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Christopher Twickel: Szene Hamburg

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1966 geboren
    • langjähriger Chef des Stadtmagazins Szene Hamburg
    • 2003 Herausgeber von "Läden, Schuppen, Kaschemmen"
    • lebt in Hamburg, St. Pauli
 
       
     
       
   

Christoph Twickel in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Interviews von Christoph Twickel:

 
     
       
   

Läden, Schuppen, Kaschemmen (2003).
Eine Hamburger Popkulturgeschichte
Hamburg: Edition Nautilis

 
   
 
 

Klappentext

"Anläßlich des 30jährigen Bestehens des Stadtmagazins Szene Hamburg im November 2003 erscheint eine illustrierte Popkulturgeschichte Hamburgs. Vom »Onkel Pö« bis »Eimsbush« werden die legendären Bars, Clubs und Konzertkneipen beschrieben, die Geschichte gemacht haben – zumindest Musikgeschichte. Das Buch läßt sich sowohl als Stadtführer als auch als Kompendium der Popkultur lesen.
Die Popkultur in den Metropolen entsteht zwischen Tresen, Tanzfläche, Bühne und Plattentellern. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Hamburger Popmusik der Siebziger, Achtziger und Neunziger als Geschichte der Konzertkneipen, Bars und Clubs. Heruntergewirtschaftete Kiezkaschemmen und leerstehende Hallen wurden zu Epizentren der musikalischen Entwicklung: vom Dixie-Rock-Bastard der »Hamburger Szene« um Udo Lindenberg bis zum Hamburger HipHop. Das Buch läßt Leute zu Wort kommen, die dabei waren, die aus den urbanen Brachen den popkulturellen Untergrund der Stadt gemacht haben: Musiker, Clubbetreiber, Gäste, DJs, Tresenkräfte und Besucher."

Inhaltsverzeichnis

Editorial

1969 - 1979: Onkel Pö und Fabrik (Jan Möller)

Die Hamburger Szene

Liveclubs vs. Disko-Szene
Onkel Pö in Eppendorf
Die Fabrik
Politik, Jazz und die Spaßfraktion
Alkohol im Guten wie im Schlechten
Putz mit Rockern
Pat Metheny und die Blumenfrau
Bei Onkel Pö spielt 'ne Rentnerband
Das Logo und die anderen
Leute, die nur gaffen
Der Geist war raus

1977 - 1987: Von Krawall bis Totenschiff (Michele Avantario)

Punk, New Wave und Hardcore

Alles am Ende
Winterhunder Fährhaus
Zick Zack und Rip Off
Markthalle
Die Zick-Zack-Festivals
Krawall 2000
Stimmung im Viertel
Künstlerhaus Weidenallee und Dankerrt
Bonjour Tristesse im Versuchsfeld
Eisnasen im Subito
Summer of Pop 1982
Das Bermuda-Dreieck
Graffiti
Friedrich-Ebert-Halle
Hardcore am Hafen
Totenschiff
Zehn Jahre später

1982 - 1993: Von Disco bis Dancefloor (Christoph Twickel)

Anfänge von Clubkultur

Dieses Versäumnisgefühl
Alles Wird Gut
Kir
Front
Fun Club
Shag, Opera House und der Kiez-Boom der späten Achtziger
Mojo und Rare Groove im Rotlicht
Clubkultur für Profis

1987 - 1997: Die Hamburger Schule (Wiebke Anabess Kuhn)

Eindeutigkeit geht vorbei
L'AgeD'or
Mitternacht und Sparr
Casper's Ballroom
Keller Lincolnstraße
Pudel's Club in der Kampfstraße
Kommunikationszentrum für Problemkinder
Alles muss zerstört werden
Sorgenbrecher und Tempelhof
Frauen und Bühnen
Der Wohlfahrtsausschuss
Heinz Karmers Tanzcafé
Irgendjemanden kennt man immer
Lieblingsbands und Überraschungen
Das Ende vom kleinen grünen Haus
Eine Szene wird ettikettiert
Golden Pudel Club

1989 - 1994: Reggae, Rote Flora und Soundclashs (Tina Petersen)

Subkultur Soundsystem

Ein neuer Sound kommt auf
Von Hardcore zu Reggae
Kultur und Kampf in der Roten Flora
Der Sound der Bewegung?!
Hamburger Reggae-Schule
Sexismusdebatten
Female Power
Urban Soundclash

1989 - 1995: Vom Jugendzentraum bis nach Eimsbush (Denis Krah)

