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Jochen
Distelmeyer: Porträts und Gespräche
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- MÜLLER,
Kai (2001): "Schuldig bin ich sowieso".
Jochen
Diestelmeyer, Kopf der Hamburger Band, im
Gespräch über Liebe und Todesangst,
in: Tagesspiegel
v. 06.05.
- THOMAS, Tobias (2001):
Blumfeld.
Der Sinn des Kampfes,
in: Spex
Nr.6, Juni
- HÜTTMANN,
Oliver (2001): Die Verkörperung des Neins,
in:
Spiegel Online
v. 22.05.
- ADJORJAN,
Johanna (2003): Diskurs-Dancing.
Wo sind all die grauen Wolken hin: Die Hamburger Band Blumfeld
hat ein neues Album gemacht, ein Sommeralbum,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
-
MERKEL, Andreas (2003): Beschreibung eines Krampfes.
Blumfeld, ein Junggeselle
mittleren Alters, trifft sich mit einer Hamburger Band zum Gespräch
im Hotel. Leider geht alles schief, was nur schief gehen kann, und
die Begegnung gerät zum traumatischen Erlebnis. Eine Kurzgeschichte
im Stil von Franz K.
in: TAZ v. 22.08.
-
LOTTMANN, Joachim (2003): Weil es Liebe ist.
Joachim Lottmann erfindet Blumfeld neu,
in: Jungle World Nr.36 v. 27.08.
-
LÖSCH, Conny (2003): Das Leben ist bunt.
Gespräch mit Blumfeld. Der Liederleader und seine Band
beantworten unbeantwortbare Fragen - auf Platten und in echt,
in: junge welt v. 30.08.
ROLLING
STONE-Titelgeschichte: Ein deutscher Dichter
Blumfeld und die Poesie des Jochen Distelmeyer |
- BRÜGGEMEYER, Maik (2006): Blühende
Landschaften.
Blumfeld machen Picknick im Paradies,
in: Rolling Stone, Mai
-
WEBER, Julian (2009): Mutmaßungen über Jochen.
Popstar: Das Leben nach Blumfeld: Der Musiker, Sänger und
Diskurstexter Jochen Distelmeyer setzt mit neuer Band zur zweiten
Karriere an,
in: TAZ v. 11.07.
SPEX-Titelgeschichte:
Status Quo Vadis? |
- DAX, Max (2009): Status Quo Vadis?
in: Spex Nr.322, September/Oktober
-
HABERL, Tobias (2009): Die Flucht ins Ich.
Als Sänger und Kopf der Band Blumfeld war Jochen Distelmeyer
jahrelang der Liebling des deutschen Feuilletons. Jetzt tritt er
solo auf und versucht, in der Musik zu sich selbst zu finden.
Begegnung mit einem Mann, der alles sehr, sehr ernst meint,
in: SZ-Magazin Nr.38 v. 18.09.
-
RÜDENAUER, Ulrich (2009): "Kunst ist zu wenig fürs Leben".
Popstar: Ein Gespräch mit Jochen Distelmeyer über sein Soloalbum
"Heavy", seine Stimme, die Songs, den Hass,
in: TAZ v. 26.09.
-
SCHIEFERDECKER, Daniel (2009): Gescheiter scheitern.
Der Versuch, mit dem ehemaligen Blumfeld-Sänger Jochen
Distelmeyer anlässlich seines ersten Solo-Albums "Heavy" übers
Scheitern zu sprechen, zeigt eindrucksvoll, wie aufwändig man am
Scheitern scheitern kann,
in: jetzt.sueddeutsche.de v. 24.09.
- Neu:
FENN, Sebastian (2009): "Kein Fortschritt mit Gewalt".
Über die Freiheiten des Solokünstlers. Ein Gespräch mit Jochen
Distelmeyer,
in: junge Welt v. 29.09.
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Pressestimmen
"Auf »Heavy«
tritt Distelmeyer als Solist aus der Kulisse, dem
sein Weltbild um die Ohren fliegt – nicht nur als
Kaugummi-Ballon. So markieren die neuen Songs die
endgültige Abkehr von äußeren Referenzsystemen."
