rockromans zu:

"Jörg Fauser bezog Stellung gegen »Wochenendbeilagen und Feuilletons westdeutscher Blätter« mit ihrer »vom Feminismus und ähnlichen Gesinnungsdiktaturen genormten Kultur, aus der längst alles getilgt wurde, was Männern einmal Spaß gemacht hat«. Jörg Fauser wurde so zum Kultautor der Männer, die Jörg Fauser lasen, weil er männliche Instinkte pries, weil er seine Leser seine Bad-Boy-Radikalität miterleben ließ, sie am Mut zum Risiko, den sie bei sich selbst vermissten, teilhaben ließ. Jörg Fauser schrieb ganz einfach Männerromane.
(...). Stilbildend für das Genre »Männerroman« könnte man die Autoren der Beatgeneration, aber auch Hemingway nennen.
Nun ist die Gattung »Männerroman« in der Gattungstheorie noch nicht recht angekommen, vereinzelt taucht der Begriff als Antwort auf den »Frauenroman« auf. Man könnte aber behaupten, analog zum Frauenroman behandelt der Männerroman Themen, die Männer gerne behandelt wissen. Unverzichtbar für einen Männerroman sind: Der einsame, von der bürgerlichen Umwelt als moralisch fragwürdig eingestufte Held, chaotische Wohnungen, Whiskysorten, Drogen, leichte Mädchen, Rotlichtmilieu, Faustkämpfe, wahlweise auch Großwildjagd, gewaltige Naturerlebnisse, Schießereien. Der Männerroman nutzt gerne die Struktur des Krimis oder der Detektiv- und Spionagegeschichte als Konstruktionshilfe und bedient sich der bekannten Klischees. Dabei handelt es sich aber um ein literarisch geniales Spiel mit dem trivialem Genre: Letztendlich geht es dem Männerromanautor um nichts weniger als um die Trennung von Unterhaltung und ernster Kunst.
Nun bleibt noch die Frage zu klären, ob der Fauser’sche Männerroman ein Poproman oder eher dessen Vorläufer ist. Aber auch beim Poproman ist der Gattungsbegriff noch ungeklärt! Nein, der Fauser’sche Männerroman ist doch eher ein Rockroman.
"

KUHLBRODT, Detlef/RÖSINGER, Christiane/SCHMIDT, Jochen (2004): Geschichten, die die Schule schrieb.
Das deutsche Schulsystem funktioniert mit Abgrenzungen und Einordnungen. Was aber ist los, wenn man das einzige Arbeiterkind auf dem Gymnasium ist oder wenn die höhere Schule für die Eltern nicht infrage kommt? Drei Erinnerungen an die Schulzeit - zwei im Westen, eine in der DDR,
in: TAZ v. 11.12.

Detlef KUHLBRODT erzählt von seiner Bildungskarriere als Arbeiterkind und den "groben Unterschieden". Christiane RÖSINGER beschreibt die Schule aus der Sicht eines katholischen Landmädchens und Jochen SCHMIDT beschreibt das Schulsystem der ehemaligen DDR.

RÖSINGER, Christiane (2004): Der schöne Zwang,
in: TAZ v. 24.12.

Christiane RÖSINGER beklagt das Fehlen neuer Weihnachts-Rituale: "Für fast alle Lebensbereiche wurden neue Formen gefunden, Kinderläden, Indierock, Patchworkfamilien, bohemistische Lebensentwürfe, hedonistische Mangelwirtschaft - neue Bräuche und Rituale -, nur für Weihnachten nicht. Das wird ja auch von den Weihnachtsverweigerern höchstens imitiert, die Gans mit Freunden statt mit der Familie verspeist. Oder es wird ironisch gefeiert".

RÖSINGER, Christiane (2005): Trullas und Mittelschichtsspießer.
Rot-Grün, wir danken dir (6): Nein! Eine Geschichte mit den Grünen, die immer unter einem schlechten Stern stand,
in: TAZ v. 04.06.

