Inhaltsverzeichnis
Editorial
1969 -
1979: Onkel Pö und Fabrik (Jan Möller)
Die
Hamburger Szene
Liveclubs
vs. Disko-Szene
Onkel Pö in Eppendorf
Die Fabrik
Politik, Jazz und die Spaßfraktion
Alkohol im Guten wie im Schlechten
Putz mit Rockern
Pat Metheny und die Blumenfrau
Bei Onkel Pö spielt 'ne Rentnerband
Das Logo und die anderen
Leute, die nur gaffen
Der Geist war raus
1977 -
1987: Von Krawall bis Totenschiff (Michele Avantario)
Punk, New
Wave und Hardcore
Alles am
Ende
Winterhunder Fährhaus
Zick Zack und Rip Off
Markthalle
Die Zick-Zack-Festivals
Krawall 2000
Stimmung im Viertel
Künstlerhaus Weidenallee und Dankerrt
Bonjour Tristesse im Versuchsfeld
Eisnasen im Subito
Summer of Pop 1982
Das Bermuda-Dreieck
Graffiti
Friedrich-Ebert-Halle
Hardcore am Hafen
Totenschiff
Zehn Jahre später
1982 -
1993: Von Disco bis Dancefloor (Christoph Twickel)
Anfänge
von Clubkultur
Dieses
Versäumnisgefühl
Alles Wird Gut
Kir
Front
Fun Club
Shag, Opera House und der Kiez-Boom der späten Achtziger
Mojo und Rare Groove im Rotlicht
Clubkultur für Profis
1987 -
1997: Die Hamburger Schule (Wiebke Anabess Kuhn)
Eindeutigkeit geht vorbei
L'AgeD'or
Mitternacht und Sparr
Casper's Ballroom
Keller Lincolnstraße
Pudel's Club in der Kampfstraße
Kommunikationszentrum für Problemkinder
Alles muss zerstört werden
Sorgenbrecher und Tempelhof
Frauen und Bühnen
Der Wohlfahrtsausschuss
Heinz Karmers Tanzcafé
Irgendjemanden kennt man immer
Lieblingsbands und Überraschungen
Das Ende vom kleinen grünen Haus
Eine Szene wird ettikettiert
Golden Pudel Club
1989 -
1994: Reggae, Rote Flora und Soundclashs (Tina Petersen)
Subkultur
Soundsystem
Ein neuer
Sound kommt auf
Von Hardcore zu Reggae
Kultur und Kampf in der Roten Flora
Der Sound der Bewegung?!
Hamburger Reggae-Schule
Sexismusdebatten
Female Power
Urban Soundclash
1989 -
1995: Vom Jugendzentraum bis nach Eimsbush (Denis Krah)
HipHop in
und um Hamburg
Defcon 5
Jugendzentren
Ungeile Angelegenheiten
Trockendock
Tempelhof
Kill the Nation with a Groove und Markthalle
Powerhouse
Innovationsbuden
Knochenhaus
Container Studio
Basement
Frauen können sowas nicht
Wer ist
wer/Die Autorinnen und Autoren
Wer ist Wer/Die Sprechenden
Was ist Was/Die Orte
Wo ist Wer oder Was
Zitate:
Der Szene-Begriff
"Als »Szene« im Jahr 1977 Wort des Jahres
wird, hat es in Hamburg schon fast zehn Jahre auf dem
Buckel: »Hamburger Szene« nannte man den Jazz- und
Spaßmusikerklüngel, dessen bekannteste Vertreter Otto
Waalkes und Udo Lindenberg sind. Ende 1973 bringt der Werber
und Industriellensohn Klaus Heidorn die erste Ausgabe des
Stadtmagazins Szene Hamburg auf den Markt, nach
Tip (Berlin) die zweite seiner Art in Deutschland. »Szene«
ist der Inbegriff dessen, was sich an aufregenden Dingen in
großstädtischen Nächten abspielen kann. Nicht weit weg, im
Swinging London, in Monte Carlo oder beim Beat Club im
Fernsehen, sondern gleich hier, in unserer Nachbarschaft!"
(S.5f.)
Die
Perspektive der subkulturellen Elite
"Wir
haben den Standort zur Grundlage gemacht, und es vollmundig »eine
Hamburger Popkulturgeschichte« genannt. (...).
Am Anfang jedes Kapitel, jeder Ära, prüfen Leute das
bestehende Angebot an Räumen, Stilen und Ideen - als Wirt,
Gast, Künstler und manchmal auch alles auf einmal. Verwerfen
einiges, nehmen anderes, schaffen sich Platz, eignen sich
Räume an, immer in Distanz zum Mainstream und seinen
Kohorten: den Normalos, Touristen, den Gaffern, aber auch
den Poppern, den Yuppies und den Wochenend-Rebellen. Denn
natürlich sind die subkulturellen Eliten auch Eliten, auch
die Exklusivität ihres Lebensstils, ihres Geschmacks, ihrer
Codes misst sich daran, dass die Kreise klein und nicht
jedem zugänglich sind.
(...).
Die erdrückende Mehrheit des Publikums zieht die kulturelle
Rundumversorgung in Mehrzweckhallen, Großraumdiskos und
Musicalhäusern den Läden, Schuppen und Kaschemmen vor, von
denen in diesem Buch die Rede ist." (S.6f)
ungeplante Gentrification: Die erste Welle
"Die
Geschichte der Popkultur in den Metropolen ist eine
Geschichte der Brachen. Als in der zweiten Hälfte der
Achtziger Videotheken die Pornokinos beerben und wegen Aids
die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen sinkt, kann in
Hamburg eine ganze Generation von Clubmachern die plüschigen
Stripteasebars auf St. Pauli beerben.
(...).
Die Subkulturen und ihre Läden spielen in solchen Prozessen
der Gentrification und der stadtplanerischen Aufwertung
immer eine doppelte Rolle: Einerseits sind sie Pioniere,
andererseits Störenfriede." (S.8)
geplante Gentrification: Die zweite Welle
"Stadtplaner und -vermarkter haben diese Pionierrolle der
Subkulturen längst durchschaut und üben sich bereits fleißig
in ihrer Anwendung. Um etwa mediale Aufmerksamkeit für das
erste spektakuläre Business-Center der Hamburger Hafencity
zu generieren, hat die Gesellschaft für Hafen- und
Standortentwicklung eine Agentur namens »eventlabs« damit
betraut, im Kaispeicher A - an dessen Stelle ein »MediaCityPort«
entstehen soll - exklusive Events zu veranstalten." (S.8f))