(Kai Müller im Tagesspiegel vom
20.09.2009)
"Ein
narrativer Bogen überspannt das Album dann doch.
Heißt es zu Beginn noch: »Ich bin nicht weit
gekommen/immer noch auf meinem Weg zu dir«, so zeigt
der letzte Song einen ganz im neubürgerlichen
Alltag, in Familie und Freundeskreis Ruhenden: »Und
ich bin am Ziel,/weiß, was ich will und brauch'
nicht viel,/nur zusehen, wie die Kinder spiel'n /und
über uns den Zeppelin.«"
(Richard Kämmerlings, FAZ 26.09.2009)
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Das Album in den Medien
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WEBER, Julian (2009): Frische Frucht für altes Gemüse.
Rock-'n'-Roll-Aufwieglertum: Jochen Distelmeyer gibt sein
Solokonzertdebüt in Hannover. Überzeugend vor allem in der Härte,
aber noch nicht befreit von der Vergangenheit,
in: TAZ v. 17.07.
-
BALZER, Jens (2009): Unter den Apfelbäumen brennen die Autos.
Nach dem Ende von Blumfeld: Jochen Distelmeyer stellte in Hamburg
sein Solo-Debüt "Heavy" vor,
in: Berliner Zeitung v. 01.09.
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MÜLLER, Kai (2009): Dämonen zähmen.
Er macht einfach weiter: Jochen Distelmeyers mit Spannung
erwartetes Solodebüt "Heavy",
in: Tagesspiegel v. 20.09.
-
PILZ, Michael (2009): Rosige Aussichten.
Jochen Distelmeyer hat seine Band Blumfeld hinter sich gelassen.
Jetzt debütiert er als Deutschpop-Sänger für jedermann,
in: Welt v. 25.09.
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WINKLER, Thomas (2009): Genau zur richtigen Zeit,
in: Frankfurter Rundschau v. 25.09.
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KÄMMERLINGS, Richard (2009): Am Ende ist es nur ein Song,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.09.
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Pressestimmen
"»Verbotene
Früchte« heißt das sechste Blumfeld-Werk, und es
präsentiert die über Jahre als »wichtigste
deutschsprachige Band« gefeierten Hamburger als
versponnene Wandervogel-Truppe."
(Kai Müller im Tagesspiegel vom
24.04.2006)
"Das Album ist
keine Weiterentwicklung, kein Neuanfang, auch keine
Wiederholung. Es ist eine Verdichtung von
Kontinuität"
(Felix Klopotek in Intro, Mai
2006)
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Das Album in den Medien
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WALTER, Klaus (2006): Für den Apfelkuchen.
Die Band Blumfeld
überrascht Fans und Feinde mit Naturlyrik. Auf ihrer neuen
Platte »Verbotene Früchte« besingt sie den Mondfisch und das
Gnu, den Rhododendron und das Vergissmeinnicht,
in: Die ZEIT Nr.17 v. 20.04.
- Kommentar:
Popmutter
Elke BUHR hat noch vor
kurzem behauptet, dass Pop und Elternschaft unvereinbar
seien.
Klaus
WALTER macht nun - am Beispiel des Albums
"Verbotene Früchte" der Band Blumfeld
- vor, wie die
Wende zum Adult-Pop sogar
poplinksintellektuell zu schaffen ist:
"Wie
Joni Mitchell haben Cohen und Dylan den Songschreiber
Distelmeyer begleitet auf dem langen Weg von der Hamburger
Post-Hardcore-Härte zum lichten Klang von heute, den sich
viele mit dem Kampfbegriff Schlager vom Leib halten. (...).
Was aber nichts daran ändert, dass es sich hier um tolle
Liedkunst handelt. Das muss auch zugeben, wer keinen Jambus
vom Blankvers unterscheiden kann und einen trochäischen
Sechsheber nicht erkennt, wenn er ihm über den Weg läuft.
Also alle.