HipHop in und um Hamburg

Defcon 5
Jugendzentren
Ungeile Angelegenheiten
Trockendock
Tempelhof
Kill the Nation with a Groove und Markthalle
Powerhouse
Innovationsbuden
Knochenhaus
Container Studio
Basement
Frauen können sowas nicht

Wer ist wer/Die Autorinnen und Autoren
Wer ist Wer/Die Sprechenden
Was ist Was/Die Orte
Wo ist Wer oder Was

Zitate:

Der Szene-Begriff

"Als »Szene« im Jahr 1977 Wort des Jahres wird, hat es in Hamburg schon fast zehn Jahre auf dem Buckel: »Hamburger Szene« nannte man den Jazz- und Spaßmusikerklüngel, dessen bekannteste Vertreter Otto Waalkes und Udo Lindenberg sind. Ende 1973 bringt der Werber und Industriellensohn Klaus Heidorn die erste Ausgabe des Stadtmagazins Szene Hamburg auf den Markt, nach Tip (Berlin) die zweite seiner Art in Deutschland. »Szene« ist der Inbegriff dessen, was sich an aufregenden Dingen in großstädtischen Nächten abspielen kann. Nicht weit weg, im Swinging London, in Monte Carlo oder beim Beat Club im Fernsehen, sondern gleich hier, in unserer Nachbarschaft!" (S.5f.)

Die Perspektive der subkulturellen Elite

"Wir haben den Standort zur Grundlage gemacht, und es vollmundig »eine Hamburger Popkulturgeschichte« genannt. (...).
Am Anfang jedes Kapitel, jeder Ära, prüfen Leute das bestehende Angebot an Räumen, Stilen und Ideen - als Wirt, Gast, Künstler und manchmal auch alles auf einmal. Verwerfen einiges, nehmen anderes, schaffen sich Platz, eignen sich Räume an, immer in Distanz zum Mainstream und seinen Kohorten: den Normalos, Touristen, den Gaffern, aber auch den Poppern, den Yuppies und den Wochenend-Rebellen. Denn natürlich sind die subkulturellen Eliten auch Eliten, auch die Exklusivität ihres Lebensstils, ihres Geschmacks, ihrer Codes misst sich daran, dass die Kreise klein und nicht jedem zugänglich sind.
(...).
Die erdrückende Mehrheit des Publikums zieht die kulturelle Rundumversorgung in Mehrzweckhallen, Großraumdiskos und Musicalhäusern den Läden, Schuppen und Kaschemmen vor, von denen in diesem Buch die Rede ist." (S.6f)

ungeplante Gentrification: Die erste Welle

"Die Geschichte der Popkultur in den Metropolen ist eine Geschichte der Brachen. Als in der zweiten Hälfte der Achtziger Videotheken die Pornokinos beerben und wegen Aids die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen sinkt, kann in Hamburg eine ganze Generation von Clubmachern die plüschigen Stripteasebars auf St. Pauli beerben.
(...).
Die Subkulturen und ihre Läden spielen in solchen Prozessen der Gentrification und der stadtplanerischen Aufwertung immer eine doppelte Rolle: Einerseits sind sie Pioniere, andererseits Störenfriede." (S.8)

geplante Gentrification: Die zweite Welle

"Stadtplaner und -vermarkter haben diese Pionierrolle der Subkulturen längst durchschaut und üben sich bereits fleißig in ihrer Anwendung. Um etwa mediale Aufmerksamkeit für das erste spektakuläre Business-Center der Hamburger Hafencity zu generieren, hat die Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung eine Agentur namens »eventlabs« damit betraut, im Kaispeicher A - an dessen Stelle ein »MediaCityPort« entstehen soll - exklusive Events zu veranstalten." (S.8f))

 
 
 
       
     
     
   
  • Stadtmagazin Szene Hamburg in der Debatte

    • BREIHOLZ, Jörn (2003): Das Vorbild wankt.
      Stadtmagazin "Szene Hamburg" im Umbruch,
      in: Frankfurter Rundschau v. 28.05.
      • Inhalt:
        Jörn BREIHOLZ berichtet über die Anfänge:

              
          "November 1973: Klaus Heidorn bringt die erste Ausgabe der Szene Hamburg heraus - und schreibt damit Pressegeschichte. In deutschen Großstädten findet das Konzept, in der Ära der Nach-68er die Metropolenkultur der linken Intellektuellen mit politischem Anspruch auf den Markt zu bringen".
              
          Die Gegenwart sieht dagegen anders aus.
 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 25. November 2003
Update: 21. April 2009