Christiane RÖSINGER zieht Bilanz: "Als ich längst hätte Schluss machen müssen, habe ich weiter zu den Grünen gehalten, und es gibt heute keinen Grund für ein »Danke, Rot-Grün«, höchstens für ein »Es war nicht alles schlecht bei Rot-Grün«.
Natürlich wird jetzt einiges schlechter und noch hässlicher als zuvor werden, aber diesmal ist es nicht meine Schuld."

RÖSINGER, Christiane (2007): Der brutalstmögliche Beförderer des Unbequemen.
Verkaufsschlagzeilenproduzent: Heinz Rudolf Kunze nervt. Und tarnt seine rechtskonservativen und kulturpessimistischen Töne als "zynisches Querdenkertum",
in: Freitag Nr.11 v. 16.03.

Christiane RÖSINGER porträtiert Heinz Rudolf KUNZE als den "Botho Strauß des Rock 'n' Roll".

RÖSINGER, Christiane (2007): Ich habe jetzt ein Rauscherlebnis.
Klassiker und Journalisten, Zitierkartelle und Entgrenzungserfahrungen, Fundstücke, Mitteilungsdrang und Lagerbildungen: Die ehrgeizige Anthologie "Pop seit 1964" versammelt vierzig Jahre Popliteratur,
in:
TAZ v. 07.04.

Eckhard Schumacher & Kerstin Gleba - Pop seit 1964

RÖSINGER, Christiane (2007): Gerechter Zorn.
Ältere Kulturschaffende am Werk: Die neue Fehlfarben-CD "Handbuch für die Welt" ist erfrischend pessimistisch,
in:
TAZ v. 25.04.

"Während die deutschen Indiejungs in ihrem Gründerstolz, ihren mühsam hochgezüchteten kleinen Gefühlchen und einem dummen Zukunftsoptimismus immer unerträglicher werden, sind es die Fehlfarben, die nicht altersmilden Überlebenden der Generation 50+, die eine angebrachte Bitterkeit und den gerechten Zorn in die deutsche Popmusik bringen", meint Christiane RÖSINGER.

RÖSINGER, Christiane (2008): Das Leben der Lo-Fi-Bohème,
in: pflasterstrand.net v. 30.05.

RÖSINGER, Christiane (2009): Der feine Unterschied.
Noch Boheme, bereits prekär oder schon Unterschicht? In den Milieus der Kreativen in den Großstädten sind diese Grenzen durchlässig geworden. ARTE Magazin-Gastautorin Christiane Rösinger lebt, wovon sie schreibt,
in: Arte-Magazin, Juni

RÖSINGER, Christiane (2012): Ich. Bin. Gerne. Single.
Valentinstag-Terror: Kissenherzen, aufblasbare Herzen mit Füßchen und Rosen, Rosen, Rosen: Am 14. Februar zeigt die Ideologie der romantischen Liebe ihre schrecklichste Fratze. Der Valentinstag ist eine Zumutung für Singles. Es ist höchste Zeit, diesen Feiertag der Pärchendiktatur zu ächten,
in: Spiegel Online v. 14.02.

 
       
   

Christiane Rösinger: Porträts und Gespräche

 
   

SITTNICK, Jana (2000): Leben im Liegen.
Wohnen in Berlin: Sängerin Christiane Rösinger und ihre rote Couch in Kreuzberg,
in: Berliner Zeitung v. 23.12.

BRAUN, Christoph (2003): Keine Dankbarkeit, kein Sex, keine Beziehung.
Der Theaterregisseur René Pollesch hat eine TV-Soap gedreht. Es geht nicht um Liebe und so, sondern um Entfremdung im Kapitalismus,
in: Jungle World Nr.49 v. 26.11.

