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Jochen Distelmeyer & Blumfeld

 
       
     
       
     
       
   

Jochen Distelmeyer: Porträts und Gespräche

 
   
ROLLING STONE-Titelgeschichte: Ein deutscher Dichter
Blumfeld und die Poesie des Jochen Distelmeyer
  • BRÜGGEMEYER, Maik (2006): Blühende Landschaften.
    Blumfeld machen Picknick im Paradies,
    in: Rolling Stone, Mai
  • WEBER, Julian (2009): Mutmaßungen über Jochen.
    Popstar: Das Leben nach Blumfeld: Der Musiker, Sänger und Diskurstexter Jochen Distelmeyer setzt mit neuer Band zur zweiten Karriere an,
    in: TAZ v. 11.07.
SPEX-Titelgeschichte: Status Quo Vadis?
 
       
   

Heavy (2009)
Sony/BMG

 
   
 
 

Pressestimmen

"Auf »Heavy« tritt Distelmeyer als Solist aus der Kulisse, dem sein Weltbild um die Ohren fliegt – nicht nur als Kaugummi-Ballon. So markieren die neuen Songs die endgültige Abkehr von äußeren Referenzsystemen."
(Kai Müller im Tagesspiegel vom 20.09.2009)

"Ein narrativer Bogen überspannt das Album dann doch. Heißt es zu Beginn noch: »Ich bin nicht weit gekommen/immer noch auf meinem Weg zu dir«, so zeigt der letzte Song einen ganz im neubürgerlichen Alltag, in Familie und Freundeskreis Ruhenden: »Und ich bin am Ziel,/weiß, was ich will und brauch' nicht viel,/nur zusehen, wie die Kinder spiel'n /und über uns den Zeppelin.«"
(Richard Kämmerlings, FAZ 26.09.2009)

 
 
 
       
     
       
   

Blumfeld: Verbotene Früchte (2006)
Sony/BMG

 
   
 
 

Pressestimmen

"»Verbotene Früchte« heißt das sechste Blumfeld-Werk, und es präsentiert die über Jahre als »wichtigste deutschsprachige Band« gefeierten Hamburger als versponnene Wandervogel-Truppe."
(Kai Müller im Tagesspiegel vom 24.04.2006)

"Das Album ist keine Weiterentwicklung, kein Neuanfang, auch keine Wiederholung. Es ist eine Verdichtung von Kontinuität"
(Felix Klopotek in Intro, Mai 2006)

 
 
 
       
   
  • Das Album in den Medien

    • WALTER, Klaus (2006): Für den Apfelkuchen.
      Die Band Blumfeld überrascht Fans und Feinde mit Naturlyrik. Auf ihrer neuen Platte »Verbotene Früchte« besingt sie den Mondfisch und das Gnu, den Rhododendron und das Vergissmeinnicht,
      in: Die ZEIT Nr.17 v. 20.04.
      • Kommentar:
        Popmutter Elke BUHR hat noch vor kurzem behauptet, dass Pop und Elternschaft unvereinbar seien.

                  
         Klaus WALTER macht nun - am Beispiel des Albums "Verbotene Früchte" der Band Blumfeld -  vor, wie die Wende zum Adult-Pop sogar poplinksintellektuell zu schaffen ist:
                  
         "Wie Joni Mitchell haben Cohen und Dylan den Songschreiber Distelmeyer begleitet auf dem langen Weg von der Hamburger Post-Hardcore-Härte zum lichten Klang von heute, den sich viele mit dem Kampfbegriff Schlager vom Leib halten. (...). Was aber nichts daran ändert, dass es sich hier um tolle Liedkunst handelt. Das muss auch zugeben, wer keinen Jambus vom Blankvers unterscheiden kann und einen trochäischen Sechsheber nicht erkennt, wenn er ihm über den Weg läuft. Also alle.
                  
