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- DATH, Dietmar (2001):
Lustlos keck.
Frédéric Beigbeders Blindtext,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 12.11.
- DATH, Dietmar (2001): Ist denn gar
nichts mehr heilig?
Im Schlafzimmer der Verdinglichung: Die Liebe
der Zukunft wird eine Liebe zu Puppen sein,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
- Kommentar:
Der
Kulturpessimist Dietmar DATH ist den Absonderlichkeiten der
"Single-Gesellschaft" nachgegangen. Seine Gewährsmänner sind
Michel HOUELLEBECQ und
Bret Easton ELLIS. Im
Mittelpunkt stehen deshalb die "emotional geschädigten,
kontaktgehemmten mittelständischen Sexual-Autisten unserer
Großstädte", die Partnervermittlungen wie "Coincidence Design"
beauftragen oder in "Hausgemeinschaften mit Real Dolls" leben.
- DATH, Dietmar (2002): Der grauenhafte
Musterschüler.
Medienmonster betreten die Schule: Die Haßindustrie hat es
vorgespielt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.04.
- Inhalt:
DATHs Fazit zum Massaker in Erfurt:
"Wenn man Erziehung nicht als Dressur will,
kommt es darauf an, das verbreitete Spielmaterial der kollektiven
(und einsamen!) Träume Jugendlicher ernster zu nehmen, als sowohl
eine Spaß- wie eine
Angstgesellschaft das können. Worte müssen
wieder stärker gemacht werden als Bilder."
- DATH, Dietmar (2002): Notturno
Neunzehnhundertsechzehn.
Schlachtenlärm hat immer schon die Phantasie der
Kulturschaffenden befeuert: Wie, wo, wann und warum heutige populäre
Phantastik die Urszenen des Ersten Weltkriegs wiederholt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.09.
- Inhalt:
DATH stellt die These auf, dass die "Urkonstellation
der modernen Massenkulturen - ein hedonistisches
Freiheitsversprechen der Teilhabe am Massenspaß unter dem
allgegenwärtigen Verhängnis des Mitgerissenwerdens von tödlichen
Massendynamiken - (..) in der Konstellation »1916« eingeschlossen
(ist)".
- DATH, Dietmar (2002): Nicht einmal
ans Legalisieren von Cannabis denken.
Warum Hanfmagie und Haschisch-Schamanismus der Menschheit auch
nicht weiterhelfen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.10.
- Inhalt:
DATH über die neue Qualität der
Gegenwartsgesellschaft:
"Eine an der
Arbeitskraft-Benutzer-Oberfläche intakte
»Leistungsgesellschaft«, wie sie die Beatniks und Hippies
vorfanden und mit Nichtstun provozieren wollten, ist etwas anderes
als eine Gegenwart, die sich angeblich von brüchigen Koalitionen
echter Ausgegrenzter und Kleinkrimineller mit
abstiegsgefährdet-kleinbürgerlichen Jobbern und
Kulturindustrie-Zuarbeitern in die Schranken weisen lassen soll. Die
Geste der
Wiederentdeckung alter Faulheitsformen ist magisch statt
politisch, verläßt sich ganz auf Analogiezauber, auf Voodoo".
- DATH, Dietmar
(2003): Wenn ich das Wort Pop höre, entsichere ich meinen Revolver.
Wider die falschen Freunde: Auch Massengeschmack ist elitär,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.02.
- Kommentar:
Dietmar DATH verteidigt den
Popqualitätsjournalismus - u.a. also sich selbst - gegen
Vertreter
"eines
journalistischen Populismus, der sich mit »Pop« verwechselt (...).
Und so müssen wir das Elend weiter leiden: Vierzigjährige Laffen,
die ihre Pubertät verpaßt und keine einzige Nacht ihres Lebens
unter Bedingungen durchgemacht haben, die sie nicht kontrollieren
konnten - das erst wäre »Pop« -, geben dem Publikum, »was es will«
und was zu produzieren sie selbst nicht imstande sind, aber dafür
gibt es dann ja dreißigjährige Gecken, deren Faxen suggerieren
sollen, Popliteratur sei herzustellen, indem man gewöhnliche
Nabelschauschreiberei mit öden Plattenanspielungen durchschießt,
anstatt zu kapieren, daß Popliteratur, wenn überhaupt, nur
entstehen kann, indem Literaten die Arbeitsbedingungen der
Kulturindustrie teilen und das auch wissen, Leute wie Stephen King
also, William Gibson oder die Macher von »Perry Rhodan«."
Jetzt
ist es also raus! Nicht "Raumschiff Enterprise", sondern "Perry
Rhodan" ist die Referenzserie des FAZ-Feuilleton.
Das
ahnte man eigentlich schon länger, aber lesen konnte man es nicht.