Was verbindet René POLLESCH und Britta? "»Bei ›24 Stunden sind kein Tag‹ geht es um die Warenförmigkeit von allem«, paraphrasiert Britta-Sängerin Christiane Rösinger das Geschehen in Polleschs Soap. »Liebe ist da Porno.« Die Berliner Indie-Rockerinnen von Britta spielen ein bisschen den Brechtschen Chor in der Serie. Den Titelsong haben sie geschrieben, und Britta-Songs wie »Ich bin zwei Öltanks« sollen das Geschehen illustrieren. Und wenn Irm (Irm Hermann, die auch schon in besagter Fassbinder-Serie mitspielte) Geburtstag in der Kneipe feiert, dann spielen Britta dort als Resident-Band. »Wir haben einmal am 1. Januar das traditionelle Neujahrskonzert in der Volksbühne gespielt. Das hat René Pollesch gesehen und war total begeistert«, erklärt Rösinger die Konstellation zwischen ihrer Band und Pollesch, die äußerst stimmig ist. Denn auch in den Songs der Band krümmt sich eine Großstadt-Bohème unter der Last der Verhältnisse und lebt ein Leben, das in Rösingers Diktion einer ganz bestimmten resignativen Moral folgt: »Es ist alles beklagenswert, aber wir machen trotzdem so weiter.«
Wo aber Britta-Lieder wenigstens von so sozialen Dingen wie Spielen (»Chinesisches Roulette«) und Lieblings-Clubs (»Die traurigsten Menschen von ganz Berlin«) zu berichten wissen, bleibt Polleschs Spielraum ganz finster.
(...).
Am Ende jeder Folge von »24 Stunden sind kein Tag« fordern Britta in ihrer Ton-Steine-Scherben-Coverversion: »Wir müssen hier raus.«"

KÜPPERS, Kirsten (2010): "Die Liebe ist so praktisch für die Männer".
Liederleid: Die Popfeministin Christiane Rösinger singt - nicht nur in der Band Britta. Ein Gespräch über männliche Zitierkartelle und die Freiheit der älteren Frau,
in: TAZ v. 16.10.

LANGE, Nadine (2010): "Jetzt mache ich einfach die traurigste Platte aller Zeiten".
Die Kreuzberger Musikerin Christiane Rösinger bringt ihr Solo-Debüt heraus. Für ihre Band Britta heißt das nichts Gutes. Eine Begegnung,
in: Tagesspiegel Online v. 24.10.

MOHR, Christina (2010): "Eher so kaputte Chansons".
»Songs Of L. And Hate«: Christiane Rösinger über depressive Posen, das Schimpfwort Authenzität, Romantik und Melancholie,
in: satt.org v. 25.10.

HARTMANN, Andreas & Franziska KLÜN (2010): "Bei uns nennt man es nicht Feiern, sondern Saufen".
Sie haben eine Menge Gemeinsamkeiten: Christiane Rösinger, 49, die Grande Dame der intellektuellen Popmusik, und Jens Friebe, 32, Liebling der Feuilletons. Sie machen beide Musik, schreiben Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, außerdem veröffentlichen sie Bücher und verhandeln in ihren Werken Berlin und die leider doch recht miesen Arbeitsbedingungen für Musiker. Rösinger und Friebe sind miteinander befreundet, wohnen seit kurzem beide in Kreuzberg und veröffentlichen beinahe zeitgleich neue Platten. Bei Bier und Weißweinschorle sprach zitty mit ihnen über eines ihrer Lieblingsthemen: die Berliner Bohème,
in: zitty Berlin Online v. 29.10.

MISSY MAGAZINE-Titelgeschichte: Christiane Rösinger.
Was täten wir ohne sie?

EISMANN, Sonja (2010): Endlich Solo!
Gespräch mit Christiane Rösinger,
in: Missy-Magazine Nr.4

Neu:
MANGOLD, Ijoma (2012): "Kreuzberg war die Welt, die ich suchte".
Das war meine Rettung: Die Musikerin Christiane Rösinger über den Horror Kleinfamilie – und wie sie ihm entkam,
in:
ZEITmagazin Nr.15 v. 04.04.

