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Heinz Strunk: Fleisch ist mein Gemüse & Fleckenteufel

 
 
     
 
     
 
   

Heinz Strunk in seiner eigenen Schreibe

 
   

STRUNK, Heinz (2005): Hühner & Idioten.
Was ist dran am deutschen Pop?
in: Rolling Stone, Juli

Heinz STRUNK bekennt sich zur Hamburger Schule (Blumfeld und Tocotronic) und schmäht den Epigonen-Pop von Juli bis Madsen.

Neu:
STRUNK, Heinz (2014): Der Unverbundene.
Durch Zufall stieß ich in einer Bücherhalle auf ihn, er traf mich mit voller Wucht. Seine Sätze hämmern, jagen, fiebern: Bitte lesen Sie Botho Strauß. Er ist der Autor meines Lebens,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

Im Zeitalter der Demografiepolitik soll Botho STRAUß zum neuen Typus des Popstars geadelt werden. Und wer wäre für diesen Ritterschlag  geeigneter als Heinz STRUNK, die männliche Variante von Charlotte ROCHE? STRAUß wird nun als "nahezu ausgestorbener Intellektuellentypus" gehypt, als ob das Fernbleiben von Talkshows bereits eine Leistung wäre. Es passt jedoch dazu, dass die Extraversion nicht mehr so hoch im Kurs steht und die Introversion als neues Ideal erscheint.

Aber muss es ausgerechnet Botho STRAUß sein? Ein Repräsentant, der die Schicksalhaftigkeit des Lebens zelebriert? Das entspricht dem Zeitgeist der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme. Die Bedeutung politischer Entscheidungen, Lobbyismus und Interessenpolitik  wird zugunsten von angeblichen Sachzwängen verleugnet. In diesem Sinne ist Botho STRAUß tatsächlich der neue Popstar unseres postdemokratischen Zeitalters. Und wer - wie STRUNK - schon die Lyrik nicht versteht, der sollte sich an die unmissverständlichen politischen Äußerungen des Botho STRAUß halten.

 
 
   

Heinz Strunk im Gespräch

 
   
GALORE-Titelheld: Heinz Strunk

SCHALLENBERG, Jörg (2008): "Der späte Erfolg ist der schönere",
Heinz Strunk im Gespräch,
in: Galore Nr.38, April

BRINKMANN, Lars (2008): Die ewige Wurstelei.
Rechtzeitig vor der Veröffentlichung des neuen Romans "Die Zunge Europas" kommt die Verfilmung von Heinz Strunks Debüt in die Kinos. Eine Komödie zum Weinen? Eine Tragödie zum Lachen? Alter Buck in neuen Schläuchen?
in: Intro Nr.159, April

HELDNER, Robert & Philip BOGDAHN (2009): "Jeder Mensch hat die verdammte Pflicht, aus seinem kleinen Scheißleben etwas zu machen".
Ein Gespräch mit Heinz Strunk,
in: tazblog v. 26.01.

NEUMANN, Olaf (2009): Die männliche Antwort auf Charlotte Roches "Feuchtgebiete".
"Fleckenteufel"-Autor Heinz Strunk im Interview,
in: Nürnberger Nachrichten v. 24.01.

Heinz Strunk u.a. zur Kinderlosigkeit: "Unser Sexleben ist überwiegend auf Spaß ausgerichtet. Sind Kinder für Sie keine Option?
             Strunk: Das will ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Kind jeden Tag zur Schule zu bringen. Nie in meinem Leben habe ich auch nur den geringsten Wunsch verspürt, mich fortzupflanzen. Ich halte es da wie Karl Lagerfeld. Leuten wie mir wird immer Egoismus unterstellt. Ich leiste aber auf meine Art auch etwas für die Gesellschaft. Das, was ich weiterzugeben habe, tue ich in meiner Kunst."
 
 
 

Fleckenteufel (2009)
Berlin: Rowohlt Verlag

 
     
 

Klappentext

"Deep in my heart, I do believe, we shall overcome some day. Ich atme tief ein. Meer, Holz, Salz, Mücken, verbranntes Stockbrot. Mein Arsch brennt wie das Osterfeuer, aber plötzlich laufen mir Tränen über das Gesicht: Ich spüre, dass ich so etwas wahrscheinlich nie wieder erleben werde. Wenn ich irgendwann einmal erwachsen bin, wird sich mein Herz verschließen und ich werde mich mit der Erinnerung an die paar glücklichen Momente von Kindheit und Jugend begnügen müssen.