         Im Übrigen ist Verbotene Früchte natürlich die Platte eines frisch gebackenen Vaters. (...). Mit diesem Wissen hört man eine ganz andere Platte. Am Ende möchte man den kleinen Kerl beneiden um die entzückenden Märchen und Fabeln, die ihm sein Papa da vorsingt.
    • ZWIRNER, Heiko (2006): Endstation Bi-Ba-Butzeland.
      Der Storch, die Schnecke, die Fledermaus: Blumfeld entdecken leider die Natur,
      in: tip Nr.9 v. 20.04.
      • Inhalt:
        Heiko ZWIRNER erinnert noch einmal an die glorreiche Vergangenheit der Band Blumfeld, um dann der Wende zum Adult-Pop eine Absage zu erteilen:

                  
         "»Verbotene Früchte« erinnert an einen Kindergottesdienst, und Onkel Jochen ist der Prediger. (...).
        Es hinterlässt ein Gefühl von Betretenheit und Leere, ungefähr so, als würde man einer Ex-Freundin begegnen, die sich inzwischen den Zeugen Jehovas angeschlossen hat. Man hört sie reden - und versteht gar nicht mehr, warum man diese Person jemals geliebt hat."
    • BORCHOLTE, Andreas (20069: Koalition des Stillstands,
      in: Spiegel Online v. 21.04.
    • MÜLLER, Kai (2006): Distelmeyers Tierleben.
      Weltflucht als Programm: Blumfeld entdecken auf ihrem neuen Album die Natur,
      in: Tagesspiegel v. 24.04.
    • RAPP, Tobias & Arno FRANK (2006): Die neue Blumfeld.
      Diese Woche erscheint "Verbotene Früchte", von manchen ersehnt, von anderen gefürchtet. Fest steht: An Blumfeld scheiden sich die Geister,
      in: TAZ v. 25.04.
      • Inhalt:
        Tobias RAPP verteidigt die Blumfeld-Platte "Verbotene Früchte", indem er den Wandel des Blumfeld-Mileus aufzeichnet:

                  
         "Als Einzelne sind sie natürlich noch da, die radikalen Linken und die Theweleit-Leser, die Indierocker, die Antifas und die Popintellektuellen. Doch die große Frage, die dieses Milieu als Blumfeld-Hörer zusammenhielt, (...) hat keine identitätsstiftende Kraft mehr. Zu viel ist seitdem passiert: zwei Regierungswechsel im Großen, Familiengründungen und Erfolge wie Scheitern individueller Lebenspläne im Kleinen."
                  
         Diskurspop bleibt Diskurspop, nur die Bedingungen haben sich eben geändert und "Verbotene Früchte" ist der adäquate Ausdruck dafür.
                  
         Arno FRANK sieht dagegen den Diskurspop als Folge einer "déformation professionelle" ehemaliger Soziologie- und Germanistikstudenten , von der vor allem Sprösslinge mit bildungsbürgerlichem Hintergrund befallen sind, die " heute übrigens längst angekommen sind in den Redaktionen, an den Fließbändern der Kulturindustrie oder auf dem Lehrstuhl". Entsprechend ernüchternd ist seine Sicht auf die Musik von Blumfeld:
                  
         "Wenn ihr Debüt, das Benn'sche Wortgeschrammel von der »Ich-Maschine«, 1992 noch als subversives Pop-Äquivalent zur artig umhäkelten Klorolle verstanden werden konnte, dann ist »Verbotene Früchte« ein musikalischer Wackeldackel, den sich das treue Publikum auf die Heckablage gleich hinter dem Kindersitz stellen kann - und sei es auch nur, um Spöttern, die das spießig finden, entgegenzuhalten: »Schau doch, wie kritisch er in die Landschaft blinzelt! Wie er mal nickt, mal den Kopf schüttelt, weil doch auch die Welt, die er sieht, so wahnsinnig ambivalent ist!«."
    • BALZER, Jens (2006): Obst, Tiere, Transportwesen.
      Auf ihrem neuen Album stellen sich Blumfeld den zentralen Fragen der Existenz,
      in: Berliner Zeitung v. 27.04.
      • Kommentar:
        Die Berliner Zeitung hält sich nicht lange mit Pro und Contra auf, hält nichts von postmoderner Erwachsenendefinition, sondern kommt gleich zum Kern.