Im
Übrigen ist Verbotene Früchte natürlich die Platte eines
frisch gebackenen Vaters. (...). Mit
diesem Wissen hört man eine ganz andere Platte. Am Ende
möchte man den kleinen Kerl beneiden um die entzückenden
Märchen und Fabeln, die ihm sein Papa da vorsingt."
- ZWIRNER,
Heiko (2006): Endstation Bi-Ba-Butzeland.
Der Storch, die Schnecke, die Fledermaus: Blumfeld
entdecken leider die Natur,
in: tip Nr.9 v. 20.04.
- Inhalt:
Heiko ZWIRNER erinnert noch einmal an
die glorreiche Vergangenheit der Band Blumfeld, um dann der
Wende zum Adult-Pop eine Absage zu erteilen:
"»Verbotene
Früchte« erinnert an einen Kindergottesdienst, und Onkel
Jochen ist der Prediger. (...).
Es hinterlässt ein Gefühl von Betretenheit und Leere,
ungefähr so, als würde man einer Ex-Freundin begegnen, die
sich inzwischen den Zeugen Jehovas angeschlossen hat. Man
hört sie reden - und versteht gar nicht mehr, warum man
diese Person jemals geliebt hat."
-
BORCHOLTE, Andreas (20069: Koalition des Stillstands,
in: Spiegel Online v. 21.04.
- MÜLLER, Kai (2006):
Distelmeyers Tierleben.
Weltflucht als
Programm: Blumfeld entdecken auf ihrem neuen Album die Natur,
in: Tagesspiegel v. 24.04.
-
RAPP, Tobias & Arno FRANK
(2006): Die neue Blumfeld.
Diese Woche erscheint
"Verbotene Früchte", von manchen ersehnt, von anderen
gefürchtet. Fest steht: An Blumfeld scheiden sich die Geister,
in: TAZ v. 25.04.
- Inhalt:
Tobias RAPP verteidigt die
Blumfeld-Platte "Verbotene Früchte", indem er den Wandel des Blumfeld-Mileus aufzeichnet:
"Als
Einzelne sind sie natürlich noch da, die radikalen Linken
und die
Theweleit-Leser, die Indierocker, die Antifas und die
Popintellektuellen.
Doch die große Frage, die dieses Milieu als Blumfeld-Hörer
zusammenhielt, (...) hat keine identitätsstiftende Kraft
mehr. Zu viel ist seitdem passiert: zwei Regierungswechsel
im Großen, Familiengründungen und Erfolge wie Scheitern
individueller Lebenspläne im Kleinen."
Diskurspop
bleibt Diskurspop, nur die Bedingungen haben sich eben
geändert und "Verbotene Früchte" ist der adäquate Ausdruck
dafür.
Arno
FRANK sieht dagegen den Diskurspop als
Folge einer "déformation
professionelle" ehemaliger Soziologie- und
Germanistikstudenten , von der vor allem Sprösslinge mit
bildungsbürgerlichem Hintergrund befallen sind, die " heute
übrigens längst angekommen sind in den Redaktionen, an den
Fließbändern der Kulturindustrie oder auf dem Lehrstuhl".
Entsprechend ernüchternd ist seine Sicht auf die Musik von
Blumfeld:
"Wenn
ihr Debüt, das Benn'sche Wortgeschrammel von der
»Ich-Maschine«, 1992 noch als subversives Pop-Äquivalent zur
artig umhäkelten Klorolle verstanden werden konnte, dann ist
»Verbotene Früchte« ein musikalischer Wackeldackel, den sich
das treue Publikum auf die Heckablage gleich hinter dem
Kindersitz stellen kann - und sei es auch nur, um Spöttern,
die das spießig finden, entgegenzuhalten: »Schau doch, wie
kritisch er in die Landschaft blinzelt! Wie er mal nickt,
mal den Kopf schüttelt, weil doch auch die Welt, die er
sieht, so wahnsinnig ambivalent ist!«."
- BALZER, Jens
(2006): Obst, Tiere, Transportwesen.
Auf ihrem neuen Album stellen sich Blumfeld den zentralen
Fragen der Existenz,
in: Berliner Zeitung v. 27.04.