SCHIRRMACHER fühlt sich als Erbe des Universums Deutschland
und wirft deshalb seinen Größenwahn lieber anderen vor.
"Frick
arbeitet heute als Journalist und Buchautor und er ist der
Chef-Redakteur der
Perry Rhodan-Heftromane. Er ist das beste Beispiel dafür, dass
Punks in die Hochkultur
eingezogen sind", konnte man im Dezember erstaunt im
DeutschlandRadio hören.
Ist
nicht Dietmar DATH heute dort, wo
Diedrich DIEDERICHSEN schon 1985 in "Sexbeat" war, als er
schrieb:
"Der
intellektuelle Perry-Rhodan-Kritiker interpretiert, meist stark
psychologisch gefärbt, die Inhalte dieser ungebrochen populären
Primitiv-SciFi-Serie. Er vergißt, daß sich bei Perry Rhodan wie
auch beim Marvel-Comic jedes Einzelexemplar in eine unendliche
Reihe einordnet mit den ausgetüftelsten Querverbindungen, die für
das Lesen viel wichtiger sind als die rechtsreaktionären Inhalte.
Einmal mehr hatte Saussure recht: Die Bedeutung von Perry Rhodan
und vieler anderer proletarischer Kulte erschließt sich nicht
durch die Beziehung Perry Rhodans zur Wirklichkeit, sondern über
das Verhältnis eines Perry-Rhodan-Heftes zu allen anderen
Perry-Rhodan-Heften."
Perry
Rhodan ist jedoch keine proletarische Kultur, sondern typische
Realschüler- bzw. Gymnasiasten(nerd)kultur
(wobei es immer der kleinere Bruder ist, der die Hefte eigentlich
liest; siehe Steffen KOPETZKY in der
SZ vom 15.06.2001).
Und
es dürften etliche
männliche Ungeliebte geben, die den "Einsamen der Zeit" (nicht
Atlan, sondern Alaska Saedelaere) zu ihrer pubertären
Identifikationsfigur erkoren haben.
- DATH, Dietmar (2004):
Kerstin Grether.
Zeitschriftstellerin,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.04.
- Inhalt:
Der ehemalige SPEX-Chefredakteur Dietmar
DATH stellt
Kerstin GRETHER vor, die in diversen Musikzeitschriften
von SPEX bis Intro schreibt:
"Fast mag man (...) nicht recht
glauben, daß sie (...) erst 1975 geboren sein soll, gibt es doch
im hiesigen Popjournalismus
locker zwei Dutzend pressenotorische Mittvierziger, die sich
allmählich sputen müssen, wenn sie die Reife und Durchdachtheit
von Grethers Positionen in in diesem Leben noch erreichen wollen".
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DATH, Dietmar (2004): Revolutionsstau.
Ruhe im Inland: Die intellektuelle Linke kritisiert nach draußen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.06.
- Kommentar:
Dietmar DATH attestiert der intellektuellen Linken die
Nicht-Thematisierung der sozialen Frage in Deutschland.
Die so genannte Neue
Linke hatte sich in den 70er Jahren von der Arbeiterbewegung
verabschiedet.
Das erfolgreichste Enttäuschungsprodukt dieser Neuen Linke
war die Individualisierungs-Linke der 68er um den Popsoziologen
Ulrich BECK.
Dietmar DATH
geht es jedoch primär um die hedonistische Poplinke - sozusagen das
Konkurrenzprojekt der Single-Generation -, das sich erst gar nicht
vom Proletariat verabschieden musste, sondern sich nur von den
großen Brüdern abgrenzte.
DATH zitiert deshalb
den Popintellektuellen Diedrich DIEDERICHSEN damit, daß
"seit '45 kein radikaler Linker in der BRD auch nur einen einzigen
Arbeiter oder andere Soll-Subjekte der Geschichte auch nur zu einem
Schluck Bier mobilisiert hat."
Das
Engagement für den deutschen Arbeiter war für den hedonistischen
Poplinken im Gegensatz zum Engagement für den Nicht-Deutschen unsexy.
Aufgegangen
in der wabernden
Multitude jedoch, könnte nun der
deutsche Arbeiter seine Renaissance als Subjekt der Poplinken
erleben, denn
hier kommt die Kaltfront.
DATH jedenfalls hat
schon einmal "ein ganzes Meer der Unruhe, in den man als
Gesellschaftskritiker schwimmen könnte wie der sprichwörtliche Fisch
im Wasser, ausgemacht.
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DATH, Dietmar (2005): Wer Zukunft zeugt.
Soll Mutterschaft wieder Schicksal werden?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.02.
- Kommentar:
Heute muss Dietmar DATH an die demografische
Front. Im Gegensatz zur bisherigen Debatte verteidigt DATH die
Wahlfreiheit in Sachen Reproduktion.