                  
         Jens BALZER weiß was junge Männer wollen, wenn sie reifen:
                  
         "»Lass uns nicht über Sex reden« hieß das prägnanteste Stück ihrer frühen Jahre, unter dem Mantel politischer Melancholie ging es damals in Wahrheit vor allem um eins: um den Wunsch gedankengetriebener junger Menschen, mit dem Gerede aufzuhören und endlich zu kopulieren. Die Melancholie, die aus ihren Stücken erklang, war immer die Melancholie nach dem ersehnten Koitus.
                  
         Lange, zu lange haben sich Blumfeld damit begnügt, diese Melancholie zur existenzialistischen Position zu überhöhen. Das kam bei unausgelasteten jungen Männern eine Weile gut an; doch eigentlich haben ihre Songs und die damit verbunden Posen schon seit »L'état et moi« (1994) meistens genervt. Auf »Verbotene Früchte« ist das vollkommen anders: Endlich haben Blumfeld herausgefunden, womit man sich nach dem Ende des Sex trösten kann. Mit der Hoffnung auf das, was dabei entsteht und den Augenblick übersteigt: dass Samen und Ei sich zum Kinde verbinden."
                  
         Poplinkskulturintellektualität reimt sich ab sofort müllerwesternhagenhaft auf Elternschaft. Jene, die sich diesem demografischen Trend der Zeit verweigern, halten Blumfeld dagegen für onkelhaft.
    • BUHR, Elke (2006): Er ist der Apfelmann.
      Jochen Distelmeyer und seine Band Blumfeld präsentieren auf ihrem neuen Album und rechtzeitig zur Tournee "Verbotene Früchte",
      in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.
    • PFEIL, Eric (2006): Apfelmann im Blätterwald.
      Jochen Distelmeyer, Sänger der Band Blumfeld, singt jetzt über Igel, und alle sind sauer,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.04.
      • Kommentar:
        Es hätte genauso heißen können "alle sind zufrieden, aber das hätte dann niemand gelesen.

                  
         Blumfelds Album "Verbotene Früchte" polarisiert und PFEIL findet das Album natürlich gut:
                  
         "Das alles ist, wenn man sich nur ein wenig öffnet, aufregender als der mit studentenparlamentshafter Piefigkeit zurückgeforderte Debatten-Rock der neunziger Jahre".
    • KLOPOTEK, Felix (2006): Blumfeld.
      Eine erwachsene Band,
      in: Intro Nr.138, Mai
      • Kommentar:
        Felix Klopotek definiert das Erwachsensein postmodern. Das liest sich dann folgendermaßen:

                  
         "Erwachsen-Sein ist auf Blumfelds neuem Album kein Zustand, der auf Überwundenes verweist, sondern ein Prozess, der den Zugriff auf alle Momente der Bandgeschichte und darüber hinausgreifend auf verschiedene Stile, Geschmäcker und Epochen der Popgeschichte realisiert."
    • HENTSCHEL, Joachim (2006): Blumfeld - Verbotene Früchte,
      in: Rolling Stone, Mai
      • Inhalt:
        Ein eindeutiges Votum von HENTSCHEL:

                  
         "Wenn es überhaupt Musik gibt, die uns zu besseren Menschen machen kann, dann ist es ganz zweifellos diese hier."
    • FUCHS, Oliver (2006): Aber sonst geht's gut, Jochen?
      Darauf haben wir gewartet, auch wenn es in die Hose geht. Hier ist die Platte zur Debatte: "Blumfeld" ziehen hinaus in die Natur und entdecken "Verbotene Früchte",
      in: Süddeutsche Zeitung v. 02.05.
      • Kommentar:
        Noch Ende April war Oliver FUCHS ganz vernarrt in Hasen, die durch den Adult-Poproman "Waldstein" von Moritz von USLAR hopsten und lauschte den zwitschernden Vögeln. Jetzt will FUCHS nichts mehr von dergleichen wissen. Von Blumfeld erwartet er nichts anderes als die Erlösung. Dabei liefern Blumfeld doch nur den Soundtrack zum Adult-Poproman.
    • HARTMANN, Andreas (2006): Die Welt ist schön.
      Die neue Platte von Blumfeld ist schön wie der Frühling, und die Natur ist gut,
      in: Jungle World Nr.18 v. 02.05.
    • BLUM, Thomas (2006): Der teutsche Wald.
      Die Natur ist nicht schlecht, nur Blumfeld ist voll,
      in: Jungle World Nr.18 v. 02.05.
    • TEPEL, Oliver (2006): Warum der Apfelmann mit dem Zaunpfahl winkt.
      Status Quo Vadis (2),
      in: Spex Nr.299
      , Juni
 