- Kommentar:
Die Berliner Zeitung hält sich
nicht lange mit Pro und Contra auf, hält nichts von
postmoderner Erwachsenendefinition, sondern kommt gleich zum
Kern.
Jens
BALZER weiß was junge Männer wollen, wenn sie reifen:
"»Lass
uns nicht über Sex reden«
hieß das prägnanteste Stück ihrer frühen Jahre, unter dem
Mantel politischer Melancholie ging es damals in Wahrheit
vor allem um eins: um den Wunsch gedankengetriebener junger
Menschen, mit dem Gerede aufzuhören und endlich zu
kopulieren. Die Melancholie, die aus ihren Stücken erklang,
war immer die Melancholie nach dem ersehnten Koitus.
Lange,
zu lange haben sich Blumfeld damit begnügt, diese
Melancholie zur existenzialistischen Position zu überhöhen.
Das kam bei unausgelasteten jungen Männern eine Weile gut
an; doch eigentlich haben ihre Songs und die damit verbunden
Posen schon seit
»L'état
et moi«
(1994) meistens genervt. Auf
»Verbotene
Früchte« ist das vollkommen anders: Endlich haben Blumfeld
herausgefunden, womit man sich nach dem Ende des Sex trösten
kann. Mit der Hoffnung auf das, was dabei entsteht und den
Augenblick übersteigt: dass Samen und Ei sich zum Kinde
verbinden."
Poplinkskulturintellektualität
reimt sich ab sofort müllerwesternhagenhaft auf
Elternschaft. Jene, die sich diesem
demografischen Trend der Zeit verweigern, halten Blumfeld
dagegen für onkelhaft.
- BUHR, Elke (2006): Er ist der
Apfelmann.
Jochen Distelmeyer
und seine Band Blumfeld präsentieren auf ihrem neuen Album und
rechtzeitig zur Tournee "Verbotene Früchte",
in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.
-
PFEIL, Eric (2006): Apfelmann
im Blätterwald.
Jochen Distelmeyer, Sänger der Band Blumfeld, singt jetzt
über Igel, und alle sind sauer,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
30.04.
- Kommentar:
Es hätte genauso heißen können "alle sind
zufrieden, aber das hätte dann niemand gelesen.
Blumfelds
Album "Verbotene Früchte" polarisiert und PFEIL findet das
Album natürlich gut:
"Das
alles ist, wenn man sich nur ein wenig öffnet, aufregender
als der mit studentenparlamentshafter Piefigkeit
zurückgeforderte Debatten-Rock der neunziger Jahre".
- KLOPOTEK,
Felix (2006): Blumfeld.
Eine erwachsene Band,
in: Intro Nr.138, Mai
- Kommentar:
Felix Klopotek definiert
das Erwachsensein postmodern. Das liest sich dann
folgendermaßen:
"Erwachsen-Sein
ist auf Blumfelds neuem Album kein Zustand, der auf
Überwundenes verweist, sondern ein Prozess, der den Zugriff
auf alle Momente der Bandgeschichte und darüber
hinausgreifend auf verschiedene Stile, Geschmäcker und
Epochen der Popgeschichte realisiert."
- HENTSCHEL, Joachim (2006):
Blumfeld - Verbotene Früchte,
in: Rolling Stone, Mai
- Inhalt:
Ein eindeutiges Votum von HENTSCHEL:
"Wenn
es überhaupt Musik gibt, die uns zu besseren Menschen machen
kann, dann ist es ganz zweifellos diese hier."
-
FUCHS, Oliver (2006): Aber sonst geht's gut, Jochen?
Darauf haben wir
gewartet, auch wenn es in die Hose geht. Hier ist die Platte
zur Debatte: "Blumfeld" ziehen hinaus in die Natur und
entdecken "Verbotene Früchte",
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.05.
