| |
|
[ popkulturelle Bohème ] [
Autoren der Generation Golf ] [
News ] [ Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Dietmar Dath:
Für immer in Honig
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Dietmar Dath bei single-generation.de
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
Klappentext
"»Für
immer in Honig« ist ein historischer Roman über Dinge,
die nie passiert sind und nicht passieren werden. Er
erklärt alles, was in der Zeitung steht und im
Fernsehen kommt und handelt von Leuten in Europa,
Amerika und Israel, die sehr viel wissen und trotzdem
alles falsch machen. Die Geschichte, die ohne
Hintergedanken im Stil leicht erkälteter
Unterhaltungsliteratur erzählt wird, umfaßt mehrere
Jahrzehnte, in denen Deutschland vor die Hunde geht
und die Beziehungen der Vereinigten Staaten von
Amerika zum Rest der Welt sich verschlechtern, während
die Toten ins Leben zurückkehren, die Wissenschaft
Fortschritte eher seitwärts als nach vorne macht und
die Popmusik sich nicht gerade verbessert."
Stimmen zum Roman
"Nicht selten ist es die so
genannte Poplinke, die seinen Spott ertragen muss.
Doch die sollte das nicht so persönlich nehmen, ist
sie doch nur eine Facette in Daths vor sich hin
wucherndem Unterhaltungsroman, in dem es neben der
Journalistenszene in Berlin-Mitte auch um Neonazis
in der badischen Provinz, Dämonenjägerinnen in
Freiburg, knabenmordende Familienväter und sehr
viele lebende Leichen, genannt Zombies, geht. Ach
ja, und um Hillary Clinton und eine neue
Weltordnung, die dem alten Leninismus doch sehr
ähnlich sieht. Kurzum: Dieser Roman neigt dem
Monströsen zu, und das nicht nur auf inhaltlicher,
sondern auch auf formaler Ebene."
(Nadja Geer in der Zeit vom
13.10.2005)
"Wiedererkennungseffekte gibt es
zuhauf, für jeden und jede scheint etwas dabei zu
sein. Und selbst wenn man mit den vielen Bezügen
nichts anzufangen weiß, hat man wenigstens die
Genugtuung, einen unterhaltsamen und klugen
Science-Fiction-Roman gelesen zu haben."
(Martin Janz in der Jungle World
vom 19.11.2005)
|
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
-
SDUN, Nora (2005): Fanpost,
in: textem.de v. 25.04.
-
SCHLÖGL, Martin (2005): Eine neue Spezies,
in: WochenZeitung Nr.25 v. 23.06.
-
GEER, Nadja (2005): Großer Geist und Drang.
Dietmar Daths unerwiderte Liebe zur Massenkultur,
in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.42 v. 13.10.2005
-
JANZ, Martin (2005): Wenn das falsche Vakuum kollabiert.
Dietmar Daths schöner, neuer Roman ist der reine Irrsinn,
in: Literaturbeilage der Jungle World Nr.42 v.
19.10.2005
-
GRETHER, Kerstin (2005): Die kleinen Gespenstinnen.
Die dicken Kinder von heute lesen morgen dicke Bücher und
retten übermorgen den Planeten: In seinem plot- und
figurenreichen Roman "Für immer in Honig" nimmt sich Dietmar
Dath unter anderem derjenigen an, die als neue
Unterschichten verteufelt werden - und gibt ihnen die Würde
zurück,
in: TAZ v. 22.08.2005
- Kommentar:
Kerstin GRETHER
bedankt sich bei Dietmar
DATH mit einer Rezension:
"Nie
hat der ehemalige Spex-Chefredakteur so
detailliert seine und die Jugend von heute beschrieben.
Daths Jugend lebt die »Kunst des stilvollen Verarmens«
bereits. So, dass man sich fast schämt für die Generation
der über-30-jährigen Bildungsbürger, die einen höhnischen
Sicherheitsabstand wahrt, wenn sie diese Pink hörenden,
Rüschenjeans tragenden, kleinen Gespenstinnen jetzt auch
noch ernst nehmen soll. Und vor lauter
Ecken-und-Kurven-Angst all die Knackpunkte nicht wahrnehmen
will, die die Dath'sche Geisterbahn aus kollabierenden
Familien nebst klapsmühlenhafter Wirtschaftslage bevölkern.
