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Felix Denk: Der Klang der Familie

 
       
   

Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Felix Denk in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

DENK, Felix (2007): Erst nervöser Krach, dann federleichte Pop-Songs.
Mit Post-Punk kam der große musikalische Umbruch: Simon Reynolds berichtet über die Musik der Jahr 1978 bis 1984,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 11.08.

"Die überraschende These des englischen Popkritikers: Nicht Punk revolutionierte die Popmusik, sondern die Jahre danach. Erst mit Post-Punk kam der große musikalische Aufbruch. Punk provozierte zwar seine ideologischen Gegner, also Hippies, Kiffer, Linke und Genesis-Hörer; zu mehr reichte es nicht. (...). Für Post-Punk galt das Gegenteil: »Die Sex Pistols haben 'No Future' gesungen«, so Allen Ravenstine von der Band Pere Ubu. »Aber es gibt eine - und wir bauen sie«",

schreibt DENK anlässlich des Erscheines der deutschen Übersetzung von Simon REYNOLDS' Buch Rip it up and Start Again.

DENK, Felix (2008): Die Jugend von Gestern.
Jon Savage: Punk war nicht die erste Jugendrebellion. Rock'n'Roll auch nicht. Die Geschichte der Jugend und ihrer Emanzipation geht weit ins 19. Jahrhundert zurück. Jon Savage hat sie mit seinem alten Punk-Selbstverständnis neu aufgeschrieben. Dass die Jugend von Erwachsenen erfunden wurde, ist dabei nur eine der vielen Überraschungen,
in:
de:bug Nr.127, November

Jon Savage - Teenage

DENK, Felix (2009): Superhelden der Schlaflosigkeit.
Zeitgeist, verdichtet: Was wurde eigentlich aus Techno? Tobias Rapp sucht in Berliner Hinterhöfen, Heizkraftwerken und Holzverschlägen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.04.

Tobias Rapp - Lost and Sound

zitty Berlin-Titelgeschichte: Wie viele Kreative verträgt Berlin?
Von Weltmarktführern, Urbanen Pennern und dem neuen Kreativ-Prekariat

DENK, Felix (2010): Wie viele Kreative verträgt die Stadt?
Es sind über 180.000, sie erwirtschaften 15 Prozent des Bruttoinlandprodukts von Berlin. Wo sie sind, steigen die Mieten. Was sie tun, gilt als Öl der postindustriellen Gesellschaft. Aber was haben eigentlich die Kreativen von ihrem Image als Wachstumsmotor?
in: zitty Berlin Nr.26 v. 16.12.

 
       
   

Felix Denk im Gespräch

 
       
   

WALDT, Anton & Ji-Hun KIM (2012): "Manche Sachen bleiben besser in der Nacht".
Berlins Techno-Anfänge bekommen ein eigenes Buch: Ein Techno-Punk-Gipfeltreffen der besonderen Art. Anlässlich von "Der Klang der Familie", dem Oral-History-Buch zur Entstehungsgeschichte von Techno in Berlin, treffen die beiden Autoren Felix Denk und Sven von Thülen auf Jürgen Teipel, der den zusammengemashten Interview-Stil mit "Verschwende deine Jugend" populär machte. Dabei läuft alles auf die Frage zu, ob Techno es einfacher hatte oder es einfach besser gemacht hat als Punk?
in: de:bug Nr.161, April

 
       
       
   

Der Klang der Familie (2012).
Berlin, Techno und die Wende
(zusammen mit Sven von Thülen)
Berlin:
Suhrkamp Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Am 13. März 1991 begannen die 90er Jahre. Nur wenige Meter vom ehemaligen Todesstreifen entfernt eröffnete in einer massiven unterirdischen Stahlkammer der Club Tresor. Von hier aus breitete sich mit 180 BPM die Jugendkultur aus, die Ost und West vereinte: Techno.

Nach dem Sturz der Mauer stehen überall in Berlin ungenutzte Flächen und Gebäude bereit, mit neuem Leben gefüllt zu werden. Die Besitzverhältnisse sind ungeklärt, und so erobert die Szene aus beiden Teilen der Stadt die neuen Freiräume. Clubs, Galerien, Ateliers und Studios entstehen – oft nur für wenige Wochen. Bald schon ist Berlin Epizentrum einer neuen Kultur, lockt mit Clubs wie dem Tresor und dem E-Werk Tausende Anhänger aus aller Welt an. Sie tanzen in Gasmaske oder Schweißerbrille die Nacht hindurch zum Preßlufthammersound bisher unbekannter DJs aus Detroit. Unter ihnen auch Schriftsteller, Künstler, Fotografen und Designer. Schnell wächst Techno zu einer Bewegung der Massen, die in der Loveparade ihre schillerndste Blüte treibt.

DJs, Clubmacher, Musikproduzenten, Türsteher und Szenegestalten, Menschen aus der Mitte der Bewegung und von ihren Rändern, sie alle kommen in Klang der Familie zu Wort und lassen eine Zeit lebendig werden, in der alles möglich schien."