- Kommentar:
Noch Ende April war Oliver FUCHS ganz vernarrt
in Hasen, die durch den Adult-Poproman
"Waldstein" von Moritz von USLAR hopsten und lauschte den
zwitschernden Vögeln. Jetzt will FUCHS nichts mehr von
dergleichen wissen. Von Blumfeld erwartet er nichts anderes
als die Erlösung. Dabei liefern Blumfeld doch nur den
Soundtrack zum Adult-Poproman.
-
HARTMANN, Andreas (2006): Die Welt ist schön.
Die neue Platte von
Blumfeld ist schön wie der Frühling, und die Natur ist gut,
in: Jungle World Nr.18 v. 02.05.
-
BLUM, Thomas (2006): Der teutsche Wald.
Die Natur ist nicht schlecht, nur Blumfeld ist voll,
in: Jungle World Nr.18 v. 02.05.
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TEPEL, Oliver (2006): Warum der Apfelmann mit dem Zaunpfahl
winkt.
Status Quo Vadis (2),
in: Spex Nr.299,
Juni
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Songtitel
1. Sonntag
2. Armer Irrer
3. Krankheit als Weg
4. In der Wirklichkeit
5. Alles macht weiter
6. Neuer Morgen
7. Der Sturm
8. Jenseits von Jedem
9. Jugend von heute
10. Wir sind frei
11. Die Welt ist schön
Pressestimmen
"Es geht ums
Alleinrumstehen oder Zusammenleben in der
Weitermachgesellschaft. Großes Thema, kaum zu
packen."
(Dietmar Dath in der FAZ vom
30.08.2003)
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Das Album in den Medien
- GRETHER,
Kerstin (2003): Kein Gefühl auslassen.
Abitreffen in der Hamburger Schule: Blumfeld, Bernd
Begemann, die Sterne und Britta stehen heute alle nicht mehr
in der Raucherecke herum,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.08
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CONRADS, Martin (2003): Träume in der Innenstadt.
Blumfeld: Jugend von heute,
in: fluter.de v. 25.08.
- Inhalt.
CONRADS stellt den Song "Die Jugend von
heute" vor und lässt Jochen DISTELMEYER dazu zu Wort kommen.
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WACKWITZ, Stephan (2003): Diskursrock? Ich bin dafür.
Anmerkungen eines älteren Junggesellen zur neuen Blumfeld-CD,
in: Die ZEIT Nr.36 v. 28.08.
- Inhalt:
Stephan WACKWITZ überwindet seine Vorurteile:
"Jenseits
von Jedem ist, ich muss es gestehen, mein erstes
Blumfeld-Album. Was mich vor diesem Rezensionsauftrag immer davon
abgehalten hat, eine Platte von Blumfeld intensiver anzuhören, war
deren Image als Popband für den denkenden Menschen mit Abitur,
Anspruch und Diskurshoheit, eine Planstelle, die in meiner
Generation für die nächsten 250 Jahre legitimerweise nun einmal
einzig von den für diesen Job immerhin ausreichend selbstironischen,
lustigen und krawallschachtelmäßigen Klassikern Pete Townsend und
The Who besetzt ist".
-
DATH, Dietmar (2003): Wenn du noch einmal Generation zu mir
sagst, passiert was.
Diesseits des sittlichen Ernstes: Mit "Jenseits von
jedem" versuchen "Blumfeld" erneut, unrockbare Probleme zu
rocken,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.08.
- MÜLLER, Kai (2003): Für was
mir fehlt, schreib' ich ein Lied.
Sie sind die Helden des Diskurs-Pop. Blumfeld, die
wichtigste deutsche Band der Neunziger, bringt mit "Jenseits
von Jedem" ihr erstes freundliches Album heraus - und
verabschiedet sich vom Pathos der Gesellschaftskritik,
in: Tagesspiegel v. 30.08.