DATH weist daraufhin, dass
bei den
Grünen bereits Mitte der 80er Jahre die "neue Mütterlichkeit"
zur Verdammung der kinderlosen Karrierefrau führte:
"Vor
den jüngsten demographischen Warnschüssen einer überalterten
Gesellschaft war diese Differenz zwischen Natur und Kultur noch
das Proprium »neuer sozialer Bewegungen«, etwa der Leute, die den
berühmten »grünen Mütterkongreß« ausrichteten, der 1986 unter dem
Motto »Leben mit Kindern - Mütter werden laut« stattfand und unter
anderem dazu führte, daß Feministinnen, die trotzdem keine Kinder
kriegen wollten, sich von linken Genossinnen und Genossen als
»Aquariumskarrieristinnen« anschwärzen lassen mußten."
Hatte also die
Nach-68er-Generation ihr Eltern-Coming out bereits in den 80ern,
so wird die postfeministische Mütterlichkeit durch eine
Debattenatmosphäre befeuert, "in der
plötzlich wieder von
Reproduktionsverpflichtungen gesprochen werden kann, die erfüllt
werden müssen, um die brüchig gewordenen tieferen Stockwerke des
Gesellschaftsbaus zu stabilisieren."
DATH beklagt die
damit verbundene Naturalisierung des Sozialen (siehe hierzu
ausführlicher
Christoph BUTTERWEGGE) und nennt
die Interessen, die von einer solchen Naturalisierung profitieren:
"Wenn
in den reichen Ländern der Nordhalbkugel die Kleinen ausbleiben,
fallen die Mieten und steigen die Löhne. Daß das den Besitzern von
Wohnungen und Fabriken nicht gefällt, ist ebensowenig ein
vernünftiger Grund, Frauen zur Bereitstellung einer
nachindustriellen Reservearmee fürs postfordistische Zeitalter zu
verpflichten, wie der Wunsch vieler Männer, die lästige weibliche
Konkurrenz von den Arbeitsmärkten zu verscheuchen, weil die Lage
dort prekärer geworden ist.
Auch die verbreitete Angst vor der unkontrollierten Vermehrung
Zugewanderter gebietet logisch nicht zwingend, einheimische
potentielle Mütter an die demographische Front zu schicken. Denn
wenn der besagte technische Fortschritt, oft in der Chiffre
»Lebensstandard« versteckt, angefangen von der Ausbildung zu einem
Leben, das ihn zu nutzen versteht, auch Migrantinnen offensteht,
dann werden sie in entsprechender statistischer Verteilung
ebenfalls Karrierefrauen oder Mütter mit Beruf sein - was sie
allenfalls noch daran hindert, sind wagenburgartig abgeschottete
Sozialzusammenhänge, die von der gesellschaftlichen Prämierung der
Selbstethnisierung zehren, nicht ein mythischer Gebärtrieb."
DATH sieht in der
Bejahung des Fortschritts - und dazu gehört auch die Freiheit der
Reproduktion - die einzige Alternative zu einer "Neuorganisation
nach biologischen Kriterien":
"Alles
andere als die Anerkennung der Tatsache, daß zur Reproduktion die
freie Wahl gehört wie zur modernen bürgerlichen Gesellschaft die
»Hochachtung vor der individuellen Subjektivität« (Hegel), riecht
nicht nach Neuzeit, sondern nach mit ökonomischen und kulturellen
Erwägungen nur notdürftig verbrämten
vormodernen
Vorstellungen vom Gemeinwesen, die sich an Bluts- statt an
Bürgerrecht orientieren."
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DATH, Dietmar (2005): Die Kritik der Kopfhörer ist ein sehr
schwieriger Job.
Diedrich Diederichsen denk den Wechselstrom zwischen Kunst und
Leben,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.10.
- Inhalt:
DATHs Besprechung des Buches
"Musikzimmer" ist zweigeteilt.
Am Anfang steht eine Hommage an
Diedrich DIEDERICHSEN: Wer sich in einer Welt bewegt, in der man die
Popkultur nicht ignorieren kann, "muß
Diederichsen gelesen haben und wird ihn weiter lesen müssen, denn
was ihn wichtig, wertvoll und manchmal heikel macht, darin läßt er
einfach nicht nach, wie sein neues Buch »Musikzimmer« beweist."
DATH pflichtet DIEDERICHSEN bei, wenn dieser
schreibt: "Wenn man Nonkonformismus entwickelt, sollte man
wenigstens wissen, was der aktuelle Konformismus geschlagen hat".
Im zweiten Teil der
Rezension versucht sich DATH von DIEDERICHSEN zu emanzipieren.