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Berlin, Techno und der Easyjetset. Oder wie Techno zur einflussreichsten Hauptstadtkultur geworden ist

 
       
   

Vorabdruck

DENK, Felix & Sven von THÜLEN (2012): Temporäre Autonome Zone.
Techno war der Soundtrack eines Ausnahmezustandes. Das Buch "Der Klang der Familie" von zitty-Redakteur Felix Denk und Sven von Thülen erzählt die Anfänge der Szene zur Zeit des Mauerfalls,
in: zitty Nr.7 v. 22.03.

 
       
   

Rezensionen

BALZER, Jens (2012): Die schönste Hölle der Welt.
Techno in Berlin: Eine Oral History des Berliner Techno: Im Kater Holzig wurde das Buch "Der Klang der Familie" vorgestellt,
in: Berliner Zeitung v. 10.03.

WEBER, Julian (2012): Tanzen in den Wunden.
Techno:  "Der Klang der Familie" erkundet in Form einer Oral History die Anfänge der Berliner Rave-Szene,
in: Literaturbeilage der TAZ v. 15.03.

BARTELS, Gerrit (2012): Als Gott ein DJ war.
Pop und Gesellschaft: Die Subkultur, die Deutschland verändert hat: Das Buch "Der Klang der Familie. Berlin, Techno und die Wende" folgt den Spuren der Technoszene, in dem es die Erinnerungen der Protagonisten zu einer großen oral history montiert,
in:
Tagesspiegel v. 30.03.

ENGELHARDT, Timon (2012): Große Pupillen mit Menschen drumrum.
Das Buch »Der Klang der Familie« und die Berliner Techno-Szene ,
in:
Jungle World Nr.15 v. 05.04.

 
       
   

Techno in der Debatte

KNIEBE, Tobias (2004): Kaspar Hauser des Pop.
Die Zukunft des Techno kommt aus Laichingen: Ein Treffen mit dem DJ Superpitcher,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.05.

Tobias KNIEBE legt uns eine typische Heiligenlegende eines Popstars vor: Die Story von Aksel SCHAUFLER alias DJ Superpitcher, der gerade sein Debütalbum Here Comes Love veröffentlicht hat. Die Mutter des 1973 geborenen SCHAUFLER sei Mitglied einer religiösen Sekte gewesen und habe Film, Fernsehen und Pop für das Werk des Teufels gehalten, verrät uns KNIEBE, um dann zu vermerken:

"Aksel Schaufler wächst ohne all das auf, mit sieben Geschwistern, in einer vormodernen Deprivation, einer experimentellen Versuchsanordnung zur Vermeidung von schädlichen Sinneseinflüssen - eine Art Kaspar Hauser des Pop".

Man könnte das auch ganz ordinär als typisch strenges, bildungsbürgerliches Erwachsenwerden bezeichnen, aber ein bißchen Pathos ist schon notwendig, um einem designierten Retter des Techno die richtige Biografie zu verpassen. Ein richtiger Popstar verlässt auch nicht einfach sein Elternhaus, sondern flieht mit 17 nach Ulm wie es KNIEBE für SCHAUFLER formuliert. Sonst wäre der folgende Satz auch nur halb so schön ausgefallen:

"Es geht um: Stimmungen, Träume. Nichts anderes. Und darum, den Urknall zu wiederholen, der entsteht, wenn in einem siebzehnjährigen Hirn plötzlich Pop explodiert."

Wow! Fehlt noch ein zitierfähiger Slogan:

"We don't need people to be alone".

Das ist die zeitgemäße Netzwerkvariante von Mario HENÉs Paar-Slogan:  Lieber allein, als gemeinsam einsam. Drei Begriffe dürfen z. Z. nicht fehlen, damit ein Popstar mittelschichttauglich wird: Dandy, Ästhet und Romantiker. Dann ist auch Saint Morrissey nicht weit...

DIEDERICHSEN, Diedrich (2004): Irgendwann hieß alles House.
Zuerst schließen die Clubs, dann fällt die Love Parade aus. Die Techno-Kultur sei am Ende, heißt es. Doch stimmt das? Eine Analyse,
in: Tagesspiegel v. 26.06.

Totgesagte leben länger, meint Diedrich DIEDERICHSEN: "1982 arbeitete ich bei einer Zeitschrift, die gerade den »Ausverkauf« der Punkbewegung debattierte. Wir konnten damals einen alten Text nachdrucken, der 1970 die Kommerzialisierung des Progressive Pop geißelte. Wir mussten nur ein paar Namen ändern und hatten einen aktuellen Debattenbeitrag. Heutzutage begehen historische »Bewegungen« wie die Mods ihren 40. Geburtstag. Die Feiern werden von Mittzwanzigern bestritten. Und die dunkel umhangenen Anhänger der Gothic-Kultur, schon seit den mittleren 80er Jahren als ganz arme Sinnsucherteufel belächelt, treffen sich weiterhin in Leipzig – auch hier sind die Anwesenden oft jünger als die Subkultur, der sie angehören. Und da soll Techno tot sein? Doch bevor man leichtfertig diesen Totenschein unterschreibt, sollte man den moribunden Patienten vielleicht einmal gründlich untersuchen."