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"So
wird also Blumfeld doch allein
bleiben, er hat nicht etwa die
Gelüste einer alten Jungfer, die
irgendein untergeordnetes lebendiges
Wesen in ihrer Nähe haben will, das
sie beschützen darf, mit dem sie
zärtlich sein kann, welches sie
immerfort bedienen will, so daß ihr
also zu diesem Zweck eine Katze, ein
Kanarienvogel oder selbst Goldfische
genügen. Und kann es das nicht sein,
so ist sie sogar mit Blumen vor dem
Fenster zufrieden. Blumfeld dagegen
will nur einen Begleiter haben, ein
Tier, um das er sich nicht viel
kümmern muß, dem ein gelegentlicher
Fußtritt nicht schadet, das im
Notfall auch auf der Gasse
übernachten kann, das aber, wenn es
Blumfeld danach verlangt, gleich mit
Bellen, Springen, Händelecken zur
Verfügung steht. Etwas derartiges
will Blumfeld, da er es aber, wie er
einsieht, ohne allzugroße Nachteile
nicht haben kann, so verzichtet er
darauf, kommt aber seiner
gründlichen Natur entsprechend von
Zeit zu Zeit, zum Beispiel an diesem
Abend, wieder auf die gleichen
Gedanken zurück."
(aus: Franz Kafka
"Blumfeld, ein älterer
Junggeselle", 1915)
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Pressestimmen zu Jochen
Distelmeyer
"Ein Frank Sinatra aus
Bielefeld, asketisch, erzprotestantisch,
brüchig. Sein Pop ist harte Arbeit. Aber
Freude ist der Lohn der Angst."
(Elke Buhr in der
Frankfurter Rundschau v. 22.05.2001)
Pressestimmen zu
"Testament der Angst"
"Testament der
Angst gehört in eine Reihe mit
Frédéric Beigbeders gerade auf Deutsch
erschienen Neununddreissigneunzig,
einem als Roman getarnten
Antiwerbewelt-Pamphlet, in dem der
Houellebecq-Freund sein Angestelltenleben
denunziert (gleich im zweiten Satz das
Bekenntnis "ICH HABE ANGST"),
Filmen wie Rosetta, die
plötzlich wieder die Zurichtung des
Einzelnen wieder zum Thema machen, Naomi
Kleins No Logo!"
(Thomas Gross in der
ZEIT v. 17.05.2001)
"Pragmatiker,
Skeptiker, Privatisten, Indie-Typen,
Mikropolitiker, Medientheoretiker,
Ironiker, Derrida-Fanatiker, Zitat-Rocker
und noch eine Reihe weitere Zeitgenossen
werden Distelmeyers Shift von der dichten
Beschreibung zur auskotzenden Behauptung
nicht vorbehaltlos mitgehen wollen"
(Aram Lintzel in der
Jungle World Nr.22 v. 23.05.2001)
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Porträt
- BARTELS,
Gerrit (2001): Angst macht Beine.
Einer für uns,
einer für alle: Der Dichter, Prediger
und Popsänger Jochen Distelmeyer und
seine Band Blumfeld haben mit dem Album
"Testament der Angst" ihren
Nachlass zu Lebzeiten veröffentlicht,
in: TAZ
v. 18.05.
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CD-Kritiken
- WELLERSHOFF,
Marianne (2001): Wolken über dem Bunker.
Mit
politischen deutschen Texten ist die
Hamburger Band Blumfeld erfolgreich
geworden. Nun legen sie ihr neues Album
vor,
in: Spiegel
Nr.20 v. 14.05.
- GROSS, Thomas
(2001): Maxima Moralia.
Balladen aus dem
beschädigten Leben: Die Band Blumfeld
sucht nach alten, neuen Wahrheiten,
in: Die
ZEIT Nr.21 v.
17.05.
- KÜCHEMANN,
Fridtjof (2001): Blumfeld - Gefühle, die
man glaubt,
in: FAZ.Net
v. 21.05.
- BUHR, Elke
(2001): Anders als glücklich.
Die Poplinke setzt
ihre Gruppentherapie fort: Blumfelds
"Testament der Angst",
in: Frankfurter
Rundschau v. 22.05.
- LINTZEL,
Aram (2001): Das schwere Nein.
Auf
"Testament der Angst"
beschließen Blumfeld das Ende der
Distinktionsexzesse und die glamouröse
Rückkehr der Fundamentalkritik im
Popsong,
in: Jungle
World Nr.22 v.