Natürlich muss sich der Metal-Fan Dath daher auch nicht
künstlich vom ach so toten Pop-Roman absetzen. Der ja umso
heftiger totgeredet wird, je mehr er gebraucht würde.
Weshalb es besonders erfrischend ist, wie der Autor diesen
postoptimistischen Casting-Kultur-Opfern ein bisschen Würde
zurückgibt, indem er ihre Spiele und Codes, von Sex bis
Revolutionsfantasien, liebevoll ernst nimmt. Und dabei auch
noch die Boheme- und Kunstlichterwelt seiner Generation
fortschreibt.
Wer glaubt, dass Dath hier noch mal den universellen
Pynchon-Postmodernen raushängen lassen oder gar den ersten
Bildungsroman des 21. Jahrhunderts schreiben wollte,
unterstellt zu viel Kalkül. Dath hat einfach viel zu sagen,
und er sagt es. Er hat die Zukunft des Rock 'n' Roll im
Menschen selber gesehen. Oder wie es der Berliner Songwriter
Jens Friebe neulich zu Protokoll gab: »Dietmar Dath ist der
letzte manische Aufklärer Deutschlands.«"
|
|
| |
|
Das Buch in der Debatte
- Neu:
RAPP, Tobias (2005): Lass uns nicht über Spex reden.
Wer hat die Hegemonie im
Popdiskurs? Ulf Poschardt wirft Diedrich Diederichsen Realitätsverlust
vor, Dietmar Dath wünscht der Popkulturlinken den Weltbürgerkrieg an
den Hals. In der Popkritik tobt ein Erbfolgekrieg um die
Hinterlassenschaft der "Spex" und die Definitionsmacht darüber, was
real ist,
in: TAZ v. 15.11.
- Inhalt:
Tobias RAPP zeichnet nochmals die
POSCHARDT-
Debatte nach, wobei er noch Dietmar DATH und seinen Roman
"Für immer in Honig" mit einbezieht.
Im
Roman von Dietmar DATH zettelt eine "Gruppe von mathematisch und
leninistisch geschulten Übermenschen einen Weltbürgerkrieg an".
RAPP
zeigt die poplinken Verflechtungen auf, die zwischen Diedrich
DIEDERICHSEN, Ulf POSCHARDT und Dietmar DATH bestanden, um seine
Vatermord-These zu belegen:
"Diederichsen
(...) war der Gutachter von Poschardts Doktorarbeit, die unter dem
Titel »DJ-Culture« dann das Buch wurde, das ihm einige Türen öffnete.
Dath war der letzte Spex-Chef bevor das Magazin
verkauft wurde - Diederichsen war damals einer der Herausgeber."
DIEDERICHSEN
wird von RAPP als "Lobbyist hinter den Kulissen" dargestellt, der das
wahre Erbe der Musikzeitschrift Spex weiterpflegt:
"seine
Behauptungen und ästhetischen Richtungsangaben konnten ihre Kraft auch
deshalb entfalten, weil er niemals müde wird, sie als Lobbyist hinter
den Kulissen durchzusetzen. Er mag nicht der einzige gewesen sein, der
in der Jury saß, die die Bundeskulturstiftung bei der Vergabe ihrer
Gelder beriet, doch es gab Partys linker Kulturschaffender in den
letzten Jahren, wo die Zahl derjenigen, die ihre Miete direkt oder
indirekt von der Bundeskulturstiftung bezahlt bekamen, locker die Zahl
überwog, die sich anderswo ausbeuten. Umso abstruser natürlich
Poschardts Vorwurf, Diederichsen hätte die Verbindung zur Realität
verloren. Dies ist Realpolitik."
Vor
diesem Hintergrund erscheint die POSCHARDT-Debatte dann als "Erbfolgekrieg
um die Hinterlassenschaften der Spex (...). Es geht
um kulturelle Hegemonie. Und der, der über sie bestimmt, darf sagen,
was real ist."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|