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Georg Diez: Der Tod meiner Mutter

 
       
     
       
     
       
   

Georg Diez in seiner eigenen Schreibe

 
   

DIEZ, Georg (2009): Die Krebsattacke.
Darf man Bücher schreiben über die Krankheit und das Sterben?
in: Spiegel Nr.42 v. 12.10.

Neu:
DIEZ, Georg (2013): Ironie der Vergänglichkeit.
Der Berliner David Wagner hat einen bewegenden Roman über sein Leben mit einer tödlichen Krankheit geschrieben,
in:
Spiegel Nr.10 v. 04.03.

Rezension des Buchs Leben von David WAGNER.

 
       
   

Der Tod meiner Mutter (2009)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Die Mutter stirbt. Der Sohn erzählt. Ein bewegendes Buch über das Leben, zu dem auch der Tod gehört.

Georg Diez, Autor der Süddeutschen Zeitung, berichtet mit atemberaubender Genauigkeit vom Sterben seiner Mutter, ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Würde und seinem eigenen Umgang mit dem Unausweichlichen.

Wenn das Sterben und der Tod ins Leben eines Menschen treten, ist die Reaktion oft Schweigen und Sprachlosigkeit. Für den unwiederbringlichen Abschied eines geliebten Menschen fehlen uns die Worte, die das Leiden und den Schmerz angemessen fassen. Der Autor und Journalist Georg Diez aber hat nach dem Krebstod seiner Mutter den Mut zu erzählen, wie sich ein solcher langer Abschied vollzieht. Mit größter Genauigkeit und Schonungslosigkeit beschreibt er, wie er als Sohn den Tod in sein Leben hereinlassen musste, während er zugleich seine Hochzeit feierte und darauf wartete, zum ersten Mal Vater zu werden. Mit liebevollem, aber präzisem Blick begleitet er den langen Weg einer Frau, deren Leben vom Kampf um Selbstständigkeit und von leidenschaftlichem sozialen und beruflichen Engagement geprägt war, bis in die Einsamkeit der Krankheit und der Schmerzen. Die langsamen Verschiebungen in den Beziehungen zu Freunden und Kollegen, die letzten Reisen, die letzten Spaziergänge, die letzten Feste, die vielen kleinen und großen Abschiede, die wiederkehrenden Hoffnungen, die praktischen Nöte bei der Organisation des Alltags: All das schildert Georg Diez so intensiv wie die Erschütterungen, die das Sterben seiner Mutter für sein eigenes Leben bedeuten.

So ist ein Buch entstanden, das im Angesicht des Todes auch das Porträt zweier Generationen auf eine ganz neue Weise zeichnet: die Generation, die von den Befreiungsideen von 68 geprägt war, und ihre Adidas-Kinder, die in der Zeit des Wohlstands und der Sorglosigkeit aufwuchsen und nun mit Krankheit und Tod der Eltern konfrontiert werden."

 
     
 
       
   

Rezensionen

HEIDENREICH, Elke (2009): Die Archäologie der Angst.
Vom Sterben handelt das Buch von Georg Diez und davon, wie wir daneben stehen und nicht damit fertig werden. Ein altes, großes Thema und ein stilles, schönes Buch,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 23.08.

SIELAFF, Volker (2009): Von der Seele geschrieben.
Duplizität der Ereignisse: Georg Diez erzählt vom Tod seiner Mutter und der Geburt seiner Tochter,
in: Tagesspiegel v. 23.08.

SCHNIBBEN, Cordt (2009): Ein Leben in Röntgenprosa.
Literaturkritik: Georg Diez erzählt verstörend nah vom Ende seiner Mutter,
in: Spiegel Nr.35 v. 24.08.

RAETHER, Elisabeth (2009): Ideen für Selbstbestimmung.
Familienmodelle: Der Journalist Georg Diez beschreibt in einem Buch den Tod, vor allem aber auch das Leben seiner Mutter - einer unabhängigen, entschlossenen und bis zuletzt nicht gerade einfachen Frau,
in: TAZ v. 29.08.

MISCHKE, Roland (2009): Wenn wir ums uns weinen.
Die Mutter stirbt, der Sohn stellt Fragen, das Enkelkind wird geboren: Georg Diez legt mit "Der Tod meiner Mutter" ein starkes Romandebüt vor,
in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung v. 04.09.

RÜTHER, Tobias (2009): Schreiben, um sich nicht zu verlieren.
Der Journalist Georg Diez hat ein Buch über den Tod seiner Mutter geschrieben. Es erzählt vom Sterben, das wir besser begreifen, wenn wir darüber reden,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.09.

