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Diedrich Diederichsen: Freiheit macht arm

 
       
   
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Freiheit macht arm (1993).
Das Leben nach Rock'n'Roll
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort: Freiheit macht arm

Lost In Music

Subversion - Kalte Strategie und heiße Differenz

Schwarze Musik und weiße Hörer

(0) Globale Verhältnisse unter HipHop
(I) Warum "Nowhere to Run" "Nowhere To Run" heißen muß
(II) Black Differenzce
(III) Signifyin(g) Noise

Tribes and Communist Parties - Ziellosigkeit, Reversibilität, Gedankennot

Spirituelle Reaktionäre und völkische Vernunftkritiker

Aus dem Zusammenhang reißen/In den Zusammenhang schmeißen

Breakfast For Children - Produktive Mißverständnisse - Woodstock

Virtueller Maoismus: Das Wissen von 1984

The Kids are not alright, Vol. IV - Oder doch? Identität, Nation, Differenz, Gefühle, Kritik und der ganze andere Scheiß

Zitat:

8. Der schlechte Zusammenbruch

"Was sich seit 1990 in der ganzen Welt abspielt und in Deutschland auf besonders fiese Weise gespiegelt und verstärkt wird, ist die Zuspitzung der Bewaffnung mit Identitäten und immer mehr Ausbrüche von Identitätskriegen, die im Gegensatz zu früheren Style Wars nicht nur semiotisches Territorium umkämpfen. Es ist der schlechte Zusammenbruch von Verhältnissen, deren guten Zusammenbruch alle Ideen von Rebellion und Dissidenz, sowie sie in Jugendkulturen aufgehoben waren, als Utopie formuliert hatten. Als deren Vorausschein empfand man unausgesprochen das Ereignis (Konzert, Trip, Rave, Festival). Das Ereignis ist zwar nicht an die Rechten gefallen, aber in Zeiten des falschen Zusammenbruchs von Ordnung ein protofaschistischer Zusammenhang geworden."
(aus: The Kids are not alright, Vol. IV - Oder doch? Identität, Nation, Differenz, Gefühle, Kritik und der ganze andere Scheiß, 1993, S.260)

 
     
 
       
   

Rezensionen

POSCHARDT, Ulf (1993): Abschied von der Popkultur.
Über Diedrich Diederichsens "Freiheit macht arm",
in:
Spiegel Nr.49 v. 06.12.

"Diedrich Diederichsen war 1985 der Kopf der einzig intelligenten Musikzeitschrift Spex, (...). Sein Essay-Band »Sexbeat« erzählte die Geschichte jener Jugend, welche die Achtziger prägte: junge Hipster mit Geschmack und Verstand, mit dem Ehrgeiz, die Welt zu verändern und erst einmal mit der Kultur anzufangen. Diederichsen war ihr Vordenker, und jeder seiner neuesten Gedanken wurde Tagesgespräch in »Bohemia«, wie der Mann sein Herrschaftsreich gern bezeichnete.
Eine schöne Zeit: Pop war Widerstand und Opposition - mit diesem rebellischen Anführer, der das 68er-Feuilleton, das Gestammel der anderen Musikzeitschriften und das Theorieloch in Sachen Pop mit großer Geste eliminieren konnte. (...) Niemand war in den Achtzigern den jungen Popintellektuellen gewachsen: Sie sahen besser aus als der Rest, und klüger waren sie sowieso. Sieg.
1989 hat sich das Blatt gewendet. Maueröffnung, Wiedervereinigung, und aus Kindern wurden Nazis. Spex, das einstige Zentralorgan der neuen Smartness, blieb paralysiert. Diederichsen, mittlerweile zum Ideologen obskurer Indie-Bands und militanten Hip Hops geworden, reagierte verständnislos auf das junge, braune Elend. Mit seinem neuen Buch stellt er sich dieser Situation. Der Band versammelt Texte, die von Kunst, Pop, Philosophie, vor allem aber von der Politik handeln. (...) Es ist ein Werk des Wandels: Aus einem politischen Popdenker haben die Jahre nach der Maueröffnung den Agitator einer unorthodoxen Linken gemacht", meint Ulf POSCHARDT.
 
       
   

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Update: 03. November 2013