Ich weiß, dass ich Recht habe."

 
     
 
 

Rezensionen

FASTHUBER, Sebastian (2009): Schwer verstopft und dauernd geil,
in: Falter Nr.4 v. 21.01.

RÜTHER, Tobias (2009): Thorstens Beschwerden.
Heinz Strunk hat einen neuen Roman geschrieben. "Fleckenteufel" will eine männliche Antwort auf Charlotte Roches "Feuchtgebiete" sein. Aber kann so etwas überhaupt gelingen?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.01.

WEBER, Julian (2009): Magna Charta der Darmwinde.
Der Duft des Jahres 1977: Elvis stirbt, und ein junger Mann ist im Ferienlager an der Ostsee. Heinz Strunk erzählt politisch unkorrekt vom "Fleckenteufel" und ergänzt damit Charlotte Roches "Feuchtgebiete", das Cover blau statt rosa eingefärbt ,
in:
TAZ v. 28.01.

GROTE, Lars (2009): Weil ich ein Junge bin.
Heinz Strunks "Fleckenteufel" ist seine Antwort auf die "Feuchtgebiete",
in: Märkische Allgemeine v. 01.02.

SCHMIDT, Christopher (2009): In Löffelchenstellung.
Faulige Körpergase, geronnene Waschlappen und mangelnde Erfahrung: Heinz Strunks neuer Roman "Fleckenteufel" will in den Feuchtgebieten mitschwimmen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 04.02.

SCHRÖDER, Christoph (2009): Abstinken und absahnen.
Männliche Feuchtgebiete: Spaß-Anarcho Heinz Strunk verkauft jetzt pubertäre Jungs-Lyrik. Diesen "Fleckenteufel" hatte man von Strunk nicht erwartet,
in:
Frankfurter Rundschau v. 04.03.

 
   

Fleisch ist mein Gemüse (2004).
Eine Landjugend mit Musik
Berlin: Rowohlt Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Wie es ist, in Harburg aufzuwachsen, das weiß Heinz Strunk genau. Harburg, nicht Hamburg. Mitte der 80er ist Heinz volljährig und hat immer noch Akne, immer noch keinen Job, immer noch keinen Sex. Doch dann wird er Bläser bei Tiffanys, einer Showband, die auf den Schützenfesten zwischen Elbe und Lüneburger Heide bald zu den größten gehört. Aber auch das Musikerleben hat seine Schattenseiten: traurige Gaststars, heillose Frauengeschichten, sehr fettes Essen und Hochzeitsgesellschaften, die immer nur eins hören wollen: »An der Nordseeküste« von Klaus und Klaus."

Pressestimmen

"Die historische Leistung von Heinz Strunk ist es, den wohl ersten Roman im Mucker-Milieu geschrieben zu haben. Der Mucker, muss man dazu wissen, ist eine Art Subspezies des Musikers. Seine Eigenart besteht darin, dass er auf seinem Instrument zwar alles kann, aber dennoch nicht musikalisch ist. Mucker spielen problemlos vom Blatt, aber eben ohne Herz und Seele."
(Andreas Hartmann in der TAZ vom 05.01.2005)

 
     
 
 
 

Rezensionen

HARTMANN, Andreas (2005): Muckers Delight.
Halfpapes Erzählungen: Heinz Strunks Roman "Fleisch ist mein Gemüse" über das Elend seiner Landjugend,
in: TAZ v. 05.01.

 

Berichte von Lesungen

TUSCHICK, Jamal (2005): Rache in Lüneburg.
Heinz Strunk erholt sich und erinnert sich im Mousonturm,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.01.

 

Der Roman in der Debatte

GEER, Nadja (2005): Die Dritte Welt der Musik.
Deutsche Tanzmusiker sind hässlich und anspruchslos, sagt Heinz Strunk, der selbst einer war. Stimmt das noch? Ein Ortstermin beim Schützenfest,
in: Tagesspiegel v. 26.02.

 

Der Film zum Roman

Christian Görlitz - Fleisch ist mein Gemüse
 

Heinz Strunk im WWW

www.heinzstrunk.de
   

weiterführende Links

 
     
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 06. Juli 2005
Update: 14. Mai 2015