       
   

Blumfeld: Jenseits von Jedem (2003)
Eastwest/ZickZack

 
   
 
 

Songtitel

1. Sonntag
2. Armer Irrer
3. Krankheit als Weg
4. In der Wirklichkeit
5. Alles macht weiter
6. Neuer Morgen
7. Der Sturm
8. Jenseits von Jedem
9. Jugend von heute
10. Wir sind frei
11. Die Welt ist schön

Pressestimmen

"Es geht ums Alleinrumstehen oder Zusammenleben in der Weitermachgesellschaft. Großes Thema, kaum zu packen."
(Dietmar Dath in der FAZ vom 30.08.2003)

 
 
 
       
   
  • Das Album in den Medien

    • GRETHER, Kerstin (2003): Kein Gefühl auslassen.
      Abitreffen in der Hamburger Schule: Blumfeld, Bernd Begemann, die Sterne und Britta stehen heute alle nicht mehr in der Raucherecke herum,
      in: Frankfurter Rundschau v. 02.08
    • CONRADS, Martin (2003): Träume in der Innenstadt.
      Blumfeld: Jugend von heute,
      in: fluter.de v. 25.08.
      • Inhalt.
        CONRADS stellt den Song "Die Jugend von heute" vor und lässt Jochen DISTELMEYER dazu zu Wort kommen.
    • WACKWITZ, Stephan (2003): Diskursrock? Ich bin dafür.
      Anmerkungen eines älteren Junggesellen zur neuen Blumfeld-CD,
      in: Die ZEIT Nr.36 v. 28.08.
      • Inhalt:
        Stephan WACKWITZ überwindet seine Vorurteile:
                  "Jenseits von Jedem ist, ich muss es gestehen, mein erstes Blumfeld-Album. Was mich vor diesem Rezensionsauftrag immer davon abgehalten hat, eine Platte von Blumfeld intensiver anzuhören, war deren Image als Popband für den denkenden Menschen mit Abitur, Anspruch und Diskurshoheit, eine Planstelle, die in meiner Generation für die nächsten 250 Jahre legitimerweise nun einmal einzig von den für diesen Job immerhin ausreichend selbstironischen, lustigen und krawallschachtelmäßigen Klassikern Pete Townsend und The Who besetzt ist".
    • DATH, Dietmar (2003): Wenn du noch einmal Generation zu mir sagst, passiert was.
      Diesseits des sittlichen Ernstes: Mit "Jenseits von jedem" versuchen "Blumfeld" erneut, unrockbare Probleme zu rocken,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.08.
    • MÜLLER, Kai (2003): Für was mir fehlt, schreib' ich ein Lied.
      Sie sind die Helden des Diskurs-Pop. Blumfeld, die wichtigste deutsche Band der Neunziger, bringt mit "Jenseits von Jedem" ihr erstes freundliches Album heraus - und verabschiedet sich vom Pathos der Gesellschaftskritik,
      in: Tagesspiegel v. 30.08.
 