Im Gegensatz zu DIEDERICHSEN
will DATH nicht die soziale Praxis als oberste Richtschnur gelten
lassen:
"Die
Idee, daß ein sozialer Raum an sich wahrer, weil wirklicher ist als
selbst die wahrste Idee, muß nicht stimmen. Es wäre nämlich auch
möglich, daß schon der empirische Zusammenhang solcher Räume und
Sozialtatsachen eben nicht von einer Praxis gestiftet wird, die das
Leben verbessert, sondern vom falschen Bewußtsein derjenigen, die
glauben, sie hätten Teil an diesem Zusammenhang. (...). Daß das
Kollektiv, dessen Praxis er vorfindet, mit der er sich
solidarisiert, kein praktisches, sondern ein ideologisches ist,
sieht der Kritiker nicht, wenn er gerade dabei ist, diesem Kollektiv
ein richtiges Bewußtsein zu basteln und anzudrehen.
Zu Zeiten, da so einer das noch sehen konnte, hieß er nicht
Kritiker, sondern Aufklärer. Die sind lange vorbei. Aber was man
jetzt tun muß, damit das, was seither schlechter wurde, nicht noch
schlechter werde, erfährt man nicht von Kunst."
-
DATH, Dietmar (2005): Weltverbessserwissen.
Schwarzgrün denken: Martin Heidegger hat alles vorausgewußt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.11.
- Inhalt:
Dietmar DATH denkt
Botho STRAUSS weiter:
"Der
späte Heidegger (...) empfahl nicht Wissen, sondern etwas, das er
»Denken« nannte (...). Als besonderen Zug der Moderne hat er (...)
ausgemacht, daß sie zwar nicht mehr sehr viel glaubt, aber noch
längst nicht alles weiß."
Unsere
Zeit charakterisiert DATH risiskogesellschaftlich als "Zeit, die
spiegelsymmetrisch zur Frühmoderne zwar nicht mehr viel weiß aber
auch noch nicht wieder alles glaubt."
Für
DATH ergibt sich aus dieser Situation ein Auftrag an die Eliten
als Wissende und Avantgarde.
Letztlich
geht es DATH jedoch nur um eines, nämlich die Rettung des
gesellschaftlichen Privilegiensystems der Eliten vor den
barbarischen Massen:
"Die
Welt von »manufactum« und die Ideologie des ökologischen
Häusle-Bauerns für Kleinbesitzer entspringen am selben Punkt - dem
Horror vor der Kollektivierung. Schwarzgrün ist darum die logische
Option aller, die Heideggers Nachkriegs-Technikphilosophie
verstanden haben und in der Frage »Industrie oder stabile
Hierarchien« sich zugunsten der Hierarchien entscheiden. Denn die
Nichtbesitzer werden sich nur dann daran hindern lassen, die
Eliten zu enteignen und für die Masse größere Kuchenstücke zu
fordern, wenn man ihnen den Verzicht auf die Früchte der
Industrialisierung als etwas moralisch Hochwertiges, als eine neue
Frömmigkeit verkaufen kann. Genau dafür braucht die Elite die
grüne Option."
- DATH,
Dietmar (2006): Lumpenliberalismus.
Wir wollen auch gefressen werden: Wie sich die jungen Kreativen
selbst abschaffen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.02.
- Inhalt:
Der Ex-Spexler Dietmar DATH rechnet mit den
Neuliberalen (nicht zu verwechseln mit den Neoliberalen) ab, die
er an Personen wie Johannes VOGEL (Bundesvorsitzender der JuLis),
Ulf POSCHARDT
und Ex-Spexler Wolfgang TILLMANS festmacht.
Er skizziert die Entwicklung von den
Alternativbetrieben
der 80er Jahren bis zu den gegenwärtigen kreativen Kreisen:
"Der neueste Liberalismus für die Kreativen ist (...) eine Art
Basisbewegung alerter, kosmopolitischer Individualisten - so etwas
Ähnliches wie die New Economy, nur ohne Wagniskapital."
Im Gegensatz zum klassischen Liberalismus gehe es ihnen "nicht
mehr um die erste Million mit fünfundzwanzig, sondern um (...)
Selbstverwirklichung".
DATH prangert den Umgang dieser kreativen "Lumpenliberalen" mit
Praktikanten an und wirft ihnen vor, dass sie sich für "freie
Marktsubjekte halten, bloß weil sie jene Freiheiten genießen, die
auch der Tagelöhner vor dem Sklaven voraushat".
Für DATH beschleunigt dieses vulgärmarxistische Klassenbewusstsein
der neuliberalen Kreativen das "Absterben der ökonomisch
unabhängigen Kreativen".
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DATH, Dietmar (2006): Wie wir "Spex" zerstört haben,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.12.
- DATH, Dietmar
(2007): Contra naturam. In:
Johannes Ullmaier
(Hg.) Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit, Frankfurt
a/M: Suhrkamp, S. 386-411
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