 
       
   

Interviews von Christiane Rösinger

 
   

RÖSINGER, Christiane (2003): Der Botho Strauß des Rock'n'Roll.
Heinz Rudolf Kunze im Gespräch über Deutschland, Deutschrock und sein neues Album "Rückenwind",
in: Berliner Zeitung v. 14.05.

Heinz Rudolf KUNZE äußert sich über ein paar Etiketten, die über ihn im Umlauf sind, u.a. auch über den "Houellebecq des Rock'n'Roll" - ein Etikett, das anlässlich des Albums "Halt" (2001) von www.single-generation.de geprägt wurde:

"Man nennt sie auch »der singende Zeigefinger«, »der Botho Strauß des Rock'n‘Roll«, »der Houellebecq des Rock'n‘Roll«.
Der
Botho Strauß des Rock'n'-Roll? Das wär ja ein Kompliment!!
Und Houellebecq?
Dazu sage ich Ihnen ganz offen, dass ich zwar ein ziemlich belesener Mensch bin, aber
Houellebecq nie gelesen habe, dazu kann ich also nichts sagen. Aber ich glaube, es ist eher als Kompliment zu verstehen."

 
       
   

Songs Of L. And Hate (2010)
Staatsakt

 
   
     
 

Songtitel

01. Ich muss immer an Dich denken
02. Es geht sich nicht aus
03. Desillusion
04. Berlin
05. Verloren
06. Sinnlos
07. Hauptsache raus!
08. These Days
09. Es ist so arg
10. Kleines Lied zum Abschied
11.
Luxusgut
12. Homo Ferrum

 
     
 
       
   

Das Album in den Medien

EISMANN, Sonja (2010): Platte des Monats,
in: konkret Nr.10, Oktober

REUTHER, Birgit (2010): Ist das noch Boheme oder schon Unterschicht?
Die Lebensgefühl-Chronistin Christiane Rösinger, die bei den Lassie Singers spielte und jetzt bei Britta, veröffentlicht ihre erste Soloplatte,
in: Hamburger Abendblatt v. 18.10.

WINKLER, Thomas (2010): Mir geht's so lala.
Die Songschreiberin gilt immer noch als Geheimtipp. Ihr neues Album "Songs Of L. And Hate" ist wunderschön verzagt,
in: Frankfurter Rundschau v. 21.10.

KOCH, Oliver (2010): In den Theatern dieser Welt.
Lakonisch, desillusioniert und schwermütig. Auf ihrer ersten Soloplatte »Songs of L. and Hate« klingt Christiane Rösinger trauriger denn je. Aber sie lässt sich trotzdem niemals unterkriegen,
in: Jungle World Nr.42 v. 21.10.

VOLKMANN, Linus (2010): Das Untrost-Album des Jahrzehnts.
See you at the bitter end klang nie schöner,
in: Intro Nr.187, November

NEDO, Kito (2010): Jenseits von Gut und Böse.
Christiane Rösinger beglückte die Mitte-Veteranen mit ihrem neuen Album,
in: Berliner Zeitung v. 02.12.

 
       
   

Britta: Lichtjahre voraus (2003)
Flittchen Records

 
   
     
 

Songtitel

01. Fragen
02. Britta-Lichtjahre voraus
03. Chinesisches Roulette
04. Happy Song
05. L****
06. Es ist nicht immer leicht
07. Ruf mich nie mehr an
08. Wie ein Smith-Song
09. Enschuldigung!
10. Wir müssen hier raus
11. Was alles fehlt

Pressestimmen

"Eine zentrale Rolle nimmt die Pärchenlüge ein. Die beschäftigt Rösinger mindestens seit ihrer Zeit bei den Lassie Singers, als sie empört sang: »Pärchen müssen leider draußen bleiben.« Heute klingt das abgeklärter: »Wir taten was wir konnten/ Und es konnte doch nicht sein/ Es fängt mit L an und wir fielen darauf rein«. Ausgerechnet »Wie ein Smith Song« nennt sich das einzige Lied, das der Liebe etwas Positives abgewinnen kann: »Denn manchmal sind wir so wie ein Smith Song/ Manchmal wie Lou Reed, Perfect day/ Manchmal ein Musical und/ Manchmal auch gar nichts/ Aber was auch ist es ist immer ok.« So verneigen sich Britta vor den großen britischen Helden"
(Kristof Magnusson im Tagesspiegel vom 02.09.2003)