       
   

Blumfeld: Testament der Angst (2001)
Eastwest/ZickZack

 
   
 
 

"So wird also Blumfeld doch allein bleiben, er hat nicht etwa die Gelüste einer alten Jungfer, die irgendein untergeordnetes lebendiges Wesen in ihrer Nähe haben will, das sie beschützen darf, mit dem sie zärtlich sein kann, welches sie immerfort bedienen will, so daß ihr also zu diesem Zweck eine Katze, ein Kanarienvogel oder selbst Goldfische genügen. Und kann es das nicht sein, so ist sie sogar mit Blumen vor dem Fenster zufrieden. Blumfeld dagegen will nur einen Begleiter haben, ein Tier, um das er sich nicht viel kümmern muß, dem ein gelegentlicher Fußtritt nicht schadet, das im Notfall auch auf der Gasse übernachten kann, das aber, wenn es Blumfeld danach verlangt, gleich mit Bellen, Springen, Händelecken zur Verfügung steht. Etwas derartiges will Blumfeld, da er es aber, wie er einsieht, ohne allzugroße Nachteile nicht haben kann, so verzichtet er darauf, kommt aber seiner gründlichen Natur entsprechend von Zeit zu Zeit, zum Beispiel an diesem Abend, wieder auf die gleichen Gedanken zurück."
(aus: Franz Kafka "Blumfeld, ein älterer Junggeselle", 1915)

Pressestimmen zu Jochen Distelmeyer

"Ein Frank Sinatra aus Bielefeld, asketisch, erzprotestantisch, brüchig. Sein Pop ist harte Arbeit. Aber Freude ist der Lohn der Angst."
(Elke Buhr in der Frankfurter Rundschau v. 22.05.2001)

Pressestimmen zu "Testament der Angst"

"Testament der Angst gehört in eine Reihe mit Frédéric Beigbeders gerade auf Deutsch erschienen Neununddreissigneunzig, einem als Roman getarnten Antiwerbewelt-Pamphlet, in dem der Houellebecq-Freund sein Angestelltenleben denunziert (gleich im zweiten Satz das Bekenntnis "ICH HABE ANGST"), Filmen wie Rosetta, die plötzlich wieder die Zurichtung des Einzelnen wieder zum Thema machen, Naomi Kleins No Logo!"
(Thomas Gross in der ZEIT v. 17.05.2001)

"Pragmatiker, Skeptiker, Privatisten, Indie-Typen, Mikropolitiker, Medientheoretiker, Ironiker, Derrida-Fanatiker, Zitat-Rocker und noch eine Reihe weitere Zeitgenossen werden Distelmeyers Shift von der dichten Beschreibung zur auskotzenden Behauptung nicht vorbehaltlos mitgehen wollen"
(Aram Lintzel in der Jungle World Nr.22 v. 23.05.2001)

 
 
 
       
   
  • Porträt

    • BARTELS, Gerrit (2001): Angst macht Beine.
      Einer für uns, einer für alle: Der Dichter, Prediger und Popsänger Jochen Distelmeyer und seine Band Blumfeld haben mit dem Album "Testament der Angst" ihren Nachlass zu Lebzeiten veröffentlicht,
      in: TAZ v. 18.05.
 
   
  • CD-Kritiken

    • WELLERSHOFF, Marianne (2001): Wolken über dem Bunker.
      Mit politischen deutschen Texten ist die Hamburger Band Blumfeld erfolgreich geworden. Nun legen sie ihr neues Album vor,
      in: Spiegel Nr.20 v. 14.05.
    • GROSS, Thomas (2001): Maxima Moralia.
      Balladen aus dem beschädigten Leben: Die Band Blumfeld sucht nach alten, neuen Wahrheiten,
      in: Die ZEIT Nr.21 v. 17.05.
    • KÜCHEMANN, Fridtjof (2001): Blumfeld - Gefühle, die man glaubt,
      in:
      FAZ.Net v. 21.05.
    • BUHR, Elke (2001): Anders als glücklich.
      Die Poplinke setzt ihre Gruppentherapie fort: Blumfelds "Testament der Angst",
      in: Frankfurter Rundschau v. 22.05.
    • LINTZEL, Aram (2001): Das schwere Nein.
      Auf "Testament der Angst" beschließen Blumfeld das Ende der Distinktionsexzesse und die glamouröse Rückkehr der Fundamentalkritik im Popsong,
      in: Jungle World Nr.22 v. 23.05.
    • ROSE, Pinky (2001): Der summende Trauzeuge.
      "Blumfeld": Drei Minuten Musik, drei Seiten Fußnote,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.05.
    • PILZ, Michael (2001): Die Sonne scheint dem Einzelnen,
      in: Welt v. 25.05.
    • MEUELER, Christof (2001): Es geht um alles.
      In der Blumfeld-Partei: Auf "Testament der Angst" wird Solidarität verzweifelt gesucht,
      in: Junge Welt v. 26.05.
    • RÜTZEL, Anja (2001): Immer wieder: Liebeslieder.
      Blumfelds neues Erfolgsalbum "Testament der Angst" verwirrt die Fans,
      in: Stuttgarter Nachrichten v. 08.06.
    • BALZER, Jens (2001): Konkurs einer Pose.
      Auf Blumfelds neuem Album "Testament der Angst" herrscht der existenzialistische Konsens,
      in: Berliner Zeitung v. 09.06.
 