23.05.
- ROSE, Pinky
(2001): Der summende Trauzeuge.
"Blumfeld":
Drei Minuten Musik, drei Seiten Fußnote,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.05.
- PILZ,
Michael (2001): Die Sonne scheint dem
Einzelnen,
in:
Welt
v. 25.05.
- MEUELER,
Christof (2001): Es geht um alles.
In der
Blumfeld-Partei: Auf "Testament der
Angst" wird Solidarität verzweifelt
gesucht,
in: Junge
Welt v. 26.05.
- RÜTZEL, Anja
(2001): Immer wieder: Liebeslieder.
Blumfelds neues
Erfolgsalbum "Testament der
Angst" verwirrt die Fans,
in: Stuttgarter
Nachrichten v.
08.06.
- BALZER,
Jens (2001): Konkurs einer Pose.
Auf
Blumfelds neuem Album "Testament der
Angst" herrscht der
existenzialistische Konsens,
in: Berliner
Zeitung v. 09.06.
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Konzert-Vorschauen und
Kritiken
- SCHRÖDER,
Christian (2001): Der Wille zum Witzeln.
Feeling
ist wichtig: Der schroffe Wohlfühl-Pop
der Hamburger kommt in Berlin an,
in:
Tagesspiegel v.
11.05.
- KÄMMERLINGS,
Richard (2001): Die Geister des Feedback.
Tiefstsinn in
Höchstform: Die Band
"Blumfeld" stellt live ihr
neues Album vor,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 14.05.
- RAAB, Klaus
(2001): Es könnte viel bedeuten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 14.05.
- DANICKE,
Sandra (2001): Wir und ihr.
Politisch und
sexuell andersdenkend: Blumfeld im
Mousonturm,
in: Frankfurter
Rundschau v. 31.10.
- HABERL,
Tobias (2001): Schwäche beichten.
Blumfeld
im Columbia Fritz,
in: Welt
v. 02.11.
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Blumfeld in der Debatte
- KARNIK,
Olaf (2001): Positionen und Posen.
Der re-politisierte
deutsche Pop - und seine Nöte,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
12.10.
- HOLERT,
Tom (2001): Angst essen Seele auf.
Nie war sie so
wertvoll wie nach dem 11. September:
Angst ist die Schlüsseltechnologie der
Kontrollgesellschaft
in: Jungle World
Nr.45 v. 31.10.
- Inhalt:
Tom HOLERT
betrachtet Angst als
"Machttechnologie des
Kapitalismus". In seiner
Sozialgeschichte der Angst nimmt
HOLERT auch Bezug auf den
Zusammenhang zwischen
Angststeuerung und Lebensform:
"In
den fünfziger Jahren wurde sie
nicht nur von oben verordnet,
sondern machte zugleich von unten
als »(German) Angst«, als
»malaise« oder als »Ekel« im
internationalen Beatnik- und
Existenzialismus-Underground
Furore. Sie popularisierte nicht
nur die festungsähnlich
formierte Kleinfamilie, sondern
auch Subjektpositionen wie jene
von Binx, des an einer gottlosen
Welt erkrankten Protagonisten aus
Walker Percys Roman »The
Moviegoer«."
Diese
Angststeuerung der Menschen, die
an der "Materialität des
Körpers und seiner Praktiken
selbst" ansetzt, trifft auf
doppelt überforderte,
individualisierte Menschen
"durch seine psychische
Befreiung bei gleichzeitigen
sozialen Ansprüchen an
Souveränität und grenzenloser
Persönlichkeitsentfaltung. Und
vor dieser doppelten
Überforderung erscheint auch
jenes »Testament der Angst« so
plausibel, das uns Blumfeld in
diesem Jahr hinterlassen
haben", meint HOLERT.
Nicht
die Angststeuerung an sich
erscheint ihm problematisch,
sondern die neoliberale Aufgabe
des öffentlichen Raumes, die er
rückgängig machen möchte
(siehe hierzu auch
Martin
WENTZ in der FR v. 29.10.2001).
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weiterführende
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