 
   

Feuilletondebatte: Krankheit und Tod in einer Gesellschaft der Langlebigen

KÄMMERLINGS, Richard (2009): Der Schleier über den letzten Dingen.
Krankheit als Metapher? Auch die neue Saison bringt Bücher über Krebs und Tod. Aber vom Sterben will nicht jeder in allen intimen Einzelheiten hören: Warum wir keine Krebsliteratur mehr lesen wollen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 13.08.

Richard KÄMMERLINGS über "Krebsliteratur" von Susan SONTAG ("Krankheit als Metapher") über Fritz ZORN ("Mars") bis zu den Neuerscheinungen dieser Saison, wie z.B. das Buch Der Tod meiner Mutter von Georg DIEZ.

ANGELE, Michael (2009): Wer hat geil Krebs?
Mutig ist, über seinen Krebs zu schreiben. Es nicht zu tun, wäre fast schon Übermut. Ein Kommentar über die neue Bekenntnisliteratur,
in: Freitag Online v. 03.09.

Nach Richard KÄMMERLINGS wettert nun auch ANGELE gegen die neue Bekenntnisliteratur. Gewährsmann ist hier Richard SENNETTs Verfall und Ende des öffentlichen Lebens.  Cora STEPHAN hat das 10 Jahre später als "Betroffenheitskult" gegeißelt.

BÖNT, Ralf (2009): Flucht vor zu viel Erzählung.
Krankheit ist eine Zumutung auch für den Gesunden und auf eine perfide Weise sogar gerade für ihn. Sie macht ihm Angst. Sie schränkt ihn ein, sie setzt ihn in den Stand der Hilflosigkeit, gegen den er bald rebelliert. Anmerkungen zur Debatte um die Krebsbücher von Christoph Schlingensief und Georg Diez,
in: Perlentaucher v. 13.09.

RADISCH, Iris (2009): Metaphysik des Tumors.
Bücher über Krebs und Tod haben Konjunktur. Wozu brauchen wir eine literarische Sterbebegleitung?
in: Die ZEIT Nr.39 v. 17.09.

Infos zu: Iris Radisch - Autorin der Single-Generation

MEYER, Frank (2009): "Krebsbücher haben nichts mit Eitelkeit zu tun".
Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho stört sich nicht an der Welle von Büchern, in denen Prominenten von ihrem Krebsleiden erzählen. Vielmehr bieten die Bücher die Möglichkeit zu einem "Gespräch über ansonsten unüberschreitbare Grenzen hinweg". Zudem erinnerte Macho daran, dass im Mittelalter das "gute Sterben" stets öffentlich war,
in: DeutschlandRadio v. 18.09.

MÜLLER, Burkhard (2009): Schmerz und Schweigen.
Banalität und Taktlosigkeit oder Trost und Rat: Darf man öffentlich über seinen Krebs sprechen?
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.09.

KRAUSE, Tilman (2009): Die Tyrannei der Intimität und das Sterben.
Die Feuilletons haben ein neues Thema. Man zögert, von einer Debatte zu sprechen, weil dann alles gleich wieder so etwas Frivoles, Geschäftsmäßiges bekommt. Debatten werden schließlich meist mit viel heißer Luft erzeugt und gehen dann an den "Menschen draußen im Lande" vorbei. Thema klingt seriöser, bleiben wir dabei,
in: Welt v. 23.09.

KAMANN, Matthias (2009): Die Menschen nähern sich mutig der Todeszone.
Der Tod – in westlichen Gesellschaft ist er eines der größten Tabus. Matthias Kamann ergründet, warum sich unser Verhältnis zum Sterben in letzter Zeit dramatisch verändert. Und er sieht eine neue Volksbewegung kommen: Die Menschen nähern sich mutig und individuell der Todeszone,
in: Welt Online v. 27.09.

Infos zu: Matthias Kamann - Autor der Single-Generation

PEITZ, Dirk (2009): Die Ich-Erzähler.
Immer mehr Autoren berichten in ihren Büchern von sich selbst. Und von ihren Krankheiten,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 10.10.

ELITZ, Ernst (2009): Wie die Würde zu wahren ist.
Mehr Emotion wagen: Wenn das Private öffentlich wird, hat das durchaus positive Seiten,
in: Welt am Sonntag v. 11.10.

SCHRÖDER, Christoph (2009): Wir kommen nicht von uns los.
Wüten, verdrängen, trauern: Krankengeschichten boomen auf dem Büchermarkt. Eine Diagnose,
in: Tagesspiegel v. 24.10.

FLORIN, Christiane (2009): Morbide Mode.
Krebsliteratur in der Kritik: Exhibitionismus unterstellen Rezensenten den Autoren, Voyeurismus den Lesern. Der Tod ist zur Sensation geworden,
in: Rheinischer Merkur Nr.44 v. 29.10.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 01. November 2001
Update: 31. Januar 2015