   
  • Konzert-Vorschauen und Kritiken

    • SCHRÖDER, Christian (2001): Der Wille zum Witzeln.
      Feeling ist wichtig: Der schroffe Wohlfühl-Pop der Hamburger kommt in Berlin an,
      in: Tagesspiegel v. 11.05.
    • KÄMMERLINGS, Richard (2001): Die Geister des Feedback.
      Tiefstsinn in Höchstform: Die Band "Blumfeld" stellt live ihr neues Album vor,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.05.
    • RAAB, Klaus (2001): Es könnte viel bedeuten,
      in:
      Süddeutsche Zeitung v. 14.05.
    • DANICKE, Sandra (2001): Wir und ihr.
      Politisch und sexuell andersdenkend: Blumfeld im Mousonturm,
      in: Frankfurter Rundschau v. 31.10.
    • HABERL, Tobias (2001): Schwäche beichten.
      Blumfeld im Columbia Fritz,
      in: Welt v. 02.11.
 
   
  • Blumfeld in der Debatte

    • KARNIK, Olaf (2001): Positionen und Posen.
      Der re-politisierte deutsche Pop - und seine Nöte,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 12.10.
    • HOLERT, Tom (2001): Angst essen Seele auf.
      Nie war sie so wertvoll wie nach dem 11. September: Angst ist die Schlüsseltechnologie der Kontrollgesellschaft
      in:
      Jungle World Nr.45 v. 31.10.
      • Inhalt:
        Tom HOLERT betrachtet Angst als "Machttechnologie des Kapitalismus". In seiner Sozialgeschichte der Angst nimmt HOLERT auch Bezug auf den Zusammenhang zwischen Angststeuerung und Lebensform:
              
        "In den fünfziger Jahren wurde sie nicht nur von oben verordnet, sondern machte zugleich von unten als »(German) Angst«, als »malaise« oder als »Ekel« im internationalen Beatnik- und Existenzialismus-Underground Furore. Sie popularisierte nicht nur die festungsähnlich formierte Kleinfamilie, sondern auch Subjektpositionen wie jene von Binx, des an einer gottlosen Welt erkrankten Protagonisten aus Walker Percys Roman »The Moviegoer«."
              
        Diese Angststeuerung der Menschen, die an der "Materialität des Körpers und seiner Praktiken selbst" ansetzt, trifft auf doppelt überforderte, individualisierte Menschen "durch seine psychische Befreiung bei gleichzeitigen sozialen Ansprüchen an Souveränität und grenzenloser Persönlichkeitsentfaltung. Und vor dieser doppelten Überforderung erscheint auch jenes »Testament der Angst« so plausibel, das uns Blumfeld in diesem Jahr hinterlassen haben", meint HOLERT.
              
        Nicht die Angststeuerung an sich erscheint ihm problematisch, sondern die neoliberale Aufgabe des öffentlichen Raumes, die er rückgängig machen möchte (siehe hierzu auch Martin WENTZ in der FR v. 29.10.2001).
 
     
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 21. Mai 2001
Update: 28. September 2009