"In diesem Land ist das Glück kein Bausparvertrag, sondern ein Song von den Smiths oder »Lou Reed, Perfect Day«, und wenn einem im Herbst der »feige Nieselregen« und der Ostwind zu schaffen macht, wärmt man sich in seiner Kreuzberger Altbauwohnung am Pathos vergangener Zeiten. Darum findet sich auf »Lichtjahre voraus« kurz vor Schluss auch ein kämpferischer Song von Ton Steine Scherben. »Wir müssen hier raus« stammt aus dem Jahr 1972, als man noch fest davon überzeugt war, dass »kein Geld, keine Waffen« die einzigen Voraussetzungen für ein Leben in Freiheit seien. Mehr verlangen Britta auch nicht."
(Kolja Mensing in der TAZ vom 05.09.2003)

 
     
 
       
   

Das Album in den Medien

GRETHER, Kerstin (2003): Kein Gefühl auslassen.
Abitreffen in der Hamburger Schule: Blumfeld, Bernd Begemann, die Sterne und Britta stehen heute alle nicht mehr in der Raucherecke herum,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.08.

MAGNUSSON, Kristof (2003): Echt? Bei mir genauso.
Vier Frauen suchen einen Autor: Britta verabschieden sich mit "Lichtjahre voraus" vom Liebesglück,
in: Tagesspiegel v. 02.09.

MAGNUSSON berichtet u. a. vom Gastauftritt des Schriftstellers David WAGNER:

"Der Schriftsteller David Wagner bestreitet den einzigen Gastauftritt auf dem sonst geschlossenen Album. Er schrieb eine seiner Erzählungen zu einem Liedtext um (»Was alles fehlt«) und singt sogar. Es ist das letzte Lied und taugt vielleicht als Motto für diese wunderbare Platte: »Was alles fehlt« – und der Rock, den man sich darauf macht."

MENSING, Kolja (2003): Das Beben der Boheme.
Songs jenseits der Erwerbsbiografien: Britta,
in: TAZ v. 05.09.

Infos zu: Kolja Mensing - Autor der Generation Golf
 
       
   

Britta: Irgendwas ist immer (1999)
Flittchen Records

 
   
     
 

Songtitel

01. Sie haben heut abend Gesellschaft
02. Ich würde Flyer drucken lassen
03. Kuschelrock
04. Bovary 82
05. Irgendwas ist immer
06. Ex und Pop
07. Mein Leben als Hund
08. Er sah interessanter aus als er letztendlich war
09. Unglücklich
10. Die neue Bitterkeit
11. Ich bin 2 Öltanks
12. Brauner
13. Ich glaub ich hab ein Faible für Idioten

Pressestimmen

"Hinter den Kulissen der Boomtown B. ist die Stimmung (...) alles andere als euphorisch. Wer etwa in der Maria am Ostbahnhof verkehrt, dank Publikum und Preis-Leistungs-Verhältnis einer der netteren Clubs, stößt immer wieder auf Belege für die von Christiane Rösinger besungene »Neue Bitterkeit«: Klagen über schlechte Jobs, den Zerfall alter Szenen, erzwungene Arbeitsemigration".
(Gunnar Lützow in der TAZ vom 17.01.2000)

 
     
 
       
   

Die Lo-Fi-Boheme in der Debatte

  • LÜTZOW, Gunnar (2000): After the goldrush.
    Jetset, Jobs, Schulden: In der Boheme grassiert nun die "Neue Unlockerheit",
    in: TAZ v. 17.01.

 
   

Christiane Rösinger im WWW

www.christiane-roesinger.de

wöchentliche Radio-Kolumne:

 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 31. Juli 2003
Update: 30. Mai 2015