ZITTY-Titelgeschichte: Das Experiment Bar 25.
Anatomie eines Lebensgefühls

Am 30. August schließt die Bar 25, die Teil der Berliner Techno-Kultur ist. Der Fotograf Robert LEBECK hat für Zitty die Atmosphäre der Bar noch einmal festgehalten.

JOSWIG, Jan (2009): Anatomie eines Lebensgefühls.
Ein Plädoyer für den gebührenden Abschied von einer besonderen Welt,
in: zitty Nr.15 v. 16.07.

KLÄN, Franziska (2009): Kommunale Innenansichten.
Sechs Tage hat die Woche in der Bar 25. Wir heben ihre Bewohner von Dienstag bis Sonntag begleitet,
in: zitty Nr.15 v. 16.07.

EWERT, Laura (2009): Der Letzte schüttet den Teich zu.
Das Ende der Berliner Partyinstitution Bar 25,
in: TAZ v. 21.07.

  • DE:BUG-Titelgeschichte: Freie Disko Jugend.
    Mauer weg, Techno da!

WALDT, Anton (2009): Freie Disko Jugend.
Was ist dran am Klischee von Techno als Sound der Wiedervereinigung? War der Tresor der erste deutsch-deutsche Dancefloor? Oder nur eine Westberliner Disko in einer Ruine auf dem Ostberliner Mauerstreifen?
in: de:bug, Nr.137,
November

DENK, Felix & Anton WALDT (2009): Mauer weg, Techno da.
War Techno der Sound der Wiedervereinigung, wie ein beliebtes Rückblick-Klischee sagt? War Techno die erste deutsch-deutsche Jugendkultur, die gemeinsam gelebt wurde? Zur Klärung dieser Fragen haben wir zum runden Tisch gebeten, natürlich paritätisch besetzt. Es diskutieren Mark Reeder (Brite, MfS Records), Ronald Lippok (Ostdeutscher, To Rococo Rot), Dimitri Hegemann (Westdeutscher, Tresor) und Frank Blümel aka DJ Valis (Ostdeutscher),
in: de:bug, Nr.137,
November

REINIK, Dirk & Jan-Peter Wulf (2009): Keine Pappe, keine Musik.
Auflegen hieß im Unrechtsstaat Schallplattenunterhaltung. Dazu brauchte man eine Spielererlaubnis. Wie nah man auch beim DJing dem durchorganisierten Kulturapparat der DDR war, fragen wir zwei Zeitzeugen: EInen DDR-DJ und eine Schallplattenunterhalter-Ausbilderin. Ein Gespräch über zweimonatige Elementarlehrgänge, die Ausbildung in Musikgeschichte, Dramaturgie und Sprecherziehung, aber auch den Entzug der Spielerlaubnis beim Vorführen falschen Liedguts,
in: de:bug, Nr.137,
November

  • KÜHL, Eike (2009): Sei Funky, Kraut!
    Während DJs in der DDR nur nach spezieller Prüfung mit einer klar geregelten Quote aus Westmusik und heimischen Produktionen hinter die Tape-Decks durften, hatten in den westlichen Besatzungszonen die stationierten Soldaten den größten Einfluss auf Popmusik in der BRD. Frankfurt am Main war eins der Epizentren dieser Entwicklung. Klaus Walter, Autor, Radiomacher und DJ, hat das hautnah miterlebt. Im Gespräch erinnert er sich an die G.I.s und ihre Musik,
    in: de:bug, Nr.137,
    November

MESSMER, Susanne (2013): "Damals ging alles, und keiner hatte Geld".
Der Kulturmanager: Dimitri Hegemann ist ein Urgestein der Berliner Technoszene: Der Gründer des Fischbüros und des Tresors versorgt die Stadt seit mehr als 35 Jahren mit neuen Ideen. Er hat Ausstellungen ins Leben gerufen, Festivals nach Berlin geholt und One-Way-Trips ins All verkauft - und immer dafür plädiert, weder sich selbst noch das Leben allzu ernst zu nehmen,
in:
TAZ Berlin v. 29.06.

Neu:
HARTMANN, Andreas (2014): "Der ganz große Kick fehlt gerade".
Popgeschichte
: Unterwegs mit Info-Raven im Berliner Nachtleben und Minimal-Techno als Gastronomiekonzept. Ein Clubcheck mit Jürgen Laarmann, der vor 25 Jahren mit dem Magazin "Frontpage" half, Techno flottzumachen,
in:
TAZ Berlin v. 08.01.

 
       
   

weiterführender Link

 
       
     
       
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 29. März 2012
Stand: 30. Januar 2017